alex023

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alex023 heißt Seth Cohen aus Orange County, ist 19 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1031 Filme bewertet und legendäre 772 Kommentare geschrieben. Schreibt auch hier: http://planetofpictures.blogspot.de/ | Fragen? -> http://www.moviepilot.de/news/7-fragen-an-alex023-128717 | *Ⓐ* _______________________________________________________________________________ “If only we could see the endless string of consequences that result from our smallest actions.” | Mehr


The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

The Lego Movie
The Lego Movie

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

Ride Along
Ride Along

alex023 7.0 "Sehenswert"

Gesneaked!

Ich bin dann mal wieder etwas anti-zyklisch, ganz ungewollt: RIDE ALONG ist das Paradebeispiel von einem Film, weshalb man die Sneak besucht. Noch nie vorher gehört, legt er eine absolut hohe Gagdichte an den Tag, erinnert an grandiose Buddy-Cop-Action-Komödien der 80er und weiß in seiner Gesamtheit vollends zu unterhalten! Da kann man einfach mal davon absehen, dass hier eine klischeehafte-durchgeplante, völlig vorhersehbare, schon zig mal so gesehene Story auf uns wartet. Die beiden Hauptfiguren geben es sich einfach immer wieder, im Sekundentakt wird hier gefeuert und gezündet (auf allen zu deutenden Ebenen). Es ist auch egal, dass das alles irgendwie überall abgekupfert ist, denn genau das hab ich mir irgendwie mal wieder gewünscht. Filme wie RIDE ALONG werde heute eigentlich nicht mehr gemacht. Aber jetzt, endlich wieder. Aber vielleicht steh' ich mit meiner Meinung mal wieder alleine da.

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Antiheld

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Buddy-Cop-Filme gibt es doch am laufenden Band. Daher kann ich den Film nicht weiter empfehlen, stattdessen würde ich eher auf Die etwas anderen Cops verweisen, ebenfalls kein Meisterwerk aber dafür mehr als 2 witzige Gags.


alex023

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Dann laufen sie an mir vorbei...aber zumindest nicht unbedingt in dem Stil wie hier. Aber mir muss man den hier auch nicht empfehlen, ich kenne den und mochte ihn. Kommt klar damit. :P


Aviator
Aviator

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

Die Bestimmung - Divergent
Die Bestimmung - Divergent

alex023 4.0 "Uninteressant"

»You're different. You don't fit into a category. They can't control you. They call it Divergent. You can't let them find out about you.«

Na klar, mittlerweile schwimmen alle Studios auf der Welle der weltweit erfolgreichen Teenie-Sci-Fi-Dystopien-Blockbuster mit. Veronica Roth schrieb DIVERGENT parallel zu ihrem Studium mit zwanzig Jahren und genau das merkt man diesem Buch auch an. Doch es ist schon gelegentlich mal vorgekommen, dass aus einer (sehr sehr sehr) schwachen Vorlage ein ordentlicher Film entstanden ist. Nun, hier war es nicht der Fall, aber manchmal ist es auch nicht zu verhindern. In der Zukunft ist Chicago in fünf Fraktionen gespaltet, die Altruan, die Ken, die Amite, die Candor und die Ferox. Jeder muss sich mit sechzehn für die ihm bestimmte Fraktion entscheiden – doch unserer Protagonistin, Beatrice „Tris“ Prior, einer geborenen Altruan, fällt es nicht so leicht, da sie, laut einem vorherigen Test, eine „Unbestimmte“ ist. Sie entscheidet sich dann für die Ferox…

