Es kristalliert sich heraus: ich liebe reportagenhafte Sportdramen, nach Senna nun der zweite Film in diesem Jahr, der in diese Beschreibung passt und zu meinen Favoriten 2011 geworden ist. Wobei Moneyball sicher etwas weniger Reportage als Drama ist.
Mit etwas Abstand fällt zwar auf, dass es sich bei dem Film irgendwie zu sehr um eine Brad Pitt-o-eske one man show handelt, als es für einen so richtig guten Film sein sollte. Er spielt spielt wie immer den durch und durch männlichen MaNN, aber das tut er halt sehr überzeugend. Die anderen Figuren bleiben vergleichsweise blass, ihnen wird zu wenig Raum zur Entfaltung gelassen, sie drehen sich um Brad Pitt wie Jupitermonde. Aber ich drifte ab. Ich liebe diese Underdog Geschichten, und diese hier wartet mit ein paar großartigen Momenten und einer stilsicheren Inszenierung auf, ohne jetzt das ganze Rad neu zu erfinden. Die fünfzehn Minuten dauernde Einarbeitung in die Grundzüge(!!) der Baseballregeln hat sich also gelohnt, und ich kann diese Nacherzählung einer fast-perfekten Märchengeschichte aus der Welt des Baseballs jedermann empfehlen, der nicht bei Sportfilmen grundsätzlich Ausschlag bekommt.
Komisch. Eigentlich sollte Magnolia genau passen, in jene Ecke meines Filmgeschmacks (es gibt einige andere) die ich "deep dark 'n difficult" nennen würde, irgendwo bei Synecdoche New York, David Lynch, The Fountain und Konsorten. Kommentare aus dem realen und virtuellen Umfeld reichen von positiv bis begeistert. Irgendwie kam es dazu, dass der Film stets an mir vorbeigegengen ist, lange auf der imaginären To-Do Liste stand, und gestern war es soweit.
Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht so enttäuscht zu werden. Ich finde der Film tat weh, und das nicht weil die Schicksale so ergreifend wären, mir eine schmezhafte Wahrheit über mich selbst ins Gesicht geworfen wurde, sondern weil mir die Schauspieler ihren viel zu pathetischen Schmerz mit voller Lautstärke 180 Minuten lang ins Ohr trompetet haben. Die Schicksale fand ich zu überhöht, die Einsichten und Erkenntnisse so einfach, dass die lange und schwierige Suche der Entertainer, Sexpäpste und Hyperjunkies einfach nicht passend erschienen ist. Dazu kommt die Filmmusik. Oh die Musik! Sie wollte einfach nicht enden, nahezu durch die kompletten 3 Stunden lief die orchestrale Filmmusik, in jeder Szene, banal oder dramatisch, schicksalhafte klänge im Hintergrund. Brainwashing. Erzeugte bei mir Schwindel und Übelkeit. Könnte man als gelungenen Effekt loben, dient aber für mich nur dazu, den armen Zuschauer durch eigene Überhöhung dazu zu bringen, die völlig hysterische Geschichte abzukaufen. Und was kommt am Ende, nachdem so ziemlich alle zweieinhalb Stunden lang ihr leben abfucken? Eine zwar außergewöhnlich und auch eindrucksvoll inszenierte Wende in ein halbherziges und bei manchen Charakteren arg konstruiertes Happy-End. Stell dich deinem Dämon, oder besser "bereue die scheiße die du gebaut hast" und alles wird gut und alles fängt bei Null an. So läuft das aber doch nicht. Es gibt den Neuanfang nicht, alles bleibt ein ewiges Kampf ein ewiges Ringen. Ich will dem Film auch nicht seinen sehr stark konfessionistisch-religiösen (sektenhaften?) Unterton vorwerfen, denn Religion ist nichts grundsätzlich Schlechtes. Aber ich finde er macht es sich zu einfach, und das ist für einen Film der so tiefgründig und missionarisch daherkommt einfach unverzeihlich. Du bist schlecht und verkommen!, aber ICH habe die Weisheit für dich, mit der du gerettet werden kannst. Nein das nehme ich dem Film nicht ab. Es wäre schön gewesen, wenn die Personen weniger hysterisch verzerrte Abziehbilder wären, sondern echte Menschen, mit komplizierten Zwischentönen, mit Farbe, kein Schwarz-Weiß.
Ich muss zugeben, die Wertung ist sehr hart und es gibt nun wirklich schlechtere Filme. Allerdings habe ich viel erwartet und wurde dementsprechend enttäuscht. Hohe Ansprüche wurden gestellt, also gilt eine hohe Messlatte. Ich denke Anderson versucht etwas Gewagtes und ganz großes zu machen, nur ist es misslungen. Shit happens, ich bleib bei den anderen deiner Filme.
Übrigens: Das ist ein etwas ausgelutschtes Thema, aber: Tom Cruise a) als Sexprediger und b) bei seinem Scientology-Ausfall-Interview gleichen sich wie ein Ein dem anderen! Da frage ich mich, bei welcher Nummer er von der anderen abgeschaut hat...
