L.A. Crash - Kritik

Crash

US · 2004 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Episodenfilme dieser Art sind ein eigenes Genre dessen populärster Vertreter sicherlich Robert Altmans "Short Cuts" ist - und das man mögen muss. Ich bin kein ausgesprochener Fan davon, aber mit einem Beispiel wie diesem hier komme ich bestens aus - kunstvoll und dramatisch verknüpft der Film eine Handvoll Einzelepisoden und lässt sie an manchen Stellen ineinander übergehen und verbindet sie. Das Zentrale Thema jeder einzelnen Geschichte ist dasselbe: es geht um Rassismus und Menschen die damit Konfrontiert werden. Und die Wirkung ist bei fast allen identisch: der Film ist ein Porträt einer ausgebrannten Stadt und ihrer Bewohner und hinterlässt Schmerz, Wut und Kummer. Einzelne Szenen sind von dermaßen intensiver Wucht dass es einen regelrecht umhaut, vor allem zwei: in einer rettet ein Polizist eine Frau aus einem brennenden Autowrack, in einer anderen geht ein verzweifelter Mann mit seiner Waffe auf einen Vater und seine kleine Tochter los. Unterm Strich ein zwar starbesetzter, aber doch kleiner Film der mit immenser Wirkung und schonungsloser Grausamkeit denjenigen in Bann zieht der sich darauf einlässt.

    Fazit: Hartes Großstadtdrama voller Kummer und Schmerz mit ungemein bewegenden Momenten!

    • 7 .5

      Exzellentes Drama wider den Rassismus, das bei der Oscarverleihung 2006 als bester Film ausgezeichnet wurde und den Goldjungen auch für Schnitt und Buch kassierte.

      • 8

        Glück und Pech, Leid und Erfolg, Liebe und Hass, Trauer und Freunde liegen unmittelbar nebeneinander. Besser als wie in diesem Film habe ich das noch nie gesehen. Ein Meisterwerk in seinem Genre.

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        • 5 .5

          Denke das ist ein Problem zu viele Charaktere zu viele Geschichten da verliert man schnell die Emotionale Verbindung zu denn Charakteren !

          • 6 .5

            Nette Aneinanderreihung von tragischen Geschichten und deren Charakteren. Das ist handwerklich einwandfrei und klug ausstaffiert. Und doch: die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren sind zu schwach, um dem Zuschauer eine wirklich fesselnde Gesamtstory bieten zu können. Stattdessen gibt es überwiegend plakativ-überzogene Dialoge über Rassismus - und der beliebig austauschbar wirkende Schauplatz L.A. wird verschenkt. Das ist etwas schade, denn der Cast ist gut und die Episoden für sich beinhalten viel Potenzial. Ein durchaus solider Film, dessen Oscar-Gewinn in der Königskategorie "Bester Film" jedoch sehr überraschend ist.

            • 8

              Ein Film der durchaus bewundernswert ist. Das Cast ist exzellent. Der Plot ist hervorragend.
              Das der ausgezeichnet mit dem Oscar für den besten Film, war ganz klar eine Überraschung.
              Der Film geht leider in meiner Sammlung immer einwenig unter. Erst beim durchstöbern entdecke ich den Film wieder und muss immer daran denken der war doch super, aber von alleine komme ich nie auf dem Film . Letztlich wieder gesichtet und muss zugeben der Film hat was...

              Der Film braucht einwenig Zeit bis er ausbricht und dan spannend wird,aber bei der ersten Sichtung des Films ist es schwer festzustellen was das ganze eigentlich soll.

              Brendon, Schauspielerische Leistung lässt zu wünschen übrig der sollte nur Komödien machen oder die "Die Mumie" Reihe fortführen..eigentlich egal Hauptsache keine Filme in der als Schauspieler agieren muss auch Terence Howard Leistung finde ich mäßig wirklich kein überzeugender Schauspieler.

              Das der Film umstrittenen ist weiss ich aber für mich persönlich ist er gut bis sehr gut.

              In Los Angeles schneits im Film das kommt nicht häufig vor in City of Angels.. ich weiß oder kann mich gar nicht daran erinnern wen es dort zum letztenmal geschneit hat. ...trotzdem schön sich das anzuschauen dafür gibt es ein Bonus Punkt.

