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Sieben

Se7en (1995), US Laufzeit 126 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 23.11.1995


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8.4
Kritiker
97 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.1
Community
41903 Bewertungen
398 Kommentare
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von David Fincher, mit Brad Pitt und Morgan Freeman

Im Thriller Sieben ermitteln Brad Pitt und Morgan Freeman gegen den Serienmörder Kevin Spacey, der seine Opfer auf bestialische Weise für ihre Vergehen gegen die Sieben Todsünden bestreft.

Sieben Todsünden kennt die christliche Kirche. Sieben Todsünden kennt aber auch John Doe (Kevin Spacey). John Doe – eigentlich ein fiktiver Name (ähnlich Otto Normalbürger), der bei Gerichtsvorgängen verwendet wird, wenn kein richtiger Name bekannt ist – wird von den Detectives William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) gejagt.

Somerset, der kurz vor seiner Pensionierung steht, soll Mills als seinen Nachfolger einarbeiten. Aufgrund von Spannungen beim ersten Leichenfund wird Mills auf einen anderen Fall angesetzt. Nachdem Somerset aber die zwei grausamen Mordfälle, als Strafen für die Todsünden Maßlosigkeit und Habsucht, miteinander in Verbindung bringen kann, scheint gewiss, dass noch fünf weitere Morde folgen werden. Außerdem deutet alles darauf hin, dass es sich bei dem Täter um einen überdurchschnittlich intelligenten und grausamen Mann handelt, der die Ermittler mit subtilen Hinweisen an den Tatorten zu lenken versucht.

Nach einer Einladung zum Abendessen, initiiert von Mills’ Frau Tracy (Gwyneth Paltrow), bessert sich das Verhältnis zwischen dem karrierebewußten Heißsporn und dem desillusionierten zukünftigen Rentner. Doch obwohl sie jetzt, wenn auch nicht reibungslos, zusammenarbeiten, hinken sie dem Killer auch nach dem dritten Mord immer noch einen Schritt hinterher. In seiner Ratlosigkeit besticht Somerset einen FBI-Beamten, um an die Namen von Bibliotheksnutzern zu kommen, die sich Bücher über die Sieben Todsünden ausgeliehen haben. Ein Name fällt dabei auf: John Doe!

Hintergrund & Infos zu Sieben
Sieben-Regisseur David Fincher bleibt bei seinem zweiten Kinofilm der düsteren Bildsprache treu, die er zuvor schon bei Alien³ gestaltete. Um die Wirkung der Bilder zu verstärken, setzte er den sogenannten Bleach-Bypass-Effekt ein, eine Methode, bei welcher die Farbfilmentwicklung absichtlich gestört wird, damit das Farbbild noch von einem Schwarzweißbild überlagert wird.

Damit der Name des Schauspielers, der den Serienkiller darstellt, möglichst lange geheim bleibt, wird Kevin Spacey in den opening credits nicht aufgeführt; dafür erscheint er im Abspann (der übrigens ungewohnt von oben nach unten läuft) zweimal. Im ursprünglich geplanten Cast von Sieben sollte seine Rolle von REM-Sänger Michael Stipes gespielt werden, wohingegen die Rolle von Brad Pitt eigentlich von Denzel Washington übernommen werden sollte, der aber ablehnte. Für Brad Pitt erwies sich diese Tatsache als Glücksfall, da er im nachhinein noch in zwei weiteren erfolgreichen Filmen von David Fincher die Hauptrolle übernahm, nämlich Fight Club und Der seltsame Fall des Benjamin Button.

Auch für einen weiteren Beteiligten an Sieben erwies sich die Zusammenarbeit mit Fincher als Fügung des Schicksals. Nachdem der Regisseur den Song Closer des Nine Inch Nails Frontmann Trent Reznor ohne dessen Zustimmung verwendet hatte, wurde Reznors Arbeit als Komponist für The Social Network im Jahr 2011 mit einem Oscar belohnt.(cw)

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Mehr Bilder (18) und Videos (3) zu Sieben


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Sieben
Genre
Polizeifilm, Psychodrama, Psychothriller, Thriller, Kriminalfilm, Serienkiller-Film
Zeit
1990er Jahre, Gegenwart
Ort
Großstadt, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Arroganz, Auserwählter, Blockbuster, Brutalität, Detektiv, Drogendealer, Entführung, Ermittlung, Essen und Trinken, Faulheit, Fingerabdrücke, Folter, Geldgier, Habgier, Hoffnungslosigkeit, Kinderschänder, Klassiker, Kultfilm, Lust und Erregbarkeit, Maßlosigkeit, Mord, Mord an Prostituierter, Mordkommission, Mörder, Neid, Polizei, Prostituierte, Psychopath, Rache, Regen, Rente, S.W.A.T., Schlafstörung, Schwangerschaft, Selbsterfüllende Prophezeiung, Serienmörder, Sinn, Stolz und Eitelkeit, Suche nach Mörder, Untätigkeit und Verzicht, Verfolgungsjagd, Verlust der Ehefrau, Verstümmelung, Völlerei, Wollust, Wut und Hass, Ärger
Stimmung
Ernst, Geistreich, Gruselig, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Blockbuster, Klassiker, Kultfilm
Verleiher
Constantin Film
Produktionsfirma
Cecchi Gori Pictures, New Line Cinema

Kritiken (12) — Film: Sieben

JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Sieben Tage bis zur Rente, sieben Totsünden, sieben Leichen...

Mit „Sieben“ wurde David Fincher zum anerkannten (aufgrund von „Alien 3“ eher verkannten) Regisseur. Sein Film machte das Serien-Killer-Genre komerziell effektiv, in diesem Fahrwasser erschienen unzählige A und B-Movies, alle aufbauend auf diesem Konzept. Zum Teil ist das berechtigt (nicht nur kommerziell), allerdings ist „Sieben“ NICHT – seinen Stellenwert ausgeklammert – ein Meisterwerk. Er ist irre gut, sehr gut...aber kein Meisterwerk. Er war zu einer sehr richtigen Zeit an einem sehr richtigen (da sehr planlosen) Ort, als das Genre-Kino brach lag, und hat demenstsprechend eine Welle geschlagen, die man ihm kaum absprechen mag. „Sieben“ ist flächendeckend enorm gekonnt inszeniert und teilweise sogar mutig perfide, aber insgesamt „nur“ sehr gut...bis auf das brillante Finale.

