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Jake Gyllenhaal & ein Monsterhase in Donnie Darko

29.09.2012 - 08:49 Uhr
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Mit Freundin und Monsterhase im Kino: Donnie Darko
© Ascot Elite / Widescreen
Mit Freundin und Monsterhase im Kino: Donnie Darko
Wer das bemerkenswerte Regiedebüt von Richard Kelly mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle noch nicht gesehen hat, bekommt heute die Möglichkeit dazu. ZDFneo strahlt um 22:30 Uhr den Science-Fiction-Film Donnie Darko aus.

Nach ein paar Kurzfilmen kündigte sich Richard Kelly (The Box – Du bist das Experiment) mit seinem Langfilmdebüt Donnie Darko mit einem Paukenschlag in der Filmwelt an. Der gewagte Genremix verhalf nicht nur Jake Gyllenhaal (Prince of Persia: Der Sand der Zeit) zum schlagartigen Durchbruch, sondern avancierte mit der Zeit auch zum Kultfilm. Die Frage, warum der ambitionierte Streifen bis heute neue Zuschauer begeistert, lässt sich vermutlich auf das Zusammenspiel verschiedener faszinierender Elemente zurückführen. Die Mischung aus Coming-of-Age, Zeitreise- und Science-Fiction-Film sowie die dramatischen, traurigen und nachdenklichen Ebenen ergeben ein einmaliges Ergebnis.

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Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) könnte im Grunde als ganz normaler Teenager bezeichnet werden, wenn er nicht ständig wirre Geschichten von einem Kaninchen – um genau zu sein sogar einem Monsterhasen namens Frank – erzählen würde. Anfangs nehmen seine Eltern diesen Zustand mit Besorgnis, aber nicht allzu viel Ernst hin. Als Donnie von Frank zu diversen Taten angestachelt wird, verschärft sich allerdings die Lage: Eine Psychologin muss her, denn sogar die Klassenlehrerin verzweifelt an Donnie, der in seiner eigenen Welt zu leben scheint. Dank Franks Vorhersage weiß dieser, dass jedoch mehr als nur sein eigenes Leben auf dem Spiel steht: In 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten, 12 Sekunden geht die Welt unter.

Die Handlung von Donnie Darko umfasst Themen wie die erste Liebe, Familie und das Leben eines Außenseiters – eines Menschen, der anders ist als alle anderen Menschen um ihn herum. Großartig wirkt in diesem Geflecht von Eindrücken und Emotionen eine Szene zum Ende des Films, in der im Hintergrund die Mad World-Version von Michael Andrews und Gary Jules Jouvenat eingespielt wird. Auf der einen Seite kann der beschriebene Moment als manipulierend bezeichnet werden, aber gleichzeitig beweist Regisseur Richard Kelly auch, dass er sein Handwerk versteht und inszeniert einen wunderbaren Höhepunkt. Wer trotz der späteren Stunde einen besonderen Film sehen oder gar erleben möchte, sollte Donnie Darko auf keinen Fall verpassen.

Was: Donnie Darko (2001)
Wann: 22:30 Uhr
Wo: ZDFneo

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