Verblendung

The Girl with the Dragon Tattoo (2011), NO/SE/US Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 12.01.2012


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.2
Kritiker
52 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
10318 Bewertungen
340 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von David Fincher, mit Daniel Craig und Rooney Mara

Daniel Craig und Rooney Mara ermitteln in dem US-Remake Verblendung, das auf dem gleichnamigen Roman von Stieg Larsson basiert.

Handlung von Verblendung
Verblendung ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson. Diesmal wird sich Oscar-Regisseur David Fincher (Fight Club, The Social Network) dem Roman annehmen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Hintergrund & Infos zu Verblendung
Obwohl es in den Vereinigten Staaten üblich ist, europäische Film-Erfolge noch einmal für den US-Markt zu adaptieren, um den heimischen Zuschauern keine Synchronfassungen oder gar Untertitel zuzumuten, ist Verblendung mehr als nur ein lustloses Remake. Schon dass sich der überaus renommierte Regisseur David Fincher direkt nach seinem Erfolg mit The Social Network dieses Projektes angenommen hat, spricht für einen werdenden Kinoknaller. David Fincher ist bekannt dafür, Filme sehr stark mit seinem persönlichen Stil zu prägen und wird keinesfalls eine 1:1 Adaption der dänischen Version von Niels Arden Oplev im Sinn haben.

Zusätlich hat David Fincher ein wahres Oscar-Dreamteam um sich geschart. Die Drehbuchadaption stammt von Steven Zaillian, der für sein Drehbuch zu Schindlers Liste von der Akademy ausgezeichnet wurde. Auch bei der Musik verlässt sich Fincher auf Profis: Wie schon in The Social Network wird der Soundtrack zu Verblendung von Trent Reznor stammen. Obwohl dieser im Bereich Filmmusik ein absoluter Neueinsteiger war, konnte sich der Musiker auf Anhieb bei den Oscarverleihungen 2011 gegen Komponisten-Schwergewichter wie Hans Zimmer durchsetzen. Mit diesem Team steht nichts mehr im Wege, um auch aus Verblendung einen echten Hit zu machen.

Obwohl mit fünf Nominierungen (u.a. für Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin) viel versprechend ins Rennen gestartet, ergatterte Verblendung bei den Oscars 2012 nur den Preis in der Kategorie Bester Schnitt. (ST)

  • 37795279001_1186034080001_ari-origin06-arc-155-1317192224657
  • 37795279001_973840429001_th-973828886001
  • Verblendung
  • Verblendung
  • Verblendung

Mehr Bilder (22) und Videos (14) zu Verblendung


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Verblendung
Genre
Kriminalfilm, Mysterythriller, Drama, Thriller
Zeit
2010er Jahre, Gegenwart, Vergangenheit
Ort
Schweden, Stockholm
Handlung
Anschlag, Beweisfälschung, Blanker Busen, Blume, Blumen, Computer, Ermittlung, Familiengeheimnis, Fessel, Geburtstag, Geheimnis, Gemälde, Geschenk, Gewehr, Hacker, Insel, Internet, Journalismus, Journalist, Liebesszene, Mann-Frau-Beziehung, Mord, Nackte Frau, Nacktheit, Recherche, Roman, Rückblick, Schnee, Schuss, Serienmörder, Suche nach vermisster Person, Tätowierung, Undercover, Unglückliche Kindheit, Unternehmer, Vergeltung, Vergewaltigung, Verleumdung, Vermisste Person, Vormundschaft
Stimmung
Aufregend, Ernst, Spannend
Tag
Bestsellerverfilmung, Literaturverfilmung, Remake
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Columbia Pictures, Film Rites, Metro-Goldwyn-Mayer, Scott Rudin Productions, Yellow Bird Films

Kommentare (306) — Film: Verblendung


Sortierung

robimg

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

0.5 bonuspunkte wegen trent reznor soundtrack

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ultragain

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Durchwegs gelungener Thriller der trotz der Länge und wenig Action mich nie verleitet hat auf die Uhr zu sehen. Kenne das Original (noch) nicht. Lohnt sich aber auf alle Fälle für einen ruhigen Krimiabend.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

