Fight Club

US 1999

Community:

8.6

Ausgezeichnet

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Kritiker: 8.3

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Genre
Thriller, Terrorismus, Satire, Kriminalfilm, Drama
Zielgruppen
Männerfilm
Inhalt

Eigentlich dürfte der Erzähler des Filmes, dessen Name zu keinem Zeitpunkt genannt wird, keine größeren Probleme haben. Er hat einen guten Job bei dem er genügend Geld verdient, und fühlt sich auch in seiner Eigentumswohnung mit Ikea-Einrichtung… Mehr

Cast
Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Zach Grenier, David Andrews, Jared Leto Mehr
Regisseure
David Fincher
Autor
Jim Uhls
Laufzeit
139 Minuten

Über diesen Film

Handlung

Zu Beginn sieht man den Erzähler (Edward Norton) des Film mit einer Waffe in seinem Mund der Dinge harren, die laut seiner Beschreibung unausweichlich zu sein scheinen. Bevor das aber passiert erzählt er uns wie es dazu gekomme… Mehr

Poster und Merchandise zum Film im Fanshop


Kritiker — Ausgezeichnet 8.3

Der Film Fight Club wurde von 66 Kritikern bewertet.

10.0Lieblingsfilm

Die Gesellschaft ist kaputt. Auf eindrucksvolle Art und Weise zeigt uns Fincher diese Missstände auf und zeigt mit dem Finger auf sie. Dabei deutet er eine mehr oder weniger gute Lösung an. Das Zauberwort heißt, sich lösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Den gesellschaftlichen Fangarmen entrinnen und sich unabhängig, seinen Zielen und Träumen widmen. Die heutige Gesellschaft ist Kontrolle und sie bindet den Menschen in ein Netz voller pauschaler Pseudoreglements. Mit Fight Club liefert uns David Fincher ein kleines und zugleich großes Meisterwerk ab und er bannt es auf Zelluloid. Fincher arbeitet dabei so akribisch und er ist dabei von so vielen kleinen Detail besessen, die erst nach dem Zweitem oder dritten mal anschauen erst auffallen. Fight Club heißt Stärke, Aggressivität, Intoleranz und Anarchie. Alles zugleich. Fight Club ist stark in seinen intensiven Szenen, aggressiv in seiner unnachahmlichen Erzählweise, intolerant gegenüber den gesellschaftlichen Zwängen und anarchisch in seiner unverwechselbaren Vorgehensweise. Anarchie für eine bessere Gesellschaft, Anarchie für einen besseren Menschen. Der Mensch muss sich loslösen können, um zum „Nullpunkt“ zu gelangen. Fight Club ist ein ganz großes Stück Zelluloidgeschichte, einfach ein Meisterwerk.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Real.

kann ich unterschreiben!


TheMusingPariah

Vollkommen zutreffend. Sehr gute Ausdrucksweise. Ein unglaublicher Film.


Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

9.5Herausragend

Was Fincher so verdächtig macht: dass er allen Ernstes darüber nachdenkt, dass der Kapitalismus vielleicht doch nicht die beste aller denkbaren Welten sein könnte. Das ist natürlich unangenehm, wo doch gerade Bill Gates im deutschen Fernsehen verkünden durfte, dass jeder, der gegen die totale Globalisierung sei, ja dann wohl Kommunist sein müsse.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

7.0Sehenswert

Technisch brilliante Hütchenspielereien gaukeln mehr Tiefe vor, als der Film letztendlich hat. Formal sehenswert, mit diskussionswürdigen Thesen, die abseits der Küchenphilosophischen Allgemeinplätze schnell zerbröseln. Ein klassischer Teenager-Film, viel empörte Pose deren inhaltlicher Anspruch bei genauem Hinsehen doch eher als aufgeregtes Geplapper enttarnt wird. Revoluzzergefühle ejakulieren auf KleinFritzchen-Kapitalismuskritik gemischt mit einem Spritzer Faschismus und "Zurück zur Natur"-Verklärung. Dennoch in all seiner Zwiespältigkeit unbedingt sehenswert.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

xlkmx

Na ja, beim zweiten Mal kennt man halt schon die krasse Wendung zum Ende hin. ;) Ich hab den Film nicht am Stück geguckt, sondern einmal abgebrochen, weil es zwischendurch etwas langgezogen wirkte, aber zum Ende hin und eben Angesprochenem, war ich richtig like 'whoa :o' ^^


Strikerth

"Ein klassischer Teenager-Film, viel empörte Pose deren inhaltlicher Anspruch bei genauem Hinsehen doch eher als aufgeregtes Geplapper enttarnt wird. "

ohh wie ich immer wieder bei diesem satz denke: dabei liegt er ja sowas von falsch!



Kommentare — Ausgezeichnet 8.6

Der Film Fight Club wurde von 10557 Mitgliedern bewertet.

