Verblendung
The Girl with the Dragon Tattoo (2011), US Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 12.01.2012
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233 Kommentare
Keine
von David Fincher, mit Daniel Craig und Rooney Mara
Verblendung ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der “Millennium”-Trilogie von Stieg Larsson. Diesmal wird sich Oscar-Regisseur David Fincher (Fight Club, The Social Network) dem Roman annehmen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.
Hintergrund & Infos zu Verblendung
Obwohl es in den Vereinigten Staaten üblich ist, europäische Film-Erfolge noch einmal für den US-Markt zu adaptieren, um den heimischen Zuschauern keine Synchronfassungen oder gar Untertitel zuzumuten, ist Verblendung mehr als nur ein lustloses Remake. Schon dass sich der überaus renommierte Regisseur David Fincher direkt nach seinem Erfolg mit The Social Network dieses Projektes angenommen hat, spricht für einen werdenden Kinoknaller. David Fincher ist bekannt dafür, Filme sehr stark mit seinem persönlichen Stil zu prägen und wird keinesfalls eine 1:1 Adaption der dänischen Version von Niels Arden Oplev im Sinn haben.
Zusätlich hat David Fincher ein wahres Oscar-Dreamteam um sich geschart. Die Drehbuchadaption stammt von Steven Zaillian, der für sein Drehbuch zu Schindlers Liste von der Akademy ausgezeichnet wurde. Auch bei der Musik verlässt sich Fincher auf Profis: Wie schon in The Social Network wird der Soundtrack zu Verblendung von Trent Reznor stammen. Obwohl dieser im Bereich Filmmusik ein absoluter Neueinsteiger war, konnte sich der Musiker auf Anhieb bei den Oscarverleihungen 2011 gegen Komponisten-Schwergewichter wie Hans Zimmer durchsetzen. Mit diesem Team steht nichts mehr im Wege, um auch aus Verblendung einen echten Hit zu machen.
PS: Obwohl mit fünf Nominierungen (u.a. für Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin) viel versprechend ins Rennen gestartet, ergatterte Verblendung bei den Oscars 2012 nur den Preis in der Kategorie Bester Schnitt.(ST)
Mehr Bilder (22) und Videos (14) zu Verblendung
Cast & Crew
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David Fincher
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Daniel Craig
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mikael Blomkvist
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Rooney Mara
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lisbeth Salander
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Robin Wright
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erika Berger
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Stellan Skarsgård
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Martin Vanger
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Christopher Plummer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henrik Vanger
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Joely Richardson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anita Vanger
Regie
Schauspieler
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Goran Visnjic
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dragan Armansky
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Geraldine James
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cecilia Vanger
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Julian Sands
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Young Henrik Vanger
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David Dencik
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gustaf Morell
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Moa Garpendal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harriet Vanger (jung)
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Steven Berkoff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dirch Frode
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Gustaf Hammarsten
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harald Vanger (jung)
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Yorick van Wageningen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nils Bjurman
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Donald Sumpter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Morell
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Bengt C.W. Carlsson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Holger Palmgren
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Arly Jover
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Ulf Friberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wennerström
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Per Myrberg
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Josefin Asplund
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pernilla
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Eva Fritjofson
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Maya Hansson-Bergqvist
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anna (jung)
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Anna Björk
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Isabella (jung)
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Mathilda von Essen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anita (jung)
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Martin Jarvis
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Inga Landgré
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Isabella
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Reza Dehban
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Anders Jansson
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Tess Panzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nachrichtensprecherin
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Alastair Duncan
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Julia Rose
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schwester
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Peter Carlberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hardware Clerk
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Matthew Wolf
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tech Clerk
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Anne-Li Norberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lindgren
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Leo Bill
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Fredrik Dolk
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wennerströms Anwalt
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Christian Heller
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Werner Biermeier
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Christine Adams
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reporterin
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Peter Hottinger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reporter
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Joyce Giraud
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reporterin
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Elodie Yung
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miriam Wu
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Embeth Davidtz
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George Gerdes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective
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Steven Zaillian
- Genre
- Mysterythriller, Kriminalfilm
- Zeit
- 2010er Jahre, Gegenwart, Vergangenheit
- Ort
- Schweden, Stockholm
- Handlung
- Anschlag, Beweisfälschung, Blanker Busen, Blume, Blumen, Computer, Ermittlung, Familiengeheimnis, Fessel, Geburtstag, Geheimnis, Gemälde, Geschenk, Gewehr, Hacker, Insel, Internet, Journalismus, Journalist, Liebesszene, Mann-Frau-Beziehung, Mord, Nackte Frau, Nacktheit, Recherche, Rückblick, Schnee, Schuss, Serienmörder, Suche nach vermisster Person, Tätowierung, Undercover, Unglückliche Kindheit, Unternehmer, Vergeltung, Vergewaltigung, Verleumdung, Vermisste Person, Vormundschaft
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
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Kritiken (27) — Film: Verblendung
the gaffer: the-gaffer.de
Kommentar löschenSelbst in seinen enttäuschendsten Momenten hat David Fincher für gewöhnlich etwas zu zeigen und wenn es nur seine elegante filmische Erzählweise ist, der im zeitgenössischen amerikanischen Mainstreamkino niemand das Wasser reichen kann. Verblendung jedoch wirkt wie die gelangweilte Auftragsarbeit eines satten Regisseurs, der seinem Vertrag mit Sony nachommen muss. Viel wurde über die mainstreamtaugliche Lisbeth Salander-Interpretation geschrieben, doch auch ohne die aufgestülpte Beziehung zu Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hätte Lisbeth, pardon, Rooney [Mara] dank ihres seltsam gestelzten Dialekts deplatziert gewirkt. Die Vorhersehbarkeit der Story nagte schon an der Kinotauglichkeit der schwedischen Verfilmung, bei Fincher schlägt sie umso mehr ein. Trotz der vielversprechenden Kombination Hacker- meets Serienkillerfilm gleicht das Feelbadmovie dem solala-Aufsatz eines Spitzenschülers. In seinen Einzelteilen stilistisch schön zu lesen, insgesamt aber verschenktes Potenzial.
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNicht wirklich schlecht, nur unglaublich überflüssig. Fincher hat außer seinen sterilen Hochglanz-Bildern der Story nichts wirklich neues hinzuzufügen. Der geleckte Look nimmt dem ganzen aber auch viel von der Unmittelbarkeit und Rauhheit der schwedischen Verfilmung, schafft Distanz und lässt spürbar kälter. Rooney Mara wirkt leider auch eher wie ein Mädchen aus gutem Hause, dass zu Halloween als Cracknutte geht, als tatsächlich wie die authentische Naturgewalt, als die Nomie Rapace Lisbeth Salander spielte. Daniel Craig fehlt die knarzige Unscheinbarkeit von Michael Nyqvist - er wirkt zu cool, zu heldenhaft. Technisch ist das Ganze okay, aber genau wie das Remake von So finster die Nacht bleibt der Beigeschmack, dass hier unnötig etwas nachgedreht und geglättet wurde, ohne dabei tatsächlich etwas originär neues zu schaffen.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Dachsman 2012/02/25 15:27:48
Antwort löschenUnd deswegen ist "Let Me In" "sehenswert", aber "Verblendung" nicht?
Batzman 2012/02/25 15:47:01
Antwort löschenLet me in bemüht sich zumindest um eine Adaption... Fincher belässt alles in Schweden ohne irgendeinen neuen Ansatz zu haben. Und ich fand die Schauspieler in Let me in beide überzeugender.
Dachsman 2012/02/25 19:11:31
Antwort löschenIch hab gerade nochmal in deinen "Let Me In"-Kommentar geschaut und der spricht für mich irgendwie eine andere Sprache:
>> Der Film ist keine Adaption oder Interpretation von "Låt den rätte komma in" sondern schlicht ein Szene-für-Szene-Nachdreh. Eigene Schwerpunkte und Ideen fehlen vollständig, was Let me in keinesfalls zu einem schlechten Film macht - nur zu einem sehr unnötigen. <<
Der einzige Punkt, den Du da ansprichst, der sich von der ersten Verfilmung unterscheidet ist, dass man einige Sachen rausgestrichen hat.
Ich finde einfach nur die Diskrepanz seltsam, dass Du dem einen Film seine "Unnötigkeit" stärker vorwirfst als dem anderen und die Punkte, wo der Film sich dann von der ersten Verfilmung unterscheidet (die Bilder, die Schauspieler) diesem Film vorwirfst.
Lylithnyx 2012/02/25 21:35:27
Antwort löschenhey leute neu hier und nur aus einem grund hier...brauche dringend (!!!) vorschläge für filme die constantine mit monsieur keanu reeves ähnlich sind..auch so engel gegen dämonen beeinflussung von menschen etc etc aber nichts mit aliens oder ähnlichem quatsch
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sikkmeidack 2012/02/25 22:40:50
Antwort löschenIch teile deine Bewertung. Ich find´s aufen Punkt.
sikkmeidack 2012/02/26 00:12:28
Antwort löschenupps... hö-ähm... stimmt das blob unklar. Ich meinte den Batz. Bitte keine Verbalinjurien alanger.
