Meth-Lehrer

Breaking Bad mit alter Professorin & in echt

Jetzt hat Walt keine Konkurrenz mehr.
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Jetzt hat Walt keine Konkurrenz mehr.

Irina Kristy ist eben kein Heisenberg. Ihr Meth-Labor in der eigenen Bostoner Wohnung wurde am 7. November ausgehoben und nun steht sie Anschuldigungen der Methproduktion, -verteilung, Verschwörung zur Verletzung des Arzneimittelgesetzes und Drogenmissbrauch in einer Schulzone gegenüber. Das wäre Walt (Bryan Cranston) in Breaking Bad nie passiert.

Er plant voraus. Vor allem denkt er an Schwachstellen wie seinen Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul). Irina Kristys Jesse Pinkman heißt Grigory Genkin. Ihr 29-jähriger Sohn stellte sich letzten Monat zusammen mit seinem Anwalt der Polizei, was zur Räumung der Drogenwohnung führte. Genkin plädierte am 14. November auf “nicht schuldig”, was Kristy als Drahtzieherin in den Mittelpunkt stellt. Natürlich.

Je mehr Hintergrundinformationen es gibt, desto unglaublicher wird die Geschichte. Irina Kristy unterrichtete seit 24 Jahren an zwei Bostoner Universitäten Mathematik und war mit den Einsen anscheinend sehr großzügig. An der Boston University darf sie erst einmal bleiben, die Suffolk University trennte sich von ihr.

Das Labor schien relativ groß gewesen zu sein, aber viel mehr Informationen gibt es zurzeit noch nicht. Auf jeden Fall gab es “eine große Menge von Materialien, die gefährlich sein könnten” (Boston Globe). Einige Substanzen mussten vom Entschärfungskommando sicherheitshalber detoniert werden. Sicherlich wird der Familienbetrieb kein reines Blue Sky hergestellt haben, das bleibt dem Chemiker-Ass Walt vorbehalten. Aber vielleicht hatte Irina Kristy ja einen Spitznamen wie Heisenberg. Gauss, vielleicht? Möglicherweise winkt ja auch eine Karriere als Beraterin der Drehbuchautoren von Breaking Bad. Wahrscheinlich landet sie aber einfach nur im Gefängnis. Wie es in der Realität eben so läuft.

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