Extrem laut und unglaublich nah

Extremely Loud and Incredibly Close (2011), US Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.02.2012

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5.7
Kritiker
22 Bewertungen
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7.1
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123 Kommentare
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von Stephen Daldry, mit Tom Hanks und Sandra Bullock

Manchmal ist es allein der Titel eines Buches, der die Verfilmung wert zu sein scheint: Extrem laut und unglaublich nah ist solch ein Fall. Extrem laut und unglaublich nah erzählt vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse vom 11. September 2001 die Geschichte des elfjährigen Oskar (Newcomer Thomas Horn), dessen Vater Thomas Schell Jr. (Tom Hanks) den Anschlägen zum Opfer fiel. Jeder geht auf unterschiedliche Weise mit dem Unglück um, während sich seine Mutter (Sandra Bullock) in ihrer Trauer dem Leben verschließt, sucht Oskar Trost in der Gewissheit, dass ihm sein Vater eine Botschaft hinterlassen hat, als er einen geheimnísvollen Schlüssel in der Wohnung findet. Auf der Suche nach dem passenden Schloss begibt sich Oskar auf eine Reise durch die traumatisierte Stadt und begegnet Menschen, die sich alle auf ihre eigene Art mit dem Leben nach dem großen Unglück arrangieren. Und Oskar erkennt in Extrem laut und unglaublich nah, dass wie so häufig der Weg das eigentliche Ziel ist.

Wenn man einen Blick auf die Besetzungsliste wirft, so muss man unweigerlich denken: Extrem laut und unglaublich nah ist ein extrem unglaublicher Oscar-Kandidat! Nicht nur vor der Kamera stehen mit Tom Hanks und Sandra Bullock gleich zwei Oscar-Preisträger und mehrere Golden-Globe-Gewinner (u.a. John Goodman, James Gandolfini und Jeffrey Wright), auch die Crew hinter Extrem laut und unglaublich nah kann sich sehen lassen. So war Regisseur Stephen Daldry schon dreimal für den Oscar nominiert (u.a. für Billy Elliot – I Will Dance und Der Vorleser). Drehbuchautor Eric Roth durfte für Forrest Gump schon einmal den Oscar in Händen halten, Kameramann Chris Menges hat derer gleich zwei (für The Mission und The Killing Fields – Schreiendes Land). So könnte man noch fortfahren. Extrem laut und unglaublich nah basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Jonathan Safran Foer, der 2005 erschien. (EM)

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  • Extrem laut und unglaublich nah US Poster
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Cast & Crew


Kritiken (16) — Film: Extrem laut und unglaublich nah

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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5.0Geht so

[...]Ganz selten befreit sich Daldry von diesen in Sirup getränkten Ketten und zeigt beispielsweise, wie sich Oskar selbst Verletzungen zufügt, um mit seiner Trauer auf irgendeine Art und Weise umgehen zu können. Auch in einer starken Szene, in der Oskar und seine Mutter in einem Streitgespräch endlich einmal alle Gefühl rauslassen, sich anschreien und die Fetzen fliegen, zeigt Daldry, dass er eigentlich kein schlechtes Gespür für echte Emotionen hat. Nur leider sind diese Szenen absolute Mangelware. Schlimm ist, dass einen Extrem laut & unglaublich nah dadurch so unglaublich kalt lässt. [...]

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SoulReaver: CinemaForever

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3.0Schwach

[...] 'Extrem laut und unglaublich nah' ist aufgesetztes Gefühlskino mit schrecklich übertriebener Rührseligkeit. Wenn jedoch mal etwas Emotionalität aufkommt, dann durch die Szenen mit dem tollen Max von Sydow. Am Ende bleibt ein schlechter und enttäuschender Film, der dem Zuschauer vorschreibt, wie er sich zu fühlen hat, ohne dabei irgendeinen Tiefgang vorzuweisen. [...]

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SoulReaver

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Das richtige Zeug.


CHF

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Also mir hat der nichts vorgeschrieben und aufgesetzte Gefühle kamen da auch nicht vor. Das mit dem Tiefgang ist wie beim Pokern, ein gutes Blatt alleine bedeutet noch keinen hohen Gewinn. Es braucht jemanden, der mitgehen kann....


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Extrem laut und unglaublich nah ist ein berührender Film, getragen von grandiosen Darstellern. Bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt und tatsächlich zeigen sich auch alle Schauspieler von ihrer besten Seite. Besonders Max von Sydow liefert eine unglaublich beeindruckende Leistung, aber auch die Darbietungen von Tom Hanks, Thomas Horn und Jeffrey Wright bleiben in Erinnerung. Viel wichtiger aber ist, dass sich der Film stets seine emotionale Integrität bewahrt und es trotz des schwierigen Themas schafft die Balance zwischen subtiler Emotionalität und großen Gefühlen zu bewahren. Vielleicht ist die Geschichte an manchen Punkten etwas konstruiert und nicht alle Wendungen kommen so überraschend wie es der Film gerne hätte, aber trotz diesen kleinen Kritikpunkten ist Extrem laut und unglaublich nah ein sehr sehenswerter und berührender Film geworden.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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4.0Uninteressant

Oskars Weg geleitet durch ein multikulturelles New York, in dem man sich weinend oder lächelnd umarmt, während ausgeklügelte Schnittfolgen und übertriebene Musikeinlagen jene schnellen Gefühlsregungen intensivieren, die hier die eigentliche Reflexionsarbeit ersetzen sollen.