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenDavid Finchers Version von “Verblendung” braucht geschätzt eine Dreiviertelstunde, bis er bei sich und den (meisten) Zuschauern angekommen ist. Einem dramaturgischen Korsett unterwirft sich Fincher nicht und das hat auch seine Nachteile: Statt in anderthalb Stunden den Bogen kriegen zu müssen, kann sich diese Verfilmung Zeit für Details nehmen – und manchmal auch verzetteln. Ein düsterer, schwieriger, auf jeden Fall sehr sehenswerter Film – und definitiv eher für Hartgesottene, denn einige Gewaltszenen snd schwer zu ertragen. (Mehr im Podcast)
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SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschen[...] Einige Neuerungen und Hinzufügungen Finchers wirken zudem ungelenk, als hätte der Regisseur allzu oft den Fokus auf jene Aspekte der Story gelegt, welche die 2009er-Verfilmung zu Recht vernachlässigte oder lediglich umriss. Dumm nur, dass der Zuschauer bei der Neuverfilmung trotz angestrebter Klarheit des Öfteren Gefahr läuft, der komplexen Story nicht folgen zu können, da Fincher auch die persönliche Beziehung zwischen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist in ein völlig profaneres Licht rückt, indem er ihr jegliche Dynamik nimmt und hier und da als Ausgleich ein paar Sex-Szenen ergänzt. Scheinbar fehlt dem Regisseur hier das sichere Händchen für eine schwierige Beziehung, und gleichzeitig der Einblick in eine zutiefst verletzte Seele. Sogar Salanders für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Figur unabdingbar wichtige Vergangenheit wird in einer der Schlüsselszenen des Originals einfach weggelassen. Das Feuer, das auf mehreren Ebenen ihre Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und zu ihrem ständigen, unliebsamen Begleiter geworden ist, wird in der US-Version ihrer Geschichte im Keim erstickt. [...]
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BuzzG: mannbeisstfilm.de BuzzG: mannbeisstfilm.de
Kommentar löschenEs sind unterm Strich vielleicht Kleinigkeiten, die hier anders sind, aber diese Kleinigkeiten machen einen Unterschied.
Oplev stürzt sich ausgiebiger auf den Crime-Plot, während Fincher mich tiefer in die Charaktere zieht.
Ich weiss nicht, ob es diese Veränderungen sind, oder wohlmöglich noch stärker die erbarmungslos dichte Umsetzung und der - die unheilvollen Bilder meisterhaft unterstreichende - melancholische bis treibende Score von Trent Reznor und Atticus Ross (Nine Inch Nails), aber die Amis haben mich dieses Mal mit einer Neu-Interpretation restlos überzeugt.
Man darf mich abschließend gerne mit Gemüse bewerfen, aber ich bleibe dabei:
Finchers „Verblendung“ ist besser als Oplevs Vorgänger. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDer Ami schaut synchronisierte Movies allenfalls im Arthouse-Cinema. Also wird gewinnträchtiger Stoff abermals verfilmt, auch wenn das Original keine drei Jahre alt ist – wie der vom schwedischen Krimi-Autor Stieg Larsson unvollendeten „Millennium“-Reihe erster Teil. Beschränkt auf wenige Variationen zum Vorgänger und der Buchvorlage „Männer, die Frauen hassen“ ist David Finchers 158-Minüter bei aller Redundanz ein nicht minder reizvoller wie schonungsloser Thriller geworden. Und sollte er sich auch für die Remakes von „Verdammnis“ und „Vergebung“ bereiterklären, könnte Hollywood sogar mit der tonangebenden Trilogie triumphieren.
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Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de
Kommentar löschenDie amerikanische Fassung ist mit Daniel Craig als Enthüllungsjournalist Mikael Blomqvist und Christopher Plummer in der Rolle des altehrwürdigen Unternehmers Henrik Vanger dem europäischen Erfolgsfilm ein wenig überlegen. Als Lisbeth Salander war allerdings Noomi Rapace 2009 in ihrem Spiel so eindringlich, daß in der neuen Version Rooney Mara zwar sehr gut ist, aber der Rolle nichts Neues hinzufügen kann. Es ist halt ein bißchen wie mit den verschiedenen Mozartkugeln: Es gibt original Mozartkugeln, und es gibt lediglich echte Mozartkugeln.
Es ist schwer zu sagen, ob der neue Film besser oder schlechter als der alte ist. Wenn man die Urfassung kennt, erlebt man hin und wieder ein Deja Vu, was im Kino auch eine interessante Erfahrung sein kann. Doch der Thriller bleibt spannend und der Regisseur David Fincher ist für diesen Stoff prädestiniert:
Die Story ist auf mehreren Ebenen interessant. Eine tragische Tagesaktualität gewinnt der Film – und vielleicht ist es…
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen[...]
Wie bewertet man einen Film, dessen Inhalt man sich schon kurz zuvor in zwei Fassungen – Buch und Film – zu Gemüte geführt hat? Das er im Grunde die gleiche Geschichte noch einmal erzählt, kann man ihm wohl kaum ankreiden. Das das Buch nicht Wort für Wort verfilmt werden kann, dürfte klar sein. Fincher schafft es jedoch, die erste Verfilmung des Stoffes wie einen drögen Ikea-Tatort aussehen zu lassen, der sich nur auf seinen Kriminalfall konzentriert. Das macht den ersten Teil nicht schlechter, das soll nur als Vergleich dienen, denn „The Girl With The Dragon Tattoo“ ist, um mal so zu sagen: Moderner. Moderner bitte nicht automatisch gleichsetzen mit „besser“, aber in diesem Fall liefert Fincher ganz einfach den Film ab, den ich mir nach Lektüre des Buches gewünscht hatte. Wenn ich bei dem Original noch geschrieben habe: „Abzüge muss es aber zum einen geben, weil es so viel mehr hätte sein können“ – dann muss ich sagen: Hiermit erledigt.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenWas von Finchers "The Girl with the Dragon Tattoo" letztlich in Erinnerung bleibt, ist die visuelle Kraft, eine großartige Credits-Sequenz und ein herrlich atmosphärischer Score von Trent Reznor und Atticus Ross (inklusive NIN-Anspielung im Film). Finchers Film ist nicht besser als Niels Arden Oplevs, aber auch nicht schlechter. Aus diesem Grund bin ich doch ein klein wenig enttäuscht.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenDavid Finchers Verblendung ist künstlerisch ambitionierter als das Original, hat ein großartiges Intro und einen wunderbaren Soundtrack von Trent Reznor, der wie eine emotionale Lebenslinie unter allen Szenen pulsiert - aber dennoch ist das Original der bessere Film. Das liegt zum einen daran, dass in der ersten Verfilmung die Ermittlungsarbeit spannender geschildert wurde und zum anderen, dass die Atmosphäre weitaus einnehmender war. Außerdem ist es doch enttäuschend zu sehen, dass fast alle Schlüsselszenen sehr ähnlich sind und sich Fincher nicht getraut hat etwas Neues zu versuchen (selbst an den Stellen an denen es dem Stoff gut getan hätte). In Summe ist Verblendung dennoch ein guter Film, der aber vor allem für all jene interessant sein dürfte, die das Original noch nicht gesehen haben.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenWahrscheinlich waren es wirtschaftliche Gründe, die zu dem schnellen Recycling führten. David Finchers „Verblendung“ spielte allein in den USA seit Weihnachten rund 60 Millionen Dollar und damit zwei Drittel des Budgets ein. Die Frage, ob – wer sich noch frisch an die schwedische Adaption erinnert – unbedingt auch die US-Version sehen sollte, kann jedoch getrost verneint werden. Trotz unterschiedlicher Drehbücher sind sich beide Filme sehr ähnlich und gleichermaßen anspruchsvoll. Allerdings kann man bei einem so bekannten Stoff auch nur schwer Neuland betreten.
Wie Oplev inszeniert Fincher die brutalste Szene, in der Lisbeth von ihrem Vormund vergewaltigt wird, in schonungslosen Bildern. Und auch bei der Racheaktion, während der Lisbeth ihrem Tyrannen ein ungeschöntes Schuldgeständnis auf die Brust tätowiert, lässt er kein Detail aus.
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A. Resch
Kommentar löschenDass Verblendung ein sehenswerter Film ist, liegt neben der spannenden Geschichte und der hoch interessanten Protagonistin vor allem an einer bis in die Nebenrollen großartigen Besetzung und einer überaus gekonnten Inszenierung, die, was Musik, Sounddesign, Schnitt und Farbgestaltung anbetrifft, um einiges atmosphärischer daherkommt als die von Niels Arden Oplev.
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Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film
Kommentar löschenVerblendung ist visuell und akustisch betörend, ein Meisterstück in Sachen filmischen Handwerks. [...] Und trotz alldem lassen einen die Geschehnisse weitgehend kalt. Das kann Finchers distanziert wirkender Inszenierung geschuldet sein, hängt bei genauerer Betrachtung aber vor allem mit Steven Zaillians Drehbuch zusammen.
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenDavid Fincher hat mit der Neuverfilmung von Stieg Larssons Verblendung einen souveränen Spannungsfilm abgeliefert.
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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschenVerblendung ist unterhaltsam, großartig geschnitten und drängt spannungsreich voran, bleibt aber etwas charakterlos. Letztlich scheint es, als ob Finchers virtuoses Handwerk ihm bei dieser düsteren schwedischen Geschichte etwas im Wege stehen würde.
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Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR
Kommentar löschenDavid Finchers Verblendung ist ein düster-eleganter Thriller, der zeigt, wie gut professionell inszeniertes Hollywoodkino sein kann, wenn es sich auf seine erzählerischen Tugenden besinnt.
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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenSeine Ästhetik im Visuellen ist enorm, und der Soundtrack ein ungewöhnlicher Hörgenuss, sodass mit Verblendung am Ende doch ein leicht überdurchschnittliches Werk entstand. Dem Vergleich mit dem Original hält dieses Remake jedoch zu keiner Zeit stand.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenFinchers Interesse an der Dialektik von moralisierender Gesellschaft und moralischer Verderbtheit, an der Verschlungenheit von Gut und Böse führt dazu, dass er die Handlung nicht sentimentalisiert, sondern dass er sich auf die Grausamkeit, den grundsätzlichen Pessimismus und die emotionale Achterbahnfahrt der Vorlage einlässt, gelegentlich gar mit den Augen des Voyeurs auf sie blickt. Fincher ist der perfekte Regisseur für diesen Stoff.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenFinchers Verblendung ist technisch perfektes Hollywood-Kino, aber letztlich nur wenig anders oder gar besser als das schwedische Original.
