Verblendung

The Girl with the Dragon Tattoo (2011), NO/SE/US Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 12.01.2012

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Kritiker
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von David Fincher, mit Daniel Craig und Rooney Mara

Verblendung ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der “Millennium”-Trilogie von Stieg Larsson. Diesmal wird sich Oscar-Regisseur David Fincher (Fight Club, The Social Network) dem Roman annehmen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Hintergrund & Infos zu Verblendung
Obwohl es in den Vereinigten Staaten üblich ist, europäische Film-Erfolge noch einmal für den US-Markt zu adaptieren, um den heimischen Zuschauern keine Synchronfassungen oder gar Untertitel zuzumuten, ist Verblendung mehr als nur ein lustloses Remake. Schon dass sich der überaus renommierte Regisseur David Fincher direkt nach seinem Erfolg mit The Social Network dieses Projektes angenommen hat, spricht für einen werdenden Kinoknaller. David Fincher ist bekannt dafür, Filme sehr stark mit seinem persönlichen Stil zu prägen und wird keinesfalls eine 1:1 Adaption der dänischen Version von Niels Arden Oplev im Sinn haben.

Zusätlich hat David Fincher ein wahres Oscar-Dreamteam um sich geschart. Die Drehbuchadaption stammt von Steven Zaillian, der für sein Drehbuch zu Schindlers Liste von der Akademy ausgezeichnet wurde. Auch bei der Musik verlässt sich Fincher auf Profis: Wie schon in The Social Network wird der Soundtrack zu Verblendung von Trent Reznor stammen. Obwohl dieser im Bereich Filmmusik ein absoluter Neueinsteiger war, konnte sich der Musiker auf Anhieb bei den Oscarverleihungen 2011 gegen Komponisten-Schwergewichter wie Hans Zimmer durchsetzen. Mit diesem Team steht nichts mehr im Wege, um auch aus Verblendung einen echten Hit zu machen.

PS: Obwohl mit fünf Nominierungen (u.a. für Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin) viel versprechend ins Rennen gestartet, ergatterte Verblendung bei den Oscars 2012 nur den Preis in der Kategorie Bester Schnitt.(ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (32) — Film: Verblendung

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

Ohne über den Sinn oder Unsinn filmischer Übersetzungen in die amerikanische Sprache zu schwadronieren, meldet sich der neue David Fincher zurück, und "Verblendung" verhehlt, wieder einmal, zu keiner Zeit den künstlerischen Umbruch im Bewusstsein eines ehemaligen subversiven Bildverdunklers, stellt ihn gar unumwunden aus. "Verblendung" würdigt in seinen fesselndsten Momenten obsessiver journalistischer Spurensuche "Zodiac", wo es um das zermürbende Dechiffrieren von Fragmenten ging, und um das, womit man wahnsinnig werden kann, sich aber auch in höchste Gefahr begibt.

Aber dass Finchers vorliegende, meist analytische, oft mathematisch dramatisierte Drehbücher sich seit "Panic Room" mehr und mehr dem Diktum lebloser, dafür aber schwelend bedrohlicher Abfilmerei fügen, findet in seiner kriminalistischen Stieg-Larsson-Geschichte über die Verdrängung des Erinnerns, über vertuschte Wirtschaftsverbrechen, die Reputation der Karriere, Enthüllungsgefahr,…

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filmschauer

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Punktgenau. Schön.


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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8.5Ausgezeichnet

[...]Mehr Kino-, weniger TV-Film, die Stimmung in verstörenden bis faszinierenden Bildern noch dichter, die gelungenere Zusammenführung der beiden Hauptfiguren, in Daniel Craig den besseren Blomkvist – das sind die Hauptpunkte, über die sich David Finchers Remake des gerade einmal zwei Jahre älteren „Män som hatar kvinnor“ rechtfertigt. Den gen Auflösung radikal wegbrechenden Spannungsbogen haben die Verfilmungen von Stieg Larssons „Millennium“–Trilogieauftakt gemein, unterscheiden sich dafür in der Handhabe ihrer vermeintlichen Attraktion, der androgyn-anorektischen Cyper-Anarchistin Lisbeth Salander: was Noomi Rapaces Performance zur modernen Ikone erhob, zirkeln Fincher, Drehbuchautor Steven Zaillian und Rooney Maras apathischere Darstellung passgenau auf ein ge- und zerbrochenes, aber wehrhaftes Mädchen herunter, eine Randerscheinung zunächst, die im Leben wie im Film kaum ihren Platz findet, ehe sich die Story in einem träumerischen Schlussakt als ihr ganz persönliches Märchen offenbart…

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.5Herausragend

[...] Es dauert, bis Blomkvist und Salander letztlich aufeinandertreffen, doch bis dahin muss sich Lisbeth auch erst einmal von ihrem von Rechts wegen gestellten Vormund emanzipieren, allein diese Szenen sind an Drastik und Eindringlichkeit im Übrigen kaum zu übertreffen und rühren schon an der Substanz. Doch auch das immer verworrener werdende Treiben im verschneiten Hedeby zieht den Zuschauer unentwegt in seinen Bann und offenbart stilistisch gekonnt nach und nach immer neue Details zum Verschwinden Harriets. Dabei beeindrucken zuvorderst die visuell greifbare Düsternis und die lebensfeindliche Landschaft und man meint beinahe die Anspannung zu spüren und harrt der Offenbarungen, die noch im Schatten lauern. Die Bildkompositionen vermitteln, gepaart mit dem exquisiten Score, genau die unterschwellige Bedrohung, die auch bezeichnend ist für die Geheimnisse und die latente Aggression der Familienmitglieder untereinander und gegenüber Blomkvist. [...]

