Fight Club

Fight Club (1999), US
Laufzeit 139 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Actionfilm, Kinostart 11.11.1999

8.6 Kritiker
99 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.5 Community
32738 Bewertungen
406 Kommentare
Fight Club - Bild 1317931
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von David Fincher, mit Brad Pitt und Edward Norton

Sie sind die Zweitgeborenen der Geschichte: Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Sie haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Ihr großer Krieg ist ein spiritueller, ihre große Depression ist ihr Leben. Und sie sind kurz, ganz kurz davor, auszurasten. Im “Fight Club” finden sie den ultimativen Kick und prügeln sich mit nackten Fäusten die Langeweile und Sinnlosigkeit aus dem Leben. Und ihr Anführer, der charismatische Tyler Durden, ist besessen davon, Rache an der modernen Zivilisation zu nehmen.

HandlungZu Beginn sieht man den Erzähler (Edward Norton) des Film mit einer Waffe in seinem Mund der Dinge harren, die laut seiner Beschreibung unausweichlich zu sein scheinen. Bevor das aber passiert erzählt er uns wie es dazu gekommen ist…

Er ist einer vielen. Er erzählt von seiner Arbeit als Rückrufkoordinator für einen Autohersteller, der eigentlich ein recht zufriedenes aber auch sehr durchschnittliches Leben führt, das seine Höhepunkte in der Vollendung seiner Wohnungseinrichtung zu finden scheint. Er leidet an schwerem Schlafentzug (warum wird im laufe des Films erklärt). Als ihm sein Arzt nicht helfen will weil er der Meinung ist das er einfach mehr Sport treiben müsste um Müde zu werden und ihn (scherzhaft) auf eine Selbsthilfe aufmerksam macht, entdeckt er das diese Gruppen ihm zu helfen scheinen, weil die Schicksale der wirklich Kranken viel ernsthafter sind als seins. Fortan besucht er mit verschiedenen Identitäten diverse Selbsthilfe-Gruppen. Sein Konzept geht solange auf, bis plötzlich mit Marla Singer (Helena Bonham Carter) eine ebensolche Simulantin wie er auftaucht und das Gleiche wie er tut, er befürchtet das Sie ihn auffliegen lässt.

Tylor DurdenAuf einem seiner Geschäftsflüge lernt er einen Seifenhändler namens Tylor Durden (Brad Pitt) kennen – eine Begegnung die sein Leben verändern wird. Die beiden tauschen Nummern aus. Nach der Landung muss er mit ansehen, wie seine geliebte Eigentumswohnung…

  • DVD
Erscheinungstag: 04.11.10
  • Fight Club - Bild 2803
  • Fight Club - Bild 2804

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Fight Club

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Lieblingsfilm

Ein unerbittliches Meisterwerk der schmerzhaft brutalen Selbsterkenntnis. Ganz bestimmt nichts für zarte Gemüter.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: wieistderfilm.de

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9.0Herausragend

[...] Der Off-Kommentar des namenlosen Erzählers verkommt zum Glück nie zum Klischee, sondern ist einfach nur wichtig, da der Film erst durch ihn seinen Humor und den herrlichen Zynismus bekommt und die Atmosphäre davon bestimmt wird. Ein besonderer Reiz liegt zudem darin, dass sich der Namenlose als unzuverlässiger Erzähler entpuppt. „Fight Club“ macht Spaß, durch Originalität, Humor, Detailverliebtheit, Coolness und schließlich Kontroverse. Nie trocken und dennoch bedeutungsschwanger; eine Lösung für überhaupt nichts, aber trotzdem für Viele eine Art Erlösung. Der Kultfilm der ausgehenden 90er Jahre.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

neon

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10.0Lieblingsfilm

Die Gesellschaft ist kaputt. Auf eindrucksvolle Art und Weise zeigt uns Fincher diese Missstände auf und zeigt mit dem Finger auf sie. Dabei deutet er eine mehr oder weniger gute Lösung an. Das Zauberwort heißt, sich lösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Den gesellschaftlichen Fangarmen entrinnen und sich unabhängig, seinen Zielen und Träumen widmen. Die heutige Gesellschaft ist Kontrolle und sie bindet den Menschen in ein Netz voller pauschaler Pseudoreglements. Mit Fight Club liefert uns David Fincher ein kleines und zugleich großes Meisterwerk ab und er bannt es auf Zelluloid. Fincher arbeitet dabei so akribisch und er ist dabei von so vielen kleinen Detail besessen, die erst nach dem Zweitem oder dritten mal anschauen erst auffallen. Fight Club heißt Stärke, Aggressivität, Intoleranz und Anarchie. Alles zugleich. Fight Club ist stark in seinen intensiven Szenen, aggressiv in seiner unnachahmlichen Erzählweise, intolerant gegenüber den gesellschaftlichen Zwängen und anarchisch in seiner unverwechselbaren Vorgehensweise. Anarchie für eine bessere Gesellschaft, Anarchie für einen besseren Menschen. Der Mensch muss sich loslösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Fight Club ist ein ganz großes Stück Zelluloidgeschichte, einfach ein Meisterwerk.