Getragen wird „Sieben“ durch seine wenig-voyeuristische Perspektive, die sich ausschließlich auf die Ermittler konzentriert. Da liegt der große Pluspunkt und er hat einen Namen: Morgan Freeman. Er spielt den jungen und engagierten Brad Pitt ganz locker an die Wand. In seiner Figur wie dessen Darstellung spiegelt sich die eigentliche Ermüdung vor dem unaufhaltsamen Kreislaufs der urbanen Gleichgültigkeit und der daraus resultierenden Gewaltspirale wieder. Er hat nur noch sieben Tage...und die werden zur persönlichen Hölle.

Fincher setzt nicht auf Gore und plakative Gewalt, obwohl „Sieben“ davon locker leben könnte. So grausam sind die Verbrechen, die Foltermethoden, die abartigen Ideen. Das ist reines Kopfkino (bezogen auf die Schockmomente), dann aber so gut und eindringlich. Wie bei großen Filmen („Psycho“, „The Texas Chainsaw Massacre“, „Scarface“) glaubt man mehr gesehen zu haben, als tatsächlich vorgeführt wurde. Eine Form von Kunst, die Fincher durch seine punktuell brillante Inszenierung souverän vorträgt. Allerdings schleppt sich die Handlung, trotzdem, manchmal dahin. Wer sich nicht durch die (hervorragenden) Taschenspielertricks über gewisse Gemächlichkeiten hinwegtäuschen lässt, erkennt diverse Lücken.

Aber dann: Das Finale ist so unglaublich packend, bitter-böse und von einer gewissen Person erschreckend verkörpert, die letztendliche Tragik so vernichtend und die „Pointe“ so perfekt, das lässt bei „Sieben“ erkannte Mängel (auf hohem Niveau) vergessen. Sicher ein Meilenstein, dennoch nicht ein Meisterwerk, aber an speziellen Punkten so präziese und verstörend, das ist schon ganz groß.

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 26 Antworten

MurmelTV

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Beim Rest des dennoch sehr guten Kommentares stimme ich dir allerdings zu, also bei allen positiven Punkten. Negative gibt es eigentlich gar nicht! ;)


einSchluss

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Kunst- und Meisterwerk!
http://www.directupload.net/file/d/3529/8ui7jovj_jpg.htm


kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

Kommentar 800. Endlich. Für Solveig, die Ungläubige. Für Fonda, der mich ziemlich drängt damit. Für euch. Und für die Welt natürlich. Eine deprimierende, stinkende, schmutzige, gewalttätige und hoffnungslose Welt.

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David Fincher schuf mit seinem zweiten Spielfilm einen Psychothriller, wie es ihn kaum jemals gegeben hat. Er pfiff auf gängige Konventionen, kombinierte Bestandteile des film noir mit Horrorelementen, verbindet die Ästhetik des Zerfalls und der Zerstörung mit schauspielerischen Glanzleistungen und verpackte das in einer Mischung aus Kriminalgeschichte und Psychodrama. Zwei Cops, ein Serienmörder, sieben Todsünden, eine trostlose Stadt und eine ebensolche Atmosphäre, das sind die Zutaten für einen der besten Thriller, die je das Licht, ach was, die je die Düsternis und den Regen der Welt erblickt haben. Eine atemlose Hetzjagd durch Regen und Nacht, Verzweiflung, Gewalt und ethischer Stillstand. Wer Menschlichkeit sucht, der muss schon ganz genau hinsehen.

[...]

Kritik im Original 61 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 41 Antworten

Solveig

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Vergiss es nicht. :)


kobbi88

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;)


Julio Sacchi: Das Manifest

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5.0Geht so

Hervorragend realisierter, geradezu apokalyptischer Film, der mit seinem bis zum Ende gedachten Brutalfatalismus den ultimativen Rezessionsthriller stellt und vom Nine Inch Nails-Vorspann bis zum unvergeßlichen Ende durchaus stimmig scheint. Tatsächlich aber hat dieser zutiefst reaktionäre Serienkillerkrimi nur Reißbrettfiguren zu bieten - altkluger Freeman, doof-prolliger Pitt - und suhlt sich begeistert in den Abartigkeiten, die er doch angeblich so leidenschaftlich anklagt. Zwiespältig.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Absurda.

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Genau meine Worte.


Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

"Sieben" wird als einer der besten Thriller überhaupt angeprangert. Aber wieso ist das so? Natürlich kann man die Antwort einfach gestalten: Es ist alles besser und schöner als in anderen Thrillern. Doch das reicht einfach nicht aus, hier muss man schon expliziter ins Detail gehen. Dinge, wie zum Beispiel die Erschaffung einer beklemmenden Atmosphäre, ist nämlich nicht die große Kunst bei solchen Filmen. Was bringt ein gutes Ambiente, wenn sie in Scheiße gehüllt wurde? Was bringen tolle Schauspieler, wenn es trotzdem langweilig ist was man da auf dem Bildschirm sieht? Es ist die Geschichte die alles ausmacht. Vor allem bei Thrillern braucht man eine Geschichte, die sich von dem anderen 0815-Kompost abhebt, die einen mit ihrer außergewöhnlichen Art den Kopf verdreht. Eine Story über einen Psychopathen der anhand der sieben Todsünden ein Exempel an der Menschheit statuieren möchte, klingt da im Ansatz doch schonmal ganz nett, oder nicht?

„Lang ist der Weg und beschwerlich, der hinaus ins Licht führt aus der Hölle.“

Fincher beschreitet seinen dunklen Pfad auf eindrucksvolle Art und Weise(n). Mit Zitaten aus der klassischen Literatur haucht man der Geschichte noch mehr Interesse ein, mit der intensiven Erzählung schneidet man dem Zuschauer ins Mark und Bein. "Sieben" bietet vor allem eine außergewöhnliche Darstellung des Menschen, der "Täter" (in Anführungszeichen, da er für mich kein vollkommener Täter ist) sieht in seinem Treiben nur gutes. Wie kann jemand etwas gutes darin sehen, wenn er reihenweise Menschen auf brutalste Weise umbringt und quält? Ja, so ist das eben mit den Psychopathen, doch um ehrlich zu sein ist seine Denkweise - im nachhinein- vollkommen nachvollziehbar. Er zeigt mit seinen Taten was wir für Monster, was für "Sünder" wir sind. Nicht der Mörder, sondern die Ermordeten sind im Grunde die Schuldigen. Die Schuldigen für diese dreckige Welt in der wir alle leben. Das keiner der Protagonisten (Brad Pitt und Morgan Freeman) diese Botschaft aufnehmen möchte, ist verständlich.

