Weltenkind

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Weltenkind ist 19 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und legendäre 391 Kommentare geschrieben. Unausgeglichener Filmgeschmack, beizeiten sogar ungestüm. Wäre er Filmemacher, er würde Filme wie Mike Leigh machen. Obwohl er das natürlich gar nicht kann. Kommt bloß nicht auf die Idee, ihm eine Begründung für eine Anfrage zu schicken. Demnächst werden Anfragen mit Begründungen ohne Begründung abgelehnt. Und bitte, nehmt den Stock aus dem Arsch. Cumberbitch und Potterhead. Verliebt in das fantastische Kino von Tim Burton und der festen Meinung, dass Johnny Depp der beste Schauspieler aller nennbaren Dimensionen ist. Texte von ihm und ganz viele andere tolle Sachen, findet man hier: http://www.cereality.net/ Mehr


Montana Sacra - Der heilige Berg
Montana Sacra - Der heilige Berg

Weltenkind 3.0 "Schwach"

El Topo
El Topo

Weltenkind 4.0 "Uninteressant"

Asphalt-Cowboy
Asphalt-Cowboy

Weltenkind 6.0 "Ganz gut"

[...] Eine Geschichte ohne Fokus, ohne Ziel, ein treibendes Bild von Schicksalen in den Städten Amerikas. Ein trostloser Blick auf die Fassaden der Menschen, die versuchen, aus dem auszubrechen, was sie gefangen hält. Joe Buck ist ein Naivling, ein Niemand, jemand, der sich seiner Unwichtigkeit im Gesamtkollektiv der Gesellschaft nicht bewusst wird und verzweifelt versucht, sich selbst zu profilieren. Er verkauft sich selbst – wird vom Subjekt zum Objekt und ist dabei ein, mit Stolz geschwellter Brust, blinder Sekundant der Leidenschaft. John Schlesinger blickt mit einer verträumten Brille der Sensibilität auf seine Charaktere und macht sie zu Sklaven der Lust. Keine Lust im sexuellen Sinne, sondern der Lust als Lebensweg: Sie schreiten voran, diese Nichtigkeiten von Personen, und werden im Laufe ihres Weges euphorischer, traben blindlings von Stadt zu Stadt, vom Anfang zum Ziel und bleiben dabei erquickende Freuden, selbst in Anbetracht der Katastrophe. „Asphalt-Cowboy“ versteht sich als Film des Folgens und Verfolgens, des Nachschauen und Beobachten – Joe Buck und Ratso sind Produkte ihrer Zeit, mit Dreck verschmierten Gesichtern und schweißbefleckten Hemden, sie sind der Schmutz der Gesellschaft, so wertlos und egal wie sie sich selbst am Anfang ihres Weges gesehen haben. Es ist der erhobene Mittelfinger zum postulierten amerikanischen Traum. [...]

http://www.cereality.net/kritik/asphalt-cowboy-03966

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True Detective - Staffel 1
True Detective - Staffel 1 und 1 weitere ...

Weltenkind 8.0 "Ausgezeichnet"

Jede Sekunde zählt - The Guardian
Jede Sekunde zählt - The Guardian

Weltenkind 4.0 "Uninteressant"

Die Träumer
Die Träumer

Weltenkind 6.0 "Ganz gut"

Der Stadtneurotiker
Der Stadtneurotiker

Weltenkind 8.0 "Ausgezeichnet"

[...] Regisseur Allen macht damit aber nicht einen Film über sich selbst oder seine Beziehung zu Keaton, sondern eine parabelartig anmutende Geschichte über Existenzen und Gedanken, die, so der eigenen Unfähigkeit geschuldet, verloren sind. So verloren, dass sie aber eigentlich nur einen Schritt voraus sind. Doch eben jener Schritt ist es, der es unmöglich macht, zu begreifen, was passiert, wenn es bereits geschehen ist. Wenn man aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit des Begreifens und des Kommunizierens einsieht, wie unnahbar man selbst ist und die Schuld an der katastrophalen Situation seines Lebens hat. Dabei geht es aber nicht darum, das Schlechte zu verteufeln und das Gute zu propagieren, sondern zu verstehen, dass das Schlechte passiert, wenn das Gute später wieder auftaucht. Der Kreislauf des Lebens, sozusagen. Die Leichtigkeit des individuellen Wandelns. Woody, Alvy, Diane oder Anne – jene charakteristischen Figuren stolpern auf den Spuren des Lebens den Hürden entgegen und verstehen dabei mal mehr oder weniger, was es bedeutet zu leben. [...]

http://www.cereality.net/kritik/der-stadtneurotiker-02854

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Mike Leigh

Weltenkind

Der beste (lebende), mir liebste europäische Regisseur hat Geburtstag! Nie war Realismus purer, echter und vor allem deutlicher: In seinen Filmen geht es um das Leben und Menschsein. Alle Poren des Menschen aufgezeigt an den Einfachheiten des Lebens. Auf weitere Jahre.

