Sieben

Se7en (1995), US Laufzeit 126 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 23.11.1995


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8.4
Kritiker
98 Bewertungen
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8.1
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431 Kommentare
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von David Fincher, mit Brad Pitt und Morgan Freeman

Im Thriller Sieben ermitteln Brad Pitt und Morgan Freeman gegen den Serienmörder Kevin Spacey, der seine Opfer auf bestialische Weise für ihre Vergehen gegen die Sieben Todsünden bestreft.

Sieben Todsünden kennt die christliche Kirche. Sieben Todsünden kennt aber auch John Doe (Kevin Spacey). John Doe – eigentlich ein fiktiver Name (ähnlich Otto Normalbürger), der bei Gerichtsvorgängen verwendet wird, wenn kein richtiger Name bekannt ist – wird von den Detectives William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) gejagt.

Somerset, der kurz vor seiner Pensionierung steht, soll Mills als seinen Nachfolger einarbeiten. Aufgrund von Spannungen beim ersten Leichenfund wird Mills auf einen anderen Fall angesetzt. Nachdem Somerset aber die zwei grausamen Mordfälle, als Strafen für die Todsünden Maßlosigkeit und Habsucht, miteinander in Verbindung bringen kann, scheint gewiss, dass noch fünf weitere Morde folgen werden. Außerdem deutet alles darauf hin, dass es sich bei dem Täter um einen überdurchschnittlich intelligenten und grausamen Mann handelt, der die Ermittler mit subtilen Hinweisen an den Tatorten zu lenken versucht.

Nach einer Einladung zum Abendessen, initiiert von Mills’ Frau Tracy (Gwyneth Paltrow), bessert sich das Verhältnis zwischen dem karrierebewußten Heißsporn und dem desillusionierten zukünftigen Rentner. Doch obwohl sie jetzt, wenn auch nicht reibungslos, zusammenarbeiten, hinken sie dem Killer auch nach dem dritten Mord immer noch einen Schritt hinterher. In seiner Ratlosigkeit besticht Somerset einen FBI-Beamten, um an die Namen von Bibliotheksnutzern zu kommen, die sich Bücher über die Sieben Todsünden ausgeliehen haben. Ein Name fällt dabei auf: John Doe!

Hintergrund & Infos zu Sieben
Sieben-Regisseur David Fincher bleibt bei seinem zweiten Kinofilm der düsteren Bildsprache treu, die er zuvor schon bei Alien³ gestaltete. Um die Wirkung der Bilder zu verstärken, setzte er den sogenannten Bleach-Bypass-Effekt ein, eine Methode, bei welcher die Farbfilmentwicklung absichtlich gestört wird, damit das Farbbild noch von einem Schwarzweißbild überlagert wird.

Damit der Name des Schauspielers, der den Serienkiller darstellt, möglichst lange geheim bleibt, wird Kevin Spacey in den opening credits nicht aufgeführt; dafür erscheint er im Abspann (der übrigens ungewohnt von oben nach unten läuft) zweimal. Im ursprünglich geplanten Cast von Sieben sollte seine Rolle von REM-Sänger Michael Stipes gespielt werden, wohingegen die Rolle von Brad Pitt eigentlich von Denzel Washington übernommen werden sollte, der aber ablehnte. Für Brad Pitt erwies sich diese Tatsache als Glücksfall, da er im nachhinein noch in zwei weiteren erfolgreichen Filmen von David Fincher die Hauptrolle übernahm, nämlich Fight Club und Der seltsame Fall des Benjamin Button.

