Zu Listen hinzufügen

Fight Club

Fight Club (1999), US Laufzeit 139 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 11.11.1999


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.7
Kritiker
104 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.5
Community
53128 Bewertungen
599 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von David Fincher, mit Brad Pitt und Edward Norton

David Finchers Adaption Fight Club nach dem gleichnamigen Roman von Chuck Palahniuk entlässt Brad Pitt & Edward Norton in die Wirren ihrer Zeit.

Handlung von Fight Club
Eine ganze Generation von Männern, die Zweitgeborenen der Geschichte, wanken durch ihr Leben auf der Suche nach einem Sinn, einer Aufgabe, einer Erfüllung ihrer selbst. Doch ein Ziel scheint es in der deprimierenden Konsumgesellschaft nicht zu geben. Auch der von Edward Norton verkörperte Protagonist und gleichzeitiger Erzähler gehört zu diesen verlorenen Seelen, die ungelenkt ihr Dasein fristen. Als er jedoch eines Tages Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt, soll sich alles ändern. Der von beiden Junggesellen ins Leben gerufene Fight Club, entfesselt ungeahnte Möglichkeiten, die jedoch ebenso unkontrollierbares Ausmaß annehmen. Aus der Rache an der modernen Zivilisation wird schnell ein Kleinkrieg, der seine Opfer fordert. Nicht einmal die verruchte Marla Singer (Helena Bonham Carter) vermag sich diesem unaufhaltsame Treiben zu entziehen.

Hintergrund & Infos zu Fight Club
Mit der Romanadaption der entsprechenden Literaturvorlage von Chuck Palahniuk durch Regisseur David Fincher gehört nicht nur zu den Kultwerken der späten 1990er Jahre, sondern nimmt ebenfalls die Rolle eines Reflektions-Mediums dieser Zeit ein. Kritik am Zeitgeist der Konsumgesellschaft sowie dem vorherrschenden Kapitalismus ist folglich zur Genüge vorhanden und zudem verarbeitet das Werk ebenfalls faschistische, nihilistische, anarchistische und buddhistische Motive. Darüber hinaus verzichtete David Fincher auf einen klassischen orchestralen Score und engagierte – ähnliche wie später Trent Reznor und Atticus Ross für The Social Network und Verblendung – das Musiker-Duo The Dust Brothers für den Soundtrack. Zur musikalischen Untermalung des Finales diente der Song Where is my mind der Indie-Band The Pixies. (MH)

  • 37795279001_2110727297001_901868133-149-1358863364806
  • 37795279001_2110727316001_901868133-4269-1358864672099
  • Fight Club - Bild 6455896
  • Fight Club
  • Fight Club

Mehr Bilder (35) und Videos (7) zu Fight Club


Cast & Crew


Kritiken (12) — Film: Fight Club

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]
Inszenatorisch und besetzungstechnisch top, gibt es relativ wenig an “Fight Club” auszusetzen, und doch: Ein abschließendes Urteil mag ich mir kaum erlauben, wo ich den Film erst einmal gesehen habe. Und das kann man wahrlich nicht nach jedem Film zugeben.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

_Garfield: Blogbusters

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Nach wie vor eine ebenso kraftvolle, wie mutige Meditation über Existenz und Sinnfragen, sowie voraussichtlich Fincher's Opus Magnum für alle Ewigkeit. Die große Stärke von „Fight Club“ liegt dabei primär in seiner Deutungs-Vielfalt. Man es also nicht für bare Münze nehme, wenn Tyler Durden zum gewaltsamen Aufstand gegen den Turbo-Kapitalismus aufruft und es auch ganz und gar nicht in der Intention des Filmes liegt, nach Feierabend den wütenden Revoluzzer heraushängen zu lassen. Hinter der herausragend inszenierten Fassade von „Fight Club“ verbirgt sich vielmehr der Aufruf zur kritischen Betrachtung von Medien, seiner Strahlkraft auf gesellschaftliche Gruppierungen und die Instrumentalisierung eben jener zur Erhaltung von profitablen Machtstrukturen. Oder in wenigen Worten: Fincher übt Gesellschaftskritik. Und das mit der nötigen Radikalität.

In einer nie wirklich ernst gemeinten Alternative, in der Männer zwischen schwitzenden Körpern, angeknacksten Rippen und von Blut verschmierten Fratzen das Gefühl des Schmerzes als Befreiung verstehen, verhandelt Fincher gesellschaftliche Missstände, die in der Definition von Anzugtragenden Ökonomen eigentlich gar nicht existieren dürften. In einem Leben im Überfluss, der finanziellen und materiellen Sicherheit, in Zeiten ohne Kriege und ohne große Krisen, sehnt sich eine Generation ohne Aufgaben nach einem Sinn in einem von Repetition und scheinbarer Sorglosigkeit geprägten Dasein. („No purpose or place. We have no Great War. No Great Depression. Our Great War's a spiritual war... our Great Depression is our lives.“)

Der Dekadenz der westlichen Wohlstandgesellschaft – scheinbar versunken unter Burger-Portionen und chronischer Dauermasturbation - setzt Fincher die Rückkehr zu den Ursprüngen entgegen. Der inszenierte Überlebenskampf ist nur Teil einer Besinnung auf das animalische, auf das primitive. Schmerz ist ein unmittelbares Gefühl. Ursache und Wirkung sind offensichtlich. Zum Nullpunkt gelangen bedeutet letztlich also nicht mehr, als sich von all jenem loszusagen, was uns medial seit unserer Geburt mit einer perversen Penetranz suggeriert wird. Zu sich finden bedeutet, sich zunächst von allem anderen zu lösen. Befreit von der gesellschaftlichen Zwangsjacke und damit befreit von allen damit einhergehenden Tabuisierungen, Reglementierungen und Bestimmungen, Gesetzen und Auflagen, als auch von materiellem Besitz. Die ironische Lösung bedeutet das Auflösen der bestehenden Ordnung in Chaos und Anarchie.

Fincher's Roman-Adaption verweigert sich aber schon deshalb einer dogmatischen Lesart, weil er letztlich nicht einmal seinem eigenen Werk eine vorsätzliche Manipulation des Publikums versagt. Man sieht für kurze Zeit den Penis, den Durdem an anderer Stelle im Film thematisiert. Er manipuliert ebenso, wie es Industrien und Regierungen tun. Es ist der finale Aufruf zur kritischen Betrachtung von allem, was uns präsentiert wird. Die Ermutigung hinter die Kulissen, hinter das Offensichtliche zu blicken. Ein großes Meisterwerk also und nichts anderes.

