Tatort - Dinge, die noch zu tun sind in Berlin
the gaffer (Jenny Jecke), Veröffentlicht am 18.11.2012, 21:45
Til Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) sind in ihrem neuen Fall Tatort: Dinge, die noch zu tun sind (1) nicht die eigentlichen Protagonisten. Die Heldin, wenn wir sie denn so nennen wollen, heißt vielmehr Melissa Mainhard, wird von der herausragenden Ina Weisse gespielt und stiehlt den Herren der Schöpfung im Tatort ohne weiteres die Show. Die Qualitäten Weisses tünchen auch darüber hinweg, dass wir es mit einem Themenwochentatort zu tun haben (Thema: Leben mit dem Tod) und der finale Twist mehr als erzwungen wirkt.
Tatort - Dinge, die noch zu tun sind in Berlin (14 Bilder)
Lokalkolorit: Die ARD-Themenwoche hätte im Grunde auch unter dem Motto ‘Das Einmaleins der Berliner Hipster-Druggies’ laufen können. Über den Lifestyle der sonnenbebrillten Söhne und Töchter aus bürgerlichem Haus erfahren wir nämlich deutlich mehr als übers Leben mit dem Tod. So lernen wir, dass sie Designerdrogen im Internet kaufen, wo sie als Haarfärbemittel verscherbelt werden, um der Illegalität zu entgehen.
Plot: Christoph Gerhard lebte von der Herstellung der Designer-Droge ‘Heaven’ (wie einfallsreich benannt!), zumindest bis ihm jemand qualvoll an einer Überdosis verrecken ließ. Drogenfahnderin Mainhard steht Ritter und Stark mit Rat und Tat zur Seite, als diese sich mit dem Milieu auseinandersetzen müssen. War es eins der gelangweilten Kids, das den Dealer umbrachte? Oder doch eher Gerhards Geschäftspartner Regler (schön schmierig: Barnaby Metschurat) und Kaminski (Gerdy Zint). Das Ableben des arbeitslosen Chemikers offenbart ein ganzes Netz von Profiteuren, die das Geschäft mit den legalen Drogen trotz des Todesfalles weiter am Laufen halten wollen.
Unterhaltung: So wirklich interessant ist diese Mörderjagd allerdings nicht und genau das scheint sich auch Autor Jörg Tensing gedacht zu haben. Sonst würden Regler und sein von vornherein höchst verdächtiger Anwalt Schädlich (!) (unterfordert: Stephan Grossmann) nicht für den Großteil des Films verschwinden, damit sich der Plot auf den zappeligen Teenie Tom (Leonard Carow) konzentriert, der zwar gern high ist, aber sowas von überhaupt nicht nach Mörder ausschaut! Gleichzeitig vorhersehbar und notdürftig zusammengeschustert wirkt deswegen jener Twist, der am Ende offenbart, dass die Drogenfahnderin selbst als Serienkillerin durch Berlin zieht und all jene um die Ecke bringt, die Kinder in die Versuchung des gefährlichen Rauschs bringen. Dass Ritter und Stark sie dann auch noch Laufen lassen, damit sie mit ihren Kids ein letztes Mal in den Urlaub föhrt, setzt dem ganzen die Krone auf.
Tiefgang: Diesen Twist zunächst beiseitegelassen, schlägt das Herz dieses Tatorts in der Brust von Melissa Mainhaird, Mutter zweiter Töchter, von denen zumindest eine viel zu schnell erwachsen geworden ist. Mainhard ist in ihre Arbeit verschossen, selbst als ihr klar wird, dass sie an einem irreparablen Krebs leidet. Mit Morphiumpflastern quält sie sich durch den Tag, lässt die Töchter im Dunkeln über ihre Krankheit und kassiert dafür die Rechnung. Dass diese Mainhard, die nur wenige Monate zu leben hat, die Zukunft ihrer Töchter mit ein paar Morden aufs Spiel setzt, will mir trotzdem nicht in den Kopf. Ohne diese Wendung (sowie den Twist im Twist in der letzten Einstellung), hätten wir es mit einem berührenden Familiendrama zu tun gehabt, was im Kontext dieses Tatorts über Kinder, die an ihren Eltern vorbeileben, durchaus genügt hätte.
Mord des Sonntags: Das Zittern, der Schweiß, die Überdosis, und im Hintergrund schleicht seelenruhig jemand durch die Wohnung.
Zitat des Sonntags: “Meine Seele ist voller Narben. Aber die Zeit heilt’s” – “Und wenn man die Zeit nicht hat?”
Ein grundsolider Tatort aus Berlin, der leider ein wenig hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, war das. Oder was meint ihr?
(1) Tatort – To-Do-Liste wäre auch ein schöner Titel gewesen
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Kommentare
über Tatort - Dinge, die noch zu tun sind in Berlin
Filmkenner77 Mon, 19 Nov 2012 16:03:51 -0000
Kommentar löschenÜberraschend guter Tatort, wenngleich die Auflösung nicht ganz so überraschend, sondern eigentlich logisch war.
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jacker Mon, 19 Nov 2012 12:24:26 -0000
Kommentar löschenZwar war die Darstellung der konsumierenden, Drugs-pushenden 'Jugendlichen' maximal Klischeeverwässert, aber dennoch war dieser "Tatort" weitaus besser als im Text beschrieben.
Das Berliner Ermittlerteam punktet allein schon durch ihre Art und im Film herrschte eine starke Atmosphäre!