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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch
Kommentar löschenVerblendung ist ein gelungenes Remake, welches das Original auf fast allen Ebenen schlägt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
pfaderl 2012/01/11 11:54:41
Antwort löschenLast diesen Mann bitte keine Kritiken schreiben..
nilswachter 2012/01/11 18:35:28
Antwort löschenNur weil er nicht deiner Meinung ist? Sehr sinnvoll...
Alle Kritiken (27)
Kommentare (206) — Film: Verblendung
Kommentar schreibenG0DsTylA 2012/05/31 20:17:05
Kommentar löschenToller Thriller der mit Spannung und Tollen Schauspiel überzeugt! Ich habe leider die schwedischen Teile nicht gesehen und auch die Bücher habe ich bisher versäumt zu verschlingen. Dennoch war ich von diesen Film sehr begeistert und das, obwohl er etwas lange war, wurde mir nie langweilig und als das Rätsel aufgelöst war ich fast schon traurig das der Film am Ende ist! Auf jeden Fall eine Weiterempfehlung wert. =)
Daher verdiente 8.5
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homosapiokokke 2012/05/30 12:59:19
Kommentar löschenHollywoodunterhaltung, gute Besetzung und Schauspiel, aber ich finde die Charaktäre kommen nicht an die Leistung der skandinavischen Kollegen ran. Michael Nyqvist sowie Noomi Rapace sind wesentlich autentischer in ihren Rollen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Snapshots 2012/05/28 18:53:40
Kommentar löschenEin sehr spannender und interessanter Film, durch Daniel Craig bekommt der Film noch das gewisse Etwas. Jedoch hätte man auf die Sex-Szenen gerne verzichten können.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Trimalchio 2012/05/29 02:57:26
Antwort löschenEin derart wichtiges Element, welches insbesondere in den anderen zwei Filmen bedeutend wird, auszulassen, wäre töricht gewesen.
Alle 3 Antworten zeigen
Snapshots 2012/05/30 16:52:17
Antwort löschenJa schon aber nicht zu extrem. Finde ich zumindestens
Trimalchio 2012/05/31 00:29:34
Antwort löschenVor allem im dritten Buch geht es die ganze Zeit um Kalle Fucking Blomkvist, die ganzen späterern Treffen hätten nicht die gleiche Intensität gehabt.
JohnnyKee 2012/05/28 14:44:13
Kommentar löschen„Släkten är värst“
Suspense-Meisterwerk! Ohne brutale Bilder, dafür aber mit zutiefst verstörenden. Dass der gute Kerl Fincher sein Handwerk versteht dürfte nach diesem Kaliber allen klar sein. Selten war die Dunkelheit und die Isolation beängstigender, die Hoffnungslosigkeit greifbarer, das Grauen unerträglicher, gewisse Tatsachen perverser. Der Film macht einen fertig. Kitzelt das letzte Fünkchen Ausdauer aus dem Zuschauer ehe er genauso erschöpft und hilflos zusammenklappt, als wäre man fast zu Tode gefoltert worden. Denn er lässt uns spüren und katapultiert uns in die Gefühlswelt und Verfassung der Charaktere, die so einiges durchmachen müssen. Ekelhaftes, ganz Schreckliches, Tragisches. Tough! Nix für schwache Nerven. Der immer wieder Überraschungen bereit hält. Mara, zum Beispiel. Die ist unerwarteterweise fantastisch. Sie gibt sich natürlich, ist immer präsent und hat zu jedem Augenblick den perfekten Blick parat, ganz ohne mit Overacting in den Vordergrund zu preschen. Atemberaubend wenn auch nicht Oscarwürdig. Dass sich Craig im Hintergrund hält kann ich nicht im Geringsten bestätigen. Stattdessen spielt er menschlich wie kaum ein anderer. Ehrlich, aufrichtig, grandios. Ich empfinde das als große Kunst für seine Kollegin Platz, zur richtigen Zeit, zu machen und gleichzeitig mit Bravour im Rampenlicht zu stehen. Meine Hochachtung. Die Nebenrollen sind mit hochkarätiger, feinster Schauspielware ausgestattet. Das tut der Seele gut. Technisch gesehen ist der Film eine Augenweide. Schön düster, mein geliebtes Schweden grazil auf Bilder gebannt, mit einem Classic-Touch. Meine Zweifel an einer unpassenden Reznor/Ross-Vertonung wurden nach wenigen Minuten zerschlagen. Was für eine Wucht. Als würde der Körper wiederholt von tausenden Messern durchbohrt werden, wird hier das wundervoll mulmige Gefühl in der Magengrube erzeugt, das ich mir bei solchem Shit so sehr wünsche. Eindringlich, besitzergreifenden, hypnotisierend. In vollkommener Trance! Ach, wenn es doch nur mehr solche Filme gebe wäre mein Durst nach nervenaufreibendem Suspense gesättigt. Doch solch ein Meisterwerk kommt halt nur alle paar Jahre. Leider. Aber das muss man verdammt nochmal genießen!
bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Le Samourai 2012/05/28 15:29:23
Antwort löschenVollkommen richtig!
JohnnyKee 2012/05/28 15:33:02
Antwort löschenThx :)
Roco De Long 2012/05/28 01:12:11
Kommentar löschenTechnisch ist wie immer alles erste Sahne im Fincher-Universum. Mit welcher Routine und Eleganz er inszeniert, ist schon immer wieder beeindruckend. Die Besetzung ist gut, Rooney Mara sticht dabei schauspielerisch hervor UND ist heiß. Vorspann und vor allem Trent/Atticus wurden zu Recht schon ausreichend gelobt. Alles gut soweit.
Irgendwie kann aber kein David Fincher dieser Welt die Story für mich retten. Ich will Stieg Larsson nicht zu nahe treten, vor allem da ich die Bücher nicht kenne. Tragisch genug, dass seine Werke erst post mortem so erfolgreich sind. Aber hier geht es um die Story als Film und diesen Bestsellern, die immer tausende Fässer aufmachen, konnte ich nie viel abgewinnen. Wirtschaftsverbrechen und die globale Korruption. Investigative Journalisten. Nazi-Vergangenheit (na klar). Bibelzitate, die auf die Spur des Killers führen (zum WIEVIELTEN mal?). Der standesgemäße perverse Psychopath, der sich am Abschlachten unschuldiger Mädchen aufgeilt.
Alles irgendwie zuviel des Bösen. Ken Follet-Tom Clancy-Da Vinci Code-mäßige Strandlektüre. Das ist legitim, geht mir aber einfach nicht vollends rein. Der interessanteste Punkt ist eigentlich die Beziehung von Salander und Blomkvist, die dem ganzen eine neue Dimension hinzufügt. Das ist aufgrund des angesprochenen Pottpürees an Plot ("Plotpüree" wäre ein gutes Wort) aber auch nicht so ausgereift, wie ich es vielleicht gerne gesehen hätte...
TGWTDT ist keiner von Finchers besten Filmen, dazu hat der Regisseur die eigene Messlatte schon zu hoch gelegt und Gehaltvolleres abgeliefert. Aber es ist auf jeden Fall ein sehenswerter, technisch einwandfreier Thriller.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten
Le Samourai 2012/05/28 02:17:09
Antwort löschenNö, eine Stufe mit Social Network, Seven und Fight Club, ganz klar.
Thewlis 2012/05/28 03:47:09
Antwort löschenLustig den mit Seven und Fight Club auf eine Stufe zu stellen.
Le Samourai 2012/05/28 03:49:55
Antwort löschenKlar, vielleicht nicht so "individuell" und "visionär" wie vor allem Fight Club, dafür aber inszenatorisch reifer und einfach besser. Kann unter den vieren echt nicht abstufen, alles 9er-Meisterwerke.
Roco De Long 2012/05/28 10:22:54
Antwort löschenIch muss Thewlis Recht geben. Das ist wirklich eher lustig.
Roco De Long 2012/05/28 10:26:28
Antwort löschenIm Ernst: was beduetet "inszenatorisch reifer"? Ziemlich schwammig. Fincher war inszenatorisch schon immer stark. Genaugenommen finde ich The Game, Benjamin Button und Zodiac übrigens ebenfalls besser.
BigDi 2012/05/28 10:52:15
Antwort löschen"Verblendung" mag reifer inszeniert sein, aber das rettet das Drehbuch leider auch nicht. "Fight Club" und "Se7en" haben schlicht und ergreifend mehr Substanz und mehr Dichte.
Roco De Long 2012/05/28 11:08:47
Antwort löschensigned
Le Samourai 2012/05/28 12:14:50
Antwort löschennot signed :)
Jaliju 2012/05/28 14:40:47
Antwort löschensigned!
Le Samourai 2012/05/28 14:48:19
Antwort löschenTzzzzzz
daweed 2012/05/28 21:24:21
Antwort löschenich konnte dem film auch nicht mehr als eine 7,5 geben, da mich die handlung einfach kalt gelassen hat. da kann die inszenierung und die schauspielerei noch so gut gewesen sein. vor allem wenn man sich mal in der bibliothek so umschaut entdeckt man abertausende von büchern mit ähnlichem inhalt. wie gesagt: irgendwelche psychopathen, die irgendwelche (religiösen) rätsel oder symbole am tatort hinterlassen gibt es schon zuhauf. genauso wie inspektoren mit alkoholproblemen, pensionierte kommissare, welche weiterhin ihrer leidenschaft nachgehen möchten oder bekannten gerichtsmedizinerinen, deren töchter gekidnappt werden. das buch ist und war unter den krimis noch nie etwas besonderes ...
Roco De Long 2012/05/28 22:33:11
Antwort löschen...so sehe ich das auch. Dafür kann Fincher natürlich wenig bzw. er macht ja das Beste draus. Wenn der beste Koch der Welt allerdings nen Strammen Max zubereitet, ist das womöglich der beste Stramme Max, den man kriegen kann. Aber es bleibt ein Strammer Max und kein Schnitzel.
