Verblendung

The Girl with the Dragon Tattoo (2011), US
Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 12.01.2012

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7.1 Kritiker
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
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von David Fincher, mit Daniel Craig und Rooney Mara

Verblendung ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der “Millennium”-Trilogie von Stieg Larsson. Diesmal wird sich Oscar-Regisseur David Fincher (Fight Club, The Social Network) dem Roman annehmen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Hintergrund & Infos zu Verblendung
Obwohl es in den Vereinigten Staaten üblich ist, europäische Film-Erfolge noch einmal für den US-Markt zu adaptieren, um den heimischen Zuschauern keine Synchronfassungen oder gar Untertitel zuzumuten, ist Verblendung mehr als nur ein lustloses Remake. Schon dass sich der überaus renommierte Regisseur David Fincher direkt nach seinem Erfolg mit The Social Network dieses Projektes angenommen hat, spricht für einen werdenden Kinoknaller. David Fincher ist bekannt dafür, Filme sehr stark mit seinem persönlichen Stil zu prägen und wird keinesfalls eine 1:1 Adaption der dänischen Version von Niels Arden Oplev im Sinn haben.

Zusätlich hat David Fincher ein wahres Oscar-Dreamteam um sich geschart. Die Drehbuchadaption stammt von Steven Zaillian, der für sein Drehbuch zu Schindlers Liste von der Akademy ausgezeichnet wurde. Auch bei der Musik verlässt sich Fincher auf Profis: Wie schon in The Social Network wird der Soundtrack zu Verblendung von Trent Reznor stammen. Obwohl dieser im Bereich Filmmusik ein absoluter Neueinsteiger war, konnte sich der Musiker auf Anhieb bei den Oscarverleihungen 2011 gegen Komponisten-Schwergewichter wie Hans Zimmer durchsetzen. Mit diesem Team steht nichts mehr im Wege, um auch aus Verblendung einen echten Hit zu machen.

PS: Obwohl mit fünf Nominierungen (u.a. für Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin) viel versprechend ins Rennen gestartet, ergatterte Verblendung bei den Oscars 2012 nur den Preis in der Kategorie Bester Schnitt.(ST)

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Kritiken (27) — Film: Verblendung

the gaffer: the-gaffer.de

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5.5Geht so

Selbst in seinen enttäuschendsten Momenten hat David Fincher für gewöhnlich etwas zu zeigen und wenn es nur seine elegante filmische Erzählweise ist, der im zeitgenössischen amerikanischen Mainstreamkino niemand das Wasser reichen kann. Verblendung jedoch wirkt wie die gelangweilte Auftragsarbeit eines satten Regisseurs, der seinem Vertrag mit Sony nachommen muss. Viel wurde über die mainstreamtaugliche Lisbeth Salander-Interpretation geschrieben, doch auch ohne die aufgestülpte Beziehung zu Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hätte Lisbeth, pardon, Rooney [Mara] dank ihres seltsam gestelzten Dialekts deplatziert gewirkt. Die Vorhersehbarkeit der Story nagte schon an der Kinotauglichkeit der schwedischen Verfilmung, bei Fincher schlägt sie umso mehr ein. Trotz der vielversprechenden Kombination Hacker- meets Serienkillerfilm gleicht das Feelbadmovie dem solala-Aufsatz eines Spitzenschülers. In seinen Einzelteilen stilistisch schön zu lesen, insgesamt aber verschenktes Potenzial.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.5Geht so

Nicht wirklich schlecht, nur unglaublich überflüssig. Fincher hat außer seinen sterilen Hochglanz-Bildern der Story nichts wirklich neues hinzuzufügen. Der geleckte Look nimmt dem ganzen aber auch viel von der Unmittelbarkeit und Rauhheit der schwedischen Verfilmung, schafft Distanz und lässt spürbar kälter. Rooney Mara wirkt leider auch eher wie ein Mädchen aus gutem Hause, dass zu Halloween als Cracknutte geht, als tatsächlich wie die authentische Naturgewalt, als die Nomie Rapace Lisbeth Salander spielte. Daniel Craig fehlt die knarzige Unscheinbarkeit von Michael Nyqvist - er wirkt zu cool, zu heldenhaft. Technisch ist das Ganze okay, aber genau wie das Remake von So finster die Nacht bleibt der Beigeschmack, dass hier unnötig etwas nachgedreht und geglättet wurde, ohne dabei tatsächlich etwas originär neues zu schaffen.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

sikkmeidack

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Ich teile deine Bewertung. Ich find´s aufen Punkt.


sikkmeidack

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upps... hö-ähm... stimmt das blob unklar. Ich meinte den Batz. Bitte keine Verbalinjurien alanger.


