Verblendung

The Girl with the Dragon Tattoo (2011), NO/SE/US Laufzeit 158 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 12.01.2012


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von David Fincher, mit Daniel Craig und Rooney Mara

Daniel Craig und Rooney Mara ermitteln in dem US-Remake Verblendung, das auf dem gleichnamigen Roman von Stieg Larsson basiert.

Handlung von Verblendung
Verblendung ist die US-Neuverfilmung des gleichnamigen Romans, dem ersten Teil der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson. Diesmal wird sich Oscar-Regisseur David Fincher (Fight Club, The Social Network) dem Roman annehmen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist (Daniel Craig), der das Geheimnis um die verschwundene Harriet Vanger auflösen soll. Diese wurde vor vielen Jahren entführt, doch ihr Onkel Henrik Vanger erhält seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume zum Geburtstag: eben jenes Geschenk, das er seinerzeit auch von Harriet bekam. Gemeinsam mit seiner Hacker-Kollegin Lisbeth Salander (Rooney Mara) nimmt Mikael Blomkvist die Ermittlungen auf und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.

Hintergrund & Infos zu Verblendung
Obwohl es in den Vereinigten Staaten üblich ist, europäische Film-Erfolge noch einmal für den US-Markt zu adaptieren, um den heimischen Zuschauern keine Synchronfassungen oder gar Untertitel zuzumuten, ist Verblendung mehr als nur ein lustloses Remake. Schon dass sich der überaus renommierte Regisseur David Fincher direkt nach seinem Erfolg mit The Social Network dieses Projektes angenommen hat, spricht für einen werdenden Kinoknaller. David Fincher ist bekannt dafür, Filme sehr stark mit seinem persönlichen Stil zu prägen und wird keinesfalls eine 1:1 Adaption der dänischen Version von Niels Arden Oplev im Sinn haben.

Zusätlich hat David Fincher ein wahres Oscar-Dreamteam um sich geschart. Die Drehbuchadaption stammt von Steven Zaillian, der für sein Drehbuch zu Schindlers Liste von der Akademy ausgezeichnet wurde. Auch bei der Musik verlässt sich Fincher auf Profis: Wie schon in The Social Network wird der Soundtrack zu Verblendung von Trent Reznor stammen. Obwohl dieser im Bereich Filmmusik ein absoluter Neueinsteiger war, konnte sich der Musiker auf Anhieb bei den Oscarverleihungen 2011 gegen Komponisten-Schwergewichter wie Hans Zimmer durchsetzen. Mit diesem Team steht nichts mehr im Wege, um auch aus Verblendung einen echten Hit zu machen.

Obwohl mit fünf Nominierungen (u.a. für Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin) viel versprechend ins Rennen gestartet, ergatterte Verblendung bei den Oscars 2012 nur den Preis in der Kategorie Bester Schnitt. (ST)

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Mehr Bilder (22) und Videos (14) zu Verblendung


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Verblendung
Genre
Kriminalfilm, Mysterythriller, Drama, Thriller
Zeit
2010er Jahre, Gegenwart, Vergangenheit
Ort
Schweden, Stockholm
Handlung
Anschlag, Beweisfälschung, Blanker Busen, Blume, Blumen, Computer, Ermittlung, Familiengeheimnis, Fessel, Geburtstag, Geheimnis, Gemälde, Geschenk, Gewehr, Hacker, Insel, Internet, Journalismus, Journalist, Liebesszene, Mann-Frau-Beziehung, Mord, Nackte Frau, Nacktheit, Recherche, Roman, Rückblick, Schnee, Schuss, Serienmörder, Suche nach vermisster Person, Tätowierung, Undercover, Unglückliche Kindheit, Unternehmer, Vergeltung, Vergewaltigung, Verleumdung, Vermisste Person, Vormundschaft
Stimmung
Aufregend, Ernst, Spannend
Tag
Bestsellerverfilmung, Literaturverfilmung, Remake
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Columbia Pictures, Film Rites, Metro-Goldwyn-Mayer, Scott Rudin Productions, Yellow Bird Films

Kommentare (309) — Film: Verblendung


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tiktok

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Bewertung4.0Uninteressant

Keine Ahnung weshalb die Amis jeden Film fürs eigene Kinopublikum neu drehen müssen, anstatt mal ne vernünftige Synchronisierungsindustrie aufzubauen.