Ich mag dystopische Zukunftsszenarien ja sehr gerne, wenn man diese als thematische Grundlagen für eine Geschichte benutzt. Doch in letzter Zeit nehmen diese immer dem gleichen Schema folgenden Stories ein wenig Überhand – das Problem ist schlichtweg, dass es hier ganz klar an Qualität mangelt. Wir haben immer wieder den gleichen Typus als Protagonistin, irgendeine Zukunft, die so toll erscheint, es aber gar nicht ist und dann irgendwie eine Art Krieg/Rebellion ausbricht. Immer wieder das gleiche, immer wieder. Neil Burger inszeniert hier jedoch durchaus passabel, einige (unnötige) Stellen wurden zu Recht weggekürzt (dennoch ist der Film immer noch zu lang). Gerade die Bilder in einigen Momenten, gewisse Effekte und manchmal die Musik (Ellie Goulding ist immer dabei!) passen durchaus und retten den Film ein wenig. Ja, man kann schon fast konstatieren, dass es teilweise echt gut aussieht, zwar etwas plastisch, aber insgesamt doch glänzend, glatt und etwas zu schön, etwas zu sehr in einer Art Musikvideo-Optik, dennoch angenehm überraschend. Shailene Woodley ist the-star-to-rise und andere Jungschauspieler wie Miles Teller und Ansel Elfort können ebenso überzeugen, was ja nicht immer der Fall ist. Da darf man schon mal gespannt sein, wie sich Woodley und Elfort im Juni schlagen werden, wenn sie nicht Bruder und Schwester spielen.

Letztlich ist die Story von DIVERGENT viel zu übertrieben, viel zu klischeehaft, voller Logiklöcher und insgesamt einfach irgendwie lächerlich, da man die meisten Szenen einfach nicht ernst nehmen kann, was schon sehr stark aus dem unfassbar schwachen Drehbuch (und der noch schwächeren Romanvorlage) herrührt, gewisse Dialoge sind so irrwitzig schlecht, dass man sich nur an den Kopf fassen kann.

Fazit: Auch DIVERGENT wird sicher seine Zuschauer, sein Zielpublikum finden und so viel kann ich dagegen nicht einwenden. Man hat alles Mögliche herausgeholt, einen etwas zu langen Film abgeliefert und insgesamt muss man einfach konstatieren, dass das hier wirklich nichts ist, was irgendeinen langfristigen, memorablen Wert hat. Abhaken und weiter geht’s.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/divergent-us-2014-neil-burger-und.html]

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L.A. Confidential
L.A. Confidential

alex023 7.5 "Sehenswert"

»Oh, great. You get the girl, I get the coroner.«

Das vielerorts als „Meisterwerk“ angepriesene L.A. CONFIDENTIAL ist ein sehr gelungener, spannender und actionreicher Cop-Thriller von Curtis Hanson, basierend auf dem Roman „Stadt der Teufel“ von James Ellroy. Guy Pearce, Russel Crowe und Kevin Spacey bekleiden die Hauptrollen in einem Film, der drei grundverschiedene Polizisten zeigt, die letztlich alle zusammen an einem riesigen Fall arbeiten.
Los Angeles, 1953: in einer Vorzeigestadt der Vereinigten Staaten sollte organisiertes Verbrechen doch gar nicht möglich sein. Sollte. Trotzdem gab es Micky Cohen. Und auch als er wegen Steuerhinterziehung verhaftet wird, hört es nicht auf – es fängt gerade erst an. Eine Reihe von Verbrechen ereignet sich, aber bis die Cops Exley, Vincennes und White bemerken, wie das alles zusammenhängt, ist es fast schon zu spät.