Was "Sieben" gefehlt hat, um ein König des Genres zu werden, war also nur noch das i-Tüpfelchen, der Faustschlag in die Fresse - Das Ende. Die fein säuberlich verlegten roten Fäden, die so viele Metaphern in sich tragen, liefen nun also zusammen und es entstand ein Wollknäuel der Verblüffung. Der wahre (Anti)Held war durch und durch der Täter, der Mörder, der Gejagte, der Verabstoßende - der vermeindliche Messias.

"Ernest Hemingway hat mal geschrieben: Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft. Dem zweiten Teil stimme ich zu." Ich auch.

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

_Garfield

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Ich denke, du meinst Nivovoll. Kommt von "Nivo" - das lateinische Wort für Hochgeistigkeit. ;)


Mr.Film

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Oho, tut mir leid Herr Professor! :P


_Garfield: Blogbusters

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8.0Ausgezeichnet

[...] Das Drehbuch gefällt sich in seinem Subjektivismus, degradiert seine Darsteller von der aller ersten Sekunde an zu Mitteln zum Zweck und gesteht diesen nur repräsentative Rollen zu. Sie agieren als Marionetten, bleiben nicht weiter ausformulierte Skizzen und erfüllen lediglich ihre Funktion als Teil der Dramaturgie. Güte und Naivität ist in dieser Welt verloren, ebenso neues Leben, welches vergeht ehe es die besudelten Straßen einer sich von Religion distanzierten Gesellschaft erblickt. Tracy (verzweifelt: Gwyneth Paltrow) ist verloren im grenzenlosen Pessimismus, ebenso die Attribute, die mit ihr einhergehen. Wir begleiten die beiden Ermittler Somerset (Altersweise: Morgan Freeman) und Mills (rebellisch: Brad Pitt) in die Abgründe eines verkommenden sozialen Gefüges, in eine Welt der Ausgestoßenen, in eine Welt, in der Perversion und Voyeurismus längst chronisch geworden sind. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

FilmFreeza

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Auch von mir ein großes Lob, freue mich tierisch auf den Film, auch wenn ich noch einige Zeit warten muss.


_Garfield

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Du wirst nicht enttäuscht werden, garantiert! ;)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] David Fincher inszeniert mit 'Sieben' einen der Filme, die nach unzähligen Malen immer noch fesseln, auch wenn man schon längst weiß wie sie ausgehen werden. Das liegt zuerst an den interessanten Charakteren. Somerset freut sich auf seinen Ruhestand, wird aber nochmal in einen nervenaufreibenden Fall eingebunden und muss gleichzeitig als Mentor für seinen neuen Kollegen Mills agieren. Mills der frisch verheiratet ist und in seinem Job ganz nach oben will, aber durch seinen manchmal doch zu großen Elan von Somerset an der kurzen Leine gehalten werden muss. Mit beiden Figuren kann sich der Zuschauer zu jeder Zeit identifizieren und anfreunden und bilden so starkes und authentisches Duo. John Doe, der mit der schrecklichen Gesellschaft nicht mehr leben kann und will, beginnt eine bestialische Mordserie und geht strickt nach den sieben Todsünden vor. Habsucht, Hochmut, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit, Maßlosigkeit. Alle die den Film bereits gesehen haben, werden sich jetzt vor allem bei der "Neid und Zorn-Szene", an einen der besten Filmmomente überhaupt erinnern. [...]

Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

fkfilmkritik

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Seven ist ein Meisterwerk und Panic Room so ziemlich das langweiligste was es gibt. Obwohl, da ist ja auch noch "Der Schnarchige Fall des Benjamin Button". :P


SoulReaver

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Langweiligste was es gibt...Naja! In jedem Fall kein Meisterwerk und so schnarchig is BB auch nicht, nur ne halbe Stunde zu lang :)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

[...] „Sieben“ ist großes Atmosphäre-Kino, ungeheuer brutal, distanziert sich aber gleichzeitig von jedem Selbstzweck der Gewalt, da diese quasi nur passiv, in der Ferne, im Off geschieht und es viel mehr um die Konsequenzen geht. Mit relativ dezenten Mitteln werden mehrmals Beklemmung und Spannung aufgebaut, vor allem zum Ende hin. Leider verleitet die finale Spannung zur Erwartung eines großen „Knalls“ am Ende, der dann aber nicht kommt. Dennoch ist die Handlung sehr clever und überraschend vollendet. Der deprimierende Schluss setzt das i-Tüpfelchen auf die Bitterkeit, die sich durch den ganzen Film zieht. [...]

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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7.5Sehenswert

Als erstaunlich rund, wenngleich auch als nicht gänzlich zeitlos, präsentiert sich Finchers Debüt außerhalb des "Alien"-Franchises: "Se7en" flirtet mit dem düsteren Tenor der, durch Demmes "Silence of the lambs" geprägten, Thriller-Epoche der 90er, gefällt zeitgleich jedoch auch in seiner generellen und durchaus gelungenen Hommage an den verregneten und männerlastigen Film Noir vergangener Epochen.

So eindrucksvoll dieses Konzept im Visuellen aufgeht, so sehr bremst es "Se7en" auf der narrativen Ebene aus: In der Tradition kleiner und großer Strandkorb- und U-Bahn-Autoren, ergeht sich Fincher in einer kruden und letztendlich auch irgendwie dämlichen Mixtur aus dem allseits bekannten Zutaten des religiös motivierten und referenzierenden Fanatismus, des Ekels, des charismatischen Maniacs und - in seiner bierernsten Inszenierung - schon nahezu lächerlichem Pathos.
Zugute halten muss man "Se7en" seinen finalen Plottiwst, der, und sei er auch noch so kryptisch herbeikonstruiert, seine Wirkung nicht verfehlt.