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              • 6 .5

                "L.A. Crash" ist wohl einer der umstrittensten Filme, die ich kenne. Von vielen gefeiert, von wiederum anderen eher als melodramatischer Mist angesehen, tut sich der Streifen schwer mit einer einheitlichen öffentlichen Meinung. Ich hab ihn mir dennoch aus Interesse gekauft, nicht zuletzt, weil ich auch einem melodramatischen Film so einiges abgewinnen kann. (Anmerkung: 21 Grams wird des öfteren in ähnlicher Hinsicht kritisiert, ist für mich aber filmische Vollkommenheit oder so)
                Nunja. Was halte ich nun also von "L.A. Crash"? ganz ehrlich, ich weiß es selbst nicht. "L.A Crash" ist ein sehr experimenteller Film, der mir so scheint, als versuche er einfach viel mehr zu sein, als er es eigentlich könnte. Der Cast ist wirklich hochkarätig und spielt durchweg gut, die gesamte Prämisse und auch die technische Umsetzung des Films sind erstklassig. Und dennoch bleibt am Ende eher etwas gut gewollt und mäßig umgesetztes.
                Die einzelnen Handlungsstränge und Schicksale der Haupt- und Nebencharaktere sind wirklich interessant und bieten viel Potential, verlaufen sich aber spätestens, wenn sie zusammengeführt werden, auch, wenn sie einem Großen und Ganzen dienen. Das funktioniert allerdings nicht, wenn gewisse Handlungsstränge mal mehr und mal weniger tiefer gehend behandelt werden und spätestens am Ende in Irrelevanz gleiten. Wenn ich da wieder an "21 Grams" denke, muss ich sagen, dass dieser Film das um einiges besser macht. Denn Iñárritu nimmt sich mehr Zeit, seine Geschichten zu einer einzigen zusammenfließen zu lassen, die Sinn ergibt und im Gedächtnis bleibt, es schafft den Zuschauer richtig zu treffen. "L.A. Crash" wirkt da zu wirr. Selbst, wenn das beabsichtigt sein soll, es ist schlicht weniger ergreifend und plausibel.
                Zudem schießt sich Haggis' Oscargewinner-Werk selbst ins Bein, wenn man an die Übersättigung durch hochdramatische Geschehnisse am Ende denkt. Während ich bei so mancher Szene (beispielsweise jene, in der die Frau nach einem Unfall von dem Cop gerettet wird, der sie am Abend zuvor noch schikaniert hat) wirklich tief berührt und ergriffen war, so hat es mich irgendwann einfach nur noch genervt. Wenn man in einem Drama, auch Melodram, ca. 10 Schicksalschläge und dramatische Momente hintereinander packt und diese so sehr aufbläht, dann wird aus jeglichem Gefühl der Trauer und Ergriffenheit nur noch Aversion und Ermüdung. Das kann nicht funktionieren.
                Lobenswert ist allerdings der sozialkritische Aspekt des Films, der sich mit (Alltags-)Rassismus im kulturellen Schmelztigel der USA (vor allem L.A.) auseinandersetzt. Dies ist durchaus gut gelungen, klingt aber erst gegen Ende hin gut genug, um es ernst zu nehmen. Am Anfang trifft der Streifen dahingehend einfach nicht den richtigen Ton, wirkt eher, als wolle er sich selbst auf den Arm nehmen. Da hilft es auch nichts, dass alle Charaktere gewollt stereotyp sind, denn dieser Umstand und seine Bedeutung erschließen sich erst am Ende.
                Alles in Allem ist "L.A. Crash" eigentlich ein wirklich interessanter Film, sicherlich auch kein schlechter. Zudem bewegt sich Haggis mit seinem experimentellen Drama fernab jeglichen Durchschnitts. Allerdings ist das definitiv nichts für Jeden und kommt eher als Genrekino daher, dass deshalb aber nicht zwingend "gut" sein muss. Über den Oscar für den "Besten Film" lässt sich sicher streiten, dennoch sollte soviel Mut belohnt werden.

                • 6 .5

                  Schöne Kurzgeschichten, die gut ineinander verzahnt sind. Aber irgendwie ist die Auflösung des Plots nicht ganz überzeugt. Ganz nett, aber auch nicht mehr. Schade - da ist schon ein wenig Potential verschenkt worden. Man macht sich die Mühe einige Charakter richtig gut einzuführen, verpasst es aber, diese auch mit einer guten Geschichte zu Ende erzählen. Das offene Ende ist in vielen Filmen eine schöne Sache - hier aber eher kontraproduktiv....