Kritik im Original 31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

worstcase

Antwort löschen

sehr gute Kritik!


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

Super Kritik!!!


SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Allem entspringen, dem Nullpunkt immer näher kommen und merken was Leben bedeutet, egal wie schmerzhaft der steinige Weg auch sein mag. Die ultimative und endgültige Selbstzerstörung. Auf den ersten Blick mag 'Fight Club', allein von der Story her, recht simpel gestrickt sein. Doch dem Zuschauer wird schnell klar, dass er es mit keinem einfachen Film zu tun bekommt. Denn auch 'Fight Club' zeichnet sich in all den Themen mit seiner Gnadenlosigkeit, Kälte und Zerstörungswut aus. Die Bilder sind hart und treffen den Zuschauer genau da wo es schmerzt. Auch schier unmöglich scheint das Hervorheben der besten Szenen, denn 'Fight Club' bewegt sich durchgehend auf dem höchsten Niveau. Längen gibt es nicht, Langeweile ist ein Fremdwort und Blinzeln scheint fast schon zu viel. [...]

Kritik im Original 36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Vielen Dank Andy! :)


nilswachter

Antwort löschen

Schöner Kommentar!


Mr.Film: City of Cinema

Kommentar löschen
10.0Herausragend

"Ich bin Jack's entflammtes Gefühl der Ablehnung. Ich bin Jack's vollkommenes Deffizit an Überraschung. Ich bin Jack's gebrochenes Herz. Ich bin Jack's grinsende Rache. Ich bin Jack's kalter Schweiß. Ich bin Jack's Medulla Oblongata. Ich bin Jack's vergeudetes Leben."

Die 'namenlose' Hauptfigur ist der Erzähler der Geschichte und ein ganz normaler Mann.
Er hat ein Leben wie man es selber nicht erleben will, jedoch macht er das Beste daraus. Dazu hat er schlimme Schlafstörungen. Er geht in Selbsthilfegruppen, nicht weil er wirklich krank ist, nur weil er Trost sucht, nur weil etwas Liebe ersehnt. Dort lernt er auch Marla kennen, sie geht aus den gleichen Gründen in diese Gruppen. Doch sein Leben soll sich erst verändern nachdem er Tyler kennenlernt. Tyler ist ein Anarchist und lebt nach seinen eigenen Regeln. Ein wichtiger Punkt ist gekommen, als sich der Erzähler und Tyler prügeln. Der Schmerz tut gut und nach einer Weile entsteht der Fight Club. Wer in diesem Club ist, will sich prügeln und das geschieht alles nach gewissen Regeln, es sind keine sinnlosen Schlägereien, es sind Rituale. Der Fight Club wird immer größer und mächtiger. Irgendwann ist eine regelrechte Organisation entstanden. Diese Organisation geht gegen die Gesellschaft vor, es folgen Anschläge und Vandalismus.

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Chuck Palahniuk und die Story ist einfach überwältigend. Überwältigend anderst und überwältigend schön. "Fight Club" ist einer dieser seltenen Filmperlen bei denen man einen umwerfenden Aha-Effekt ins Gesicht geschmettert kriegt.
David Fincher inszeniert das Stilmittel des Wahnsinns's einfach einwandfrei.
Die Kamerfahrten haben es in sich und sind schlichtweg außergewöhnlich.
Fincher hatte sehr viele Ideen für den Film und wie man sieht hat er seine besten Ideen gekonnt umgesetzt. Man kann sagen der er den Film handwerklich perfekt gemacht hat.
Die Atmosphäre in "Fight Club" ist etwas ganz besonderes, sie ist sehr düster, was man ja von dem Herr Regisseur gewohnt ist, selten bekommt man bunte Bilder zu sehen.
Wer keinen Sinn für Sarkasmus und Zynismus versteht, wird es hier schwer haben.
Gewürzt wurde der Film mit einem Teelöffel rabenschwarzem Humor.
"Fight Club" ist auf der einen Seite lustig und auf der anderen Seite ist er brutal und hinterlässt einen komischen Nachgeschmack.
Zu den Darstellern kann man kein einziges schlechtes Wort verlieren, alle sind grandios.
Edward Norton als der Unbekannte Hauptdarsteller spielt wohl die Rolle seines Lebens. Er spielt den Protagonisten hervorragend, er wirkt glaubwürdig und kann auf ganzer Strecke überzeugen.
Das gleiche kann ich ebenfalls zu Brad Pitt sagen, mein Gott hat der mich umgehauen.
Helena Bonham Carter ist die dritte Darstellerin die im Vordergrund steht, zu ihr kann man ebenfalls nichts negatives sagen.
Die Figurenzeichnung ist perfekt, jeder Charakter hat eine gewisse Tiefe.
Unterhalten werde ich von dem Film immer wieder, auch wenn man bereits das Ende kennt.
"Fight Club" bietet ein schnelles Erzähltempo und man bekommt eine Menge zu sehen.
Die Geschichte ist einfach spannend und packend. Am Anfang geht alles noch etwas lockerer zu, doch zum Ende wird alles viel dramatischer. Die Dialoge wurden einfach ausgezeichnet geschrieben, neben lässigen Sprüchen kriegt man hier auch etwas intelligentes geboten. Längen besitzt dieser Film nicht.
Wenn man in diesem Werk Gewaltverherrlichung sieht hat man den Film einfach nicht verstanden, brutal ist er aber dennoch.
Der Score ist einfach mehr als passend, er verstärkt die verstörende Wirkung auf den Zuschauer.

Fazit: "Fight Club" ist ein Meisterwerk Punkt

“Der Fight Club…das war Tylers und mein Geschenk! Unser Geschenk an die Welt!”

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Benner

Antwort löschen

Aber hallo! Den musst du unbedingt gucken!


Mr.Film

Antwort löschen

Gemerkt ;)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Ein unerbittliches Meisterwerk der schmerzhaft brutalen Selbsterkenntnis. Ganz bestimmt nichts für zarte Gemüter.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Der ultimative Abgesang auf die Konsumgesellschaft. Spannend, zynisch, düster und sogar ein Hauch philosophisch. Fantastisch gespielt, mit hervorragenden Bildern und einem Faustschlag von einem Twist, den man seit dem leider viel zu oft sieht. Zur damaligen Zeit aber ein Knaller.
Für mich unmöglich in ein Genre einzuordnen. Außer Kultfim ist ein Genre...