Auch für einen weiteren Beteiligten an Sieben erwies sich die Zusammenarbeit mit Fincher als Fügung des Schicksals. Nachdem der Regisseur den Song Closer des Nine Inch Nails Frontmann Trent Reznor ohne dessen Zustimmung verwendet hatte, wurde Reznors Arbeit als Komponist für The Social Network im Jahr 2011 mit einem Oscar belohnt.(cw)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Sieben
Genre
Polizeifilm, Psychodrama, Psychothriller, Thriller, Kriminalfilm, Serienkiller-Film
Zeit
1990er Jahre, Gegenwart
Ort
Großstadt, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Arroganz, Auserwählter, Blockbuster, Brutalität, Detektiv, Drogendealer, Entführung, Ermittlung, Essen und Trinken, Faulheit, Fingerabdrücke, Folter, Geldgier, Habgier, Hoffnungslosigkeit, Kinderschänder, Klassiker, Kultfilm, Lust und Erregbarkeit, Maßlosigkeit, Mord, Mord an Prostituierter, Mordkommission, Mörder, Neid, Polizei, Prostituierte, Psychopath, Rache, Regen, Rente, S.W.A.T., Schlafstörung, Schwangerschaft, Selbsterfüllende Prophezeiung, Serienmörder, Sinn, Stolz und Eitelkeit, Suche nach Mörder, Untätigkeit und Verzicht, Verfolgungsjagd, Verlust der Ehefrau, Verstümmelung, Völlerei, Wollust, Wut und Hass, Ärger
Stimmung
Ernst, Geistreich, Gruselig, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Blockbuster, Klassiker, Kultfilm
Verleiher
Constantin Film
Produktionsfirma
Cecchi Gori Pictures, New Line Cinema

Kommentare (412) — Film: Sieben


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niklas_prince

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehr spannender Film mit schönem NIN-Soundtrack, der allerdings bei genauerer Betrachtung, abgesehen von seiner Spannung und seiner schön düsteren Optik, wenig zu bieten hat: Die Figuren bleiben über die gesamte Laufzeit hinweg leere Hüllen, der Killer wird stilisiert bis zum Geht-nicht-mehr, der Krimiplot ist durchschnittlich, die Art, wie die beiden Ermittler John Doe finden banal und der Pessimismus ist so übersteuert, dass es nicht mehr wirklich ernst zu nehmen ist. Finchers Meisterwerk Zodiac ist da ganz klar der bessere und reifere Film zu dem Thema.

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niklas_prince

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Kommt da noch was?


Val Vega

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Schön, dass es dich so aufwühlt ^^ Hatte tatsächlich heute schon besseres zu tun bzw. habe einfach schon völlig vergessen.

Nun was heißt raffiniert? Im wahren Leben passiert sowas doch auch eher durch simple Dinge. Da braucht man keine auf dem Reißbrett konstruierten Geistesblitz. Und wirklich offenbaren tut sich John Doe den Ermittlern ja selber. Und dann kommt es darauf an, was du unter dem Twist verstehst, im Prinzip zeigt der Film nur zu jeder Zeit das unausweichliche.


BleedingSoul

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Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckende Schauspielleistungen, gerade Morgan Freeman war in der Rolle nahezu unübertreffbar. Story ziemlich düster, spannend und nervenaufreibend.

Muss man gesehen haben!