Le Samourai 2012/05/28 22:34:20
Antwort löschenLieber den besten strammen Max der Welt als ein nicht ganz perfektes Schnitzel. :)
Roco De Long 2012/05/28 23:11:10
Antwort löschenLieber einen perfekten Max als ein Imbiss-Schnitzel, auf jeden. Bei nem guten Standard-Schweineschnitzel wirds eng. Wenn der Kalbslappen vom Eckbert Zwo kommt, dann geht Max baden... worum ging es hier?
Le Samourai 2012/05/28 23:13:18
Antwort löschenLass ma wieder Schnitzel essen gehn!!!!
Roco De Long 2012/05/28 23:16:04
Antwort löschenKlaaaaar, Hunger bekommen grad! Ein Kalbsschnitzel, serviert auf Lisbeths wunderschönem Bauch. Ohne anschließende Tätowierung bitte.
Le Samourai 2012/05/28 23:38:12
Antwort löschenUiuiui, da wär ich dabei!
Le Samourai 2012/05/31 15:33:00
Antwort löschenEingeständnis: Gestern endlich noch mal SEVEN geschaut. Der ist schon perfekt. 10 Punkte. Die 9 für DRAGON TATOO bleiben aber trotzdem stehn. :)
Roco De Long 2012/05/31 18:11:40
Antwort löschen9 beim Tattoo darf, 10 bei Seven muss :)
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Le Samourai 2012/05/31 18:24:36
Antwort löschenHab ne Liste gemacht mit 9ern, die ich lange nicht mehr gesehen habe, die potentielle 10er sein könnten. Lost in Translation, GoodFellas, Fargo, Seven bis jetzt durch, alle hochgestuft. :)
Le Samourai 2012/06/01 01:43:18
Antwort löschenDrive ebenso :)
miracom 2012/05/27 19:44:30
Kommentar löschenErst wollte ich mir den Film gar nicht anschauen weil dieses dämliche Neuverfilmen von guten europäischen Filmen mir auf die Nerven geht. So ganz kam ich aber an diesem Film nicht vorbei weil ich die Bücher einfach zu gut fand und neugierig war.
Dieses Mal hat es sich sogar echt gelohnt. Die Neuverfilmung gefällt mir inzwischen besser als das Original. Geradliniger verfilmt und besser besetzt (näher am Buch). Dazu spannend, actionreich. Was will man also mehr.
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Teruki 2012/05/26 04:59:03
Kommentar löschenein super spannender Film und schon etwas schockierend einige szenen aber auch passent...
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KonTaicho 2012/05/26 01:04:46
Kommentar löschenNicht so spannend und intensiv wie das Original, auch irgendwie unnötig. Unnötig deshalb, weil die Szenen quasi teilweise 1 zu 1 übernommen wurden und so nur wenige aha-Momente aufkommen. Craig spielt gut, seine Assistentin wirkt im Original überzeugender. Trotz alledem ist die amerikanische Adaption nicht schlecht und weiß auch zu unterhalten, gerade dann, wenn man das Original nicht gesehen hat. Jenes ist allerdings diesem hier vorzuziehen.
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rbets 2012/05/26 03:05:43
Antwort löschen100% agree.
Trimalchio 2012/05/26 16:27:27
Antwort löschenWo war denn das "Original" spannender? In der sterilen Tatort-Atmosphäre?
KonTaicho 2012/05/26 18:30:08
Antwort löschenEr hatte einfach mehr charisma. Schoen, haette ich diesen hier zuerst gesehen waere er wie gesagt wohl spannender gewesen.. Aber praktisch den gleichen film fast identisch nachzuproduzieren... Leuchtet mir einfach nicht ein.
Trimalchio 2012/05/26 20:47:19
Antwort löschenDa der Film auf einem Buch basiert, müssen die Grundstrukturen übernommen werden.
KonTaicho 2012/05/27 00:34:01
Antwort löschenJa muss eben nicht, man kanns auch einfach bei einem film belassen. Wo is der sinn, genau den gleichen nochmal zu drehn? XD und das nicht im geringsten besser...
rbets 2012/05/27 02:27:41
Antwort löschenseh ich auch so... das Original fand ich einfach stimmiger, athmosphärischer oder wie auch immer ihr es nennen mögt. Tatortathmo hin oder her.
Recht müssig darüber zu diskutieren wie es denn wäre, falls dieser hier "das Original" sei.
Wie KonTaicho schon sagt, es war quasi eine verlängerte, sinnfreie 1 zu 1 Kopie, ohne neue Ideen... ergo, wie gesagt, ziemlich sinnlos...
Trimalchio 2012/05/27 15:23:30
Antwort löschenSinnfrei? Eine Interpretation ist nie sinnfrei.
KonTaicho 2012/05/27 16:29:49
Antwort löschenVielleicht nicht sinnfrei, aber schlichtweg unnötig
Trimalchio 2012/05/27 17:20:45
Antwort löschen:D Ob eine Sache, hier der Film, unnötig ist, ist eine komplett subjektive Meinung. Objektiv betrachtet ist nichts unnötig.
KonTaicho 2012/05/27 18:16:03
Antwort löschendeine meinung, dass objektiv betrachtet nichts unnötig sei, klingt für mich sehr subjektiv.. :P
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Trimalchio 2012/05/28 00:16:01
Antwort löschenNein. Es exisitiert nichts unnötiges, alles hilft irgendwie, irgendwem weiter.
KonTaicho 2012/05/28 00:28:13
Antwort löschenDein Wort in Gottes Gehörgang ;)
spanky 2012/05/23 08:14:30
Kommentar löschenCraig fehlbesetzt, Mara farb- und gesichtslos, lachhafte Regiefehler (Punkfrisur unterm Motorradhelm) und dumme und genauso lachhafte Productplacements (NIN-T-Shirt, Happy Meal). Das Redo hat im Vergleich zum Original etwas mehr Eyecandy im Look and Feel und einen Soundtrack mit mehr Atmo. Und Chris Plummer. Und Stellan Skarsgård. Und sogar Julian Sands. Aber sonst nur den Vorzug, dass ich als fauler Ami-Sack keine Untertitel lesen muss.
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Le Samourai 2012/05/23 09:54:19
Antwort löschenHmmm. Finde Mara NOCH besser als die Schwedin und Finchers Interpretation in ALLEN Belangen besser die schwedische.
Und komm, das NIN Shirt ist doch kein PP, sondern ne witzige Huldigung an Trent Reznor! ;)
spanky 2012/05/23 10:25:34
Antwort löschenDas NIN-Shirt ist sehr wohl ein PP und steht so sicher im Vetrag mit Reznor drin, da würde ich drauf wetten. An diesem Supergeek war mir das dann viel zu Klischeehaft, aber ich musste schmunzeln, zugegeben. Der Mara hab ich das einfach nicht abgenommen, die ist zu glatt und für mich weniger glaubwürdig, aber sie hat ein cooleres Motorrad! Für die Fincher-Version sprechen vielleicht noch die Opening Credits und das er das Setting in Schweden gelassen hat (wenn auch nicht immer dort gedreht) und nicht nach Chicago umgezogen hat. Und dort hat er eindeutig die cooleren Locations rausgesucht. Aber dieses ganze Ermittlungsding hat der Fincher vernachlässigt und das ist hier total Öde und Löchrig. Im Original kommt das aber sehr spannend. Und ich brauch keinen Hollywood-Fressen, wenn die Story super ist, und das ist sie. Da waren mir einfach die Unbekannteren viel lieber und vor allem kamen die authentischer.
Trimalchio 2012/05/26 16:38:32
Antwort löschenCraig entspricht fast exakt der Buchvorlage, diesen fehlbesetzt zu nennen halte ich für gewagt. Mara sogar komplett, weswegen eine Gesichtlosigkeit und Farblosigkeit schlicht nicht richtig ist.
Ich kenne mich mit Haarprodukten nicht allzu sehr aus, aber auf irgendeine Art und Weise sollte das schon möglich sein.
Das Product Placement wird bereits im Buch ausgiebig genutzt, hätte man dies im Film weggelassen, wäre dies eine klare Abkehr der Buchvorlage gewesen.
Anoirja 2012/05/31 15:12:45
Antwort löschenTja, Samourai, ich bin da eher beim spanky als bei dir. So langsam beschleicht mich das Gefühl, wir kommen nur noch selten zusammen - gerade was neuere Filme angeht. 6 Punkte für Finchers Version, 7 Punkte für die schwedische Version.
Le Samourai 2012/05/31 15:31:37
Antwort löschenTja ich hab halt keine generelle Abneigung alles Neuem gegenüber und bewerte IMMER auch die Machart mit. Und Finchers Dragon Tattoo ist einfach Hollywood-Genre-Kino auf verdammt hohem Niveau. Deswegen 9 dafür, und 8 fürs schwedische Original. Ganz klar. :)
Anoirja 2012/05/31 15:52:02
Antwort löschenIch habe keine generelle Abneigung allem Neuen gegenüber - was erzählst du da wieder für einen Quatsch! Au weia! Ich habe dieses Jahr schon ein paar wahrlich großartige neue Filme gesehen, aber der hier gehört nun mal nicht dazu. Langsam macht es mir auch keinen Spaß mehr, in Diskussionen einzusteigen, wo du mitmischst und ich nicht gleicher Meinung bin. Schade.
Le Samourai 2012/05/31 15:58:08
Antwort löschenAnjalein, nimm doch nicht alles immer so ernst... :(
Anoirja 2012/05/31 16:10:30
Antwort löschenJetzt mal ehrlich: Du hast manchmal so eine Art an dir, die verschreckt mich einfach. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du keine zweite Meinung akzeptieren kannst und du dann schnell dabei bist, anderen zu unterstellen, dass sie keine Ahnung haben, den Film nicht verstehen und Ähnliches. So etwas verdirbt mir schnell den Spaß an kontroversen Diskussionen.