Hab das Buch gelesen, dann das Original gesehen und kürzlich das Remake. In Original ist Lisbeth rational und nach außen selbstbewusst, im Remake wirken einige Szenen dazu im Vergleich als das genaue Gegenteil und das entspricht der Vorlage in keinster Weise, aber entspricht wohl eher dem Klischegeschmack der Amerikaner mit männlichem Helden und kleinem Duckmäuschen als Anhängsel.
Ich fands grausam.

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Ghoul

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Bewertung6.5Ganz gut

Bisher habe ich das Original nicht gesehen, aber das Remake war eigentlich gar nicht mal schlecht.
Es ist zumindest spannend und hat zumindest einen interessanten Charakter darin.
Leider ist die schauspielerische Leistung von Craig recht langweilig, auch sein Skript gibt nicht viel her, da er kaum etwas interessantes zu sagen kriegt. Nicht nur das. Sein aus Stein gemeißeltes Gesicht zeigt nicht einmal starke Emotionen während er vor einem Serienkiller davonläuft, der mit einem Gewehr auf ihn schießt.

Auch der Krimi-Aspekt des Filmes war nicht besonders gut. Zwar hat man gemerkt, dass die beiden Protagonisten Fortschritte bei ihren Ermittlungen machen, aber der Film lässt den Zuschauer nicht an diesem Fortschritt teilhaben, sodass es am Ende heißt: Tada, hier ist der Mörder. Fragt nicht, wieso, aber es ist jetzt so.

Mein größtes Problem mit dem Film aber ist seine extreme Länge und das Fehlen eines Fokus. Es scheinen hier nicht eine, sondern gleich drei Geschichten erzählt zu werden und so geht ein flüssiger Erzählstrang verloren. Die erste halbe Stunde sowie auch die letzte halbe Stunde hatten nichts mit dem Krimi zu tun, um den sich die Hauptstory drehte. Ich sage nicht, dass diese Nebenstorys schlecht waren, aber ich hatte immer das Gefühl, dass vor dem Beginn der eigentlichen Handlung sowie nach dem Ende der eigentlichen Handlung eine weitere Stunde mit willkürlichem Nebenplot den Film doch ziemlich unnötig in die Länge zieht.

Alles in allem aber ist er doch spannend und handwerklich sehr gut gemacht. Dazu noch ein paar starke Charaktere und schon hat man etwas, was man sich mal ansehen kann.

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John3101

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Ein kleiner Tipp, ich empfehle dir währmstens das Original, da dieser Film nur eine exakte Kopie ist. Als ganz normaler Thriller spielt er zweifellos in einer hohen Liga, aber im Kontext ist es einfach nur ein Holywood Abklatsch.


SmooliEntertainment

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin ein Fan der Romanvorlage und muss sagen, dass ich mit der Verfilmung von David Fincher überaus zufrieden bin (das schwedische Original kenne ich noch nicht). Wenn ich diesen Film schaue, fühle ich die dunkle, pessimistische, paranoide, hasserfüllte und verunsicherte Grundstimmung, die mir im Roman so zugesagt hat.

