bestseimon

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bestseimon aus Mainz ist 18 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1031 Filme bewertet und legendäre 511 Kommentare geschrieben. Schreibt auch hier: http://planetofpictures.blogspot.de/ Mehr


Macbeth
Macbeth

bestseimon 5.0 "Geht so"

Bad Neighbors
Bad Neighbors und 1 weitere ...

bestseimon vorgemerkt

Wie ein wilder Stier
Wie ein wilder Stier

bestseimon 8.5 "Ausgezeichnet"

"You never got me down. You hear me? You never got me down!"

Scorsese liebt es ja, Geschichten vom Aufstieg und Fall einer Persönlichkeit zu erzählen. In RAGING BULL hat es jedoch den Anschein, als würde er ausschließlich vom Fall erzählen. Dem langsamen, unausweichlichen Fall des Jack La Motta. Einem Boxweltmeister, dessen Leben sich nur um sich selbst dreht, der nicht einmal seinen engsten Freunden Vertrauen schenkt und im Ring all seine Wut und Aggression auslebt, bis ihm der Ring dazu nicht mehr ausreicht. Wenn sich nun sein ganzer Zorn im Alltag auflöst und er ihn an seinen Nächsten auslässt, dann verliert er nicht nur seinen Weltmeistertitel, sondern all das, was ihn eigentlich so stark gemacht hat. Als er das erkennt, ist es schon zu spät. Jack La Motta, eine Boxlegende, ist zur Karikatur seiner selbst verkommen und verdient seinen Lebensunterhalt als drittklassiger, übergewichtiger Entertainer. Aus dem wilden Stier, ist ein einsamer Wolf geworden.

Dennoch, so unsympathisch Jack La Motta hier auch gezeichnet wird, so arschig er sich auch benimmt, es schwebt jederzeit eine gewisse Faszination mit dieser Figur. Das führt vielleicht nicht dazu, dass er einem am Ende Leid tut, aber es hält stets das Interesse an diesem Charakter aufrecht.
RAGING BULL ist demnach mehr Charakterstudie als Box-Drama, was aber nicht heißen soll, dass der sportliche Teil auf der Strecke bleibt. Die Boxszenen sind mit das Beeindruckendste an diesem Werk, Schnitt und Kamera besonders in diesem Teil des Films überragend. Scorsese setzt mit diesen Sequenzen neue Maßstäbe, an dem sich auch viele spätere Filme wie ROCKY sicherlich orientiert haben. In den passenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen wirken die Szenen im Ring nur noch intensiver und realistischer. Allein dafür hätte man Scorsese schon den Regie-Oscar überreichen müssen.
Getoppt wird das nur noch von dem herausragenden Hauptdarsteller-Duo Robert De Niro und Joe Pesci. De Niro spielt hier eindeutig eine seiner besten Rollen, für die er auch völlig zu Recht einen Oscar bekommen hat. Wie er sich vom athletischen Boxer zum übergewichtigen Sprücheklopfer wandelt ist mehr als beeindruckend, vielleicht sogar die beste Leistung seiner Karriere.
Auch Joe Pesci überzeugt auf ganzer Linie und macht sich schon mal ein bisschen warm für GoodFellas. Ihm ist die Rolle wie auf dem Leib geschrieben und wie er sie ausfüllt ist große Klasse. Er ist im Grunde der Gegenpol zu De Niro, der kleine, sympathische Bruder, der eigentlich nur das Beste für alle will, aber damit kläglich scheitert.

