[...]
Zusammenfassend nunmal wirklich eine gelungene Gratwanderung zwischen verzaubernder Melancholie und bitterem, kapitalistischem Beigeschmack, welche den geneigten Zuschauer wählen lässt zwischen dem Festival als Vermittlung von friedlicher Toleranz der Liebe willen einerseits, sowie dem Festival als pseudo-tolerante Instanz für die Verwirklichung eines eigentlich kapitalistischen Gedankenguts andererseits – wie man es nun deutet, die von Regisseur Ang Lee in Szene gesetzte Gegenüberstellung ist geglückt und verwirklicht sich in der Perspektivübernahme des Protagonisten als einen verantwortungsbewussten Schirmherr, der schließlich selbst von dem Gefühl ergriffen wird, das eine ganze Generation prägte und bis heute nicht an Aktualität eingebüßt hat.
...Regisseur Ang Lee (Brokeback Mountain, Tiger and Dragon) verzichtet darauf, die Musikerauftritte in Woodstock zu zeigen. Sein langjähriger Drehbuchautor James Schamus verarbeitet in dem Drehbuch die Erinnerungen des echten Elliots, verändert sie jedoch. Es geht Lee und Schamus nicht um eine Rekonstruktion der Ereignisse, auch nicht um eine kritische Betrachtung des Festivalgeschehens mit Drogenexzessen, Verletzungen, schlechter Versorgung und schrecklichen Wetterbedingungen. Nicht, daß diese Dinge ausgeblendet werden, aber alles, was Lee zeigt, steht unter dem Thema der Liebe, der Freiheit, der Gemeinsamkeit. Taking Woodstock ist eben kein Film über das reale Festival, sondern über die Bedeutung und den Zauber, den es später, bis heute, innehat. Der nostalgische Blick machte Woodstock zu dem, was es heute ist. Es ist der Inbegriff für alles Positive der Hippiekultur. ...
Vor 40 Jahren fand das legendäre Musikfestival Woodstock statt, das quasi für die gesamte Hippie-Bewegung angefangen mit den 68ern bis hinein in die siebziger Jahre stehen kann. Dass zum Jubiläum ein Film über jenes Festival in die Kinos kam, wurde von den Medien natürlich wärmstens aufgenommen. Und plötzlich stellt sich – zumindest für die Öffentlichkeit – heraus, dass nach vier Jahrzehnten ja doch alles ein wenig anders war, wie man es zuvor gekannt hat.
Nachdem sich der gebürtige Taiwaner Lee bereits erfolgreich am amerikanischstem aller Genres, dem Western, versucht hat, bringt er nun ein Stück US-Geschichte auf die Leinwand, das sich ins Bewusstsein einer ganzen Generation gebrannt hat. Seine Chronologie der Ereignisse zeichnet sich dadurch aus, dass ihm das Drumherum wesentlich wichtiger ist, als die Konzerte selbst. Die Menschen und Schicksale und die haarsträubenden Ereignisse, die hinter dem Festival stecken, aber vor allem die Atmosphäre dieser „3 days of Love & Peace“ einzufangen gelingt ihm glänzend.
So verschieden seine Filme auch waren, Regisseur Ang Lee hat sich noch keinen Ausrutscher geleistet – und die geniale Komödie „Taking Woodstock“ bricht bestimmt nicht mit dieser Serie. Die Erwartungen müssen jedoch entsprechend angepasst sein. Dies ist sehr leichtes Material und, ungewöhnlich für einen Ang Lee-Film, spielt nicht jeder im Ensemble im gleichen Universum, geschweige denn in derselben Geschichte.
Auf der anderen Seite: es macht einfach Spaß.
«Taking Woodstock» bricht einen legendären Anlass auf eine persönliche Ebene herunter, verliert aber gerade durch die provinzielle Inszenierung an Faszination.
Ang Lee liefert mit “Taking Woodstock” ein unglaublich relaxten Fluff-Film ab, der zu keinem Zeitpunkzt wirklich mehr will, als die Idee von Woodstock, die nostalgische Traumblase und die besondere Stimmung der späten 60er Jahre, der Friendsbewegung und der Hippies zu erinnern. Und wie jede nostalgische Reminiszenz, so ist auch hier viel Verklärung und wohl ein guter Schuß Idealisierung dabei.
Was absolut egal ist, denn Lee gibt nie vor eine kritische Aufarbeitung liefern zu wollen oder gänzliche neue Sichtweisen eröffnen zu wollen. Er ist Kurator einer Idee von Woodstock, deren Ideale durchaus erinnernswert sind.
Taking Woodstock funktioniert als das was er ist und sein will, als leichte sehr liebenswerte Komödie, die gekonnt mit einem historischen Event und der leicht verschobenen Perspektive darauf spielt und nebenbei eine fast wahre Geschichte über die Organisatoren und die kleine Stadt Bethel erzählt, die durch die Invasion von einer halben Million Hippies dauerhaft verändert wurde und ihren Platz in den Geschichtsbüchern fand.
[...] Dadurch betont der Film ebenso clever wie einfühlsam, dass Woodstock nicht nur ein ausgedehntes Musikereignis voller bekiffter Hippies war, sondern mehr als das, eine große Zusammenkunft verschiedener, gegensätzlicher, ulkiger Persönlichkeiten voller bizarrer Situationen, denkwürdiger Momente und ungewöhnlicher Erfahrungen. „Taking Woodstock“ ist Coming-of-Age- ebenso wie Coming-Out-Geschichte, Emanzipationskomödie und Initiationsfilm, Familienmelodram und Musikhommage zugleich. Und dennoch inszeniert Lee diese Zeitgeistepisode mit unbeschwerter Hand und von beachtlichem Unterhaltungswert. [...]
