LuGr - Kommentare

Alle Kommentare von LuGr

  • 5 .5
    über Prey

    Ein preisgünstig animierter Löwe, der mitten in Amsterdam nach Menschenfleisch giert, bringt als Prämisse alle Voraussetzungen für ein kurzweiliges Trash-Fest mit. Schade nur, dass Dick Maas (...) die schwarzhumorige, mit allerlei blutigem Gekröse angereicherte Hetzjagd immer wieder durch unnötigen Ballast ausbremst.

    • 6

      Auch wenn MARFA GIRL 2 – FUCKING TEXAS AGAIN zum Ende etwas die Substanz ausgeht: Dieses authentisch anmutende Jugenddrama bietet eine schmerzhaft-intensive Seherfahrung.

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      • 4
        über Crypto

        Leider kommt trotz (...) einer unheilvollen Atmosphäre die wild konstruierte Story um russische Mafiakiller und dubiose Bankgeschäfte nicht so richtig in Schwung. „Crypto“ bremst kontinuierlich den Spannungsaufbau mit der Einführung von zu vielen Figuren aus

        • 4

          Der Horrorthriller THE SHIP (so der deutsche Verleihtitel) schippert mit vorhersehbarer Route spannungsarm über ein regelrechtes Meer an Genre-Klischees dahin, ohne wirklich Fahrt aufzunehmen.

          • 7

            ES WAR EINMAL… NACH ROALD DAHL ist ein unterhaltsamer Spaß für Kinder ab 10 Jahren – und auch für Erwachsene.

            • 6

              Zahlreiche durchaus gelungene Gore- und Ekel-Effekte sorgen bei PHANTASM III: DAS BÖSE 3 für eine dichte Atmosphäre und Spannung. Auch mit Humor geizt Regisseur und Drehbuchautor Don Coscarelli („Bubba Ho-Tep“, 2002) nicht, wenn es etwa nach einem Schuss in die Wolken Zwerge regnet oder der notgeile Reggie immer wieder Rocky nachstellt, die sich gegen seine plumpen Avancen aber zur Wehr zu setzen weiß. Leider kommt die Story nicht so recht voran: Road Movie-Elemente und Begleiter auf Zeit erinnern an Teil 2, dessen Klasse der Mittelteil der Pentalogie nicht ganz erreicht.

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              • 6

                Verschrobene Charaktere, die bei allem, was sie tun, erstmal „eine Nase nehmen“ und pointierte, zuweilen allerdings etwas weggenuschelte Dialoge mit norddeutschem Schnack machen KRASSER MOVE in Verbindung mit den vielen erkennbaren Hamburger Originalschauplätzen vom „Metropolis“-Kino bis zum „Kampnagel“-Areal zu einer launigen Räuberpistole.

                • 6

                  BLACK CHRISTMAS (...) gilt heute als einer der ersten und einflussreichsten Slasher-Filme überhaupt. Kameramann Reginald H. Morris entwickelte ein Gestell, welches er am Kopf befestigte und ihm freie Hände und Point-Of-View-Aufnahmen aus der Sicht des Killers ermöglichte – ein Stilmittel, welches später etwa in „Halloween“ (1978) perfektioniert wurde. (...) BLACK CHRISTMAS ist aber nicht frei von Schwächen: Der Spannungsbogen schmiert durch die frühe Auflösung der Identität des Killers vorzeitig ab und auch die Auflösung seiner psychosozialen Störung bleibt der Film abseits einiger Andeutungen von fehlgeleitetem christlichem Wertekonservatismus schuldig.

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                  • 6

                    Das finale 20-Minuten-Turnier zwischen einigen Karatesportlern, dem Titelhelden und „The Muscles From Brussels“ als brachiale russische Kampfmaschine Ivan Kraschinsky, der als typisches Feindbild des Kalten Krieges dem rabiaten Sowjet-Boxer Ivan Drago aus „Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts“ alle Ehre macht, ist (...) das Highlight des ansonsten arg seichten Films.