Kritik im Original 57 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

morlock

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Ich finde es schon sehr fragwürdig, dass ausgerechnet in diesen Film soviel politische und philosophische Substanz hineininterpretiert wird.
Ansonsten möchte ich lange politische Diskussionen lieber meiden.
Das ist dafür die falsche Plattform(und v.a. der falsche Film).
Ich gehe mich jetzt mal lösen.


Brentano

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Hallo, in diesen Film wird nicht nur "hereininterpretiert", er ist ebenso Anlass, Basis und Substanz für politische und soziale Veränderungen und Bewusstwerdung. Filme sind nicht nur ein flaches Medium und Popcorn für unbewusste und dadurch angepasste, unfreie Konsumenten, die zum Stillhalten aufrufen sollen, sondern wie hier auch Grundlage für Diskussionen und ein Angebot, herkömmliche, unfrei haltende Muster zu verändern und zu hinterfragen.

Wer dem ausweicht, aus welchen Gründen auch immer, befindet sich auf dem NIveau seiner eigenen, unfreien, angepassten Eltern und Vorfahren, die nie etwas gewagt , gefordert oder diskutiert haben!
Du kommst mir vor wie ein alter Onkel von mir, der ab 20 die alten, herkömmlichen Vorurteile und Muster übernommen hat, einer Welt in die er angepasst und hineingeboren wurde.
"Hier kann man jetzt aber nicht diskutieren, das geht jetzt nicht", du hörst dich an wie ein 80 jähriger alter Mann!
Bravo, mach mal weiter so. Für dich ist das Spiel gelaufen!?


Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.5Herausragend

Was Fincher so verdächtig macht: dass er allen Ernstes darüber nachdenkt, dass der Kapitalismus vielleicht doch nicht die beste aller denkbaren Welten sein könnte. Das ist natürlich unangenehm, wo doch gerade Bill Gates im deutschen Fernsehen verkünden durfte, dass jeder, der gegen die totale Globalisierung sei, ja dann wohl Kommunist sein müsse.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Pippi_Langstrumpf

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Ja. Und wir sollten jetzt nicht mehr über den Fight Club reden. So lautet die 1. und 2. Regel.


Brentano

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VViele Leute haben einfach nur kindliche Angst vor dem sogn. "Kommunismus", die ihnen als unmündige Wesen und ohne sie entsprechend aufzuklären, eingetrichert worden ist.

Nirgendwo in westlichen Schulen wird erklärt, worauf der angeblch heilsame, aber zerstörerischen Kapitalismus in seiner verschärften Form wirklich basiert, real auf Ausbeutung aller Ressourcen im Menschen und außerhalb und das angeblicher "Kommunismus" in der sowjetischen Form keine Befreiung der Menschen war, dank ähnlich verwaltender unfreier Strukturen wie im Westen, sondern ebensolcher Kapitalismus in "Rot".

Schon erstaunlich, wie Menschen eine befreitere und kommunitäre, gemeinschaftlichere Haltung, wie sie der Kommunismus und Sozialismus anbietet, dermaßen offensiv gegen ihrer eigene Vorteil darin, abtrainiert worden ist.
Aber sicher: irgendwer muss in diesem, unserem System ja die Drecksarbeit machen und die Eliten füttern und versorgen, dazu bedarf es auch eines Minimums an verfälschender Ideologien.

Und sicher, im Kommunismus ist jeder mitverantwortlicher und darf dadurch auch in entsprechender Gegenleistung mehr partizipieren und sich einbringen, Mühsal auch, aber zum eigenen und nicht zum entfremdeten Nutzen der Oberen und Herrscher, deren Gewinn dabei stetig steigt während der eigene Nutzen entsprechend nur sinkt und jegliche Tätigkeit und sogar Muße nur dazu dient, die wenigen Herrscher immer weiter zu bereichern und verdienen zu lassen


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Technisch brilliante Hütchenspielereien gaukeln mehr Tiefe vor, als der Film letztendlich hat. Formal sehenswert, mit diskussionswürdigen Thesen, die abseits der Küchenphilosophischen Allgemeinplätze schnell zerbröseln. Ein klassischer Teenager-Film, viel empörte Pose deren inhaltlicher Anspruch bei genauem Hinsehen doch eher als aufgeregtes Geplapper enttarnt wird. Revoluzzergefühle ejakulieren auf KleinFritzchen-Kapitalismuskritik gemischt mit einem Spritzer Faschismus und "Zurück zur Natur"-Verklärung. Dennoch in all seiner Zwiespältigkeit unbedingt sehenswert.