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Maniac

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Sieben" ist einer der wenigen Filme wo ich echt nicht mehr weiss, wie oft ich ihn überhaupt schon gesichtet habe. Eins ist gewiss, mit Sicherheit schon mehr als "7"mal.
David Fincher ist mit "Sieben" in allen Punkten in absolutes Ausnahmewerk gelungen denn dieser Psycho-Thriller beinhaltet wirklich alles was dieses Genre so ansprechend für mich macht.
Die Schauspielleistungen sind absolut beeindruckend. Der Cast ist für diesen Film perfekt gewählt. Morgan Freeman in seiner Parade-Rolle, da muss man nicht viel zu sagen, diese Rolle beherrscht er perfekt und das beweisst er hier auf geniale Art und Weise. Brad Pit, der natürlich auch schon viele andere gute Leistungen ablieferte, spielt den jungen optimistisch drein blickenden Cop so beeindruckend überzeugend, das ich fast behaupten möchte, das war die Rolle seines Lebens. Zudem passt er ausgezeichnet an die Seite des erfahrenen und routinierten Freeman.
Dann wäre da noch der Gegenpart, gespielt von Kevin Spacey. Seine Rolle ist die kleinste aber was er daraus macht ist ganz ganz gross. Er mimt den Psychopathen so excellent, das man fast meinen könnte, er wäre mit seinen grauenhaften Taten auch noch im Recht. Die Darbietung dieser 3. ist absolut Oscar reif.
Die Handlung ist überaus intelligent, wird zu keiner Zeit aber auch nur annähernd langweilig und wartet dann mit ein Finale auf, so packend, so überraschend und so schockierend das es mich bei jeder weiteren Sichtung immer wieder aufs Neue die Sprache verschlägt. Hier ergeht es mir wie auch beim Horror-Hit Saw, eines der genialsten Filmenden der Film-Geschichte überhaupt.
Sieben ist ein Meisterwerk an dem sich in Zukunft alle Regisseure die Zähne ausbeissen werden. Fincher legte die Messlatte einfach viel zu hoch. Es wird in Zukunft auch weitere tolle Genre-Beiträge geben aber dieses geniale Stück Filmkunst bleibt auf ewig unerreicht !

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BenAffenleck

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Ich finde den auch genial. Da kommt so viel Gutes zusammen, das es schlicht und einfach einer der besten Thriller aller Zeiten ist. Schon alleine die Stimmung und die Sets sind genial. Wie man den nicht wenigstens *gut* finden kann ist mir ein Rätsel (HerrGurlittanstupps).


Maniac

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@Ben Mir auch


A-vienna

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Bewertung10.0Herausragend

Sieben ist ein düsterer Psycho-Thriller mit einer hochspannenden Atmosphäre von Regisseur David Fincher. Die geniale Story hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Die Story handelt von einem Serienmörder, der von den sieben Todsünden besessen ist. Sein Hauptmotiv und die wiederkehrenden Elemente des Films sind die sieben Todsünden. Morgen Freeman und Brad Pitt bilden ein perfektes Ermittler-Duo, sie ergänzen sich einfach perfekt. Atmosphärisch und schauspielerisch nicht zu schlagen. Ein Meisterwerk.

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marco.stellwag

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Also das mit guter Story soll mal dahin gestellt sein .
Mehr als eine annehmbare Story finde ich ist hier nicht geboten , allgemein kann ich nicht verstehen was alle Leute an dem Film haben , auch die Story die so gefeiert wird ergibt sich für mich nicht .


A-vienna

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Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so :-)


JohnBishop

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Sieben bekommen wir einen guten Thriller mit einem starken Morgan Freeman und einem ebenso tollem Brad Pitt.
Womit mich der Film am schnellsten in seinen Bann gezogen hat, war wohl die Thematik. Die 7 Todsünden sind eine Thema mit dem man viel falsch, aber auch viel richtig machen kann, Sieben beschäftigt sich auf einer realistischen Krimi-Ebene mit dieser, weicht nicht von dieser ab, was durchaus funktioniert und sich für mich am Ende als eine der größten Stärken neben den Hauptakteuren erweist.
Zu Beginn braucht der Film leider noch etwas um in Fahrt zu kommen, dann allerdings steigt die Spannung bis zum Ende kontinuierlich an, allerdings offenbart sich in diesem eine kleinere Schwäche, das Finale war meiner Meinung nach zu vorhersehbar.
Insgesamt ist es dennoch ein guter Film, dessen Geschichte fesselt und auch insgesamt überzeugen kann.

Gluttony, greed, sloth, lust, pride, envy, wrath.

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dominik.weiss.509

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Bewertung5.0Geht so

Der Film war einigermassen ok aber hatte doch derbe längen und versuchte meist durch ekelbilder interressant zu sein.
Da ich in David Fincher den wohl schlechtesten Regisseur auf dieser welt sehe ist das sein Meisterwerk und wenigstens nicht so grottig wie Fight Club.