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Julio Sacchi: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Zwei Stunden lang ist das ein absoluter Triumph Finchers, ein unerhört ausgefeilt kadrierter, stimmungsvoller und von Ross/Reznor adäquat befeuerter Thriller. Dann, im allzu fröhlichen, halbstündigen Epilog, verlieren er und Zaillian Faden und Maß und unterliegen zumindest an dieser Stelle der vergleichsweise biederen schwedischen Verfilmung (auf der dieser Film, das muß man sagen, eher basiert als auf dem Roman). Rooney Mara schlägt sich recht wacker in der mädchenhafter angelegten Rolle der Lisbeth, aber die wahre Sensation ist Daniel Craig, der hier absolut jeden Ton trifft. Ein schöner Film, der allerdings ruhig etwas mehr hätte weh tun dürfen.

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the gaffer: the-gaffer.de

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5.0Geht so

Selbst in seinen enttäuschendsten Momenten hat David Fincher für gewöhnlich etwas zu zeigen und wenn es nur seine elegante filmische Erzählweise ist, der im zeitgenössischen amerikanischen Mainstreamkino niemand das Wasser reichen kann. Verblendung jedoch wirkt wie die gelangweilte Auftragsarbeit eines satten Regisseurs, der seinem Vertrag mit Sony nachommen muss. Viel wurde über die mainstreamtaugliche Lisbeth Salander-Interpretation geschrieben, doch auch ohne die aufgestülpte Beziehung zu Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hätte Lisbeth, pardon, Rooney [Mara] dank ihres seltsam gestelzten Dialekts deplatziert gewirkt. Die Vorhersehbarkeit der Story nagte schon an der Kinotauglichkeit der schwedischen Verfilmung, bei Fincher schlägt sie umso mehr ein. Trotz der vielversprechenden Kombination Hacker- meets Serienkillerfilm gleicht das Feelbadmovie dem solala-Aufsatz eines Spitzenschülers. In seinen Einzelteilen stilistisch schön zu lesen, insgesamt aber verschenktes Potenzial.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Co-Pilot

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Sorry Gaffer; aber auch du könntest dir mal meinen post zu Batzman durchlesen... - betrifft dich genauso.


the gaffer

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Da bin ich ja froh, dass du ganz genau weißt, wie wir Filme sehen müssen. ;)


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.5Geht so

Nicht wirklich schlecht, nur unglaublich überflüssig. Fincher hat außer seinen sterilen Hochglanz-Bildern der Story nichts wirklich neues hinzuzufügen. Der geleckte Look nimmt dem ganzen aber auch viel von der Unmittelbarkeit und Rauhheit der schwedischen Verfilmung, schafft Distanz und lässt spürbar kälter. Rooney Mara wirkt leider auch eher wie ein Mädchen aus gutem Hause, dass zu Halloween als Cracknutte geht, als tatsächlich wie die authentische Naturgewalt, als die Nomie Rapace Lisbeth Salander spielte. Daniel Craig fehlt die knarzige Unscheinbarkeit von Michael Nyqvist - er wirkt zu cool, zu heldenhaft. Technisch ist das Ganze okay, aber genau wie das Remake von So finster die Nacht bleibt der Beigeschmack, dass hier unnötig etwas nachgedreht und geglättet wurde, ohne dabei tatsächlich etwas originär neues zu schaffen.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Co-Pilot

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@BATZMAN:

was hättest du denn geschrieben wenn du den Film "unvorbelastet" gesehen hättest? So wie ich zB.
Also ohne von 00:00:01 bis 2:38:00 Vergleiche zum "Original" heranzuziehen?
Ich sags dir; dann hättest du einen guten, unterhaltsamen, spannenden und authentisch wirkenden Film gehabt.
Deine Kritik ist eindimensional-unfair.


Batzman

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Ja und wenns der erste Film wäre, den ich im Leben gesehen hätte und davor in einer Höhle gewohnt hätte, fände ich wahrscheinlich auch Transformers faszinierend. Und Remakes müssen sich eben am Original messen lassen und die wirklich guten schaffen es dem Thema einen neuen, originellen Aspekt abzugewinnen. Fincher liefert wie meist Style over Substance und ist in diesem Fall einfach nicht sehr interessant. Ich find ihn generell ziemlich überschätzt.


Corsovilla: SchönerDenken

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7.0Sehenswert

David Finchers Version von “Verblendung” braucht geschätzt eine Dreiviertelstunde, bis er bei sich und den (meisten) Zuschauern angekommen ist. Einem dramaturgischen Korsett unterwirft sich Fincher nicht und das hat auch seine Nachteile: Statt in anderthalb Stunden den Bogen kriegen zu müssen, kann sich diese Verfilmung Zeit für Details nehmen – und manchmal auch verzetteln. Ein düsterer, schwieriger, auf jeden Fall sehr sehenswerter Film – und definitiv eher für Hartgesottene, denn einige Gewaltszenen snd schwer zu ertragen. (Mehr im Podcast)

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SiameseMax: SiameseMovies

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5.0Geht so

[...] Einige Neuerungen und Hinzufügungen Finchers wirken zudem ungelenk, als hätte der Regisseur allzu oft den Fokus auf jene Aspekte der Story gelegt, welche die 2009er-Verfilmung zu Recht vernachlässigte oder lediglich umriss. Dumm nur, dass der Zuschauer bei der Neuverfilmung trotz angestrebter Klarheit des Öfteren Gefahr läuft, der komplexen Story nicht folgen zu können, da Fincher auch die persönliche Beziehung zwischen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist in ein völlig profaneres Licht rückt, indem er ihr jegliche Dynamik nimmt und hier und da als Ausgleich ein paar Sex-Szenen ergänzt. Scheinbar fehlt dem Regisseur hier das sichere Händchen für eine schwierige Beziehung, und gleichzeitig der Einblick in eine zutiefst verletzte Seele. Sogar Salanders für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Figur unabdingbar wichtige Vergangenheit wird in einer der Schlüsselszenen des Originals einfach weggelassen. Das Feuer, das auf mehreren Ebenen ihre Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und zu ihrem ständigen, unliebsamen Begleiter geworden ist, wird in der US-Version ihrer Geschichte im Keim erstickt. [...]