Wir erleben einen sehr späten Thriller des Film Noir: düstere Atmosphäre, dreckiges Setting, verzwickter Fall. Auch wenn die Story sich mit klassischen Elementen schmückt und eine etwas stereotypische Auflösung bietet bleibt »L.A. Confidential« ein sehenswertes Stück Film, welches vor allem durch Spannung und das wirklich gute Spiel der Hauptdarsteller glänzt. Besonders der Thrill ist hier gegeben, man wird exzellent unterhalten und gerade in diesen Punkten ist der Film eben besonders stark.
Stilistisch will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weshalb ich die Beurteilung darüber anderen überlasse, aber das große Meisterwerk sehe ich dann in seiner Gesamtheit einfach nicht. Aber das ist meiner Meinung nach auch gar nicht nötig. L.A. CONFIDENTIAL versteht sich selbst als cleverer Unterhaltungsfilm, der eine gelungene Geschichte erzählt, sie ab der Mitte sehr verzwickt darstellt und zum Ende eine zufriedenstellende Auflösung bietet. Dabei fesselt er aufgrund seines (vor allem gegen Ende hin) rasanten Tempos, durch die Omnipräsenz einer Bezugsfigur (da wir hier drei davon haben) kommt der Zuschauer nie zur Ruhe, taucht stets in die nächste Szene ein. Ein Cut hier, ein Cut da – ganz fix wird von Schauplatz zu Schauplatz, von Szene zu Szene, von Figur zu Figur gesprungen, die unterschiedlichen Verbrechen kollidieren miteinander, während man ahnt, worauf es hinauslaufen soll. Letztlich ist es zwar keine Überraschung mehr, wer für das Schlamassel verantwortlich ist (irgendwie muss es ja immer so kommen), aber eine Szene, die einen gewissen Wendepunkt darstellt, lässt dann doch kurz zusammenzucken.
Ansonsten bleibt noch zu konstatieren, dass wir es mit einem typischen Film der 90er zu tun haben – sie alle (vornehmlich natürlich aus diesem Genre) beherbergen diesen gewissen Stil, der für mich eindeutig diesem Jahrzehnt zuzuordnen ist.

Fazit: L.A. CONFIDENTIAL ist ein toller, spannender und fesselnder Kriminal-Thriller, der gelungen inszeniert und gespielt ist, über die Laufzeit hinweg (mit wenigen Ausnahmen) den Zuschauer an den Bildschirm bannt und eine interessante Geschichte erzählt. Wirklich sehr gutes Unterhaltungskino.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/la-confidential-us-1997-curtis-hanson.html]

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Val Vega

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Hab witzigerweise grade auch einen Kommi zum Film geschrieben. Hab dem Streifen aber doch glatt 2 Punkte mehr verpasst. :D Toller Kommentar jedenfalls.


alex023

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Ich hab den aber schon vor langer Zeit geschrieben. ^^ Nur eben jetzt veröffentlicht, ist aber witzig, dass das so deckungsgleich war. Ebenfalls passender Kommentar von dir.


Kill Your Darlings - Junge Wilde
Kill Your Darlings - Junge Wilde und 1 weitere ...

alex023 7.5 "Sehenswert"

Adult World
Adult World

alex023 5.0 "Geht so"

How I Met Your Mother
How I Met Your Mother

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

Gedanken, Gefühle und Meinung nach 9 Jahren - Absolut SPOILER-lastig

Vor ein paar Jahren, genau kann ich es nicht beziffern, schaltete ich an einem langweiligen Samstagnachmittag zufällig den Fernseher ein (sowas passiert häufiger). Und sah irgendeine Folge dieser Serie namens HOW I MET YOUR MOTHER, eine Sitcom wie alle anderen, so dachte ich immer, hatte zuvor vielleicht mal ein paar Minuten davon gesehen. Ich blieb aus offensichtlichen Gründen mal dran. Irgendwann wurde mir dann klar, dass ich gerade die allererste Folge sah – überrascht von diesem Zufall und angenehm unterhalten nahm ich mir vor, öfter mal ‘reinzuschauen. Daraus entwickelte sich ein regelrechter Marathon (ich stieg recht schnell auf den viel besseren Originalton um), bis ich irgendwann alle Episoden gesehen hatte und Jahr für Jahr pünktlich zur US-Ausstrahlung dabei war.

