bestseimon
bestseimon aus Mainz ist 18 Jahre alt. Er hat sich Mon, 16 May 2011 13:30:45 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 893 Filme bewertet und legendäre 313 Kommentare geschrieben. Liebt die Serien Dexter, The Wire und ganz besonders Breaking Bad. Seine Lieblingsschauspieler sind Philip Seymour Hoffman und Christian Bale. Sieht meist das Gute in einem Film und schaut gerne einmal über das Schlechte hinweg. --- "Happiness is only real when shared" --- Meine Film-Liste 2013: http://www.moviepilot.de/liste/filmtagebuch-2013-bestseimon Mehr
Alphaville - Lemmy Caution gegen Alpha 60
bestseimon 7.5 "Sehenswert" Fri, 17 May 2013 18:18:54 -0000
Modern Family - Staffel 2 und 2 weitere ...
bestseimon 9.5 "Herausragend" Sat, 11 May 2013 18:42:02 -0000
C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben und 1 weitere ...
bestseimon vorgemerkt Fri, 10 May 2013 17:35:19 -0000
Goal! - Lebe deinen Traum und 1 weitere ...
bestseimon 5.5 "Geht so" Fri, 10 May 2013 11:45:19 -0000
Spätestens seit dem kommerziellen Erfolg von Paranormal Activity ist das Found Footage im Kommen. Eine im Grunde interessante Weise einen Film zu gestalten, da sich einige Möglichkeiten in der Inszenierung auftun. Diese Möglichkeiten wurden bisher mal mehr, mal weniger gut umgesetzt. Leider meist weniger gut. Man konnte diese Filmart in vielen verschiedenen Umgebungen bestaunen. Etwa im Weltall,…
Spätestens seit dem kommerziellen Erfolg von Paranormal Activity ist das Found Footage im Kommen. Eine im Grunde interessante Weise einen Film zu gestalten, da sich einige Möglichkeiten in der Inszenierung auftun. Diese Möglichkeiten wurden bisher mal mehr, mal weniger gut umgesetzt. Leider meist weniger gut. Man konnte diese Filmart in vielen verschiedenen Umgebungen bestaunen. Etwa im Weltall, in einem Spukhaus, oder in einem verlassenen Atomkraftwerk. Oft auf der Suche nach Geistern, Trollen, Monstern, oder sonst etwas Übernatürlichem. Die Idee, die David Ayer nun bei „End of Watch“ hatte war im Grunde eine sehr vielverspechende. Etwas Realistisches und Interessantes in diesem Stil zu drehen und so seinen Film auf eine ganz andere Ebene zu heben. Leider wurde mal wieder das Potenzial nicht ausgenutzt und so bleibt „End of Watch“ schlussendlich eine große Enttäuschung.
Zu Beginn erklärt uns der Cop Taylor, gespielt von Jake Gyllenhaal, dass er für sein Studium nun die Arbeit der Polizei in Los Angeles filmen möchte. In der Hand hält er eine kleine Videokamera, er wird dabei von der Seite gefilmt. Von wem eigentlich? Das ist auch noch häufiger die Frage, wenn dies ein reiner Found Footage Film sein soll. Immer wieder kommt es zu Situationen, in denen dieses Konzept einfach über den Haufen geworfen wird, da auch in den unmöglichsten Situationen eine Kamera am filmen ist. Gerade zu lächerlich ist es dann auch noch, dass sich aus irgendeinem Grund auch die gefährlichen Gangs gegenseitig filmen, zum Beispiel, wenn sie gerade dabei sind zu planen, wie sie zwei Polizisten umlegen werden. Wahrscheinlich haben die auch nebenbei noch so ein Filmstudium am laufen, aber darüber kann man leider nur spekulieren, denn der Film liefert keine klaren Antworten auf diese Frage. Unglaubwürdig und unfreiwillig komisch bleibt es aber allemal.
„End of Watch“ ist demnach eine Mischung aus Found Footage und „normalem“ Film, was im Grunde ja nicht verboten ist. Nur ist es hier äußerst merkwürdig und unrealistisch rübergebracht. Dabei sollte bei solch einem Film doch genau das Gegenteil zustande kommen. Atmosphärische, spannende und nervenaufreibende Sequenzen kommen dadurch nur selten zu stande.
Zur Abwechslung aber mal etwas Positives: Der Film ist im Großen und Ganzen durchweg unterhaltsam, es gibt so gut wie keine Längen und er weckt ein gewisses Interesse an der Polizeiarbeit. Auch die beiden Darsteller, Gyllenhaal und Pena agieren überzeugend, hauen den ein oder anderen Spruch raus und wirken stets sympathisch. Und auch wenn David Ayer das Familienleben der beiden nur oberflächlich ankratzt, die Charaktertiefe ist hier durchaus gegeben und das rettet den Film letztendlich vor der Katastrophe. Diesem coolen Duo schaut man einfach gerne bei der Arbeit zu. Das täuscht dann auch über einige aufgesetzte heldenhafte Szenen hinweg, die die beiden durchleben.