Scorsese schaffte mir RAGING BULL einen zeitlosen Klassiker, ein einzigartiges Biopic und letztendlich auch eines seiner größten Werke, an das man sich noch lange erinnern wird.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/raging-bull-us-1980-martin-scorsese.html

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bestseimon

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Ich glaube höher als 9 wird er nicht kommen, dazu gibt es zu viele Filme die mich persönlich noch mehr ansprechen. Aber auf Wertungen sollte man sowieso nicht zu viel Wert legen. Da hat eh irgendwie jeder seine eigenen Maßstäbe.^^


Big_Kahuna

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Natürlich nicht, war aber ein Versuch wert. :D


Badlands - Zerschossene Träume
Badlands - Zerschossene Träume und 2 weitere ...

bestseimon 7.0 "Sehenswert"

Sabotage
Sabotage

bestseimon 5.0 "Geht so"

SABOTAGE ist ein komischer Film, der irgendwie verkrampft wirkt und mit der Zeit immer anstrengender wird. Unterhaltsames Actionkino ist was anderes. Zwar ist das Geschehen stets ungemein brutal, fast schon etwas übertrieben, aber eine richtige Wirkung erzielt der Film damit nicht. Manche Szenen, besonders gegen Ende, wirken fast schon selbstironisch. Ob das so gewollt war sei mal dahingestellt. Jedenfalls ist es alleine unserem Arnold zu verdanken, dass SABOTAGE nicht im Durchschnitts-Actionbrei untergeht. Auch wenn Regisseur Ayer viele inszenatorische Kniffe versucht und es ihm das ein und andere Mal auch gelingt Spannung aufzubauen, wirkt sein Film am Ende viel zu unrund und überladen.

Dennoch dürfte dieser Streifen die richtigen Hardcore-Schwarzenegger-Fans nicht enttäuschen. Arnie macht nämlich wie immer eine gute Figur, spielt durchaus anständig und darf am Ende nochmal so richtig loslegen. Ob man das dann gut findet, muss man selbst wissen. Aber eines sollte klar sein: SABOTAGE ist weder besonders originell, noch anspruchsvoll, oder tiefgründig. Es spielt halt Arnie mit, man bekommt viele coole Sprüche, deftige Actionszenen (plus gratis Kopfschmerzen durch Wackelkamera) und reichlich Logikfehler. Wenn man sich damit zufrieden geben kann, dann wird man mit SABOTAGE vielleicht sogar seinen Spaß haben. Alle anderen sollten um den Streifen lieber einen großen Bogen machen.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/sabotage-us-2014-david-ayer.html

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Tigerland
Tigerland

bestseimon 7.0 "Sehenswert"

La Grande Bellezza - Die große Schönheit
La Grande Bellezza - Die große Schönheit

bestseimon 10.0 "Herausragend"

"Sieh dir diese Leute an, diese Gestalten. Das ist mein Leben, und es ist nichts."

All die einzigartigen Momente von LA GRANDE BELLEZZA zusammenzufassen ist nahezu unmöglich. Wenn ich an den Film zurückdenke, dann sehe ich sie für kurze Zeit wieder, diese fast grenzenlose Schönheit, die Sorrentino in seinem Film vereint. Und schon könnte ich ihn wieder von vorne anfangen, erneut in der verführerische Welt Roms schwelgen und mich der ganzen Magie des Films hingeben. Vielleicht würde ich dann endlich verstehen, begreifen, was mir das Ganze sagen soll. Denn im Grunde ist es mir nicht wichtig, wen Sorrentino hier huldigt und was er kritisiert. Natürlich mag das eine fantastische Hommage an Fellini sein und natürlich wird das Leben der reichen Schnösel und die katholische Kirche satirisch überzogen, aber das alles scheint nur ein winziger Teil in einem großen Gesamtkunstwerk zu sein. LA GRANDE BELLEZZA vereint in sich so viel von dem, was gute Filme eigentlich ausmachen und bringt sich so auf eine ganz andere Ebene. Allein die Bilder sind so unglaublich kraftvoll und malerisch, dass ein wahrer Genuss fürs Auge entsteht. Da stimmt jedes Detail. In Einklang mit einem atemberaubenden Soundtrack, der von Klassik bis Pop alles zu bieten hat, entsteht ein einzigartiges, unvergessliches und wunderschönes Filmerlebnis.