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Erpelente92

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Also, ich habe Batzman, vor allem bei Horrorfilmen, als sehr zuverlässigen Kritiker kennen gelernt.

Allerdings kann ich hier nicht mit ihm übereinstimmen. Wie schon vorher gesagt, denke auch ich, er sollte sich den Film noch 2-3 mal anschauen und erst danach ein Urteil fällen.

Dieser Film ist, meiner Meinung nach, der Beste, der jemals gedreht wurde. Nicht nur die erstklassige Besetzung bringt ihn ganz weit nach vorne, sondern auch die kritischen Ansichten und das Reizen der eigenen Bedürfnisse nach Freiheit und Unabhängigkeit, lassen ihn sehr gut aussehen. Eine so durchdachte Geschichte findet man höchstens in der "Hannibal"-Reihe wieder.

In gewisser Weise ein Plus für Batzman, aber auch ein dickes Minus für die Bezeichung des Films als ,,Ein klassischer Teenager-Film, viel empörte Pose deren inhaltlicher Anspruch bei genauem Hinsehen doch eher als aufgeregtes Geplapper enttarnt wird."

Von Ihnen hätte ich, aufgrund ihrer mir bisher bekannten aufgeschlossenen Ansichtsweise, mehr erwartet.

Gruß, die Ente.


Ollivander89

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Respekt??! Soll man den Film etwa 2 Punkte höher bewerten, nur weil David Fincher im Abspann steht?^^



Kommentare (401) — Film: Fight Club

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Mondaro

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

2 Worte: Unbedingt ansehen!

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Belfegor

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe einen Film erlebt.

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Belfegor

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Es gab mal eine beknackte TV-Show mit Ingolf Lück, die hieß
" 10 oder gehn"... wieso muss ich jetzt daran denken ?


Drumhead92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein absoluter Lieblingsfilm!!! Der absolut beste Cast!!!

!!!Enthält SPOILER!!!
Wie soll ich nur anfangen??? Als ich den Titel damals zum ersten Mal gehört habe, dachte ich mir nur: Bestimmt nur ein öder Kampffilm!
Aber nein! Dieser Film hat in Relation zur Filmlänge wenig Kampfszenen.
Der Film zeigt eine andere Art des Lebens. Ein Leben ohne Sinn und ohne Zukunft.
Und die bitterböse Möglichkeit besser zu leben, in dem man sieht, dass es anderen noch schlechter geht als einem selbst. Aber das ist nicht alles, um was es in "Fight Club" geht.
Mehr geht es in diesem Film um die zwei guten Freunde, Tyler Durden (Brad Pitt) und dem Erzähler (Edward Norton), dessen Name nicht genannt wird. Sie treffen sich zufällig auf einem Flug.
Tyler erzählt ihm, dass er Seife verkauft und sich aus dieser auch Sprengstoff machen lässt.
Schließlich finden beide wieder zusammen, da dummerweise die Wohnung des Erzählers hochgegangen ist.
Als sie dann in einer Bar sitzen, kommt ihnen die grandiose Idee sich zu verprügeln, da sie mit ihrem Leben eh nichts anfangen können und es schlussendlich eh keinen interessiert wenn man sich was tut.
Schließlich eröffnen sie den Fight Club. Dieser wird immer populärer und breitet sich aus. Allerdings läuft nicht alles glatt. Das später gegründete Projekt Chaos läuft aus dem Ruder.

Dann ist da natürlich noch Marla Singer (Helen Bonham Carter). Das total abgedrehte...... Wesen. Manchmal ist sie einfach nur mächtig konfus.

Zu Beginn scheint noch alles logisch. Aber dann gibt es dort diese winzige Szene als Tyler vor die Kamera tritt, der Film kreiselt und verschwommen eine zweite Person zu sehen ist. Ab dort beginnt das Chaos. Der Erzähler verliert immer weiter total den Verstand bis zur Auflösung. Er selbst ist Tyler Durden!! Den ganzen Film über gab es nur ihn und Marla. Und alles was passiert ist, hat er sich nur eingebildet. Die Szene ist glaube ich die perfekte Bezeichnung des Wortes: Mindfuck.

Zum Schluss kämpft Tyler mit seinem Abbild aka. Brad Pitt und schafft es schließlich ihn loszuwerden. Aber zu spät! Alles was Tyler vorbereitet hat, um die Stadt ins totale Chaos zu stürzen, ist bereits in vollem Gange. Da hilft nur noch zusehen!
Und dann folgt das Wohl beste Zitat der Filmgeschichte:

"You met me at a very strange time of my life."

Tyler und Marla halten sich noch ein letztes Mal an der Hand.
Währenddessen stürzen umher die Gebäude zusammen, bis das Bild wieder anfängt zu flackern.
Wieder ist für eine Millisekunde der Penis zu sehen, den Tyler schon in der Kinovorstellung für Kinder eingefügt hatte.
Abspann.
Im Hintergrund läuft "Where is my mind?" von den Pixies.