Das fängt direkt am Anfang an. Diese Titelsequenz. Was für eine Titelsequenz! Wie in Finchers älterem Film SIEBEN ist es auch dieses mal so: Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wird der Zuschauer in die richtige Stimmung hineinversetzt und in den Film hineingesogen. Gleichzeitig sehen wir hier eine Geschichte über Hass, Angst und die Laster der eigenen Persönlichkeit. Dazu der Song von Led Zeppelin; ich wähnte mich im Himmel! Großartig.
In den folgenden 150 Minuten wird die düstere Stimmung von Kamera und Regie unheilverkündend weitergeführt. Die Handschrift des Regisseurs ist eindeutig zu erkennen. Fincher schafft es einfach einmalige Einstellungen auf die Leinwand zu bringen und diese im genau perfekten Moment einzustreuen, sodass einem die (hier grauenvollen) Gefühle direkt anspringen. Gleichzeitig ist der Regisseur so stilsicher, dass mir sogar die lens flares wie eine Offenbarung vorkommen, obwohl ich diese für gewöhnlich als störend empfinde. (Ich will keine Namen nennen, J.J.)

Die Musik, die erneut von Nine Inch Nails-Musiker Trent Raznor und Atticus Ross komponiert wurde, die Bilder und der Inhalt greifen perfekt ineinander. Dabei schaffen es die Kompositionen unterstützend zu wirken und auch neue Gefühle hervorzurufen.

Wer die Romane gelesen hat, mag mir dahingehend zustimmen, dass die Figur der Lisbeth Salander einzigartig komplex ist und obwohl der Leser sie immer besser kennenlernt, irgendwie trotzdem geheimnisvoll bleibt, sodass jeder wohl ein leicht anderes Bild von ihr hat. Deshalb ist es wahrscheinlich unmöglich für einen Schauspieler diesen Charakter so darzustellen, dass jeder zufrieden ist. Auch ich habe so meine Probleme mit der Darstellung von Rooney Mara. Das liegt nicht an der Leistung der Schauspielerin an sich, die ich an sich gelungen finde, sondern es ist eher ein Bauchgefühl. Für mich war Lisbeth im ersten Roman noch extremer und eigen, als sie es hier ist. Da wurde wohl versucht, Stoff aus den Nachfolgebüchern mit einfließen zu lassen. So wirkte ihre Entwicklung etwas überstürzt. Wer die Bücher nicht gelesen hat, dem mag das aber wohl nicht auffallen. Außerdem muss ich anmerken, dass Fincher es wieder einmal perfekt schafft, das Beste aus der Arbeit Maras rauszuholen.
Mit Daniel Craig bin ich außerordentlich zufrieden, was mich überrascht hat. Er trifft den Mikael Blomkvist-Nagel meiner Meinung nach einfach auf den Kopf. Von seinem Aussehen, seinem Auftreten, seiner Sprache bis hin zu seiner Brille passt es einfach in das Bild, das ich mir beim Lesen gebildet habe.
Außerdem finde ich, dass die Vanger-Familie an sich sehr genau gezeichnet wurde, obwohl sie nur so kurze Auftritte bekommen hat. Cecilia Vanger hat vielleicht 10 Minuten, ist aber so deutlich zu erkennen und verstehen, dass es eine Freude ist.

Mit dem Gedanken, dass ein 150 Minuten langer/ kurzer Film niemals die tiefgründige Komplexität des Romans erreichen kann (gemeint ist die Komplexität der Wengerström-Affäre etc, nicht die der Charaktere) finde ich, dass mit VERBLENDUNG ein toller Krimi und eine gute bis sehr gute Romanverfilmung entstanden ist. Schwächen gibt es selbstverständlich, aber die meisten der schwierigen Aufgaben meistert das Team um David Fincher mit Bravour. Die dunkel-düstere, pessimistische und hasserfüllte Grundstimmung (der Roman heißt im Original "Männer, die Frauen hassen") ist nahezu greifbar. Und das nicht nur in der perfekten Titelsequenz, sondern im kompletten Film. Abgerundet durch die starken Leistungen von Daniel Craig und Rooney Mara ist ein Werk entstanden, der einen für zweieinhalb Stunden unbarmherzig mitreißt, in einen Abgrund aus Hass und Dunkelheit.