Schade zwar, dass der finale Twist bereits im Titel verraten wird und somit ziemlich schnell auf der Hand lag, aber dennoch -> war sehenswert!
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RoosterCogburn Mon, 19 Nov 2012 10:26:11 -0000
Kommentar löschenIch will hier mal eine Lanze FÜR den Tatort brechen. Denn mir gefällt nicht, wie diese Fensehreihe hier generell runter gemacht wird. Kann ja sein das ich mich irre und ich es überlesen habe. Doch kann ich mich nicht daran erinnern, wann unsere Jenny (die in der Regel den Tatort gafft) das letzte mal einen Tatort positiv hervorgehoben hat. Und selbst wenn es nur einige Dinge von vielen sind, die angenehm auffallen, sollte das in den berühtmen Sonntagabendtext einfliessen.
Meine sind natürlich sehr subjektiv. Hier bei den Berlinern hat mir einiges an Handlung und Inszenierung gefallen. Und ich sympathisiere mit dem Team. Sonst würde ich es mir nicht ansehen. Auch ein Punkt den ich bei manchen Usern nicht nachvollziehen kann. Einige ziehen wirklich nur über den Tatort her, weil es der Tatort ist (so scheint es). Positive Meinungen zum Tatort, konstruktive Kritik oder eine variierende Wertung. Nein, grundsätzlich wird die Reihe mit einer orange-gelblich unterlegten Wertung beurteilt. Fast schon obligatorisch diese Einstellung.
Es besitzt nicht jeder Tatort dasselbe Kaliber. Damals wie heute. Es gibt gute und schwache. Allerdings ist das natürlich ein subjektives Empfinden und hängt davon ab, welchen persönlichen Anspruch man an einen Krimi hat. Manch einen mißfällt ja z.B. die Verbindung zwischen Beruf und Privatleben der Ermittller oder wenn in der Handlung aktuelle/sozialkritische Themen angerissen und eingebaut werden. Manche kommen noch mit Realismus, wenn es um neue Charaktere wie Faber aus Dortmund geht. Sicher würde es den im realen Leben nicht geben. Genauso wenig wie Monk als Berater, man Dr.House auf Patienten loslassen würde und ein bärtiger Fettsack durch Kamine rutscht um Geschenke zu verteilen.
Es geht hier doch in erster Linie um dem Unterhaltungswert. Ich bin gestern von den Berlinern, nach längerer Zeit, endlich mal wieder gut unterhalten worden. Sechs bis sieben Pkt haben sie sich redlich verdient. Ich gebe ihnen sogar noch einen mehr aus Sympathie.
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the gaffer Mon, 19 Nov 2012 13:01:08 -0000
Antwort löschenWas ist denn an 'grundsolider Tatort aus Berlin' so negativ? Wie immer stelle ich jene Dinge heraus, die meiner Auffassung nach funktionieren und jene, bei denen das nicht der Fall ist. Hier hat mich das Drama um die totkranke Dame überzeugt, der Krimi-Plot nicht. Der letzte Tatort, der mir sehr gut gefallen hat, lief übrigens am 14. Oktober: http://www.moviepilot.de/news/tatort-borowski-und-der-fall-uwe-barschel-118294.
RoosterCogburn Mon, 19 Nov 2012 16:28:34 -0000
Antwort löschenAn dem Ausdruck "grundsolide" ist erstmal nichts verkehrt. Aber wenn ich deinen obigen Text lese, fällt mir eher ins Auge warum du ihn denn nicht besser gefunden hast. Also die negativen Kritikpunkte. Allerdings die vorteilhaften Punkte des Tatortes muß man im Artikel regelrecht suchen. Warum du ihn "grundsolide" findest sticht hier nicht heraus.
Und um ehrlich zu sein, ist es nicht das erste Mal das mir das bei deinen Artikeln auffällt, das du die eine Seite besonders hervorhebst. Entweder die positive oder negative (oft letzteres). Allerdings erwarte ich in so einem Artikel doch eher eine Art Gegenüberstellung dieser Aspekte. So das klar wird, welche für dich überwiegt. Es scheint aber nicht ein grundlegender Schreibstil zu sein. Nur neigst du gelegentlich dazu. Da frage ich mich, ist das Absicht?
seniorem Mon, 19 Nov 2012 17:06:10 -0000
Antwort löschenDa kann ich dem Marshal in den meisten Teilen nur zustimmen, Tatort ist im deutschen Fernsehen immer noch die Reihe mit der grössten Qualität, klar schwankt Sie von Ermittlungsteam zu Ermiitlungsteam, aber einen gewissen Unterhaltungwert haben Sie doch immer.
the gaffer Tue, 20 Nov 2012 14:46:25 -0000
Antwort löschenIch glaube das hängt teils damit zusammen, dass die positiven Aspekte eines grundsoliden Tatorts für micht kaum mehr der Erwähnung wert sind. Das sind dann solche Aspekte wie der okaye Unterhaltungswert, den einige Teams quasi im Autopilot produzieren (z.B. München und eben auch Berlin), der aber schon so selbstverständlich ist, dass ich nicht mehr darauf eingehe und den ich, um ehrlich zu sein, nicht loben will, weil er ein Zeichen von fehlendem künstlerischen Ehrgeiz ist. Dann hebe ich lieber die (negativen oder positiven) Aspekte heraus, die ungewöhnlich sind, etwa in diesem Fall die Konzentration auf die Drogenfahnderin, die diesen Tatort meiner Meinung nach vor dem Vergessen rettet. Ich werde mal genauer darauf achten, aber es sei angemerkt, dass eine so kurze Form der Kritik den Autor dazu zwingt, sich auf bestimmte Aspekte zu beschränken, die besonders hervorstechen und das kann insbesondere bei einem extrem durchschnittlichen Tatort (wie diesem hier) manchmal zu einem Extrem hinschwenken, einfach weil die anderen Aspekte eher uninteressant sind.