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alviesinger: bummelkino

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3.5Schwach

Nach dem 11. September 2001: Ein ängstliches, verschlossenes Bübchen begegnet anderen traurigen Menschen in New York, das Piano klimpert dramatisch, der Junge heult, schreit, rauft sich die Haare, trampelt auf dem Boden herum, seine Segelohren glühen. Dramatisch. Dann blüht er langsam auf, kann am Ende sogar schaukeln. Die Trauer ist vielleicht nicht bewältigt, aber es gibt Hoffnung für Amerika. Stephen Daldrys filmische Adaption von Jonathan Safran Foers Bestseller beutet die Tragödie frech aus, erschafft eine filmische Heulsuse. Sein Extremkitsch verdrischt den Zuschauer emotional fortwährend: Heul doch, heul doch!, schreit die Geschichte. Schmerzhaft ist zusätzlich das schrecklich hölzerne Overacting von Thomas Horn, der in gestelzter Schultheater-Manier seine abgeschmackten Drehbuchsätze herauspresst. Da kann die Produktion dem nervigen Balg auch gerne zehn weitere Schauspieler der Marke Max von Sydow oder Tom Hanks an die Seite stellen, das ändert im Grunde gar nichts. Was bleibt ist ein sehr anstrengendes Rührstück, einfach nur elender Kitsch, der fies sentimental an die Schmerzgrenze geht. Der Versuch einer kinematographischen Trauerbewältigung ist auf der ganzen Linie gescheitert.

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patcharisma

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3 Punkte - A Shame! :-(


CHF

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"Der Versuch einer kinematographischen Trauerbewältigung ist auf der ganzen Linie gescheitert."
Aber das ist doch gerade die Intention des Films. Diese Trauer kann man nicht bewältigen. Selbst wenn man im Besitz des Schlüssels wäre und selbst wenn man dass Schloss fände, es wäre immer noch keine Antwort darin.


alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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3.5Schwach

So bleibt am Ende nur ein schaler Geschmack und der üble Eindruck, einen Propagandafilm gesehen zu haben, der sich am Gefühl der vermeintlichen Erhabenheit des Humanen eitel berauscht.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

„Extrem laut und unglaublich nah“ begeistert mit vielen fantastischen Ideen und schafft es, trotz des schwierigen Themas traumatischer Verluste, mit Leichtigkeit zu erzählen und Hoffnung zu wecken.

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R. Loch: FilmSzene.de R. Loch: FilmSzene.de

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8.0Ausgezeichnet

Wie so vieles in diesem Film ist auch das nicht zwingend glaubwürdig, aber zutiefst menschlich. Man muss schon ein ziemlicher Zyniker sein, um Daldry aus all seiner Zuversicht, die er mit diesem Film verströmt, einen Strick drehen zu wollen.

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Franz Everschor: Filmdienst Franz Everschor: Filmdienst

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8.5Ausgezeichnet

Es ist sich nicht von der Hand zu weisen, dass hier ein feinfühliger Regisseur versucht hat, einen unkonventionellen Schritt in Richtung auf die Bewältigung eines Traumas zu tun, das auch zehn Jahre danach immer noch eine ganze Nation bewegt und verunsichert.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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5.5Geht so

Keine Analyse, keine Lektion, keine Erklärung - das ist ein durchaus interessanter Ansatz, um sich 9/11 zu nähern. Warum es dazu des riesigen Umwegs über den Besuch von 472 Menschen namens Black bedarf, bleibt aber ein Rätsel.

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Co-Pilot

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Genauso ein Rätsel wie in Avatar; warum sind die blau? Oder in Harry Potter; warum braucht der nie einen Opiker? Oder in Rubber; weshalb dort nur ein Reifen rollt? Na ich weiß es... denk mal drüber nach ;)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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5.0Geht so

Der wenig diffizile Umgang mit den wohl unumgänglichen Gestaltungsmitteln des Tränendrüsenkinos verstellt leider einen Film, der geistvoller hätte sein können. "Extrem laut und unglaublich nah" ist sehr kitschig, sehr amerikanisch und immer ein wenig zu viel. Und damit aber auch eben die ganz hollywoodtypische Bewältigung des nationalen Traumas, so rundheraus legitim wie nachvollziehbar. Kein schlechter Film.

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Jeff Lebowski

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Das die amerikaner mit diesem Stoff so umgehen, war ja schon im Voraus klar..


Co-Pilot

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Ja ja immer diese bösen Amis...?!?