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Centurion
Centurion

Weltenkind 3.0 "Schwach"

Breaking Bad
Breaking Bad

Weltenkind 7.0 "Sehenswert"

Ach Gottchen, man könnte ja glatt meinen, die ganzen, die hier die zehn zücken, hätten noch nie 'ne gute Serie gesehen ... Abgesehen davon, dass mich das Serienfinale unbefriedigt zurück lässt, bin ich dennoch glücklich, von der Serie auf diesen Weg Abschied zu nehmen, als auf einen unnötig auf das Plotkotzen erweiterten und niemals endenden Supergau warten zu müssen, der alles auseinander sprengt, was sich die Serie aufgebaut hat. Zwar hat sich Breaking Bad nie wirklich von dem großen Staffelfinale der vierten erholt, kommt aber durch die beinahe einzigartige Charakterentwicklung zu einem neuen Höhepunkt innerhalb der Serie. Und das ist es, was die Serie letztendlich auch so großartig macht - die Entwicklung und der immer anhaltende, sich niemals entscheidende, Sprung von Walter White zu Heisenberg, vom liebenden Familienvater, zum kriminellen Mastermind. Gilligan hat sich (hoffentlich) wissend, seiner Schwächen, immer großartig an seine Charakter gehalten und sie innerhalb seines Kosmos weiterausgebaut, ohne den wichtigen Überblick zu verlieren. Dass er am Ende nie wirklich klar durchblicken lässt, wie der Charakter Walter White zu bewerten ist, facht das Feuer zum Interpretieren ungemein an. Walter ist ein fehlgeleiteter, gebeutelter Mann - so viel ist klar. Die stereotype Ausgangsposition lässt aber im Laufe so viele Ambivalenzen durchblicken, dass die grandios aufgebauten Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen und Sympathien immer neu verteilen.
Es waren tolle Jahre mit Breaking Bad, aber es ist umso schöner, dass es nun vorbei ist.

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Roolfer

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"Wechsel von Skyler zu liebenden Ehefrau, zur verachtenden Gegnerin, bis zur letztendlichen Komplizin."

Das ist natürlich sehr extrem ausgedrückt und, meiner Meinung nach, absolut keine Schwäche. Sie, als Ehefrau hat natürlich, sehr ambivalente Gefühle gegenüber ihrem Mann und seinen Taten. Völlig verständlich. Aber Komplizin? Alles was sie tut, tut sie, weil sie mit aller letzter Kraft versucht, die Situation nicht noch schlimmer (vor allem im Bezug auf die Familie/Kinder) werden zu lassen, als diese ohnehin schon ist. Sie handelt meiner Meinung nach ziemlich nachvollziehbar.
Deine Kritik bezüglich Marie kann ich leider nicht entziffern.
Aber narrative Schwächen sehen anders aus.
"Und so weiter, und sofort."? Aha.


Weltenkind

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Breaking Bad ist nichts, was es sich für mich lohnt, sonderlich auszubuchstabieren. Dafür ist sie für mich letztendlich zu uninteressant, obgleich gut. Nicht, dass ich die Serie wieder für Hardcore-Fans durch eine unterschwellige Aussage schlecht mache. Deswegen "und so weiter, und sofort."

Sie wäscht sein Geld, ist also seine Komplizin. Inwiefern sie es freiwillig macht und mit welcher Absicht, ist relativ egal - interessiert auch in diesem Punkt nicht. Skyler ist eben eine Frau, die ihre Ansichten alle zwei Minuten ändert. Das ist kontraproduktiv und macht die Serie in diesem Punkt zu einer Schwäche.
Um Marie zu erklären werde ich Spoiler anbringen müssen: Nach Hanks Tod verkommt Marie zu dem Anstoß, der Walter in den Abgrund führen soll. Sie sorgt dafür, dass die Familie zerbricht, sie setzt alles daran, dass Hank, solange er noch lebt, alles daran setzt, Walter dingfest zu machen. Das ist natürlich vollkommen widersprüchlich zu ihrem eigentlichen Charakter: sie war immer eine, der die Familie genauso wichtig war, wie für Skyler. Doch sie entwickelt ein solches Gerechtigkeitsempfinden, welches absolut gegen ihre sonstigen charakterlichen Züge spricht. Dann ist sie wieder vollkommen unwichtig, nach dem Walter sicher versteckt war. Anstatt mithilfe von Skyler möglichst gegen Walter vorzugehen, wird sie ad acta gelegt und ist nicht weiter wichtig. Der Anruf in der letzten Folge macht das noch einmal deutlich: Marie ist nicht mehr der Ruhepol, die jenige, die an der Seite von Skyler steht und ihr hilft. Nein, sie ist nun das süße kleine Gimmick, welches dafür sorgt, dass Skyler über Walters Anwesenheit unterrichtet wird. Eine Randerscheinung. Der kleine Tornado, der mal kurz gewütet hat, dann aber wieder verpufft ist. Marie ist noch vor Walter Jr. der am schlechtesten geschriebene Charakter von allen relevanten.


Persona
Persona

Weltenkind 9.5 "Herausragend"

Diese intime Verhaltensstudie von Ingmar Bergman stellt das wohl existenziellste seiner Werke dar. Es wird ein Portrait und eine Studie über zwei Charaktere, die sich in ihren Grundtypen exemplarisch unterscheiden dargestellt. Die Eine eine "Quasselstrippe", die Andere eine apathische, deprimierte Frau, die kaum ein Wort spricht und in ihrer eigenen Existenz gefangen ist. Der Fokus ist vollkommen auf diese beiden Personen gelegt und wird nur in wenigen Sequenzen durch Dritte geteilt. PERSONA ist das vielleicht philosophischste und psychologistische aller Bergman-Werke und setzt sich in einer deprimierenden Art und Weise mit den humanen Abgründen, deren Ziel und der Wünsche eines Individuum auseinander, ohne einen richtigen Appell an den Zuschauer auszuführen, denn dieser liegt allein im Auge des Sehenden.

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