Fight Club

Fight Club (1999), US Laufzeit 139 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 11.11.1999


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Kritiker
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von David Fincher, mit Brad Pitt und Edward Norton

David Finchers Adaption Fight Club nach dem gleichnamigen Roman von Chuck Palahniuk entlässt Brad Pitt & Edward Norton in die Wirren ihrer Zeit.

Handlung von Fight Club
Eine ganze Generation von Männern, die Zweitgeborenen der Geschichte, wanken durch ihr Leben auf der Suche nach einem Sinn, einer Aufgabe, einer Erfüllung ihrer selbst. Doch ein Ziel scheint es in der deprimierenden Konsumgesellschaft nicht zu geben. Auch der von Edward Norton verkörperte Protagonist und gleichzeitiger Erzähler gehört zu diesen verlorenen Seelen, die ungelenkt ihr Dasein fristen. Als er jedoch eines Tages Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt, soll sich alles ändern. Der von beiden Junggesellen ins Leben gerufene Fight Club, entfesselt ungeahnte Möglichkeiten, die jedoch ebenso unkontrollierbares Ausmaß annehmen. Aus der Rache an der modernen Zivilisation wird schnell ein Kleinkrieg, der seine Opfer fordert. Nicht einmal die verruchte Marla Singer (Helena Bonham Carter) vermag sich diesem unaufhaltsame Treiben zu entziehen.

Hintergrund & Infos zu Fight Club
Die Romanadaption der entsprechenden Literaturvorlage von Chuck Palahniuk durch Regisseur David Fincher gehört nicht nur zu den Kultwerken der späten 1990er Jahre, sondern nimmt ebenfalls die Rolle eines Reflektions-Mediums dieser Zeit ein. Kritik am Zeitgeist der Konsumgesellschaft sowie dem vorherrschenden Kapitalismus ist folglich zur Genüge vorhanden und zudem verarbeitet das Werk ebenfalls faschistische, nihilistische, anarchistische und buddhistische Motive. Darüber hinaus verzichtete David Fincher auf einen klassischen orchestralen Score und engagierte – ähnliche wie später Trent Reznor und Atticus Ross für The Social Network und Verblendung – das Musiker-Duo The Dust Brothers für den Soundtrack. Zur musikalischen Untermalung des Finales diente der Song Where is my mind der Indie-Band The Pixies. (MH)

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Kommentare (612) — Film: Fight Club


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Bewertung9.0Herausragend

Einer der ganz großen Filme überhaupt. Egal auf welcher Filmdatenbank du bist, egal wo du dich über Filme informieren willst. Egal mit wem du über dieses Medium fachsimpeln willst, du kommst nicht an "Fight Club" vorbei. Auf IMDb ganz vorne mit dabei, auf Moviepilot sogar Platz 1 und Lieblingsfilmwertungen ohne Ende. Ich werde wohl auf diverse wesentliche Dinge eingehen, also, nur zur Sicherheit, mal eine SPOILERWARNUNG.

Ich sah diesen Film nun zum zweiten Mal. Bevor ich ihn allerdings zum ersten Mal sah, da war meine Erwartungshaltung wohl so hoch, wie ich sie nur zwei Mal bisher hatte. All diese hochgelobten Wertungen und Meinungen, die grobe Thematik, Edward Norton, Brad Pitt,... mehr habe ich nicht gebraucht um mir etwas aufzubauen, was unmöglich erfüllt werden konnte (wie ich es ja gestern schon bei "American Beauty" schrieb). Ich habe mir fest vorgenommen, schon im Vornherein, ich werde diesen Film lieben, weniger wird es nicht geben.

Ich weiß nicht genau, irgendwie fehlt mir noch dieses undefinierbare "gewisse Etwas". Das, was man nie genau sagen kann, was es ist.
Ich muss dazu sagen, ich wurde leider auch gespoilert, zumindest so halb. Von daher konnte ich den Film nie "richtig" genießen. Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte der Film bei mir eingeschlagen wie eine Bombe und er wäre wohl direkt in meine Top 10 gekommen, aber leider, war dem nicht so.

"We buy things we don't need with money we don't have to impress people we don't like."