Überhaupt funktioniert Finchers Film einzig über seine Atmosphäre wirklich, aber nicht über seinen Plot oder die Figuren, um die sich sein fimischer Mikrokosmos dreht: Trotz unglaublicher Omnipräsenz von Pitt und Freeman, gewinnt "Se7en" seinen Hauptdarstellern nur wenige wirkliche Facetten ab; auf Empathie verzichtet er - durchaus gewollt - nahezu vollständig.

Somit bleibt "Se7en" für mich persönlich ein schwieriger Kandidat; er ist keinesfalls ein schlechter Film, thematisch aber ungemütliche Kost, und - eingerahmt von "Silence of the lambs" und Finchers (weitaus besserer) Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex "Serienmörder" in "Zodiac" - doch auch auf hohem Niveau irgendwie verloren.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Hitmanski

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Jetzt hier mal nicht soviel rummeckern, der Vince ist ein netter und oftlobender Zeitgenosse :)

@cineast
Naja, "Se7en" ist ja kein schlechter Film, sehenswert allemal - und ganz ehrlich: Der Twist ist vielleicht hingezimmert, und auch irgendwie zusammenkonstruiert, aber gerade deshalb auch irgendwie nur sehr schwer vorhersehbar, zumal man ihn ja schon auch im Kontext seiner Entstehungszeit sehen muss...


Dolly Zoom

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Einem Noir kann man Gravierenderes ankreiden als die Funktionstüchtigkeit durch seine Inszenierung und nicht seinen Inhalt.

Fincher bringt durchaus Empathie für seine Figuren auf (z.B. Tracys Gespräch mit Somerset über ihre Probleme im neuen Umfeld und in der Ehe, Somersets steigende innere Unruhe,...), aber ob du, Hitmanski, das auch kannst, da bin ich mir nicht so sicher ;-)


PatCologne

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10.0Lieblingsfilm

Die Belichtung, die Darsteller, die Kameraführung, die komplette Geschichte, DAS Ende, der Score. Einfach atemberaubend, was David Fincher mit Brad Pitt, Morgan Freeman und Kevin Spacey geschaffen hat. Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme der neunziger Jahre. Selten einen so atmosphärisch dichten Film in den letzten 15 Jahren gesehen.

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Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

Ich gebe zu: Ich habe “Sieben” heute das erste mal gesehen. Der Film ist 13 Jahre alt und, glaubt man diversen Aussagen, ein Klassiker, ein Meilenstein, und ich hatte ihn bis jetzt völlig ignoriert, irgendwie hat mich das nicht so gereizt…

Im Nachhinein ist das natürlich sehr schade. Wenn man ältere Filme irgendwann auf DVD guckt, und diese tatsächlich so gut sind wie ihr Ruf, dann ärgert man sich schon ein wenig, dass man diese nicht vorher schon mal gesehen hat.

“Sieben” ist einer dieser Filme. Mit stimmungsvoller Musikuntermalung beginnt der Film gleich beim ersten Fall und lässt einen bis zu seiner Lösung nicht mehr los. Denn was nach der Lösung des Falls kommt, nachdem Mills und Somerset herausgefunden haben, wer der Täter ist, ist ohne Beispiel und so ein Filmende ist in Hollywood selten, wenn nicht sogar nur dieses eine Mal anzutreffen. Durch die Kombination aus guten Schauspielern, guter Regie und Schnitt und einem sehr guten Score wird das Ende noch eindringlicher, als es ohnehin schon ist. Ich habe mir so etwas in der Richtung gedacht, gebe ich ja zu, aber in der Art und Weise hätte ich es mir dann doch nicht träumen lassen.

Ich will da jetzt auch nicht zu viel verraten. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch mehr da draußen, die diesen Film noch nicht gesehen haben, und ich finde es war nur gut, dass ich bisher noch gar nichts darüber wusste bis auf die Tatsache, dass das irgendwas mit den Todsünden zu tun hatte.

Also - “Sieben” ist eine absolute Empfehlung für jeden, der auch nur im Entferntesten etwas mit Thrillern anfangen kann. David Fincher hat hier einen Film gemacht, in dem Brad Pitt und Morgan Freeman zur Höchstform auflaufen und sogar Gwyneth Paltrow in ihrer Nebenrolle Akzente setzen kann.

http://xander81.wordpress.com/2008/06/01/kritik-sieben/

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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9.5Herausragend

Nach etlichen Werbefilmen und Musikvideos drehte David Fincher 1993 den dritten Teil der Alien-Saga, der Kritiker und Fans gleichermaßen enttäuschte und nach zwei grandiosen Teilen das Ende der Reihe einläutete. Fincher jedoch ließ sich nicht beirren und lieferte zwei Jahre später mit seinem Thriller Sieben ein Lehrstück der Filmkunst der 90er-Jahre ab, das inhaltlich und inszenatorisch neue Wege eröffnete und eine unverkennbare und einzigartige Handschrift des Regisseurs aufzeigte, die er mit seinen folgenden Filmen The Game, Fight Club & Zodiac manifestierte und die ihn neben Kollegen wie Quentin Tarantino oder Tim Burton in den Olymp der modernen Filmemacher katapultierte. Auf Grundlage des brillanten Skripts von Andrew Kevin Walker (Sleepy Hollow), welches nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch intelligente und ausgefeilte Dialoge zu bieten hat, drehte Fincher einen Film, der handwerklich eine perfekte Symbiose mit der Geschichte eingeht. Seine düsteren, trockenen und teils schockierenden Bilder passen erstklassig zu dem pessimistischen Grundtenor, machen in ihrer Wirkung auf den Zuschauer die Essenz des Films erst greifbar und deutlich.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Strikerth

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wo bleibt der Grundtenor zu den 90ern? Der fehlt noch in dier richtig guten Kritik.


Kaltduscher

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In die Kurzkritik kann ich natürlich nicht alles reinpacken. Aber trotzdem Danke! :)


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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9.0Herausragend

Vor allem Finchers Bildsprache ist jetzt schon legendär. "Sieben" gehört zu den Filmen, die man sieht und nicht mehr vergisst, weil man die Bilder einfach nicht aus dem Kopf bekommt.