EvertonHirsch

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Solider Thriller, solider Fincher. Obwohl die 150 Minuten Laufzeit gut und gerne etwas heruntergekürzt werden könnten (gerade in der ersten Stunde), so wird er doch nie langweilig oder anstrengend. Die letzten 90 Minuten vergehen quasi wie im Flug und Fincher erschafft hier schon einen respektablen Thrill. Darstellerisch gibt es nichts zu meckern, das ist oberstes Niveau. Wie gesagt, nur von der Laufzeit darf man sich nicht abschrecken lassen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

John3101

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Trotz der großen Namen,sprich David Fincher und Daniel Craig war ein Remake doch etwas überflüssig, da die Original Trilogie absolut brilliant in Szene gesetzt wurde. Anbei ist das einer meiner kleinen Kritikpunkte an Hollywood, eben das sie ständig Remakes machen müssen. Zwangsläufig schlecht muss ein Remake selbstverständlich nicht sein (siehe Roter Drache), dennoch nervt es zeitweise.Jetzt aber wieder zum Film.Er bietet wie jeder Fincher solides Kino.Nichts überragendes, aber auch nichts schlechtes.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mononoke333

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin ein absoluter Fan der Buchreihe und habe auch schon die skandinavische Version aller drei Teile gesehen. Vom Gefühl her, haben mir die Originalteile besser gefallen. Dennoch wollte ich auch die amerikanische sehen und war positiv überrascht, weil auch diese mir recht gut gefallen hat. Manche Sachen haben mir im Original besser gefallen (z.B. Lisbeth), dafür andere Sachen in der amerikanischen Version (z.B. Daniel Craig).
Alles in einem kann ich die Bücher und Filme nur empfehlen !!! Eine der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

CherryDarling

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wenn man das Original kennt, fragt man sich natürlich, warum braucht man ein Remake?
Die dänisch-schwedische Produktion lässt normalerweise keine Wünsche offen.
Allerdings finde ich, dass auch die Ami-Version sehr gut gelungen ist. Sehr gute Schauspielerauswahl! Daniel Craig finde ich als Mikael Blomkvist fast noch besser.

Was mir nicht so gefiel: Im Original ist die Figur der Lisbeth besser angelegt. Sie ist emanzipiert, hart, selbstständig. In der Ami-Version zeigt sie sich verletzlicher und ordnet sich Mikael recht schnell unter. Beispielsweise:

SPOILER!
Als Liesbeth am Ende den Mörder verfolgen will und erstmal Mikael fragt, ob sie ihn töten darf. Was soll das?
SPOILER ENDE!

Jeder Film hat seine Vorzüge, keiner muss sich verstecken.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suspektianer

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

Der Vorspann ist super und fasst die Beziehung zwischen den Hauptpersonen gut zusammen. Den Rest kann man sich eigentlich sparen, weil weder innerlich noch äußerlich was interessantes dazukommt. Es sei denn, man fährt auf die Vergewaltigungsszene(n) ab, die von der Machart her eher fröhlich schaustellernd als kritisch konfrontierend wirkt.
Die Atmosphäre lässt sich mit "Disneyland scandinavian edition" beschreiben, irgendwie unecht.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Da mich David Fincher schon mit „The Social Network“ enttäuschte, erhoffte ich mir von diesem US-Remake ein wenig mehr. Immerhin bewegte sich das einstige Wunderkind unter den Regisseuren in bekannten Terrain. Und selbst Neuverfilmungen kann man seinen eigenen Stempel aufdrücken. Allerdings hält sich Fincher so dermaßen eng an die Vorlage, das er dem schwedischen Originalfilm nichts weiter hinzufügt. Ebenso steif wie der Bestseller anfangs geschrieben, so ist auch die Handlung hier zu Beginn inszeniert. Salander und Blomkvist, zu muskulös und attraktiv besetzt mit Daniel Craig, sind Figuren, die perfekt in das extreme Außenseiter-Personal passen. Allerdings wirkt hier alles zu amerikanisch. Zu geschönt. Nicht glaubhaft bzw authentisch. Die grossen Pluspunkte hat das Remake in Kameraführung und Bildsprache. Das Setting ist ebenfalls wunderbar gelungen. Auch Finchers Neuentdeckung Rooney Mara kann sich sehen lassen (kann allerdings nicht mit Noomi Rapace als Lisbeth Salander mithalten).
Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, die „Millennium“-Trilogie noch einmal zu verfilmen. Außer der Tatsache, dass ein US-amerikanischer Filmkonsument sich absolut unfähig fühlt einen skandinavischen Film anzuschauen, weil Untertitel ja total unbequem sind.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