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] Der Off-Kommentar des namenlosen Erzählers verkommt zum Glück nie zum Klischee, sondern ist einfach nur wichtig, da der Film erst durch ihn seinen Humor und den herrlichen Zynismus bekommt und die Atmosphäre davon bestimmt wird. Ein besonderer Reiz liegt zudem darin, dass sich der Namenlose als unzuverlässiger Erzähler entpuppt. „Fight Club“ macht Spaß, durch Originalität, Humor, Detailverliebtheit, Coolness und schließlich Kontroverse. Nie trocken und dennoch bedeutungsschwanger; eine Lösung für überhaupt nichts, aber trotzdem für Viele eine Art Erlösung. Der Kultfilm der ausgehenden 90er Jahre.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

"Fight Club" reißt den Zuschauer durch einen düsteren und verwinkelten Tunnel, der quer durch die dunkelsten Abgründe unserer Seele führt, vorbei am Spiegelbild einer verlogenen Gesellschaft. Der Film ist eine freche, groteske Satire auf diese geordnete Welt, wo der Alltag und der Wahnsinn eins sind und glorifizierte Brad Pitt endgültig als das Hollywood- Schönheits- Produkt Nr. 1, während Edward Norton nach "Im Zwielicht" und "American History X" seine dritte, hochklassige Darstellung ablieferte. Besonders faszinierend sind die im letzten Viertel angebrachten Änderungen zum Buch, denn obwohl Regisseur Fincher zum Schluss eigene Erzählwege geht, sind der Film und der Roman zwei immer wieder fesselnde Geschichten, die auch wenn man den Plottwist kennt, immer wieder faszinierende und intelligente Unterhaltung bietet irgendwo zwischen gesellschaftlicher Abrissbirne und einer Sub- Kultur des Wahnsinns. So gut dass es weh tut!

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

neon: pixelmonsters.de neon: pixelmonsters.de

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Die Gesellschaft ist kaputt. Auf eindrucksvolle Art und Weise zeigt uns Fincher diese Missstände auf und zeigt mit dem Finger auf sie. Dabei deutet er eine mehr oder weniger gute Lösung an. Das Zauberwort heißt, sich lösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Den gesellschaftlichen Fangarmen entrinnen und sich unabhängig, seinen Zielen und Träumen widmen. Die heutige Gesellschaft ist Kontrolle und sie bindet den Menschen in ein Netz voller pauschaler Pseudoreglements. Mit Fight Club liefert uns David Fincher ein kleines und zugleich großes Meisterwerk ab und er bannt es auf Zelluloid. Fincher arbeitet dabei so akribisch und er ist dabei von so vielen kleinen Detail besessen, die erst nach dem Zweitem oder dritten mal anschauen erst auffallen. Fight Club heißt Stärke, Aggressivität, Intoleranz und Anarchie. Alles zugleich. Fight Club ist stark in seinen intensiven Szenen, aggressiv in seiner unnachahmlichen Erzählweise, intolerant gegenüber den gesellschaftlichen Zwängen und anarchisch in seiner unverwechselbaren Vorgehensweise. Anarchie für eine bessere Gesellschaft, Anarchie für einen besseren Menschen. Der Mensch muss sich loslösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Fight Club ist ein ganz großes Stück Zelluloidgeschichte, einfach ein Meisterwerk.

Kritik im Original 58 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 23 Antworten

Brentano

Antwort löschen

Leute, Leute, sicher bringt uns das politisch sozial und auf Aufklärung bezogen vllt. nicht wirklich weiter , aber angesichts des sehr eindimensionalen Statements von "pasewalk" bleibt mir nichts anderes übrig ,als etwas polemisch zu überhöhen und folgendes anzumerken:
geschätztes mentales Alter19, „voll dabei“ und wahrscheinlich nur gering „seins-bewusst“ noch irgendwo annähernd "demokratisch" politisiert, da kommen einem fast die Tränen, . !!?

Wie missverstanden und nur an der Oberfläche gekratzt darf es denn sein:
(etwa: „Oh ein schöner "Boxer-Film" („Rocky“ mal anders?) und das ist gut so“?)

….wie weit kann ein wirklich ernsthaft auf Selbstbefreiung und weitere, substantielle Selbst-Erkenntnis in der fremd-verwertenden Struktur ausgerichteter Film denn noch missdeutet und banalisiert werden?

(ja das funktioniert auch als "zynische Komödie", denn dieser Film ist trotz allem kein direkte „Gebrauchsanweisung“, sondern zeigt, wie es "auch" gehen könnte, ..)

Und wie kann so eine filmische Denkleistung so blind-links vereinnahmt werden von überzeugten Gegnern seiner Message, die ihn damit gegen den Strich bürsten und sogar "verteidigen",etwa als weiteres, "erobertes "sinnfreies" Konsumgut, zu ihrer fröhlichen "Erheiterung" nach dem mühsamen "Arbeitsalltag", etc. ??

Aber witzig hier zu sehen, das einige tatsächlich wagen, das "Wort "instrumentalisieren" zu benützen und selber dabei nicht merken, wie sie konformistisch gehalten und Konsum-verwöhnt wie es nun mal gängiger Mainstream „zu sein hat“, in eine ausweglose, affirmative Sackgasse laufen und dort vor lauter Bäumen nicht den auch sie befreienden Wald erkennen?

So wäre es sicher auch gut und vorteilhaft, jene Ansätze zu diskutieren, echt und live-dabei und wirkliche Analyse dieser Art von Film zu Film zu betreiben. diese Szene für Szene nachweisbar den widerständigen, kreativen und befreienden, selbst bestimmten Geist schulen (das was real ebenso politisch wirksam wäre)
um aufzuzeigen etwa, das „politisch“ hier im Kontext natürlich weit entfernt von schnöder Amts- und Partei Politik steht und eher echtes agieren /agitieren anmahnt. Aber schon das in einer vorherigen Diskussionsrunde zu lösen, um Zweifel auszuräumen und sich auch über entsprechende Begriffe zuerst zu verständigen, ..


mistral36

Antwort löschen

Bei so viel existenziellem Ernst, inbrünstiger Wahrhaftigkeit und "Sein-Bewusstsein" fällt mir nichts mehr ein. Da fühlt man sich an die christliche Kindheit zurück erinnert: Amen, und Kopf ab zum Gebet. Finde ich Herr Brentanos Meta-Position beneidenswert? Ja, nein - Der alte fontane hat es schon gut gesagt: "Ich will nichts von ihnen, aber sie schaffen und wirken zu sehen, tut mir wohl."