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Kommentare (386) — Film: Sieben


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Gallifrey

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Idee ist extrem genial (Zitat: Oh, ein Serienkiller. Wie ich die Liebe! Da kann man sich immer auf etwas freuen). SPOILER! Obwohl man (also ich, mit meiner Sherlock Holmes ebenbürtigen Deduktions-Begabung) schon nach 5 Minuten erraten könnte, dass mit der Herzallerliebsten und natürlich schwangeren Gattin des unglaublich liebenswürdigen Pitt(y) etwas nicht ganz so wundervoll Liebenswertes passiert. Außerdem, eh, war es ebenfalls ncht besonders überraschend, das dieser Journalist der Mörder war, sowas kommt bei diesen Pseudo "random persons" eigentlich oft vor.
Fazit: Geniale Idee, aber in der Ausführung ein wenig zu vorhersehbar, da selbst eine 12-Jährige (als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich so alt) elementare Schritte der Handlung vorrausehen kann

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Murray

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Bewertung9.0Herausragend

####Moviepilot-Oster-Wichtel 2014(kurz MoOWi)####

Dieser Kommentar ist für Alienator. Genieß dein Ostern, lass ordentlich krachen und denk immer daran:
„Als er grade grade war, da wurd er schlapp was schade war!“

Danke nochmal an Val Vega, welcher diese Aktion initiiert hat und alle die mitgemacht haben. Ihr rockt! :D
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In meiner Wohnung brennt wieder Licht. Ich habe zwei Stunden in völliger Finsternis verbracht, bin Schweiß gebadet und zittere immer noch leicht am ganzen Körper. Erst mal was trinken, frische Luft schnappen und langsam die Dunkelheit abschütteln.

Niemand ist glücklich oder heiter nachdem er „Sieben“ angeschaut hat. Diesem Film wohnt das Grauen inne, ein Stück weit das Böse. Das deutet bereits das Cover oder Poster an, wird aber spätestens nach den ersten paar Minuten klar, wenn der Regen unerschöpflich auf die Erde niederprasselt, als wolle Gott höchstpersönlich den Sündenpfuhl hinwegschwemmen.
Und genau das ist auch bitternötig. Zumindest sieht das so ein mysteriöser Serienkiller, der seine Opfer nach den sieben Todsünden aussucht und hinrichtet. Als Gegenspieler dient ein alter Haudegen Polizei und sein neuer Partner.

Viel mehr zur Geschichte auszuführen ist eigentlich unnötig. Unwissenheit ist hier Trumpf und die ideale Voraussetzung für den vollen Genuss. Obwohl Genuss eher das falsche Wort ist. Denn Magenprobleme dürften bei Sichtung der unzähligen Gräueltaten und der kontinuierlichen Fahrt in die seelischen Abgründe keine Seltenheit sein. Das der Spannungsaufbau dabei am besten mit der Fahrt auf einer wackeligen Holzachterbahn verglichen werden kann, tut ihr übriges. Sowieso ist es extrem nervenzehrend diesen endlosen Strudel aus Gewalt, Abscheu und Wut beizuwohnen, in den man als Zuschauer unweigerlich Minute für Minuten mehr hingezogen wird.
Zum Glück saß dabei so ein genialer Mann wie Fincher auf dem Regiestuhl, dessen Blick für formvollendete Ästhetik in jeder Einstellung zu merken ist und zum Glück standen auch so brillante Darsteller wie Pitt, Freeman und Spacey vor der Kamera und hauchten diesem Film das bisschen Leben ein.

Es ist, wie Anfangs gesagt, kein schönes Erlebnis „Sieben“ zu schauen. Aber es ist nun mal genau das: Ein Erlebnis! Ein Erlebnis welches ich nun seit über zehn Jahre mit mir herumtrage und welches ich, wenn auch nicht gerne, immer wieder aufsuche.

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Murray

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Das freut mich und erinnert gleich daran, das ich mal die HD-Version antesten sollte.


BenAffenleck

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@ Wie nennt man noch mal die Anfänge von Filmen, wenn die Beteiligten mit Namen vorgestellt werden? Alleine das ist bei *Sieben* schon pure Kunst. Bei meinen Lieblingsfilmen wechsle ich eh langsam immer mehr zu HD...


travelpussy

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Bewertung9.5Herausragend

Top Schauspieler - Top Handlung - Top in Szene gesetzte Morde - Top Ende womit ich SO nicht gerechnet hätte - Top Film mehr muss man nicht sagen.

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spanky

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Bewertung9.0Herausragend

Die von Massenmördern durchtränkte Popkultur der 90er Jahre bot ein dankbares Publikum für derartige Filme und für Fincher als genialer Mystifizierer desjenigen, der hier nach einem selbstauferlegten quasiliturgischen Schema akribisch vor sich hin mordet. Allein die Opening Credits sind ein Style-Schmaus, der einen damals wie heute in eine Anbetungspose zurück in den Kinosessel drängt. Darauf folgt ein durchdesigntes Szenenbild dem nächsten, Regen, Düsternis und Schummerlicht verherrlichend. Der junge Heißsporn in Gestalt von Pitt und daneben Freeman als altersweise Vaterfigur bilden ein bipolares Ermittler-Team gegen das unsagbar Böse. Die von literarischen Querverweisen gesäumte Abwärtsspirale der Tagik, die dann im apokalyptischen Ende mündet hätte für Hollywood-Verhältnisse nicht lyrischer in Szene gesetzt werden können.

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Wolti

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Das wäre vielleicht passiert, wenn Francis Underwood das College nicht geschafft hätte ;))


8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Fast der ganze Film beschreibt polizeiliche Ermittlungen. Morgan Freeman und Brad Pitt, ein erfahrener Kollege und ein junger Heißsporn tasten sich langsam an den Täter heran. Das wird zwar recht spannend erzählt, aber als der Massenmörder Kevin Spacey am Ende sich in die Hände der Polizei begibt, ist man schon etwas überrascht. Das stört nicht weiter, weil ein Schluss der besonderen Art bevorsteht. Und darauf läuft der ganze Film hinaus. Brad Pitts Ehefrau Gwyneth Paltrow war schon zuvor bei einem gemeinsamen locker entspannten Abendessen eingeführt worden. Ihre Schwangerschaft bringt zusätzliche Brisanz und ihr Ende ist so genial gestaltet, dass man alles versteht, obwohl man nichts Genaues sieht. So wird das Grauenhafte ihres Leidens in den Kopf der Zuschauer verbannt. Dort kann es sich jeder je nach Fantasie ausmalen auf der nach oben offenen Gefühlsskala. Ihr Auftritt war hübsch und sympathisch. Drum trifft ihr unsichtbares Ende doppelt hart. Und weil man ja nichts gesehen hat, entsteht eine sonderbare Langzeitwirkung. Bilder verschwinden, Vorstellungen bleiben. Das ist ungewöhnlich, psychologisch raffiniert gemacht.