Wurde mir von einem Freund aus des USA empfohlen als ein Film der Lachtränen am Fließband produziert. Irgendwann war es dann so weit, Weizenbier aufgemacht und ich zieh mir den Film rein. Tja am Anfang geht das dann so langsam los, man verfolgt den letzten Tag eines Sommercamps aus der Sicht einiger teilweise schon ziemlich verschrobener Teilnehmer, der Organisatorin, dem Astro-Nerd-Professor der in der Nähe campt und anderen Gestalten. Fängt eigentlich ziemlich albern an, stellt aber wohl (der Empfehlung nach) die Realität in diesem Camps der 80er sehr schön nach. Mit der Zeit wird aus albern immer mehr schräg oder bizarr, und gegen Ende steigert sich alles zu einem Feuerwerk aus absurdem Humor, das meine hohen Erwartungen voll erfüllt hat! Die verschiedenen Storylines fügen sich zu einer Topographie des Wahnsinns, und ich werde nie wieder einen kühlschrank mit den selben Augwen sehen könenn als vorher.
Viel Spaß mit dem Film er ist einen Versuch wert, vor allem wenn man gerade Lust auf seicht-bizarre Unterhaltung hat!
Ein etwas kopflastiger, aber doch erstaunlich intensiver Film, der es schafft seine Protagonisten intensiv und beinahe zum Greifen nahe darzustellen. Neben der klugen Inszenierung fallen auch die Schauspieler durchweg positiv auf. Geschickt wird gezeigt, wie die Gruppe (das Wolfsrudel, siehe auch ein Jack London zitierender Hauptdarsteller) gnadenlos jede sich bietende Schwäche ausnutzt, um seine eigene Position zu stärken. Es wird mit zunehmender Dauer ein Spiel mit sich selbst - wie würde ich entscheiden? Und während man anfangs immer wieder übereinstimmt oder widerspricht, innerlich mitdiskutiert, an sich selbst erschrickt oder moralisch überlegen bleibt, wird mit der Zeit klar, die Menschlichkeit muss bei so viel Rudeltrieb auf der Strecke bleiben. Oder um es mit dem Schlusswort aus der filmzentrale zu sagen:
„Cuantos desencuentros ..., cuantas soledades habría en aquel solo rascacielos!
...
Menschlich betrachtet, so das nüchterne Resümee, bringt die Ideologie des Gewinnenmüssens nur Verlierer hervor."
Wow, erstaunlich viel Freude über die Nachricht. An sich hab ich nichts dagegen dass kino.to weg ist, Filme zu streamen finde ich immer zu unbefriedigend - dauerndes Abbrechen des Streams, schlechte Qualität, und vor allem Seiten wie kino.to sind auch nicht gerade userfreundlich.
Ich nehme mal an, die Freude kommt daher, dass hier verdammt viele Filmfreunde oder selbst bei/mit/an Film arbeitende Leute sind, die sich auf gute außergewöhnliche und nicht nur den Mainstream repräsentierende Filme freuen. Man könnte meinen - illegale Filmkonsumangebote weg -> mehr Geld zum Filme machen -> bessere Filme.
Daran glaube ich nicht. Im Prinzip sehe ich es analog zur Musikindustrie. Durch massiven mp3 Download wird der Zugang zum Medium bzw zur Kunstform unglaublich erleichtert, viel mehr Leute können viel mehr (verschiedene) Musik hören. Zunächst mag das schädlich sein für die Industrie, ein Teil des Mainstreams bricht weg und kleinere haben es auch schwer. Zunächst. Durch den besseren Zugang zu Musik ist es andererseits leichter, seine Geschmack zu entwickeln. Man kann ein sehr viel größeres Spektrum der Vielfältigkeit erreichen. Und man ist bereit, für auserwählte besonders geliebte Perlen genauso Geld zu bezahlen. In der regel sind diese fernab vom Mainstream in irgendwelchen verwinkelten Ecken der Landschaft zu finden. Die musiklandschaft verbreitert sich, und die Qualität (abseits des Mainstream) nimmt deutlich zu! Eine ähnliche Entwicḱlung sollte es auch bei Filemen geben, da bin ich sicher.
Deshalb, und jetzt ganz allgemein und losgelöst von der kino.to Geschichte - freier Zugang zum Film ist gut für den Film!
Faszinierender Erstling von Christopher Nolan, der seine Qualitäten als Filmemacher, die er später perfektionieren und mit zunehmender Größe seiner Produktionen verwässern lassen würde, voll ausspielt. Die Erzählung ist der Star. Ohne Rücksicht auf Zeitebenen und Ṕerspektiven wird die Geschichte so zusammengefügt, dass ein für den Zuschauer maximaler Effekt auftritt. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters sozusagen, in dem Moment wenn sich alles was vorher bewusst lückenhaft und verwirrend war, zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Alles das hat es sicher schon oft gegeben, aber die Passgenauigkeit mit der die Teile sich zusammenfügen, die Eleganz, ist selten so anzutreffen.
Die Kehrseite ist natürlich die Frage, ob dabei nicht der Inhalt für den schnöden Effekt geopfert wird - ich sehe es nicht so. Es fällt zwar schwer die Handlung im Kopf auseinanderzudröseln und zu durchleuchten, dass ich auch im Nachhinein kaum sagen kann, wieso alles genau so passiert ist. Wie dem auch sei, ich liebe diese Art von Kino, gerade weil sie mit seinen offenen Fragen einem auch Tage später noch durch den Kopf streift. Schön ist auch eine gewisse Rauhigkeit und Ungeschliffenheit, die sicher halb bewusst und halb dem sicherlich geringen Budget geschuldet ist, und der engen, geheimnisvollen und unbehaglichen Atmosphäre des Films voll gerecht wird.
Und so bleibt ein Film der zurecht den Anfang einer großen Karriere markiert. Wehmütig mag man ab und zu daran zurückdenken, Weniger ist eben doch mehr, Christopher, wo sind die Inceptoren, wenn man sie braucht..?