Sinister Kid Mon, 19 Nov 2012 09:00:36 -0000
Kommentar löschenKein schwacher, ein schlechter Tatort. Soviel verschossenes Potenzial. Grauenvolle Kamera, ganz peinliche Jungschauspieler (so sie das überhaupt waren - vielleicht hat der RBB die auch auf dem RAW-Gelände aufgeladen...) und ein ständig stutzend machendes Drehbuch. Ich sag nur: "Australien ist so weit weg."
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micromachine Mon, 19 Nov 2012 07:55:13 -0000
Kommentar löschenAußer den beiden Kommissaren alles schlechte Schauspieler gewesen. Von welcher Schule haben sie die denn abgezogen? Insbesondere die ganze "Gang" !!!!
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Narrisch Sun, 18 Nov 2012 21:48:51 -0000
Kommentar löschenDas ist die neue Berliner Schule. Eine Kamera die sich fast gar nicht mehr bewegt und völlig unsymphatische Hauptdarsteller die so tun als würden sie Polizeiarbeit leisten.
Den Oberjunkie klaut man sich ein bißchen bei Clockwerk Orange zusammen und fertig ist der neueste Gebührenverschwendungsstreich.
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Sinister Kid Mon, 19 Nov 2012 08:56:33 -0000
Antwort löschenEin bisschen zuviel "Breaking Bad" hat der Herr Tensing aber auch geguckt. :-)
RoosterCogburn Mon, 19 Nov 2012 09:54:50 -0000
Antwort löschenMit "Gebührenverschwendung" hat das ja wohl gar nix zu tun. So ein blödes Klischee. Denn das findet auf ganz anderer Ebene statt. Wenn dir die Reihe Tatort nicht mehr gefälllt, dann schalte nicht mehr ein. Oder schau dir die Ermittler an, die dir gefallen.
Narrisch Mon, 19 Nov 2012 13:15:39 -0000
Antwort löschenTatort ist in 95% aller Fälle Schrott! Schrott für den mein Geld als Gebührenzahler verballert wird. Die können nicht spielen, die können nicht Regie führen und ein Händchen für Ausstattung und Drehorte haben sie auch nicht.
Stattdessen sitzen im Regelfall zwei bis drei Langeweiler in Spießerhasenställen Marke Finanzamt Detmold herum und ermitteln primär am Schreibtisch und erklären mir als Zuschauser, wie in einem Hörspiel, was wer wo wie gemacht hat. Das widerrum liegt an den beschissenen Drehbüchern des mafiösen deutschen Fernsehsystems. Ein System in dem an der Quelle sitzende Verantwortliche (siehe NDR - aktueller Prozess) ihre eigenen Dilettanten Drehbücher an sich selbst verkaufen. Und DAS ist nur die Spitze des Eisbergs!
@ RosterCogburn - schau dir nur eine Folge, eine einzige Folge von THE WIRE an und du wirst erkennen was ich meine.
https://www.youtube.com/watch?v=xtHetIaWZNc
torwei Mon, 19 Nov 2012 15:20:31 -0000
Antwort löschenUnd weil US Serien das so machen, muss das jetzt hier auch so sein? Soll im deutschen Fernsehen vielleicht auch noch nur englisch gesprochen werden? Nebenbei bemerkt hat Rooster Recht, mit Gebührenverschwendung hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Der Erfolg spricht übrigens für den Tatort, und zwar für die meisten davon. Ein The Wire dagegen würde hier gnadenlos untergehen. Ähnliche Serien gab es auch schon als deutsche Produktion, und die sind größtenteils untergegangen.
Damit will ich den Tatort nicht verteidigen, denn wirklich gut sind die tatsächlich selten. Aber du siehst es schon ziemlich engstirnig.
Filmkenner77 Mon, 19 Nov 2012 16:05:27 -0000
Antwort löschenNee, aus "Atemlos". Mit Richard Gere-Gedächtnisbrille.
RoosterCogburn Mon, 19 Nov 2012 18:04:05 -0000
Antwort löschenErstmal finde ich den Vergleich einer Fernsehfilmreihe, mit jeweils abschließenden 90 Minütern, zu einer TV-Serie zu ziehen, die eine kontinuierliche vielschichte Handlung wiedergibt, schon mal vom Ansatz recht schwierig.
Dann redest du von 95% - rein rechnerisch wären 42,5 schon mal kein Schrott. ^^ Allerdings halte ich das für Unfug. Ich weiß nicht wieviel ich in meinem Leben schon gesehen habe, aber mit Sicherheit nicht alle 850. Von den mir bekannten habe ich mich, soweit ich zurück denken kann, noch über keinen geärgert. Von schwach bis ausgezeichnet war schon alles dabei.