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Le Samourai 2012/05/31 16:32:56
Antwort löschenAch Quatsch, ist doch alles auch nicht (immer sooo) ernst gemeint. Außerdem bist du auch kein Kind von Traurigkeit, wenn es ums Beharren auf der eigenen Meinung geht. :)
Anoirja 2012/05/31 16:40:10
Antwort löschenNa ja, aber ich bin da mit den Worten doch etwas vorsichtiger und habe meines Wissens noch nie jemandem unterstellt, keine Ahnung zu haben oder einen Film nicht verstanden zu haben. Klar beharre ich auf meiner Meinung und natürlich soll auch jeder auf seiner Meinung beharren - alles andere wäre ja auch lächerlich. ;)
Sigrun 2012/05/20 16:06:32
Kommentar löschenLarsons Roman habe ich seinerzeit nach einigen hundert Seiten Lesens weggeworfen, weil ich ihn als schlecht konstruiert, geschwätzig und überbrutal empfand. Die schwedische Verfilmung konnte ich immerhin bis zum Ende ansehen und Finchers Adaption nun wird dem Stoff (der an sich sehr spannend und - wenn auch etwas plakativ - gut ist) endlich gerecht. Es wird deutlich, dass das Team um Fincher sehr viel Zeit mit der Ausbalancierung der einzelnen Elemente verbrachte, einiges wurde glaubwürdiger gestaltet (z.B. dass Mikael auf Lisbeth zugeht und nicht umgekehrt), einiges wurde verfälscht (englischsprachige Lokalzeitungen in Schweden!), insgesamt wurde gut gekürzt und schließlich die beiden wichtigsten Punkte: Bild und Ton (die Musik von Trent Reznor sowieso) wirken präzise - und alles, wirklich alles wurde in meinen Lieblingsfarben gedreht. Ein Thriller in steingrau, dunkelgrün, erdfarben und stahlblau (vor allem Craigs Augen).
P.S. Die neue Lisbeth fand ich übrigens gut, auch wenn ich ein Fan von Rapace bin.
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Le Samourai 2012/05/19 01:53:28
Kommentar löschenWahnsinnig guter Thriller vom Genremeister der Traumfabrik. Hollywood as good as it gets, düster (u.a. dank dem grandiosen Trent Reznor), tight geschnitten, wunderbar fotografiert, on point inszeniert, durchweg top besetzt und gespielt. In allen Belangen schlicht und einfach besser als das schwedische "Original" (und sowas sage ich nun wirklich nicht oft!), welches zwar ebenfalls überaus gelungen ist, aber im Gegensatz zu Finchers Frischzellenkur leider nur noch aussieht wie ein besserer Tatort. "Remake" ist auch definitiv der falsche Begriff für diese vollkommen eigenständige, alleine funktionierende Adaption.
Das vierte Meisterwerk des David Fincher - nach "Seven", "Fight Club" und "The Social Network".
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DeDavid 2012/05/19 02:02:17
Antwort löschenUnten würden mir zwar noch "Zodiac" und "The Game" fehlen, jedoch bekomme ich langsam wirklich Lust, mir auch Finchers "The Girl with the Dragon Tattoo" anzusehen, was anfangs nicht der Fall wahr. :)
Le Samourai 2012/05/19 02:03:26
Antwort löschenKlar - die sind auch beide gut (Zodiac 8, The Game 7), aber die vier von mir genannten sind allesamt 9er-Filme. :)
Schau ihn dir auf jeden Fall an, du wirst nicht enttäuscht werden.
Wumz 2012/05/19 02:20:06
Antwort löschenMir fällt gerade auf, dass ich von Fincher kaum Filme kennne, owohl Fight Club zu meinen Lieblingen gehört.
Le Samourai 2012/05/19 02:27:16
Antwort löschenKann/ sollte man alle gesehen haben! :)
lieber_tee 2012/05/19 03:04:03
Antwort löschenAlso soooo toll fand ich den nicht. Aber ein hohes Niveau hat der Film schon. Rückblicken empfinde ich, das Fincher seinen Höhepunkt nach Sieben und Fight-Club (10er Filme) überschritten hat. Der wirkt immer mehr geglätteter, die Filme nicht mehr so leidenschaftlich. Trotzdem einer der besten Filmemacher der Damals- und Jetzt-Zeit.
Sigrun 2012/05/19 09:32:17
Antwort löschenHört, hört! :-)
Edward Nigma 2012/05/19 10:09:53
Antwort löschenGanz deiner Meinung :)
Le Samourai 2012/05/19 10:19:05
Antwort löschen@ Tee: doch, doch, fand den total großartig. und auf keinen fall "schlechter" als die beiden von dir genannten. jung, wild, anarchisch, verrückt heißt ja nicht automatisch besser. man merkt auf jeden fall, dass fincher seit seinen beiden 90er-Jahren-Meisterwerken noch einiges dazu gelernt hat. dieser hier ist ein nahezu perfekter thriller, den man eigentlich gar nicht kritisieren KANN.
@ edward: yeah! :)
jeffcostello 2012/05/19 10:36:51
Antwort löschenich mag ficher auch sehr, aber an dem was lieber_tee sagt ist schon was dran, verblendung war zwar ein nahezu perfekter thriller, aber finchers neuen filmen fehlt einfach das fünkchen genialität, das seine früheren wie sieben und fight club hatten...
Le Samourai 2012/05/19 10:39:39
Antwort löschenFind ich absolut nicht :)
Mimuschka 2012/05/19 10:52:12
Antwort löschenbzgl. des vorletzten satzes in deiner kritik: eben, man sollte es nicht als remake auffassen, sondern als eigenständige romanadaption, das wort "remake" hat so einen unangenehmen beigeschmack und wird dem film nicht gerecht
lieber_tee 2012/05/19 11:08:39
Antwort löschen@ Le
Fincher ist "reifer" geworden und benutzt seine Stilmittel "bewusster", dadurch wirken seine jetzigen Filme etwas zu perfekt. In Sieben und Fight war er noch experimenteller, rotziger und wilder. Das mochte ich mehr.
@ Mimu
word
Roco De Long 2012/05/19 12:57:53
Antwort löschenKrass. Dann doch endlich mal gucken! Aber heute nicht. NUR DER FCB!!!!!
Mr Vincent Vega 2012/05/19 13:08:53
Antwort löschenDas ist mir hier alles ein bisschen zu übertrieben. Finchers einziges Meisterwerk bislang ist Zodiac. Aber ja, Girl With the Dragon Tattoo fand ich auch famos.
Le Samourai 2012/05/19 13:10:14
Antwort löschen@ Tee: Jep, genau so kann man das sagen. Ich find beides geil.
@ Gordon ääh Roco ääh Mario Gomez: Auf jeden Fall! Schickt dich mit Sicherheit. ... Wir malen jetzt noch ne Runde und kommen dann so gegen Achte ins Michelberger! Hab SAU Bock!
Le Samourai 2012/05/19 13:11:19
Antwort löschen... und der Vega mal wieder, mit ner vollkommen absurden Meinung. :)
Aber schön, dass der hier dir auch gefallen hat!
lieber_tee 2012/05/19 13:14:19
Antwort löschenUm es mit den Worten im Hanni+Nanni-Film-Werbe-Chek zu sagen: Ich finde Fincher voll-cool und Euch auch.
FlintPaper 2012/05/19 14:33:09
Antwort löschenBin auf Vegas Seite. Ich mag zwar auch den Directors Cut von Alien³ und behaupte - bei freier Hand und ohne zwangsläufiger 90er CG - wäre das auch schon ein ziemlich meisterhafter Fincher gewesen. Aber Sieben und Fight Club sind nicht so dolle, wie die meisten (die den Film wahrscheinlich alle vor zig Jahren gesehen haben und ihn immer noch auf DAS Podest stellen) finden (finde ich lol), dann schon eher The Game (wenn man ein paar Defizite ausblendet); Am Wenigsten Panic Room und Benjamin Button. Social Network irgendwo dazwischen. Aber Zodiac - Zodiac ist Finchers Schaffenskrone. Dragon Tatoo bis dato nicht gesehen.
lieber_tee 2012/05/19 14:36:03
Antwort löschenIch finde sieben und fight haben Filmgeschichte geschrieben und funktionieren auch heute entsprechend Genre-Vorlieben tadellos.
FlintPaper 2012/05/19 14:41:06
Antwort löschenWährend ich Fight Club durchaus noch ein paar Lorbeeren zugestehen würde und Seven mit Sicherheit kein über-mieser Film ist (zumindest oberflächlich betrachtet, da beim ersten Mal spannend und zuersteinmal gut gespielt), möchte ich jetzt aber doch mal wissen, inwiefern Letzterer Filmgeschichte geschrieben hat.
lieber_tee 2012/05/19 14:58:08
Antwort löschenDanach in seiner Ästhetik 7376763 Mal kopiert und eine Zeit lang sah wirklich jeder Serien-Killer-Thriller so aus.
FlintPaper 2012/05/19 15:13:41
Antwort löschenDarf ich behaupten: Glaub ich nicht XD. Haste ein konkretes Beispiel, was ich mir mal angucken kann?
Roco De Long 2012/05/19 15:21:17
Antwort löschenSE7EN ist Thriller in Reinform. Bildgestalterisch der Wahnsinn, düster, brutal, spannend bis zum Umfallen. Vor allem: eine große Tragödie hinter den reinen Thrillerelementen. Aufeinanderprasselnde Philosophien der beiden Hauptfiguren. Eine Gesellschaft, der durch John Doe der Spiegel vorgehalten wird. Und natürlich eines der besten Enden überhaupt. Mehr geht meiner Ansicht nach nicht, vor 15 Jahren genau wie heute :)
lieber_tee 2012/05/19 15:32:42
Antwort löschen@ Flint,
Tattoo, 8 mm, Resurrection, Untraceable, .... denn zum Küssen sind sie da, SAW, Die purpurnen Flüsse, Horseman, Anamorph: Die Kunst zu töten, Antikörper, Copykill ...