Corsovilla: SchönerDenken

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7.0Sehenswert

David Finchers Version von “Verblendung” braucht geschätzt eine Dreiviertelstunde, bis er bei sich und den (meisten) Zuschauern angekommen ist. Einem dramaturgischen Korsett unterwirft sich Fincher nicht und das hat auch seine Nachteile: Statt in anderthalb Stunden den Bogen kriegen zu müssen, kann sich diese Verfilmung Zeit für Details nehmen – und manchmal auch verzetteln. Ein düsterer, schwieriger, auf jeden Fall sehr sehenswerter Film – und definitiv eher für Hartgesottene, denn einige Gewaltszenen snd schwer zu ertragen. (Mehr im Podcast)

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SiameseMax: SiameseMovies

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5.0Geht so

[...] Einige Neuerungen und Hinzufügungen Finchers wirken zudem ungelenk, als hätte der Regisseur allzu oft den Fokus auf jene Aspekte der Story gelegt, welche die 2009er-Verfilmung zu Recht vernachlässigte oder lediglich umriss. Dumm nur, dass der Zuschauer bei der Neuverfilmung trotz angestrebter Klarheit des Öfteren Gefahr läuft, der komplexen Story nicht folgen zu können, da Fincher auch die persönliche Beziehung zwischen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist in ein völlig profaneres Licht rückt, indem er ihr jegliche Dynamik nimmt und hier und da als Ausgleich ein paar Sex-Szenen ergänzt. Scheinbar fehlt dem Regisseur hier das sichere Händchen für eine schwierige Beziehung, und gleichzeitig der Einblick in eine zutiefst verletzte Seele. Sogar Salanders für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Figur unabdingbar wichtige Vergangenheit wird in einer der Schlüsselszenen des Originals einfach weggelassen. Das Feuer, das auf mehreren Ebenen ihre Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und zu ihrem ständigen, unliebsamen Begleiter geworden ist, wird in der US-Version ihrer Geschichte im Keim erstickt. [...]

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BuzzG: mannbeisstfilm.de BuzzG: mannbeisstfilm.de

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8.0Ausgezeichnet

Es sind unterm Strich vielleicht Kleinigkeiten, die hier anders sind, aber diese Kleinigkeiten machen einen Unterschied.
Oplev stürzt sich ausgiebiger auf den Crime-Plot, während Fincher mich tiefer in die Charaktere zieht.
Ich weiss nicht, ob es diese Veränderungen sind, oder wohlmöglich noch stärker die erbarmungslos dichte Umsetzung und der - die unheilvollen Bilder meisterhaft unterstreichende - melancholische bis treibende Score von Trent Reznor und Atticus Ross (Nine Inch Nails), aber die Amis haben mich dieses Mal mit einer Neu-Interpretation restlos überzeugt.

Man darf mich abschließend gerne mit Gemüse bewerfen, aber ich bleibe dabei:
Finchers „Verblendung“ ist besser als Oplevs Vorgänger. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.0Sehenswert

Der Ami schaut synchronisierte Movies allenfalls im Arthouse-Cinema. Also wird gewinnträchtiger Stoff abermals verfilmt, auch wenn das Original keine drei Jahre alt ist – wie der vom schwedischen Krimi-Autor Stieg Larsson unvollendeten „Millennium“-Reihe erster Teil. Beschränkt auf wenige Variationen zum Vorgänger und der Buchvorlage „Männer, die Frauen hassen“ ist David Finchers 158-Minüter bei aller Redundanz ein nicht minder reizvoller wie schonungsloser Thriller geworden. Und sollte er sich auch für die Remakes von „Verdammnis“ und „Vergebung“ bereiterklären, könnte Hollywood sogar mit der tonangebenden Trilogie triumphieren.

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Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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6.5Ganz gut

Die amerikanische Fassung ist mit Daniel Craig als Enthüllungsjournalist Mikael Blomqvist und Christopher Plummer in der Rolle des altehrwürdigen Unternehmers Henrik Vanger dem europäischen Erfolgsfilm ein wenig überlegen. Als Lisbeth Salander war allerdings Noomi Rapace 2009 in ihrem Spiel so eindringlich, daß in der neuen Version Rooney Mara zwar sehr gut ist, aber der Rolle nichts Neues hinzufügen kann. Es ist halt ein bißchen wie mit den verschiedenen Mozartkugeln: Es gibt original Mozartkugeln, und es gibt lediglich echte Mozartkugeln.
Es ist schwer zu sagen, ob der neue Film besser oder schlechter als der alte ist. Wenn man die Urfassung kennt, erlebt man hin und wieder ein Deja Vu, was im Kino auch eine interessante Erfahrung sein kann. Doch der Thriller bleibt spannend und der Regisseur David Fincher ist für diesen Stoff prädestiniert:
Die Story ist auf mehreren Ebenen interessant. Eine tragische Tagesaktualität gewinnt der Film – und vielleicht ist es…

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Xander8112: at the movies

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9.0Herausragend

[...]
Wie bewertet man einen Film, dessen Inhalt man sich schon kurz zuvor in zwei Fassungen – Buch und Film – zu Gemüte geführt hat? Das er im Grunde die gleiche Geschichte noch einmal erzählt, kann man ihm wohl kaum ankreiden. Das das Buch nicht Wort für Wort verfilmt werden kann, dürfte klar sein. Fincher schafft es jedoch, die erste Verfilmung des Stoffes wie einen drögen Ikea-Tatort aussehen zu lassen, der sich nur auf seinen Kriminalfall konzentriert. Das macht den ersten Teil nicht schlechter, das soll nur als Vergleich dienen, denn „The Girl With The Dragon Tattoo“ ist, um mal so zu sagen: Moderner. Moderner bitte nicht automatisch gleichsetzen mit „besser“, aber in diesem Fall liefert Fincher ganz einfach den Film ab, den ich mir nach Lektüre des Buches gewünscht hatte. Wenn ich bei dem Original noch geschrieben habe: „Abzüge muss es aber zum einen geben, weil es so viel mehr hätte sein können“ – dann muss ich sagen: Hiermit erledigt.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Was von Finchers "The Girl with the Dragon Tattoo" letztlich in Erinnerung bleibt, ist die visuelle Kraft, eine großartige Credits-Sequenz und ein herrlich atmosphärischer Score von Trent Reznor und Atticus Ross (inklusive NIN-Anspielung im Film). Finchers Film ist nicht besser als Niels Arden Oplevs, aber auch nicht schlechter. Aus diesem Grund bin ich doch ein klein wenig enttäuscht.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