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hno-16

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Bewertung9.0Herausragend

Die ganze Zeit eine Hochspannung wo man das nächste schwer verstümmelte Opfer findet. Der Böse Kevin Spacey in einer wahnsinns Rolle. Brad Pitt anfang
seiner dreißiger. Und Morgan Freeman spielt seine typischen Rollen. Ein super starkes Ende. Dieser Film hat sich echt gelohnt!

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juls.muller.3

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Völlig zu Recht der wohl beste Thriller der je gedreht wurde. Nichts wird geschönt, alles ist düster, beklemmend, die Morde (bzw. deren Ideen zur Ausführung) sind an grausamkeit nicht zu toppen. Brad Pitt in seiner besten Rolle, dies gilt vllt. auch für Freeman und Spacey. Das Ende bringt dann noch mal richtig Gänsehaut und manch einer wird wohl erleichtert sein wenn dieser Schrecken in Filmform vorbei ist. Als i-tüpfelchen kann man getrost die permanent beklemmende musikalische Begleitung bezeichnen. So muss der perfekte Thriller aussehen!

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Heimacker

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Bewertung9.0Herausragend

Beim ersten Ansehen war ich schockiert von der Grausamkeit der Morde. Nach fast zwanzig Jahren ständig wachsender Brutalität in der Film- und Fernsehkunst hebt mich dieser Aspekt nicht mehr an. Spacey hat sich der Spannung Willen extra nicht in den Vorspann eintragen lassen. Heute wird das in jeder Ankündigung oder Beschreibung ignoriert. Die Geschichte lebt von der Konsequenz und dem Fatalismus der Protagonisten. Somerset und Doo sind bereits gebrochene Typen - Mills ist es am Ende auch. Eigentlich könnten sich alle drei gleich selbst erschießen! Somersets Gelabere aus dem Off am Ende steht in vollem Kontrast zu seinem Auftritt im Film. Sonst wären es zehn Punkte gewesen. Ohne Hoffnungsschimmer kann man die Amis wohl nicht aus dem Kino lassen. Der Plot selbst ist Dünnschiss. Es gibt in der christlichen Kirche keine sieben Todsünden. Als Aufhänger für Serienmorde wird das Thema aber immer wieder gern verfilmt.

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KingLee

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Bewertung10.0Herausragend

Sieben!
Dieser Film ist das mass aller Dinge Wen es um Psycho-Thriller geht.Kein Film fesselt mich so sehr jedes mal aufs Neue...wie dieser BlockFuckingBuster.
Fazit: Spannend, erschreckend, gänsehaut pur und bis ins Mark erschütternt

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maroje.alchehabi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der Spannend und mitreißend ist bis zum Schluss !!! Einer der besten Thriller die ich bisher gesehen habe. Auch die düstere Atmosphäre passt zu dem Film wie die Faust aufs Auge !

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Deathstroke

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Bewertung10.0Herausragend

Bei diesem Film konnte ich einfach nicht anders als 10/10 zu geben.
Es ist wirklich ein Thriller der ganz besonderen Sorte. Der Film ist äußerst mitreißend und spannend bis zum Schluss. Bei diesem Film wurde wirklich alles richtig gemacht.
Absolut sehenswert!

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jauchzenderjoachim

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Bewertung10.0Herausragend

"Ernest Hemingway once wrote, 'The world is a fine place and worth fighting for.' ...

I agree with the second part."

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jonas.ro.71

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der beste Thriller den ich je gesehen habe. Zwei absolut grandiose Hauptdarsteller, einen tollen Bösewicht und eine abgrundtiefe Spannung, mit einem krassen Ende, das mich ziemlich kalt erwischt hat.