_Smooli

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robimg

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Bewertung7.5Sehenswert

0.5 bonuspunkte wegen trent reznor soundtrack

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ultragain

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Bewertung7.0Sehenswert

Durchwegs gelungener Thriller der trotz der Länge und wenig Action mich nie verleitet hat auf die Uhr zu sehen. Kenne das Original (noch) nicht. Lohnt sich aber auf alle Fälle für einen ruhigen Krimiabend.

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EvertonHirsch

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Bewertung7.5Sehenswert

Solider Thriller, solider Fincher. Obwohl die 150 Minuten Laufzeit gut und gerne etwas heruntergekürzt werden könnten (gerade in der ersten Stunde), so wird er doch nie langweilig oder anstrengend. Die letzten 90 Minuten vergehen quasi wie im Flug und Fincher erschafft hier schon einen respektablen Thrill. Darstellerisch gibt es nichts zu meckern, das ist oberstes Niveau. Wie gesagt, nur von der Laufzeit darf man sich nicht abschrecken lassen.

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John3101

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Bewertung6.5Ganz gut

Trotz der großen Namen,sprich David Fincher und Daniel Craig war ein Remake doch etwas überflüssig, da die Original Trilogie absolut brilliant in Szene gesetzt wurde. Anbei ist das einer meiner kleinen Kritikpunkte an Hollywood, eben das sie ständig Remakes machen müssen. Zwangsläufig schlecht muss ein Remake selbstverständlich nicht sein (siehe Roter Drache), dennoch nervt es zeitweise.Jetzt aber wieder zum Film.Er bietet wie jeder Fincher solides Kino.Nichts überragendes, aber auch nichts schlechtes.

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Mononoke333

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin ein absoluter Fan der Buchreihe und habe auch schon die skandinavische Version aller drei Teile gesehen. Vom Gefühl her, haben mir die Originalteile besser gefallen. Dennoch wollte ich auch die amerikanische sehen und war positiv überrascht, weil auch diese mir recht gut gefallen hat. Manche Sachen haben mir im Original besser gefallen (z.B. Lisbeth), dafür andere Sachen in der amerikanischen Version (z.B. Daniel Craig).
Alles in einem kann ich die Bücher und Filme nur empfehlen !!! Eine der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

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CherryDarling

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn man das Original kennt, fragt man sich natürlich, warum braucht man ein Remake?
Die dänisch-schwedische Produktion lässt normalerweise keine Wünsche offen.
Allerdings finde ich, dass auch die Ami-Version sehr gut gelungen ist. Sehr gute Schauspielerauswahl! Daniel Craig finde ich als Mikael Blomkvist fast noch besser.

Was mir nicht so gefiel: Im Original ist die Figur der Lisbeth besser angelegt. Sie ist emanzipiert, hart, selbstständig. In der Ami-Version zeigt sie sich verletzlicher und ordnet sich Mikael recht schnell unter. Beispielsweise:

SPOILER!
Als Liesbeth am Ende den Mörder verfolgen will und erstmal Mikael fragt, ob sie ihn töten darf. Was soll das?
SPOILER ENDE!

Jeder Film hat seine Vorzüge, keiner muss sich verstecken.

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Suspektianer

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Bewertung1.5Ärgerlich

Der Vorspann ist super und fasst die Beziehung zwischen den Hauptpersonen gut zusammen. Den Rest kann man sich eigentlich sparen, weil weder innerlich noch äußerlich was interessantes dazukommt. Es sei denn, man fährt auf die Vergewaltigungsszene(n) ab, die von der Machart her eher fröhlich schaustellernd als kritisch konfrontierend wirkt.
Die Atmosphäre lässt sich mit "Disneyland scandinavian edition" beschreiben, irgendwie unecht.