Ich halte inne und schau auf den Fernseher, auf dem Namen nach und nach eingeblendet werden.
Ich muss schmunzeln. Where is my mind? Ja, wo eigentlich? Bilde ich mir auch nur eine Person ein, um die schlimmen Sachen von mir abzulenken.

Ein Film, der umhaut und zum Denken anregt.

"Where is my mind?
Where is my mind?
Where is my mind?..."

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Harrigan

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Bewertung9.5Herausragend

Der verkommene Zusammenschluss aus Konformisten, namens Gesellschaft.
Jeder einzelne, allesamt eingegliedert in die durchschnittliche Gesellschaftsschicht, wie sie einem alltäglich auf den Fußgängerzonen begegnen: Gel im Haar, Sonnenbrillen auch im Winter, ledrig braun vom wöchentlichen Solarium. Silikonbrüste bei Frauen, die Männer hart am Waschbrettbauch arbeitend, aber allesamt geistige Bügelbretter. Metrosexuelle in der Nachfolge von in die Jahre gekommenen Yuppies und Singles, androgyn zwischen Anämie und Bulimie, nur den Job im Kopf, den nächsten all-inclusive-Urlaub, Amerika als Traumziel, kulturell zwischen Hollywood und Viva, Schamrasur und Pay-TV als Kick, Naturschutz als Konfessionsbekenntnis und die politische Haltung von reinen Konsumenten. Und nichts Tabuisierteres als das, was in die Tiefe geht: Tod, Gewalt, sobald sie pathetisch werden; sogar Humor, wenn er abgründig wird. Man identifiziert sich über Kleidung und Gehalt. Raoul Schrott.

"You´re not special, You´re not a beautiful or unique snowflake. You are the same decaying organic matter as everything else. We are the all-singing, all-dancing crap of the world. We´re all part of the same compost heap."

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Oliver0403

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Regel Nummer 1 im Fight Club: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club!
Absolut genialer Film zu dem man eigentlich nicht viel sagen muss. Einfach anschauen und selber urteilen!

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ZedsDeadBaby

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Bewertung9.0Herausragend

Chuck Palahniuks 'Fight Club' wird gut auf der Leinwand umgesetzt. Edward Norton macht sich gut als der beschriebene Protagonist, Brad Pitt gibt ebenso einen guten Tyler Durden ab.
Wem der Film gefallen hat dem empfehle ich nur wärmstens das Buch, auf dem er basiert, aufmerksam zu lesen. Allgemein Bücher von Chuck Palahniuk - dieser Stil zieht sich durch alle seine Werke, versprochen.

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geheimer333

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars… Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten…”

Fight Club ist ein gut durchdachter Thriller, der unbewusst mit dem Publikum spielt. Doch Fight Club ist viel mehr als das, es handelt sich hierbei um eine bitterböse Kritik an unsere Gesellschaft, um die Versklavung der Menschen, durch den gewöhnlichen Alltag. Um die vielen die an Enttäuschungen zerbrechen und nicht einsehen wollen, dass sie nur einer von vielen sind, ein unnützes Einzelteil einer funktionierenden Maschine, die sich Gesellschaft nennt.
Der Fight Club bieteteinen kurzweiligen Ausweg aus einem solchen spießbürgerlichen Leben.
Der Namenlose Erzähler (großartig gespielt von Edward Norton) ist einer dieser Gefangenen, dies realisiert er aber erst mit der Hilfe des außergewöhnlichen Tyler Durdens (Brad Pitt in seiner besten Rolle), mit dem er in einem Flugzeug Bekanntschaft machte. Ein Mann, der praktisch nicht hat, dem es aber in allen Hinsichten besser geht, denn er ist erleuchtet.
Er ist ein Prophet ohne Religion, jemand der die Wahrheit spricht und die Leute hören ihm zu.
Den Fight Club den er gründet dient einem höheren Zweck, die knallharten Kämpfe dienen mehr als Lockvogel, um den normalen Menschen eine Gehirnwäsche zu verpassen, damit sie Anhänger des Tyler Durden werden.
Liebe zum Kämpfen wird zur Liebe zu Durden, wird zum Hass auf die Welt.

Mit einer unheimlichen Bildgewalt und einer grandiosen Inszenierung, wird der Zuschauer voll und ganz in den Bann dieses Filmes gezogen. Fight Club ist kein normaler Thriller, teilweise ähnelt Finchers Werk mehr einer Satire, durch viele bewusst überzogenen Szenen und einem Ende, das uns auf der einen Seite einfach nur flasht, uns aber auf der anderen Seite nachdenklich machtund uns zum Hinterfragen anregt.