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cyberpunky

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Schade für dich!


missdior

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film bietet dem Zuschauer ein kniffliges Rätsel, vor dem auch die beiden Detectives stehen. Und so wie es halt läuft, wird man völlig in den Bann dieser Rätsel gezogen, was noch einmal durch die schauspielerische Leistung von Morgan Freeman und Brad Pitt verstärkt wird. Das ein oder andere Mal wird es sogar wirklich spannend, wobei diese Spannung manchmal leider etwas nachlässt.
Ich finde es trotzdem wirklich bemerkenswert, einen Thriller auf die Beine zu stellen, der trotz des breiten Genres (ja, auch in den 90-ern), etwas eigenes hat. Die Atmosphäre ist stimmig, die Story ist gut durchdacht und spannend. Es wird auch auf einen Hintergrund der beiden Protagonisten eingegangen. Sie sind keine stumpfen Stereotypen, sondern haben ebenfalls eine Geschichte zu erzählen, auch wenn diese nur angerissen wird. Trotzdem verändert sich das Gefühl des Zuschauers sofort, wenn auch unbemerkt.
Zu dem Ende muss ich sagen, dass ich die Hälfte vorher schon erraten habe. Ganz umgehauen hat es mich aufgrund dieser Tatsache also nicht, was auf keinen Fall ein Vorwurf ist. Das Ende passt gut zu der Story und ist auch eigentlich nicht leicht zu durchschauen (wenn man sich vielleicht nicht so sehr den Kopf zerbricht, so wie ich..).
Im Großen und Ganzen ist dieser Film wirklich sehenswert und hat mich in vielen Bereichen überzeugt.

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Teddy-Duchamp

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Bewertung10.0Herausragend

sieben? nein zehn Punkte gibt es von mir!

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fuerchtegott

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Bewertung9.0Herausragend

In diesem packenden zeitdiagnostischen Meisterwerk fährt die Hedonismuskritik die Krallen aus und zeigt eindrucksvoll sowie aktueller denn je, dass wir die Aufklärung nicht einfach als point of no return für selbstverständlich halten dürfen.

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fuerchtegott

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Der Blick auf die westliche Gesellschaft durch die vermeintlich antiquierte Brille der sieben Todsünden gefällt mir.
@bubo: der Teddy ist ein Vertreter für die Würde der (Wort) Kargheit:-) und dankä!
@haui: nana! Hier wird wieder rumcharmiert:-)
@nerdkiller: zodiac muss ich unbedingt mal anschauen. Wurde mir schon oft empfohlen.
@herrgurlitt: dann hat der Bär ja nochmal Schwein gehabt;-)


HerrGurlitt

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haha! sieh dir "Zodiac" an. bei filmen über serienmörder hört der spass bei mir auf: die interessieren mich immer schon. schon damals, als ich noch selbst mit bärchen spielte. nehme diese filme & bücher sehr ernst und bin da strenger als bei anderen geschichten ... einen sonnigen tag! ;)


rainewardo

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Bewertung10.0Herausragend

Betrachtet man Finchers Vita etwas näher, so fällt auf, dass dieser noch nicht so viele Filme gedreht hat, aber seine Werke durchweg sehr gut sind. Dann gibt es noch Werke, die schlichtweg brilliant sind. Seine Romanadaption "Fight Club" gehört genauso dazu wie sein Thriller-Krimi "Sieben".
Im direkten Vergleich schneidet "Sieben" sogar noch besser als "Fight Club" ab, da dieser nicht auf einem Roman basiert und ein origineller, neuer Stoff ist. Vieles kann über "Sieben" erzählt werden, doch eines ist und bleibt er: schlichtweg brilliant!