Warum schaust du überhaupt noch Tatort an, wenn du dich sowieso jedesmal darüber aufregst? Ich hab das Gefühl, das du nur aus Prinzip über den Tatort wetterst.
Dann muß ich torwei rechtgeben. Man muß die Arbeit - auch die Büroarbeit - der Ermittler den jeweiligen Land anpassen. Also je nachdem wo ich eine Krimiserie ausstrahle, funktioniert auch die Ermittlungsarbeit. Im gestrigen Tatort gab es ja schon beinah Szenen nach amerikanischen Standard. Die Tochter macht die Tür nicht auf, da ballert die Mutter mir der Dienstwaffe auf die Tür um sie zu öffnen. Das kennt man nur aus den Staaten. In Deutschland müssten Polizisten erstmal erklären warum und auf wen geschossen wurde. Formulare müssen ausgefüllt und eingereicht werden. Auf dem Dienstweg muß alles erläutert werden. In den Staaten mag das anders laufen. Aber bezüglich der "Schreibtischermittlung" ist das hier nicht so fern der Realität. Da sind hier (und bei anderen Tatorten) ganz andere Dinge aufgetaucht, die so nicht im realen Polizeialltag auftauchen. Doch das sollte man einfach nicht zu ernst nehmen. Sondern sich einfach fragen, ob man unterhalten wird oder nicht. Wenn dem bei dir nicht so ist, dann ist das eben so. Nur deine aufgeführten Gründe sind für mich nicht nachvollziehbar.
Aus Neugier: Mich würde mal interessieren, welche Crime-Serien du empfiehlst, wenn man Top US-Serien wie "The Wire", "The Shield" oder "Damages" außen vor lässt.
Narrisch Mon, 19 Nov 2012 19:18:29 -0000
Antwort löschen@ RoosterCogburn - Außer den von dir genannten Serien würde ich dir erstmal Dexter, Breaking Bad und Sherlok empfehlen, aber die kennst du sicher, ich glaube auch nicht das du den Tatort Müll wirklich gut findest, dafür bist du viel zu engagiert. Du brichst nur dem deutschen Fernsehen eine Lanze weil du glaubst es hätte eine Chance verdient oder weil du den ein oder zwei guten TATORT Folgen im Jahr Gerecht werden willst. Das kann ich verstehen.
Das ändert aber leider nichts daran das wir es im deutschen Fernsehsystem mit einem Hort der Korruption und des Stümpertums zu tun haben. Regisseure, Kameraleute, Drehbuchautoren werden nicht danach ausgesucht ob sie etwas drauf haben sondern im Regelfall danach wer wie gut, wen vollquatschen kann. Aber zurück zum Kern der Kritik, dem Polizeialltag. Der US Polizeitaltag unterscheidet sich natürlich vom Deutschen, nur sitzen die Amis mit Sicherheit genauso lang am Schreibtisch und füllen Formulare aus wie es ihre deutschen Kollegen tun. Der Unterschied ist nur das man im US/UK Fernsehen kapiert hat das es nicht sonderlich spannend ist Ermittlern bei der Schreibtischarbeit zuzuschauen und sie in ein Spießerbüro zu setzen. Letzteres mag zwar realistisch sein, scheisse sieht es trotzdem aus.
Mit dem deutschen Qualitätsfernsehen verhält es sich so wir mit einer Gehirnwäsche, 50 Jahre wird uns eingetrichtert das die deutschen Krimis Weltklasse wären und irgendwann fängt man dann tatsächlich an das ganze auch zu glauben. Es gibt auch ein großes Publikum für "Musik" der Kasteltuter Inzestspatzen, es gibt Menschen die finden Eicheschrankwundfurnier und Blümchensofas ganz toll, andere lassen sich auf Kaffeefahrten Heizdecken aufschwatzen. So verhält es sich mit dem Tatort und dem deutschen Fernsehen. Den Markt gibt es und solange der Bedarf besteht wird man diesen Markt auch bedienen. Ich für mich als Konsument hoffe nur das ich wenigstens ab und zu mal einen guten deutschen Krimi sehen kann, schliesslich bezahle ich auch dafür! Ich erinnere mich an einen aus Österreich vor ein paar Monaten, ich hab leider den Titel vergessen, aber das war wie immer die große Ausnahme.
RoosterCogburn Mon, 19 Nov 2012 20:35:27 -0000
Antwort löschenIch kann deine Kritik im gewissen Maße nachvollziehen. Aber nicht verstehen. Denn sowohl im US/UK Fernsehmarkt gibt es noch heut en gros Crime Serien (und andere) die furchtbar inszeniert sind. Die die wir hier aufzählen, sind ja die Ausnahmeserien. Die besonderen, die sogar ausgezeichnet werden. Aber eben nicht die Regel. Die Regel sieht derzeit aus wie z.B. "Navy CIS", "Hawaii 5-0" oder "Cold Case". Das ist die Crime-Serie der Network Sender in den Staaten. "Dexter" und "Breaking "Bad" ist, wie auch "The Wire" und "The Shield", bei der Konkurrenz entstanden. Beim Kabelsender. Darin liegt Kern der Sache. Das sind Pay-TV-Sender. Also mit den Öffis hier in der Form nicht vergleichbar. Sondern so als wenn Sky sich entschließen würde selbst zu produzieren, sofern sie genug Kunden hätten.