                  • 0 .5

                    Einfach unnötig. Melodramatisch bis zur Lächerlichkeit.

                    Male ein riesiges Bild, komplett ein schwarz gehalten, und tupfe ein winziges weisses Pünktlein in die Mitte.
                    Verkaufe es als Kunst, und ein paar Möchtegernelitisten werden es als Kunst feiern.

                    Genau so wie die Mitläufer, welche glauben, sie würden aus dem Club der Superhirne ausgeschlossen werden, sollten sie es wagen, laut auszusprechen, dass der Kaiser nackt ist.

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                    • 6 .5
                      Documentary179 15.10.2016, 20:46 Geändert 05.10.2017, 14:13

                      Das coole an dem Film ist ganz klar die Besetzung. Fast jeder Charakter wurde mit einen bekannten Star besetzt, die alle ziemlich gut geschauspielert haben. Allerdings konnte mich der Film nicht über die komplette Länge in seinen Bann ziehen und gegen Ende wurde ich immer desinteressierter. Die verschieden Geschichten waren ok, mehr aber auch nicht. Die Zusammenhänge waren allerding recht clever gemacht und nicht auf Teufel komm raus herbeigeführt. Am Ende war es für mich ein solider Film.

                      • 10
                        Rocket Man 10.10.2016, 13:10 Geändert 11.10.2016, 00:24

                        -Kollision-

                        ''Der Tastsinn ist ausschlaggebend. In jeder anderen Stadt wird man beim Geben angerempelt und streift automatisch andere Passanten. In L.A. berührt dich niemand. Man befindet sich dauernd hinter Stahl und Glassbarrieren. Ich denke die Leute vermissen die Berührungen so sehr, das sie Kollisionen verursachen, nur um etwas zu spüren.''

                        In diesem Sinne konzipiert der Film sein eigenes Schweizer Uhrwerk. Dabei handelt es sich um einen Episodenfilm, bei dem es viele handelnde Personen braucht, die durch tragische Ereignisse zusammen finden.Wir tauchen in wenige Stunde des Lebens von 14 Personen ein. Davon stehen sich einzelne Personen sehr Nahe. Der Rest findet im Konstrukt der Handlung zusammen.

                        Eine Aneinanderreihung der Themen Mord, Humanität, Verzweiflung, Rassismus und zufälliger Begegnung finden im Film Platz.
                        Hierbei sehen wir Personen, wie Detective Graham Waters, der so etwas wie den roten Faden der Geschichte verkörpert.
                        Der Rassismus wird vermenschlicht, keinem aufgezwungen und dennoch ist er und die die Beleidigung an die Gleichheit der Individuen ein fortlaufendes Motiv des Films. So ist zum Beispiel Officer Ryan nicht von Natur aus ein Rassist.Er ist unzufrieden, muss sich um seinen kranken Vater kümmern, die Versicherung lässt sie dabei im Stich und er versucht für seine Situation schuldige zu finden. Da kommen die Vorurteile und rassistischen Züge gerade gelegen. Damit findet man schnell schuldige, mit denen man sich sein angekratztes Image aufpolieren kann.
                        So belästigt er im Film Christine und ihren Freund, den Regisseur, weil er unzufrieden ist und seine Unzufriedenheit auf jemanden projizieren muss. Dass andere Menschen glücklich sind erscheint ihm keineswegs gerecht.Wenn Christine und Ryan sich später bei einer Unfallstelle wieder begegnen und Ryan plötzlich der einzige ist, der sie aus dem Auto befreien kann, dann ist das herzzerreißend, denn sie will sich von ihm, der sie belästigt hat, nicht helfen lassen. Aber er ist der einzige, der sie noch vor der Explosion retten kann. So bekommt Ryan plötzlich Menschlichkeit und zunehmend humanitäre Charakterzüge.

                        Der Film zwingt einem die Konflikte keineswegs auf. Andere werden die Konflikte unberührt lassen. Aber es geht nicht einfach nur um Rassismus, Unzufriedenheit und Verzweiflung, sondern um die Humanität, die in dieser 113 minütigen Kettenreaktion manchmal nicht genug Platz findet.