Zunächst ist die Ausgangslage simpel, aber so genial und noch nie dagewesen: ein Mörder tötet nach dem Vorbild der sieben Totsünden! Und diese sind auf eine derartig geniale Weise miteinander verknüpft und fügen sich so stimmig ins Gesamtbild ein, dass man regelrecht in die Geschichte, die richtig düster, dreckig und zuweilen auch sehr kompromislos und überraschend ist, hineingesogen wird. Dies gipfelt dann in einem derartig nervenzerreißendem, genialen Finale, das noch lange in den Köpfen der Leute bleibt.

Auch die Verknüpfung mit den großen Werken der Literatur in Form von Anekdoten und Zitaten fügt sich super in die Handlung ein, unterstreicht die Thematik noch zusätzlich. Hier hat sich der Drehbuchautor regelrecht Gedanken und Mühen gemacht, um etwas ganz Großes zu erschaffen, was ihm auch gelungen ist. Eine derartig dichte, beklemmende, düstere Atmosphäre, gepaart mit einer originellen Geschichte und einem derartig an den Nerven zerrenden Spannungsbogen erlebt man selten.

Genauso wie das Drehbuch, die Regie und die Technik, sind auch die schauspielerischen Leistungen auf absolutem Top-Niveau. Die Figurenkonstellationen um Freeman und Pitt mögen zunächst sehr klischeehaft anmuten, doch füllen diese ihre Figuren mit einer derartigen Tiefe, dass man sich kaum satt sehen/hören kann. Während Pitt der eher aufbrausende, tempramentvolle Typ ist, der schnell aufsteigen will, ist Freeman ein ruhiger, erfahrener Polizist, der gebildet ist und mit Vernunft agiert. Das Spiel der Beiden ist das Herzstück des Films. Doch es findet nicht nur Ermittlungsarbeit statt, sondern es gibt auch einige ruhige Szenen, die sehr zu den Charakterisierungen beitragen. Zum Täter soll nichts gesagt werden, je weniger man über die Handlung weiß, desto besser - somit bekommt man einiges geboten!

Was "Sieben" eigentlich ist, ist schwer zu sagen. Formal würde man ihn als Psychothriller bezeichnen, aber auch ein Detektiv- oder Kriminalfilm wäre genauso angebracht, gepaart mit Film-Noir-Elementen und einer Prise Horror. Feststeht, das Fincher eine derartig homogene Mischung erzeugt hat, die "Sieben" zu den besten Filmen des Thrillergenres werden lässt.

Fazit: Einer der besten Filme der 1990er und einer der besten, originellsten und spannendsten Thriller überhaupt - schlicht und ergreifend: ein Meisterwerk!

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Misch81

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mag Fincher sehr und und mit "Sieben" hat er einen super klassischen Kriminalthriller hingelegt.
Das Kriminalthriller-Genre ist mir sehr lieb, allerdings empfinde ich es extrem schwierig, in diesem klassischen Kontext einen "herausragenden" Film zu machen, was übrigens auch für das Horrorgenre gilt, das ich ebenfalls sehr liebe.
Fincher ist das hier m.M.n. ebenfalls nicht gelungen.
Ich empfinde "Sieben" als einen sehr guten Genrevertreter, aber gerade das Ende kündigt sich dann doch recht offensichtlich an.
Beim ersten Sehen, irgendwann in den 90ern, war ich sogar entsetzt, dass ein so toller Film so stumpf endet. Mittlerweile kann ich darüber hinwegsehen, da ich den Film halt kenne und dann, wenn ich ihn mir anschaue einfach das Gesamte betrachten kann, da mit der Kenntnis des Finales die Spannung eh weitgehend raus ist.

Dass er aber so sehr gehyped wurde und immer noch wird, ist mir persönlich unverständlich. Und warum gerade dieser Film so wunderbar aufzeigen soll, was der Mensch doch für eine Bestie ist, wurde mir auch nie verständlich.
Da gibt es doch ganz andere Kost...

