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Der Fang des Tages

Die fiesesten Fischarten der Filmgeschichte

26.07.2010 - 08:50 Uhr
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Piranha II
© Columbia Pictures
Piranha II
Nicht mehr lange, dann zerfetzen mal wieder messerscharfe Zähne unbedarfte Badegäste und deshalb werden an dieser Stelle die gemeinsten Fischarten vorgestellt, die jemals in Filmen ihr Unwesen trieben.

Die Sonne brannte bisher unbarmherzig auf uns nieder und alle lechzten nach Abkühlung. Ein Ausflug zum nächsten Badesee ist bei solchen Temperaturen immer eine gute Idee. Doch sobald man sich in Wassernähe befindet, kommen im Normalfall auch schon die ersten Sprüche, die dann in etwa so lauten: „Stellt euch mal vor, in dem See würden solche Viecher leben, wie in diesem einen Film!“

Die Gefahr, die in den Gewässern lauern könnte, jagt uns einen Schauer über den Rücken – in Filmen aber einen wohligen Schauer. Bald könnte es wieder vermehrt zu Aquaphobie kommen, denn Piranha 3D läuft demnächst in den Kinos an.

Deswegen folgen nun fünf potentielle Fischstäbchenkandidaten, die lebendig und ohne Remouladensoße ganz schön Ärger bereiten können. Und wer sich beschwert, dass Wale fehlen, der bekommt gleich eine 6 in sein Zeugnis geschrieben.

Das schwimmende Phallussymbol
Ein Name, der nur aus 3 Buchstaben besteht, ein seltsames Aussehen und, richtig zubereitet, äußerst schmackhaft: der Aal taugt eigentlich nicht zum Tierhorrorstar. Und trotzdem hatte er seinen Auftritt und zwar in Angiralus – Es reißt dich in Stücke!. Wirklich viel hat dieses mutierte Riesenmonster aber nicht mehr mit dem zitternden Wasserlasso zu tun. Dass Aale nicht zur größten Bedrohung aus dem kühlen Nass gehören, dürfte ein Grund für den mäßigen Erfolg des Films gewesen sein – seine sehr niedrige Qualität ein anderer, wohl gewichtigerer.

Was für ein (B)arsch!
Unheimlicher ist da schon der zur Familie der Barschartigen gehörende Barrakuda. Ein längliches Untier mit spitzen Zähnen und einem ganz und gar unsympathischen Aussehen. Eigentlich ist es verwunderlich, dass es dieser gruselige Wasserbewohner nicht zu einer großen Filmkarriere gebracht hat. Einzig Barracuda. aus dem Jahr 1978, ein weiterer Film, der im Fahrwasser von Der weiße Hai mitschwamm, hat einen gewissen Bekanntheitsgrad. Vielleicht ist diese Spezies auch einfach nicht populär genug, um den Kinobesucher zu ängstigen.

Was Schlange währt, wird endlich Blut
Langsam aber sicher beisst sich eine Fischart durch, von der die Meisten nicht einmal wissen, dass es sie tatsächlich gibt: der Schlangenkopffisch. Unter dem martialischer klingenden englischen Namen Snakehead hat dieses eigenartige Tier immer mehr Auftritte, wenn auch nicht in Qualitätsproduktionen. Am bekanntesten dürfte bislang noch Snakehead Terror sein, vor allem wegen Bruce Boxleitner (Tron), der die Hauptrolle spielt. Wer vom Schlangenkopffisch nicht genug bekommt, der kann sich auch noch Swarm of the Snakehead vormerken – bei etwaigen Nebenwirkungen ist man aber selber Schuld.

Gemeinsam sind wir stark!
Eine beachtlichere Anzahl an Hauptrollen hat hingegen der Piranha vorzuweisen. Wie schon erwähnt, hat er es sogar geschafft, aktuell wieder in einer Produktion mitwirken zu dürfen. Der bissigen Jäger, der ja am liebsten im Schwarm Knochen abnagen geht, hat durch den Film Piranha von Joe Dante aus dem Jahr 1978 sogar einen gewissen Kultstatus erreicht. Aber auch schon 1972 in Piranha hatten die Knochenfische ihre Szenen. Immer wieder kommen seitdem Filme auf den Markt, in denen Piranhas für furchtbare Todesfälle verantwortlich sind – oder wie beim Meisterwerk Piranha II – Fliegende Killer von James Cameron für furchtbare Lachattacken.

Hai nun
Eine Flosse durchschneidet das Wasser, kommt näher und näher, die Angst wächst sekündlich – der Haifisch ist der Inbegriff der Bedrohung, die wir beim Schwimmen fühlen. Und dabei ist es eigentlich egal, ob man sich im Meer oder einem Baggersee befindet. Über allem thront natürlich Der weiße Hai, der Geniestreich von Steven Spielberg aus dem Jahr 1975. Generationen von Menschen lassen seitdem nicht einmal ihren Fuß im Wasser baumeln. Dass Fortsetzungen produziert wurden, war bei dem Erfolg nur logisch und dass es Trittbrettfahrer geben würde ebenso. Selten gab es danach Filme, die den Hai auf neuartige Weise einsetzten. Deep Blue Sea ist da z.B. eine Ausnahme, alleine schon, weil kein großer Weißer sondern Makohaie den Part der Mörderbestien übernehmen. Eine Sonderrolle nimmt Hai-Alarm auf Mallorca ein, da es hier besonders grausam zugeht – was allerdings weniger mit dem Hai als mit den Schauspielern und der Story zu tun hat.

Bei so einer Vielfalt an Fischen stellt sich die Frage, warum nur so wenige Arten bisher ihre Tötungsfähigkeiten zeigen durften. Was ist mit dem Killer-Goldfisch? Oder der fleischfressenden Forelle? Warum wird nicht einmal ein Schwarm Stichlinge auf die Menschheit losgelassen? Oder gibt es das sogar schon und keiner hat es mitbekommen? Lasst es uns wissen!


Der Text stammt von unserem User guggenheim (Nils Pape).
Wer ebenfalls Text-Ideen oder bereits was aufgeschrieben hat, wende sich an ines[@]moviepilot.de.

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