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Stephen Daldry hat mit Extrem laut und unglaublich nah ein emotional kraftvolles Zeugnis über diesen schrecklichen späten Sommertag geschaffen.

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Andrew O'Hehir: Salon.com Andrew O'Hehir: Salon.com

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3.0Schwach

Extrem laut und unglaublich nah macht aus dem 2005er Bestsellerroman von Jonathan Safran Foer einen Hollywood-Brei, der nicht zu überzeugen weiß.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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3.0Schwach

Wäre Extrem laut und unglaublich nah nur Wochen oder Monate nach 9/11 herausgekommen, hätten mehr Zuschauer (und Kritiker) möglicherweise eine Entschuldigung gefunden, die Trauerarbeit des nach seinem Seelenheil suchenden Protagonisten zu schätzen. Zehn Jahre später fühlt sich sein Kampf allerdings unverschämt altmodisch an.

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Mary Pols: TIME Magazine Mary Pols: TIME Magazine

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7.0Sehenswert

Einem doppelten Minenfeld aus kostbaren Erinnerungen und einer ausbeuterischen 9/11-Prämisse ausweichend, läuft Hauptdarsteller Horn mit dem Film davon und macht ihn glaubwürdig und wahrhaftig traurig.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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7.5Sehenswert

Extrem laut und unglaublich nah ist eine schön anzusehende, gedankenvolle Hollywood-Produktion zur nationalen Tragödie von 9/11 [...] und wird nicht das letzte Wort sein zu diesem Thema, aber ein sehr eloquentes ist es schon.

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Kommentare (106) — Film: Extrem laut und unglaublich nah


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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Oskar (Thomas Horn) verliert bei den Anschlägen aufs WTC seinen Vater (Tom Hanks) und erleidet ein Trauma. Als er ein Jahr später durch Zufall einen Umschlag mitsamt eines Schlüssels findet, sieht er darin den Beginn einer Schnitzeljagd, die sein Vater zu Lebzeiten des Öfteren mit ihm spielte, um seinen Sohn dabei zu unterstützen, dessen Schüchternheit zu überwinden. Auf dem Umschlag befindet sich ein Name, welches er als Hinweis deutet, einem besonderen Geheimnis auf der Spur zu sein. Er begibt sich - ausgerüstet mit allerhand Krimskram - auf die Suche nach dem passenden Schloss. Dabei begegnet er allerhand Leute, die ihn aber nicht entscheidend weiterhelfen können, um ans ersehnte Ziel zu gelangen.

Nett bebildert, aber nicht wirklich packend, wird dieses vermeintliche Drama in Szene gesetzt. Selbst Max von Sydow, der als stummer "Untermieter" seiner Großmutter ins Geschehen geworfen wird, kann die Geschichte nicht richtungsweisend beeinflussen. Dass der Junge am Ende seiner Reise nicht den heiligen Gral findet, ist sicherlich von vornherein klar, aber die Berührungen mit den Menschen verändern ihn nicht so entscheidend, als dass man von einem unterhaltsamen oder gar bewegenden Filmstoff reden kann, woran auch die Krokodilstränen der Mutter (Sandra Bullock) nichts ändern. Ich sehe mir gut gemachte Dramen wirklich gerne an, wozu ich jedoch "Extrem laut und unglaublich nah" keinesfalls zähle würde.

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elmnope

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Ja, sie habens versaut.


cpt. chaos

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Wirklich ärgerlich, denn Darsteller, Kameraarbeit, Style und Budget waren passend vorhanden!


TonyStark

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich habe mir den Film auf Grund der vielen positiven Kritiken nun doch mal gebraucht für kleines Geld zugelegt und Samstag Abend angeschaut. Was soll ich sagen. Ich bin doch mittelmäßig enttäuscht. Spannend war er, das noch wie erwartet, zu keiner Zeit. Dass sich der gesamte Film jedoch wie Kaugummi zieht hatte ich nicht erwartet. Der Trailer versprach weitaus mehr. Ich hatte auch erwartet dass sich die Suche nach dem passenden Schloss zum Schlüssel etwas abwechslungsreicher gestaltet als nur sämtlichen Personen mit Namen BLACK einen Besuch abzustatten. Die Hausbesuche ließen nicht nur Max von Sydow relativ schnell ermüden sondern auch mich. Ach ja, wo wir schon beim guten alten Max sind. In meinen Augen war es vollkommen unnötigen Herrn Sydow in diesen Film einzubauen. Gesagt hat er ja so sowieso nichts und auch sonst hat er eigentlich zu nichts beigetragen.
Auch Sandra Bullock hätte problemlos durch eine kostengünstigere Schauspielerin ersetzt werden können. In ihrer doch relativ kurzen Leinwandzeit hat sie entweder wie ein blöder Dackel depressiv durch die Gegend geguckt oder geheult oder beides zusammen. Tom Hanks als toller Übervater hat seine Rolle routiniert abgespult. Da gibt es nichts zu bemängeln. Zu guter Letzt komme ich jetzt noch zu Thomas Horn. Er hat seine Sache sehr gut gemacht, wie er den seltsamen, einsamen und etwas komischen Sonderling rüberbringt war toll. Deswegen erhält er von den 4 Punkten auch 3, der letzte geht an Tom Hanks. Für alles andere im Film gibt es leider nix.