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Big_Kahuna

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Bewertung9.0Herausragend

***Spoiler enthalten***
Im Stauende stehend packt mich der Gedanke mal wieder einen alten, treu dienenden Bekannten auszugraben, den man gucken kann, wann und mit wem man möchte. Die Rede ist von einem Film, den quasi jeder nach dem ersten mal sehen positiv bewertet, der mit Thrillern aber auch nur im entferntesten etwas anfangen kann. Es geht um einen der düstersten und spannendsten Thriller von David Fincher und gleichzeitig auch um einen der besten, die existierten - "Sieben".
Fast allen dürften ihn mittlerweile kennen, auch ich hab ihn jetzt schon etliche Male gesehen, er scheint dennoch kaum an Feeling einzubüßen, daran ist ganz klar Finchers Händchen für eine finstere Atmosphäre und die Jagd nach der Identität des Serienkillers, der sich mit seinen Schandtaten auf die Todsünden bezieht, schuld. Detective Mills (Brad Pitt) scheint durchgehend mit der Taschenlampe unterwegs, so düster und verregnet sind die Kulissen. Selbst wenn man mal so etwas wie Lichtstrahlen sieht, sind die Orte immer noch bedrückend schummrig. Und überhaupt scheint sich die Dunkelheit mit der Zeit auch auf Detective Somerset (Morgan Freeman) übertragen zu haben, so gleichgültig wie dieser sich mit den Zuständen in diesem örtlich nicht benannten Großstadtloch abgefunden hat.
Der Ausgangspunkt ist tiefer, als man anfangs denken könnte, so erleben wir die jungfräuliche Siegeslust, die dieser Ort mit all seinen Gräueltaten in Mills weckt, aufprallen, auf die Abstumpfung, die Somerset im Laufe seiner Tage dort zur Belanglosigkeit gezwungen hat. Fincher setzt uns hier nicht einfach einen gut gedrehten, atmosphärischen Thriller vor, der von seinen schockierenden Überraschungsmomenten lebt, er erzählt besonders mit seinen gut gezeichneten Figuren und seinen teils brillant geschriebenen Dialogen mehr als das. Die Veränderung, die eine solche Mordserie insbesondere bei unseren grundverschiedenen Ermittlern auslöst, webt Fincher spürbar in dieses Netz aus Finsternis und Gesellschaftskritik mit ein.
Auch metaphorisch hat unser Regisseur hier also einiges zu bieten, nicht umsonst lässt Somerset sich vom heldenhaften Großmut Mills' anstecken und wirft seine festgefahrenen Gedanken samt Metronom über Bord und peilt mit seinem Messer entschlossen die Dartscheibe seiner letzten Suche nach Gerechtigkeit an. Aber das die beiden, der junge, kühne Mut und die alte, gewiefte Erfahrung gegen eine Übermacht ankämpfen, konnten keiner ahnen. Somerset sollte für sein letztes Erwachen nicht belohnt werden und so hinterlässt Sieben auch den Eindruck, den er von Anfang an macht - es gibt keine Hoffnung.
Der aufgrund von Spannungszwecken nicht im Vorspann genannte Kevin Spacey hinterlässt bei Betreten der Bühne einen bleibenden Eindruck in diesem handgemachten, höchst aufwändigen Meisterthriller und verstört damit nicht nur die Detectives, sondern auch den Zuschauer. In erschreckender Ruhe und wuchtiger Entschlossenheit schlägt Fincher mit dem inszenatorischen Dampfhammer zu und erwischt jeden, der sich von der kaum entwindbaren Atmosphäre einsaugen lässt.
Die fein und am Rand der blutigen Tabulosigkeit gestalteten Tatorte, rauben uns die letzte Hoffnung und beunruhigen auf ganzer Linie, das merkt man auch an den Gesichtsausdrücken von Freeman und Pitt. Fincher kehrt die dreckige Seite der Stadt, der Menschen im allgemeinen nach außen, lässt sie sich über ihr selbst auskotzen (wie es John im Zug tat), mit all ihren Sünden, die die Hemmschwelle des Machbaren im Leben unser aller immer weiter absinken lassen.
Die Todsünden, die John Doe hier in all ihrer Hässlichkeit demonstriert und selber eiskalt forciert, werden zum Spiegel der Gesellschaft, in der Lug und Betrug die Oberhand gewonnen haben. Ein im wahrsten Sinne des Wortes sehr schwarzmalerisches Weltbild, dass unser Mörder hier selbst in die Tat umsetzt, um ein Zeichen zu setzen. Was sich jeder selbst aus diesem gezeigten krankhaften Gräuel gegen die Gesellschaft macht, muss er selber entscheiden.
Alles in allem hält sich das Gesamtbild stimmig da auf, wo sonst nur Ratten herumkrauchen und empfehlen lässt sich "Sieben" sicher nur etwas härter gesottenen. Insgesamt ist "Sieben"aber ein Thriller auf absolutem Fincher-Topniveau und ein ausgeklügeltes Werk, dass beim ersten mal schauen packender nicht sein könnte.

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Cupio

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Deine Kritik ist der Qualität des Films durchaus angemessen! Toll geschrieben! ;))


Big_Kahuna

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@elmi Ja, der Film hat wirklich seine Überraschungsmomente, wo man sich beim ersten mal sehen denkt:"Was zur Hölle?" ;)
@cupio Danke. :)


Canis Majoris

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Bewertung10.0Herausragend

Dunkel Schmunkel
Regen Runkel
Tristo Wackel
Krackel Trapp
Kopp is ab
Inne Papp.

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Canis Majoris

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Halbwegs... man weiß ja nicht um wessen Tieres Kopf es sich dabei handelt und wann, wie, warum, wo, etc.


Don Cerebro

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Hmm...jaa. Gerade noch. Das Gedicht ist aber schön.


cyty

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der beste Thriller bisher! Einfach packend dieser Film. Und ein herausragender Brad Pitt in der Rolle seines Lebens - meiner Meinung nach. Diese düsteren Rollen stehen ihm einfach, aber er hat einfach viel zu wenig seitdem in diese Richtung etwas gemacht. Ich hoffe an den Gerüchten über einen Brad Pitt in True Detective Season 2 ist etwas dran!

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Filmfan30

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Bewertung9.0Herausragend

Packender Thriller, der mit den Urängsten der Menschen gekonnt spielt. Genau das Richtige für nasskalte wolkenverhangene Tage, an denen man nichts mit sich anzufangen weiß.

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razzo

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Bewertung9.0Herausragend

Völlerei. Habgier. Trägheit. Wollust. Hochmut. Neid. Zorn.

"Überall an jeder Straßenecke sehen wir Todsünden. In jeder Wohnung und wir nehmen es hin. Wir tolerieren es, weil es schon zur Gewohnheit geworden ist. Es ist trivial. Wir tolerieren es morgens, mittags und nachts. Nun, ab jetzt nicht mehr!"

-Se7en-

Sieben Todsünden. Sieben Morde. Sieben Tage durch dunkelste Abgründe der menschlichen Natur. Mag ja sein, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschuf, aber am siebten erschuf der Mensch seine eigene Hölle auf Erden. Direkt aus dem Garten Eden haben wir die Apokalypse der Seele eingeläutet.

''You get me closer to god.''

Und wer beim genialen Vorspann ganz genau aufpasst, der entdeckt in der allerletzten Sequenz einen kurz eingeschnittenen Schriftzug, der schon mal den Weg durch diesen Höllenritt deutet. ''NO KEY''. Fincher schmeißt den Schlüssel weg und lässt die Zuschauer im kalten Regen stehen. Kein moralischer Sonnenschein, der einen wärmt. Keine Hoffnung. Keine Gnade. Der übliche Zugang bleibt einem verwehrt. Man kann nur durch die dreckigen Fenster schauen um einen Blick auf diese düstere Trostlosigkeit zu werfen. Man sieht, was man nicht sehen möchte und doch kann man gar nicht anders als die verstörende Faszination von ''Se7en'' über sich ergehen zu lassen.

Morgan Freeman und Brad Pitt jagen hier nicht nur einen bestialisch-genialen Serienmörder (grandioser Kevin Spacey), sonderdern auch den letzten Funken Menschlichkeit, der sich irgendwo in einem stinkenden Moloch aus Blut und Tod versteckt. Die Art und Weise wie David Fincher diesen verzweifelten Kampf inszeniert, ist atmosphärisch und audiovisuell eine nahezu perfekte Einheit aus kühler, deprimierender Ästhetik, die sich wie ein dunkler Schleier über den ganzen Film legt. Einer dieser seltenen Glücksfälle, wo Optik, Handlung und Darsteller sich zu einem großen Ganzen vereinigen. Dramaturgisch dicht, wendungsreich, ungewöhnlich konsequent und schauspielerisch durch die Bank herrausragend aufgestellt. Alles passt. Hier ist nichts kopflos ;)...