Lange Rede, kurzer Sinn: Super Film! :)

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pretenderfan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das dieser Film schon ziemlich alt ist, merkt man nur an seiner ruhigen Erzählweise. Atmosphärisch sehr schön (oder eben abstoßend) düster, eine farblose Stadt im Dauerregen und immerzu ein flackernde Beleuchtung.

Die Darstellung der Tatorte ist recht schonungslos, sodass einem eigentlich bloß SPOILER der Paketinhalt am Ende erspart bleibt. Wirklich sehr gut fand ich die Leiche, die gar nicht tot war. SPOILER ENDE.

Ab der Verfolgungsjagd macht es dann richtig Spaß zuzuschauen. Denn spätestens mit Kevin Spacey geht ja dann die Sonne auf.

Etwas Bedenkzeit nach Filmende offenbarte mir dann schließlich doch noch die Genialität des Serienkillers, denn darüber, wie aus 5 Toten 7 werden, lohnt es sich nachzudenken. (Leider habe ich zum Schluss den Überblick verloren, wegen welcher Todsünden die Letzten 2 sterben.)

(Zur Bewertung: Nur 8.0 weil der Beginn doch recht "seelenlos" wirkt, und natürlich wegen der Musik, auch wenn sich über Letzteres sicherlich streiten lässt.)

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pretenderfan

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Danke :D


clarkkent

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Gerne doch


philipp.ottmar

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Bewertung9.5Herausragend

ACHTUNG SPOILER!!!

Durch "Sieben" verliert der Zuschauer seinen Glauben an die Menschheit. Noch nie habe ich während und nach dem Abspann noch so lange mit offenem Mund vor dem Fernseher gesessen, um zu verarbeiten was ich da grad gesehen habe. Grausam aber nie zu explizit inszenierte Fincher dieses Meisterwerk. Statt in irgendwelchen Folter und Tötungs-Szenen zu zeigen wie der Killer seine Opfer zurichtet, werden hier nur Tatorte gezeigt, und man hört von den Protagonisten, oder Zeugen weitere Details über die Vorgehensweise des Killers, welche sich im eigenen Kopf zum Horrorszenario zusammenfinden. Nichts für schwache Nerven. Das eigene Hirn, zeigt einem die ganze Grausamkeit des Mörders. Ebenfalls genial ist das absolute Fernbleiben Kevin Spaceys bis kurz vor Schluss des Films. Erst dann bekommt man das Gesicht zu den Taten zu sehen und Spacey macht wie immer einen großartigen Job.
Großartiger Psycho-Thriller, der den Zuschauer länger beschäftigt, als ihm lieb ist.

SPOILER ENDE!!!

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Die Macher des Films wollten den Name von Kevin Spacey schon im Intro zeigen. Kevin Spacey wollte den Zuschauern aber nicht die Überraschung versauen und hat darauf verzichtet. Deswegen erscheint sein Name erst im Outro. Klasse Aktion wie ich finde.


philipp.ottmar

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Auf jeden Fall! Als ich ihn zum ersten mal gesehen hab, hat mich das auch tatsächlich überrascht, ein so bekanntes Gesicht zu sehen.


the_chosen_one

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Hochmut, Habgier, Zorn, Lust, Maßlosigkeit, Neid, Trägheit-die 7 Todsünden"

WOW!
"Sieben" war ein total spannender Thriller.
Selten war ich bei einem Film so sehr dabei.
Die Geschichte mit den 7 Todsünden fand ich echt einfallsreich und auch die Morde waren gut durchdacht.

Detective Summerset (Morgan Freeman) und Detective Mills (Brad Pitt) waren meiner Meinung nach super Charakter und John Doe (Kevin Spacey) wirkte auf mich sogar leicht wie Anthony Hopkins' Hannibal Lecter

Das Ende war leider vorhersehbar und hat den Film etwas kaputt gemacht, desshalb nur 8.5
Ansonsten top!