Dann ist es ja nicht so, das man unsere ermittler hier NUR am Schreibtisch sieht. Das ist nun wirklich überzogen. Es ist ein Arbeitsplatz von vielen. Genau wie bei den Amis. Selbst bei "The Shield" hocken die zwischendurch auch dauernd am Schreibtisch oder im Verhörrraum. Etwas was im Tatort genauso so zu sehen ist. Nur sieht bei den die Wache anders aus. Das ist klar.
Kungelei, Korruption und Schwipp-Schwagerschaft ausnutzen - derartiges kannst du der kompletten Medienbranche vorwerfen. Vor allem Hollywood und ebenso dem dortigen Fernsehbiz. Weil die dort ein ganz anderes und krasseres Verhältnis haben. Dort bekriegen sich sowohl die Networks und die Pay-TV-Sender - gegeneinander und untereinander. Denn neben den Einschaltquoten stehen die Werbeeinnahmen, besonders bei den Pay-TV-Sendern, stark im Vordergrund.
Letzte Anmerkung: Ich mag tatsächlich die TATORT Reihe. Allerdings nicht jedes Ermittlerteam. Aber wenn ich von vornherein weiß, es kommt etwas, mit dem ich nicht sympathisiere, dann schalte ich nicht ein ;)
Narrisch Mon, 19 Nov 2012 23:24:29 -0000
Antwort löschenKlar wird in den USA/UK auch unglaublich viel Mist, gerade bei den Krimis, produziert nur gibt es in Deutschland nicht eine einzige Serie die auch nur halbwegs an die Qualität der weiter oben genannten Serien herankommt, keine einzige. Ab und an einen Tatort und alle Jubeljahre mal eine gute Miniserie reicht nicht.
Natürlich gibts in den USA bessere Produktionsbedingungen und insgesamt auch mehr Geld und natürlich ist die Medienbranche überall korrupt. Aber in den USA herrscht Wettbewerb, Qualität ist für hohe Werbeeinahmen und zahlungswillige Abonnenten Pflicht. Zumindest was die Produktion einiger Flagshipshows betrifft. Korruption wird erst dann übermächtig wenn man in einem Selbsbedienungsladen die Kasse nicht verschlossen ist und eigentlich völlig egal ist was produziert wird. Hauptsache die eigenen Leute sitzen auf dem richtigen Platz und sorgen dafür das sich am System nichts ändert. Aber solange die Mehrheit des deutschen Publikums nicht willens ist Perlen wie eben Breaking Bad, Dexter, Wire etc. zu schätzen ist das sowieso alles völlig wurscht.
Mein letztes Wort zum Ermittlerteam vom Sonntag, ich kannte die Schauspieler, ihre Rollen als solches aber nicht. Einziger Lichtblick, in meinen Augen, der Schauspieler der den Rechtsanwalt gespielt hat.
torwei Tue, 20 Nov 2012 02:06:24 -0000
Antwort löschenEine ernstgemeinte Frage: Steckst du im "Bizz" (Gott, wie ich das hasse) drin oder ist dieses Deutsche-Autoren-Quatschen-Nur-Voll-Gerede auch nur eine weitere Hasstirade? Also die Frage ist wirklich ernstgemeint. Denn so wie du es schreibst, kann und will ich es dir einfach nicht abkaufen ... Weil es auch nicht wahr ist. Es gibt so viel (relativ) gutes deutsches Qualitätsfernsehen, das du entweder noch nicht entdeckt hast oder einfach nicht gut finden willst. Dabei beziehe ich mich jetzt allerdings nicht nur auf Serien, sondern auch auf TV-Filme etc. Klar, wenn ich auf Sat1 schalte und Veronica Ferres sehe, kann ich in 99% der Fälle auch direkt wieder wegschalten, aber der Tatort ist ja jetzt auch nicht als herkömmliche Serie anzusehen. Wenn es nicht deinen Geschmack trifft, auch okay. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über offensichtliche Qualität eher selten. Du nennst US-Kabel-Streifen wie Breaking Bad etc., diese Namen hört man immer wieder. Ja, sie sind wirklich absolut hohes Niveau. So langsam gehts mir aber auch schon fast auf die Nerven, wenn ich jene Namen immer wieder in genau diesem Zusammenhang hören muss. Wie Rooster schon sagte, es ist die ABSOLUTE Ausnahme. Ab und zu finde ich auch durchaus beim Tatort Teams/Folgen/Teile, die ich als wirklich sehr unterhaltsam, spannend und sehenswert empfinde. Dass der Großteil von den Tatort Produktionen Quatsch ist, lasse ich so stehen. Fakt ist aber auch, dass tatsächlich viele US Produktionen auf deutschem Vorbild basieren.
Was mich dann aber ebenfalls brennend interessiert: Wenn du doch schon weißt, was dich erwartet, wieso dann überhaupt einschalten?
torwei Tue, 20 Nov 2012 02:11:12 -0000
Antwort löschenP.S.: Dass es in Deutschland kein äquivalentes Kabelfernsehen wie in den USA gibt, brauche ich ja eigentlich nicht zu erwähnen. Es sei hiermit geschehen. Da solltest du dann allerdings eher das Publikum flamen, anstatt die Öffentlichen. Die Mehrheit der User hier dürfte sein "Wissen" ja auch nur auf illegalem Wege beziehen...