In Fight Club steckt vieles drin. Kritik an den Medien, an der Konsumgesellschaft, am Menschen. Das Gute und Böse im Menschen. Ich kann sogar die verstehen, die hier etwas Faschistisches drin sehen, ist es ja gewissermaßen auch, aber ich würde das viel eher ebenfalls als eine Kritik sehen, eine Kritik am Blinden folgen der Masse, ohne selbstständig nachzudenken. Es geht um das Losreißen der Probleme des Lebens, des Alltages und das Retten in dieser Gruppierung, im Club, in der Unterwelt.

Ansonsten hat "Fight Club" auch weiterhin viel zu bieten. Eine dreckige, düstere und abgefuckte Optik, die diese ganze Stimmung und Spannung wunderbar wiederspiegelt, auch die Schauplätze tun das. Zahlreiche ikonische Zitate, die ohne Frage hängen bleiben. Der Film ist spannend, nie wirklich langweilig. Auch der Twist ist super, wie gesagt, dadurch, dass ich eben schon wusste wie es ausgeht, konnte er mich jetzt nicht mehr ganz so überraschen, aber nach der jetzigen Zweitsichtung finde ich, kann man auch trotzdem noch Spaß haben, da man eben vieles mit anderen Augen sieht. Und natürlich ist er unglaublich stark gespielt. Edward Norton ist sowieso einer meiner Lieblingsschauspieler und spielt diesen verlassenen, verlorenen, verzweifelten, unsicheren, von Selbsthass zerfressenen Versager richtig stark. Auch Brad Pitt zeigt, wieso ich ihn mag. Diese Darbietung des Tyler Durden frisst sich einfach im Hirn fest. Er ist cool und lässig auf der einen Seite, anarchisch und böse aber auf der Anderen.

Und da sind wir schon, bei Tyler Durden. Eine Rolle, die vielleicht schon ikonischer und legendärer ist und stärker in der Filmgeschichte verwurzelt ist, als Fight Club an sich.
Einerseits ist dieser Mensch der Typus, der jeder sein will. Sieht gut aus, ist muskulös, stark, rhetorisch sehr begabt, klug, ein Anführer.

"All das, was du immer sein wolltest, das bin ich. Ich sehe aus, wie du aussehen willst. Ich ficke, wie du ficken willst. Ich bin intelligent, begabt und das Wichtigste: Ich hab all die Freiheiten, die du nicht hast."

Er ist das, was jeder sein will. Andererseits ist er jedoch auch das, was eigentlich niemand sein sollte, ja teilweise sogar das, was er selbst kritisiert. Er beeinflusst die Menschen so wie es die Konsumgesellschaft tut. Dadurch, dass es Brad Pitt ist, der ihn spielt, gaukelt auch er den Menschen vor sie könnten Filmstars, Musiker, Hollywoodschönlinge sein. Er ist der singende, tanzende Abschaum dieser Welt und er zieht viele, viele weitere verlorene Seelen mit sich in den Abgrund.

Wie zum Beispiel den Erzähler. Eine Person, mit der man sich vielleicht identifizieren kann. Man hat keinen Spaß mehr am Leben, man fühlt sich verloren und geilt sich nur noch am Leid Anderer auf. Irgendwann stirbt dann das Gute im Menschen und das Böse kommt zum Vorschein, der Tyler Durden.

So muss ich nun leider sagen, so gut ich "Fight Club" auch finde, irgendwas fehlt. Vielleicht kommt das nach einer weiteren, einer dritten, Sichtung, vielleicht bedarf es da auch noch mehr. Vielleicht jedoch, halte ich Fight Club auch nicht für diesen legendären Film, zu dem er immer gemacht wird. Trotzdem ist er sehr gut.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 25 Antworten

Val Vega

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Nicht wenn unter Trollen darüber diskutiert wird ;)


BenAffenleck

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Selbst dann. Gibt schließlich keinen Anlass zu einer Diskussion ;-)


Morulias

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist unheimlich schwer diesen Film zu bewerten...
Zu allererst: Er ist meiner Meinung nach schwer überbewertet.