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Furioses Autorenkino aus den USA. Inhaltlich manchmal etwas zu dick aufgetragen, aber filmisch ein Meisterstück.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Was Fincher so verdächtig macht: dass er allen Ernstes darüber nachdenkt, dass der Kapitalismus vielleicht doch nicht die beste aller denkbaren Welten sein könnte. Das ist natürlich unangenehm, wo doch gerade Bill Gates im deutschen Fernsehen verkünden durfte, dass jeder, der gegen die totale Globalisierung sei, ja dann wohl Kommunist sein müsse.

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 31 Antworten

atilla

Antwort löschen

@brentano
bist du schwer vom Begriff? Zum dritten Mal : ich weiß nicht wo dieser andere "Blog" ist.


Brentano

Antwort löschen

@ Hunne Attila
Schön zu sehen, das du dir "treu" bleibst und ganz "Attila like" herumbrüllen musst!
Also eine Antowrt auf deinen kritischen Beitrag, den du auch hättst selber recherchieren können, iat in meinem Film -Blog über "Tetsuo" den japanischen Film über die Verwandlung eines Menschen in eine Maschine nachzulesen!

http://www.moviepilot.de/movies/tetsuo/comments/689793


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Technisch brilliante Hütchenspielereien gaukeln mehr Tiefe vor, als der Film letztendlich hat. Formal sehenswert, mit diskussionswürdigen Thesen, die abseits der Küchenphilosophischen Allgemeinplätze schnell zerbröseln. Ein klassischer Teenager-Film, viel empörte Pose deren inhaltlicher Anspruch bei genauem Hinsehen doch eher als aufgeregtes Geplapper enttarnt wird. Revoluzzergefühle ejakulieren auf KleinFritzchen-Kapitalismuskritik gemischt mit einem Spritzer Faschismus und "Zurück zur Natur"-Verklärung. Dennoch in all seiner Zwiespältigkeit unbedingt sehenswert.

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

Ollivander89

Antwort löschen

Wenn ich mir diese Kommentare durchlese, krieg ich echt Mitleid mit den Gestalten, die sich hinter den Kommentaren verberegen müssen: die offenbar weder in der Familie noch in der Schule gelernt haben, sachlich zu diskutieren, sondern Kritik an ihrem Lieblingsfilm als Angriff auf sich selber sehen und dann ausfallend werden.
Bitte, Leute, geht zu Youtube, wenn ihr auf dem Niveau kommentieren wollt, aber spammt nicht Moviepilot mit eurem Gepöbel zu!


johnboy1979

Antwort löschen

@Olllivander89:
So, wie es in den Wald reinruft, so schallt es hinaus!
1.Die Kritik ist unsachlich und abslout formuliert, das heißt, sie ist so formuliert, dass es nur so sein kann, wie der unkundige Rezensent es sieht, und nicht anders.
2.Zumal die Aussage, dass es sich hier um "Küchenphilosophie" handelt, einfach dahin formuliert wurde, ohne es auch nur im Ansatz fachlich und sachlich zu fundieren.

Deshalb: Tut mir es Leid, aber manchmal ist die Polemik das beste Mittel um solchen marktschreierischen Kritiken beizukommen, die nur um des Effektes wegen behaupten und anecken können bzw. um das eigene Nichtwissen zu verschleiern.

Man kann den Film natürlich nicht mögen, aber dann doch Bitte das Nichtgefallen im Nachhinein so rationalisieren, dass es scheint, dass der Film Schuld sei an dem Unverständnis der Materie.



Kommentare (587) — Film: Fight Club


Sortierung

Hueftgold

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

3 Monate habe ich gebraucht, um endlich einen richtigen Kommentar zu Fight Club schreiben zu können! Hier ist er!

“Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht wieviel Geld du am Konto hast. Du bist nicht das Auto das du fährst. Du bist nicht der Inhalt deiner Geldbörse. Du bist nicht deine scheiß Cargohosen. Du bist der singende und tanzende Abschaum der Welt.”

Was ist der Fight Club überhaupt? Ich will ihn mal folgendermaßen beschreiben. Wollt ihr euch eingesperrt fühlen in der Wut, die ihr ständig erlebt? Wollt ihr euch befreien und die Gewalt, die ihr in euch tragt freisetzen? Sollte das so sein, dann prügelt euch einfach mit eurem besten Freund auf dem Hinterhof einer Bar, oder ich tretet in den Fight Club ein!

Wenn die Welt um einen herum versagt, das Nervensystem anfängt auszusetzen, du beginnst zu halluzinieren, du in der tiefsten Schiene des Katalogshoppings gefangen bist oder du keine Initiative mehr hast suchst du nach einem Ausweg.

Fincher´s Darstellung dieses Ausweges offenbart die Skrupellosigkeit menschlicher Individuen mit gekonnt inszenierter zynischen Offensivarbeit gegen das menschliche Katalogsystem. Nach diesem Manifest richtet sich eine gezielte Gesellschaftskritik direkt in das Gesicht des eingegrenzten Zuschauers, der sich streng nach Regeln richtet, seine Stellung und Behandlung akzeptiert und lieber eingemauert lebt.

Fight Club ist wie ein sich gut anfühlender fester Schlag in die Fresse, der nicht nur dem Erzähler aufzeigt, wie man zu leben hat. So ist die konstante Wandlung des Erzählers von einem Selbsthilfejunkie zu einem Organisationsanführer zwar mehr als exzessiv, so bietet er jedoch zusätzlich wunderbare optische Spielereien, geschickte inszenatorische Kniffe und äußerst amüsante Offtopicelemente.

Augenscheinlich handelt es sich bei “Fight Club” um ein Zitatfeuerwerk, mit einem der besten Twists der Filmgeschichte und zusätzlich auch noch um die beste literarische Verfilmung der Geschichte des Filmes. Die beißende Sozialkritik eines Palahniuk´s geht niemals verloren, der ganze filmische Akt ist werkgetreu, strotzt vor Originalität, Einfallsreichtum und Seife. Pitt und Norton sind als ungleiches Duo wahrlich brilliant, wenn zum Beispiel Norton erstaunlich optimistisch über einen Filmkniff erzählt, indem Pitt Pornobilder in einen Familienfilm bastelt. Und doch kann ich mich mit dem Narrator und Tyler Durden identifizieren und hätte jetzt insbesondere nach dem Film so ordentlich Lust jemandem auf die Schnauze zu hauen, dem Gutmenschen Ärger anzutuhen oder sei es so, dafür zu sorgen, dass ich eine Nahtoderfahrung erleben darf!