Le Samourai 2012/05/19 15:50:32
Antwort löschenWORD @ Roco. Genau so sieht es aus. SEVEN ist über jeden Zweifel erhaben, der beste seines Genres in den letzten 30 Jahren, meine ich zu behaupten.
lieber_tee 2012/05/19 15:56:36
Antwort löschenJa!
ProjectChaos 2012/05/19 16:33:46
Antwort löschenPerfekt inszeniert ja, aber die Atmosphäre war neutral und die Story ist nichts besonderes und ohne vieler Worte zwischen den Zeilen.
Diese zwei Punkte sind mir viel wichtiger als perfektes Handwerk, deshalb ist auch Seven unübertroffen.
Fincher hat wie ich finde seine böse, zynische Note verloren, die seine Filme so interessant machten.
FlintPaper 2012/05/19 16:48:38
Antwort löschen@Roco_De_Long: Seven ist vor der Philsophie vorallem fundamentalistisches Christen-Gedöhns :P.
@lieber_tee: Das sind jetzt aber fast alles Kackfilme XD. Vorallem. Ist das nicht alles auch ein bißchen Silence of the Lambs.
lieber_tee 2012/05/19 17:14:10
Antwort löschen@ Flint
Sollte ja auch keine Empfehlungs-Liste sein...Sieben ist halt einzigartig gut und im Vergleich dazu sind das alles Kack-Filme. Und ohne den Lämmer-Schweigen-Erfolg wäre ein "Seven" gar nicht möglich gewesen. Meine Beispiele kopieren aber teilweise 1:1die unnachahmlich-düstere Fincher-Ästhetik. Serien-Killer-Thriller gibt es spätestens seit Peeping Tom und Psycho.
Findest du nicht, das mit der 7-Sünden-Serien-Killer-Schiene dieses fundi-christen-Gedöhns ziemlich ad absurdum geführt wird?
FlintPaper 2012/05/19 17:39:18
Antwort löschenDas kommt da echt drauf an, wie man das sieht - frag mal ein paar Hardcore-Christen (siehe auch ein ähnliches Phänomen bei American History X und der Nazi Fangemeinde). Ich will jetzt auch garnicht behaupten, das Fincher da eine ur-christliche Botschaft mit bringen wollte. Vorallem auch nicht, dass der Film nicht handwerklich sehr gut gemacht ist - so wie eigentlich alles von Fincher. Ich halte Seven nur für überbewertet und deswegen steuer ich quasi über Maßen dagegen ;). Jedenfalls - per moi - kein Meisterwerk der Filmgeschichte, eher weit weg davon, allerhöchstens einer der besseren Genre-Beiträge der 90er. So geht's mir mit vielen Filmen - siehe auch Inception.
Le Samourai 2012/05/19 17:48:53
Antwort löschenInception ist hoffnungslos überbewertet und noch nicht mal einer der besseren Genre-Beiträge. :)
lieber_tee 2012/05/19 17:58:09
Antwort löschen@ Flint,
Interessant. Gerade die "Liebe" vieler Faschos zu History X bestätigt wie zwiespältig und wie viel der Film freiwillig/unfreiwillig der Neo-Nazi-Faszination erliegt. Den Film finde ich jedenfalls Scheiße. Kenne keine Christen-Faschos, kann nicht einschätzen ob die "Seven" geil finden. Wenn du da Infos hast... Ob "Inception" Filmgeschichte schreiben wird, wird die Zeit zeigen. Ich glaube eher nicht, da er nichts wirklich neues zu bieten hat. Halt ein guter Popcorn-Film. Nicht mehr oder weniger. Ähnlich wie "Sieben". Inhaltich ist der sicherlich nicht der Originellste, finde halt das er formal danach sehr oft schlecht/mäßig kopiert wurde und eine ganze Welle von Serien-Killer-Filmen in diesem Stil hervorgebracht hat. Für mich einer der besten Genre (Horror) -Filmen die es gibt. Ganz groß, ganz-kribellig-spannend. Nenn mir neben "Das Schweigen der Lämmer (finde ich ähnlich genial) einen vergleichbar guten Serien-Killer-Thriller.
FlintPaper 2012/05/19 18:36:04
Antwort löschenSilence of the Lambs find ich einen Tick besser. Psycho - den du auch genannt hattest irgendwann - ist bswp. ein fast unanfechtbares Meisterwerk IMHO. Neuere Sachen? Da mag ich halt z.B. Zodiac (HA!) oder z.B. Memories of Murder. Ravenous fällt mir jetzt gerade auch noch ein, obwohl der vielleicht nicht so ganz ins Genre passt :D.
lieber_tee 2012/05/19 18:55:25
Antwort löschenNach Schweigen der Lämmer, Sieben und Psycho kommt für mich lange nichts. Na vielleicht noch Natural Born Killers, New York Ripper, Maniac. Gefolgt von Hitcher, Body Parts und American Psycho. Eine Perle ist auch Kammer der toten Kinder. Ja und all die tollen asiatischen Variationen: I Saw the Devil, Dark Town und Chaser.
FlintPaper 2012/05/19 19:18:05
Antwort löschenChaser und I Saw the Devil halte ich zwar für heiß verpackte, aber dennoch ähnliche überschätzte Vertreter. Aber das moderne, südkoreanische Kino ist noch so neu und frisch, dass das selbst mich noch kaum juckt. Natural Born Killers ist auch wieder so ein Außenseiter. Kammer der toten Kinder? Kenn ich nicht.... mal angucken vielleicht.
lieber_tee 2012/05/19 19:28:26
Antwort löschenWann ist bei dir ein Film überschätzt?
FlintPaper 2012/05/19 19:40:46
Antwort löschenDas ist sehr schwammig lol. Wenn ich den Eindruck gewinne, dass mehr Leute einen akzeptablen Film genial finden, als den genialen Film akzeptabel.
lieber_tee 2012/05/19 19:46:53
Antwort löschenDen merk ich mir :)))))
Roco De Long 2012/05/20 12:41:29
Antwort löschenIhr werft Filme zusammen in einen Genretopf, das ist ja wirklich vogelwild.
Christlich-fundamentale Philosophie in SE7EN? Nur weil der Killer so handelt? Das ist doch nur der Aufhänger für die Story! Mann kann auch zuviel interpretieren. Abgesehen davon meinte ich natürlich die (Lebens)philosophien der Protagonisten Somerset und Mills (John Doe ist kein Protagonist, er ist der Antagonist), die aufeinanderprallen. DAS ist doch der Kern des Films!
Le Samourai 2012/05/20 12:55:15
Antwort löschenHört auf den Drehbuchstudenten. :)
Roco De Long 2012/05/20 12:57:15
Antwort löschenNee nee, ich will ja hier nicht pseudo-klugscheißen :)
Aber man sieht und "fühlt" doch, dass es in dem Film um mehr geht als religiöse Auseinandersetzungen! Dachte ich zumindest.
lieber_tee 2012/05/20 13:18:13
Antwort löschenWelche Filme passen den nicht in den Serien-Killer-Genre-Topf ?
Habe erst von Flint von den christlich-fundi-Interpretations-Ansatz bei Sieben gehört. Zudem geht es in dem Film um "moralisch-richtiges" Verhalten bzw. die Grenzen davon.
Le Samourai 2012/05/20 13:26:57
Antwort löschenIhr habt eh den ultimativsten, puristischsten Serienkillerfilm vergessen: HENRY - PORTRAIT OF A SERIALKILLER. Dagegen ist SEVEN doch Sandmännchen.
lieber_tee 2012/05/20 13:33:45
Antwort löschenStimmt.
FlintPaper 2012/05/20 15:20:50
Antwort löschenAlso in den Genretopf hab ich schonmal nix geworfen :D. Lieber_tee geht es anscheinend einfach nur um Filme mit Serienkiller, die so ganz bestimmt nicht unter einem Genre zusammenzufassen sind. Deswegen meinte ich ja auch, dass Natural Born Killers ein Außenseiter in der Auflistung ist, etc. :D
Henry hab ich auch gesehen. Puristisch joa, ultimativ fand ich den aber nicht. Seven ist mit Sicherheit schonmal Mainstream und Mainstream ist generell Sandmännchen in dem bewussten Bezug. Und ja, in Seven geht es um "moralisch-richtiges" Verhalten - nämlich im Sinne der christlichen Vorstellung :D... Natürlich ist das kein Film, der da irgendwas propagieren will, aber das hab ich ja auch schon gesagt - insofern :D.
cacavas61 2012/05/20 15:58:43
Antwort löschenIch fand beide Verfilmungen (die schwedische und die finchersche) sehr gelungen. Noomi Rapace als Lisbeth ist wirklich klasse (Rooney Mara aber auch). Ich könnte nicht sagen, welche
Version mir besser gefallen hat.
lieber_tee 2012/05/20 17:34:33
Antwort löschen@ Flint und rocco,
wollte der Serienkiller nicht durch die Entführung und Tötung von Brad Pitts Ehefrau ihn zur Selbstjustiz verleiten, um ihm deutlich zu machen, das er nicht anderes ist als der Killer. Irgendwie ist das weniger ein christliche Moral-Vorstellung sondern mehr das Thema von Verführung zur Gewalt und Rache. Das sind allgemeingültige Themen. Jemand nicht zu töten ist nicht gleich christlich fundiert...Und eine positive Darstellung vom Christentum sieht anders aus. Eher schon ein zynischer Gegenentwurf (symbolisiert durch den kaltherzigen Mörder)...