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.0Ausgezeichnet

Es sind unterm Strich vielleicht Kleinigkeiten, die hier anders sind, aber diese Kleinigkeiten machen einen Unterschied.
Oplev stürzt sich ausgiebiger auf den Crime-Plot, während Fincher mich tiefer in die Charaktere zieht.
Ich weiss nicht, ob es diese Veränderungen sind, oder wohlmöglich noch stärker die erbarmungslos dichte Umsetzung und der - die unheilvollen Bilder meisterhaft unterstreichende - melancholische bis treibende Score von Trent Reznor und Atticus Ross (Nine Inch Nails), aber die Amis haben mich dieses Mal mit einer Neu-Interpretation restlos überzeugt.

Man darf mich abschließend gerne mit Gemüse bewerfen, aber ich bleibe dabei:
Finchers „Verblendung“ ist besser als Oplevs Vorgänger. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.0Sehenswert

Der Ami schaut synchronisierte Movies allenfalls im Arthouse-Cinema. Also wird gewinnträchtiger Stoff abermals verfilmt, auch wenn das Original keine drei Jahre alt ist – wie der vom schwedischen Krimi-Autor Stieg Larsson unvollendeten „Millennium“-Reihe erster Teil. Beschränkt auf wenige Variationen zum Vorgänger und der Buchvorlage „Männer, die Frauen hassen“ ist David Finchers 158-Minüter bei aller Redundanz ein nicht minder reizvoller wie schonungsloser Thriller geworden. Und sollte er sich auch für die Remakes von „Verdammnis“ und „Vergebung“ bereiterklären, könnte Hollywood sogar mit der tonangebenden Trilogie triumphieren.

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Edward Nigma: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

"They say that I'm insane. No, it's okay, nod. I am insane."

Hollywood gehen die Ideen aus: Reboots, Remakes und Fortsetzungen, wohin das Auge reicht. Auch im Ausland, insbesondere Europa, wird seit einigen Jahren fleißig gewildert. Doch der amerikanische Remake-Wahn beschränkt sich nicht nur auf die Klassiker des europäischen Kinos, nein, auch neuere Kino-Erfolge werden (meist) unnötigerweise neu aufgelegt. Warum Untertitel und synchronisierte Filme für das amerikanische Publikum scheinbar unzumutbar sind, bleibt wohl ewig ein Rätsel. Jüngstes Remake-Opfer ist der gefeierte erste Teil von Stieg Larssons Millenium-Trilogie „Verblendung“ und dabei kam der Thriller aus dem frostigen Norden doch erst Anfang 2009 in die europäischen Kinos. Glücklicherweise ist „Verblendung“ mehr als nur eine amerikanisierte Kopie des schwedischen Krimihits von 2009 geworden, zu verdanken ist das „Fight Club“-Regisseur David Fincher, der sich im düster-verschneiten Schweden sichtlich…

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Le Samourai

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Ganz toller Text!!!


Edward Nigma

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Danke :)


Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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6.5Ganz gut

Die amerikanische Fassung ist mit Daniel Craig als Enthüllungsjournalist Mikael Blomqvist und Christopher Plummer in der Rolle des altehrwürdigen Unternehmers Henrik Vanger dem europäischen Erfolgsfilm ein wenig überlegen. Als Lisbeth Salander war allerdings Noomi Rapace 2009 in ihrem Spiel so eindringlich, daß in der neuen Version Rooney Mara zwar sehr gut ist, aber der Rolle nichts Neues hinzufügen kann. Es ist halt ein bißchen wie mit den verschiedenen Mozartkugeln: Es gibt original Mozartkugeln, und es gibt lediglich echte Mozartkugeln.
Es ist schwer zu sagen, ob der neue Film besser oder schlechter als der alte ist. Wenn man die Urfassung kennt, erlebt man hin und wieder ein Deja Vu, was im Kino auch eine interessante Erfahrung sein kann. Doch der Thriller bleibt spannend und der Regisseur David Fincher ist für diesen Stoff prädestiniert:
Die Story ist auf mehreren Ebenen interessant. Eine tragische Tagesaktualität gewinnt der Film – und vielleicht ist es deshalb gut,…

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Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

[...]
Wie bewertet man einen Film, dessen Inhalt man sich schon kurz zuvor in zwei Fassungen – Buch und Film – zu Gemüte geführt hat? Das er im Grunde die gleiche Geschichte noch einmal erzählt, kann man ihm wohl kaum ankreiden. Das das Buch nicht Wort für Wort verfilmt werden kann, dürfte klar sein. Fincher schafft es jedoch, die erste Verfilmung des Stoffes wie einen drögen Ikea-Tatort aussehen zu lassen, der sich nur auf seinen Kriminalfall konzentriert. Das macht den ersten Teil nicht schlechter, das soll nur als Vergleich dienen, denn „The Girl With The Dragon Tattoo“ ist, um mal so zu sagen: Moderner. Moderner bitte nicht automatisch gleichsetzen mit „besser“, aber in diesem Fall liefert Fincher ganz einfach den Film ab, den ich mir nach Lektüre des Buches gewünscht hatte. Wenn ich bei dem Original noch geschrieben habe: „Abzüge muss es aber zum einen geben, weil es so viel mehr hätte sein können“ – dann muss ich sagen: Hiermit erledigt.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Was von Finchers "The Girl with the Dragon Tattoo" letztlich in Erinnerung bleibt, ist die visuelle Kraft, eine großartige Credits-Sequenz und ein herrlich atmosphärischer Score von Trent Reznor und Atticus Ross (inklusive NIN-Anspielung im Film). Finchers Film ist nicht besser als Niels Arden Oplevs, aber auch nicht schlechter. Aus diesem Grund bin ich doch ein klein wenig enttäuscht.

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Co-Pilot

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"Finchers Film ist nicht besser als Niels Arden Oplevs, aber auch nicht schlechter. Aus diesem Grund bin ich doch ein klein wenig enttäuscht."

??? Logik? Looogik? ... Wohl grad nicht da.


Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

David Finchers Verblendung ist künstlerisch ambitionierter als das Original, hat ein großartiges Intro und einen wunderbaren Soundtrack von Trent Reznor, der wie eine emotionale Lebenslinie unter allen Szenen pulsiert - aber dennoch ist das Original der bessere Film. Das liegt zum einen daran, dass in der ersten Verfilmung die Ermittlungsarbeit spannender geschildert wurde und zum anderen, dass die Atmosphäre weitaus einnehmender war. Außerdem ist es doch enttäuschend zu sehen, dass fast alle Schlüsselszenen sehr ähnlich sind und sich Fincher nicht getraut hat etwas Neues zu versuchen (selbst an den Stellen an denen es dem Stoff gut getan hätte). In Summe ist Verblendung dennoch ein guter Film, der aber vor allem für all jene interessant sein dürfte, die das Original noch nicht gesehen haben.

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Co-Pilot

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"aber vor allem für all jene interessant sein dürfte, die das Original noch nicht gesehen haben. " - Genau, dann verkneift man sich nämlich diese öden Vergleiche mit der Ikea-Version. DAFÜR hat Fincher Verblendung mit Sicherheit nicht gedreht - um primär verglichen zu werden anstatt den "reinen" Film zu analysieren.


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Wahrscheinlich waren es wirtschaftliche Gründe, die zu dem schnellen Recycling führten. David Finchers „Verblendung“ spielte allein in den USA seit Weihnachten rund 60 Millionen Dollar und damit zwei Drittel des Budgets ein. Die Frage, ob – wer sich noch frisch an die schwedische Adaption erinnert – unbedingt auch die US-Version sehen sollte, kann jedoch getrost verneint werden. Trotz unterschiedlicher Drehbücher sind sich beide Filme sehr ähnlich und gleichermaßen anspruchsvoll. Allerdings kann man bei einem so bekannten Stoff auch nur schwer Neuland betreten.
Wie Oplev inszeniert Fincher die brutalste Szene, in der Lisbeth von ihrem Vormund vergewaltigt wird, in schonungslosen Bildern. Und auch bei der Racheaktion, während der Lisbeth ihrem Tyrannen ein ungeschöntes Schuldgeständnis auf die Brust tätowiert, lässt er kein Detail aus.

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A. Resch

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7.5Sehenswert

Dass Verblendung ein sehenswerter Film ist, liegt neben der spannenden Geschichte und der hoch interessanten Protagonistin vor allem an einer bis in die Nebenrollen großartigen Besetzung und einer überaus gekonnten Inszenierung, die, was Musik, Sounddesign, Schnitt und Farbgestaltung anbetrifft, um einiges atmosphärischer daherkommt als die von Niels Arden Oplev.

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Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film

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7.5Sehenswert

Verblendung ist visuell und akustisch betörend, ein Meisterstück in Sachen filmischen Handwerks. [...] Und trotz alldem lassen einen die Geschehnisse weitgehend kalt. Das kann Finchers distanziert wirkender Inszenierung geschuldet sein, hängt bei genauerer Betrachtung aber vor allem mit Steven Zaillians Drehbuch zusammen.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.0Ausgezeichnet

David Fincher hat mit der Neuverfilmung von Stieg Larssons Verblendung einen souveränen Spannungsfilm abgeliefert.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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7.5Sehenswert

Verblendung ist unterhaltsam, großartig geschnitten und drängt spannungsreich voran, bleibt aber etwas charakterlos. Letztlich scheint es, als ob Finchers virtuoses Handwerk ihm bei dieser düsteren schwedischen Geschichte etwas im Wege stehen würde.

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Alle Kritiken (32)


Kommentare (268) — Film: Verblendung


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mj1978

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Bewertung3.0Schwach

ist wohl geschmackssache, aber ich finde das original viel besser... remake ist unnötig

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SCHWARZWERT

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Bewertung7.0Sehenswert

Eines vorweg, ich kenne weder die skandinavische Erstverfilmung, noch die literarische Vorlage. Sodass sämtliche Vergleichsmöglichkeiten, sich mir nicht anbieten^^

Spannender Thriller im Drama Korsett..
Man merkt sofort es handelt sich um ein Werk von David Fincher.
Dunkle Kulissen, kühle Schauplätze und diese pessimistische Grundstimmung, die den Film die ganze Laufzeit über begleitet.

Der Handlungsrahmen ist relativ komplex, im Grunde werden zu Anfang zwei eigenständige Geschichten erzählt, die sich gen Mitte des Filmes kreuzen und zu einer zusammenhängenden Erzählung werden.
Stetige Spannung ist garantiert.
Dadurch nimmt sich der Film viel Zeit seine beiden Protagonisten, detailliert vorzustellen, sodass das zusammen treffen der Beiden später umso interessanter für den Zuschauer wird.

Mit der Besetzung kann man soweit zufrieden sein, wobei mir Daniel Craig persönlich nicht so zu sagte. Dafür gefiel mir Rooney Mara umso mehr^^
Herausragendes Schauspiel gibt es wiedermal von Stellan Skarsgård, einfach großartig der Mann.

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FlintPaper

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Bewertung6.0Ganz gut

Im Gegensatz zum Original schafft es Finchers Verfilmung die interessanteren Schlüsselszenen der Geschichte treffender und so auch spannender zu inszenieren. Das Finale - überhaupt ein kleiner Geniestreich - hat hier auch endlich mal Impact. Das liegt teilweise auch am guten Soundtrack von Trent Reznor. Daniel Craig ist okay in der Rolle, Rooney Mara ziemlich gut, aber nicht unbedingt besser als Noomi Rapace. Die Geschichte bleibt halt eine Komposition aus altmodischen Krimi-Klischees, welche Fincher jedoch wesentlich besser als seine schwedischen, bzw. dänischen TV-Kollegen unter Kontrolle hat.