Nach jetzt neun Jahren, gefühlt aber viel mehr, aber doch insgesamt wahnsinnig, wie lang diese Serie lief, geht HIMYM also zu Ende. Und gerade dieses Ende wurde zum Brandherd, die ganze Welt redete darüber; Ziel erreicht, CBS. Ich habe mich noch nicht wirklich entschieden, wie ich dazu stehe. Einerseits, mag ich den charmanten Aspekt, dass das Leben sich immer wieder seine Wege sucht, andererseits macht es auch ziemlich viel kaputt.
Aber stellen wir mal die Uhren auf Anfang: Ted Mosby, Architekt und hoffnungsloser Romantiker, ist im „Big Apple“ auf der Suche nach „The One“, der einen, der großen Liebe. Und er wird sie finden, dass wissen wir sofort, da er titelgebend seinen Kindern die Geschichte erzählt, wie er ihre Mutter traf. Doch darum geht es eigentlich gar nicht: eigentlich will Ted seinen Kindern von seinem sensationellen Leben erzählen, wie er mit seinen Freunden jede Woche einen ‘drauf machte und allerlei Frauen hatte. Wie sich am Ende herausstellt, war dies aber nicht der einzige, wahre Grund, denn dieser ist der, dass er seine Kinder um Erlaubnis bitten will, sechs Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, sich doch wieder an Robin, seine wahre und einzige Liebe, heranzumachen.
HIMYM war für mich über eine große Zeitspanne ein mehr als angenehmer Begleiter: ich habe gelacht, fast geweint, mitgelitten, mitgefiebert, mir wuchsen die Figuren immer mehr ans Herz. Es waren nicht-so-gute und hervorragende Folgen dabei, ein Haufen zitierwürdiger Kram bleibt auf jeden Fall übrig. Etliche famose Gastauftritte, eine gelungene Musikauswahl und die Konstruktion des Barney Stinson kann sich CBS gutschreiben. Viele Momente werde ich nicht vergessen und bin auch froh über die Existenz derer, wie auch allgemein über die von HIMYM.

Es gibt ein Zitat aus irgendeiner Staffel, in dem sich Ted und Robin darauf verständigen, dass sie zueinanderfinden würden, falls sie bis zu ihrem vierzigsten Lebensjahr keinen anderen Partner gefunden hätten, der auch auf diese Distanz mit ihnen ginge. Da die Macher der Serie das Ende schon ein Jahr nach Start drehten, ist es durchaus als Hinweis zu verstehen; und irgendwie kann ich mich auch teilweise immer mehr anfreunden damit, da so viele Sachen nun viel mehr Sinn ergeben: das dauerhafte Festhalten an Robin, was so unerklärlich war; ich erwischte mich oft dabei, mich selbst zu fragen, wie das denn gehen sollte, dass er nur ein paar Stunden, nachdem er Robin endgültig abgeschworen hatte, nun happily-ever-after mit der Mutter leben konnte. Er konnte es schließlich und mit aller Konsequenz nicht, wodurch man dieses immer wiederkehrende Motiv sehr wohl rechtfertigen kann. Jedoch muss man es auch so sehen, dass sich die Figuren so anders entwickelt haben, als dass dieses Ende dann doch wieder etwas unlogisch erscheint, es einfach nicht passen will. Gerade die Destruktion des Charakters Barney Stinson war nicht nur unpassend, sondern irgendwie erbärmlich und peinlich. Da lässt man den Womanizer innerhalb mehrerer Staffeln zu einem Gentleman mit gelegentlichen Rückfällen wandeln, nur um ihn dann innerhalb einer Folge zwei Mal in entgegengesetzte Richtungen abdriften zu lassen. Und auch das, von mir eigentlich sehr geschätzte Konzept, dass man die letzte Staffel bloß am Wochenende der Hochzeit von Barney und Robin spielen lässt, gerät zur Farce, wenn man diese Ehe innerhalb von gefühlt drei Sekunden wieder auflöst. Das und der rücksichtslose Umgang mit der degradierten Figur der Mutter, das absolut-cheesy-romantische-hochstilisieren der Lovestory von Ted und ihr, die schließlich doch fast in ein gähnendes Nichts führt, können nicht nur nicht gefallen, sondern unterstreichen die Unverhältnismäßigkeit zwischen der Konsequenz auf der einen Seite und der Inkonsequenz auf der anderen. Man kann das eine und das andere nennen und ist immer wieder richtig.