David Finchers Verblendung ist künstlerisch ambitionierter als das Original, hat ein großartiges Intro und einen wunderbaren Soundtrack von Trent Reznor, der wie eine emotionale Lebenslinie unter allen Szenen pulsiert - aber dennoch ist das Original der bessere Film. Das liegt zum einen daran, dass in der ersten Verfilmung die Ermittlungsarbeit spannender geschildert wurde und zum anderen, dass die Atmosphäre weitaus einnehmender war. Außerdem ist es doch enttäuschend zu sehen, dass fast alle Schlüsselszenen sehr ähnlich sind und sich Fincher nicht getraut hat etwas Neues zu versuchen (selbst an den Stellen an denen es dem Stoff gut getan hätte). In Summe ist Verblendung dennoch ein guter Film, der aber vor allem für all jene interessant sein dürfte, die das Original noch nicht gesehen haben.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Wahrscheinlich waren es wirtschaftliche Gründe, die zu dem schnellen Recycling führten. David Finchers „Verblendung“ spielte allein in den USA seit Weihnachten rund 60 Millionen Dollar und damit zwei Drittel des Budgets ein. Die Frage, ob – wer sich noch frisch an die schwedische Adaption erinnert – unbedingt auch die US-Version sehen sollte, kann jedoch getrost verneint werden. Trotz unterschiedlicher Drehbücher sind sich beide Filme sehr ähnlich und gleichermaßen anspruchsvoll. Allerdings kann man bei einem so bekannten Stoff auch nur schwer Neuland betreten.
Wie Oplev inszeniert Fincher die brutalste Szene, in der Lisbeth von ihrem Vormund vergewaltigt wird, in schonungslosen Bildern. Und auch bei der Racheaktion, während der Lisbeth ihrem Tyrannen ein ungeschöntes Schuldgeständnis auf die Brust tätowiert, lässt er kein Detail aus.

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A. Resch

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7.5Sehenswert

Dass Verblendung ein sehenswerter Film ist, liegt neben der spannenden Geschichte und der hoch interessanten Protagonistin vor allem an einer bis in die Nebenrollen großartigen Besetzung und einer überaus gekonnten Inszenierung, die, was Musik, Sounddesign, Schnitt und Farbgestaltung anbetrifft, um einiges atmosphärischer daherkommt als die von Niels Arden Oplev.

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Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film

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7.5Sehenswert

Verblendung ist visuell und akustisch betörend, ein Meisterstück in Sachen filmischen Handwerks. [...] Und trotz alldem lassen einen die Geschehnisse weitgehend kalt. Das kann Finchers distanziert wirkender Inszenierung geschuldet sein, hängt bei genauerer Betrachtung aber vor allem mit Steven Zaillians Drehbuch zusammen.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.0Ausgezeichnet

David Fincher hat mit der Neuverfilmung von Stieg Larssons Verblendung einen souveränen Spannungsfilm abgeliefert.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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7.5Sehenswert

Verblendung ist unterhaltsam, großartig geschnitten und drängt spannungsreich voran, bleibt aber etwas charakterlos. Letztlich scheint es, als ob Finchers virtuoses Handwerk ihm bei dieser düsteren schwedischen Geschichte etwas im Wege stehen würde.

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Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR

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7.5Sehenswert

David Finchers Verblendung ist ein düster-eleganter Thriller, der zeigt, wie gut professionell inszeniertes Hollywoodkino sein kann, wenn es sich auf seine erzählerischen Tugenden besinnt.

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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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7.0Sehenswert

Seine Ästhetik im Visuellen ist enorm, und der Soundtrack ein ungewöhnlicher Hörgenuss, sodass mit Verblendung am Ende doch ein leicht überdurchschnittliches Werk entstand. Dem Vergleich mit dem Original hält dieses Remake jedoch zu keiner Zeit stand.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.5Ausgezeichnet

Finchers Interesse an der Dialektik von moralisierender Gesellschaft und moralischer Verderbtheit, an der Verschlungenheit von Gut und Böse führt dazu, dass er die Handlung nicht sentimentalisiert, sondern dass er sich auf die Grausamkeit, den grundsätzlichen Pessimismus und die emotionale Achterbahnfahrt der Vorlage einlässt, gelegentlich gar mit den Augen des Voyeurs auf sie blickt. Fincher ist der perfekte Regisseur für diesen Stoff.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Finchers Verblendung ist technisch perfektes Hollywood-Kino, aber letztlich nur wenig anders oder gar besser als das schwedische Original.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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8.5Ausgezeichnet

Verblendung ist ein gelungenes Remake, welches das Original auf fast allen Ebenen schlägt.

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pfaderl

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Last diesen Mann bitte keine Kritiken schreiben..


nilswachter

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Nur weil er nicht deiner Meinung ist? Sehr sinnvoll...