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Hyperion00731

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vorneweg muss ich einmal erwähnen dass ich das Original nicht gesehen habe.
Dies ist der erste Verblendung den ich sehe. Ich habe mir den Film mit relativ großen Erwartungen angesehen. Doch was ich hier gesehen habe das hat mich einfach gepackt.
Der Film war einer der absolut BESTEN die ich in meinem Leben gesehen habe.
Woran liegt das?
Daniel Craig und Stellan Skarsgard machen einen grandiosen Job, was mich nicht allzusehr überrascht hat. Doch das Performance der beiden wird dennoch von der überirdisch spielenden Rooney Mara in den Schatten gestellt. Ich glaube dass sie hier die Rolle ihres Lebens spielte.
Die Handlung des Films ist einfach spitze. Es gibt kein einziges Logikloch im ganzen Film.
Die Darstellung des Films ist genial.
Und man wird eigentlich durchgehend klasse unterhalten. Der ganze Film hat praktisch keine einzige Länge.
Die Dialoge die geführt werden sind oskarreif.

Fazit: Ein toller Film, mit tollen Bildern, tollem Cast, einer tollen Story und super Ideen.
Verblendung ist definitiv ein Geheimtipp für alle Thriller Fans.

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TheBlimed

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Bewertung2.0Ärgerlich

Das skandinavische Original ist großartig, aber aus Hollywood-Remake ist ein belangloser Abklatsch. Im Original steckt Herzblut und Charme. Im amerikanischen Pendant lediglich Profitgier und Schießereien. Auch die Besetzung mit Daniel Craig ist mir ein Rätsel. Er ist für mich in der selben Liga, wie Will Smith, Tom Cruise, Michelle Rodriguez und Til Schweiger. Alle können nur sich selbst spielen oder höchstens den immer selben Sterotypus von Held.
Craig hat nur zusätzlich das Problem, dass er für mich keine Sympathie ausstrahlt, was den Film weiter abwertet.
Die Geschichte grundsätzlich ist großartig, aber sie wurde ja auch von einem durchweg stimmigeren Film kopiert.

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Trimalchio

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*Buch.


Canis Majoris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das 'Original' kenne ich (noch) nicht.

Diese Fincher-Verfilmung war leidlich gut.

Mankos:

Die musikalische Untermalung und Daniel Craig.

Der Rest war mehr als solide und konnte durchaus begeistern, finde ich.

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Velly

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eine 8 für leidlich gut?

Mir hat Craig auch nicht so gut gefallen. Nicht falsch verstehen, ich finde Craig ausgesprochen großartig! Aber ich fand ihn unpassend für diese Rolle (er ist irgendwie zu sehr Craig... zu cool halt ^^). Da passt der Darsteller aus dem Original besser.


Schalker91

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Find ich auch^^ Musste bei Craig dauernd an Bond denken... ^^


cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

David Finchers Version gefiel mir aufgrund der aufwendigeren Optik und der routinierter agierenden Darstellerriege (vor allem Daniel Craig, Christopher Plummer und Stellan Skarsgård) etwas besser als die schwedische Produktion, die mich doch allzu sehr an eine Fernsehproduktion erinnerte.

Kritikpunkt bleibt dennoch der insgesamt nicht immer übermäßig spannend umgesetzte Handlungsstrang, obwohl die Geschichte dies zweifelsfrei hergibt. Schade finde ich zudem, dass trotz der recht üppigen Laufzeit, die Charaktere nicht sonderlich gut herausgearbeitet wurden, denn einerseits blieb manches zu oberflächlich und andererseits kann ich nicht behaupten, dass ich mit den beiden Hauptfiguren sonderlich mitgelitten hätte – ein guter Film schafft das spielend!

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vanilla

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dem Captain widerspreche ich ungern, aber Inception ist von Nolan;-))


cpt. chaos

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Asche auf mein unwürdiges Haupt!!!


Leila57

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kein Interesse

Typisch USA. Aus Faulheit und Geldgier wird ein Streifen einfach mal nachgedreht. Ganz miese Schiene. Meine Empfehlung: Das Original aus Skandinavien!

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smu137

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Bewertung7.5Sehenswert

Ohne die Vorlage von Stieg Larsson oder die schwedische Erstverfilmung zu kennen, ist die US-Verfilmung von David Fincher ein dicht erzählter Kriminalfilm mit Thrill- und Schockelementen, dem man zu keinem Zeitpunkt seine Laufzeit von 2,5 Stunden anmerkt. Hoffnung auf die Fortsetzungen wurde geweckt!

Für eine Wertung von 8,0 hat es aufgrund der vorhersehbaren Auflösung, die dafür aber immerhin alle bis dahin aufgekommenen Fragen aufschlussreich beantwortet, nicht gereicht.

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Alienator

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Bewertung5.0Geht so

Nicht wirklich ein Remake sondern eher Neuinterpretation

Fincher ist ein stylistischer Meister der Düsternis. Ohne Frage. Auch wenn sein letzter Film dem nicht entspricht was er mit seinen wegweisenden Filmen wie "Sieben" oder "Fight Club" (und auch schon "Alien3") rein inzsnierungsmässig grandiosen Filmen geschaffen hat, so zeigt er hier wieder zu sein Haupthema: der Verlorenheit der menschlichen Seele in einer Welt, die vorgibt moralisch gut zu sein,aber innenliegend ein verottetes Stück Menschlichkeit ist. Das liegt zum einen an der sehr guten Romanvorlage und zum anderen eben an dem Stil den er wiedergefunden hat. Deswegen hat es Fincher so leicht einen schnellen Zugang zu der Geschichte zu finden. Sein morbides Universum wird hier filmtechnisch perfekt umgesetzt und er erlaubt sich auch Szenen die so sehr sehr selten in einen Hollywoodfilm vorkommen. Dennoch wird einem das Gefühl nicht los, dass solch eine Neufassung eigentlich unnötig ist wenn man die schwedischen Filme kennt