Ich bin Jack’s Brustwarze. Ich bin Jack’s vollkommenes Deffizit an Überraschung! Ich bin Jacks entflammtes Gefühl der Ablehnung. Ich bin Jacks gebrochenes Herz. Ich bin Jacks Medulla Oblongata. Ich reguliere Jacks Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung. Ich bin Jacks Prostata. Wenn ich Krebs kriege, bringe ich Jack um. “Ich bin Jack´s grinsende Rache. Ich bin Jack´s kalter Schweiß. Ich bin Jack´s stinkwütender Gallengang. Ich bin Jack´s vergeudetes Leben. Wir sind Sklaven des IKEA-Nestbautriebs!

Fincher is a fucking Genius!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

KingLee

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Fight Club.Ist brachial Komisch aber auch Herzlos brutal...sozialkritisch aber auch abarchyistisch...Fazit:Kult film...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

fabian.kilian.5

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Genialer Film! Von Anfang bis Ende spannend! Brad Pitt ist hier überragend. Und man darf das geniale Ende und die Botschaft die vermittelt wird nicht vergessen! 10 Punkte von mir!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

momopipi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Fight Club wird vermutlich bis zum Ende meines Lebens einer der besten Filme sein. Außerdem hat der Film allgemein einen sehr großen Wert für mich. Ich werde den Film hier nicht nur bewerten, sondern ihm meinen ganzen Respekt zollen und dies werde ich auch mit Filmzitaten aus dem Film begründen.

“The things you own end up owning you.”
In unserer heutigen Welt geht es einfach nicht anders, wir definieren uns über unseren Besitz. Menschen arbeiten auf einen BMW zu, die Unterschicht holt sich das neue iPhone und ich finde mich irgendwo da wieder, weil ich doch Teil dieser Welt bin. Wir werden in diese Welt reingeboren, da kann man nichts dagegen tun. Der Film half mir dabei mich loszulösen, den wahren Wert in mir zu finden. Wie ein Echo wirkte der Film auf meine Seele, bis es endlich Wirkung zeigte.

“It’s only after we’ve lost everything that we’re free to do anything.”
Dabei geht es nicht darum, dass man auf alles verzichtet und wie ein Waldmensch im Einklang mit der Natur lebt, sondern, dass man bewusster lebt. Die Tafel Schokolade als ein Privileg ansehen, auch wenn es nur den einen Euro kostet. Sich etwas gönnen? Klar, das wär doch kein Problem. Aber nicht, wenn man es sich wie ein Schwein reinstopft. Oder das ständige Shoppen. Einfach mal einige Zeit lang ohne das ganze Zeug um einen herum klarkommen. Der Werbung weniger Chancen geben, das Gehirn zu verpesten. Nicht auf die anderen Stimmen hören, sondern der eigenen Stimme im Kopf Ausdruck verleihen.

“The liberator who destroyed my property has realigned my perceptions.”
Die Zukunft kann ein besseres Ich bieten. Und wenn man die Änderungen zulässt, dann geht man den richtigen Weg. Man selbst ist ja nur der Schmied des eigenen Glücks. Kein Gott, kein Mensch, keine Familie wird dich ans Ziel bringen. Man muss sich schon selbst erlösen.

“God Damn! We just had a near-life experience, fellas.”
Und wenn man an sich gearbeitet hat, tauscht man plötzlich die Rollen. Man ist nicht mehr die Gazelle, sondern der Löwe. Man sieht Möglichkeiten, man genießt die Aussicht und vor allen Dingen zeigt man dem Gefühl der Angst den Mittelfinger. Denn das Ende des Lebens ist nicht der Tod sondern die Ohnmacht.

“Time to stand up for what you believe in.”
Manchmal hören wir gewisse Motivationssprüche zu häufig, um sie wirklich ernst zu nehmen. Das ist echt schade. Aber man sollte verflucht nochmal sein bescheidenes Leben dazu nutzen um dafür zu stehen woran man glaubt. Und nicht so schwach sein und das bessere Ich in der Vorstellungskraft einsperren, denn das ist Feigheit und man belügt sich selbst.

“Fight club wasn't about winning or losing.”
Das Leben ist ein Spiel und jeder darf sich seine eigenen Spielregeln aussuchen, wenn man überhaupt Spielregeln haben möchte.

Es ist vielleicht primitiv, dass ein solcher Film eine wichtige Rolle in meinem Leben spielt. Aber in seiner Ästhetik und seiner Message ist er so leicht zu konsumieren, das läd einfach sehr ein. Ich hoffe, dass meine nutzlosen Worte irgendeine verlorene Seele da draußen streifen werden.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

elias.beldzik

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vom Anfang bis zum Ende spannend. Wow.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

maroje.alchehabi

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Fight Club.. Ein Absoluter Klassiker, und muss ich glaub ich nicht viel dazu sagen oder? Auch der Sinn hinter dem Film.. Erste Klasse. Pitt und Norton sind ebenfalls in bestechender Form. ;)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

razzo

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

15 Jahre nach Fight Club. Ein Update.

Eigentlich hat sich ja nicht allzu viel geändert. Wir sind immer noch die gleichen Konsumaffen - ''machen Jobs, die wir hassen, kaufen dann Scheisse, die wir nicht brauchen.'' Die Welt dreht sich immer noch im gleichen Rhytmus. Nur schneller, viel schneller...

Informationen, Meinungen, Möglichkeiten und Wahrheiten, die aus allen Kanälen und Richtungen auf mich einprasseln. Wie soll man sich da entscheiden?! Für eine Wahrheit, für eine Art zu leben. Wie soll man sich in dieser Maßlosigkeit nur zurechtfinden? Wie dieser medialen Sintflut entkommen? Alles steht allen offen. Alles scheint möglich. Theoretisch. Praktisch gleicht mein Leben einem Hochglanz-Katalog aus Träumen und Sehnsüchten, die ich mir alle nicht leisten kann. Die ganze Welt steht mir offen und die ganze Welt drückt mich zu Boden.

Ich muss raus hier. Raus aus diesem Sarg, der jeden Moment einzustürzen droht. Raus in die Wirklichkeit.