Alle Kritiken (27)


Kommentare (206) — Film: Verblendung

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G0DsTylA

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Toller Thriller der mit Spannung und Tollen Schauspiel überzeugt! Ich habe leider die schwedischen Teile nicht gesehen und auch die Bücher habe ich bisher versäumt zu verschlingen. Dennoch war ich von diesen Film sehr begeistert und das, obwohl er etwas lange war, wurde mir nie langweilig und als das Rätsel aufgelöst war ich fast schon traurig das der Film am Ende ist! Auf jeden Fall eine Weiterempfehlung wert. =)
Daher verdiente 8.5

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homosapiokokke

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Bewertung4.0Uninteressant

Hollywoodunterhaltung, gute Besetzung und Schauspiel, aber ich finde die Charaktäre kommen nicht an die Leistung der skandinavischen Kollegen ran. Michael Nyqvist sowie Noomi Rapace sind wesentlich autentischer in ihren Rollen.

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Snapshots

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Ein sehr spannender und interessanter Film, durch Daniel Craig bekommt der Film noch das gewisse Etwas. Jedoch hätte man auf die Sex-Szenen gerne verzichten können.

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Snapshots

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Ja schon aber nicht zu extrem. Finde ich zumindestens


Trimalchio

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Vor allem im dritten Buch geht es die ganze Zeit um Kalle Fucking Blomkvist, die ganzen späterern Treffen hätten nicht die gleiche Intensität gehabt.


JohnnyKee

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Bewertung9.5Herausragend

„Släkten är värst“

Suspense-Meisterwerk! Ohne brutale Bilder, dafür aber mit zutiefst verstörenden. Dass der gute Kerl Fincher sein Handwerk versteht dürfte nach diesem Kaliber allen klar sein. Selten war die Dunkelheit und die Isolation beängstigender, die Hoffnungslosigkeit greifbarer, das Grauen unerträglicher, gewisse Tatsachen perverser. Der Film macht einen fertig. Kitzelt das letzte Fünkchen Ausdauer aus dem Zuschauer ehe er genauso erschöpft und hilflos zusammenklappt, als wäre man fast zu Tode gefoltert worden. Denn er lässt uns spüren und katapultiert uns in die Gefühlswelt und Verfassung der Charaktere, die so einiges durchmachen müssen. Ekelhaftes, ganz Schreckliches, Tragisches. Tough! Nix für schwache Nerven. Der immer wieder Überraschungen bereit hält. Mara, zum Beispiel. Die ist unerwarteterweise fantastisch. Sie gibt sich natürlich, ist immer präsent und hat zu jedem Augenblick den perfekten Blick parat, ganz ohne mit Overacting in den Vordergrund zu preschen. Atemberaubend wenn auch nicht Oscarwürdig. Dass sich Craig im Hintergrund hält kann ich nicht im Geringsten bestätigen. Stattdessen spielt er menschlich wie kaum ein anderer. Ehrlich, aufrichtig, grandios. Ich empfinde das als große Kunst für seine Kollegin Platz, zur richtigen Zeit, zu machen und gleichzeitig mit Bravour im Rampenlicht zu stehen. Meine Hochachtung. Die Nebenrollen sind mit hochkarätiger, feinster Schauspielware ausgestattet. Das tut der Seele gut. Technisch gesehen ist der Film eine Augenweide. Schön düster, mein geliebtes Schweden grazil auf Bilder gebannt, mit einem Classic-Touch. Meine Zweifel an einer unpassenden Reznor/Ross-Vertonung wurden nach wenigen Minuten zerschlagen. Was für eine Wucht. Als würde der Körper wiederholt von tausenden Messern durchbohrt werden, wird hier das wundervoll mulmige Gefühl in der Magengrube erzeugt, das ich mir bei solchem Shit so sehr wünsche. Eindringlich, besitzergreifenden, hypnotisierend. In vollkommener Trance! Ach, wenn es doch nur mehr solche Filme gebe wäre mein Durst nach nervenaufreibendem Suspense gesättigt. Doch solch ein Meisterwerk kommt halt nur alle paar Jahre. Leider. Aber das muss man verdammt nochmal genießen!

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Le Samourai

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Vollkommen richtig!


JohnnyKee

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Thx :)


Roco De Long

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Bewertung7.0Sehenswert

Technisch ist wie immer alles erste Sahne im Fincher-Universum. Mit welcher Routine und Eleganz er inszeniert, ist schon immer wieder beeindruckend. Die Besetzung ist gut, Rooney Mara sticht dabei schauspielerisch hervor UND ist heiß. Vorspann und vor allem Trent/Atticus wurden zu Recht schon ausreichend gelobt. Alles gut soweit.
Irgendwie kann aber kein David Fincher dieser Welt die Story für mich retten. Ich will Stieg Larsson nicht zu nahe treten, vor allem da ich die Bücher nicht kenne. Tragisch genug, dass seine Werke erst post mortem so erfolgreich sind. Aber hier geht es um die Story als Film und diesen Bestsellern, die immer tausende Fässer aufmachen, konnte ich nie viel abgewinnen. Wirtschaftsverbrechen und die globale Korruption. Investigative Journalisten. Nazi-Vergangenheit (na klar). Bibelzitate, die auf die Spur des Killers führen (zum WIEVIELTEN mal?). Der standesgemäße perverse Psychopath, der sich am Abschlachten unschuldiger Mädchen aufgeilt.
Alles irgendwie zuviel des Bösen. Ken Follet-Tom Clancy-Da Vinci Code-mäßige Strandlektüre. Das ist legitim, geht mir aber einfach nicht vollends rein. Der interessanteste Punkt ist eigentlich die Beziehung von Salander und Blomkvist, die dem ganzen eine neue Dimension hinzufügt. Das ist aufgrund des angesprochenen Pottpürees an Plot ("Plotpüree" wäre ein gutes Wort) aber auch nicht so ausgereift, wie ich es vielleicht gerne gesehen hätte...
TGWTDT ist keiner von Finchers besten Filmen, dazu hat der Regisseur die eigene Messlatte schon zu hoch gelegt und Gehaltvolleres abgeliefert. Aber es ist auf jeden Fall ein sehenswerter, technisch einwandfreier Thriller.