Mein Bemerkung war eher ironisch gemeint angesichts der herrschenden Ideenarmut in Hollywood. Klar gibt es, teilweise unabhängig produzierte, starke Filme aus der USA und sogar gelungen Beispiele aus der Traumfabrik. Als zweitgrößtes Filmland der Welt MUSS da ja auch mal was intelligentes, gewagtes, originelles herausspringen (statistisch gesehen...). Mich macht es nur traurig das soviel Geld für diesen recyceln von abgenutzten Ideen verschleudert wird, obwohl viele kreative Regisseure und Drehbuchautoren in den Startlöchern sitzen. Der Mut (auch mal finanziell etwas zu wagen) ist geringer geworden, weil keine künstlerisch kompetente oder interessierte Chefs in den Filmetagen sitzen sondern nur noch Wirtschaftsbosse, die Film AUSSCHLIESSLICH als kommerzielle Ware betrachten.


RoosterCogburn

Antwort löschen

Die Ironie ist mir wirklich nicht aufgefallen.
Und ich gebe dir vollkommen recht. Der Großteil der aus Hollywood kommt ist und bleibt Kommerz. Wobei ich zugebe, das mir auch so mancher Kommerzfilm zusagt (z. B. Marvel's Comicverfilmungen). Dieser Mut sich auszuprobieren geht, in meinen Augen, bereits seit Jahren zurück. Bereits vor 20 Jahren konnte man beobachten, das immer mehr auf Nummer sicher gegangen wird. Bekanntes wird vermarktet und fortgesetzt bis zum erbrechen. Gerade im Horror- und Actionbereich war das in den 90ern doch verdammt schlimm, wenn du dich zurück erinnerst?! Erst Ende der 90er und Anfang der 00er wurden global die Independetmovies gefördert, weil tatsächlich eine Nachfrage besteht. Das hat man erkannt. Und das ist noch immer so. Selbst auf dem DVD-, BR- und P2P-Markt sind inzwischen Filme aus dem Independent und Avangardebereich zu haben. Man hat erkannt, das es einen anderen Markt gibt als den des Mainstream-Kinos. Einen mit einem anderen Anspruch an die Filme. Und weil irgendwann die bereits bekannten veröffentlicht sind, wird man diesen Bereich "auffüllen" müssen. Denn der Bedarf ist vorhanden. Deshalb habe ich eine gewisse Hoffnung das auch aus den Staaten solche Filme kommen. Allerdings global gesehen, nehmen sie bei diesen Filmen, aus meiner Sicht, einen geringeren Stellenwert ein. Und zwar aus den Gründen die du bereits genannt hast. Künstlerisch, kompetenten Köpfen gibt man zu wenig Chancen. Sie müssen sich stattdessen bei den Majorstudios mit Mainstream-Kacke beweisen.
Aber ab und zu gibt es Lichtblicke wie z.B. Alexander Payne, Wes Anderson oder Jason Reitman.