Und ja ich habe zunächst eine Liste von offensichtlich Seven-geprägten Filmen erstellt und dann eine Liste von guten Serien-Killer-Thriller. War ich so unverständlich? Man kann diese Art von Filmen durchaus in ein Sub-Genre packen, so viele, strukturgleiche Filme dieser Art gibt es.
FlintPaper 2012/05/20 19:25:14
Antwort löschenNö, unverständlich nicht, aber Roco De Long hatte sich ja beschwert :P. Der Serienkiller will Pitt zur Selbstjustiz verleiten, weil er damit seine Killer-Combo beendet (Zorn als letzte Sünde) und jede der Sünden beisammen hat. Kann sein, dass Fincher zeigen wollte, dass das Böse in uns allen "lauert" (was für eine Message) oder whatever, aber ob der Antagonist diese Gedanken hatte/haben sollte.
Wie auch immer, das geht jetzt alles immer tiefer in die Details. Ich hab den Film hier. Vielleicht nochma gucken jetzt lol - letzte Sichtung ist ja ne Ewigkeit her!
Roco De Long 2012/05/26 03:03:50
Antwort löschenHab ihn heute bestellt, da ich bei Amazon über die berühmten 20 Euro kommen musste. Da ich weder Buch noch Erstverfilmung kenne, hoffe ich du hast Recht!
Le Samourai 2012/05/26 03:32:37
Antwort löschenAch, dann sowieso. Fincher halt. :)
Hooded Justice 2012/05/26 16:34:03
Antwort löschenDas ist das Original nochmal in big, aufgestylt und mit einer doofen Lisbeth Salander-Besetzung. Finde auch eher nicht, dass es eine "vollkommen eigenständige" Version ist, weil außer dem Ende so gut wie alles übernommen wurde - eingeschlossen Drehorte, Handlung etc. mit Ausnahme vom etwas umgewandelten Ende. Etwas "gemainstreamt" meiner Meinung nach. Was soll's, bin voll und ganz von der schwedischen Version überzeugt.
Le Samourai 2012/05/26 17:19:26
Antwort löschen"Big, aufgestylt", oder einfach "besser" inszeniert. Aber dass so ein Fincher mehr drauf hat, ist ja auch irgendwie klar. Finde Rooney Mara super. Und mainstreamig fand ich den auch eher nicht. Dafür ist er zu düster und brutal und Rooney Mara zu nackt :)
Aber ich kann auch absolut nachvollziehen, dass du die schwedische Version lieber magst. Find die ja wie gesagt auch super!
Roco De Long 2012/05/28 01:13:20
Antwort löschenAlso der große Wurf wars jetzt sicher nicht...
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Le Samourai 2012/05/28 02:17:32
Antwort löschenNa, kannst ja nochmal die ziemlich besten Freunde schauen. :)
Roco De Long 2012/05/28 10:20:32
Antwort löschenDiese beiden Filme gegenüber zu stellen, autsch.
Mr. Goodkat 2012/05/18 18:31:09
Kommentar löschenNachdem 2011 bekannt wurde, dass David Fincher eine Neuverfilmung des schwedischen Romans "Verblendung" inszenieren wird, war der Aufschrei in der Filmgemeinde groß. Auch ich war nicht sonderlich begeistert davon, dass in Hollywood an einem Remake gebastelt wird, war doch bloß zwei Jahre zuvor die schwedische Verfilmung erschienen. Diese Verfilmung war alles andere als schlecht und auch mir gefiel die Millenium-Trilogie von Nils Arden Oplev sehr gut. Ich versuche aber, "The Girl with the Dragon Tattoo" als eigenständigen Film zu sehen und diese Tatsache soweit es geht auszublenden, andernfalls würde ich wohl schon aus Prinzip weniger Punkte verteilen.
Natürlich erwartet man von David Fincher Großes: Wer Fight Club und Sieben erschaffen hat, der muss ein Meister seiner Klassen sein, der muss wissen, was er tut und der kann ja per se keine schlechten Filme machen. Warum dann also ein Remake, was Fincher bisher noch nie gemacht hat; zudem ein Remake, das möglicherweise zwei Fortsetzungen nach sich ziehen wird, was bei Fincher ebenfalls noch nie vorkam (Alien 3 zähle ich nicht dazu, da dieser der einzige Alien-Film ist, den Fincher inszeniert und bisher noch keine Fortsetzung eines von ihm inszenierten Filmes gedreht hat)? Dachte er vielleicht, der Geschichte noch etwas Neues abgewinnen zu können? Oder wollte er einfach nur seinen Stempel aufdrücken? Was Zweiteres angeht: Die für Fincher übliche düstere Optik kommt auch hier zum Tragen. Generell ist "Verblendung" optisch eine Wucht, was nicht nur das grandiose Intro deutlich macht (http://www.youtube.com/watch?v=mVLJkIZvFlo&feature=related). Visuell hat das Remake dem schwedischen Original einiges Voraus, selbiges gilt allerdings auch für das Budget, weshalb man den Schweden sicher keinen Vorwurf machen kann. Ebenfalls herausragend ist der von Trent Reznor und Atticus Ross komponierte Soundtrack (siehe Intro u.a.) der positiv zur bedrohlichen Stimmung des Films beiträgt. Das Markenzeichen beider Filme dürfte wohl der Charakter der Lisbeth Salander sein. 2009 beeindruckte Noomi Rapace mit einer tadellosen Darstellung dieser selbstzerstörerischen, verschrobenen, intelligenten, leicht asozialen Figur, welche ihr bekanntermaßen den Weg in die Traumfabrik ebnete. Ein schweres Erbe also, das Rooney Mara da antreten musste. Sie hat es meiner Meinung nach zwar nicht geschafft, der Figur andere Facetten abzugewinnen, die Darstellung war aber keinesfalls armselig, sondern überraschenderweise authentisch und überzeugend. Für Kenner des schwedischen Films ist die Finchersche Neuverfilmung nur leidlich spannend, wird hier logischerweise die gleiche Geschichte erzählt, auch wenn das Ende leicht variiert. So richtet sich das Hollywoodprodukt vorallem an das amerikanische Publikum, welches sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Synchronisationen schwer tut und bei Untertitelung wohl zu viel lesen muss.
Die Frage nach der Notwendigkeit oder dem Sinn eines Remakes (außer dem des Finanziellen) wird dem Film wohl immer anhaften, jedoch ist "The Girl with the Dragon Tattoo" aufgrund der Inszenierung und der Darsteller definitiv einen Blick wert. Kennt jemand beide Varianten noch nicht, so sollte er meiner Meinung nach zuerst die schwedische Variante ansehen und danach zur amerikanischen Version greifen. Sehenswert sind beide Filme.
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Naium 2012/05/16 00:39:02
Kommentar löschenSehr guter Film, Lang, aber auf keinen Fall zu lang.
Das Ende fand ich Traurig, hatte die beiden so ins Herz geschlossen...
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Daniel Nahser 2012/05/13 22:19:25
Kommentar löschenHab ihn nicht gesehen, aber einfach aus Prinzip 0 Punkte. Dieses ganze wir drehen gute Europäische Filme nach einem Jahr noch mal auf AMERIKANISCH kotzt mich an!
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Laurini 2012/05/01 20:58:16
Kommentar löschenKeine Spoiler! Schade, dass es immer genug Leute gibt, die so voreingenommen sind, dass sie sich garnicht richtig auf die Filme einlassen und von vorne herein denken, Remakes seien immer schlechter als der Original Film oder das dazugehörige Buch. Ich habe das Buch gelesen und den schwedischen Dreiteiler gesehen. Und ich muss sagen am Anfang war ich auch nicht so begeistert, dass Verblendung nochmal neu verfilmt werden soll, da ist wirklich von der schwedischen Fassung, insbesondere vom ersten Teil, begeistert war. Ich hatte befürchtet, dass die Amerikaner den Film mir zu vielen Spezial Effekten, zu viel Action aber einige spezielle Schlüsselszenen (wem die story bekannt ist, weiss welche Szene ich meine) zu harmlos darstellen würden und somit die Story und die Stimmung kaputt machen .Allerdings bin ich echt postiv überrascht. Der Film ist noch härter und das Budget wurde gut angelegt und für nichts dergleichen verschwendet. Auch Rooney Mara hat mich überzeugt, auch wenn ich sagen muss, dass Noomi Rapace einfach eine Granate ist. Genauso wie Craig :D Ich fand auch, dass sich Verblendung (amerik.) eher ans Buch gehalten hat, als das "Original". Alles in allem mag ich beide Versionen sehr gerne und gucke mir auch weiterhin mit Freunde die schweidischen Goldstücke in der ARD, auf Zdf/Zdfneo an :) Dennoch freue ich mich sehr, wenn der zweite Teil in die Kinos kommt.
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based_god 2012/04/17 11:26:13
Kommentar löschenEin typischer Fincher-Film. Stylisch, aber trotzdem nicht so gut wie das Original.
"Verblendung" handelt vom Ex-Unternehmer Henrik Vanger (Christopher Plummer), der jedes Jahr eine Blume zugeschickt bekommt. Jedes Jahr genau an dem Tag an dem seine geliebte Nichte Harriet ermordet wurde. Er stellt Mikael Blomkvist (Daniel Craig) ein um den Fall zu lösen und endlich Ruhe zu finden. Hilfe erhält Mikael von Lisbeth Salander (Rooney Mara), einer Hackerin mit ungeklärter, geheimnisvoller Vergangenheit.
Eigentlich knüpft Fincher mit seinem neusten Film dort an wo er mit "Sieben" oder "Zodiac" aufgehört hat. Wie immer in seinen Filmen gibt es eine grandiose Filmmusik und er schafft es eine gestylte Atmosphäre zu schaffen, wie es das schwedische TV-Original mit seinem deutlich kleineren Budget nie und nimmer hätte hinkriegen können. Auch die Schauspielerleistungen gehen in Ordnung auch wenn Rooney Mara im Vergleich zu Noomie Rapace natürlich deutlich abfällt.