Letztendlich muss man sagen, dass „End of Watch“ insgesamt betrachtet kein schlechter Film ist. Aber dass er einige große Löcher hat, lässt sich wohl nicht abstreiten. Denn auch die Handlung bleibt dünn und es schleichen sich immer wieder Logikfehler ein, die das Gesamtbild weiter nach unten ziehen. Doch die letzten Minuten machen so einiges wieder gut. Dramatik pur und zum ersten Mal ist der Film so richtig intensiv. Die letzte Szene ist dann unglaublich witzig und traurig zugleich, irgendwie ein Sinnbild für den ganzen Film.
bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Gästebuch
hoffman587 Sat, 18 May 2013 10:52:53 -0000
Fände ich nur im Kontext der Szene durchaus interessant, es kam mir nur einfach so als erstes in die Gedanken. Ich hätte auch eher damit gerechnet, dass das eher bei der Flucht eintritt, wo das System langsam zusammenbricht. :-)
Übrigens die Fahrstuhlsequenz ist für mich einer der technischen Höhepunkt von Godards Film, das war schon ein schwieriges Unterfangen, das zu filmen, meinte Coutard.
hoffman587 Fri, 17 May 2013 23:55:51 -0000
Ich sag doch gar nichts, ich sehe ihn persönlich nur als meinen liebsten Godard, wobei ich von niemanden verlange, das genauso zu sehen.^^
Was waren denn so spezifisch quälende Szenen? Ich frage nur weil es mich interessiert. Würdest du jetzt die Schwimmbadsequenz nennen, fände ich das durchaus amüsant. ; )
hoffman587 Fri, 17 May 2013 18:25:23 -0000
Ein bisschen wenig, aber trotzdem schön, dass du ihn dir angesehen hast. :-)
alex023 Fri, 17 May 2013 16:34:29 -0000
Mhm, ich schau mal. Aber glaub eher nicht. Vlt. ja nach dem nächsten Mal...
alex023 Fri, 17 May 2013 10:32:48 -0000
Mh, naja, ich weiß nicht...hat mir an einigen stellen nicht so gefallen, dass die 9 favorit wäre...wird wahrscheinlich auf 8,5 hinaus laufen aber das sehen wir sonntag ...bester mafia film: road to perdition! ;)
alex023 Mon, 13 May 2013 22:01:26 -0000
Ja, find ich irgendwie sinnvoller so. Und ich hab ja noch mein Tagebuch, da schreib ich die vorläufigen Bewertungen auch immer mit hin zu. :>
alex023 Mon, 13 May 2013 21:47:32 -0000
Das liebe Geld. :D Ich hab bloß "2001" und "Clockwork Orange" hier auf BD. Aber sowas wie "Full Metal Jacket" würd ich schon gerne haben. Nur fehlt Zeit + Geld, hba noch so viele Filme, die ich zwar besitze, aber noch nicht ein zweites Mal gesehen habe (vorher halt bloß Kino/ausgeliehen oder so). Aber tu das, Kubrick ist toll! Heute übrigens "Good Will Hunting" gesehen...war ganz gut, bis sehenswert, bin mir da noch nicht so sicher. Werde jetzt wohl auch die Filme nur einmal pro Woche bewerten, dann bleiben die Bewertungen+Kommentare länger auf meiner Profilseite. ;-)
alex023 Mon, 13 May 2013 21:10:43 -0000
Hm, naja, mag sein, hab ich noch nie so gesehen, bzw. mich noch nicht intensiv damit beschäftigt...
alex023 Mon, 13 May 2013 18:16:51 -0000
Och, ich finde schon, dass das geht. "Full Metal Jacket" und "Apocalypse Now" sind ja HERAUSRAGENDE Vertreter dieses Genres.
alex023 Sun, 12 May 2013 22:06:43 -0000
Och, ich bin eigentlich gar nicht so der Typ, der das mit dem ganzen Patriotismus und Pathos so eng sieht, aber mMn hatte man es hier maßlos übertrieben. Der Film ist ja auch praktisch nur ein durchgehendes Geballer, nachdem der Hubschrauber abgestürzt ist. Actionfilm von mir aus, schön und gut, aber ein wenig Inhalt hätte es schon noch sein dürfen, find ich. Und wo bringt er die Kritik an dem Einsatz mit? Die "beste" Szene war ja noch, wo am Ende weiß auf schwarz steht, irgendwie in der Richtung, dass die 8 (?) Soldaten und so rund 1000 Somalis gestorben sind. Ach, das wird nebenbei auch noch erwähnt? Is ja nett!
Aber dennoch danke für die ausführliche Erläuterung.
Logge Dich jetzt ein, um einen Gästebucheintrag zu schreiben.




















»In ihrem Haus« ist ein fantastischer französischer Film, der geschickt mit Fantasie und Realität spielt, sodass der Zuschauer irgendwann nicht mehr sicher ist, was er nun glauben soll. Der Film ändert so häufig seine Richtung, dass man nie genau weiß, welche er zum Schluss einnehmen wird. Das alles grandios und feinfühlig inszeniert von Francois Ozon und von Philippe Rombi wunderschön musikalisch unterlegt. So entsteht einer der besten Filme des Jahres und ein echter Geheimtipp.
Was noch als interessantes, leichtfüßiges Drama beginnt, entwickelt sich irgendwann zum unvorhersehbaren Psychothriller, der einen am Ende ein wenig verstört, perplex, aber doch fasziniert zurücklässt.
Fortsetzung folgt.