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RoosterCogburn

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Bewertung4.0Uninteressant

Da mich David Fincher schon mit „The Social Network“ enttäuschte, erhoffte ich mir von diesem US-Remake ein wenig mehr. Immerhin bewegte sich das einstige Wunderkind unter den Regisseuren in bekannten Terrain. Und selbst Neuverfilmungen kann man seinen eigenen Stempel aufdrücken. Allerdings hält sich Fincher so dermaßen eng an die Vorlage, das er dem schwedischen Originalfilm nichts weiter hinzufügt. Ebenso steif wie der Bestseller anfangs geschrieben, so ist auch die Handlung hier zu Beginn inszeniert. Salander und Blomkvist, zu muskulös und attraktiv besetzt mit Daniel Craig, sind Figuren, die perfekt in das extreme Außenseiter-Personal passen. Allerdings wirkt hier alles zu amerikanisch. Zu geschönt. Nicht glaubhaft bzw authentisch. Die grossen Pluspunkte hat das Remake in Kameraführung und Bildsprache. Das Setting ist ebenfalls wunderbar gelungen. Auch Finchers Neuentdeckung Rooney Mara kann sich sehen lassen (kann allerdings nicht mit Noomi Rapace als Lisbeth Salander mithalten).
Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, die „Millennium“-Trilogie noch einmal zu verfilmen. Außer der Tatsache, dass ein US-amerikanischer Filmkonsument sich absolut unfähig fühlt einen skandinavischen Film anzuschauen, weil Untertitel ja total unbequem sind.

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lieber_tee

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Mein Bemerkung war eher ironisch gemeint angesichts der herrschenden Ideenarmut in Hollywood. Klar gibt es, teilweise unabhängig produzierte, starke Filme aus der USA und sogar gelungen Beispiele aus der Traumfabrik. Als zweitgrößtes Filmland der Welt MUSS da ja auch mal was intelligentes, gewagtes, originelles herausspringen (statistisch gesehen...). Mich macht es nur traurig das soviel Geld für diesen recyceln von abgenutzten Ideen verschleudert wird, obwohl viele kreative Regisseure und Drehbuchautoren in den Startlöchern sitzen. Der Mut (auch mal finanziell etwas zu wagen) ist geringer geworden, weil keine künstlerisch kompetente oder interessierte Chefs in den Filmetagen sitzen sondern nur noch Wirtschaftsbosse, die Film AUSSCHLIESSLICH als kommerzielle Ware betrachten.


RoosterCogburn

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Die Ironie ist mir wirklich nicht aufgefallen.
Und ich gebe dir vollkommen recht. Der Großteil der aus Hollywood kommt ist und bleibt Kommerz. Wobei ich zugebe, das mir auch so mancher Kommerzfilm zusagt (z. B. Marvel's Comicverfilmungen). Dieser Mut sich auszuprobieren geht, in meinen Augen, bereits seit Jahren zurück. Bereits vor 20 Jahren konnte man beobachten, das immer mehr auf Nummer sicher gegangen wird. Bekanntes wird vermarktet und fortgesetzt bis zum erbrechen. Gerade im Horror- und Actionbereich war das in den 90ern doch verdammt schlimm, wenn du dich zurück erinnerst?! Erst Ende der 90er und Anfang der 00er wurden global die Independetmovies gefördert, weil tatsächlich eine Nachfrage besteht. Das hat man erkannt. Und das ist noch immer so. Selbst auf dem DVD-, BR- und P2P-Markt sind inzwischen Filme aus dem Independent und Avangardebereich zu haben. Man hat erkannt, das es einen anderen Markt gibt als den des Mainstream-Kinos. Einen mit einem anderen Anspruch an die Filme. Und weil irgendwann die bereits bekannten veröffentlicht sind, wird man diesen Bereich "auffüllen" müssen. Denn der Bedarf ist vorhanden. Deshalb habe ich eine gewisse Hoffnung das auch aus den Staaten solche Filme kommen. Allerdings global gesehen, nehmen sie bei diesen Filmen, aus meiner Sicht, einen geringeren Stellenwert ein. Und zwar aus den Gründen die du bereits genannt hast. Künstlerisch, kompetenten Köpfen gibt man zu wenig Chancen. Sie müssen sich stattdessen bei den Majorstudios mit Mainstream-Kacke beweisen.
Aber ab und zu gibt es Lichtblicke wie z.B. Alexander Payne, Wes Anderson oder Jason Reitman.