vanilla

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich kenne weder die Bücher noch das Original.
Doch man muss schon sagen, dass Herr Fincher seinen Job versteht.
Die Grundstimmung ist grau und trüb genau wie die Atmosphäre im gesamten Filmverlauf.
Die Handlung entwickelt sich zu einer bedrückenden, unattraktiven und realitätsnahen Serienkillersuche, bei der alle Beteiligten sehr viel durchmachen müssen.
Viele Szenen waren für meinen Geschmack zu sexistisch und zu brutal (Vergewaltigungsszene ist reinste Folter).
Schauspielerisch ist es wieder erste Sahne, vor allem von der "Frau mit dem Drachentattoo" bin ich begeistert.
Die Suche nach dem Mörder ist sehr spannend und obwohl man eigentlich recht schnell begreift wohin der Hase läuft, gibt es zum Schluß, wie bei Fincher so üblich, eine kleine Twist-Überraschung, auch wenn das nicht im Stile von "Sieben", "Fight Club" oder "The Game" ist und einen nicht komplett von den Socken haut.
David Fincher ist und bleibt einer meiner Lieblinge.
Schade, dass die perversen Szenen mir den Gesamteindruck stark reduzieren.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

pischti

Antwort löschen

stimmt, Du bist ja etwas zartbesaiteter :) Mir kanns manchmal nicht brutal genug sein :D


vanilla

Antwort löschen

dann ran an den Speck;-))
Hey, so bin ich halt, was dagegen? ;-)


Blutwuast

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ein brutales Film verbrechen was der Herr Fincher abgeliefert hat. Ich frage mich wie dieser mist gute Bewertungen bekommen konnte. So eine miese Verfilmung das geht ja gar nicht. Kommt nicht an die Originale heran. Manchmal sollte man es gut sein lassen einfach nur grottig. Dann lieber die Bücher lesen oder die original Verfilmung.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

soundso.diesdas

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Sehenswert allein schon wegen dem Vorspann- DAS ist Kunst! Ansonsten ist der Film fast genauso wie sein schwedischer Vorgänger, auch qualitativ. Aber genannter Vorgänge hat bessere nachvollziehbarere Schauspieler und es wurde mehr erklärt, deswegen empfehle ich den Leuten, die die Handlung interessiert, eher das Original.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mirabilis

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Schlecht ist der Film ja nicht. Aber warum war er eigentlich nötig?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chewbacca

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Das Prinzip ist immer gleich, wird aber selten so gut umgesetzt wie in David Finchers Version über das Mädchen mit dem Drachen-Tattoo. Er schafft es gut die düstere Grundstimmung der Stieg Larsson Verfilmung aus dem Jahr 2009 aufzufangen und setzt dabei auch eigene Elemente um. Trotz namhafter Schauspieler schafft er es aber nicht, eine derart dichte Atmosphäre zu schaffen und zieht sein hoffnungsloses Ende leider zu arg in die Länge.
Man darf das auch nicht falsch verstehen, Daniel Craig und Rooney Mara scheinen Idealbesetzungen zu sein und auch der Rest des Casts ist sehr erlesen ausgesucht wurden, doch leider fehlt das Kernige, das Echte am Film. Es ist natürlich schwierig, weil ich naturgemäß erst die schwedische Version gesehen habe und nun die Neufassung als Kopie empfinde, ein ungleiches Abbild, das niemals dessen Tiefe erreichen kann. Interessanterweise bin ich mit dieser Meinung nicht ganz allein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

heikschn

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

David Finmcher setzt den Roman Verblendung gut um. Erfahrener Regisseur, der er ist, lässt er hier nichts anbringen. Ob er sich dabei genug oder zu sehr an das Buch hält, mag jeder anders sehen. Grundsätzlich ist und bleibt es aber einfach ein überflüssiger Film, da die skandinavische Erstverfilmung bereits gut genug gelungen ist und sich Finchers Film auch nicht stark genug vom Erstling abheben kann.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fampf

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich kenne sowohl Buch, wie auch die Originalverfilmung.
Und da muss ich sagen kommt diese hier dem eigentlichen Buch um einiges näher. Ich bin geradezu beeindruckt wie viele der im Buch beschriebenen Kleinigkeiten ihren Weg in diesen Film gefunden haben.
Vor allem gefällt mir hier die Darstellung des Martin Vanger um einiges besser, als in der Originalfassung

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

marvel_master

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein gut gemachter Thriller wo man mal zur Abwechselung auch seinen Verstand einschalten muss. Ich selber kenne das Buch nicht. Ich kann jetzt nur den Film beurteilen. Ist jedenfalls kein Film für Kinder. Dafür ist der doch etwas zu hart.

