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Filmfest München 2018

Robin Williams: Come Inside My Mind

Robin Williams
© HBO
Robin Williams
Ladies and Gentlemen, it's time to enter the human mind.

Viele haben Robin Williams als einen witzigen, fröhlichen Mann im Gedächtnis, der mit seinen Charakteren die Menschen zum Lachen bringen konnte wie kein Anderer. Doch sein Leben war nicht nur schön und als er sich im Jahr 2014 das Leben nahm, war das ein Schock für viele. Die Dokumentation Robin Williams: Come Inside My Mind von Marina Zenovich gibt uns viele verschiedene Einblicke in das Leben des Schauspielers und Comedians. Hier erfährt man einige Dinge, die eher unbekannt sind, so etwa, dass Williams in seiner Jugend ein Musterschüler und Athlet war, die Bilder die dazu gezeigt werden erinnern an Der Club der toten Dichter. Auch, dass Williams zwei Halbbrüder hatte, von denen er getrennt aufwuchs, dürfte vielen Fans noch nicht bekannt sein.

In der Doku werden weniger Ausschnitte aus seinen Filmen, sondern vielmehr unbekanntere Videos, Outtakes und viele Ausschnitte von Stand-Up Auftritten gezeigt, die beim Publikum für gute Stimmung sorgen dürften. Dazu werden alte Freunde (David Letterman, Eric Idle, Billy Crystal), sowie seine erste Ehefrau und sein ältester Sohn interviewt. Einige Kritiker bemängeln, dass nicht noch andere Familienmitglieder, wie die beiden anderen Ehefrauen oder seine jüngeren Kinder für die Doku an Bord geholt wurden. Jedoch erzählte Regisseurin Marina Zenovich, die beim Screening anwesend war, dass es für viele der Familienmitglieder sehr schwer sei über Robin Williams zu reden. Zudem hätte ein Frau, mit der sie gesprochen hatte sehr stur reagiert und über vieles nicht reden wollen. Deshalb finde ich es durchaus verzeihlich, dass nur wenige Angehörige interviewt wurden.


Neben lustigen Szenen werden auch ernstere Momente im Leben von Williams gezeigt. Zu Hause war er wohl meist sehr ruhig und z.T. recht zurückgezogen, was verständlich ist. Er hatte mit vielen Problemen zu kämpfen, als er jung war, nahm Williams Drogen (Kokain) und verschwand jede Nacht mit einer anderen Frau. Später war es der Alkohol der ihm Probleme bereitete. Oft fühlte er sich einsam, später wurde ihm Parkinson diagnostiziert worauf er depressiv wurde und sich das Leben nahm. Heute weiß man, dass er auch unter der sogenannten Lewy-Körperchen-Demenz litt, eine Krankheit die ihn körperlich und geistig mitnahm. Trotz alldem driftet der Film nicht in den Pathos ab, Robin Williams wird schlicht als der Mensch gezeigt der er war. Er hatte zu kämpfen, hatte Probleme... Doch wir sehen ihn auch, wie er mit seiner Mutter lacht und scherzt, wir sehen ihn glücklich bei der Taufe seines Kindes, oder bei einer Tournee zu Weihnachten, wir sehen wie er vor Energie nur so sprühend auf die Bühne rennt und die Menschen mit seinen Imitationen zum Lachen bringt. Wir sehen den Mann, der am glücklichsten schien wenn er andere glücklich machen konnte.

You're only given one little spark of madness. And when you lose that, you're nothing.
https://www.youtube.com/watch?v=caIFNg_JRL4


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