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BobbyIII

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Bewertung7.5Sehenswert

"Verblendung" von David Fincher ist kein wirkliches Remake des schwedischen Films von 2009. Es ist eher angelegt als eine andere Verfilmung des Buchstoffes. In vielen Momenten, vor allem was den Aufbau der Charaktere und der Story angeht ist die amerikanische Version sogar näher an der literarischen Vorlage als der Film von Niels Arden Oplev. Nur diese Änderungen der schwedischen Version hatten durchaus ihren Grund: So konnte man das Buch auf die Filmlänge runter brechen. Dadurch dass Fincher diese Änderungen nicht durchführt, hetzt er in vielen Momenten, vor allem zu Beginn, nur so durch die Geschichte, ohne das Szenen Zeit gegeben würde eine größere Wirkung oder Atmosphäre aufzubauen. Das ist ein kleiner Makel.
Und dennoch gefällt mir der Film. Eigentlich sogar besser als die schwedische Verfilmung. Das liegt zum einen an dem großartigen Score von Trent Reznor (Die Szene mit dem Nine Inch Nails Shirt war zu herrlich) und zum anderen an der Optik, die mir aus dem wohl subjektivsten Grund überhaupt so gut gefällt. Da es in David Finchers Verfilmung in vielen Momenten so aussieht wie in meinen Vorstellungen als ich Stieg Larssons Buch gelesen habe.
Es ist diese ganz persönliche Sichtweise und die größere Nähe zu der geliebten literarischen Vorlage die bei mir dazu führen von zwei guten Filmen diesen zu bevorzugen.

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erik.stein.12

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Bewertung9.5Herausragend

Eins vorab: Ich habe die Original Trilogie nicht gesehen und kann dahingehend keinen Vergleich abgeben. Wahrscheinlich ist dies für eine objektive Bewertung sogar besser.
Bekannter Weise bin ich kein großer Freund von Remakes, insbesondere wenn die Originalfilme nicht sonderlich alt sind und einen guten bis sehr guten Ruf besitzen. Wenn es sich dann noch um ein Remake eines nicht-amerikanischen Films handelt entsteht sehr schnell der Eindruck, dass das Hollywood-Publikum mal wieder zu faul war Untertitel zu lesen und diverse Produzenten den schnellen und sicheren Dollar gerochen haben. Das eben dies ausschlaggebend war, um das Remake von The Girl With The Dragon Tattoo zu produzieren will ich nicht abstreiten, wenn allerdings ein Regisseur wie David Fincher für ein solches Projekt gewonnen wird und diverse Stars wie Daniel Craig, Stellan Skarsgård und Altstars à la Christopher Plummer mitwirken, kann man schon einmal einen Blick riskieren. Nachdem Fincher mit seinen letzten Filmen zwar keine schlechten, sondern stets gute Streifen abgeliefert hat, aber mit seinen Werken wie z. B. The Social Network, Benjamin Button, Zodiac und auch Panic Room nie altes Niveau in Form seiner Kultfilme Fight Club oder Seven erreichen konnte, stand ich dem neuesten Stück recht skeptisch gegenüber.
Alle Skepsis war recht schnell verflogen und nach kürzester Zeit stand fest, dass Fincher zu alter Form aufgelaufen ist. Dass der Oscar kein Garant für Leistung mehr ist, sollte den meisten Filmfreunden mittlerweile bekannt sein. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass The Girl With The Dragon Tattoo für fünf Goldjungen nominiert war, jedoch nur einen abstauben konnte und trotz exzellenter Kameraarbeit in dieser Kategorie leer ausging – aber was soll´s…?!?!
Verblendung ist ein fantastischer Krimi mit exquisiten (Killer-) Thriller- und Dramaanleihen, mit herausragenden Schauspielleistungen, insbesondere die von Rooney Mara, einer atemberaubender Kameraarbeit und einem Score, wie er besser nicht sein könnte.
Das Script ist genial, bietet unzählige, authentische und glaubwürdige Dialoge und Figuren, die allesamt gekonnt verkörpert werden und unterschiedlichste Gefühle beim Zuschauer hervorrufen, das Setting ist wunderschön, das Pacing zwar ungewohnt, aber trotzdem sehr gut, so dass zu keiner Minute Langeweile aufkommt und 160 Minuten wie im Flug vergehen.

Infos zur Bild- und Tonqualität der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/02/verblendung-remake-blu-ray.html

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gabriel.rost.77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Natürlich ist David Fincher ein Thriller-Spezialist und weiß genau, wie er so einen Film zu handhaben hat. Aber dennoch trägt seine Version des ersten Teils der "Millennium"-Trilogie mehr die Handschrift eines Regisseurs von Musikvideos, was er ja auch früher war. War der schwedische Film eher kühl inszeniert, ist dieser von einer Videoclipästhetik geprägt. Was man schon beim computeranimierten Vorspann, der mit einer (nicht unbedingt schlechten) Coverversion von Led Zeppelins "Immigrant Song" unterlegt ist, merkt. Überhaupt sind hier viel mehr Szenen musikalisch untermalt. Das ist es jedoch nicht, was den Film schwächer als das schwedische Original macht: Es ist vielmehr die Tatsache, dass er (besonders gegen Anfang) viel zu hektisch rüberkommt und zuweilen sogar etwas klischeehaft wirkt. Daniel Craig wird für mich leider auf ewig James Bond bleiben. Seine Darstellung von Mikael Blomkvist fand ich bei weitem nicht so glaubhaft wie die von Michael Nyquvist im schwedischen Original, Rooney Mara hingegen ist in ihrer Interpretation von Lisbeth Salander Noomi Rapace durchaus ebenbürtig. Im direkten Vergleich siegt keine von beiden. Auf ihre Weise gehen beide in ihrer Rolle auf.
Zu den restlichen Darstellern: Christopher Plummer war für mich eine Enttäuschung, Stellan Skarsgard (der einzige echte Schwede unter den Darstellern) hingegen wirkte wesentlich furchteinflößender als der Schauspieler im schwedischen Original.
Die große Schwäche dieses Films ist wohl, dass er sich zu sehr an die Handlung der Romanvorlage hält, wodurch der Eindruck entsteht, dass nur die einzelnen Kapitel abgehakt werden. Einige der wenigen Veränderungen sind außerdem nicht unbedingt nachvollziehbar, anders als dies im schwedischen Film der Fall war. Einige Szenen werden völlig anders als im Buch oder im schwedischen Film dargestellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Finchers Version von "Verblendung" zwar ebenfalls fesselnd und deutlich expliziter als die Erstverfilmung ist, diese jedoch durch ihre realistischere Inszenierung gewinnt. Gewaltszenen finde ich generell wesentlich verstörender, wenn die betreffende Gewalt nur angedeutet wird, als wenn man sie explizit zeigt. Deswegen hat mich Lisbeths Vergewaltigung im Original wesentlich mehr mitgenommen, als sie es hier tat.
Dennoch: Eine Folterszene mit dem romantischen "Orinoco Flow" von Enya zu untermalen, auf sowas muss man erstmal kommen!