Mit Fight Club, zeigt Meister Fincher schon in einem seiner früheren Werke was er drauf hat und setzt den Film mit genialem Cast und Soundtrack gekonnt in Szene, dies kombiniert er mit sensationellem Plot, das Ergebnis: Nicht in Worte zu fassen!

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M4x1k1ng

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr sehr cleverer Film, Respekt! Ich kann euch nur raten euch diesen Film mindestens 2-mal anzusehen, da ihr den Film beim 2.Mal ganz anders betrachtet (zumindest gings mir so).
ACHTUNG WICHTIGER SPOILER:
Finde es im übrigen mehr als beeindruckend, dass man Tyler (also die Halozination) komplett ausblenden könnte und trotzdem alle Gespäche Sinn ergeben würden, also mal abgesehen davon das er dann Selbstgespräche führt.

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Annumbay

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Bewertung0.0Hassfilm

Was habe ich mir da bloß angetan ...

2 Männer schlagen sich, und eröffnen später einen Club, dieser ist bald so beliebt, dass man die Banken in NY gestürzt hat ...

das war es auch schon, was ist jetzt so Kult-Mäßig an diesem Film ???

Kann mir das mal jemand erklären ? Für mich ist Fight Club eine typische 08/15 Action-Drama Orgie, welche man täglich auf Sport1 zu sehen bekommt ...

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Belfegor

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Der wollte provozieren.Nicht drauf reinfallen !


Masseur

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Hahahaha...schau dir doch nur das Foto von dem Typen an......ist auch ne glatte 0.0. lol


Wadschikan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lasst uns das morgen nachmachen und auch sonen Club eröffnen, nur für Männer :)

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KonTaicho

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@seven, @SoulReaver: Besser hätt ichs auch nicht ausdrücken können! :D


emp6

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Sorry, aber ich habe mit mir selbst schon einen eigenen ;)


TheWriter

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Bewertung0.0Hassfilm

Braucht man solche Filme eigentlich ? Die sind ja quasi nichts anderes als gewaltverherrlichend, gesellschaftskritisch, brutal und frauenfeindlich.

Ich hoffe echt das mein 14 Jähriger Sohn solche Filme wie Fight Club später nicht in die Hände bekommt, und davon bekloppt wird ...

Zum Film ...

Gewalt, Blut und Sex ...

Wer drauf steht, viel Spaß ... möge Gott euch verzeihen ...

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Iznogoud

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Big Brother: [...] läuft heute wieder beim Abendessen. [...] (TheWriter)
Muss man also auf dein Kommentar eingehen?
Ich halte es da wie der Mann mit den zwei Penissen, den sein Scheider fragte, ob er Rechts- oder Linksträger sei - ich sage: ja. (Lucky#Slevin)

Und zwar, um mal ganz kurz zu sagen: das war sogar für nen Troll ne schwache Leistung.
Möge Gott mir verzeihen, dass ich diese Trollerei dennoch stütze^^


Masseur

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Mal im Ernst, als ob du 2 Kinder zeugen könntest....lol.......selbst das ist ein Fake!


MOVIE...FAN

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So ein geiler Film! Genial gespielt von allen 3 Hauptdarstellern. Der Film ist sehr ausgeklügelt und sorgt für ein WOW-Effekt am Ende, dann wenn der Abspann läuft. Ich habe zurück gespult, um mir das Ende nochmals anzusehen.
Eine ansprechende Grundidee hinter dem Film, die wunderbar, chaotisch, hart, und mit Humor insziniert wurde. Dieser Film regt zum Nachdenken an!
Genial!

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Crumpler

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Bewertung5.0Geht so

Das anfängliche Setting ist vielversprechend - existentialistische Fragen aufwerfen, dunkle, originelle, sarkastische bis zynische Monologe, hübscher Look, provokative Statements...
Aber leider bleibt es auch dabei, die Erlösung findet Cornelius in Gewalt und die Projizierung seiner eigenen Probleme auf die gesamte Gesellschaft - er möchte sie deshalb dann auch mal ordentlich umkrempeln. Mit dabei ist eine dissoziative Persönlichkeitsstörung, eine Storyline die immer mehr abflacht und Tokenismen. Unter dem Gesichtspunkt der Enttäuschung über den amerikanischen Neoliberalismus könnte dies eigentlich legitim sein, ist dann aber schlussendlich aber eher enttäuschend und bringt auch keine expliziten Lösungsansätze.
Ich muss zugeben, ich weiss irgendwie auch nicht so genau was jetzt über den Film denken, aber es ist wichtig dem Ganzen kritisch gegenüber zu stehen, auch wenn der Soundtrack Alles ziemlich cool erscheinen lässt.

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Limenator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hier eine Meinung zu bilden, war für mich schwierig.

Ist dieser Film die Antwort auf alle Fragen, die Antwort auf das Mysterium Kino und ein riesiges Meisterwerk?
Vielleicht.