Fazit: Leuten mit Einschlafproblemen kann ich diesen Film empfehlen. Wenn der Abspann läuft befinden sie sich hoffentlich schon länger im Reich der Träume.
Ansonsten ist dieser Film vielleicht noch an einem regnerischen Wochenende Sonntag nachmittags zumutbar, wenn nichts anderes zur Hand ist.

Ich werde ihn weiterverschenken. Danke für Eure Aufmerksamkeit und noch einen schönen Tag wünsche ich.

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Moncineo

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich weiß, es ist vermessen, sowas zu behaupten. Aber ich habe beim Ansehen permanent bedauert, dass Roman und Film erst so spät entstanden sind.
Ungeachtet der realen Tragödie - wie gern hätte ich dieses bewegende Drama vor zehn Jahren gesehen, mit dem kleinen Haley Joel Osment in der Hauptrolle. Seine damalige überragende emotionale Präsenz hätte dieses Werk für mich mindestens auf eine 9.0 gehoben.
Aber hätte, hätte, Fahrradkette......

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einSchluss

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Hätte, hätte, Herrntoilette.


Moncineo

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Oder so. :)


Slevin_Kelevra23

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Bewertung6.5Ganz gut

„Extrem Laut und unglaublich nah“ ist ein packendes Drama und Thomas Horn beeindruckt in seiner Hauptrolle als Oskar. Die Beziehung zwischen Vater-Sohn und Großvater-Sohn ist mitreißend und unterhaltsam. Auch die verschiedenen Zeitsprünge innerhalb des Films sind sehr gelungen. Elemente wie das Einbringen von Oskars Rassel oder die Darstellung des stummen Opas geben dem Film eine besondere Tiefe. Einziger kleiner Minuspunkt ist die bis zur letzten Szene außen vor gelassene Sandra Bullock als Mutter von Oskar, da ihre Beziehung zu ihrem Sohn lange unklar bleibt. Alles in allem jedoch nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine tolle abenteuerliche Reise und es ist definitiv lohnenswert sich dieses Drama anzusehen.

Weitere Kritken unter - www.jfmoviecritics.jimdo.com -

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CHF

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bis zum Jahr 2000 war der 11.9. ein scheiss normaler Tag im September. Dies sollte sich im folgenden Jahr dramatisch ändern. Die Welt hält den Atem an. Was auch immer jetzt kommt, es wird nichts Gutes sein. Die FAZ druckte zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte ein Titelbild, so einschneidend war das schwarze Loch im Herbst 2001.

Hollywood hat dieses Ereingnis eher gemieden, es gab zwar die ein oder andere Verfilmung des Themas, aber diese konzentrierten sich eher auf die Helden und den Patriotismus, welche aus dieser Tragödie hervorgingen.
Stephen Daldry beleuchtet die Szenerie aus einer anderen Perspektive. Er nimmt sich den kollateralen Schmerz dieser Stadt vor und versucht etwas Licht auf das Leid der Angehörigen zu werfen.

Fazit:
Es gibt Dinge, auf die gibt es keine Antwort, selbst wenn man im Besitz von Schloss und Schlüssel ist.
Der Film ist unglaublich leise und geht einem extrem nah.

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DonChris

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Ein wirklich schöner Film, der wie du schon sagst keine Helden machen möchte. Bisher der beste Film rund um 9/11.


CHF

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Wobei man auch eingestehen muss, dieser Film erfordert viel Geduld. Die Einleitung ist zu lang und sehr zäh. Im weiteren Verlauf wird man dafür aber reich belohnt. Max von Sydow liefert hier eine Vorstellung ab, die man mit Worten alleine kaum mehr beschreiben kann.
Der 11.9. mag für die Meisten ein beliebiges Datum sein. Für mich ist es etwas mehr. Der jährlich wiederkehrende Zeitpunkt, an dem man sich selbst im Kreis von Familie und Freunden dem Aelterwerden in gefeierter Weise bewusst wird.


DieFilmguckerin

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine Literaturverfilmung – immer schwierig, wenn man das Buch gelesen hat. Und das habe ich und ich habe es auch sehr gemocht, vor allem wegen der vielen, kleinen Besonderheiten wie Daumenkinos oder typografischen Hervorhebungen im Buch. Deshalb habe ich von dem Film erstmal das Schlimmste erwartet – und wurde überrascht.