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Le Samourai

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Hab ne Liste gemacht mit 9ern, die ich lange nicht mehr gesehen habe, die potentielle 10er sein könnten. Lost in Translation, GoodFellas, Fargo, Seven bis jetzt durch, alle hochgestuft. :)


Le Samourai

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Drive ebenso :)


miracom

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Bewertung7.5Sehenswert

Erst wollte ich mir den Film gar nicht anschauen weil dieses dämliche Neuverfilmen von guten europäischen Filmen mir auf die Nerven geht. So ganz kam ich aber an diesem Film nicht vorbei weil ich die Bücher einfach zu gut fand und neugierig war.
Dieses Mal hat es sich sogar echt gelohnt. Die Neuverfilmung gefällt mir inzwischen besser als das Original. Geradliniger verfilmt und besser besetzt (näher am Buch). Dazu spannend, actionreich. Was will man also mehr.

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Teruki

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ein super spannender Film und schon etwas schockierend einige szenen aber auch passent...

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KonTaicho

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht so spannend und intensiv wie das Original, auch irgendwie unnötig. Unnötig deshalb, weil die Szenen quasi teilweise 1 zu 1 übernommen wurden und so nur wenige aha-Momente aufkommen. Craig spielt gut, seine Assistentin wirkt im Original überzeugender. Trotz alledem ist die amerikanische Adaption nicht schlecht und weiß auch zu unterhalten, gerade dann, wenn man das Original nicht gesehen hat. Jenes ist allerdings diesem hier vorzuziehen.

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Trimalchio

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Nein. Es exisitiert nichts unnötiges, alles hilft irgendwie, irgendwem weiter.


KonTaicho

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Dein Wort in Gottes Gehörgang ;)


spanky

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Bewertung5.0Geht so

Craig fehlbesetzt, Mara farb- und gesichtslos, lachhafte Regiefehler (Punkfrisur unterm Motorradhelm) und dumme und genauso lachhafte Productplacements (NIN-T-Shirt, Happy Meal). Das Redo hat im Vergleich zum Original etwas mehr Eyecandy im Look and Feel und einen Soundtrack mit mehr Atmo. Und Chris Plummer. Und Stellan Skarsgård. Und sogar Julian Sands. Aber sonst nur den Vorzug, dass ich als fauler Ami-Sack keine Untertitel lesen muss.

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Le Samourai

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Ach Quatsch, ist doch alles auch nicht (immer sooo) ernst gemeint. Außerdem bist du auch kein Kind von Traurigkeit, wenn es ums Beharren auf der eigenen Meinung geht. :)


Anoirja

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Na ja, aber ich bin da mit den Worten doch etwas vorsichtiger und habe meines Wissens noch nie jemandem unterstellt, keine Ahnung zu haben oder einen Film nicht verstanden zu haben. Klar beharre ich auf meiner Meinung und natürlich soll auch jeder auf seiner Meinung beharren - alles andere wäre ja auch lächerlich. ;)


Sigrun

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Larsons Roman habe ich seinerzeit nach einigen hundert Seiten Lesens weggeworfen, weil ich ihn als schlecht konstruiert, geschwätzig und überbrutal empfand. Die schwedische Verfilmung konnte ich immerhin bis zum Ende ansehen und Finchers Adaption nun wird dem Stoff (der an sich sehr spannend und - wenn auch etwas plakativ - gut ist) endlich gerecht. Es wird deutlich, dass das Team um Fincher sehr viel Zeit mit der Ausbalancierung der einzelnen Elemente verbrachte, einiges wurde glaubwürdiger gestaltet (z.B. dass Mikael auf Lisbeth zugeht und nicht umgekehrt), einiges wurde verfälscht (englischsprachige Lokalzeitungen in Schweden!), insgesamt wurde gut gekürzt und schließlich die beiden wichtigsten Punkte: Bild und Ton (die Musik von Trent Reznor sowieso) wirken präzise - und alles, wirklich alles wurde in meinen Lieblingsfarben gedreht. Ein Thriller in steingrau, dunkelgrün, erdfarben und stahlblau (vor allem Craigs Augen).
P.S. Die neue Lisbeth fand ich übrigens gut, auch wenn ich ein Fan von Rapace bin.

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Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

Wahnsinnig guter Thriller vom Genremeister der Traumfabrik. Hollywood as good as it gets, düster (u.a. dank dem grandiosen Trent Reznor), tight geschnitten, wunderbar fotografiert, on point inszeniert, durchweg top besetzt und gespielt. In allen Belangen schlicht und einfach besser als das schwedische "Original" (und sowas sage ich nun wirklich nicht oft!), welches zwar ebenfalls überaus gelungen ist, aber im Gegensatz zu Finchers Frischzellenkur leider nur noch aussieht wie ein besserer Tatort. "Remake" ist auch definitiv der falsche Begriff für diese vollkommen eigenständige, alleine funktionierende Adaption.
Das vierte Meisterwerk des David Fincher - nach "Seven", "Fight Club" und "The Social Network".