Ist es ein gewaltverherrlichendes Stück Dreck, das versucht Terrorismus zu rechtfertigen?
Vielleicht.

Hat dieser Film einen Sinn? Habe ich den Sinn verstanden? Ist es richtig, dass ich die Probleme eines Terroristen irgendwie verstehe? Ist fiktive Gesellschaftskritik unnötig?

Fragen über Fragen. Ich weiß nur eins: Fight Club ist genial.

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Vika

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich ging durchs Leben.
Merkte irgendwas fehlte.
Ich öffne die Augen.
Sehe den Film.
Ach das war es.

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Vika

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schnauze xD


homobats

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:P


geschmacksache

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ich geb zu: dieses Werk hätte eine 10 verdient......
für alle, die den Film voreingenommen sehen wollen: lest bitte nicht weiter!
Wie gesagt, von Anfang bis Ende Top!, jedoch stört mich die Sache mit der multiplen Persönlichkeit (oder auch schizophrenie, wie es manche fälschlicherweiße nennen). Dies wurde zu einem schlecht umgesetzt, zum anderen hätte es der Film nicht gebraucht. Deshalb nicht die volle punktzahl.

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Weltenkind

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Ohne die dissoziative Identitätsstörung hätte der Film keinerlei Sinn und gibt dem ganzen somit die Essenz, um den Fight Club zu eröffnen. Also ist die Krankheit Kernpunkt des Films, ob es nun das vorangestellte Ziel ist, diese zu bearbeiten oder einfach nur Kritik zu üben, ist diskutierfähig. Achso, und weise doch demnächst auf SPOILER hin, das ist für unwissende Leser ein ziemlicher Schlag vor den Kopf und nimmt den Film jegliche Spannung.


geschmacksache

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Der Film hätte auch so einen Sinn. Der Ansatz: eine hilfsbedürftige Person sucht mit Hilfe von einer anderen Person eine Aufgabe (wär auch ne Gesellschaftskitik (Scientology)), würde funktionieren. Letztendlich ist dieses Werk gerade deswegen so genial, da jeder sich ein Stückweit von einem anderen Blickwinkel sieht und somit sich ganz andere Gedanken macht. Bei anderen Filmen gibt es keine zwei Meinungen. Hätte ich in mein kommentar schreiben sollen ^^


Vanilla Thunder!

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Bewertung9.5Herausragend

Nach dem ich den Film das erste Mal gesehen habe war ich einfach nur unglaublich beeindruckt von ihm, und hätte auf der Stelle eine 10 gegeben. Spannend, wendungs- und kontrastreich, mit sehr interessantem Plot und schon anregenden Ansätzen zum Nachdenken. Die Probleme einer Gesellschaft werden wie ich finde schon zwingend auf den Punkt gebracht, auch wenn die Folgen natürlich übertrieben sind, aber ich kann diesen Ansatz der Männer ohne Ziel nachvollziehen.
Brad Pitt und Edward Norton spielen super, und ich finde irgendwie auch die ruhige Stimme von Andreas Fröhlich, der Norton im Deutschen ja synchronisiert und wieder einen so krassen Kontrast zum Rest des Films darstellt wie geschaffen für den Film.

*Spoiler*
Nachdem man nun wusste, wie der Plot ausgeht war das nächste Gucken des Films irgendwie nicht mehr so spannend, da einem nun doch ein wenig unvorstellbar sein, wie einige Szenen in der Realität von statten gegangen sind. Ich gehe eigentlich davon aus, dass man während aller Szenen wo Pitt und Norton zusammen auftreten ein Bild der Realität sieht, dass sich der Protagonist selbst schafft, was mal mehr und mal weniger mit der Realität zusammenhängt. Es erscheint unmöglich, die realen Ereignisse beispielweise aus der Sicht von einem der Mitglieder des Fight Clubs wiederzugeben, weil man einfach nicht weiß, was wirklich real passiert ist und was teilweise Einbildung war.
Allerdings tut dass der Unterhaltsamkeit des Films keinen Abbruch
*Spoilerende*

Insgesamt einfach nur ein Klassiker, der unter die Haut geht!

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Dopeter

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Bewertung4.0Uninteressant

naja hab immer gehört das es voll gut sein soll so mit action, liebe, drama, animation, trauer, und so weiter (ihr wisst schon). aber ne. erstens ist dann nicht realisitisch 2 männer in einem und außerdem ist er doch manchmal draußen neben ihn und redet mit ihm voll so schizophren -.- haben die falsch erklärt und deswegen -8 punkte abzug aber was solls. 4 punkte für fight club und alle die mehr geben die wissen nichts!!

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J4KOB

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Bitte Spoilerwarnung. Ich mag deine Kommentare ja, aber hier is ne Vorwarnung nötig.