Ich blicke mich um und ich sehe Menschen, die aus ihren Betonschachteln rausströmen und sich mit stumpfer Routine durch den Tag treiben. Ich sehe lauter unglückliche Gesichter. Ich sehe vom Leben Überforderte, Gelangweilte, Depressive, emotional verkrüppelte Sonderlinge, die in dieser perfekten Welt keinen Platz finden. Ich sehe winzige Zahnräder, die eine riesige Maschinerie am laufen halten. Ich sehe eine ganze Armee von Individuen, die im Stechschritt der Freiheit alle in die gleiche Richtung marschieren. Und ich bin mitten drin.

Nein, das kann es nicht sein.

Ich bin mehr als das.

Ich bin der Schalter, der dich aus dem Stand-by-Modus holt.

Ich bin das Dynamit, das dich auf den Nullpunkt bringt.

Ich bin Beethovens Fünfte in einem und grunzender Death Metal im anderen Ohr.

Ich bin der Widerspruch, der dich ins Gleichgewicht bringt.

Ich bin diese eine, wunderschöne Blume, die in Felden voll Scheisse blüht.

Ich bin die Seife, die deine Seele rein wäscht.

Ich bin das Adrenalin, was durch deine Adern rauscht.

Ich bin dieser verdammte Weltraumaffe, der grinsend auf die ganze Menschheit pisst.

Ich bin das Blut, was du auf der Zunge schmeckst.

Ich bin die Faust, die dir die Knochen bricht.

Ich bin das, was dich am Leben hält.

Ich bin dein Tyler Durden.

Ich bin dein Fight Club.

bedenklich? 33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

sachsenkrieger

Antwort löschen

So isses, Amen!


brucelee76

Antwort löschen

Genau so ist es und nicht anders. Toll beschrieben, die aussichtslose Situation in der wir uns befinden :).


Jin_G.

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bei der konsumkritischen Botschaft dieses Films fühle ich mich nicht mehr wohl, weiter keksteig-arschig vor dem Bildschirm zu lümmeln und zu glotzen. Obwohl ich 'Fight Club' immer wieder anschauen könnte. Interessante Charaktere, wichtige Message, zitat-taugliche Sprüche, ...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

robin.drunkenhangman

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hab ihn mir neulich mit Audiokommentar vom Autor der Buchvorlage Chuck Palahnuik angesehen. Er meinte am Ende "er würde NIEMALS eine Fortsetzung schreiben". Ich musste schmunzeln^^

Zu dem Streifen wurde alles wichtige geschrieben. Möchte nur hinzufügen, da ich den Roman gelesen habe, dass es sich um die bestmöglichste Umsetzung des Stoffes handelt. Die Story wurde bis auf das Ende, welches im Film einen Tick besser ist, beibehalten, und die wenigen Änderungen sind hier auch passend platziert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Miami Twice

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film den ich alle paar Jahre gerne wieder gucke (wenn es mich auch längst nicht mehr so packt wie beim 1x gucken...) Edward Norton und Brad Pitt spielen einfach nur genial, die Handlung ist schön abgedreht und alles andere als 08/15

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

DoctorWho

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich kann den Hype um diesen Film nicht ganz nachvollziehen. Sicher war es beeindruckend beim ersten Mal den Twist zu sehen und beim zweiten mal gucken, versuchen herauszufinden, ob man schon vorher Anzeichen erkennen kann.
Aber für meinen Geschmack war er zu sehr darauf ausgelegt rebellisch zu sein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Roach

Antwort löschen

Kann ich nachvollziehen, mich hat dieses Anbiedernde auch gestört. Aber andererseits zieht der Film sich zum Ende hin auch selbst ins Lächerliche, sodass alles, was der Film zunächst zu verherrlichen schient, im Endeffekt auch wieder als schwachsinnig hingestellt wird. ;)


DoctorWho

Antwort löschen

so siehts aus.
Und mir geht ein übertriebener Hype (wie eben bei diesem Film) derbe auf die Nerven.


thewaschi

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Der Film ist wirklich... anders, er ist einfach genau so wie seine Handlung. Unglaublich gut beim ersten mal, wenn man allerdings schon weiß, worauf es hinausläuft, "nur" noch gut. Aber dann kann man ja auf andere Dinge achten, zum Beispiel, dass in jeder Szene ein Kaffebecher zu sehen ist.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

luedija

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist ein Meisterwerk und gehört in jedem Fall in die Reihe der Kultfilme. Bei mir ist es jedoch nicht die Story die mich aus den Socken haut, sondern eindeutig die künstlerische Aufmachung des Filmes. Diesen Film kann man definitiv auch 2 oder 3 mal sehen und man entdeckt immer wieder Neues.

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

luedija

Antwort löschen

Dies gilt allerdings nur für die künstlerische Aufmachung des Filmes. Der Plot des Filmes ist leider nur beim Ersten mal spannend.


ND_Zapper

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme von Edward.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Val Vega

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Mit einem Community-Schnitt von 8.5/10 ist David Fincher’s 1999er „Fight Club“ hier auf Moviepilot der bam besten bewertete Film von allen. Der Logik einer meiner Klassenkameradinnen zu Folge, die meint dass sich Beleibtheit/Erfolg mit Qualität aufwiegen lasse, müsse dies also bedeuten, dass „Fight Club“ der BESTE Film aller Zeiten wäre. Hier zu von meiner Seite ein klares NEIN!

Die Geschichte des Films fällt und steht mit dem Plot. Wissen wir erst einmal, welche Auflösung sich hinter dem ganzen verbirgt ist „Fight Club“ nicht mehr als ein einzigartig öder Film. David Fincher will hier ganz klar Kapitalismuskritik üben. Doch kann man das überhaupt noch ernst nehmen, wenn sich das lebende Sexsymbol Brad Pitt, der in diesem Film einen Traumkörper hat, bei dem jedes Mädchen dahin schmilzt, über Models von Calvin Klein lustig macht?

Doch abgesehen davon, dass der Film so überbewertet ist, wie die Musik von „Avicii“ und Jack Daniels Whiskey, muss ich sagen, dass es doch die grandiosen Schauspieler sind, die mir zugesagt haben. Brad Pitt spielt hier wahrhaftig grandios. Das Alphamännchen Tyler Durden erwacht durch ihn zum Leben. Ich stelle mir die Frage wieso ich keinen Tyler Durden kenne oder besser noch wieso ich nicht wie Tyler Durden bin. Pitt macht das einfach großartig und funktioniert perfekt als das Gegenbild zum nicht minder grandios spielenden Edward Norton die Beziehung der beiden lebt durch die Chemie der beiden Darsteller bis hin zum finalen Plottwist, der einem Internetfilmeliebhaber wohl kaum unbekannt sein dürfte.