Großen Respekt bekommt der Film für den Mut zum Stil, zur Lust an der Inszenierung. Es sieht gut aus, modern, nicht unbedingt so wie man es vom deutschen Kino erwartet. Das Erzähltempo wird von Anfang an bewusst hoch gehalten. Nach einem sehr starken Einstieg (4,3,2,1, das Drama beginnt) folgt sofort eine Flut von Ereignissen. Nachdem die Handlung voranspringt und bereits genug für einen halben anderen Film passiert ist, die opening credits. Spätestens da kam zum ersten Mal eine Ahnung auf, was dem Film am meisten fehlt. Ein Sinn fürs timing und ein Herz für seine Charaktere. Über zu viele wichtige Entwicklungen auf der Reise vom braven Bankangestellten zum geifernden Rebellen in Lederuniform wird zu schnell hinweggesprungen, so dass es wenig nachvollziehbar bleibt. Der Knastkumpel ist einfach überzogen stoisch, er wird einem mit seiner Verschwiegenheit sozusagen vor die Füße gekotzt. Unser Herr Feinermann bietet massig interessante Punkte, und packend intensives Spiel an manchen Stellen, trotzdem bleibt er zu wenig zugänglich. Die Motivation seiner Ex werde ich wohl nie mehr verstehen. Kommt taucht ab geht wie eine Marionette, weil das Skript es so verlangt. Für ein Drama wirken die Charaktere dadurch leider etwas klischeehaft und unentwickelt, und für eine Komödie ist es oft zu ernst, wird doch immer wieder ziemlich plakativ und unsubtil Kritik am"System" eingestreut.
Naja bei aller kritik ist es trotzdem ein sehenswerter und mutiger Film, der vieles richtig macht, einige Lacher und offener-Mund Momente mit sich bringt, und mit etwas weniger Hatz und mehr Liebe zu seinen Charakteren noch etwas richtig Großes hätte werden können.
Plus einen halben Sympathiepunkt für den Soundtrack!
Die Erzählweise ist zurückgenommen und ziemlich sachlich, und doch springt der Funke zu den Bergsteigern schnell über. Man spürt da sitzen einfach zwei Typen von nebenan und erzählen ihre Geschichte, das erzeugt eine große Nähe und Indentifikation fernab von der üblichen Unwirklichkeit des Kinos explodierender Autos.
Mehr als einmal stand mir der Mund offen, konnte ich es nicht mehr fassen und wollte nicht mehr daran glauben ob der absurden Hoffnungslosigkeit der Lage des Protagonisten. Man leidet mit dem abgestürzten Bergsteiger, spürt die Hoffnungslosigkeit, die Angst und die Resignation. Dann wieder die Hoffnung eines einzigen Sonnenstrahls der in die Spalte fällt, das wütende Aufbäumen und den tauben trotzigen Rausch im Kampf gegen das Ende und sich selbst. Zu sehen wie er sich Schritt für Schritt weiter nach vorne schleppt, stets den Tod im Nacken und doch ohne zu verzweifeln, das ist schlichtweg grandios. Es erinnert uns daran was für eine unglaubliche, nahezu alles Vorstellbare überschreitende Leidensfähigkeit und Kraft in einem Menschen, in jedem Mensch, in uns selbst verborgen schlummert, nur darauf wartend, gebraucht zu werden. Diese Geschichte hat mich tief bewegt.
Gnadenpunkt für die kaputte Fake-Alte am Fake-Ende, die dermaßen furchterregend in die Kamera starrt dass mir das Fake-Blut gerinnen wollte. Ansonsten ein hirnrissiges Machwerk das dem Zuschauer mit einem freundlichen Lächeln mitten ins Gesicht spuckt.
Trotz aller Neurosen, Greenberg ist letztlich ein unnachvollziehbar handelndes Arschloch. So richtig will da keine Sypathie aufkommen, im Verlauf einer dahinplätschernden Handlung. Ganz anders dagegen die Nebenrollen, allen voran Florence, die wunderbar herzlich gespielt werden. Gute Schauspieler, mäßige Handlung.
Nach jetzt zwei Staffeln will ich ein kleines Zwischenfazit ziehen. Breaking Bad ist eine fast perfekt durchproduzierte Serie. Schnell wurde meine Erwartung einer seichten Stoner-"wir-verticken-Gras" Geschichte mit hohem Spassfaktor zerstört. Nach den ersten drei Folgen war ich so deprimiert, dass ich das Ganze fast abgebrochen hätte. Zum Glück habe ich das nicht.
Genregrenzen werden zu einem unkennbaren Brei vermischt. Die Episoden sind durchgehend unglaublich dicht, die Spannung ist greifbar. Es gibt optisch einiges zus bestaunen, von verstörenden videoclipartigen Szenen am Anfang der Folge bis zu großartigen Landschaftbildern oder völlig entmscnhlichte zombiehafte Junkies. Dazu ein sehr passender Soundtrack der die Nähe zu Mexiko schön widerspiegelt (grandios: die seltsame Mariachi Band am Anfang einer der Folgen von Staffel 2). Raffiniert wird der Zuschauer nicht nur durch typische suspense Momente gefesselt, sondern noch mehr durch die Entwicklung der Handelnden. Viele Dialogen sprühen so vor Charakter, Walt's Gespräche mit Skyler auf Messers Schneide habe mir nicht selten den Atem geraubt. Die vielseitigen Charaktere sind fast durchgehend voller Leben, Seele, Widersprüchen und vor allem viel Menschlichkeit. Trotz aller Morbidität die die Serie ausstrahlt, mancher etwas skurrilen und übertriebener Wendung, ist eine tiefe Hoffnung zu spüren, Hoffnung in das Gute, Hoffnung in den Mensch, ungeachtet aller Laster. Ob das alles gut gehen kann mit Walter White und Jessie Pinkman? Man wünscht es sich, Moral hin oder her, nur so recht dran glaben kann ich nicht. Oder doch? Es bleibt eine großartige bebilderte Achterbahnfahrt, ein Rausch, in dem einem Hoch immer der nächste Absturz schon auf den Fersen ist.