Narrisch Tue, 20 Nov 2012 02:39:10 -0000
Antwort löschenWir haben zwar kein vergleichbares Kabelfernsehen aber wir haben jede Menge Gebühreneinnahmen. Damit kann mehr machen als Nachrichten, Volksmusik und Wetten dass! Ein kleiner Blick nach England, dort macht die BBC, ein öffentlich rechtlicher Sender, mit weniger Geld das bessere Programm.... Schon komisch... So ewtas wie Sherlok wäre in Deutschland undenkbar! Absolut undenkbar! Ich teile Roosters Gedanke nicht das so etwas wie Breaking Bad die absolute Ausahme ist. Es ist nicht das Standardserie ja, aber es gibt zu viele gute Highend US Serien als das man das ganze als absolute Ausnahme werten könnte. Zähl die Titel auf.... Du kommst schnell auf 5, mit etwas nachdenken auf 10. Jetzt machst du das gleiche in Deutschland...
Ja ich arbeite im "Bizz" wie du schreibst und verdiene mein Geld mit Werbung (Buch/Regie).
RoosterCogburn Tue, 20 Nov 2012 11:03:48 -0000
Antwort löschenDann solltest du aber wissen, das Breaking Bad von AMC stammt. Ein anderer Kabelsender in den Staaten, der sich mit "Mad Men" einen Namen machte und mit "The Walking Dead" wieder einen erfolg verbuchen konnte. Momentan sind derartige Serien immer noch die Ausnahmen.
Auf AMC würde das was du aufführst sogar im gewissen Maße zutreffen. Denn deren Standard ist es, wenn produziert wird, hat es eine Qualitätsserie zu sein. Selbst über "Rubicon" und "The Killing" ist das zu sagen. Auch wenn die nicht so ankamen.
Wenn wir mal bei den Staaten bleiben. Du meinst BB ist nicht die Ausnahme ... okay. Wieviele erfolgreiche und ebenso qualitative US-Serienproduktionen laufen denn überhaupt im Fernsehen? Ein Dutzend? Viel mehr sind es nicht. Und ich rede nicht von Halbstündern, also ohne Sit-Coms und ähnliches. Und falls du Law & Order ins Boot holen willst, nur der Ableger Special Victims Unit wird noch produziert. Dann stell das mal den Wiederholungen, Reality-Soaps und unzähligen Spielshows gegenüber. Ein Sender wie HBO ist da mit seinen Produktionen die rühmliche Ausnahme, auch wenn nicht jede davon ein Knaller wird. Jeffrey Bewkes sollte dafür sorgen, das HBO wie Phönix aus der Asche auferstand, als alle sagten Pay-TV ist tot. "Oz", "Sex and the City", "Die Sopranos", "Band of Brothers", "Six Feet Under" und "The Wire" gingen auf sein Konto.
Ich muß dir erneut Engstirnigkeit vorwerfen. Bei dir hört es sich so an, als wenn in den Staaten (oder UK) das Wasser noch blau ist, die Wiesen noch grün, die Schweine freuen sich auf die Schlachtung und Schmelzkäse tatsächlcih zu 100% aus Käse besteht. Jede Medaillie besitzt auch eine Kehrseite. Und von wegen Preise. Allein um HBO zu sehen müsstest du drüben schon monatlich US-$ 15-19 hinlegen. Plus etwa $ 5 für "basic cable". Ist allerdings alles abhängig davon wo du wohnst (da spielt die lokale Kabelgesellschaft ne Rolle). Dann darfst du Geld für AMC und Showtime ausgeben. Du stehst doch so auf Pay-TV. Jetzt setze ich das mal im Vergleich für unsere Rundfunkgebühren. Ach nee, das heißt ja künftig "Rundfunkbeitrag". Das Kind muß ja einen neuen Namen haben. Wegen der Umstellung und so (anderes Thema). Jedenfalls liegt die Höhe des Rundfunkbeitrags ab dem 1. Januar bei moantlich € 6,00 pro Wohnung. Ist wohl dann doch ein kleiner Unterschied? Vor allem weil, in unserem Land eine Grundversorgung herrscht. Hier kann niemannd kommen und einfach abschalten, wenn du nicht zahlst. Im Gegensatz zu den Abonennten bei HBO. Deshalb zahlen die auch alle fleißig und hier gab es reichlich Nichtbezahler.
Stattdessen wurde Geld für unnötiges Kram ausgegeben. Wie Fahnder die nachweisen sollten, ob und wieviele Empfänger in den Haushalten vorhanden sind. Man sollte sich mal überlegen was alles von dem Geld finanziert wird und ob das nötig ist. wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe, 56 Radio- und 14 TV-Programme, dazu zählen diverse Radioorchester und Sinfonieorchester verschiedener Sender.
Um ehrlich zu sein, unterstütze ich die Reform der Rundfunkgebühr. Deutschland leistete sich bisher das teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunksystem der Welt. Mal unabgesehen davon das es z.T. an den falschen Enden ausgegeben wurde. Aber selbst da haben sie sich auch schon gebessert.