Es geht um den kleinen Jungen Oscar, der seinen Vater beim Anschlag auf das World Trade Center verliert. Im Laufe des Films entdeckt er im Schrank seines Vaters einen Schlüssel und ist entschlossen jedes Schloss in New York auszuprobieren bis er das richtige findet. Dabei lernt er viele Menschen mit dem Namen Black kennen und wird irgendwann vom mysteriösen Untermieter seiner Großmutter begleitet. Zwischendurch werden immer wieder Sequenzen aus Oscars Erinnerung an seinen Vater und an den allerschlimmsten Tag gezeigt.

Der Film schafft es einerseits sich von der Romanvorlage abzuheben, indem der Schwerpunkt deutlich zugunsten der Geschichte des Jungen verschoben ist (im Roman spielt die Geschichte der Familie ebenfalls eine große Rolle), andererseits werden aber auch die schon erwähnten Besonderheiten des Romans im Film adäquat übertragen. Wer also das Buch kennt, wird einige Stellen wiedererkennen, die man vorher nur literarisch erfassen konnte und die nun eine filmische Umsetzung erfahren haben.

Natürlich ist der Film schrecklich traurig und drückt so einige Male enorm auf die Tränendrüse – ziemlich hollywoodmäßig, aber bei mir hats gewirkt! Besonders interessant ist dabei die Sicht des Jungen auf die Ereignisse und seine intensive und offene Auseinandersetzung mit dem Anschlag und den möglichen Gefühlen seines Vaters. Deshalb ist auch die Darstellung des Kinderdarstellers Thomas Horn besonders erwähnenswert und beeindruckend. Die vielen sehr emotionalen Szenen sind äußerst glaubwürdig und hervorragend gespielt. Eine weitreichende Analyse des 11. September gibt es in dem Film nicht, es wird vielmehr die Verarbeitung des Todes des Vaters durch Oscar dargestellt. Wozu sollte er sich auch mit etwas anderem beschäftigen?

Das einzige richtige Manko ist die Darstellung des Vaters, dafür kann Tom Hanks nichts, die Figur ist offensichtlich als Mutter Teresa in Vaterform angelegt. Er spielt so tolle, schöne Spiele mit seinem Sohn, beschäftigt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit mit ihm und ihre Vater-Sohn-Beziehung ist völlig unbelastet – wie schön. Nie Streit, nie ein böses Wort, sondern ausschließlich reine Glückseligkeit. Das ist natürlich nicht sehr glaubwürdig, möglicherweise werden aber auch die verklärten Erinnerungen des Kindes an seinen verstorbenen Vater dementsprechend ausgewählt.

Alles in allem kann man sich den Film auf jeden Fall gut ansehen, aber Taschentücher sollte man bereitlegen.

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Kingnussi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Selten nimmt mich ein Film mit, doch dieser Film hat es geschafft, ein unglaublich emotionaler und beeindruckender film, den man gesehen haben muss!

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viewer

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Bewertung5.5Geht so

Einfühlsam gespielt, aber trotzdem fängt mich der Film emotional zu keinem Zeitpunkt ein. Vielleicht liegt es an der autistisch angehauchten Hauptfigur, deren innere Welt mir oft ein Rätsel bleibt.

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Spike1990

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Bewertung6.5Ganz gut

Gefiel mir ganz gut, auch wenn hier und da doch sehr auf die Tränendüse gedrückt wird. Die Geschichte wird jedoch toll erzählt

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marlene.utz

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Bewertung7.5Sehenswert

man brauch etwas zeit um in den film einzutauen.....eine echt bewegende geschichte...ohne dass es kitschig wirkt.... ein sehr mitreißender und intelegenter film

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jedi37

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Bewertung7.5Sehenswert

"Extrem laut..." ist ein Film der auf andere Art und Weise mit dem amerikanischen Trauma des 11.9.2001 umzugehen.

Der kleine Thomas Horn überrascht mit einer tollen Darstellung des Jungen mit Asperger-Syndrom auf der Suche nach einem von 400 "Blacks" in New York als vermeintlichen"Auftrag" seines toten Daddy (Tom Hanks) der in den Türmen ums Leben kam.
In den Nebenrollen glänzen neben Hanks auch Sandra Bullock als verzweifelte Mutter und der geniale Max von Sydow als schweigender Großvater.

Zum Ende sehr rührselig, aber auf der ganzen Länge ein sehr schöner Film, der sich von üblichen Dramas abhebt.

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Wilson_Blunt

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Bewertung9.0Herausragend

Für gewöhnlich wirken US-amerikanische Produktionen kitschig, sobald sie einen Bezug zu Ereignssen wie 9/11 aufbauen. Diese hingegen ist weder kitschig, noch kommt sie mit jenem zähen Pathos daher, der mich stets in Fremdscham zu ertränken droht.
Glücklicherweise hält der Film Abstand vom Heldentum und bewegt sich vorsichtig um den zerbrechlichen Protagonisten. Auf sensible Weise lernt man den kleinen Oskar (Thomas Horn) kennen und findet sich alsbald in seiner Welt. Es ist schwierig und zugleich selten, die Gefühlswelt des Protagonisten mit der des Zuschauers verknüpfen zu können. Zum Einen gelingt es durch die herausragende Leistung von Thomas Horn und dem Rest des Casts. Zum Anderen ist es aber auch der visuelle Stil des Films und seine Akustik, die die Geschichte fühlbar werden lassen.

