bestseimon

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bestseimon aus Mainz ist 19 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1091 Filme bewertet und legendäre 541 Kommentare geschrieben. "There is hardly a single action that we perform in that phase which we would not give anything, in later life, to be able to annul. Whereas what we ought to regret is that we no longer possess the spontaneity which made us perform them. In later life we look at things in a more practical way, in full conformity with the rest of society, but adolescence is the only period in which we learn anything." Schreibt auch hier: http://planetofpictures.blogspot.de/ Mehr


Gästebucheinträge

  • Zugegebenermaßen war sie auch nah an der 9 dran. :)

    • Ja, aber bei mir sind (bei Drama-Serien) 9 Punkte bisher nur an richtige Ausnahmeserien wie GAME OF THRONES, TRUE DETECTIVE, SONS OF ANARCHY oder THE SOPRANOS vergeben worden. Die 8 ist da schon angemessen. Hab ja beispielsweise auch die letzte Staffel der SONS so bewertet, ungefährer Gradmesser dann. Aber gut, letztlich egal. Hauptsache keine halben Punkte. ^^

      Ich benötige jetzt noch eine Folge FIREFLY und dann ist mein Jahr serientechnisch vorbei, denke, dann werde ich nur noch ab und zu was schauen, was ich noch nicht kenne oder so...und wie 2015 anfängt, weißt du ja schon. ;-) Hab ja auch ARRESTED DEVELOPMENT endlich durch. Wirklich witzig ist es ja, aber wurde einfach nicht meins (COMMUNITY liebe ich ja z.B. auch mit dem Herzen, AD funktioniert da irgendwie nur im Kopf...irgendwie verstanden? :D)...aber, herauszuheben ist für mich Folge 21, mit dem "bring your daughter to work-day" oder so. Die war wirklich HERAUSRAGEND.

      • Oh, du gehst sogar auf die 9, ok. ^^
        Für mich die drittbeste Serienstaffel des Jahres (True Detective, GoT, __)...

        Hab's dir ja gesagt, kann ich da nur sagen. ^^

        • Das stimmt. Da neigt sich Nolan wieder näher zum Menschlichen hin, aber auch zu einem Kitsch (Stichwort: Krankenhausszenerie), der mich dann nicht mehr wirklich erreicht hat. Da durchströmt den Film (auch bei der Freude von Chastain kurz vorher) so eine gewisse ungereimte Naivität, die irgendwie zum Vorhergehenden befremdlich erscheint. Mir sagte das nicht zu, es ist aber durchaus ein Punkt über den sich diskutieren lässt. :)

          • Da scheiden sich wohl die Geister. Bei dem detaillierten Auserklären von Mensch, Dimension und Verschachtelung stört mich einerseits, dass der Film dann abflacht, wenn er sich darin verliert. Es ist schlichtes Geschwätz, was Nolan auf die Leinwand wirft, das bei mir keine Emotionen mehr erweckt, sondern diese totquatscht, da er auch weiter nicht mehr überwältigt, sondern in eine Spielerei zusammenklappt. Ebenso beim Epilog, der alles viel zu ausgedehnt noch einmal darlegt. Warum das problematisch ist? Wir haben bereits das Happy-End in gewisser Weise (irgendwie auch doof: Jessica Chastain rettet die Welt?), dann ist das eigentlich nur noch ein Verweilen in dem Film. Es gäbe nichts, was mich in diesem Film noch halten würde, aber Nolan macht weiter. Störend fand ich auch nur den Verweis auf diesen Rausch zwischen Zeit und Raum, den Kubrick inszeniert, Nolan in ein Wurmloch umwandelt. Da wurde es mir dann bei Nolan zu plakativ. Die Anderen sind wie gesagt dezenter und fand ich bis dahin auch ganz nett: McConaughey läuft mit Walkman im Raumschiff herum, das Design des kreisförmigen Raumschiffs oder wie Nolan die Raumschiffe im All inszeniert, da kann man durchaus Verweise herauslesen, die Nolan ja auch selbst bestätigt.