Und nun zum Thema gute Fernsehproduktionen im deutschen TV. Wahrscheinlich nicht von anno dazumal. Sicher gibt es die. Man muß sich nur die Mühe und sich umschauen. Apropo Mühe. Ich hab früher immer gern "Der letzte Zeuge" mit Ulrich Mühe gesehen. Derzeit finde ich "Der Kriminalist" sehr gut. Aber Vorzeigeproduktionen sind auf jeden Fall "Im Angesicht des Verbrechens" und "KDD – Kriminaldauerdienst" Wenn ich an dieser Stelle mal ein wenig über den Tellerrand hinaus schaue, dann fällt mir noch "Berlin Berlin", "Dr. Psycho" und "Stromberg" ein. Ein anderes Mal gebe ich dir gern ein paar Tipps bezüglich Fernsehfilme ;)
RoosterCogburn Tue, 20 Nov 2012 11:10:47 -0000
Antwort löschenEdit: "Dr. Psycho" und "Stromberg" muß man wieder von der Liste streichen. Die laufen ja bei den Privaten mit Werbeunterbrechung. Uns geht es hier ja um die Öffis, gell?! ^^
Narrisch Tue, 20 Nov 2012 13:28:30 -0000
Antwort löschenGestern hast du noch davon gesprochen das Breaking Bad und co die "absolute" Ausnahme sind. Heute sind es nur noch "Ausnahmen". Ja was denn nun? Allmählich fängst du auch an Serien jenseits des Krimigenres mit ins Boot zu holen. Du kommst mir mit Stromberg. Ja, nett aber was haben die denn noch? Vielleicht noch die ein oder andere Comedy Serie und dann ist schon wieder schluss. Im US Free TV laufen und liefen Serien wie Desperate Housewifes, The good wife, Two and a half man, Last Resort, Castle, Once upon a time usw. usw. usw. Das ist im Regelfall alles besser, als alles was hier zu Lande läuft. Selbst das dann doch sehr triviale CSI ist besser als die allermeisten Tatorte.
Dazu kommt das ich mir dieses riesige Programmpaket nach einigen Monaten für ein paar Cent bei Netflix ausleihen kann.
Du kommst du mir mit KDD - Kriminaldauerdienst, allein für den Titel würden anderswo Köpfe rollen. Genauso gut könnte man eine Serie über Heizungsstandableser machen. HKD - Heizungskontrolldienst.
Jaja, KDD ist besser als Tatort und? Was noch? Der Kriminalist? Gut, auch besser. Weiter? Dann von früher meinetwegen noch der letzte Zeuge. Klar kann sich mit Mühe dann doch die ein oder andere passable deutsche Serie aus den Fingern saugen aber die Spucke geht einem dabei ganz schnell aus und dann schaut man in den Abgrund. Mit einem Fall für zwei zum Beispiel oder der Alte und dem ganz Alten oder den Möchtegernserien wie "The transporter" auf RTL 2.
Nein in den USA sind die Wiesen auch nicht grün und der Himmel ist genauso grau wie bei uns nur ist eben insgesamt das Unterhaltungsfernsehen besser als bei uns was sich durch eine insgesamt sehr große Anzahl verschiedenster Fernsehserien täglich im Kabel und Free-TV beweisen lässt.
Du bist für monatliche Zwangsgebühren ob man will oder nicht ob man einen Fernseher besitzt oder nicht. Ich will das nicht, ich will die Wahl haben und die bekomme ich nicht. Wie kommst du darauf das man ab Januar 2013 "nur" 6 Euro zahlen müsste? Mit Fernsehen sind das in Zukunft trotzdem 17,98 €. Das ist ziemlich satt, dafür das ich dann auch Volksmusik mitbezahle und Wetten Dass und und dutzende Radiosender die niemand braucht. Was wirklich neu ist ist die Tatsache das es nun völlig egal ist ob man ARD und ZDF überhaupt empfangen kann.
Es ist nicht alles schlecht am deutschen Fernsehen. Nachrichten und Reportagen sind sehr gut. Die ein oder andere Magazinsendung ebenfalls nur sollen sie bitte, bitte die Finger von der Unterhaltung lassen, denn gute Unterhaltung ist bei uns tatsächlich die absolute Ausnahme!
Wir beiden kommen hier nicht auf einen Nenner, du bist ein Verfechter des deutschen Zwangsstaatsfernsehens,. Ich hingegen will die Wahl haben und würde sofort für einen guten Tatort eine Leihgebühr bezahlen.
Narrisch Tue, 20 Nov 2012 22:54:27 -0000
Antwort löschenUnd ausgerechnet heute kam im Wanderhurensender SAT1 ein ziemlich guter Fernsehfilm mit zwar unglaubwürdigem Ende aber hohem Produktionsniveau. Tolle Kamera, toller Schnitt, gut gespielt.
Mit geradem Rücken.
RoosterCogburn Thu, 22 Nov 2012 12:12:54 -0000
Antwort löschenErstmal eines vorweg. WENN wir hier schon so kleinkariert werden. ICH habe nicht von "ABSOLUT" gesprochen (bitte genauer lesen mit wem du dich auseinandersetzt). Ich habe die bewussten Serien immer als das bezeichnet was sie sind. Ausnahmeserien!
Deine Frage lief ja auf "deutsche Qualitätsserien" hinaus. Die habe ich genannt. Wobei ich im gleichen Atemzug auch "Stromberg" und "Dr Psycho" von der Liste wieder gestrichen habe. Allerdings aus bereits o.a. Grund (auch hier gilt, nachlesen bevor du dich ereiferst). Und ich habe geschrieben "wenn man ein wenig über den Tellerrand schaut" was eine Umschreibung für "wenn man mal das Krimigenre etwas verlässt" sein sollte. Die Antworten wurden extra entsprechend unterteilt.