Ich muss also sagen, dass ich das Ende sogar einigermaßen passend fand, die Idee dahinter sehr schätze, es jedoch für schwach und unbeholfen umgesetzt halte und auch nicht mehr passend nach dem Verlauf der letzten Jahre. Aber dazu muss ich auch sagen: natürlich war die Qualität der Serie zu Beginn wesentlich besser, doch auch danach hat sie nie so stark nachgelassen, dass man sie gar verschmähen sollte – natürlich, sie hatte einige Aussetzer, aber das kann man verzeihen; gerade den Umschwung auf „Dramedy“ statt „Comedy“ mochte ich ebenfalls, auch wenn es natürlich dadurch nicht das Vorherige übertrumpfen konnte. So würde ich also niemals so weit gehen und die Serie nach Season 4 nicht mehr mögen, aber dennoch muss man zugeben, dass es vorher schon besser war. Noch heute schau ich mir oft die eine oder andere Folge aus diesen ersten Staffeln an (ich besitze auch nur die ersten vier, gar nicht mal so doof von mir) und begeistere mich immer wieder dafür.

Was bleibt nun nach all der Zeit? Eine Serie, die immer wieder unterhaltsame, ja, legendäre Stellen hatte, selbstverständlich nur im O-Ton glänzt und eine Reihe an unvergesslichen Figuren erschaffen hat – HIMYM ist das »Friends« meiner Generation und aus meiner Sicht natürlich auch besser. Es bleiben verrückte Geschichten um eine Ananas auf dem Nachttisch, eine Ziege in der Wohnung und die „Slutty Pumpkin“ vom Dach. Vor allem, und das soll eben nicht unerwähnt bleiben, versprühten die ersten vier Staffeln von HIMYM diese unvergleichliche, leichte, beschwingte Atmosphäre, die ich so gerne mochte und nirgendwo anders in dieser Art und Weise fand. Dafür hat es sich schon gelohnt.

»Stinson out.«

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/faszination-film-1-how-i-met-your.html]

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Krisisconfused

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Der Kommentar is echt der Hammer, beleuchtet viele Aspekte. Hut ab. Haste gut gemacht. Sehr intersubjektiv :D (glaub ich xD)
Bei der ersten Folge der 9. Staffel dachte ich mir noch: Hoffentlich spielt jetzt nicht die ganze neunte staffel auf dieser Hochzeit. -_-


alex023

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Auch dir danke.^^
Die Intersubjektivität rührt daher, dass ich sowohl den Gegnern als auch den Fans des Endes irgendwie zustimmen kann. Bisschen unentschlossen, aber letztlich ist das dann genau meine Meinung.


Hexenkessel
Hexenkessel

alex023 7.5 "Sehenswert"

Blues Brothers
Blues Brothers

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung
Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung

alex023 8.0 "Ausgezeichnet"

»You have to be strong to survive in this city.«

Nacht. Dunkelheit. Blut. Depression. Schuldgefühle.

Nicolas Cage in seiner stärksten Rolle. Martin Scorseses BRINGING OUT THE DEAD ist ein wahrlich atemberaubender, ausgezeichneter Thriller aus den Straßen von New York City. Frank Pierce ist Rettungssanitäter, er verliert immer wieder Menschen, weil sie in seinen Händen sterben. Das gehört zu seinem Job dazu. Doch er kommt damit nicht klar.

Scorsese präsentiert uns bloß die Nächte, man könnte fast glauben, dass der Tag aufgehört hat zu existieren. Immer wieder das gleiche Spiel: betrunkener Mann muss in die Notaufnahme. Einen Becher Kaffee? Schon wieder einer tot. Lebt der alte Mann noch? Er wird bloß am Leben erhalten. Pizza oder Fritten für den Mitternachtssnack? Einmal kurz abschalten. Die Augen zu, Ruhe. Dann auf einmal geht es weiter. Rasant, schnell, fix geht es durch die Nächte. Immer wieder ist da dieses tote Mädchen. Die Schuld ergreift immer mehr Besitz von Frank. Er hält es kaum aus. Wann kann er je wieder richtig schlafen? Am Anfang fühlt man sich tatsächlich ein wenig an das einmalige »Emergency Room« erinnert, bloß dass hier mehr der Fokus auf die Sanitäter gelegt wird. Sein Kollege sagt, dass es der Job mit sich bringt, dass die Menschen sterben. Aber hält man es ewig aus, wenn man jede Nacht jeden Menschen sterben sieht? Ich glaube nicht.