Vorab: Ich will diesem Film nicht seine eigenen Ansprüche an Komplexität, Kreativität, Gesellschaftskritik und Individualismus absprechen - diese habe ich mit der jetzt auch nicht wirklich schlechten Wertung mehr als gewürdigt.

Ich habe den Film gesehen durch mehrer Hinweise auf seine Tiefgründigkeit, bin aber nicht mit entsprechenden Erwartungen daran gegangen - die Erwartungen lagen eher bei einem inhaltlich gemächlichem Actionfilm aufgrund des Titels und der allgegenwärtigen "Fight-Club-Doktrin" (Die erste Regel des Fight-Club.......), welche natürlich zerschlagen wurden.

Gerade weil die "Fanbase" dieses Filmes jede Kritik daran erstmal durch den Mixer ziehen will folgen hier diverse Spoiler um die Wertung dieses Filmes zu erklären.

Einzelne Elemente:

T.D. "als Person":
Fangen wir mit meiner größten Enttäuschung an.
Während der Protagonist schon früh einen sehr menschlichen und realistischen Eindruck macht dachte ich mir nach wenigen Sätzen von T.D. in der Flugzeugszene nur: wie kann diese unglaubwürdige, unrealistische, un"menschlich"e, oberflächliche Figur parallel zu diesem Protagonisten in einem Film existieren. Wenige Minuten später war das "große Mysterium" dann gegessen, und spätestens (wirklich aller-spätestens) bei dem Verbot mit Marla über ihn zu sprechen waren auch letzte Zweifel beseitigt.
Und warum? Weil man sich keine Mühe gegeben hat es zu verbergen, indem man T.D. zum Beispiel einen etwas realistischeren Charakter verpasst hätte.

Insgesamt hat mich T.D. direkt an die "Vorbild-Phantasie" eines pubertierenden Jugendlichen erinnert. Diese Aussage ist nicht als offensiv zu betrachten. Aber passt er nicht gut in das "schlechte-Beispiel"-Klischee des älteren Schülers dem ein kleiner Junge hinterherrennt weil der andere Junge so schön gegen die Gesellschaft rebelliert und ständig tolle Dinge über Waffen, Bomben, Anatomie - halt alles was einen destruktiven Charakter hat, erzählt? Umrahmt mit erzwungen tiefgründigen (aber irgendwo inhaltlich schon tausend mal gehörten) phrasen, geschickt zusammengewürfelt. Ob unser Protagonist wohl so jemanden, zumindest im Augenwinkel, aus seiner Schulzeit im Hinterkopf hatte?
Auch dies ein extrem früher und lauter Hinweis auf T.D.s Herkunft.

Leider ist T.D.s Beziehung zum Hauptcharakter der rote Faden des Filmes und wenn da das Pulver der "Überraschung" erstmal durchnässt ist wirken spätere, immer deutlicher werdende Hinweise irgendwann sehr störend, letztendlich sogar fast absurd direkt, für einen Film mit selbstgestelltem intelektuellem Anspruch schon beleidigend...
Auch wirken ein paar Szenen, welche nicht durch "persönliche Realitäten" aufgeklärt werden können, etwas absurd. (z.B.: Abschließen des Raumes, telekinetische Begabungen, aufgefangen durch die Überwachungskameras im Parkhaus...)

Der Fight-Club:
Ein interessanter Gedanke der meiner Meinung nach in keiner Realität und keiner Umgebung so steril existieren würde wie hier dargestellt. Als naive Kunst betrachtet funktioniert er allerdings immernoch recht gut und bringt seinen Beitrag zur Gesellschaftskritik, sowie einen kleinen Abstecher in einen kleinen Bereich der menschlichen Psyche gut rüber.

Die Folge-Organisation:
Ebenso wie der Fight-Club, zu steril, an einigen Stellen etwas zu übertrieben/undurchdacht. Immernoch im naive-Kunst-Bereich tragbar, aber nicht mehr gut umgesetzt. Auf Details verzichte ich hier.

Marla:
Einzige Kritk an dieser Figur: Sie ist zu kurz gekommen. Ein Flüstern im Winde, die logische Verbindung zur Welt, die "Reißleine" des Protagonisten. Da hätte mehr Potenzial gelegen.