Nun zum direkten Vergleich von Original zu Hollywood-Remake, und hier muss ich eine SPOILER-WARNUNG aussprechen! Die Hollywood-Autoren haben es sich natürlich nicht nehmen lassen einige Veränderungen vorzunehmen; die Flucht von Harriet ist etwas anders dargestellt, Mikael Blomkvist hat plötzlich eine Katze und eine Tochter und Lisbeth findet deutlich später zu ihm. Alle Änderungen sind vertretbar, machen den Film aber schwächer als das Original. Auch Daniel Craig geht eigentlich in Ordnung, passt aber mit Sixpack und perfekt sitzender Frisur nur mässig ins Bild des legendären Blomkvist. Und für Mara war die Hürde einfach zu gross. Zu gut war die Leistung von Rapace.
Trotz alledem ist "Verblendung by Fincher" ein guter, spannender Film und für alle die das Original nicht kennen bedingungslos zu empfehlen. Ich war zwei gespalten und gebe dem Film trotz allem 8 Punkte. Einer weniger als das schwedische Original gekriegt hat.
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Trimalchio 2012/04/17 14:57:22
Antwort löschenSind diese Änderung nicht nach dem Sinn des Buchs?
based_god 2012/04/17 16:33:07
Antwort löschenDas kann sein, ich hab das Buch nach 150 Seiten aufgegeben... Aber ich bewerte halt aus meiner Sicht...
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alex023 2012/04/18 16:20:47
Antwort löschenMikael hat im Buch sowohl Katze als auch Tochter und Lisbeth kommt auch erst viel später zu ihm.
based_god 2012/04/18 17:53:38
Antwort löschenDas ärgert mich nun ein bisschen... Vielleicht war mein Anspruch falsch Original und Remake zu vergleichen, da dieses offensichtlich gar nicht das Original ist...
BurakkuEmparaa 2012/04/15 02:53:35
Kommentar löschenEnthält kleine Spoiler, die aus dem Dickicht meiner vom Wahn behauchten Schreibweise möglicherweise schwer zu extrahieren sind, aber ich warne lieber trotzdem, bevor sich jemand beschwert.
Nachdem ich bezüglich der Kombination David Fincher/Remake (oder Neuinterpretation der Romanvorlage, was auch immer, ist mir mittlerweile Wurst) eines europäischen Films doch sehr skeptisch war, sind nach der Sichtung von "The Girl with the Dragon Tattoo" alle Zweifel wie weggeblasen. So wollte ich mir doch ursprünglich die Originale zuerst zu Gemüte führen, nach einiger Überzeugungsarbeit meiner besseren Hälfte und dieser zwar leisen, aber doch vehementen inneren Stimme, die sich wie ein kleines Kind über einen neuen Psychothriller von Fincher freute, konnte ich mich der (bittersüßen) Vorfreude nicht mehr erwehren. Das Intro kannte ich bereits, als großer Reznor-Fan konnte ich mir das ja nicht entgehen lassen. Bei gesonderter Rezeption empfand ich es irgendwie als unpassend für einen derartigen Film (so eine Story hatte ich aber auch wahrlich nicht erwartet), im Gesamtwerk passt es unglaublich gut. Es entfaltete eine ähnlich starke Sogwirkung auf mich wie unerwarteterweise der gesamte Film.
Ich hatte, wie mir im Nachhinein immer mehr bewusst wird, eine sehr merkwürdige und vorurteilsbehaftete Erwartungshaltung nicht nur entgegen Finchers Version, sondern allgemein dieser ganzen Geschichte. Ein Megabestseller der im großen Stil als Trilogie verfilmt wird und von dem auf einmal jeder redet, irgendwas mit einer geschädigten Superhackerin, einem Journalisten und einer bösen Verschwörung um ein seit Ewigkeiten verschollenes Mädchen. Dann auch noch ein Remake nach so kurzer Zeit. Das kann ja eigentlich nur Böses bedeuten. Sprach mich nicht besonders an, klang irgendwie nach ähnlich Gehaltvollem wie die verbalen Ergüsse eines gewissen Dan Brown. Nicht im Bezug auf den Inhalt, sondern eher auf die Form, die weder Charakterentwicklung noch sonst irgendetwas außer einer steilen Spannungskurve und einem konstruierten, enttäuschendem Twist kennt. Die Blockbuster-Bewerbung des Remakes (die ich bezüglich der Thematik auch nicht wirklich verstehen kann, genau wie das Budget) tat dann ihr Übriges dazu.
Letztendlich packten mich die Geschichte und Finchers grandios-düstere, bedeutungsschwangere Inszenierung, bei der man wie schon bei "Sieben" oder "The Game" hinter jedem toten Winkel der Kamera irgendeine fürchterliche Bedrohung zu spüren meint, nach einem Bruchteil der Laufzeit aber derart am Schlafittchen, dass ich gar nicht mehr wusste wo mir vor Anspannung der Kopf steht. Meine Fingernägel fühlen sich gerade genauso geschändet wie ein bestimmter weiblicher Charakter dieser abgedrehten Naziinzestvergewaltigungsserienmördergeschichte. Der sich von Mal zu Mal steigernde Trent Reznor legt hier wieder mal ein Brett von Soundtrack hin, dass ich nur noch schmachten kann. Ich könnte mir keinen besseren Komponisten für derartig fieses Material vorstellen.
Zur Produktionsqualität muss man wohl nicht viel sagen, das Budget ist meines Erachtens nach eh exorbitant hochgegriffen, da hätte man ja auch die Hälfte weglassen können (obwohl die wahrscheinlich für PR draufgegangen ist). Die Schauspieler sind durchweg überzeugend, Rooney Mara bleibt etwas blass (höhö), Daniel Craig hat mich positiv überrascht, Stellan Skarsgard rockt sowieso meistens, nur Christopher Plummer hätte dann doch etwas mehr Screentime bekommen können. Robin Wright hingegen fand ich etwas nervig und überflüssig. Hervorzuheben ist die Anpassung an den schwedischen Handlungsort in der englischen Sprache, empfand ich als sehr lobenswert, war vergleichsweise schon wesentlich mehr Mühe, als sich andere Regisseure bei solchen Settings geben.
Etwas merkwürdig kam hingegen die Weiterführung der Story nach der eigenlichen Auflösung rüber, nicht dass diese aufgezwungen wirkt, aber die Schnitte wurden dann doch etwas hektisch. Trübt den Gesamteindruck jedoch wenig, da es trotzdem spannend bleibt und man so noch einen weiteren Twist (mehr oder weniger) serviert bekommt.
Das wunderbare audiovisuelle Zusammenspiel erzeugt eine ungemein dichte Atmosphäre, in der ich mich wirklich verloren habe. So ein nervöses Hin- und Herrutschen auf dem Sessel kenne ich eigentlich gar nicht von mir. Zweieinhalb Stunden, die wie im Flug vergehen, die von mir aus auch noch lange hätten weitergehen können... Verdammt, ich will wissen wie diese Geschichte weitergeht! Naja, dann kommt jetzt wohl doch erstmal die Originaltrilogie dran. Und stetig bleibt nun die Hoffnung, dass der werte Herr Fincher den Rest auch noch verfilmen darf.
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terraNova 2012/04/13 23:31:51
Kommentar löschenDer Film ist mehr oder weniger ne schlechtere Kopie von einem sehr guten Original, daher die schlechte Wertung. Wofür neu verfilmen? Der Film ist 1. neu und 2. gut, da muss man nicht alles gleich nahezu 1:1 übernehmen. Sind wir hier in China?
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homosapiokokke 2012/05/30 13:01:59
Antwort löschenGenau meine Meinung, finde es überflüssig nach nicht einmal einanhalb Jahren des Originals gleich die Hollywoodfassung herauszuballern, nächstes Jahr kommt dann die Bollywoodversion mit Tanzeinlagen :D
Tyler Durden 80 2012/04/12 19:59:17
Kommentar löschenInteressanter und spannender Thriller.
Schön und düster insziniert wie man es von David Fincher kennt.
Auch die Besetzung war ein Augenschmaus.
Kleiner Minuspunkt war das es am Ende etwas langatmig rüber kam (kann auch sein weil ich die Bücher nicht gelesen habe und die Geschichte ja weiter geht).
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lieber_tee 2012/04/09 21:07:24
Kommentar löschenMacht, Moral und Mord. David Finchers präzis-unterkühlte Neuverfilmung von Stieg Larssons Bestseller ist ein stylisch-eleganter Thriller, der auch funktioniert wenn man schon das schwedische Original kennt. Nach einer (etwas isoliert wirkende) bombastischen James-Bond-Titel-Sequenz ist diese gehobene US-Mainstream-Version sehr nahe am Buch und löst sich durch seine andere Schwerpunktsetzung, sowie eine geschickte (und wirkungsvolle) Ton-, Bild- und Musik-Montage vom (völlig) überflüssigen Remake-Vorwurf. Der Reporter Mikael Blomkvist (sehr überzeugend Daniel Craig als coole Sau) rückt mehr in den Mittelpunkt und stiehlt Lisbeth Salander manchmal die Show. Das liegt auch daran, das Rooney Mara mehr durch ihr schräges Outfit als durch ihre blasse Darstellung auffällt (Ja, Noomi Rapace IST Lisbeth). „Verblendung“ ist letztlich eine optische Ergänzung zum Original, macht aber auch deutlich wie banal und über-konstruiert der (überschätzte) Roman ist.
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dustyOn3 2012/04/15 00:57:53
Antwort löschenSchön geschrieben!
lieber_tee 2012/04/15 01:06:22
Antwort löschendanke