Scorsese gelingt mit BRINGING OUT THE DEAD ein exzellenter, atmosphärisch unglaublich dichter, fesselnder und spannender Thriller, der aber nicht durch die Action glänzt, sondern durch die gezielte und geschickte Erzählweise. Zu Cage kommen noch u.a. John Goddman, »The Wire«-Star Michael Kenneth Williams und Marc Anthony dazu, ein paar weitere komplettieren den gut aufgestellten Cast. Aber Cage ist schlichtweg brillant. So sehr er in vielen Filmen nervt, mag man es ihm hier verzeihen. Scorseses ebenso brillante Inszenierung extrahiert ein paar Aspekte aus »Taxi Driver«, intensiviert die Wirkung und schafft damit ein exzellentes, nächtliches Psycho-Kunstwerk, was in seiner Gesamtheit unheimlich spannend wirkt und deshalb die Augen des Zuschauers an den Bildschirm bannt.
Ich habe festgestellt, und das dürfte jetzt nichts wahnsinnige Überraschendes sein, dass die besten Filme eben jene sind, bei denen man keine einzige Sekunde lang einen Gedanken daran verschwendet, dass der Film irgendwann mal endet, man ist völlig gefangen in ihm. Das ist auch vor allem das, was einen herausragenden Thriller ausmacht. Die Atmosphäre muss den Zuschauer packen, der Film muss ihn entführen. BRINGING OUT THE DEAD tut dies auf virtuose Weise.

Fazit: BRINGING OUT THE DEAD ist verstörend, genial und atmosphärisch exzellent, brilliant inszeniert von Martin Scorsese, brilliant gespielt von Nicolas Cage. Ein Prachtstück von einem Thriller, ein spannendes, fast schon gruseliges, nächtiches Psycho-Kunstwerk.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/bringing-out-dead-us-1999-martin.html]

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jacker

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Ganz starkes, leider oft übersehen teil, welches du hier mit nem würdigen Kommentar huldigst! Neben TRICKS auf jeden Fall Cages stärkste (ernste) Rolle, da stimme ich zu!


alex023

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Danke! :)


Brooklyn Nine-Nine - Staffel 1
Brooklyn Nine-Nine - Staffel 1 und 12 weitere ...

alex023 7.5 "Sehenswert"

Snowpiercer
Snowpiercer

alex023 5.0 "Geht so"

Ja, also, nee. Was die werte Community in diesem Film sieht, ist angedeutet worden; doch strotzt SNOWPIERCER nur so voller Klischees, Logiklöchern und mangelhafter Action. Und wer diese Dialoge geschrieben hat, sollte sofort irgendwie Ärger bekommen. Gerade auch die Szene, als Captain America auf einem Fisch ausrutscht?! Klar und für jede Slow-Mo (fast so schlimm wie in "300") gibt's noch mal extra Abzüge. Alles viel zu plakativ, zu flach, zu gewollt - geschweige denn der miesen CGIs die Landschaft betreffend. Okay, man muss ihm lassen, dass die "Klassenzimmer-Szene" gelungen ist und man allgemein einige Szenen gut als Satire durchgehen lassen kann; aber vor allem das Anbeten der "Maschine" erinnert doch stark an das überstilisierte und übertriebene Vergöttern der Atombombe im ersten "Planet der Affen"-Sequel.
Besser war's generell in der Sneak: heute war Ballhochhalten angesagt! Aber ich durfte nicht, wurde anhand der abgerissenen Kinokartenschnipsel ausgelost, da ich letztes Mal Freikarten gewonnen hatte (Anne Hathaway war die beste Nebendarstellerin 2013 laut der Academy..., das wussten die anderen nicht) - und was gab's zu gewinnen? Tja, die Qual der Wahl zwischen Freikarten für die nächste Sneak, "Lego Movie" oder "The Amazing Spider-Man 2". Die Armen. Konnten's aber auch mehr schlecht als recht.