Der Elendstourismus:
Super. Schön umgesetzt, keine absolut neuen, aber durchaus in Hollywood selten so direkt aufgegriffene Ansätze.

Der Protagonist:
Die inneren Monologe wirken stets authentisch und nachvollziehbar, egal ob man ihm zustimmt oder nicht. Die "inneren Dialoge" wirken meistens sinnvoll und ergänzen ihn im Schnitt gut mit einem Teil seiner selbst von dem er sich früh distanziert hat (der "kleine Junge" aus dem T.D.-Abschnitt). Seine mal mehr mal weniger gegenseitige Interaktion mit seiner Umgebung, mit seinem Leben, seiner Arbeit sind schlüssig, durchdacht, rund - ebenso seine "Probleme" des kleinen, unerfüllten Mannes.

Das "Aussteigen":
Kein neuer Gedanke, auch nicht in der Welt der Filme und Bücher, allerdings in diesem Film im Rausch der übrigen erzwungenen Plots untergegangen. Außerdem Untergräbt die Erpressung des alten Arbeitgebers zur Finanzierung des faulen Lebens irgendwie den Gedanken und Sinn dahinter...

Fazit:
Streckenweise ist der Film bei mir sehr positiv angekommen, leider wurde er im Laufe der Handlung aber immer "dünner", wozu das frühzeitige bloßstellen von T.D. sicherlich beigetragen hat, aber nicht an sich alleine zur Verantwortung zu ziehen ist. Über die meist (nicht immer) kleineren Logik- und Kontinuitäts-Fehler kann man hinweg schauen, das haben Andere schlechter gemacht. Die mutige Umsetzung einen ganzen Film dieser Länge nur auf einen einzigen Charakter zu reduzieren ist leider nicht ganz aufgegangen. Marla steht dabei außen vor, da sie immernoch zu weit weg ist und andere Charaktere existieren praktisch nicht. Trotzdem sehenswert.

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ProfessorDauti

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Bewertung9.0Herausragend

Fincher, you're a fcking genius!

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alokin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Guter Film den man sich immer wieder von neuem ansehen kann

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DonChris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

++ACHTUNG SPOILER++

Es gibt immer wieder Filme, die im Kino mehr oder weniger floppen, sich dafür aber im Nachhinein einen rechten Kultstatus erarbeiten - einer davon ist „Fight Club“. Auch ich habe den Film seiner Zeit leider nicht im Kino gesehen, dafür im Nachhinein aber um so öfter. Das erste mal ist zwar der WOW-Effekt größer, weil man ja nicht weiß wie sich alles auflöst, dafür ist beim mehrmaligen schauen der Blick frei für Details und für die Komplexität der Story.

Auf den ersten Blick ist die Story eigentlich recht einfach - Edward Norton, also Jack, könnte man als Yuppie beschreiben, welcher an Schlaflosigkeit leidet und welchen dieser Mangel an Schlaf mehr und mehr vereinnahmt.

Doch die Sache ist komplexer und komplizierter. Weil Jack sich für seinen Mangel immer wieder Ersatzhandlungen sucht entfernt er sich mehr und mehr auch von sich selbst, dabei ist der Grund für seine psychischen Veränderungen, wenn ich das richtig interpretiere, der das er sich trotz des beruflichen Erfolgs, von der industriellen Gesellschaft ausgestoßen fühlt. Wahrscheinlich strebt er deshalb nach Schmerz, um sich eben wieder lebendig zu fühlen, um überhaupt was zu fühlen - Wertvorstellungen werden sozusagen durch Anarchie ersetzt.