                        Was bedeutet ''schwarz''? Was bedeutet ''weiß''?
                        Haben wir nicht alle die selben Strukturen, die selben Organe, die selbe Kraft in unseren Beinen, die uns trägt? Den selben Willen nach Anerkennung und Bestätigung? Die Suche nach Liebe?
                        Weshalb aber sind Menschen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher Hautfarbe sowohl gesellschaftlich als auch Ethisch anders einzuordnen ?
                        Sind wir alle gleich? Oder sind wir doch von Grund auf verschieden, nur weil wir einen anderen Glauben und eine durch unsere Kultur unterschiedlich gefestigte Meinung von Sitte und Moral haben?

                        Wer L.A. Crash gesehen hat, bekommt einen emotional aufreibenden und fein konstruierten Episodenfilm der anderen Art zu sehen. Jede einzelne Figur spielt eine wichtige Rolle. Jeder Charakter fügt der Geschichte einen roten Faden hinzu, bis alles ein großes Ganzes ergibt.

                        Keine der Figuren kommt dabei ungeschoren davon.
                        'Jean Cabot' ist hysterisch, übervorsichtig und paranoid und ist davon überzeugt, dass der ausländische Schlosser, der übersät ist mit Knast Tätowierungen, ein Betrüger und Krimineller ist. Ebenso wie Farhad, der selber ausländischer Abstammung ist. Und trotzdem muss sich Jean bei einer Mutmaßung ihrerseits ertappen, die ihr die Unmenschlichkeit ins Gesicht schreibt.
                        'Rick Cabot' ist Bezirksstaatsanwalt und versucht negative Presse, in der womöglich ein ''schwarzer'' involviert ist, von sich fern zu halten. Er ist ebenfalls kein schlechter Mensch, aber die Hautfarbe und Abstammung ist dennoch ein entscheidendes Mittel zum Zweck.
                        'Ria' ist eine ehrliche Polizistin, bekommt aber ständig Mexikaner-Witze entgegengebracht, obwohl ihre Abstammung eine ganz andere ist. Hier werden verschiedenste Abstammungen und Kulturen über einen Kamm gespannt.
                        'Officer Hansen' ist die meiste Zeit die einzige Figur, mit der man sich identifizieren kann, bis zum Schluss, an dem er selbst den Vorurteilen verfällt, die er im ganzen Film so gerne verneint hat und den Glauben an die Menschheit bewahrt hat.
                        'Detective Waters' schläft mit einer ''weißen'' und hat es ebenfalls schwer mit seiner Hautfarbe in der Gesellschaft klar zu kommen. Er verspricht des öfteren im Film seiner Mutter, dass er seinen Bruder, einen schwarzen, der schon öfter straffällig geworden ist, zu finden, nur um am Ende seinen toten Bruder an einem Tatort zu finden, dessen Tot von Officer Hansen ausgeht, da dieser gedacht hat, der ''schwarze'' hat grundsätzlich eine Waffe dabei. Das mag Klischehaft vorkommen, ist es wahrscheinlich auch, aber es wird einem nach wenigen Minuten klar, welche Karten der Film austeilt um auch eine Konsequenz zu erzielen.
                        Farhad, der selber Vorurteile gegen andere kulturelle Gemeinschaften hegt, macht den Schlosser Daniel für die Plünderung seines Ladens verantwortlich. Dieser hat ihm empfohlen, die Tür reparieren zu lassen. Auf diesen Vorschlag stieg Farhad nicht ein, er wird ausgeraubt und alles was er hat geht verschwunden. Die Versicherung will ihm natürlich nichts erstatten, weil er aufgrund seiner Vorurteile nicht auf den Schosser hören wollte, der ihm nur helfen wollte. In der Konsequenz will er Daniel konfrontieren und hätte im Affekt des Streits beinahe Daniels kleine Tochter umgebracht. Eine Szene, die mir urplötzlich Tränen in die Augen katapultierte. Urplötzlich und vollkommen ungeahnt.

                        Der Film führt Personen ein, führt sie zusammen und verändert im Laufe des Films ihre eigene persönliche Weltanschauung und setzt maßgebliche Aspekte und Gefühle. Gefühle die natürlich rüber kommen, eben weil wir es nicht mit schlechten Menschen zu tun haben, sondern mit Menschen, wie du und ich.