Shritz

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@Weltenkind: BEST. COMMEND. EVER!


gerrit93

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme, echt top kann ich mir immer wieder ansehen.
Perfekt umgesetzt

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blockbusterandmore

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Bewertung10.0Herausragend

"Gentlemen! Willkommen im Fight Club! Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club! Die zweite Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert KEIN WORT über den Fight Club! Dritte Regel des Fight Club: Wenn jemand ‘Stopp' ruft, schlappmacht, abklopft, ist der Kampf vorbei! Vierte Regel: Es kämpfen jeweils nur 2! Fünfte Regel: Nur ein Kampf auf einmal! Sechste Regel: Keine Hemden, keine Schuhe! Siebte Regel: Die Kämpfe dauern genau so lange, wie sie dauern müssen! Und die achte und letzte Regel: Wer neu ist im Fight Club, muß kämpfen!”Wir alle sind kleine Sklaven der Gesellschaft. Tag ein, Tag aus sind wir an unserem Bürostuhl gefesselt und gehen unserer Arbeit nach, die eigene freie Zeit zwischen Feierabend und Privat Leben ist knapp bemessen. Wir alle sind an ein quälendes Mühlenrad eines nie enden wollen Automatismus gebunden, welcher auch manchmal Schattenseiten wie Frust, Einsamkeit und Isolation hervorbringen kann. Manchmal ist es man irgendwann leid, immer den selben Kollegen Tag ein, Tag aus im Büro zu begegnen u. Vorgesetzte zu ertragen. Und die leidvollste Erkenntnis ist, das zuviel finanzielle Mittel manchmal auf Dauer auch nicht mehr glücklich machen, wenn man sich alles leisten kann. Denn die bittere Erkenntnis ist die, das die finanziellen Mittel nach dem eigenem Ableben nicht mehr viel wert sind! Scheiß Welt, möchte man meinen, oder?

Und als bemitleidenswertes Individuum ist man auch dem ständigem Wandel der Gesellschaft unterworfen, die Emanzipation des weiblichen Geschlechtes schreitet fort, man verliert sein Durchsetzungsvermögen gegenüber dem schwachen Geschlecht und beginnt an sich selbst zu zweifeln. Und wird man zu guterletzt auch noch von Krankheiten dahingerafft, beginnt man an sich selbst zu zerbrechen. Die Gesellschaft an sich ist krank und im inneren kaputt, man möchte es ab und zu leider nicht wahrhaben. Welche Folgen diese Schattenseiten des alltäglichen Lebens für uns selber haben, wird in Finchers "Fight Club” brutal, schonungslos, offen, ehrlich und mit allerhärtester Gewalt aufgedeckt. Dabei ist die eingesetzte Gewalt immer Mittel zum Zweck. Fincher langt mit einer Gewaltstudie und Gesellschaftsstudie allererster Güteklasse dort hin, wo es am allermeisten schmerzt. Deutlich wird das am Protagonisten Jack (Edward Norton) welcher auch als Erzähler seiner Geschichte fungiert. Jack ist ein Nobody wie jeder von uns, der durch oben angesprochene negative Einflüsse des gesellschaftlichen Lebens psychisch krank geworden ist.

Es ist paradox, aber Jack kann sich alles leisten, was man möchte, hat einen gut bezahlten Job und glaubt sein Leben so gut wie möglich unter Kontrolle zu haben. Irrtum!
Er zeigt bereits psychische Auflösungserscheinungen und leidet am chronischem Schlafmangel. Zwar glaubt er diesen nach einem Besuch in einer Selbsthilfegruppe für kranke Männer losgewordenen zu sein, aber damit fängt seine eigene psychische Deformierung erst richtig erst an. Eines Tages begegnet er Tyler Durden und das Unheil nimmt seinen Lauf. Beide wollen ihren Frust bekämpfen und nehmen zu diesem Zweck an Kämpfen im "Fight Club” teil. "Fight Club" ist neben einer unübersehbaren Gewalt- bzw. Gesellschaftsstudie und einer kühlen Analyse über dessen Ursprünge ein Mindfuck allerhärtester Sorte, welcher Maßstäbe für das Kino gesetzt hat, eine faszinierende Geschichte um Lug und Trug, ein Spiel mit der eigenen subjektiven Wahrnehmung der Protagonisten als auch mit dem Rezipienten, denn die Figuren sind nie richtig verortet und verhalten sich vollkommen unberechenbar. Vor allem Tyler Durden: Bratt Pits Darstellung geht weit über die an den Tag gelegte Brutalität hinaus.