Dabei verzichtet Paolo Sorrentino auf eine gängige Dramaturgie, fast ist LA GRANDE BELLEZZA schon eine Aneinanderreihung verschiedener Szenen, eine durchgängige Story scheint nicht zu existieren. Aber das ist egal, denn der Film hat trotzdem genug zu erzählen. Er erzählt vom Tod, vom Leben, der ersten großen Liebe, von Trauer, Verlust, von Partys, vom Glauben, vom Altern und von der Jugend, von Verzweiflung und Hoffnung. Er deckt so viele Themen ab, die Raum für Interpretationen geben und einen selbst ansprechen, man kann sich eigentlich nur in diesem Meisterwerk verlieren.

Ein weiterer Bestandteil dieses Films sind die toll geschriebenen Dialoge und Monologe, die oft philosophisch anmuten und nachdenklich stimmen. Manchmal stehen sie im krassen Gegensatz zum Geschehen und bringen so auch Humor mit hinein. Generell stellt der Film oft Tragik und Humor sehr intensiv gegenüber, weshalb man gar nicht genau weiß, wie man sich fühlen soll. Aber stets erkennt man eine gewisse Anmut und Poesie in den Szenen, die mich in ein ständiges Staunen versetzt haben.

Auch die Darsteller, allen voran der großartige Toni Servillo, spielen mehr als überzeugend, ihre Rollen haben außerdem alle ihren Platz, ihre Bedeutung in dem Film, fast jede Figur wird näher beleuchtet und hat etwas interessantes und faszinierendes an sich. Es ist für mich schon große Kunst, wie Sorrentino all dies vereint und einem am Ende doch so sprachlos zurücklässt, obwohl man eigentlich so viel sagen möchte. Aber vielleicht braucht es auch gar keine Worte, vielleicht muss man einfach nur sehen, fühlen und - verstehen.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/la-grande-bellezza-it-2013-paolo.html

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bestseimon

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Dankeschön. :)


jacker

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So, nun den Film sacken gelassen, nochmal geschaut und jetzt bin ich auf eure Gedanken gespannt. Toller Kommentar!


True Detective
True Detective und 1 weitere ...

bestseimon 10.0 "Herausragend"

Das Dschungelbuch
Das Dschungelbuch

bestseimon 8.0 "Ausgezeichnet"

Trollhunter
Trollhunter

bestseimon 7.0 "Sehenswert"

Seit "Paranormal Acitvity" ging es so richtig los. Ein Found-Footage Streifen nach dem anderen. Mittlerweile weiß man gar nicht mehr, was man alles noch nicht mit der ominösen Wackelkamera eingefangen hat. Von Kannibalen, über Dämonen, bis hin zu Zombies. Es war eigentlich schon alles mit dabei, vor dem man sich hätte fürchten können. Doch meistens wurden die Filmchen Opfer ihrer zu ernsten Art und den lächerlichen Versuchen, den Zuschauer zu verarschen. Klar, bei manchen Menschen mag das seine Wirkung haben, aber irgendwie machte sich doch der Eindruck breit, dass diese kleine "Filmbewegung" so langsam ausgelutscht ist. Das mag zum einen daran liegen, dass der Markt regelrecht mit solchen Streifen überschwemmt wurde und die Qualität dazu noch immer weiter sank. An der Paranormal Acitvity-Reihe lässt sich das zum Beispiel gut erkennen. War der erste Teil noch okay, ging es mit den anderen steil bergab, bis sich der aktuellste Teil sogar beinahe selbst parodierte. Es war also klar, man brauchte mal wieder etwas Neues, etwas Erfrischendes, das dieses Genre wieder zum Leben erweckt. Und mit "Trollhunter" wurde das nun gefunden.