Trotz aller Tragik erzählt der Film eine schöne Geschichte. - bereichernd -
Extrem gefühlvoll & unglaublich beeindruckend!

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Joeyjoejoe17

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Bewertung7.0Sehenswert

Oscar, ein kleiner Junge mit Asperger-Syndrom, findet ein Jahr nach dem Tod seines Vaters in dessen Schlafzimmer einen Schlüssel. In der festen Überzeugung, dieser öffnet etwas besonderes, das ihm hinterlassen wurde, begibt sich Oscar durch ganz New York auf die Suche nach dem passenden Schloss und trifft die unterschiedlichsten Menschen, die ihn dabei helfen.

"Extrem laut und unglaublich nah" ist ein Drama, das von Anfang bis Ende sehr rührselig daherkommt, manchmal auch auf etwas penetrante Weise. Man bekommt quasi die ganze Zeit vorgeschrieben, dass man mitfühlen soll, der Musikeinsatz fällt recht manipulativ aus. Manch einer bzw. sehr viele, wie ich das so mitbekomme, stören sich daran, verunglimpfen den Film und werfen ihm extremen Kitsch vor. Kann ich im Grunde genommen auch nachvollziehen, doch was soll ich als sehr sympathischer (im wörtlichen Sinne, also "mitfühlender") Mensch sagen, wenn mich die Geschichte tief im Inneren berührt? Wenn es mir nahe geht, den Kleinen auf seiner Tamburin spielend über eine Brücke gehen zu sehen? Die abenteuerliche Suche nach der womöglichen Hinterlassenschaft seines Vaters. Der unterschiedliche Umgang mit der Trauer über den familiären Verlust. Der Film hat mich sehr mitgenommen und das von Beginn an. Da kann ich über die letzten 20 Minuten, die dann doch etwas zu stark konstruiert wirken, hinweg sehen, vor allem weil in diesen die menschlichen Gefühle ganz leise daherkommen und so eine umso größere Wirkung haben.

Ich liebe Filme, in denen ich mitfühlen kann, die mir eine schöne geradezu märchenhafte Geschichte erzählen, die einen stimmungsvollen Score und eine figurennahe Kameraarbeit haben. So konnte ich sehr großen Gefallen hieran finden. Gerne wieder.

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Joeyjoejoe17

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Wenn du hollywood'schen Gefühlskino etwas abgewinnen kann, ist der Film was für dich :)


cpt. chaos

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Liest sich recht interessant...


Markbln

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Bewertung7.0Sehenswert

Um eine ganz ehrliche Kritik zu Stephen Daldrys Film abzuliefern, müsste ich mir viel Mühe geben. Das Thema hat es verdient, aber EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH ist nicht einfach.
Ich möchte es daher so kurz wie möglich machen. Der Film hat mit seinem Casting eine sicher sehr polarisierende Wirkung, besonders der junge Hauptdarsteller stieß mit seinem altklugen Gekreische bei mir nicht nur einmal auf Flüche vor dem Schirm. Nun weiß der Zuschauer aber, dass er Asperger hat und auch, wie er von seinen Eltern erzogen wurde. Seine sozialen Defizite und seine geschwätzige Besserwisserei haben also eine Ursache. Diese Figur spielt Thomas Horn äußerst beeindruckend. Sein Oskar ist kein süßes Filmkind, dass einem zu Tränen rührt. Er ist anstrengend, eine Nervensäge. Umso erstaunlicher, dass ich ihn am Ende vollkommen überzeugend finde. Er hat also etwas richtig gemacht. Zum Finale, das unter anderem auflöst, warum seine Mutter (grandios Sandra Bullock) so seltsam distanziert, fast gleichgültig ihrem Sohn gegenüber ist, trägt der Film sehr dick auf. Auch das wird nicht jedem gefallen, es ist, obwohl von einem britischen Regisseur, schon sehr amerikanisch. Und trotzdem habe ich lange nicht mehr so vermeintlich einfache Szenen gesehen, die in ihrer Stille so berührend waren. Kein Wort, keine Musik, nur das Gesicht der Mutter, die nach einem Satz des kleinen Sohnes in stummes Weinen ausbricht und Erlösung und Schmerz gleichzeitig bebildert. Eine Szene, die mich erschüttert hat. Wer das mit Kitsch verwechselt, muss zum Arzt. Die Szenen zwischen Mutter und Sohn und auch zwischen Enkel und Großvater sind wundervoll. Sie zeigen die große Stärke des Regisseurs, der im Inszenieren von stillen Tönen, beim Freilegen des Innersten nach Außen schon bei "The Hours" und "Billy Elliot" und sogar beim "Vorleser" überzeugte. "Ich wünschte, du wärst an seiner Stelle gestorben" quält der ohnmächtige Sohn die Mutter. Sie kann nur antworten: "Ich auch". Ich habe selten so eine ehrliche und schonungslose Unterhaltung zwischen Mutter und kleinem Kind im Hollywoodkino erlebt.
Auch in den Szenen der Nebenrollen, die mit Viola Davies und John Goodman gut besetzt sind, gibt es kurze und prägnante Dialoge. Tom Hanks, keiner meiner ausgeprochenen Lieblinge, hat glücklicherweise wenig Screentime. Seine Rolle ist zu glatt.