vanilla

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich kenne weder die Bücher noch das Original.
Doch man muss schon sagen, dass Herr Fincher seinen Job versteht.
Die Grundstimmung ist grau und trüb genau wie die Atmosphäre im gesamten Filmverlauf.
Die Handlung entwickelt sich zu einer bedrückenden, unattraktiven und realitätsnahen Serienkillersuche, bei der alle Beteiligten sehr viel durchmachen müssen.
Viele Szenen waren für meinen Geschmack zu sexistisch und zu brutal (Vergewaltigungsszene ist reinste Folter).
Schauspielerisch ist es wieder erste Sahne, vor allem von der "Frau mit dem Drachentattoo" bin ich begeistert.
Die Suche nach dem Mörder ist sehr spannend und obwohl man eigentlich recht schnell begreift wohin der Hase läuft, gibt es zum Schluß, wie bei Fincher so üblich, eine kleine Twist-Überraschung, auch wenn das nicht im Stile von "Sieben", "Fight Club" oder "The Game" ist und einen nicht komplett von den Socken haut.
David Fincher ist und bleibt einer meiner Lieblinge.
Schade, dass die perversen Szenen mir den Gesamteindruck stark reduzieren.

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pischti

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stimmt, Du bist ja etwas zartbesaiteter :) Mir kanns manchmal nicht brutal genug sein :D


vanilla

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dann ran an den Speck;-))
Hey, so bin ich halt, was dagegen? ;-)


Blutwuast

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Bewertung0.0Hassfilm

Ein brutales Film verbrechen was der Herr Fincher abgeliefert hat. Ich frage mich wie dieser mist gute Bewertungen bekommen konnte. So eine miese Verfilmung das geht ja gar nicht. Kommt nicht an die Originale heran. Manchmal sollte man es gut sein lassen einfach nur grottig. Dann lieber die Bücher lesen oder die original Verfilmung.

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soundso.diesdas

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehenswert allein schon wegen dem Vorspann- DAS ist Kunst! Ansonsten ist der Film fast genauso wie sein schwedischer Vorgänger, auch qualitativ. Aber genannter Vorgänge hat bessere nachvollziehbarere Schauspieler und es wurde mehr erklärt, deswegen empfehle ich den Leuten, die die Handlung interessiert, eher das Original.

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Mirabilis

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Bewertung7.0Sehenswert

Schlecht ist der Film ja nicht. Aber warum war er eigentlich nötig?

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Chewbacca

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Prinzip ist immer gleich, wird aber selten so gut umgesetzt wie in David Finchers Version über das Mädchen mit dem Drachen-Tattoo. Er schafft es gut die düstere Grundstimmung der Stieg Larsson Verfilmung aus dem Jahr 2009 aufzufangen und setzt dabei auch eigene Elemente um. Trotz namhafter Schauspieler schafft er es aber nicht, eine derart dichte Atmosphäre zu schaffen und zieht sein hoffnungsloses Ende leider zu arg in die Länge.
Man darf das auch nicht falsch verstehen, Daniel Craig und Rooney Mara scheinen Idealbesetzungen zu sein und auch der Rest des Casts ist sehr erlesen ausgesucht wurden, doch leider fehlt das Kernige, das Echte am Film. Es ist natürlich schwierig, weil ich naturgemäß erst die schwedische Version gesehen habe und nun die Neufassung als Kopie empfinde, ein ungleiches Abbild, das niemals dessen Tiefe erreichen kann. Interessanterweise bin ich mit dieser Meinung nicht ganz allein.