Gut, der norwegische Beitrag ist natürlich auch kein Meisterwerk geworden, aber ihm gelingt etwas, dass die anderen Filme so nicht geschaffen haben. Zunächst sind die Charaktere hier deutlich interessanter und sympathischer, wenn auch immer noch sehr oberflächlich, aber das sollte niemanden mehr überraschen. Außerdem bringt "Trollhunter" eine angenehme Prise Humor mit hinein, die dem Ganzen einen gewissen Charme und eine Lockerheit verleiht, wie man es so noch nicht gesehen hat. Dadurch ist der Film auch über die volle Länge unterhaltsam und amüsant, ohne dabei auf die wichtigsten Dinge zu verzichten. Hier wird nämlich auch die Spannung stets hochgehalten und bis zum Ende hin klug gesteigert. Richtig gruselig, oder angsteinflößend wird der Film zwar wie erwartet nicht, dennoch fand ich die Trolle ungemein interessanter anzuschauen, als Dämonen, oder Zombies. Die haben irgendwie etwas faszinierendes an sich, weshalb man das Geschehen auch immer gebannt verfolgt. An dieser Stelle gilt es zu erwähnen, dass die Animationen wirklich sehr gelungen, teilweise sogar beeindruckend sind, was ich von einem norwegischen Film so auch nicht erwartet habe. Jedenfalls ist es noch ein großer Pluspunkt, dass sich "Trollhunter" nicht ganz so ernst nimmt und oft auch ironische Momente mit einbaut. So bleibt es ein spannender und unterhaltsamer Spaß, vor einer wundervollen Kulisse. Ein kleines Lebenszeichen des Found-Footage-Films, allerdings ist ein US-Remake bereits geplant...

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/trolljegeren-no-2010-andre-vredal.html

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The Messenger - Die letzte Nachricht
The Messenger - Die letzte Nachricht und 1 weitere ...

bestseimon 7.0 "Sehenswert"

The Act of Killing
The Act of Killing

bestseimon 9.0 "Herausragend"

Es is völlig klar, beinahe schon selbstverständlich, dass THE ACT OF KILLING keinen Oscar bekommen hat. Das mag merkwürdig klingen, aber vielleicht ist es sogar besser so. Vielleicht ist es besser, dass dieser, ohne Frage unglaubliche und einzigartige Dokumentarfilm, nicht von Hollywood ausgezeichnet wurde. Schließlich geben diese Massenmörder aus dem Film, die ihre Taten auch noch gut heißen und damit prahlen, offen zu, dass sie sich von den großen Hollywood Gangsterfilmen a la SCARFACE haben inspirieren lassen. Sie haben Folter-, oder Tötungsmethoden aus diesen Film übernommen und es einfach ins echte Leben übertragen. Ja, diese Menschen um die sich der Film dreht, sind keine Figuren aus Hollywood, sie sind echt. Aber sie halten sich für Tony Montana und Co. und hoffen nun ihren eigenen "tollen" Gangsterfilm drehen zu können, über den dann alle staunen. Sie wollen als Helden gefeiert werden, so wie wir die Gangster aus den Hollywood-Filmen gefeiert haben. Dass der Film von Joshua Oppenheimer eine ganz andere Absicht verfolgt, wollen, oder können sie nicht begreifen, genauso wenig wollen sie verstehen, was sie eigentlich für ein Leid verursacht haben.

Es ist nicht so, dass uns die Tatsache schockiert, dass es solche Leute auf der Welt gibt. Das wusste man bereits. Wahrscheinlich gibt es sogar noch viel schlimmere. Aber was an THE ACT OF KILLING so schockiert ist, dass diese Leute eigentlich ganz unscheinbar und freundlich wirken und man sich schwer tut sie zu hassen. Man empfindet schon Abneigung und Unverständnis gegen sie, aber letztendlich hat man immer das Gefühl, gar nicht alles voll zu begreifen, zu realisieren. Man fühlt sich beinahe überfordert. Denn eines ist sicher, so etwas wie THE ACT OF KILLING hat man zuvor noch nie gesehen. Nicht mal ansatzweise. Ob man das sehen muss, ist die andere Frage. Und ich weiß nicht, ob man sie beantworten kann. Aber ich weiß dafür, dass mich selten ein Film so aufgewühlt, bedrückt und verwirrt zurück gelassen hat wie dieser.