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                    • 7

                      (...) Zusammen mit miesen Effekte mit Doppelbelichtungen und Stop-Motion-Verfahren gilt BLOB – SCHRECKEN OHNE NAMEN heute als einer der größten Klassiker jenes Horror- und Monstertrashs, der in den 50er Jahren dutzendweise in den US-Kinos zu sehen war.

                      • 5 .5

                        Zwischen einer Handvoll Explosionen, Verfolgungsjagden und Sexszenen plätschert BLOWN AWAY – AUSGELÖSCHT mit seinem dadaistischen Thriller-Plot als jugendfreie Teenie-Version von „Basic Instinct“ leider etwas ereignislos vor sich hin.

                        • 3

                          Julian Sands („Warlock – Satans Sohn“) als Chirurg mit Mutter-Komplex läuft – warum auch immer – in 80% des Films mit Wattebausch im linken Ohr herum und agiert mit ahnungsloser Miene wie ein großes, einfältiges Kind. Sherilyn Fenn (bekannt auch der TV-Serie „Twin Peaks“) als Helena-Notbesetzung nervt mit ihrem ständigen fotzigen Rumgezicke, so dass man als Zuschauer nach der Amputation ihrer Gliedmaßen kein Mitleid empfindet. Einzig Bill Paxton mit Patrick Swayze-Gedächtnis-Vokuhila als Helenas aufbrausender Macho-Freund, der in seiner engen Lederhose eindeutig Rechtsträger ist, sorgt für wirkliches Trash-Vergnügen.

                          • 3

                            Wenn bei einem trotteligen Offizier wirklich jedes Manöver slapstickhaft schiefgeht und Heather beim Start das Publikum erst mit aufgerissener Bluse begeistern kann, ist klar, wie niedrig die Humor-Messlatte in DAS TURBOGEILE GUMMIBOOT hängt, auch wenn der Streifen Fäkalwitzchen ausspart. Die Charaktere gleichen vom arroganten Schnösel über die ängstliche Brillenschlange bis zum dauermampfenden Fettsack einem Handbuch für Figurenklischees. So verwundert es nicht, wenn McGraws knuffiger Hund Chuck mit seiner rebusartigen Darstellung, wo sich der entführte Irwin befindet, die Flitzpiepen in Sachen Charme allesamt an die Wand spielt.

                            • 6

                              „Blade Runner“-Star Rutger Hauer greift mit seiner lässigen Einzelgänger-Performance erst in der zweiten Filmhälfte wirklich ins Geschehen ein (von einer Mini-Szene nach 24 Filmminuten einmal abgesehen), die Story ist etwas schleppend erzählt und die Filmmusik von Alan Reeves eher unpassend synthielastig – aber dafür ist erfrischenderweise alles echt.

                              • 2

                                Verklemmter Softporno meets dilettantisch inszenierten, nicht wirklich blutrünstiger Slasher mit massig Anschlussfehlern und Logiklöchern. Eine plumpe Amateurfilm-Gurke in Digitalvideo-Optik bei der man sich fragt, warum sie beschlagnahmt würde.

                                • 5 .5

                                  Der betont viril agierende Wesley Snipes und ein abstruses Drehbuch am Rande des Trash sorgen in diesem handwerklich durchaus soliden Sci-Fi-Thriller für Kurzweil.

                                  • 4

                                    Die düsteren Lichtverhältnisse ändern sich auch nicht in der Schlussviertelstunde, die dann tatsächlich außerhalb der Maschine am Boden spielt. Die Filmemacher schmeißen ihre schlüssige Fokussierung auf einen Schauplatz dabei komplett über Bord. (...) Ziemlich ärgerlich, wenn man bedenkt, wie viel Mühe zuvor darauf verwendet wurde, den Zuschauer gerade dadurch bei der Stange zu halten.