                        ''Ich nenne so etwas eine 'graue' Komödie. Sie ist nicht völlig schwarz. Ich liebe solche Filme, weil sie zum Nachdenken und Lachen anregen, und man sich dennoch eingestehen muss ''Ich bin einer von denen''.'' - Produzent Mark R. Harris

                        Tatsächlich sehen wir nichts, was wir nicht auch von uns selber kennen. Auch wenn ungewollt ertappen wir uns oft genug dabei, wie uns etwas rausrutscht, dass einen rassistischen Hintergrund hat. Manchmal verharmlosen wir es, weil es einfach normal ist. Auch wenn es nichts schlimmes ist, vielleicht nur ein kleiner ''Schwarzen-Witz'. Dennoch hat dieser gesellschaftlich anerkannte Rassismus einen Ursprung und kein sichtbares Ende.
                        Rassismus kann überall gebraucht werden. Um Bezirksstaatsanwalt zu werden, Morde schnell aufzuklären oder einfach ein paar ''schwarze'' loszuwerden, ohne dafür eine Strafe erwarten zu müssen.
                        Der Film kritisiert gekonnt und pikant sein eigenes Land. Ein Land, indem schwarze noch heute diskriminiert und herabwürdigend behandelt werden.

                        Es scheint irgendwo in unserer tiefsten Natur verankert zu sein, Macht auszuspielen und vor nichts Halt zu machen.
                        Im Film sehen wir Klischeehafte Gangster und Klischeehafte weiße ''gelackte'' Bürger der Gesellschaft. Auf beiden Seiten findet Rassismus und Ungleichheit gleichermaßen Platz. Und das führt zu einer unaufhaltsamen Kettenreaktion.

                        ''L.A. Crash'' ist ein Episodenfilm mit grandiosem Drehbuch von Paul Haggis (Million Dollar Baby), der an tiefste Menschsein appelliert, dabei ein Thema aufgreift, dass auch nach Ghandi, Malcolm X oder Martin Luther King, nicht mal das kleinste bisschen an Aktualität verloren hat. Gerade das Entstehungsland des Films ist gezeichnet von den Gesellschaftsschichten, den unterprivilegierten und des Rassismus. Betrachtet die aktuellen Ereignisse in der U.S.A. Die Menschheit bessert sich einfach nicht. Und das wird sich auch in nächster Zukunft nicht ändern.

                        Was fällt uns Menschen so schwer, in jedem Menschen, einen Menschen zu sehen?

                        ''Man kann den Film in kleine Schubladen stecken, weil er sich auch jeder Stimmungskategorie entzieht. Der Film dreht sich um das wahre Leben. Aber er besitzt auch Elemente der Fabel und der Sittenbeschreibung. Darüber hinaus verbreitet L.A. Crash Hoffnung. Wir erleben Leichtsinn und Herzschmerz, Tragik, Schönheit und Komik. All diese Elemente rufen Anklänge an verschiedene Genres wach, verhindern aber auch eine klare Einordnung.'' -Cathy Schulmann Produzentin-

                        '' Wer nach diesem Film aus dem kino geht und sich nicht selbst in den Protagonisten wiedererkennt, ist ein absoluter Lügner''-Sandra Bullock''.

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                        • 9 .5

                          Yep, ich stimme den ausufernden Lobhudeleien weiter unten hiermit vollinhaltlich zu!

                          • 10
                            schnappes 10.08.2016, 20:05 Geändert 10.08.2016, 20:08

                            *****Wow*****
                            Was eine Granate !
                            Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

                            Beklemmend.....Erdrückend.....Raubt mir immer wieder den Atem !
                            Einfach weltklasse Kino. Dramatisch ist hier kein Ausdruck.
                            Alles Schauspieler in völlig nachvollziehbarem und glaubwürdigem Gewand.
                            Wie alles miteinander verknüpft ist. Keine Fiktion, keine Übertreibung, purer Realismus !
                            Dabei noch dieser Soun.
                            Welch ein atemberaubendes Gefühl...Ich bin komplett überwältigt !

                            Der beste Episodenfilm aller Zeiten.

                            • 9 .5

                              Gut Film

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                              • 9

                                Sehr starker Film, genau mein Geschmack! Mit sicherlicheit nicht jedermanns Film, für mich absolut sehenswert!