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Jek-Hyde

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Und mal wieder das schönste Streitthema jedes Cineasten: Remakes.
Ich finde die Geschichte gut, und die teilen nun mal beide Filme. Was diesen hier dem Vortritt verschafft ist großteils der Optik gedankt. Das Original war mir einfach eine zu graue Maus in Fernsehkrimmioptik, und da wir alle wissen, das Fincher wenigstens Filme aufwerten kann, schaute ich mir gleich nach dem Original diesen hier an. Mir sagen erstens: die Schauspieler mehr zu, besonders Rooney Mara gefiel mir (wahrscheinlich aus hormonellen Gründen). Craig ist eben Craig, er ist nicht super, er ist nicht miserabel und mittelmäßig ist er auch nicht, Craig eben. Die Atmosphäre wirkt düsterer, das total übertriebene, fast schon James Bond Mäßige Opening ist trotz aller Übertreibung überaus geil.
Ich finde ein Film muss nicht gut aussehen, solange er eine super Story hat, aber wenn er auch noch dazu gut aussieht, dann weiß ich nicht, warum ich dann nicht das Remake bevorzugen soll? Klar, es war unnötig, aber hey, wir schmeißen schon genug Perlen vor die Säule, lasst es doch wenigstens gut aussehen dabei.

Im Gegensatz zu vielen anderen hoffe ich jedenfalls das der 2. und 3. Roman in einem Rutsch, mit gleicher Atmosphäre und Schauspielern abgedreht wird. Zu Stieg Larsson möchte ich noch sagen, dass ich seinen Gerechtigkeitssinn sehr schätze und es viel zu wenig Leute wie ihn gibt. Schade dass er so früh verstorben ist und so sein Werk unvollendet bleibt, bis sein Frau die unfertigen Manuskripte doch noch raus rückt und ein halbwegs fähiger Autor Larssons Werk beendet. (scheiße, das klingt viel zynischer als ich es gemeint hatte)

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Molle

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Remakes, besonders made in Hollywood, haben es schwer. Brauch keiner, will keiner und am Ende wird eh alles weichgespült, so die allgemeine Meinung. Und auch ich muss zugeben, froh zu sein, dass ich mir bis heute kein Oldyboy-Remake mit Will Smith in der Hauptrolle antun musste. Bei Verblendung kann ich jedoch ganz locker an das Thema rangehen. Weder habe ich eines der Bücher vom 2004 verstorbenen Autor Stieg Larsson gelesen, noch mir eine der schwedischen Verfilmungen gegönnt. Und das ist auch gut so: besser als der Streifen mit Daniel Craig und Rooney Mara hätten beide kaum sein können.

Am Anfang ist das Ende: zumindest scheint dies für die Karriere von Mikael Blomkvist
(Daniel Craig) zu gelten. Der eigentlich sehr angesehenen Journalist und Co-Eigner der Zeitung Millenium berichtet in selbiger Zeitschrift über den Geschäftsmann Hans-Erik Wennerström. Der Artikel entpuppt sich jedoch als nicht stichhaltig, Wennerström klagt und eine unserer Hauptrollen steht schon mit dem Arsch an der Wand. Der Journalist zieht sich zurück und widmet sich dem schmackhaften Angebot eines anderen Geschäftsmanns: Herr Vanger will, dass Blomkvist einen Mörder in der eigenen Familie findet.

Vanger hatte zuvor Blomkvist durch die frei arbeitende Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara) checken lassen, ob diesem auch zu vertrauen sei. Salander, jung, hochintelligent und (scheinbar) ebenso kaputt im Kopf, stimmt dem nach ihrer sehr detaillierten Recherche zu. Nur über den Oralsex müssen wir nochmal reden.

Verblendung basiert auf keinem Kinderroman, das sieht man dem Film auch an. Und das liegt wohl auch am Regisseur David Fincher, welcher mit Sieben, Fight Club oder Zodiac bereits zeigen konnte, dass ihm düstere, ernste Filme liegen und er diese Stimmung perfekt wiedergeben kann. Der Film ist geradlinig, gut geschnitten, absolut stimmig und zu keiner der immerhin 152 Minuten langweilig. Zwar treffen sich beide Hauptdarsteller erst nach einer gefühlten Stunde, aber das macht nichts: vorher gibt es noch viel zu erzählen. Und würde es einen Oscar für bestimmte Filmszenen geben, Rooney Mara würde ihn von mir bekommen. Beeindruckend und erschütternd zugleich ihr Besuch beim netten Mann, dem staatlichen Vormund. Aber auch Daniel Craig zeigt, dass er mehr kann als „nur“ James Bond. Ein Oscar wird er wohl nie bekommen, aber die Rolle als gewiefter und smarter Journalist hab ich ihm abgekauft. Zusammen bilden die beiden ein tolles Team.