Ich finde das Drehbuch gut. Die Schauspieler auch. Sie überzeugen. Auch erkennt man erst am Schluss die wahren Killer.

VG
Marvel

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

huababuar

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da ich weder Buch noch Originalfilm gesehen/gelesen habe, kann ich nichts zu den Vergleichen meiner Vorgänger sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass mich das Hollywood Remake von Verblendung mit Daniel Craig und Rooney Mara über weite Strecken überzeugt hat. Nach "Fight Club", "Zodiac" und "The Social Network" waren meine Erwartungen an das neue Werk von Großmeister David Fincher ehrlich gesagt ziemlich hoch. Diese Erwartungen wurden auch größtenteils erfüllt.
Zugegebenermaßen musste ich erst einmal schlucken, dass der Film ganze 158 Minuten zählte, doch erstaunlicherweise hatte der Film wie auch schon "Zodiac" nur wenige Längen. Die Story ist komplex - manchmal etwas zu komplex - weshalb man dem Streifen aufmerksam Folgen sollte, da die Wahrscheinlichkeit, etwas Entscheidendes zu verpassen bei "Verblendung" ziemlich groß ist. Allein der Familienstammbaum der Vangers ist sehr verzweigt und erfordert über die vollen zweieinhalb Stunden volle Konzentration. Auch die düstere Skandinavien-Kulisse sagt mir zu und erinnert mich etwas an "Cold Prey 3". Sicherlich kommt das beim Original aber noch viel besser rüber.
Unter den Schauspielern sticht meiner Meinung nach Rooney Mara heraus, die für ihre Rolle als Lisbeth Salander zurecht eine Oscarnominierung als beste Nebendarstellung dar. Auch Daniel Craig spielt seinen Part mehr als solide runter und ist erfreulicherweise diesmal in einer weniger actionlastigen Rolle zu sehen.
Das große Plus des Streifens ist sicherlich die gut durchleuchtete Familiengeschichte der Vangers und das Verlangen des Betrachters danach, die Wahrheit über die Mordserie zu erfahren. Der Showdown am Ende tut sein Übriges.

Insgesamt ein Krimi/Thriller, den ich absolut empfehlen kann. War nicht grundlos mehrfach für den Oscar nominiert (auch wenn es nur für den Gewinn in der Kategorie bester Schnitt gereicht hat).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

huababuar

Antwort löschen

* Nominierung für die beste Hauptdarstellerin


Bletch

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ich habe mich schon sehr gewundert, dass nur 2 Jahre nach der Erstverfilmung ein Remake aus den USA kommen musste. Und dann noch von einem Kult-Regisseur wie David Fincher!? Da ich dieser Neuverfilmung skeptisch gegenüber stand, habe ich gestern erst den im TV aufgenommenen Film angeschaut.
Atmosphäre, Optik, Drehbuch und Darsteller (und bei Daniel Craig war ich echt skeptisch) passen allesamt. Rooney Mara wurde für Ihre Rolle als Lisbeth nicht umsonst für den Oscar und Golden Globe nominiert. Daher verstehe ich die hier zum Teil geäußerte Kritik zur Rolle von Lisbeth nicht so richtig.
Die Umsetzung vom Buch ist übrigens aus meiner Sicht weitestgehend gelungen. Eine perfekte 1:1-Umsetzung ist doch generell schwierig bis unmöglich.
Mein Fazit: Zwar keine überragende, aber dennoch gute Verfilmung, die nicht ganz mit dem Original mithalten kann. Für einen DVD-/TV-Abend aber auf jeden Fall ok!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sommergirl

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Aus Neugier sah ich mir den Film letztens in TV an, ich wollte wissen wie er umgesetzt worden ist. Grundsätzlich ist er okay, aber es fehlt im der skurille skandinavische Touch, die Darsteller sind etwas blass, vor allem Lisbeth finde ich von Noomi Rapace wesentlich besser dargestellt, diese hier ist farblos. Die Story ist irgendwie auch etwas amerikanisiert worden, es fehlt halt wirklich der Kick... als abendliche TV-Unterhaltung okay, aber ich bevorzuge die ursprüngliche Verfilmung!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Markbln

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

UUU
unspannend und ueberflüssig.