Xellus

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bei jedem Mal, in dem ich den Film sehe, entdecke ich neue Kleinigkeiten, die mich mehr in die beiden Hauptdarsteller hineinversetzen lassen.

Wirklich ein großartiger Film über Frustration, psychologische Spielchen und über einen kleinen Club von Männern, der wirklich große Taten anstrebt. Pitt und Norton sind wie geschaffen für ihre Rollen, die sie großartig verkörpern.

Und ehrlich ... wer wäre nicht gern ein bisschen Tyler Durden?

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Antiheld

Bewertung10.0Lieblingsfilm

You're not your job.
You're not how much money you have in the bank.
You're not the car you drive.
You're not the contents of your wallet.
You're not your fucking khakis.

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Jizzel

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Fight Club ist ein Meisterwerk, sagen fast alle die ihn gesehen haben. Was macht ein Meisterwerk aus?
- faszinierende Charaktere
- eine mitreißende Story
- tiefgängige Gespräche
- ein Message (oder auch mehrere gegensätzliche oder einandere entsprechende Aussagen)
- überragende Optik
- ein doppelter Boden in der Story
- nachhaltige Beschäftigung mit dem Film

Fast alle Kriterien erfüllt Fught Club, aber ich bin mir trotzdem nicht sicher, ob Fight Club ein Meisterwerk ist. Als ich ihn sah, war ich aufgewühlt und angespannt. Über jeden Satz habe ich nachgedacht, was bedeutet er, welche Wirkung soll sie bei mir erzielen, welche Gesellschaftskritik steckt dahinter...Einfach was, warum, wie...Ich war gebannt. Bin von einem doppelten Boden, einer Intrige ausgegangen, Das Vorzeige-Leben versus die wahre Erfüllung; mit der Message, dass die wahre Erfüllung (In Form von Tyler) der richtige Weg ist, aber nur wenn man das Vorzeige-Leben stiehlt(Jacks Leben). Letztlich war ich vom Ende enttäuscht. Es ist genial, aber auf dem Niveau des Films eine enttäusch. Am Anfang und im Mittelteil er das beste was ich jemals gesehen habe. Dunkel düster, jeder Satz jede Aktion mit einer tieferen Wikung, die anstrengend ist herauszufinden, geniale Optik, ein fesselnde, verwirrende, den Zuschauer überfordernde Handlung...The Best of the best!!!
Ich weiß, dass das Ende absichtlich verwirrend, offen und nicht befriedigend sein soll, aber es macht mich fertig beschägftigt mich und lässt mich schlaflos werden. Ich will ausbrechen, flüchten aus dieser Weltr, aber was erwartet mich? Die Anarchie? Ist diese Welt wirklich besser? Es gibt keien Anarchie!Tyler ist der Führer, er erinnert an Hitler, die Szene in der Küche ist unheimlich..aber es gibt keine Anarchie, es gibt immer einen Führer. Deswegen will der Fim auch sagen, Anarchie ist keine Lösung, sondern Jack und Tyler scheitern. [Spoiler WARNUNG) Jack bringt Tyler um, weil er erkennt, dass dieser Weg der falsche ist! Die Finanzwelt geht in Rauch auf, aber Marla taucht auf der Bildfläche auf, fast schon glücklich nimmt Jack sie in den Arm, aber auch zum ersten Mal wirklich selbstbewusst, im Hintergrund wirken seine Söldner wie billige, sarkastische Parodien der Gefolgsleute. Sie bewundern ihn, weil er immer noch lebt. Was soll dieses lächerliche Ende? Soll es sagen, Hitler hat gesiegt oder verloren, die Moderne hat gesiegt oder die Tradition? Wer ist jetzt hier der Sieger und wer der Verlierer?

Ich suche nach Superlativen und endgültigen Antworten, die mir dieser Film nicht gibt, weil er mir sie nicht geben will! DaS IST ein Kennzeichen der Moderen, den Generation-Now ist, eben dies zu suchen. Ich finde die Antwort nicht und scheitere. Aber der Film ist selbst ein Werk dieser Genertion und deshalb am Ende diese lächeliche Parodie mit den Söldern, er nimmt sich selbst ernst und doch auch nicht. Als ich das Ende verstand, war ich baff...

MEISTERWERK!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

abalahamma

guter kommentar, aber mir persönlich gefiel gerade das Ende...
ist es nicht genial als vor den Augen von dem Ich Erzähler und Marla die Stadtskyline zusammenbricht, und man sich dann die Frage stellt, welches Ego letztendlich gesiegt hat und dann im Hintergrund "Where is my mind" von den Pixies läuft?! eine magische kinoszene!


Jizzel

Das Ende ist gut. Allerdings habe ich mir mehr erwartet. Fight Club ist so mitreißend, spannend und aufwühlend, dass ich finde, das Ende ist zu schwach.


Kommentar schreiben | Alle Kommentare (177)


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