„Ernest Hemingway hat mal geschrieben, die Welt ist so schön, und wert, dass man um sie kämpft. Dem zweiten Teil stimme ich zu.“

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AvonBarksdale

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer Meiner Lieblingsfilme
düster, durchwegs spannend, perfekt inszeniert, super Schauspieler, mehr gibts eigentlich nicht zu sagen
und das wichtigste: der Film hält das Niveau bis zum grandiosen Finale durch

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PuertoRican

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr starkes Set-Design! Das Ende ist mir allerdings etwas zu schwach. Auch ein zwei Übergänge sind mir nicht ganz schlüssig, zum Beispiel warum Mills Ehefrau plötzlich scheinbar grundlos Detective Somerset zum Essen einlädt. Die Erklärung, dass sie nach neuen Freunden sucht, bzw. versucht sich sozial zu festigen wird mir, falls dies tatsächlich zutreffen sollte, nicht genug vertieft um als logische Erklärung zu dienen. Ansonsten ein sehr solider Film mit guten Schauplätzen und vor allem einer sehr kranken, sadistischen Ader.

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Julian F.

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Bewertung7.0Sehenswert

Für meinen Geschmack war "Sieben" leider schon etwas zu sehr im Rahmen des Konventionellen, was Serienkiller-Thriller angeht.
Was den Film doch heraushebt, ist die Porträtierung der amerikanischen Großstadt als nihilistischer Alptraum, der fast jeden Rest von Menschlichkeit verdrängt. Dabei findet David Fincher auch Raum zur Entfaltung seines künstlerischen Gespürs für Atmosphäre und Bebilderung.
Trotzdem hängt seine Arbeit als Regisseur leider immer von der Qualität des Drehbuchs ab - ähnlich wie die meisten seiner Filme schafft es "Sieben" deshalb nicht, mich zu begeistern.

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peterpit

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich steh grundsätzlich auf diese Art von Filmen, aber irgendetwas gefiel mit nicht so um mehr asl 7.0 Punkte zu geben. Darsteller waren Klasse, keine Frage, Story finde ich auch sehr gut, aber öfters muss ich den nicht sehen.

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Troublemaker69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hochmut, Geiz, Zorn, Begehren, Maßlosigkeit, Neid, Faulheit- Das sind die sieben Hauptlaster für Todsünden, die der Mörder in Sieben als Motiv für sein Handeln
nimmt.
Das ist doch mal ne gute Grundstory, die einen erstmal spitzohrig werden lässt. Und der Film weiß dann glücklicherweise auch von seiner Inszenierung zu begeistern, denn die Morde sind teilweise nur schwer zu ertragen und bauen trotzdem die Spannung auf. Außerdem hat man mit Kevin Spacey genau den richtigen Bösewicht gefunden und auch Brad Pitt und Morgan Freeman passen in ihre Rollen als jüngeren und
älteren Cop perfekt hinein.
In dem Streifen ist jede Sequenz wichtig, es gibt keine unnötigen Szenen. Keine unnötigen Explosionen und auch jedes Wort, das ein Charakter spricht, ist von Bedeutung. Einzelne Momente werden zudem von feiner Musik hinterlegt, so dass man noch ein wenig mehr Spannung aus der Szene kitzeln kann.
Sieben ist ein sehr stimmiger Film, es passt irgendwie alles zusammen. Die düstere Atmosphäre, die Darsteller und das diabolische Mordmotiv.
Auch der Twist am Ende ist ganz nett, denn er sorgt noch einmal für ein wenig Spannung, wo man sich nicht sicher ist, was als nächstes passiert.
Im Endeffekt endet Sieben sehr konsequent und so ist auch der ganze Film-Ein konsequenter Thriller mit schauriger Atmosphäre und gutem Cast.

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MemoriAria11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tolle Schauspieler, Handlung und Morde ... habe nicht mit dem Ende gerechnet, was ich an Filmen liebe :D

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