Fazit: Ein finsteres Meisterwerk, das seinerzeit in Sachen Kreativität und Stilsicherheit neue Maßstäbe im Thriller-Genre setzte. Ein Film, der fast zwanzig Jahre alt ist und aussieht, als wäre er letzte Woche rausgekommen. Hut ab Mr. Fincher.

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Einar

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Haupt-Augenmerk!


razzo

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Spaghetti Western! :D


robinandrea97

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Bewertung7.5Sehenswert

Mir wurde oft erzählt das 'Seven' ein sehr krasser aber sehr guter Film sei.
Ich habe mich dann darauf gefreut diesen Film endlich zu sehen.
ACHTUNG! SPOILER! ACHTUNG! SPOILER!

Leider hab ich direkt gedacht das der Journalist der Mills fotografiert hat höchstwarscheindlich der Mörder sein würde, da hab ich auch recht behalten.
Als ich gemerkt habe das Mills Frau eine grössere Rolle spielt dachte ich mir das sie sterben würde, tat sie.
Das sind meine einzigen 2 Punkte die mir nicht gefallen haben.
Der Film war recht spannend und ich hatte durchgehend die Angst das Mills sterben würde weil er meist eher stürmisch gehandelt hatte.

SPOILER ENDE! SPOILER ENDE! SPOILER ENDE!

Ich kann den Film empfehlen, aber wer auf einen Film hofft bei dem nach nicht drauf kommt wer der Mörder ist, der wird wohl ein wenig enttäuscht.

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robinandrea97

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Ein kleiner Schreibfehler am Ende, ..."Film hofft bei dem nach nicht drauf kommt wer der Mörder..." - *bei dem man nicht drauf kommt.


Ioosh698

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Bewertung9.0Herausragend

Ich war richtig gespannt auf David Finchers "Sieben"/"Se7en" und hatte auch recht hohe Erwartungen an den Film gehabt, wird er doch von den meisten aus den höchsten Tönen gelobt.
Heute habe ich mir ihn dann endlich angesehen und kam zu folgendem Ergebnis...

Sieben Todsünden: Habgier, Maßlosigkeit, Trägheit, Wollust, Hochmut, Neid und Zorn.
"Sieben" ist ein Thriller der Extraklasse, ein Meilenstein in seinem Genre und ein Film der an den Nerven zehrt!
"Sieben" ist die Geschichte zweier Charakteristisch völlig unterschiedlicher Detectives, der weise und erfahrene William Somerset und der ehrgeizige Jungsporn David Mills, die durch eine schreckliche Mordserie mehr oder weniger zusammenfinden und diese schließlich aufklären sollen.
Mehr möchte ich zur Handlung nicht sagen ( wobei das wahrscheinlich sowieso nicht nötig ist, da die meisten den Film kennen dürten ), denn Spoiler oder ähnliche Dinge wären bei solch einem Streifen wie "Sieben" fatale Folgen, jeder der den Film kennt dürfte wissen wovon ich spreche...
Aber auch abseits der Story gibt es viel über "Sieben" zu sagen. Was mir als erstes auffiel war ähnlich wie bei Finchers "Fight Club" die grandiose Atmosphäre des Filmes, die einen von Anfang an komplett in ihren Bann zieht. Und wenn ein Film ungemein Atmosphärisch ist, ist das in meinem Fall schon mal die halbe Miete ( im übertriebenen Sinn). "Sieben" ist düster, blutig, dreckig, brutal, verstörend, spannend und vor allem regnerisch. In sachen Inszenierung hat es David Fincher definitiv drauf, keine Frage.
Ich finde es immer gut wenn ein Film den Zuschauer auch geistig etwas fordert, auch "Sieben" ist so ein Film. Man muss schon bei der Sache sein um dem Film folgen und ihn vor allem verstehen zu können! Denn wenn sonst wichtige Handlungsstränge verloren gehen ist das schon sehr ärgerlich. Meinen Geschmack hat Fincher mit seinem Erzähl- und Inszenierungsstil auch diesmal voll getroffen.
Auch der Cast ist beeindruckend und trägt seinen Teil zur Klasse des Filmes bei. Brad Pitt und Altmeisterr Morgan Freeman verkörpern die beiden Detectives herausragend und harmonieren ( mehr oder weniger ) sehr gut miteinander. "Sieben" war dann wohl entgültig Brad Pitts durchbruch, zurecht! Ich muss sogar zugeben das ich ihn als David Mills noch einen minimalen Ticken besser fand wie als Kultfigur Tyler Durden. Das sollte alles über Pitts können und seine Lesitung in "Sieben" sagen. Und Morgan Freeman, bei ihm fehlen mir manchmal die Worte. Ein unglaublicher Schauspieler und ein ganz starker Charakterdarsteller wie ich finde. Großes Lob! Was dem ganzen aber noch die Krone aufsetzt ist Kevin Spacey. In den wenigen Minuten die im Film zu sehen ist, schaffte er es bei mir ein regelrechtes Angstgefühl zu erwecken. Ja, seine Figur machte mir schon ein klitzkleines bisschen Angst :3
Und so komme ich gleich zu dem, was "Sieben" für mich die entscheidenden Punkte einbrachte : Das Ende! Vor dem Ende stand "Sieben" bei mir zwischen 8 -8,5 Punkten. Doch dieses verdammt gelungene und fiese Ende brachte mich dazu dem Film dan doch eine starke 9 zu geben.
Ich glaube ich haben selten, wenn nicht sogar noch nie, solch ein starkes Ende gesehen. Wenn man denkt man weiß sowieso wie alles letzlich ausgeht , Pff... "Sieben" holt einen in die Realität zurück und trifft einen mitten ins Gesicht!

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Ioosh698

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@razzo
Danke :) Haha, das werd ich jetzt nicht verraten ;)


Hueftgold

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Huch da hätte ich ja fast den Kopf Verloren :D



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