Womöglich reagiert jeder unterschiedlich auf das, was man hier zu sehen bekommt. Ich habe mich nach der Sichtung seltsam leer gefühlt, der Film ging mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder kamen einzelne Szenen wieder hoch, die teilweise eine verstörende Wirkung hatten. Und auch wenn THE ACT OF KILLING dann in den nächsten Tagen mehr und mehr aus meinen Gedanken verschwand, werde ich das Gesehene wohl dennoch nie wieder richtig vergessen können. Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht. Jedenfalls ist Joshua Oppenheimer´s Werk der beste und intensivste Dokumentarfilm, den ich bis jetzt gesehen habe. Und um das für sich festzustellen, braucht es ja bekanntlich auch gar keinen Oscar.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/the-act-of-killing-dkgbno-2012-joshua.html

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bestseimon

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Oh, ja stimmt natürlich. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Meine mich aber zu erinnern, dass sie irgendwie dieses Beispiel vorgebracht haben. Kann mich aber auch irren. :)


Don Cerebro

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Vielleicht ging es um den Original-Scarface von Howard Hawks, dieser hieß aber Tony Camonte. Bin mir aber auch nicht sicher und sooo wichtig ist das jetzt auch wieder nicht.


Non-Stop
Non-Stop

bestseimon 6.5 "Ganz gut"

NON-STOP ist natürlich nicht das große Kino-Highlight in diesem Jahr und auch kein Film, an den man sich länger als ein paar Wochen zurück erinnert. Es sei denn, man hat ein bisschen Panik vorm Fliegen und plant in den nächsten Wochen einen längeren Flug. Dann könnte sich dieses nette Filmchen unter Umständen ein wenig länger im Gedächtnis festsetzten. Aber ansonsten eher nicht, dazu ist NON-STOP zu gewöhnlich, dazu hat man diese Thematik schon zu oft gesehen. Für den Moment aber, ist dieser Action-Reißer wie geschaffen. Er baut nach und nach eine wirklich einnehmende Stimmung auf, die den Zuschauer mehr und mehr in den Bann zieht. Besonders im Mittelteil ist der Film was Atmosphäre und Spannung angeht überragend. Der Plot mag zunächst einfach erscheinen, schlägt dann aber unerwartet viele Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hat und die einen dementsprechend wirklich überraschen. Man darf zwar nicht leugnen, dass sich mit der Zeit so einige Logikfehler und Ungereimtheiten einschleichen, aber dadurch wird dem Film nichts von seinem Unterhaltungswert und seiner Intensität genommen. NON-STOP schafft es den Zuschauer lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen und ihn gleichzeitig dazu zu zwingen, stets mitzudenken und zu raten. Das hat ein Film dieser Art lange nicht mehr so gut geschafft.

Zum Ende hin wird es dann leider immer vorhersehbarer und kitschiger, weshalb ein fader Beigeschmack zurückbleibt. Aber auch das war irgendwie zu erwarten und fällt nicht mehr allzu schwer ins Gewicht, dazu hat NON-STOP vorher zu viel richtig gemacht.

Letztendlich bleibt ein perfekter Film für einen unterhaltsamen Kinoabend, dem es nicht an Spannung und Cleverness mangelt. Außerdem fand ich Liam Neeson selten in einer Rolle so überzeugend. Punkt.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/non-stop-usfr-2013-jaume-collet-serra.html

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Sie küßten und sie schlugen ihn
Sie küßten und sie schlugen ihn und 1 weitere ...

bestseimon 7.5 "Sehenswert"

Broken Flowers
Broken Flowers und 3 weitere ...

bestseimon 6.5 "Ganz gut"

High Fidelity
High Fidelity und 2 weitere ...

bestseimon 6.5 "Ganz gut"

Noordzee, Texas
Noordzee, Texas

bestseimon vorgemerkt

The Sacrament
The Sacrament

bestseimon vorgemerkt

Ed Wood
Ed Wood

bestseimon 8.0 "Ausgezeichnet"

"Visions are worth fighting for. Why spend your life making someone else's dreams?"