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Le Samourai

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Na, kannst ja nochmal die ziemlich besten Freunde schauen. :)


Roco De Long

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Diese beiden Filme gegenüber zu stellen, autsch.


Mr. Goodkat

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Bewertung7.0Sehenswert

Nachdem 2011 bekannt wurde, dass David Fincher eine Neuverfilmung des schwedischen Romans "Verblendung" inszenieren wird, war der Aufschrei in der Filmgemeinde groß. Auch ich war nicht sonderlich begeistert davon, dass in Hollywood an einem Remake gebastelt wird, war doch bloß zwei Jahre zuvor die schwedische Verfilmung erschienen. Diese Verfilmung war alles andere als schlecht und auch mir gefiel die Millenium-Trilogie von Nils Arden Oplev sehr gut. Ich versuche aber, "The Girl with the Dragon Tattoo" als eigenständigen Film zu sehen und diese Tatsache soweit es geht auszublenden, andernfalls würde ich wohl schon aus Prinzip weniger Punkte verteilen.
Natürlich erwartet man von David Fincher Großes: Wer Fight Club und Sieben erschaffen hat, der muss ein Meister seiner Klassen sein, der muss wissen, was er tut und der kann ja per se keine schlechten Filme machen. Warum dann also ein Remake, was Fincher bisher noch nie gemacht hat; zudem ein Remake, das möglicherweise zwei Fortsetzungen nach sich ziehen wird, was bei Fincher ebenfalls noch nie vorkam (Alien 3 zähle ich nicht dazu, da dieser der einzige Alien-Film ist, den Fincher inszeniert und bisher noch keine Fortsetzung eines von ihm inszenierten Filmes gedreht hat)? Dachte er vielleicht, der Geschichte noch etwas Neues abgewinnen zu können? Oder wollte er einfach nur seinen Stempel aufdrücken? Was Zweiteres angeht: Die für Fincher übliche düstere Optik kommt auch hier zum Tragen. Generell ist "Verblendung" optisch eine Wucht, was nicht nur das grandiose Intro deutlich macht (http://www.youtube.com/watch?v=mVLJkIZvFlo&feature=related). Visuell hat das Remake dem schwedischen Original einiges Voraus, selbiges gilt allerdings auch für das Budget, weshalb man den Schweden sicher keinen Vorwurf machen kann. Ebenfalls herausragend ist der von Trent Reznor und Atticus Ross komponierte Soundtrack (siehe Intro u.a.) der positiv zur bedrohlichen Stimmung des Films beiträgt. Das Markenzeichen beider Filme dürfte wohl der Charakter der Lisbeth Salander sein. 2009 beeindruckte Noomi Rapace mit einer tadellosen Darstellung dieser selbstzerstörerischen, verschrobenen, intelligenten, leicht asozialen Figur, welche ihr bekanntermaßen den Weg in die Traumfabrik ebnete. Ein schweres Erbe also, das Rooney Mara da antreten musste. Sie hat es meiner Meinung nach zwar nicht geschafft, der Figur andere Facetten abzugewinnen, die Darstellung war aber keinesfalls armselig, sondern überraschenderweise authentisch und überzeugend. Für Kenner des schwedischen Films ist die Finchersche Neuverfilmung nur leidlich spannend, wird hier logischerweise die gleiche Geschichte erzählt, auch wenn das Ende leicht variiert. So richtet sich das Hollywoodprodukt vorallem an das amerikanische Publikum, welches sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Synchronisationen schwer tut und bei Untertitelung wohl zu viel lesen muss.
Die Frage nach der Notwendigkeit oder dem Sinn eines Remakes (außer dem des Finanziellen) wird dem Film wohl immer anhaften, jedoch ist "The Girl with the Dragon Tattoo" aufgrund der Inszenierung und der Darsteller definitiv einen Blick wert. Kennt jemand beide Varianten noch nicht, so sollte er meiner Meinung nach zuerst die schwedische Variante ansehen und danach zur amerikanischen Version greifen. Sehenswert sind beide Filme.

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Naium

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr guter Film, Lang, aber auf keinen Fall zu lang.

Das Ende fand ich Traurig, hatte die beiden so ins Herz geschlossen...

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Daniel Nahser

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Hab ihn nicht gesehen, aber einfach aus Prinzip 0 Punkte. Dieses ganze wir drehen gute Europäische Filme nach einem Jahr noch mal auf AMERIKANISCH kotzt mich an!

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Laurini

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Keine Spoiler! Schade, dass es immer genug Leute gibt, die so voreingenommen sind, dass sie sich garnicht richtig auf die Filme einlassen und von vorne herein denken, Remakes seien immer schlechter als der Original Film oder das dazugehörige Buch. Ich habe das Buch gelesen und den schwedischen Dreiteiler gesehen. Und ich muss sagen am Anfang war ich auch nicht so begeistert, dass Verblendung nochmal neu verfilmt werden soll, da ist wirklich von der schwedischen Fassung, insbesondere vom ersten Teil, begeistert war. Ich hatte befürchtet, dass die Amerikaner den Film mir zu vielen Spezial Effekten, zu viel Action aber einige spezielle Schlüsselszenen (wem die story bekannt ist, weiss welche Szene ich meine) zu harmlos darstellen würden und somit die Story und die Stimmung kaputt machen .Allerdings bin ich echt postiv überrascht. Der Film ist noch härter und das Budget wurde gut angelegt und für nichts dergleichen verschwendet. Auch Rooney Mara hat mich überzeugt, auch wenn ich sagen muss, dass Noomi Rapace einfach eine Granate ist. Genauso wie Craig :D Ich fand auch, dass sich Verblendung (amerik.) eher ans Buch gehalten hat, als das "Original". Alles in allem mag ich beide Versionen sehr gerne und gucke mir auch weiterhin mit Freunde die schweidischen Goldstücke in der ARD, auf Zdf/Zdfneo an :) Dennoch freue ich mich sehr, wenn der zweite Teil in die Kinos kommt.