Ganz ohne Kritikpunkt kommt aber auch Verblendung nicht aus: zu früh ist es klar, wer der Täter ist und zu schnell wird das Thema Wennerström am Ende abgespeist. Da hatte ich mir ein wenig mehr erhofft, die Balance ging hier etwas verloren. Trotzdem ist Verblendung ein absolut packender Film, mit tollen Bildern, ebenso tollen Darstellern (erwähnt sei auch Stellan Skarsgård) und einem Regisseur, der es versteht konsequente Filme zu drehen.

Achja, wer beim Intro des Films denkt, er säße in einem Daniel Craig Agentenfilm, der irrt. Das ist wirklich Verblendung. Passte zwar irgendwie nicht zum Film, ist aber cool. Cool ist auch der Soundtrack zum Film. Wer wissen will wer dafür verantwortlich ist, sollte mal auf ein bestimmtes T-Shirt achten.

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xXIzeXx

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Bewertung7.5Sehenswert

Verblendung hat so einige Anlaufschwierigkeiten und man braucht etwas länger bis man mit diesem Thriller warm wird, denn erst nach etwa dem ersten drittel des Films begegnen sich Blomkvist und Mara, aber dann zeigt David Fincher warum er so ein großartiger Regisseur ist.
Von den Haupt - bis Nebendarstellern war alles top besetzt, wobei Rooney Mara hier am meisten überzeugt und ihre Schauspielkollegen regelrecht gegen die Wand spielt. Der Cast, von Craig bis Skasgard und der Score von Trent Reznor tragen erheblich zu dieser düsteren Atmosphäre bei und es ensteht ein so unglaublicher Sog, der mich bis zum Schluss im Bann hielt. Einzig der Konflikt zwischen Mikael Blomkvist und Wennerström konnte kaum Anreiz schaffen und lässt den Film etwas langatmig wirken.
"Verblendung" ist wie erhofft ein zu hundertprozentiger Fincher geworden und ein würdiger nachfolger seiner großartigen Filmographie.

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Wilson_Blunt

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Bewertung6.5Ganz gut

Wieso?
Diese kurze Frage haben sich wohl viele gestellt. Wozu soll 'n Remake bitte gut sein?
Nur zwei Jahre nach dem Original folgt nun also dieser US-Frevel, so war meine Reaktion. Es hat Überwindung gekostet den Film trotz prinzipieller Abneigung zu gucken. Ich hab's getan und muss sagen: In skandinavischer Machart zeigt Fincher und einen soliden Film in Top-Besetzung, inklusive fesselnder Story auf hohem Niveau. Ich verlor meinen anfänglichen Argwohn und genoss den Film, tatsächlich.
Der Film ist gut - keine Frage - umso trauriger ist, dass er überflüssig ist. Sein Vorgänger ist in jeder Hinsicht einen kleinen Schritt vorraus.
Wer den besseren Film sehen will, schaut bitte die erste Verfilmung.

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werner-holt

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Bewertung10.0Herausragend

Verblendung fing gut an plätscherte zu Anfang für mich so dahin um mich dann um so mehr zu packen und zu fesseln. Das hatte ich bei dem Film und dem Anfang nicht erwartet. Auch weil es nicht mein Genre ist. Der Film macht in meinen Augen alles richtig baut langsam einen Spannungsbogen auf welcher sehr gut aufgelöst wird.
Dazu passt das Ende welches nicht 08/15 ist, ganz Hollywood untypisch, und den Film perfekt abrundet.
Meine Empfehlung, ansehen.

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werner-holt

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Hey Simon, kein Problem. Wenn jemand vernünftig argumentiert und mit leidenschaft bei der Sache ist, dann ist das sympathisch und man setzt sich gerne mit ihm auseinander :)


Simon Moon

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You made my day. Allerliebst. Ich auch gerne.


mario.scheller.5

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe die schwedische Millenium-Trilogie gesehen und finde den ersten Teil "Verblendung" als Hollywood Remake, steht dem in nichts nach! Einige Szenen scheint sich Fincher sehr genau bei der schwedischen Produktion abgeschaut zu haben, da sie fast eins zu eins wiederkehren. Was dem ganzen aber keinen Abbruch tut, denn Fincher setzt dem Film seinen düsteren und mysteriösen Stempel auf. Die Darstellerin Rooney Mara, ist gut, doch die schwedische Darstellerin Noomi Rapace, fand ich als Lisbeth noch wesentlich überzeugender. Für mich ist es ein dichter und kühler Streifen, der Lust darauf macht, das Fincher noch die zwei weiteren Teile verfilmt bzw. verremaket ;)!

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kobbi88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ist dieser Film notwendig gewesen? Sicher nicht!

Ist dieser Film trotzdem sehr gut? Aber hallo!

Fincher schafft hier eine unheimlichere, eine bedrohlichere Stimmung. Dies liegt einerseits an der dunkleren, vielleicht auch pessimistischeren Sichtweise des Films. Die Farben wirken kälter, die Stimmung gedrückter. Die schauspielerischen Leistungen halten sich in etwa die Waage, wobei ich persönlich Noomi Rapace für die Rolle von Lisbeth Salander im Original zu gutaussehend fand. Da hat mir Rooney Mara weniger gefallen - und damit besser! Und auch Daniel Craig entspricht meiner Vorstellung von Mikael Blomkvist eher als es Michael Nyqvist tut.
Hervorzuheben ist in Finchers Version vor allem auch der Einsatz von Musik und Geräuschen. Nicht viele nutzen das Geräusch einer Bodenpoliermaschine, um zusätzliche Beklemmung beim Zuseher hervorzurufen.

Und dann haben wir noch eine Titelsequenz, die ihres gleichen sucht. Manche mögen sie ja nicht so sehr, ich finde sie aber überragend. Bondsche Optik, nur cooler. Dazu die Klänge von Trent Reznor und Atticus Ross. Wahnsinn!

Wegen des Geräusch- und Musikeinsatzes hat für mich dann das amerikanische Remake auch einen minimalen Vorsprung vor dem schwedischen Original.

Natürlich war dieses Remake nicht notwendig. Aber wenn alle Remakes so sind wie dieses, dann hätte ich gerne mehr davon!

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