#GamesSoWhite

Gaming hat immer noch ein großes Diversitäts-Problem

05.06.2015 - 11:20 Uhr
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So viele historische Ungenauigkeiten in einem Bild!
© Bioware/Electronic Arts
So viele historische Ungenauigkeiten in einem Bild!
Das Hashtag #GamesSoWhite sorgt derzeit wieder für viel Wirbel im Internet. Diversität in Spielen ist ein leidiges Thema: People of Colour sind weiterhin stark unterrepräsentiert in Games. Die Diskussion darüber ist aber notwendig.

Ich als weißer Mann gehöre zu den Privilegierten und ein Großteil von euch wahrscheinlich auch. Auch wenn das vielen überhaupt nicht bewusst zu sein scheint. Darum brauchen wir Kampagnen und Diskussionen, wie sie zum Beispiel durch das wiederbelebte Hashtag GamesSoWhite ins Leben gerufen werden. Unser Lieblingshobby kämpft wie unsere gesamte Gesellschaft nämlich nicht nur mit Sexismus und Homophobie, sondern hat auch ein Rassismus-Problem. People of Colour sind in den allermeisten Games krass unterrepräsentiert.

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In den wenigsten Spielen können wir People of Colour als Figuren auswählen und in den meisten Spielen fehlen sie völlig. Auch POC-NPCs suchen wir oft vergeblich. Zum Beispiel in The Witcher 3 . Insbesondere bei Titeln mit Fantasy-Settings wird das gern durch eine angebliche historische Genauigkeit gerechtfertigt. Im mittelalterlichen Europa habe es eben kaum People of Colour gegeben. Aber Drachen, Werwölfe, Vampire, Zauberer und dergleichen mehr sind scheinbar kein Problem, wenn es um die historische Genauigkeit geht.

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Das Survival-Spiel Rust  hat den Spieß allerdings umgedreht und allen Spielern eine zufällige Hautfarbe zugeteilt. Einige Avatare wurden so zu People of Colour gemacht. Ohne Auswahlmöglichkeit. Das hat für viel Unmut unter Rassisten gesorgt, die auf gar keinen Fall einen dunkelhäutigen Charakter (aus der Ego-Perspektive!) spielen wollten und sich daraufhin über mangelnde Auswahlmöglichkeiten beschwert haben. Denkt da mal drüber nach: Sie haben sich beschwert, weil sie ihre Hautfarbe nicht selbst bestimmen können. Wie im echten Leben.

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Das Thema erhitzt natürlich die Gemüter und zieht ähnlich unangenehme Menschen an wie wenn über Sexismus in Spielen diskutiert wird. Ein Blick auf das Hashtag GamesSoWhite  reicht schon aus, um zu verstehen, warum die Diskussion wichtig und richtig ist. Tanya D., die Initiatorin des Hashtags IneedDiverseGames und Autorin hinter diesem wundervollen Offworld-Artikel  sagt in einem Salon-Interview :

Wir sehen eher einen blauen Igel als Protagonisten denn eine Person of Colour.

Womit sie einerseits Recht hat und andererseits offensichtlich vielen Menschen unangenehm wird:

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Was sagt ihr zu der Problematik?

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