                                • 6

                                  Meiner Meinung nach erfasst der Film das Thema Rassismus nicht so richtig und bleibt eher oberflächlich und klischeehaft. Sonst schon in Ordnung

                                  • 0

                                    [...] Eine böswillige Intention scheint dabei das einzige zu sein, das man Paul Haggis nicht vorwerfen kann. Vielmehr scheint sein Film überambitioniert in der Planung, stümperhaft in der Ausführung und scheitert letztlich nicht nur am kompletten Unverständnis der Materie, sondern auch an seiner sich selbst auferlegten Aspiration. Müsste man ein so heikles und bereits des Öfteren bis zum Erbrechen diskutiertes Thema wie Rassismus eigentlich mit Samthandschuhen anfassen, packt Haggis hier ohne zu zögern die Brechstange aus. Sein Ansatz gegen Rassismus lautet, man möchte es kaum glauben, noch mehr Rassismus. Das bedeutet im filmischen Kontext nicht nur, dass sich alle Charaktere fast ausschließlich durch ethnische Klischees definieren, sondern auch eine unaufhaltsam hereinbrechende Sturmflut an rassistischen Beschimpfungen, wahllos aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen und zu guter Letzt natürlich auch maßlos überzeichneten Einsichten und Versöhnungen. Was „L.A. Crash“ zu einem wirklich üblen Machwerk macht, ist die moralinsaure Inszenierung, Haggis allseits erhobener Zeigefinger. Wie selbstverständlich enttarnt er jede einzelne Figur als hasserfüllten Rassisten, belehrt sogar Zweifler eines Besseren. Anstatt echter und greifbarer Emotionen setzt er auf billige Schockmomente, der komplett überzogene Einsatz von inszenatorischen Mitteln wirkt wie der verzweifelte Versuch den Zuschauer zur Betroffenheit zu zwingen. [...]

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                                    • 5

                                      Naja ich fande ihn leider eher langweilig. Ist vielleicht nicht so mein Film. Das Thema was behandelt wird ist zwar ernst, aber sonst bleibt da nicht so viel übrig. Ein paar coole Szenen hatte er, aber mehr auch nicht :(

                                      Meinung eines 14 Jährigen

                                      • 8

                                        Ein sehr guter Episodenfilm, bei dem wirklich jede Episode auf einem gleich hohen Niveau angesiedelt ist. Die musikalische Untermalung erschafft eine wirklich tolle Atmosphäre und mehrere fiese Aufeinandertreffen (eher "Showdowns") bannen den Zuschauer vor den Bildschirm.

                                        • 9 .5
                                          Showgod 04.03.2016, 13:51 Geändert 04.03.2016, 13:57

                                          Neben ''Million Dollar Baby'' ist ''L.A. Crash'' wohl das beste Drehbuch von Paul Haggis. Beide Filme wurden 2004 realisiert, hatten aber das große Glück nicht im selben Jahr für den Oscar nominiert worden zu sein. So konnten glücklicherweise beide Filme den begeherten Award bekommen.

                                          Top Cast. Mir persönlich haben Thandie Newton, Terrence Howard, Matt Dillon und Don Cheadle wunderbar gefallen. Sogar Ryan Phillippe gibt hier eine gute Leistung ab. Alle spielen glaubwürdig.

                                          Story, Kamera, Schauspieler und ein sensibler Score machen L.A. Crash zu einem lebendigen Drama über Rassismus und wie er alle sozialen Schichten unterwandert.

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                                          • 8 .5

                                            Der Mensch kommt auf die Welt durch einen Zufall der Natur. Er wird in diese Welt geboren, ohne gefragt zu werden. Er wird in einer Umgebung groß, die er sich nicht ausgesucht hat. Überhaupt sagt ihm ständig jemand, was er zu tun hat, wie er sich zu verhalten hat, und oft auch, wie er zu denken hat. Wenn Kinder ihre Umwelt erforschen, lernen sie in Kategorien zu denken. Das ist wichtig, damit sie schneller potenzielle Gefahren erfassen, besser lernen können und auch, um sich zu identifizieren. Ihr Gehirn ist darauf ausgelegt. Vielfalt kennt es so erst mal nicht. Hat das Kind seine Kategorien gebildet, lernt es diese weiter auszudifferenzieren. Passt die Schablone nicht mehr, wird eine neue angefertigt. So differenziert sich der Mensch weiter aus, bis er sich und seine Umwelt vollends einordnen kann.