Alles an dem Film ist so atemberaubend verdreht, ideengeladen, wirr, großartig angelegt und großartig gescheitert, dass ich es fast schon wieder gut finde. Die Schauspieler (Timberlake, The Rock??), ein wirre Handlung, das ganze Konzept! Die erste Hälfte der Handlung wird in einem eigens geschriebenen Comic erzählt, den wohl kaum jemand zu Gesicht bekommen hat. Der Film beginnt also mittendrin, VÖLLIG OHNE auch nur ein Wort über die Vorgeschichte zu verlieren. Hähhh?!? Wieso?!!
Pompöser Unsinn mit ein paar guten Einfällen. Obwohl der Film immerhin zu keiner Zeit versucht sich ernst zu nehmen will der Blockbusterfunke nicht richtig überspringen. Minuspunkte für Cameron Diaz - irgendwas stimmt nicht mit diesem Gesicht, mir hats gegruselt. Zu viel Lippenaufspritzung?
Was für ein Brocken. Schwere Kost, aber irgendwie genial, ohne dass ich genau verstehe wieso. Lässt mich sprachlos zurück aber mit viel neuer Inspiration. Was genau ist in dem Film passiert? Ich weiß es nicht irgendwann habe ich den Überblick verloren. Vielleicht wird mehr klar, wenn ich ihn dochirgendwann nochmal schaue. Was bleibt ist die Stimmung. Heftig, schwer, deprimierend, ein Abwärtsspirale, und doch voller Hoffnung. Weise. Dazu die Frage was echt ist, und was Synecdoche? Und die Frage, ob es auf die Frage überhaupt eine Antwort geben kann. Alles ist echt. Oder nicht? Everybody is everybody! Wir sitzen alle im selben Boot.
Er-schöpfung. Wir wachen auf. Es ist kalt, dunkel, nass und schlammig. Wo sind wir? Wer sind wir? Was ist passiert? Es stellen sich von Anfang mehr Fragen als Antworten gegeben werden, und von Anfang an ist die Kamera so nahm am Hauptdarsteller, dass der Zuschauer aus seinen Augen zu sehen scheint.
Der Film läuft nicht unbedingt so ab, wie es Filme gewöhnlich tun. Es erinnert mehr an das subjektive Erleben wie in einem Egoshooter. Doom und Half-Life schmecken raus. In einer rätselhaften Umwelt muss Level um Level erklommen werden, überall sind Details die Hinweise geben, auf die Welt in der wir leben. MAl sind Rätsel zu lösen, dann tauchen Gegner auf. Alles in einer Optik die zwischen metallisch weißem Glanz und farbloser Schmutzigkeit schwankt. Alles wird so seltsam durch Filtereffekte gejagt, dass der Film wie schwarz-weiß wirkt, die Haut des Helden rammsteinartig-metallisch glänzt. Immer wieder faszinierend verworrene und doch ruhige Einstellungen.
Was am Ende etwas enttäuschend ist, ist doch irgendwie die Handlung. Wenig wird gesprochen und es ist es schwer möglich sich überhaupt ein stimmiges Gesamtbild zu machen. Was am Ende dabei rauskommt hat mich auch nicht vom Hocker gehauen. Dennoch ein guter Film, der vor allem optisch gefallen kann. Gute Science Fiction darf absurde Welten erschaffen, und sie darf es dem Zuschauer schwer machen, dem ganezn auf die Spur zu kommen. Vor allem wenn man, wie bei Eden Log, mit den Augen entlohnt wird.
Großartig: Carmen Maura. Die gute Penelope fand ich dagegen, obwoh sie auf jeden Fall gut spielt, immer ein wenig deplaziert in dem natürlichen allerwelts- dörflichen Menschen-wie-du-und-ich Ambiente. Dafür wirkt sie immer zu "perfekt". Fast künstlich. Alles in allem ein kluger, sehenswerter Film, vor allem Anhänger der spanischen Sprache. Auch ein feuchter Traum aller Feministinnen, die Männerwelt wird böse abgekanzelt. Vielleicht brauchte es das im Lande Don Juans.
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random hero
über Die Kunst zu gewinnen - Moneyball 2012/02/28 17:23:06
Es kristalliert sich heraus: ich liebe reportagenhafte Sportdramen, nach Senna nun der zweite Film in diesem Jahr, der in diese Beschreibung passt und zu meinen Favoriten 2011 geworden ist. Wobei Moneyball sicher etwas weniger Reportage als Drama ist.
Mit etwas Abstand fällt zwar auf, dass es sich bei dem Film irgendwie zu sehr um eine Brad Pitt-o-eske one man show handelt, als es für einen so richtig guten Film sein sollte. Er spielt spielt wie immer den durch und durch männlichen MaNN, aber das tut er halt sehr überzeugend. Die anderen Figuren bleiben vergleichsweise blass, ihnen wird zu wenig Raum zur Entfaltung gelassen, sie drehen sich um Brad Pitt wie Jupitermonde. Aber ich drifte ab. Ich liebe diese Underdog Geschichten, und diese hier wartet mit ein paar großartigen Momenten und einer stilsicheren Inszenierung auf, ohne jetzt das ganze Rad neu zu erfinden. Die fünfzehn Minuten dauernde Einarbeitung in die Grundzüge(!!) der Baseballregeln hat sich also gelohnt, und ich kann diese Nacherzählung einer fast-perfekten Märchengeschichte aus der Welt des Baseballs jedermann empfehlen, der nicht bei Sportfilmen grundsätzlich Ausschlag bekommt.