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heikschn

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Bewertung5.0Geht so

David Finmcher setzt den Roman Verblendung gut um. Erfahrener Regisseur, der er ist, lässt er hier nichts anbringen. Ob er sich dabei genug oder zu sehr an das Buch hält, mag jeder anders sehen. Grundsätzlich ist und bleibt es aber einfach ein überflüssiger Film, da die skandinavische Erstverfilmung bereits gut genug gelungen ist und sich Finchers Film auch nicht stark genug vom Erstling abheben kann.

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Fampf

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Bewertung9.0Herausragend

Ich kenne sowohl Buch, wie auch die Originalverfilmung.
Und da muss ich sagen kommt diese hier dem eigentlichen Buch um einiges näher. Ich bin geradezu beeindruckt wie viele der im Buch beschriebenen Kleinigkeiten ihren Weg in diesen Film gefunden haben.
Vor allem gefällt mir hier die Darstellung des Martin Vanger um einiges besser, als in der Originalfassung

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marvel_master

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein gut gemachter Thriller wo man mal zur Abwechselung auch seinen Verstand einschalten muss. Ich selber kenne das Buch nicht. Ich kann jetzt nur den Film beurteilen. Ist jedenfalls kein Film für Kinder. Dafür ist der doch etwas zu hart.

Ich finde das Drehbuch gut. Die Schauspieler auch. Sie überzeugen. Auch erkennt man erst am Schluss die wahren Killer.

VG
Marvel

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huababuar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da ich weder Buch noch Originalfilm gesehen/gelesen habe, kann ich nichts zu den Vergleichen meiner Vorgänger sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass mich das Hollywood Remake von Verblendung mit Daniel Craig und Rooney Mara über weite Strecken überzeugt hat. Nach "Fight Club", "Zodiac" und "The Social Network" waren meine Erwartungen an das neue Werk von Großmeister David Fincher ehrlich gesagt ziemlich hoch. Diese Erwartungen wurden auch größtenteils erfüllt.
Zugegebenermaßen musste ich erst einmal schlucken, dass der Film ganze 158 Minuten zählte, doch erstaunlicherweise hatte der Film wie auch schon "Zodiac" nur wenige Längen. Die Story ist komplex - manchmal etwas zu komplex - weshalb man dem Streifen aufmerksam Folgen sollte, da die Wahrscheinlichkeit, etwas Entscheidendes zu verpassen bei "Verblendung" ziemlich groß ist. Allein der Familienstammbaum der Vangers ist sehr verzweigt und erfordert über die vollen zweieinhalb Stunden volle Konzentration. Auch die düstere Skandinavien-Kulisse sagt mir zu und erinnert mich etwas an "Cold Prey 3". Sicherlich kommt das beim Original aber noch viel besser rüber.
Unter den Schauspielern sticht meiner Meinung nach Rooney Mara heraus, die für ihre Rolle als Lisbeth Salander zurecht eine Oscarnominierung als beste Nebendarstellung dar. Auch Daniel Craig spielt seinen Part mehr als solide runter und ist erfreulicherweise diesmal in einer weniger actionlastigen Rolle zu sehen.
Das große Plus des Streifens ist sicherlich die gut durchleuchtete Familiengeschichte der Vangers und das Verlangen des Betrachters danach, die Wahrheit über die Mordserie zu erfahren. Der Showdown am Ende tut sein Übriges.

Insgesamt ein Krimi/Thriller, den ich absolut empfehlen kann. War nicht grundlos mehrfach für den Oscar nominiert (auch wenn es nur für den Gewinn in der Kategorie bester Schnitt gereicht hat).

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huababuar

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* Nominierung für die beste Hauptdarstellerin



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