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based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein typischer Fincher-Film. Stylisch, aber trotzdem nicht so gut wie das Original.

"Verblendung" handelt vom Ex-Unternehmer Henrik Vanger (Christopher Plummer), der jedes Jahr eine Blume zugeschickt bekommt. Jedes Jahr genau an dem Tag an dem seine geliebte Nichte Harriet ermordet wurde. Er stellt Mikael Blomkvist (Daniel Craig) ein um den Fall zu lösen und endlich Ruhe zu finden. Hilfe erhält Mikael von Lisbeth Salander (Rooney Mara), einer Hackerin mit ungeklärter, geheimnisvoller Vergangenheit.

Eigentlich knüpft Fincher mit seinem neusten Film dort an wo er mit "Sieben" oder "Zodiac" aufgehört hat. Wie immer in seinen Filmen gibt es eine grandiose Filmmusik und er schafft es eine gestylte Atmosphäre zu schaffen, wie es das schwedische TV-Original mit seinem deutlich kleineren Budget nie und nimmer hätte hinkriegen können. Auch die Schauspielerleistungen gehen in Ordnung auch wenn Rooney Mara im Vergleich zu Noomie Rapace natürlich deutlich abfällt.

Nun zum direkten Vergleich von Original zu Hollywood-Remake, und hier muss ich eine SPOILER-WARNUNG aussprechen! Die Hollywood-Autoren haben es sich natürlich nicht nehmen lassen einige Veränderungen vorzunehmen; die Flucht von Harriet ist etwas anders dargestellt, Mikael Blomkvist hat plötzlich eine Katze und eine Tochter und Lisbeth findet deutlich später zu ihm. Alle Änderungen sind vertretbar, machen den Film aber schwächer als das Original. Auch Daniel Craig geht eigentlich in Ordnung, passt aber mit Sixpack und perfekt sitzender Frisur nur mässig ins Bild des legendären Blomkvist. Und für Mara war die Hürde einfach zu gross. Zu gut war die Leistung von Rapace.

Trotz alledem ist "Verblendung by Fincher" ein guter, spannender Film und für alle die das Original nicht kennen bedingungslos zu empfehlen. Ich war zwei gespalten und gebe dem Film trotz allem 8 Punkte. Einer weniger als das schwedische Original gekriegt hat.

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alex023

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Mikael hat im Buch sowohl Katze als auch Tochter und Lisbeth kommt auch erst viel später zu ihm.


based_god

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Das ärgert mich nun ein bisschen... Vielleicht war mein Anspruch falsch Original und Remake zu vergleichen, da dieses offensichtlich gar nicht das Original ist...