Der Film schafft es hervorragend den Inhalt der Geschichte filmisch aufzubereiten, er vermischt dabei die Grenzen zwischen Realität und Fiktion - nicht umsonst begegnet uns der Film aus der Perspektive eines Schizophrenen. Fincher wendet dafür verschiedene handwerkliche Kniffe an, die eben die einzigartige Atmosphäre des Film tragen. Diese monotone Stimme aus dem Off – emotionslos, müde, fast schon resignierend, als würde er selbst sein eigenes Leben wie einen Film wahrnehmen, das kurze aufflackern seines schizophrenen ichs, welches ab und zu nur für wenige Frames zu sehen ist, und dazu noch eine Fülle coller Kameraperspektiven und genialen Lichtsettings – Über die Darsteller brauchen wir gar nicht erst zu erst zu reden, selten ist ein Film so stimmig, brutal und kreativ wie in diesem Fall. Aus diesem Grund ist der Film nicht nur Kult, sondern jetzt schon auch Filmgeschichte und Kunst. Mein 10`er Herz hat er jedenfalls ;)

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The_Comedian

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Prima und treffend geschrieben, Dude


DonChris

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Danke ;)


anna.bottcher.3

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Super Film mit guten Schauspielern :)

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

Hart, intelligent, spanend, cool-Nur wenig Streifen schaffen es, das alles zu vereinen, Fight Club ist einer von ihnen.

Im Fight Club treffen sich Menschen, um sich zu Prügeln. Was sich zuerst nach einem banalen Hau-Drauf Film anhört, ist viel tiefgründiger als gedacht.

"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, ALLES zu tun!"

Zitate wie dieses hören sich zuerst nur so dahingesagt an, sind dabei allerdings trotzdem alle auf ihre eigene Art und Weise wahr: Wenn man nichts mehr hat, worum man Angst hat, dann kann man alles tun, ohne Konsequenzen zu fürchten. Hätten wir also niemanden den wir lieben, nichts, was wir noch mögen und auch unsere Zukunft und unser Dasein uns egal wäre, dann wären wir zu allem fähig.
Der Streifen erzählt die Geschichte eines Mannes, der die komplette Anarchie, den Ausbrauch aus dieser Gesellschaft anstrebt.
Fight Club ist ein sehr harter Film, aber es geht ihm nicht darum, möglichst viel Blut spritzen zu lassen oder grobe Gewalt zu zeigen, stattdessen kritisiert der Film unsere Gesellschaft auf intelligente Art und Weise ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen und genau das macht den Streifen so einzigartig.

Die Darsteller passen wie die Faust aufs Auge, Edward Norton und Brad Pitt hauchen den Charakteren erst das nötige Charisma ein und spielen hier absolut genial.
Zudem schaut sich der Film trotz Überlänge enorm kurzweilig.
Der Twist am Ende kündigt sich war im letzten Drittel schon das eine andere Mal an, ist aber dennoch absolut genial und löst Gänsehaut bei mir aus.

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wertikaner

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Oh=)! Der kriegt dich.Sehr sehr gut . Die Atmosphäre ist gerade zu genial und dicht.Ein wenig Kammerspielartig..ein perfekt minimalistisches Ende. Eine Atemberaubende reise durch die Nacht..Gibs ja fast gar nicht dass du den noch nicht kennst=)


Troublemaker69

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Dann muss ich mir den wohl mal ansehen =) Ja, ich hab schon die eine oder andere filmische Bildungslücke :D Aber das mach ich bei den unbekannten Filmen wett ;)


Maniac

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Manipulativ, Gnadenlos und zum Nachdenken anregend.
Das Zeug zum Klassiker hat Fight Club meiner Meinung nach aber nicht.
Die Haupt-Eigenschaft eines Klassikers ist die, das er nach jeder Sichtung immer und immer wieder aufs neue beeindruckt und fesselt. Dies war meine dritte Sichtung und ich muss sagen das Fight Club im Vergleich zur Erstsichtung doch deutlich an Boden verloren hat. Beim ersten Mal mag die Story sicherlich beeindrucken, war ja bei mir auch so. Dieses Gefühl hatte ich nun jedoch nicht mehr.
Unterhaltsam war es dennoch ohne Frage wieder denn der Film ist bestens besetzt und keiner der Akteure, ganz besonders die Hauptprotagonisten leisten sich irgend eine Schwäche. Die Schauspielerische Darbietung ist eine Klasse für sich. Die Handlung ist mit extrem brutalen Einlagen versehen. Dennoch ist die Härte der Fights nicht das Hauptaugenmerk des Films. Vielmehr fährt er auf der sozial-kritischen Schiene, stellt die Gesellschaft förmlich an den Pranger, was Fight Club definitiv von sämtlichen Filmen seiner Art unterscheidet und auch deutlich abhebt.
Alles in allem ist Fight Club ein kultiger Streifen und macht auch heute, 14 Jahre später immer noch Spass. Aber wie bereits erwähnt für mich kein Klassiker für die Ewigkeit.