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SuperRcktMrMgic

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Meine Rede :D Wegen sowas bin ich bei asiatischen Filmen manchmal recht skeptisch, um auf unsere vergangene Unerhaltung zurückzukommen :D


Gangs of New York
Gangs of New York

alex023 7.5 "Sehenswert"

Her
Her

alex023 10.0 "Herausragend"

»I think anybody who falls in love is a freak. It's a crazy thing to do. It's kind of like a form of socially acceptable insanity.«

Manchmal ist man einfach komplett überwältigt. Dann kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen, was man gerade fühlt – und versucht es dennoch. Immer noch schwebe ich hier wie paralysiert vom gerade Erlebten durch meine nun konstruierte Parallelwelt. Spike Jonzes HER ist ein wahres Wunder von Film, schon jetzt der beste des Jahres und vermutlich einer, an den wir uns noch in Jahrzehnten zurückerinnern werden. Es ist nicht nur die originelle Idee, die wunderbaren schauspielerischen Leistungen von Joaquin Phoenix und Amy Adams sowie der Stimme von Scarlett Johansson, das phänomenal-großartige Drehbuch, sondern eben einfach alles zusammen. Was die Optik angeht, habe ich schon eine sehr lange Zeit so etwas derart Überragendes nicht mehr sehen dürfen. Trotz meines Status als Verfechter von Film kann man hier sich gerade schon in die digitalen Bilder verlieben, so klar und rein und dabei gar nicht plastisch wirkt die visuelle Gestaltung wie Gemälde, vom Künstler erschaffen und an den Zuschauer weitergegeben. Beinahe jeden visuellen Moment könnte man einfangen und als Kunstwerk deklarierend ausstellen, an die Wand hängen. Doch HER ist auch noch vielmehr als das bloße SEHEN. Es ist eine ERFAHRUNG, eine ungemein intime, intensive und berührende. Selten habe ich mich derart in einen Film hineinfühlen können, denn er kommt dem Zuschauer so nah wie kaum ein anderer; zumindest, wenn man die letzte Zeit so betrachtet - aber auch im Allgemeinen. Wie schon gesagt: das alles ist so unglaublich schwer zu beschreiben, vor allem, da HER so ein Erlebnis ist. Und das sollte jeder für sich machen. Ein Kinogang ist wegen der optischen Gestaltung zwar sehr zu empfehlen, das Erlebnis selbst ist aber auch wunderbar alleine zu Hause zu finden, da die angesprochene Intimität so intensiv und allgegenwärtig ist, dass man den Film deshalb auch durchaus so behandeln könnte.

In der ersten Sekunde, im ersten Moment bereits spürt man die Besonderheit dieses Films. Dabei ist er das inhaltlich gesehen gar nicht so wirklich: so erzählt HER doch „bloß“ eine Liebesgeschichte wie wir sie kennen. Jedoch verlieben sich hier Theodore und sein Operating System Samantha ineinander – doch bald schon merkt man dies gar nicht mehr und sieht über allerlei Absurditäten, die der weitere Verlauf mit sich bringt, hinweg, da es auf einmal so schrecklich viel Sinn ergibt. Quasi könnte man das von mir vorangestellte Zitat von Amy Adams Figur hier wieder als alles überschattende Metapher interpretieren: jeder ist doch irgendwie ein Freak, wenn er sich verliebt. Warum sollte es demnach bei Theodore anders sein? Und wenn ja: wo besteht dann wieder der Unterschied? Clever geschrieben packt Spike Jonzes HER den Zuschauer genau an dieser Stelle und bringt somit eine Idee, die von Grunde her schon genial ist, aber dennoch breite Skepsis kreieren könnte, in einen überaus nachvollziehbaren und nachempfindbaren Rahmen, der auf ganzer Linie den Zuschauer überzeugt und vereinnahmt. Somit ist HER also selbst wie die Liebe: unberechenbar, wunderschön, absurd, amüsant, traurig, verletzend und manchmal alles zusammen.