BurakkuEmparaa

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Bewertung9.0Herausragend

Enthält kleine Spoiler, die aus dem Dickicht meiner vom Wahn behauchten Schreibweise möglicherweise schwer zu extrahieren sind, aber ich warne lieber trotzdem, bevor sich jemand beschwert.
Nachdem ich bezüglich der Kombination David Fincher/Remake (oder Neuinterpretation der Romanvorlage, was auch immer, ist mir mittlerweile Wurst) eines europäischen Films doch sehr skeptisch war, sind nach der Sichtung von "The Girl with the Dragon Tattoo" alle Zweifel wie weggeblasen. So wollte ich mir doch ursprünglich die Originale zuerst zu Gemüte führen, nach einiger Überzeugungsarbeit meiner besseren Hälfte und dieser zwar leisen, aber doch vehementen inneren Stimme, die sich wie ein kleines Kind über einen neuen Psychothriller von Fincher freute, konnte ich mich der (bittersüßen) Vorfreude nicht mehr erwehren. Das Intro kannte ich bereits, als großer Reznor-Fan konnte ich mir das ja nicht entgehen lassen. Bei gesonderter Rezeption empfand ich es irgendwie als unpassend für einen derartigen Film (so eine Story hatte ich aber auch wahrlich nicht erwartet), im Gesamtwerk passt es unglaublich gut. Es entfaltete eine ähnlich starke Sogwirkung auf mich wie unerwarteterweise der gesamte Film.
Ich hatte, wie mir im Nachhinein immer mehr bewusst wird, eine sehr merkwürdige und vorurteilsbehaftete Erwartungshaltung nicht nur entgegen Finchers Version, sondern allgemein dieser ganzen Geschichte. Ein Megabestseller der im großen Stil als Trilogie verfilmt wird und von dem auf einmal jeder redet, irgendwas mit einer geschädigten Superhackerin, einem Journalisten und einer bösen Verschwörung um ein seit Ewigkeiten verschollenes Mädchen. Dann auch noch ein Remake nach so kurzer Zeit. Das kann ja eigentlich nur Böses bedeuten. Sprach mich nicht besonders an, klang irgendwie nach ähnlich Gehaltvollem wie die verbalen Ergüsse eines gewissen Dan Brown. Nicht im Bezug auf den Inhalt, sondern eher auf die Form, die weder Charakterentwicklung noch sonst irgendetwas außer einer steilen Spannungskurve und einem konstruierten, enttäuschendem Twist kennt. Die Blockbuster-Bewerbung des Remakes (die ich bezüglich der Thematik auch nicht wirklich verstehen kann, genau wie das Budget) tat dann ihr Übriges dazu.
Letztendlich packten mich die Geschichte und Finchers grandios-düstere, bedeutungsschwangere Inszenierung, bei der man wie schon bei "Sieben" oder "The Game" hinter jedem toten Winkel der Kamera irgendeine fürchterliche Bedrohung zu spüren meint, nach einem Bruchteil der Laufzeit aber derart am Schlafittchen, dass ich gar nicht mehr wusste wo mir vor Anspannung der Kopf steht. Meine Fingernägel fühlen sich gerade genauso geschändet wie ein bestimmter weiblicher Charakter dieser abgedrehten Naziinzestvergewaltigungsserienmördergeschichte. Der sich von Mal zu Mal steigernde Trent Reznor legt hier wieder mal ein Brett von Soundtrack hin, dass ich nur noch schmachten kann. Ich könnte mir keinen besseren Komponisten für derartig fieses Material vorstellen.
Zur Produktionsqualität muss man wohl nicht viel sagen, das Budget ist meines Erachtens nach eh exorbitant hochgegriffen, da hätte man ja auch die Hälfte weglassen können (obwohl die wahrscheinlich für PR draufgegangen ist). Die Schauspieler sind durchweg überzeugend, Rooney Mara bleibt etwas blass (höhö), Daniel Craig hat mich positiv überrascht, Stellan Skarsgard rockt sowieso meistens, nur Christopher Plummer hätte dann doch etwas mehr Screentime bekommen können. Robin Wright hingegen fand ich etwas nervig und überflüssig. Hervorzuheben ist die Anpassung an den schwedischen Handlungsort in der englischen Sprache, empfand ich als sehr lobenswert, war vergleichsweise schon wesentlich mehr Mühe, als sich andere Regisseure bei solchen Settings geben.
Etwas merkwürdig kam hingegen die Weiterführung der Story nach der eigenlichen Auflösung rüber, nicht dass diese aufgezwungen wirkt, aber die Schnitte wurden dann doch etwas hektisch. Trübt den Gesamteindruck jedoch wenig, da es trotzdem spannend bleibt und man so noch einen weiteren Twist (mehr oder weniger) serviert bekommt.
Das wunderbare audiovisuelle Zusammenspiel erzeugt eine ungemein dichte Atmosphäre, in der ich mich wirklich verloren habe. So ein nervöses Hin- und Herrutschen auf dem Sessel kenne ich eigentlich gar nicht von mir. Zweieinhalb Stunden, die wie im Flug vergehen, die von mir aus auch noch lange hätten weitergehen können... Verdammt, ich will wissen wie diese Geschichte weitergeht! Naja, dann kommt jetzt wohl doch erstmal die Originaltrilogie dran. Und stetig bleibt nun die Hoffnung, dass der werte Herr Fincher den Rest auch noch verfilmen darf.

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terraNova

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Bewertung5.5Geht so

Der Film ist mehr oder weniger ne schlechtere Kopie von einem sehr guten Original, daher die schlechte Wertung. Wofür neu verfilmen? Der Film ist 1. neu und 2. gut, da muss man nicht alles gleich nahezu 1:1 übernehmen. Sind wir hier in China?

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homosapiokokke

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Genau meine Meinung, finde es überflüssig nach nicht einmal einanhalb Jahren des Originals gleich die Hollywoodfassung herauszuballern, nächstes Jahr kommt dann die Bollywoodversion mit Tanzeinlagen :D


Tyler Durden 80

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Interessanter und spannender Thriller.
Schön und düster insziniert wie man es von David Fincher kennt.
Auch die Besetzung war ein Augenschmaus.

Kleiner Minuspunkt war das es am Ende etwas langatmig rüber kam (kann auch sein weil ich die Bücher nicht gelesen habe und die Geschichte ja weiter geht).

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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

Macht, Moral und Mord. David Finchers präzis-unterkühlte Neuverfilmung von Stieg Larssons Bestseller ist ein stylisch-eleganter Thriller, der auch funktioniert wenn man schon das schwedische Original kennt. Nach einer (etwas isoliert wirkende) bombastischen James-Bond-Titel-Sequenz ist diese gehobene US-Mainstream-Version sehr nahe am Buch und löst sich durch seine andere Schwerpunktsetzung, sowie eine geschickte (und wirkungsvolle) Ton-, Bild- und Musik-Montage vom (völlig) überflüssigen Remake-Vorwurf. Der Reporter Mikael Blomkvist (sehr überzeugend Daniel Craig als coole Sau) rückt mehr in den Mittelpunkt und stiehlt Lisbeth Salander manchmal die Show. Das liegt auch daran, das Rooney Mara mehr durch ihr schräges Outfit als durch ihre blasse Darstellung auffällt (Ja, Noomi Rapace IST Lisbeth). „Verblendung“ ist letztlich eine optische Ergänzung zum Original, macht aber auch deutlich wie banal und über-konstruiert der (überschätzte) Roman ist.

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dustyOn3

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Schön geschrieben!


lieber_tee

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danke


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