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random hero
über Magnolia 2012/01/09 14:44:08
Komisch. Eigentlich sollte Magnolia genau passen, in jene Ecke meines Filmgeschmacks (es gibt einige andere) die ich "deep dark 'n difficult" nennen würde, irgendwo bei Synecdoche New York, David Lynch, The Fountain und Konsorten. Kommentare aus dem realen und virtuellen Umfeld reichen von positiv bis begeistert. Irgendwie kam es dazu, dass der Film stets an mir vorbeigegengen ist, lange auf der imaginären To-Do Liste stand, und gestern war es soweit.
Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht so enttäuscht zu werden. Ich finde der Film tat weh, und das nicht weil die Schicksale so ergreifend wären, mir eine schmezhafte Wahrheit über mich selbst ins Gesicht geworfen wurde, sondern weil mir die Schauspieler ihren viel zu pathetischen Schmerz mit voller Lautstärke 180 Minuten lang ins Ohr trompetet haben. Die Schicksale fand ich zu überhöht, die Einsichten und Erkenntnisse so einfach, dass die lange und schwierige Suche der Entertainer, Sexpäpste und Hyperjunkies einfach nicht passend erschienen ist. Dazu kommt die Filmmusik. Oh die Musik! Sie wollte einfach nicht enden, nahezu durch die kompletten 3 Stunden lief die orchestrale Filmmusik, in jeder Szene, banal oder dramatisch, schicksalhafte klänge im Hintergrund. Brainwashing. Erzeugte bei mir Schwindel und Übelkeit. Könnte man als gelungenen Effekt loben, dient aber für mich nur dazu, den armen Zuschauer durch eigene Überhöhung dazu zu bringen, die völlig hysterische Geschichte abzukaufen. Und was kommt am Ende, nachdem so ziemlich alle zweieinhalb Stunden lang ihr leben abfucken? Eine zwar außergewöhnlich und auch eindrucksvoll inszenierte Wende in ein halbherziges und bei manchen Charakteren arg konstruiertes Happy-End. Stell dich deinem Dämon, oder besser "bereue die scheiße die du gebaut hast" und alles wird gut und alles fängt bei Null an. So läuft das aber doch nicht. Es gibt den Neuanfang nicht, alles bleibt ein ewiges Kampf ein ewiges Ringen. Ich will dem Film auch nicht seinen sehr stark konfessionistisch-religiösen (sektenhaften?) Unterton vorwerfen, denn Religion ist nichts grundsätzlich Schlechtes. Aber ich finde er macht es sich zu einfach, und das ist für einen Film der so tiefgründig und missionarisch daherkommt einfach unverzeihlich. Du bist schlecht und verkommen!, aber ICH habe die Weisheit für dich, mit der du gerettet werden kannst. Nein das nehme ich dem Film nicht ab. Es wäre schön gewesen, wenn die Personen weniger hysterisch verzerrte Abziehbilder wären, sondern echte Menschen, mit komplizierten Zwischentönen, mit Farbe, kein Schwarz-Weiß.
Ich muss zugeben, die Wertung ist sehr hart und es gibt nun wirklich schlechtere Filme. Allerdings habe ich viel erwartet und wurde dementsprechend enttäuscht. Hohe Ansprüche wurden gestellt, also gilt eine hohe Messlatte. Ich denke Anderson versucht etwas Gewagtes und ganz großes zu machen, nur ist es misslungen. Shit happens, ich bleib bei den anderen deiner Filme.
Übrigens: Das ist ein etwas ausgelutschtes Thema, aber: Tom Cruise a) als Sexprediger und b) bei seinem Scientology-Ausfall-Interview gleichen sich wie ein Ein dem anderen! Da frage ich mich, bei welcher Nummer er von der anderen abgeschaut hat...
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random hero
über Wet Hot American Summer 2011/10/10 16:49:57
Wurde mir von einem Freund aus des USA empfohlen als ein Film der Lachtränen am Fließband produziert. Irgendwann war es dann so weit, Weizenbier aufgemacht und ich zieh mir den Film rein. Tja am Anfang geht das dann so langsam los, man verfolgt den letzten Tag eines Sommercamps aus der Sicht einiger teilweise schon ziemlich verschrobener Teilnehmer, der Organisatorin, dem Astro-Nerd-Professor der in der Nähe campt und anderen Gestalten. Fängt eigentlich ziemlich albern an, stellt aber wohl (der Empfehlung nach) die Realität in diesem Camps der 80er sehr schön nach. Mit der Zeit wird aus albern immer mehr schräg oder bizarr, und gegen Ende steigert sich alles zu einem Feuerwerk aus absurdem Humor, das meine hohen Erwartungen voll erfüllt hat! Die verschiedenen Storylines fügen sich zu einer Topographie des Wahnsinns, und ich werde nie wieder einen kühlschrank mit den selben Augwen sehen könenn als vorher.
Viel Spaß mit dem Film er ist einen Versuch wert, vor allem wenn man gerade Lust auf seicht-bizarre Unterhaltung hat!