            • Hehe. Ja, da habe ich ihn doch noch gesehen. Ich hatte schon auf dich gewartet. :-) Es ist zunächst einmal festzuhalten, dass Nolans neuster Film bestens für das Kino geeignet ist, denn dort kann er sich entfalten, dort merkt man Einschlagskraft. Es ist Weltraumabenteuer, das prahl sein will, bei dem sich Nolan der Bildergewalt verschreiben will. Wally Pfister ist hier mal nicht an der Kamera und das spürt man, das fühlt man sofort. Nolan will zeigen, was Kino im Weltall kann und dreht den Lautstärkepegel bei den Soundeffekten hoch, sehr hoch. Hans Zimmer hat daneben nun das Orgelspiel für sich entdeckt. Seine Musik mag zwar austauschbar sein, geht runter wie Öl, aber funktioniert in Verbindung mit dem Bildern, auch wenn es reine, jedoch wirkungsvolle, Protzerei ist. Eine Frage, die sich mir sofort nach dem Film stellte, war, ob es überhaupt solche Weltraumfilme überhaupt außerhalb des Kinos ihre wirkliche Kapazität ausschöpfen können? Wahrscheinlich nur schwerlich. Nolan macht aus seinem Film ein emotionales Familiendrama, was ungewöhnlich für ihn ist, bei dem er fast schon gelenkt zwischen Überwältigungskino, was wirklich für mich tadellos funktionierte, und das rationalistische Erklärbärkino wechselt, das alle physikalischen und wissenschaftliche Sachverhalte genau durchexerzieren muss. Es geht Nolan aber auch um das Erforschen, den Fortschritt, den Forscherdrang, der hier stark idealisiert wird. Aber es gibt aber auch Punkte, die wieder verdrießlich stimmen: Es sind die üblichen Probleme des Christopher Nolan. Seine Nebenfiguren sind allesamt unbrauchbar, werden allein durch ihre Darsteller definiert (wie Hathaway oder Caine) oder sind absolut profillos (Wes Bentley & David Giasy), haben nicht mal irgendwelche Charaktereigenschaften und werden einfach mit ins Raumschiff ohne würdige Einführung geworfen und dürfen dann (wie zu erwarten) als Kanonenfutter dienen (es sagt schon viel aus, wenn der humorvollste Charakter ein beweglicher Maschinenblock ist). Der einzige Konflikt entsteht eigentlich nur zwischen Vater und Tochter, Hathaway ist meiner Meinung nach ein Anhängsel, der Rest nur Mittel zum Zweck für die Dramaturgie, die für Nolans Verhältnisse überraschend formelhaft bleibt. Problematisch finde aber insbesondere das letzte Drittel: das Wurmloch, der Twist und der viel zu ausgedehnte Epilog, der wirklich alles noch einmal ausbuchstabieren muss. Hier hätte Nolan komprimieren müssen, auch wenn mir die Schlussidee gefällt, dass die Reise noch nicht vorbei ist. Dort kriegt er also wieder die Kurve. Aber die Konstruktion ist eher lasch. Die Geschichte ist dabei leider auch eher seicht zu betrachten. Was den Film ausmacht, das sind die Momente, in denen er das Abenteuer sucht, dort funktioniert er am besten. Jedoch hatte ich hier mehr von Nolan erwartet. Die ersten beiden Hälften funktionieren dabei sogar sehr gut, können packen, die Referenzen zu Kubricks 2001 sind eher dezent anzutreffen. Im letzten Drittel da knallen bei Nolan aber scheinbar die Sicherungen durch, er bläst das Ganze groß und absurd (als wäre er mit der Konstruktion von Inception noch nicht fertig gewesen) auf. Kurz gesagt: Dieser Twist gefällt mir nicht, ist mir dann doch zu abwegig. Für mich war es ein Abbruch. Hier wird der Verweis auf Kubrick überdeutlich, jedoch wo dieser sich nur auf seine Bilder verlässt, erklärt Nolan viel zu besessen über Dialoge. Er nimmt das Geheimnis. Das ist der Fehler in diesem letzten Drittel, das zudem zum Kitsch tendiert, der mich eher ungläubig schmunzeln ließ. Aber der Film ist immer noch weit vor Nolans letztem Werk anzusiedeln, mag ich diesen Film auch zwiespältig sehen. Und ja, er ist immer noch kurzweilig.

              • Nö, das war schon immer auf sieben Staffeln ausgelegt :)

                • Ach, 'ne Serie ist zur Ablenkung beim lernen immer sehr gut.

                  Jaaa, nächste Woche ist Serien(!)finale. Und nach der letzten Folge wird's einfach nur waaaah.

                  • ich liebe sowas ja. ^^ (oh man bin gerade so fertig von SONS OF ANARCHY 7x12, aber das nur nebenbei^^)

                    hab den film ja letzte woche nochmal geschaut, war richtig toll...also ran an die serie, die ist fast genauso gut (nur der coen'sche touch fehlt ganz ein wenig, also der ist schon da [haben ja glaub ich auch produziert], aber du weißt schon was ich meine..)

                    • ja, ganz schlimm ist das. ^^

                      na klar erzählen die ihre geschichte schematisch, thematisch und motivisch ähnlich, aber ist wirklich ne andere. also keine sorge. wird dir sicher gefallen. und so ab folge 5/6 glaub ich, da hat sie dich ganz sicher und du schaust es ganz durch. war bei mir jedenfalls so. ^^ aber okay, ich hab auch die zweite season HOUSE OF CARDS an einem stück geschaut.