Fazit: Schon-jetzt-Kult-Regisseur Spike Jonze erschafft nach dem komisch-absurden Trip in »Being John Malkovich«, dem Mindfuck-im-Mindfuck »Adaptation« und der Ode ans Kindsein auf die pessimistische aller Arten »Where The Wild Things Are« mit HER ein überwältigendes Unikat, welches auf so vielen Ebenen funktioniert, paralysiert und in intimster und intensivster Weise zum Zuschauer vordringt, durch geschickte audiovisuelle Konstruktion ein wohl-warmes, angenehmes Feeling schafft und damit rund um die inhaltlichen Elemente eine gerade zu stark anziehende Atmosphäre kreiert, der man womöglich nie wieder entkommt. Ein Modern Classic, kein Sci-Fi, sondern Realismus (oder angehender), ehrlich, verspielt, sehr persönlich und von so enormer Qualität, die sich nicht nur aus all dem Genannten ergibt, sondern durch dies alles auch noch ein strukturiertes Gesamtbild zeichnet, was wahrscheinlich seinesgleichen sucht.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/her-us-2013-spike-jonze-thats-what-we.html]

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alex023

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Erst mal danke euch! :)
@Seb: Wär auch nicht schlimm im Heimkino, wie ich geschrieben hab. ;)
@marten: Hm. Also die Synchro ist jetzt nicht richtig mies, aber schon ein bisschen, weshalb ich beim ersten Mal auf jeden Fall O-Ton empfehlen würde...aber besser als gar nicht sehen ist das allemal.


Val Vega

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Ein Meisterwerk, der Film.


Good Morning, Vietnam
Good Morning, Vietnam

alex023 6.5 "Ganz gut"

True Detective - Staffel 1
True Detective - Staffel 1 und 1 weitere ...

alex023 9.0 "Herausragend"

Gästebuch

razzo

Hi alex023, bist einer der wenigen die mir von der Wichtelaktion noch fehlen. Also, lets be friends ;) Gruß

Solveig

Schön, herzlich willkommen auf meinem Dashboard. :)

Murphante

Man krümelt einfach so rein ins GB
wie die Kekse gebacken sind :D
Manchmal gibt es dann auch noch
Schokoladenabdrücke ;)

also dann ... auf krümelige Kommentare mit Füllung ;)

FrEAk0

Hidihooo! Osterwichteln ist angesagt :D Und ich möchte keinen Kommentar verpassen.
Passend zu den Feiertagen:
"Bei der Henne werden die Augen groß und rund. Plötzlich sind die Eier bunt!"

gruß FrEAkO

Murphante

Oster-Wichtel-Eierrei-Aktion ...
möchte keinen Beitrag verpassen
auf Dicke Eier und hoppelnde Hasen ;)

der morphiiii

Solveig

Der Osterhase schultert den Korb und sammelt für mich die Moviepiloten ein, die bei der Oster-Wichtelaktion mitmachen. Deshalb: Freunde? (Kommentare würde ich nämlich gern alle lesen.) Und wenn Du magst, auch noch nach der Wichtelaktion. ;)

FilmFreak2K13

Da auch du bei der Oster-Wichtelaktion mitmachst lasse ich mal eine Anfrage da :)

Murray

Olla,

ich schau nur mal kurz vorbei um eine Anfrage dazulassen. Möchte ja nicht deinen Kommentar bei der Oster-Wichtelaktion verpassen. :D

Grüße
Bill

bestseimon

Ich bin dann jetzt die nächsten 10 Tage weg. Bella Italia!
Leider kann ich "Fault in our Stars" noch nicht lesen, da der blöde Verlag, wo ich das bestellt habe, das Buch erst im Mai hat. Naja, wenigstens schaffe ich es noch vor Kinostart.^^

Also, bis dann. Man liest sich in knapp zwei Wochen wieder. :)

PS: Schau dir mal irgendwann "La Grande Bellezza" an. So ein toller Film!

jen4indie

dann bin ich mal gespannt, was du dazu sagst. deinem geschmack kann man ja trauen ;)


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