Erklär mir mal, was an dem Titel "KDD - Kriminaldauerdienst" auszusetzen ist. Ist genauso originell wie "C.S.I. - Crime Scene Investigation". Nur mit dem Unterschied, das letzteres frei erfunden ist. Den KDD gibt es in der Realität, den CSI nicht. Aber unterhaltsam ist beides. Allerdings mußman auch Unterschiede machen. C.S.I. war nur solange unterhaltsam wie William Petersen mitmachte. Jetzt ist es langweilig. Ich würde jetzt "KDD" in jedem Fall vorziehen. Die haben allerdings ihre Produktion bereits eingestellt. Schade, wie ich finde. Selbst die meisten Tatorte sind unterhaltsamer als C.S.I
Am schärftsen sind deine Beispiel wie "Castle" und "Two and a Half Men" :D was kommt noch? "According to Jim", vielleicht noch Wiederholung von "Charmed" und "Ghost Whisperer", zum Schluß ne Folge "Wife Swap" xD
Was die Höhe des Rundfunkbeitrages betrifft. Sorry, mein Fehler. Habe ich auf micch bezogen, weil ich zu den gehöre die künftig monatlich €5,99 bezahlen. Du hast natürlich recht. Ottonormalbürger zahlt pro Haushalt €17,98 - finde ich aber trotzdem okay. Wenn ich zum Beispiel an meine Eltern denke, die zahlen in zukunft weniger wie bisher. Dadurch das nicht mehr sämtliche Radios und Fernsehempfänger gezählt werden und Autoradio in PKW und LKW.
Natürlich ist nicht alles schlecht am deutschen Fernsehen. Im Gegenteil. Ich behaupte, es gibt vieles gutes und sehenswertes. Und ich bin kein Verfechter des "Zwangsstaatsfernsehens" - was immer das auch sein soll. Ich denke das das deutsche Fernsehen doch besser ist, als es von vielen gemacht. Aber es gibt leider auch einigen Mist. Beim deutschen Fernsehen denke ich an die berühmte Medaillie mit den zwei Seiten.
Und viele schwelgen beim deutschen Fernsehen immer so gern in der Vergangenheit. "Ach ja, damals. weißt du noch mit Hänschen Rosenthal." - "Oder wenn der Kuli und seine Ländershow kam" Das sind aber mehr schöne Erinnerungen als alles andere. Die Shows selber waren wenig spektakulär. Da war Dalli und Am laufenden Band schon ne Ausnahme. Aber Auf los gehts los war eigentlich ähnlich langatmig wie Wetten Dass! Wahrscheinlich steht das deutsche Publikum aus so etwas. Vor 20 und vor 30 Jahren schon. Heute auch. Nur die Raab-Shows sind dann mal ne Ausnahme. Allerdings nichts was ich mir regelmäßig geben würde. Der TV-Total Overkill geht mir zu sehr auf den Sender.
RoosterCogburn Sun, 18 Nov 2012 21:23:46 -0000
Kommentar löschenFür mich war das Zitat des Sonntags:
"Noch jemand, der uns unsere Arbeit abnehmen will. Was machen Sie überhaupt hier?" Sollte ich das als Stichelei gegenüber den Zuwachs der vielen Tatort-Kollegen verstehen?
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Khold88 Sun, 18 Nov 2012 21:00:49 -0000
Kommentar löschenGrundsolide? Bei weitem nicht. Eher so blass wie der Hauptverdächtige. Lokalkolorit: Nichts als Vorstadt und Potsdamer Platz, beides in regelmäßiger Unregelmäßigkeit sinnlos zusammen gemixt. Schade. Der letzte Tatort zur Themenwoche, damals aus Hamburg, gefiel mir besser. Auf besseres Gelingen nächste Woche in Münster.
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syrbal Sun, 18 Nov 2012 21:59:07 -0000
Antwort löscheney, das war keine vorstadt - das war friedrichshain! :-P
aber ansonsten gebe ich dir vollkommen recht. war diese woche recht enttäuschend. an dem drehbuch hätte man noch etwas feilen können. kaum jemand war in diesem tatort in irgend einer weise glaubwürdig. wirklich schade...
Khold88 Sun, 18 Nov 2012 22:59:33 -0000
Antwort löschenSiehst du, dann lag ich doch mit Vorstadt gar nicht soo daneben. Friedrichshain schaffts doch immer noch am grünsten von all den tristen Bezirken zu auszusehen ;) Vor allem wollte ich erst Vorort schreiben, weil ich selber aus einem komme, dann aber merkte: Halt, Stop, wir sind ja in Berlin! Btw: Das Ende war absurd³.
frank-br Sun, 18 Nov 2012 20:54:44 -0000
Kommentar löschenEigentlich wollte ich einfach mal wieder einen Krimi und kein Sozialdrama sehen. Aber es soll wohl nicht mehr sein.
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Weiterführendes zum Artikel ?
Wirf einen Blick in unser Fernsehprogramm, um herauszufinden, was heute im Fernsehen so läuft.






Also ich fand das Ganze auch nur noch Grauenvoll!! Kein Stück konnte ich diese Geschichte ernst nehmen, es amüsierte mich regelrecht.
Ich weiß nicht wie es hier mit verlinkungen aussieht, ich würde euch trotzdem gerne auf den Vice Artikel "Dinge, die noch zu tun sind: Tatort abschaffen" von Sophia Giesecke aufmerksam machen... sie bringt es auf den Punkt!
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