                                            Wie das Kind, so entdeckt auch der Zuschauer Los Angeles. Mit großen Augen und vor Staunen aufgerissenen Mündern lernen wir, was es bedeutet schwarz zu sein, warum die Latinos keine Türschlösser reparieren sollten, die Japaner lächeln (während sie dir das Messer in den Rücken rammen) und die Araber sowieso nix verstehen. Plakativ und übertrieben und selten provokant wird uns jede Identifizierung mit einer Ethnie untersagt, wenn wir das Aufeinandertreffen aller Beteiligten beobachten. Fühlen wir uns sicher und zugehörig, werden wir wieder umgeworfen. Empathie ist hier absolut fehl am Platz. Wir sollen kein Teil von etwas sein. Hilflos, planlos und angreifbar in unserer Identität (und Rasse) können wir nur von einem Ort zum anderen gehen, aber nie wirklich ankommen. Nur Kategorien bleiben uns zum Festhalten.

                                            Im Film sind alle aufeinander angewiesen. Sie gehen Kompromisse ein und dulden den anderen, weil sie ihn brauchen. Hin und wieder gibt es Anknüpfungspunkte, jedoch nie Berührungen. Es wird viel geredet, aber selten miteinander. Niemand fragt nach der Meinung des anderen. Es werden Schicksale geteilt, aber isoliert voneinander bearbeitet. Aus Missverständnissen werden Konflikte und aus Argwohn wird Angst. In der Hilflosigkeit ihres Seins werden wieder Hierarchien aufgebaut und Kategorien neu abgesteckt. Toleranz reduziert sich auf Duldsamkeit, Familiensinn mündet in Rassenwahn, Hilfsbereitschaft in Verachtung.

                                            Alle haben ihre Wahrheit gepachtet, alle wissen, wie die Welt richtig funktioniert. Stellenweise will man sie schütteln, damit sie endlich mit diesem Wahnsinn aufhören. Eine Schlüsselszene ist dabei die des Ladenbesitzers Farhad mit seinem kaputten Schloss. Wenn einem dieses geballte Missverständnis entgegen schlägt, man nur hilflos von einem zum anderen gucken kann, und denkt, dass die Welt verrückt geworden ist, aber genau so Tag für Tag funktioniert, dann fällt einem auch nicht viel mehr ein. Diese ständige Ohnmacht, man fühlt sie deutlich. Schlimmer noch: Man erkennt sie wieder.

                                            ---Spoiler---

                                            “It's the sense of touch. In any real city, you walk, you know? You brush past people, people bump into you. In L.A., nobody touches you. We're always behind this metal and glass. I think we miss that touch so much, that we crash into each other, just so we can feel something.”

                                            So ist die Massenkarambolage nur folgerichtig und aussagekräftig. Der Zufall, sich zu begegnen und etwas miteinander zu teilen ist kostbar und zutiefst menschlich. Die Rückbesinnung auf das, was wir eigentlich sind, kann es nur gemeinsam geben, wie auch die Freiheit, sich zu integrieren. Letztendlich, kann es somit auch nur eine Kategorie geben und nur den Zufall, der sie zusammenführt.

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                                              Also,es handelt sich hier um ein Sozialdrama mit dem Schwerpunkt Rassismus,doch selbst wenn das der Schwerpunkt des Films ist,wurde das Thema auch bisschen übertrieben.Wenn z.B. der schwarze Polizist im Bett mit einer Weißen liegt,seine Mutter ruft an und er sagt:"Ich kann jetzt nicht,liege gerade mit einer Weißen im Bett." ,oder der Staatsanwalt sagt zum selben Polizisten :"Ihr verfluchten Schwarzen!".Wirkt doch etwas überzogen.Wenn man sich abgesehen von diesen Dingen den Film einfach auf sich einwirken lässt,wird man Momente haben,in denen man zu Tränen gerührt ist.
                                              Was mir sonst aufgefallen ist,ich finde dass der Perser (Moslem),besonders negativ dargestellt wurde.Vielleicht ist das ja unterschwelliger Rassismus des Regisseurs??