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random hero
über Die Methode 2011/07/21 23:03:56
Ein etwas kopflastiger, aber doch erstaunlich intensiver Film, der es schafft seine Protagonisten intensiv und beinahe zum Greifen nahe darzustellen. Neben der klugen Inszenierung fallen auch die Schauspieler durchweg positiv auf. Geschickt wird gezeigt, wie die Gruppe (das Wolfsrudel, siehe auch ein Jack London zitierender Hauptdarsteller) gnadenlos jede sich bietende Schwäche ausnutzt, um seine eigene Position zu stärken. Es wird mit zunehmender Dauer ein Spiel mit sich selbst - wie würde ich entscheiden? Und während man anfangs immer wieder übereinstimmt oder widerspricht, innerlich mitdiskutiert, an sich selbst erschrickt oder moralisch überlegen bleibt, wird mit der Zeit klar, die Menschlichkeit muss bei so viel Rudeltrieb auf der Strecke bleiben. Oder um es mit dem Schlusswort aus der filmzentrale zu sagen:
„Cuantos desencuentros ..., cuantas soledades habría en aquel solo rascacielos!
...
Menschlich betrachtet, so das nüchterne Resümee, bringt die Ideologie des Gewinnenmüssens nur Verlierer hervor."
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random hero
Kommentare 2011/06/08 19:40:57
Wow, erstaunlich viel Freude über die Nachricht. An sich hab ich nichts dagegen dass kino.to weg ist, Filme zu streamen finde ich immer zu unbefriedigend - dauerndes Abbrechen des Streams, schlechte Qualität, und vor allem Seiten wie kino.to sind auch nicht gerade userfreundlich.
Ich nehme mal an, die Freude kommt daher, dass hier verdammt viele Filmfreunde oder selbst bei/mit/an Film arbeitende Leute sind, die sich auf gute außergewöhnliche und nicht nur den Mainstream repräsentierende Filme freuen. Man könnte meinen - illegale Filmkonsumangebote weg -> mehr Geld zum Filme machen -> bessere Filme.
Daran glaube ich nicht. Im Prinzip sehe ich es analog zur Musikindustrie. Durch massiven mp3 Download wird der Zugang zum Medium bzw zur Kunstform unglaublich erleichtert, viel mehr Leute können viel mehr (verschiedene) Musik hören. Zunächst mag das schädlich sein für die Industrie, ein Teil des Mainstreams bricht weg und kleinere haben es auch schwer. Zunächst. Durch den besseren Zugang zu Musik ist es andererseits leichter, seine Geschmack zu entwickeln. Man kann ein sehr viel größeres Spektrum der Vielfältigkeit erreichen. Und man ist bereit, für auserwählte besonders geliebte Perlen genauso Geld zu bezahlen. In der regel sind diese fernab vom Mainstream in irgendwelchen verwinkelten Ecken der Landschaft zu finden. Die musiklandschaft verbreitert sich, und die Qualität (abseits des Mainstream) nimmt deutlich zu! Eine ähnliche Entwicḱlung sollte es auch bei Filemen geben, da bin ich sicher.
Deshalb, und jetzt ganz allgemein und losgelöst von der kino.to Geschichte - freier Zugang zum Film ist gut für den Film!
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random hero
über Following 2011/05/16 21:15:53
Faszinierender Erstling von Christopher Nolan, der seine Qualitäten als Filmemacher, die er später perfektionieren und mit zunehmender Größe seiner Produktionen verwässern lassen würde, voll ausspielt. Die Erzählung ist der Star. Ohne Rücksicht auf Zeitebenen und Ṕerspektiven wird die Geschichte so zusammengefügt, dass ein für den Zuschauer maximaler Effekt auftritt. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters sozusagen, in dem Moment wenn sich alles was vorher bewusst lückenhaft und verwirrend war, zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Alles das hat es sicher schon oft gegeben, aber die Passgenauigkeit mit der die Teile sich zusammenfügen, die Eleganz, ist selten so anzutreffen.
Die Kehrseite ist natürlich die Frage, ob dabei nicht der Inhalt für den schnöden Effekt geopfert wird - ich sehe es nicht so. Es fällt zwar schwer die Handlung im Kopf auseinanderzudröseln und zu durchleuchten, dass ich auch im Nachhinein kaum sagen kann, wieso alles genau so passiert ist. Wie dem auch sei, ich liebe diese Art von Kino, gerade weil sie mit seinen offenen Fragen einem auch Tage später noch durch den Kopf streift. Schön ist auch eine gewisse Rauhigkeit und Ungeschliffenheit, die sicher halb bewusst und halb dem sicherlich geringen Budget geschuldet ist, und der engen, geheimnisvollen und unbehaglichen Atmosphäre des Films voll gerecht wird.
Und so bleibt ein Film der zurecht den Anfang einer großen Karriere markiert. Wehmütig mag man ab und zu daran zurückdenken, Weniger ist eben doch mehr, Christopher, wo sind die Inceptoren, wenn man sie braucht..?