Daldry ist ein sehr sinnlicher Regisseur. Viele deutsche Kritiker haben dies mit süßlich oder verkitscht verwechselt. Ob sie sich Emotionen nicht mehr stellen wollen, die ein traumatischer und nach wie vor unfassbarer Gewaltakt wie 9/11 auslöst. Oder ob sie sich eine filmische Beschäftigung eines solchen Themas nur mit deutschem Autorenkino vorzustellen vermögen, das sich dann an der politischen Botschaft verhebt?
Ich weiß es nicht, aber es ist mir wurscht. Der Film ist jedenfalls besser, als hierzulande behauptet wird. Daldry erzählt für mich viel mehr von der persönlichen privaten Tragödie. Von der Hilflosigkeit, vom Verlust und von den Schuldgefühlen, mit denen eine Familie versucht weiterzuleben. Das macht er gut, manchmal ein wenig zu sentimental und umständlich, aber oft sehr ruhig und unglaublich bewegend.

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Ripley1

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@Markbln: Auch hier sind wir uns einig.


Velly

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Schöner Kommentar und ein sehr toller Film.


Tom Friedel

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich muss mich einigen Kritiken hier anschließen. Der Film verspielt einiges an Potential und schafft es nicht, die Dramatik den gesamten Film über zu halten. Für meinen Geschmack werden hier zu viele Facetten der Geschichte angeschnitten und dann nie konsequent zu Ende erzählt. Lediglich der Teil seines Abenteuers, in dem ihm der 'Untermieter' begleitet kann dank eines grandiosen Max von Sydow vollends überzeugen...

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JustJonas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Am Anfang etwas langatmig, der Mittelteil war toll und der Schluss hat mich berührt. Toller Film.

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meliT

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Bewertung9.0Herausragend

Selten einen so fesselnden Film gesehen

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patcharisma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es war ja nicht anders zu erwarten:
Vollem mitteillungssüchtigem Eifer und blinder Verbissenheit schlägt sich hier die berühmte europäische Psycho-Kollektiv-Krankheit durch - nämlich der ewig latente Hass auf die USA - der dank dem Drama "Extremely Loud And Incredibly Close" wiedermal dankbar jaulend über die Surface an die Luft kommt und nicht genug von ihr schnappen kann. Die verintellektualisierten Hobby-Kritiker machen es als Alpha-Tiere vor, um sich in ihrer gesponserten Studenten-Kommune wiedermal als besonders cool zu beweisen und der rhetorisch unbegabte Mob tanzt gleich hinterher, um etwas von diesen vorgemachten "Verdiensten" für sich zu erhaschen. Jeder Dritte erfindet die hochoriginelle Metapher für sich neu: (In etwa) "Extrem langweilg und unglaublich öde". Ja, es ist gibt sie für uns hier nicht, die Einzel-Schicksale des 9/11, wir suhlen uns lieber in verkopften Arthaus-Filmen, die irgendwo im hintersten Hindukusch spielen - in so tollen Miittelalter-Ländereien, in denen notabene die Mütter ihre eigenen Söhne als Selbstmord-Attentäter wegschicken (und sich vor ihrem sicheren Tod noch mit ihnen auf Fotos portraitieren lassen) und vergewaltigte Frauen wegen Ehebruchs gesteinigt werden. Ein Schicksalsdrama über die Folgen des 11. Septembers in New York abzudrehen, das kann nur zwangsweise als Kitsch- und Rührstück enden - was für eine klare, europäisch arrogante Logik! Und genau darum gebe ich als Gegensteuer hier 10 Punkte.