Tim Burton schenkt dem von vielen als "schlechtester Regisseur aller Zeiten" genannten Ed Wood ein filmisches Denkmal, eine Verbeugung vor seinem Schaffen, das zwar nun wirklich nicht besonders gut war, aber an dem er mit so viel Hingabe, Liebe und Überzeugung gearbeitet hat, wie kaum ein anderer. Genau deshalb habe ich ihm während des Films auch allen Erfolg der Welt gegönnt, obwohl ich bereits wusste, dass er diesen nicht bekommen wird. Aber Burton zeichnet hier ein Bild von einem sympathischen und stets gut gelaunten Mann, der nie die Hoffnung und das Selbstbewusstsein verliert. Er geht mit so viel Eifer und Tatendrang zu Werke, dass all dies sich irgendwie auf den Zuschauer überträgt. Dadurch entfacht die ganze Geschichte rund um Ed Wood einen ungemeinen Sog und eine Faszination, der man sich mit ein wenig Interesse an Filmen kaum entziehen kann.

Johnny Depp spielt diesen Ed Wood mit einer begeisternden Leichtigkeit und ganz ohne aus ihm eine überzeichnete, oder lachhafte Figur zu machen. Man sieht fast nur noch Ed Wood vor sich und nicht mehr Johnny Depp. Er verschmilzt sozusagen mit seiner Person und das ist besonders bei einem Darsteller mit so einem populären Namen eine große Leistung.

Fast noch besser ist dagegen Martin Landau als Horrorfilm-Legende Bela Lugosi, mit dem sich Ed im Laufe des Films anfreundet. Er spielt die Rolle so überzeugend, das man nicht selten denkt, das müsse doch der echte Bela Lugosi sein. Jedes Mal wenn Landau auftritt nimmt er fast das ganze Geschehen für sich ein, er reißt den Film an sich und verleiht seinem Charakter unglaublich viel Ausdruck und Persönlichkeit. Zurecht gab es dafür einen Oscar.

Nun bleiben noch die liebevoll nachgestellten Filmszenen zu erwähnen, die irgendwie Lust auf die Original-Filme von Edward D. Wood Jr. machen. Und wenn ein Biopic so etwas schafft, dann hat es seinen Zweck allemal erfüllt.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/ed-wood-us-1994-tim-burton-eine.html

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Gästebuch

kobbi88

Ich wünsche dir frohe Ostern :)
Viel Spaß beim Eier-Suchen

Grüßle :D

alex023

Oh, krass, viel Spaß! :D
Aber moment mal...du willst das Buch doch nicht wirklich auf deutsch lesen oder?!? Also bei John Green ist englisch echt Pflicht, sonst verpasst du so unglaublich viel....

Und irgendwann werde ich dazu sicherlich mal kommen, bloß derzeit bin ich nicht gerade auf dem ich-schau-Unmengen-an-Filmen-Trip...

sachsenkrieger

Freundschaft gerne angenommen. Ich habe, glaube ich, gerade vor kurzem deinen Kommentar zu "La Grande Bellezza" bewundert und "geliked". Schönen Abend noch und weiter so!

alex023

Das stimmt. Lass dir Zeit dabei und hör ruhig mal Alben so wie sie gedacht waren. Vorne bis hinten. ;)

Butch7

Interessante Kommentare, gleiches Alter, bestes Profilbild und, falls dein Username von deinem echten Namen hergeleitet ist, gleicher Name. Und wenn ich alex und audrey schon in der Freundesliste habe, hol' ich mir doch das ganze planetofpictures-Team aufs Dashboard. :)

alex023

Ja, CHUTES TOO NARROW ist auch so das best-album-ever-made. :P
JEDER Song ist göttlich.
Und PLANS und TRANSATLANTICISM laufen jetzt hier rauf und runter.

alex023

Weißt du, manchmal gibt es einfach noch grandiosere Momente mit O.C. als ohnehin schon: heute schau ich wieder 3x02 und welcher Song spielt am Anfang? Na? Natürlich, richtig erraten: SOUL MEETS BODY von Death Cab. <3 <3 <3

DerDude_

Das Profilbild !!!!
Mein Herz explodiert ! Auch bei der Wertung ;)

alex023

Ja, Remake und so. Ganz schlimm sicher.

Ich fand den Trailer sehr lustig, vielleicht vereint er die Stärken des schwachen ersten Teils.

alex023

"Robocop"? Ernsthaft??? Bei mir wirds wohl "Anchorman 2".


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