Der Anfang des Films war für mich nahezu perfekt. Edward Norton wandelt wie ein lebender toter durch die Welt der späten 90er und findet perverse Befriedigung durch das Besuchen der verschiedenen Selbsthilfegruppe, dann auf einmal taucht der mysteriöse Tyler Durden und stellt ihm eine gänzlich andere Welt vor. Der „Fight Club“ wird erschaffen und bis dahin ist die Geschichte ein famoses Abbild der Psyche eines Bürokraten der unter Schlaflosigkeit leidet und immer neue Wege benötigt diese zu umgehen. Doch dann wird mir das ganze zu krass und überspitzt. Hier wäre weniger ist mehr angebracht gewesen.

Insgesamt ist „Fight Club“ wohl einer der am überbewertetsten Filme aller Zeiten, weit davon entfernt zu den BESTEN Filmen aller Zeiten zu zählen. Die Schauspieler leisten allesamt gute Arbeit und der Film schafft es über weite Strecken gute Unterhaltung zu bieten, verliert sich dann aber zu sehr in den Konstrukten der Geschichte um wirklich zu dem Meisterwerk zu werden, dessen Potential er eigentlich innehätte. Aber vielleicht sollte man sich einfach an die Regeln des Fight Club halten: „You do not talk about Fight Club“

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 27 Antworten

JonnyvsSherlock

Antwort löschen

Meine Güte, ich wollte echt niemanden angreifen;)
Habe lediglich versucht, euch meine Ansicht näher zu bringen.
War keineswegs "verstehst es nur nicht"-Gelaber. Ich fand es nur komisch, das meine Ansicht so wenig vertreten ist. Wenn das anders rübergekommen ist, sorry:)


Val Vega

Antwort löschen

Johnny, du bist nicht das Problem...


Chriz85

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Der beste Film aller Zeiten!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

david.kind.161

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

platteste kapitalismuskritik gepaart mit einem grundreaktionären menschenbild. david fincher, der aber nun wirklich endlich den oscar haben will, hat schon hier einen ziemlichen mainstream movie hingelegt, der selbstverständlich von allen geliebt und verehrt wird. perfektion ist aber nicht dasselbe wie komplexität. fincher mag zwar in der lage sein, schnitt und licht in einer szene beeindruckend zu arrangieren - die dialoge werden dadurch nicht besser und die intentionen der handelnden figuren auch nicht. ohnehin ist fincher dann am besten, wenn alle emotionen eiskalt sublimiert werden. die dauergeschwätzigen protagonisten dieses films reiten auf ein ende zu, der die errichtung eines patriarchalen, diktatorischen gewaltsystems als den wahren triumph über die verkommene demokratie feiert, weil er den menschen keine positiven eigenschaften zugesteht. diskutiert wird hier ohnehin nichts. ein manifest, dass fincher gerade bei "haus of cards" wiederholt. nur noch platter und noch doofer. der mann hat seinen nitzche gelesen und wird damit zum halbgott aller misantrophischen hinterzimmer fanboys, oder etwas provokanter all der klebolds, harris, kretschmers und steinhäusers denen der film die perfekte folie für ihre verkommenen, kruden, unsortierten gedanken bietet: in tyler durden finden sie sich alle wieder und bestätigt. das ist pubertärer blödsinn und sonst nichts.

bedenklich? Kommentar gefällt mir 3 Antworten

david.kind.161

Antwort löschen

da sind wir bei unserer eigenen filminterpretation angelangt :) bei allen punkten mag ich dir auch wirklich mehr oder weniger zustimmen. aber beim zerfall der männerbünde musste ich innehalten. mir war, als zelebriere der film genau diesen zerfall nicht. gerade die schöhnheit des hässlichen ist hier nur die beschmutzung der schönen körper. darunter sind sie aber immer noch schön. bzw.: stellt der film seine ideen tatsächlich zur disposition indem er sein publikum verführt, dann spricht dessen rezeption bände. als ware konsumiert. viel gesehen - nichts wenig verstanden.

das unverständnis, dass diesen film begleitet, seine vereinnahmung, mag so laut sein, dass sie dessen absichten überwiegen. das schlussbild ist schön. aber doch unangebracht. weil der mensch eben nur zu sich kommt, wenn er zerstört wird? oder weil die zerstörung einen immanenten teil seiner identität bildet? das wäre mal wirklich interessant gewesen: anstatt aus ruinen aufzuerstehen in den trümmern herumzugammeln und zu fragen: was kann dann kommen? menschen machen auch dannach noch weiter. aber wie?

bei fincher frage ich mich immer: was will dieser mann eigentlich? welchen konflikt handelt er aus? was ist sein thema? er ist mir einfach zutiefst suspekt. und "fight club" und mehr noch "der seltsame fall des benjamin button" sind schuld daran.


jp@movies

Antwort löschen

Gute Frage. Ich schätze ihn für seine Offenheit neuer Technik gegenüber, und wie souverän er damit umgeht. Nur wenn er Gefühle inszenieren soll, bleibt es kühl und distanziert, so wie Cate Blanchett und Brad Pitt in BENJAMIN BUTTON - gemeinsame Chemie vor der Kamera tendiert gegen Null. Tilda allein hat dort mehr Hitze verströmt. Darum freut er sich an Rooney Mara, weil er immerhin spürt, dass sie seine Schwäche überspielt. Wenn er inhaltlich "kalte" Filme mit unterkühlten Menschen macht, wie eben FIGHT CLUB, SOCIAL NETWORK oder ALIEN3, dann passt es. Vielleicht sollte er mal einen Dokumentarfilm machen müssen, das könnte ihm gut tun. Sonst bleibt er ein ewiges Regietalent, das selber nichts zu erzählen hat, oder genau davor weiter auf der Flucht ist. Vielleicht ist THE GAME in der Hinsicht sein Schlüsselfilm.


supidupi88

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Sozialkritik an diesem Film macht ihn einfach so gut und sooooooo wahr !

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

TheSpringwoodSlasher

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Schade, Schade, Schade…………

Fight Club hätte eigentlich ein 10er werden können aber der "große Twist" war meiner Meinung nach einfach viiiiiiiieeeeeel zu vorhersehbar.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

TheSpringwoodSlasher

Antwort löschen

Aber ein wichtiger Part eines Films. Und um eine 10 abzustauben muss ein Film bei mir nun mal Perfektion sein.