Das Beste an dieser VERBLENDUNG ist Enyas "Orinoco Flow". Und das will was heißen.
Der Film ist wirklich schrecklich glatt. Alle Ecken und Kanten, alles, was böse und pervers an VERBLENDUNG war, wurde hier poliert. Der prätentiöse Vorspann, der formal eigentlich gar nichts mit dem folgenden Film zu tun hat und Led Zeppelins "Immigrant Song" in einer Billigversion benutzt, sagt alles. Der Film verbringt dann gefühlte 30 Minuten damit, Bilderscannen- und klicken auf diversen Laptops zu fotografieren. Der Zwang, eine eigentlich ganz interessante, kurzweilige und vor allem auch gesellschaftskritische Geschichte auf 158 Minuten aufzublasen und ihr dabei jegliche politische Dimension zu rauben, wird hier kolossal bestraft.
Die Lisbeth bleibt genau wie in der schwedischen Verfilmung eine recht eindimensionale Figur. Hier darf sie noch etwas sexlüsterner und gleichzeitig seelenloser sein, dafür wirkt ihr amerikanisches Emo-Gothic-Nerd-Outfit wirklich noch doofer.
Daniel Craig darf mächtig frieren, in seinen Eine-Nummer-zu-klein-H&M-Klamotten. Richtig intelligent und interessiert wirkt er nicht. Seine Figur ist richtig schwach angelegt. Die ganze Produktion ist seltsam leblos. Und das liegt nicht an der dunklen, kalten skandinavischen Nacht. Ständig heult der Wind, ob in der Journalisten-Bretterbude oder in der millionenteuren Designer-Villa. Frösteln tue ich trotzdem nicht. Was nutzt das ganze gute Handwerk und die eleganten Bilder, wenn die Geschichte doch nur plumpe Figuren bietet und das Drehbuch sich lieber unnötig verwirrt gibt, als Spannung aufzubauen. Christopher Plummer, Stellan Skarsgard sind nur Stichwortgeber. Ihre Figuren, die ja den politischen Kontext des Romans bildeten, sind komplett ausgehohlt. So wird die finale Kellerszene, die im Original so fesselnd war, hier auch nur zur kurzen Lachnummer. Ein Thriller ohne Thrill, den ich stinklangweilig fand.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Markbln

Antwort löschen

Bin voll bei einSchluss und den anderen nichtgoutierern. Fincher hat das Buch überhaupt nicht verstanden meines Erachtens. Es war ja so erfolgreich, weil es unglaublich authentisch war. Man wusste, dass Blomkvist das Alter Ego von Stieg Larsson war. Die schwedische Verfilmung hat das kongenial rübergebracht und auch den Spannungsaufbau besonders in den Rechercheszenen super eingefangen. Finchers Erguss ist ein langweiles, unnötig verwirrtes Egoshoot, dessen Düsternis ich völlig aufgesetzt empfand. Besonders die bereits erwähnte finale Kellerszene war ein Witz.


Markbln

Antwort löschen

...und was ganz entscheident fehlt ist die Wennerström-Story, die neofaschistische Seite der Story, die Ermittlungen der links-liberalen Zeitung "Millenium", das ein entscheidendes Anliegen des Autors postuliert, dem es um die aktuellen schwedischen Zustände ging. Das hat Fincher fast vollständig gekillt (klar, das jukct den US-Markt nicht) und das halte ich gegenüber dem Autor für fahrlässig. Der Film ist völlig zahnlos und gekünstelt.



Fans dieses Films mögen auch