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Maniac

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@wertikaner
mag sein, sicher war ich auch mal jung um nicht zu behaupten das ich alt bin, aber derart eskaliert ist es dann Gott sei Dank doch nicht ;)


Maniac

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Hab ich ja ebenfalls erwähnt das mir der Film immer noch Spass macht, hab ihn nun zum 3 mal gesehen, ich denke das spricht für den Film denn Unfug würde ich mir bestimmt keine 3 mal ansehen...


John3101

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der Filme unserer Generation.Allein die Erzählweise macht den Film zu etwas ganz besonderem.Es ist ein Film der mit archaischer Gewalt in unseren Alltag bricht und alle Konventionen umkrempelt.Er prangert die alltägliche Lebensweise der heutigen Generation an wie kein Film vor ihm.Übermut,Chaos,Seife lautet das Motto des Film. Der Film der die Meinungen der Kritiker extrem spaltete.Die Einen Lobpreisten ihn während die Anderen ihn als "Macho Porn" bezeichneten.Fincher zelebriert er mit diesem Film seine Höchstform.Allein das Intro macht den Film Sehenswert!Ganz bsonders angetan hat es mir Edward Norton der mit seiner Rolle des Namennlosen Erzählers glänzt und hin und wider Sprüche ablässt wie z.B. er sei Sklave seines "Ikea-Nestbautriebes"geworden.

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MetalFan92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film mit einer geilen Story, super Besetzung, Humor und einen hammer Twist.
Fight Club muss man einfach gesehen haben denn hier passt einfach alles. Sehr gut durchdacht von Anfang bis Ende.

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kingdomsknight

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Habe den Film gestern zum ersten Mal gesehen und kannte ihn zuvor auch nur vom Namen her. Da er allerdings ziemlich weit oben auf meiner von Moviepilot erstellten "Top 100" - Liste stand und diese mich bis jetzt nie enttäuscht hat, habe ich mir den Film Mal ausgeliehen.

Da ich keinerlei Infos über den Film hatte, habe ich aufgrund des Namens und der Bilder, die ich hier bei Moviepilot sehen konnte, mit einem Kampf-Film gerechnet.
Aus diesem Grund hatte mich auch bereits der Einstieg des Films ziemlich verwirrt und ich war nach ca. 30 Minuten in Begriff den Film wieder auszuschalten.

Nach einiger Zeit wurde mir jedoch klar, dass es in diesem Film um mehr als nur Prügeleien gehen muss und Aufgrund der Botschaft, die der Film verbreitet, gefiel er mir langsam immer besser.

Dann kam der Plot-Twist, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte, und hat mich noch ein Mal mehr planlos zurückgelassen. Als sich jedoch gegen Ende des Filmes alles aufklärte, wurde mir erst klar, wie tiefsinnig und komplex dieser Film wirklich ist.

Insgesamt ist "Fight Club" für mich ein ziemlich merkwürdiger und streckenweise langweiliger Film, der mich jedoch durch eine gute Story und vor allem durch seine Botschaft überzeugt hat. Allerdings werde ich ihn mir wohl mehrmals ansehen müssen, um ihn vollständig zu verstehen!

Wertung: 8,0

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Content

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Bewertung10.0Herausragend

Wer diesen Film nicht kennt hat was nachzuholen.
Streckenweise erscheint der Film total langweilig und ohne Sinn, doch am Ende klärt sich alles auf und man ist nur noch sprachlos, da man mit so einem Ende nicht ansatzweise gerechnet hat.

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Sunny1

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Kann ich genauso wie du es sagst unterschreiben :)


Masseltoff

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Deine Freunde über Fight Club : " 10 ... 10 ... 10 ... 10 :D
Und ich kenne den Film noch nicht mal, muss wohlnachgeholt werden :O

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Gungrave

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Masseltoff! :D

passt..