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                                                BenAffenleck 25.11.2015, 16:04 Geändert 30.07.2017, 12:23

                                                Du gehst durch deine Stadt, deinen Block, deinem Viertel. Läufst kopfschüttelnd an einem Plakat mit der Ankündigung der morgigen Pegida-Demo vorbei, machst eine kurze Rast auf der Parkbank mit den eingeritzten Hakenkreuzen in der Rückenlehne, wenigstens einige davon mit „Nazis raus“ Stickern überklebt. Mit einem kleinen Lächeln in den Mundwinkeln stehst du nach kurzer Zeit wieder auf, und denkst noch mit einem letzten Blick auf die Gravuren:“ Wer nicht mehr kämpft, hat schon verloren“ und „Keinen Schritt zurück weichen“.

                                                Du gehst weiter, und je länger deine Tour dauert, umso mehr Fragen über das alltäglich Gesehene hast du dir insgeheim vielleicht schon gestellt:
                                                - Wartet die Clique Halbstarker Asylbewerber dort drüben vielleicht doch auf das nächste Opfer, dem sie ihr Taschengeld und Handy abknüpfen können?
                                                - Wieso gehört jedes Internet-Cafe auf den letzten 500 Metern eigentlich immer nur Ausländern, von Second-Hand Handy Shops mal ganz zu schweigen?
                                                - Würde ich meinen Wagen dort in die Werkstatt bringen, wenn ich den Namen des Besitzers nicht mal aussprechen kann?
                                                - Ein Kamelschubser kommt mir entgegen. Heilige Scheiße … hoffentlich hat der Hosenträger und keinen Sprengstoffgürtel.
                                                - Wenn ich jetzt beim China Mann fritiertes Einerlei bestelle, ist da dann Hund oder noch schlimmeres drin?
                                                - Wieso gucken alle den 180 Kilo schweren Mann dort vorne so bemitleidenswert an, soll er doch einfach weniger fressen?
                                                - Was bettelt die Mutter mit ihren 2 kleinen Kindern hier in der Einkaufsstraße, wohl nichts Anständiges gelernt?
                                                - Ist die große tätowierte Kante da, ja … genau … der mit dem rasierten Schädel, wohl ein braunes Stück Scheiße?

                                                Bin ich selbst nicht in braune Scheiße getreten, wenn ich mir solche Fragen stelle? Wird es erst gefährlich, wenn ich diese Fragen laut äußere, oder reicht das Gedankengut schon aus? Viel zu schnell lassen wir unsere Meinung über unsere Mitmenschen durch Äußerlichkeiten beeinflussen. Diskriminierung im kleinen. Alltagsrassismus.
                                                Unterschwellig brodelnde Vorurteile, manchmal giftig und hochansteckend.

                                                Ein filmisches Statement zum Thema "alltäglicher Rassismus" schenkte uns 2006 Paul Haggis in Form des bitteren und emotionalen Episodenfilms L.A. CRASH, basierend auf seinem eigenen Drehbuch. Haggis wirft in seinem Werk einen gekonnten Blick auf den multikulturellen Schmelztiegel Los Angeles, wo jeder mit jedem kollidieren kann: Weiße mit Schwarzen. Schwarze mit Latinos. Latinos mit Moslems. Einige Figuren werden an der Kollision zerbrechen, andere ihre Lehren ziehen, und gestärkt aus ihr hervor gehen. Ein Tag, der so oder so bei allen Beteiligten seine Spuren hinterlassen wird, und den Zuschauer mit seinen eigenen Gedanken und „Maybe Tomorrow“ von den STEREOPHONICS aus dem Kino zurück in unsere tolerante Gesellschaft fegt.

                                                Auf dem Rückweg durch meine Stadt, meinen Block, meinem Viertel male ich noch jedem Lutz Bachmann, der mich von Plakaten anstarrt, ein Adolf Bärtchen. Sieht so aus, als hätte es dort schon immer hingehört. Never give up. Never surrender . . .

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                                                  Laaaaaaaaaaaaaangweilig

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                                                    Rassismus - mit diesem Wort lässt sich das Herz dieser Geschichte, in dem viele Handlungsstränge zueinander finden, deutlich beschreiben. Dass dieses Phänomen nicht eindimensional ist und für viele Menschen scheinbar ein Ventil ist, ihre persönlichen Schicksalsschläge auf andere Menschen zu projizieren, zeigt "LA Crash" im Crash of the Cultures eindrucksvoll.