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random hero
über Schwerkraft 2011/05/16 17:32:18
Großen Respekt bekommt der Film für den Mut zum Stil, zur Lust an der Inszenierung. Es sieht gut aus, modern, nicht unbedingt so wie man es vom deutschen Kino erwartet. Das Erzähltempo wird von Anfang an bewusst hoch gehalten. Nach einem sehr starken Einstieg (4,3,2,1, das Drama beginnt) folgt sofort eine Flut von Ereignissen. Nachdem die Handlung voranspringt und bereits genug für einen halben anderen Film passiert ist, die opening credits. Spätestens da kam zum ersten Mal eine Ahnung auf, was dem Film am meisten fehlt. Ein Sinn fürs timing und ein Herz für seine Charaktere. Über zu viele wichtige Entwicklungen auf der Reise vom braven Bankangestellten zum geifernden Rebellen in Lederuniform wird zu schnell hinweggesprungen, so dass es wenig nachvollziehbar bleibt. Der Knastkumpel ist einfach überzogen stoisch, er wird einem mit seiner Verschwiegenheit sozusagen vor die Füße gekotzt. Unser Herr Feinermann bietet massig interessante Punkte, und packend intensives Spiel an manchen Stellen, trotzdem bleibt er zu wenig zugänglich. Die Motivation seiner Ex werde ich wohl nie mehr verstehen. Kommt taucht ab geht wie eine Marionette, weil das Skript es so verlangt. Für ein Drama wirken die Charaktere dadurch leider etwas klischeehaft und unentwickelt, und für eine Komödie ist es oft zu ernst, wird doch immer wieder ziemlich plakativ und unsubtil Kritik am"System" eingestreut.
Naja bei aller kritik ist es trotzdem ein sehenswerter und mutiger Film, der vieles richtig macht, einige Lacher und offener-Mund Momente mit sich bringt, und mit etwas weniger Hatz und mehr Liebe zu seinen Charakteren noch etwas richtig Großes hätte werden können.
Plus einen halben Sympathiepunkt für den Soundtrack!
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random hero
über Sturz ins Leere 2011/02/16 00:26:06
Die Erzählweise ist zurückgenommen und ziemlich sachlich, und doch springt der Funke zu den Bergsteigern schnell über. Man spürt da sitzen einfach zwei Typen von nebenan und erzählen ihre Geschichte, das erzeugt eine große Nähe und Indentifikation fernab von der üblichen Unwirklichkeit des Kinos explodierender Autos.
Mehr als einmal stand mir der Mund offen, konnte ich es nicht mehr fassen und wollte nicht mehr daran glauben ob der absurden Hoffnungslosigkeit der Lage des Protagonisten. Man leidet mit dem abgestürzten Bergsteiger, spürt die Hoffnungslosigkeit, die Angst und die Resignation. Dann wieder die Hoffnung eines einzigen Sonnenstrahls der in die Spalte fällt, das wütende Aufbäumen und den tauben trotzigen Rausch im Kampf gegen das Ende und sich selbst. Zu sehen wie er sich Schritt für Schritt weiter nach vorne schleppt, stets den Tod im Nacken und doch ohne zu verzweifeln, das ist schlichtweg grandios. Es erinnert uns daran was für eine unglaubliche, nahezu alles Vorstellbare überschreitende Leidensfähigkeit und Kraft in einem Menschen, in jedem Mensch, in uns selbst verborgen schlummert, nur darauf wartend, gebraucht zu werden. Diese Geschichte hat mich tief bewegt.
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random hero
über Cameron Diaz 2010/12/23 00:09:08
Sie ist furchtbar.
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random hero
über Die vierte Art 2010/12/13 22:48:43
Gnadenpunkt für die kaputte Fake-Alte am Fake-Ende, die dermaßen furchterregend in die Kamera starrt dass mir das Fake-Blut gerinnen wollte. Ansonsten ein hirnrissiges Machwerk das dem Zuschauer mit einem freundlichen Lächeln mitten ins Gesicht spuckt.
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random hero
über Zooey Deschanel 2010/12/13 22:23:04
Das perfekte Indiegirl, falls es sowas wie ein Indiegirl gibt.
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random hero
über Greenberg 2010/12/13 08:16:04
Trotz aller Neurosen, Greenberg ist letztlich ein unnachvollziehbar handelndes Arschloch. So richtig will da keine Sypathie aufkommen, im Verlauf einer dahinplätschernden Handlung. Ganz anders dagegen die Nebenrollen, allen voran Florence, die wunderbar herzlich gespielt werden. Gute Schauspieler, mäßige Handlung.
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random hero
über die Serie Breaking Bad 2010/10/13 00:26:15
Nach jetzt zwei Staffeln will ich ein kleines Zwischenfazit ziehen. Breaking Bad ist eine fast perfekt durchproduzierte Serie. Schnell wurde meine Erwartung einer seichten Stoner-"wir-verticken-Gras" Geschichte mit hohem Spassfaktor zerstört. Nach den ersten drei Folgen war ich so deprimiert, dass ich das Ganze fast abgebrochen hätte. Zum Glück habe ich das nicht.
Genregrenzen werden zu einem unkennbaren Brei vermischt. Die Episoden sind durchgehend unglaublich dicht, die Spannung ist greifbar. Es gibt optisch einiges zus bestaunen, von verstörenden videoclipartigen Szenen am Anfang der Folge bis zu großartigen Landschaftbildern oder völlig entmscnhlichte zombiehafte Junkies. Dazu ein sehr passender Soundtrack der die Nähe zu Mexiko schön widerspiegelt (grandios: die seltsame Mariachi Band am Anfang einer der Folgen von Staffel 2). Raffiniert wird der Zuschauer nicht nur durch typische suspense Momente gefesselt, sondern noch mehr durch die Entwicklung der Handelnden. Viele Dialogen sprühen so vor Charakter, Walt's Gespräche mit Skyler auf Messers Schneide habe mir nicht selten den Atem geraubt. Die vielseitigen Charaktere sind fast durchgehend voller Leben, Seele, Widersprüchen und vor allem viel Menschlichkeit. Trotz aller Morbidität die die Serie ausstrahlt, mancher etwas skurrilen und übertriebener Wendung, ist eine tiefe Hoffnung zu spüren, Hoffnung in das Gute, Hoffnung in den Mensch, ungeachtet aller Laster. Ob das alles gut gehen kann mit Walter White und Jessie Pinkman? Man wünscht es sich, Moral hin oder her, nur so recht dran glaben kann ich nicht. Oder doch? Es bleibt eine großartige bebilderte Achterbahnfahrt, ein Rausch, in dem einem Hoch immer der nächste Absturz schon auf den Fersen ist.