                                    • 7

                                      So minimalistisch Kulissen und Handlung daherkommen, so schnörkellos und nüchtern auf den Punkt ist größtenteils die Inszenierung. (...) Nur bei einigen Gewaltexzessen gibt der Regisseur jegliche Zurückhaltung auf und zelebriert in seiner typischen Art handwerklich perfekt gemachte Gore-Szenen.

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                                      • 6

                                        Die schnell geschnittene Dokumentation wirkt jedoch dabei wie für Menschen mit chronischem Zapping-Syndrom konzipiert: Um bloß keinen Zuschauer mit längeren Exkursen zu verprellen, bleiben die Interview- und Filmschnipsel kurz – was dafür sorgt, dass keines der angerissenen Themen wirklich ernsthaft vertieft wird. Für die eine oder andere auch Fans bisher unbekannte Hintergrundinformation lohnt sich das Anschauen der ebenso unkritischen wie kurzweiligen Doku aber trotzdem.

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                                        • 7

                                          (...) Eine ebenso unkonventionelle wie gelungene Genre-Mischung aus Road Movie in pittoresken Landschaftsaufnahmen und actionreichem Horrorthriller mit beeindruckender Pyrotechnik. Zahlreiche Gore-Effekte unter anderem mit den bekannten „Spheres“, die sich bevorzugt in Körperteile bohren, und ein beachtlicher Spannungsbogen sorgen dabei für ebenso kultige wie hochklassige Genre-Kost.

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                                          • 2 .5

                                            Während (andere) modernen Klassiker ganz unterschiedliche, aber gleichermaßen facettenreiche und denkwürdige Perspektiven auf den Mörder und die Begleitumstände seiner Taten eröffneten, verkommt Charles Starkweather nun in Mickey Keatings Horrorthriller „Psychopaths“ zur reinen Symbolfigur und zum Stichwortgeber für eine episodische Handlung ohne erkennbare Struktur, in der extreme Brutalitäten und jede Menge popkulturelle Zitate lose aneinandergefügt wurden.

                                            • 6

                                              „Leatherface“ versucht es erneut mit einem Prequel zu Hoopers Klassiker. Und zur Abwechslung ist der vom Regieduo Alexandre Bustillo und Julien Maury („Among The Living – Das Böse ist hier“) inszenierte Horrorthriller dank einiger cleverer Drehbuch-Kniffe erstaunlich solide geraten.

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                                              • 8 .5

                                                Mit seiner Mischung aus packendem Thriller und abgründigem Drama weist der feministische Western „Brimstone“ auch bei einer stolzen Laufzeit von zweieinhalb Stunden keinerlei Längen auf. Zudem liefert Guy Pearce als despotischer Pfarrer eine der besten (und finstersten) Performances seiner Karriere ab.

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                                                • 4
                                                  über Volt

                                                  Der in seinem Plot vorhersehbare "Volt" bringt eigentlich alle Voraussetzungen für eine packende Dystopie mit – scheitert jedoch an mangelndem Tiefgang, der nur mühsam von einer glitzernden, schicken Oberfläche kaschiert werden kann. Weniger Attitüde und mehr Mut zu authentischer Milieuzeichnung abseits plumper Klischees hätte diesem ambitionierten, aber leider gescheiterten Werk mit immerhin beklemmend gegenwärtiger Zukunftsvision gutgetan.

                                                  • 9

                                                    Die Geschichte klingt unspektakulär, doch entwickelt Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade ("Alle anderen", 2009) daraus einen ebenso dramatischen wie witzigen, kurzum: äußerst menschlichen Film, der beeindruckend von dreierlei Entfremdung erzählt. (...) Wo andere Filmemacher aus Angst vor Peinlichkeit abbrechen würden, hält Maren Ade mit zuweilen herausfordernder, zugleich erfrischender Konsequenz weiter drauf.

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