TheBlackBrain

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Fight Club" ist für mich der Film der Filme. Er hat einfach alles was ein Film so braucht. Um den Film zu bewerten reicht ein Wort. Genial...

So mehr muss man dazu nicht schreiben.

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Sunny1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Am Anfang wusste ich nicht genau, worauf der Film hinaus will, was aber im Laufe des Filmes schnell klar wird.
Und die Grundaussage von Fight Club, frei zu sein und sich von nichts, aber auch wirklich gar nichts unterkriegen zu lassen, finde ich sehr schön. Musste noch lange über diese Grundaussage im Nachhinein nachdenken.
Das Ende hat dann aber noch mal alles rausgerissen und die Handlung einmal komplett gewendet. Wenn ich Fight Club jetzt noch mal sehen würde, dann mit gaaaaanz anderen Augen und aus einer völlig anderen Perspektive.
Wer den Film guckt muss sich auf sehr viel Gewalt und Spannung einstellen und vor allem auch, dass er völlig verstört von Fight Club wieder in die"normale" Welt entlassen wird. Lohnt sich auf jeden Fall sich den anzuschauen! :)

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ElsaWaltz

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Bewertung9.5Herausragend

Unglaublicher Film. Genial umgesetzt.

"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, ALLES zu tun!"

Unglaublich

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freakualizer

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Wird beim nächsten (spät. übernächsten) Gucken bestimmt Lieblingsfilm, oder warum fehlt der halbe Punkt? :)


ElsaWaltz

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wahrscheinlich :D bin immer noch zusehr vom Ende geschockt. Aber ja, das kann (und wird wahrscheinlich) passieren ;)


Inspector

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unglaublich guter Film! Mega gute Schauspieler und ein innerer Kampf so geil umgesetzt!

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inceptionfan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Fight Club" ist ganz klar einer der besten Filme aller Zeiten! Der Film lebt einfach von diesem genialen Schauspiel von Edwart Norton und Brad Pitt! Aber auch der restliche Cast ist durchweg grandios. Besonders Helena Bonham Carter sticht hier noch einmal enorm hervor. Ich habe fast alle der berühmtesten David Fincher-Filme gesehen, aber "Fight Club" ist meiner Meinung nach definitiv sein bester Film und ich finde, dass er damit auch "Sieben" in vielen Punkten übertrifft. Die Story ist fesselnd von Anfang bis Ende, weshalb der Film auch über die 130 Minuten recht kurzweilig ist und dabei nie vorhersehbar ist. Dabei hat "Fight Club" eine genial bedrückende Atmosphäre, die von dem Soundtrack perfekt unterstützt wird. Noch dazu gibt es hier oftmals extrem gute Kamerafahrten zu bewundern, die man so noch nicht gesehen hat. Die Auflösung zum Schluss ist natürlich ebenfalls sehr gut gelungen. Der einzige Kritikpunkt wäre für mich wenn dann nur, dass einige Momente am Ende nicht mit dem Rest des Films mithalten können, aber nur deswegen will ich dem Film keinen Punkt abziehen. Dieser Film bleibt einem dank vieler kultiger Momente und dem teilweise großartigen Humor definitiv in Erinnerung!
Fazit: Wahnsinnig geniales Schauspiel von Brad Pitt und Edwart Norton, geniale Inszenierung und sozialkritische, fesselnde Story-"Fight Club" erhält ganz klar von mir 10 Punkte und ist definitiv ein Muss!

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jonas.ro.71

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich möchte zu diesem Meisterwerk gar nichts sagen, außer ANSCHAUEN.

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matthias.od

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und nach diesem Film wünschen sich viele auch ausbrechen zu können aber machen es dann doch nicht, weil der Alltag sie wieder einholt und sie nach 1-2 Tagen merken, dass das ja doch nur ein Film ist und man ja nicht wie ein Obdachloser ohne Job leben kann. traurig ist es. Man braucht einfach Geld und ein Job um durchzukommen wenn man nicht gerade reiche Eltern hat. man denkt man will auch so leben aber kann nichtmal eine 2 Nächte ohne sein Bett aushalten.

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