Der Brite Stephen Daldry hatte bisher noch nie einen einzigen schlechten Film abgedreht. Seit "Billy Elliot" hat er immer wieder konsequent die Kontroverse gesucht: Jungs, die ins Mädchen-vorbehaltene Ballett einsteigen (und sich von ihren eigenen Vätern als schwul beschimpfen lassen müssen), frustrierte Ehefrauen, die den Suizid als einzigen Ausweg sehen ("The Hours"), KZ-Wärterinnen, die eine menschliche Seele haben ("The Reader") oder die politisch unkorrekte Roman Polanski-Doku über seine angeblichen sexuellen Minderjährigen-Eskapaden. Statt bekloppter Feuerwehr-Action gibt "Extremely" dem schwarzen Dienstag von 2001 ein völlig anderes Gesicht. Aus einer psychologisch differenzierten Kinder-Perspektive wird nicht nur der Verlust des Vaters als unüberwindbare Trauer(-arbeit) erzählt, sondern gleichzeitig der Mutter-Schuld-Komplex bis zur ungeschönigten Eskalation gezeigt ("You buried an empty box!"). Sandra Bullock hatte mich früher in ihren Tussi-Rollen immer bis zur Weissglut genervt, erst seit sie die 40 überschritten hatte, nahm ich sie als reife Schauspielerin ernst - und hier ist ihr differenziertes Schauspiel ergreifend. Tom Hanks hat eine Routine-Rolle, John Goodman frischt den Film mit seinem unvergleichlichem Humor auf, Viola Davis weiss wiedermal mit ihrer seelischen Wärme zu erfreuen und Max von Sydow gibt als stummer Untermieter eine herrliche Stop/Motion ins Geschehene ein. Dass Wunderkinder besonders viel Neid und Aggressionen bei minderbegabten Nerds und Möchtegern-Hipsters auslösen, ist eine alte Leier und zeigt sich hier wiedermal ganz deutlich am Beispiel des 13-jährigen Thomas Horn. Der "Jeopardy"-Quizshow-Gewinner (die anspruchsvolle Wissens-Show, die damals bei uns mit Frank Elstner auf RTL lief; in den 90ern noch unter dem Namen "Riskant!"), der in seiner Freizeit so ganz nebenbei Mandarin erlernte, schauspielert in seinem Debut-Film derart präzise, dass natürlich das Wort "overacting" fallen muss. Und überhaupt: Von wegen Kitsch! Das Drama schaffte es für mich immer, genau diese Falle voller smarter Eloquenz zu vermeiden. Das Detektiv-ähnliche Mystery-Element findet eine Auflösung, die man so nicht erwartet, die (toll vom Roman adaptierten) Dialoge werden durch das raffinierte Editing oder die genial platzierten Rückblenden immer der möglichen Schwerfälligkeit entzogen, die Dramatik wird nur spärlich zum Climax gebracht, Alexandre Depras feine Minimal-Klänge passen perfekt zur Heimatstadt des Vorbilds Steve Reich und vom Abtauchen in die verwobenen Kleinst-Episoden kann ein Jim Jarmusch jedenfalls nur träumen. Die Lutschpille "Fisherman's Friend" hatte mal diesen Slogan: "Sind sie zu stark, bist Du zu schwach!". Irgendwie erinnert mich dieser Spruch an all die Langweil-Verisse hier von diesem doch sehr ungewöhnlich aufbereitetem Drama.

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Brom-Barium

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@spanky: Bleiben Sie ganz ruhig.


spanky

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Nein, ich hab "so nen Hals"! Ich hasse es, wenn man sich hier immer gleich persönlich angegriffen fühlt. Filmgeschmack ist wie immer subjektiv. Und wenn einem eine Meinung nicht passt, muss man nicht gleich beleidigend werden sondern kann auch sachlich argumentieren. Manche Leute halt nicht. Und denen möchte ich dann so entgegentreten dürfen, wie sie mir kommen.


Peppy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So zwiegespalten sehe ich die Bewertungen sonst mehr bei Teeniefilmen ala Twilight. *.*

An meiner Punktzahl zu erkennen empfinde ich den Film als wertvoll, im Großen und Ganzen schlüssig, die Geschichte sehr liebevoll sowie detailliert erzählt. Eine gute Darstellung macht die Sache rund. Gern wieder.

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pellekraut007

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Bewertung2.0Ärgerlich

Extrem konstruiert und unglaublich anstrengend. Ein superaltkluges, egomanisches Upperclass-Aspergerlein trappelt, sucht und bastelt sich mit einem unnötig stillen Begleiter, durch einen Plot, der mich zutiefst schockierte: lässt sich das Trauern nur mit einer solchen Inselbegabung angemessen darstellen und verarbeiten? Wäre mir so etwas passiert, ich hätte nicht ansatzweise einen derartigen intellektuellen Aktionismus betreiben, derart viele Frei- und Frechheiten nutzen können und dabei noch so eine durchgesytlte, verständnisvolle Mutter genießen dürfen, die sich alle Zeit der Welt und ihre eigene Trauer nimmt, um meine Aktionen gütig-schützend zu begleiten! Und ehrlich, ich wollte das auch nicht sehen! Ein Film über das Trauern um einen Überdaddy, oder sonst einen nromalen, für immer verlorenen Menschen muss, in meinen Augen, nicht so "gestelzt" intellektuell verpackt werden. Genau damit haben mich die Macher und Autoren so richtig verärgert, grunz, dass ich das Ende herbeisehnte, mit dem Verdacht, dass ich hier einem allzu gefälligen Arthouse-Spielchen auf den Leim gegangen bin. So, jetzt bastel ich mir mal so Zwillingstürme und so ein Schiebdings... aber ohne Popup-Mechanik! Dafür bin ich zu... quieck!

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swissroland

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Perfekt!



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