Dir ist aufgefallen, dass ich 9.0 gegeben habe, oder?!


Jack´s moralische Meinung

Antwort löschen

Der twist war fuer dich "vorhersehbar" weil du ja sooooo schlau bist. Ja is klar. Ne Einstein. Der twist wurde schon in etlichen szenen vorher ( vor allem die mit Marla) mal mehr mal weniger subtil angekuendigt.


Ioosh698

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich glaube ich hatte mir bisher keinen Film solange vorgemerkt wie David Finchers " Fight Club". Doch irgendwie bin ich einfach nie an die DVD rangekommen, ich weiß auch wieso. Umso glücklicher war ich als der Film vor nicht allzu länger Zeit mal im Fernsehen kam. Ich hab ihn aufgenommen und dann vor ein paar Tagen mittlerweile zum zweiten mal geschaut. Ich wollte wissen, was macht "Fight Club" so besonders? Warum wird der Film von sogut wie allen Aus den höchsten Tönen gelobt?
Das erste was mir sofort auffiel war, dass der Film echt verdammt Genial inszeniert ist. Vor allem die Schnitttechnick gefiel mir wirklich sehr, teils echt verrückt ( im positiven Sinne) und gepaart mit geschickt angebrachte Rückblenden im Film. Auch die Optik ist echt klasse gewählt und versprüht ungemein viel Atmosphäre. Dreckig und Düster. So wirkte es auf mich. Einfach nur toll, die optische Inszenierung trägt perfekt dazu bei, das man such als Zuschauer sofort in der Welt von "Fight Club" verliert und der Film seinen ganz eigenen Stil entwickelt. Meinen Geschmack hat David Fincher da auf jeden Fall getroffen. Großes Lob!
Der Soundtrack ist ebenfalls passend und immer treffend zur jeweiligen Situation. Trotzdem hat auch der Soundtrack etwas ganz eigenes, etwas wofür man den Film selbst gesehen haben muss um es zu beschreiben.
Was "Fight Club" in meinen Augen aber so besonders macht ist die starke Story und die herausragende Besetzung des Filmes. Ja, die Story ist schlicht und einfach Genial! Interessant, ausgeklügelt, geistreich, wendungsreich, Gesellschaftkritisch, spannend, faszinierend und vor allem überraschend! Denn wenn sich gegen Ende so langsam der Twist des Filmes zu erkennen gibt und dann alles schließlich aufeglöst wird, dann ist " Fight Club" für mich endgültig ein Meisterwerk! An dieser Stelle möchte ich aber mal nicht's über die Story verraten. Denn ich habe die Befürchtung das ich mich sonst verplappere und Leuten die " Fight Club" noch nicht kennen vielleicht den Spaß daran verderbe. Aber dennoch, die Geschichte des Filmes regt auf jeden Fall zu nachdenken an und ist auf ganzer Linie mehr als überzeugend erzählt worden.
Doch was wäre "Fight Club" ohne seine super Besetzung und die starken Charaktere? Brad Pitt, einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler, verkörpert die Rolle der Kultfigur Tyler Durden. Durden ist wie ich finde ein wahnsinnig interessanter Charakter, der es versteht einfach zu beeinflussende Menschen unter seine Kontrolle zu bringen und so nach und nach alles in's Chaos zu stürzen. Was mich aber etwas traurig macht ist, das manche Leute nicht hinter die Fassade Tyler Durdens geblickt haben, sondern sich diesen Mann als Vorbild nehmen. Klar, Durden ist Kult aber im Grunde genommen er ein Monster, ein Verbrecher. Naja, Brad Pitt zeigt hier ganz klar warum er einer der besten ist und spielt einfach unglaublich gut! Er hatte sichtlich Spaß den anarchistischen Tyler Durden zu spielen. Ganz starke Leistung von Pitt!
Edward Norton gehört meiner Meinung nach ebenfalls zu den besten Schauspielern die es gibt. Auch in "Fight Club" trumpft er wieder richtig auf. Man hat einfach Spaß ihm zuzusehen. Vor allem gegen Ende fande ich Norton hier richtig richtig gut!
Helena Bonham Carter mag ich sonst ehrlich gesagt eigentlich nicht so gern. Deswegen hatte ich auch anfangs so meine Bedenken was ihre Rolle angeht. Aber zum Glück kann ich sagen, das ich auch in dieser Hinsicht nicht enttäuscht wurde. Sie hat einfach irgendetwas magisches an sich, kurzum hat sie mir als Marla wirklich sehr gut gefallen, hätte ich nicht gedacht. Und wer weiß, vielleicht finde ich irgendwann mehr gefallen an dieser Frau.

Fazit: "Fight Club" ist ein beeindruckendes Meisterwerk von David Fincher! Der Filme hat mich durch seine ganz eigene Art von Anfang bis Ende voll gepackt. Dieser Streifen hat einfach soviele passende Komponenten untereinander vereint, das er nachdenklich stimmend und vor allem Gesellschaftskritischen zugleich ist. Diese Kombi ist Fincher wahrlich gelungen. Denn wie manche hier schon schrieben, nach "Fight Club" sieht man die Welt für eine gewisse Zeit mit anderen Augen. Ich bin immer noch hin und weg! An alle die den Film noch nicht kennen: Schaut ihn euch an! Völlig zurecht der am besten bewerteste Film auf moviepilot, vor allem das Ende bereitet echtes Gänsehautfeeling.

Ganz starker Film!

"Ich bin Jacks grinsende Rache! "

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 15 Antworten

Drehmumdiebolzen

Antwort löschen

Such bei Youtube mal die Fan-Reaction Videos dazu raus :D
Die sind schon längst Kult und meistens spoilerfrei!
Und wenn dich hier irgendjemand vorher krass spoilern sollte, schick mir den Link zu seinem/ihrem Gästebuch!!! ;)


Ioosh698

Antwort löschen

Oha, da scheint ja mal wieder was echt unerwartetes zu passieren... So wie sich da manche erschrecken^^
Im Ernstfall komm ich gerne auf dein Angebot zurück haha :D



Fans dieses Films mögen auch

Sieben Sieben US 1995
Memento Memento US 2000
The Game The Game US 1997
Collateral Collateral US 2004
Black Swan Black Swan US 2010