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random hero
über Southland Tales 2010/08/22 22:56:11
Alles an dem Film ist so atemberaubend verdreht, ideengeladen, wirr, großartig angelegt und großartig gescheitert, dass ich es fast schon wieder gut finde. Die Schauspieler (Timberlake, The Rock??), ein wirre Handlung, das ganze Konzept! Die erste Hälfte der Handlung wird in einem eigens geschriebenen Comic erzählt, den wohl kaum jemand zu Gesicht bekommen hat. Der Film beginnt also mittendrin, VÖLLIG OHNE auch nur ein Wort über die Vorgeschichte zu verlieren. Hähhh?!? Wieso?!!
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random hero
über Knight and Day 2010/08/08 17:22:27
Pompöser Unsinn mit ein paar guten Einfällen. Obwohl der Film immerhin zu keiner Zeit versucht sich ernst zu nehmen will der Blockbusterfunke nicht richtig überspringen. Minuspunkte für Cameron Diaz - irgendwas stimmt nicht mit diesem Gesicht, mir hats gegruselt. Zu viel Lippenaufspritzung?
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random hero
über Synecdoche, New York 2010/07/22 20:42:10
Was für ein Brocken. Schwere Kost, aber irgendwie genial, ohne dass ich genau verstehe wieso. Lässt mich sprachlos zurück aber mit viel neuer Inspiration. Was genau ist in dem Film passiert? Ich weiß es nicht irgendwann habe ich den Überblick verloren. Vielleicht wird mehr klar, wenn ich ihn dochirgendwann nochmal schaue. Was bleibt ist die Stimmung. Heftig, schwer, deprimierend, ein Abwärtsspirale, und doch voller Hoffnung. Weise. Dazu die Frage was echt ist, und was Synecdoche? Und die Frage, ob es auf die Frage überhaupt eine Antwort geben kann. Alles ist echt. Oder nicht? Everybody is everybody! Wir sitzen alle im selben Boot.
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random hero
über Eden Log 2010/05/17 00:20:04
Er-schöpfung. Wir wachen auf. Es ist kalt, dunkel, nass und schlammig. Wo sind wir? Wer sind wir? Was ist passiert? Es stellen sich von Anfang mehr Fragen als Antworten gegeben werden, und von Anfang an ist die Kamera so nahm am Hauptdarsteller, dass der Zuschauer aus seinen Augen zu sehen scheint.
Der Film läuft nicht unbedingt so ab, wie es Filme gewöhnlich tun. Es erinnert mehr an das subjektive Erleben wie in einem Egoshooter. Doom und Half-Life schmecken raus. In einer rätselhaften Umwelt muss Level um Level erklommen werden, überall sind Details die Hinweise geben, auf die Welt in der wir leben. MAl sind Rätsel zu lösen, dann tauchen Gegner auf. Alles in einer Optik die zwischen metallisch weißem Glanz und farbloser Schmutzigkeit schwankt. Alles wird so seltsam durch Filtereffekte gejagt, dass der Film wie schwarz-weiß wirkt, die Haut des Helden rammsteinartig-metallisch glänzt. Immer wieder faszinierend verworrene und doch ruhige Einstellungen.
Was am Ende etwas enttäuschend ist, ist doch irgendwie die Handlung. Wenig wird gesprochen und es ist es schwer möglich sich überhaupt ein stimmiges Gesamtbild zu machen. Was am Ende dabei rauskommt hat mich auch nicht vom Hocker gehauen. Dennoch ein guter Film, der vor allem optisch gefallen kann. Gute Science Fiction darf absurde Welten erschaffen, und sie darf es dem Zuschauer schwer machen, dem ganezn auf die Spur zu kommen. Vor allem wenn man, wie bei Eden Log, mit den Augen entlohnt wird.
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random hero
über Volver - Zurückkehren 2010/05/09 13:58:31
Großartig: Carmen Maura. Die gute Penelope fand ich dagegen, obwoh sie auf jeden Fall gut spielt, immer ein wenig deplaziert in dem natürlichen allerwelts- dörflichen Menschen-wie-du-und-ich Ambiente. Dafür wirkt sie immer zu "perfekt". Fast künstlich. Alles in allem ein kluger, sehenswerter Film, vor allem Anhänger der spanischen Sprache. Auch ein feuchter Traum aller Feministinnen, die Männerwelt wird böse abgekanzelt. Vielleicht brauchte es das im Lande Don Juans.
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über Die Torremolinos Homevideos 2010/05/09 13:03:27
WORST trailer ever.. was ist das? Der Rest hört sich aber gut an, also vorgemerkt.
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KokoBanana 2011/01/16 11:38:17
Antwort löschenIch finde den Film wirklich gut. Vielleicht nur nichts für Leute die keine nackte Haut sehen wollen.
stalker 2011/03/19 00:33:02
Antwort löschenKann den nur empfehlen.
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über die Serie Misfits 2010/05/03 08:53:55
Hat auf ganzer Linie überzeugt, von den Charakteren bis zu Optik und dem Soundtrack. Gebt mir Meeeehr!
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