Dessen Führerschaft ist der Aufstand gegen die Regeln und Tücken des Systems und das Desinteresse an diesem, der Aufruhr gegen die Automatismen des Alltags, ein Aufruf zu Chaos, Zerstörung und Selbstbefreiung, ein Hilfeschrei über die Grenzen der Gesellschaft hinweg. Jack ist trotz seines Erfolges ein totaler Looser. Sein Arbeitsplatz ist die persönliche Hölle, aus der es kein entrinnen gibt, die Arbeitskollegen wirken für ihn wie seelenlose Roboter, der Büroraum engt ihn ein, er fühlt sich wie ein Wegwerfartikel, der an ein Fließband gekoppelt ist. Ihn plagen die selben Sehnsüchte wie Tyler Durden. Life sucks hard. Die Frage ist nur: wie befreit man sich aus dieser Umklammerung?
Fincher gibt darauf zynisch und sarkastisch die Antwort in Form von Tyler Durden.
Tyler ist ein Sarkast und Zyniker allerhärtesten Grades. Er bastelt Bomben um sich der Gesellschaft zu entledigen, entwendet Fett aus Schönheitskliniken zur Gewinnung von Seife und zur anschließenden Weiterverarbeitung von Nitroglyzerin. Nebenbei verführt er auch noch Marla mit einem gelbem Gummihandschuh und legt sie flach. Wer wäre insgeheim nicht gerne wie Tyler? Diese finsteren Sehnsüchte stecken in einem jedem von uns und sind, wenn sie einmal ausgebrochen sind, eine Geißel der Gesellschaft. Hochmut, Größenwahn, Egoismus und auch die eigene Geltungssucht z.B. bilden diese. Insgeheim schmiedet Tyler seine "Vernichtungspläne”, frei nach dem Motto ich bin der Stärkere, also bin ich und zerstöre alles existierende. Er geht skrupellos im Zuge immer größeren Selbstverlustes mit an dem Tag gelegter Lust am Sadismus und Masochismus gegen bestimmte Ziele der Gesellschaft vor. Sein Ziel ist die totalitäre Macht, die perfekte Anarchie. Aber wird diese auch gelingen? Man darf stark daran zweifeln.

Denn am Ende von Fight Club wird klar, worin die Zerstörung unseres Systems, unserer Routinen, unserer Automatismen, unserer Weltordnung u. der Befreiung aus dieser gipfelt. Nämlich in der eigenen Selbstzerstörung. Danach sind wir nur noch Schatten unserer Selbst am Gipfel der Selbsterkenntnis bzw. kleine tragische Figuren der Gesellschaft, die uns so oder so am Ende gef.... hat. Man achte mal auf den Abspann, in der in Hochgeschwindigkeit im Retro Look etwas ganz bestimmtes zu erkennen ist und diesen Gedankengang fördert. Und wer Tyler Durden wirklich ist, soll an der Stelle nicht verraten werden, Finchers verwendeter Plot hat leider bis heute ein paar schlechte Nachahmer gefunden, ist aber so überraschend wie wirksam und brillant.

Fazit: Fightclub ist wie ein heftiger Schlag vor den Kopf, eine rasante Fahrt in die Abgründe der menschlichen Seele und der Gesellschaft. David Cronenweth gelingen herausragende Bilder, die sich in die Köpfe der Betrachter einhämmern und einen jeden zwingen, den Geschehnissen wie ein kleiner Voyeur zu folgen. Fincher in Punkto "Fight Club” einfach "nur” Gewaltverherrlichung vorzuwerfen, ist nebenbei angemerkt sehr hart. "Fight Club” ist eine satirisch angehauchte, zynische Abrechnung mit unserer Gesellschaft, welche durch Regeln und Gesetze zusammengehalten wird, welche die Menschen zur friedlichen Koexistenz benötigen. Hinter dieser Fassade allerdings bauen sich böse Abgründe auf. Denn ausufernder Kapitalismus, Ausbeutung und Unterdrückung der arbeitenden Schichten sind auf Dauer nicht die beste Lösung der Gesellschaft, diese Dinge machen die Gesellschaft auf Dauer brüchig und kaputt, fördern Wiederstand und Gewalt. Und bedauernswerte Individuen in allen Gesellschaftsschichten nehmen hin und wieder Schaden, zum einen wenn sie sich Jahrzehnte lang dem auferlegtem und dem sich in Zukunft noch steigernden Leistungs- und Erwartungsdruck der Gesellschaft beugen, Leistung bringen und irgendwann psychisch wie physisch Auflösungserscheinungen zeigen. Andersherum nimmt man genauso Schaden, wenn man versucht gegen die existente Gesellschaft mit all ihren Regeln und Gesetzen aufzubegehren. Das hat unter Umständen , im Falle des Scheiterns, bevor die allgemeine (Welt)Ordnung entgültig kippt, fatale Konsequenzen. Man gerät so auch wieder in die Mühlen des Systems (Gefängnis, Psychatrie). Fincher führt diese Konsequenzen fast schon surreal anmutend bzw. bei nahe bis zum Extrem vor und lässt in die Wahrnehmung eines seelisch krank gewordenen Verlierers der Gesellschaft eintauchen, welche erschreckt und fasziniert.

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