Ang Lee kratzt nicht am Mythos und erfindet das Genre Kostümkomödie nicht neu. Dass sie Teil einer gigantischen Marketingmaschine werden sollten, haben die Festivalbesucher/innen nicht gewusst, und es hat sie auch nicht interessiert. Auch Lee hielt es für angebrachter, das Ereignis zu zelebrieren als zu hinterfragen.Die Musik dazu will heute niemand mehr haben, die schrille Mode höchstens alle paar Jahre beim nächsten Revival. Lee weiß das und präsentiert seinen Film nicht als endloses Gitarrensolo mit störenden Feedbacks, sondern als kompakten, gut durchkomponierten Popsong mit harmonischem Ausklang. Das ist historisch nicht ganz korrekt, aber als Annäherung an ein Lebensgefühl doch eine ganze Menge.
Die Geschichte hinter dem vielfach verklärten Megaevent der Hippie-Ära besitzt auch ohne den Aufmarsch der musikalischen Helden genügend Witz, Charme und schräge Charaktere, um ein neues Licht auf das Festival zu werfen. Um eine Zeit lebendig werden zu lassen, wie sie wohl nie wieder kehren wird. Nein, Taking Woodstock ist beileibe kein Aufguss alter Dokumentationen über Woodstock, sondern eine intelligente, auf den Punkt gebrachte Beschreibung schillernder Figuren, die das Festival zum Hunderttausenden bevölkert haben.
Lees Film fängt die heitere Stimmung und schlammbesudelten Gesichter der Menge gut ein, aber verfehlt die Widerklänge der Revolution einer Gegenkultur, die diese vielen Ungewaschenen zu dieser Farm spülte.
Regisseur Ang Lee hat nur eine [Woodstock-Geschichte] für Taking Woodstock ausgesucht, ein sorgfältig ausgearbeitetes und schmerzhaft authentisches Porträt einer Zeit und eines Orts, welches abwechselns mitreissend und intim ist, gestochen und schmerzhafz, lustig und platt, emotional und emotionslos. Eine frustrierende Komplikation eines Films mit einer sich hinstreckenden Handlung und großem Ehrgeiz - und einigem großartigem Schauspiel - die genauso oft stolpert wie dahinsegelt.
Das legendäre Woodstock-Konzert feiert seinen 40. und neben einer ganzen Reihe von CD- und DVD-Kompilationen kommt nun auch ein Spielfilm zum historischen Ereignis in die Kinos. Gedreht hat ihn „Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee, aber das Festival an sich bildet hier nur die Hintergrundkulisse, zu sehen oder zu hören ist von ihm wenig. Im Mittelpunkt des Films steht vielmehr Elliot Teichberg (Demetri Martin), der das Festival erst möglich machte, dies allerdings eher zufällig. Elliot lebt im Örtchen Bethel im US-Bundesstaat New York, wo seine Familie ein kleines Motel betreibt. Dies steht jedoch trotz Elliots rührigen, aber leider auch etwas weltfremden Bemühungen, Gäste anzulocken, vor der Pleite. Was zu einem nicht ganz geringen Teil auch an Elliots grantiger Mutter (wunderbar griesgrämig: Imelda Stauton) liegt, die es mit ihrer unfreundlichen Art mühelos schafft, jeden noch so gutmütigen Gast zu vergraulen. Als der Nachwuchs-Motelier Wind davon bekommt, dass…
Das legendäre Woodstock-Konzert feiert seinen 40. und neben einer ganzen Reihe von CD- und DVD-Kompilationen kommt nun auch ein Spielfilm zum historischen Ereignis in die Kinos. Gedreht hat ihn „Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee, aber das Festival an sich bildet hier nur die Hintergrundkulisse, zu sehen oder zu hören ist von ihm wenig.
Im Mittelpunkt des Films steht vielmehr Elliot Teichberg (Demetri Martin), der das Festival erst möglich machte, dies allerdings eher zufällig. Elliot lebt im Örtchen Bethel im US-Bundesstaat New York, wo seine Familie ein kleines Motel betreibt. Dies steht jedoch trotz Elliots rührigen, aber leider auch etwas weltfremden Bemühungen, Gäste anzulocken, vor der Pleite. Was zu einem nicht ganz geringen Teil auch an Elliots grantiger Mutter (wunderbar griesgrämig: Imelda Stauton) liegt, die es mit ihrer unfreundlichen Art mühelos schafft, jeden noch so gutmütigen Gast zu vergraulen. Als der Nachwuchs-Motelier Wind davon bekommt, dass einem groß angekündigten Open Air-Konzert die staatliche Genehmigung entzogen wird, wittert er seine Chance. Als Leiter des lokalen Kultur-Komitees ist er problemlos in der Lage, selbst solch eine Lizenz auszustellen, und mit der Wiese hinter dem Haus seiner Eltern gäbe es auch schon einen perfekten Veranstaltungsort.
So sucht Elliot den Kontakt zu den Konzert-Machern, die auch prompt mit einem Hubschrauber sowie einigen schweren, mit Anzugträgern gefüllten Limousinen erscheinen und das Dorf unter die Lupe nehmen. Ersatz für die viel zu sumpfige Wiese von Elliots Familie ist ebenfalls schnell gefunden: Der Milchfarmer Yasgur (Eugene Levy) stellt gegen ein saftiges Entgelt sehr gerne eine seiner Weiden zur Verfügung – dem Konzert steht nichts mehr im Weg.
Was jedoch jetzt passiert, damit hat wohl niemand gerechnet: Erst rückt ein stetig wachsender Pulk von Organisatoren und Künstlern an, die von den eher konservativen Einwohnern mit Argwohn beäugt werden. Später zieht dann immer mehr Hippie-Publikum in Richtung Bethel und verstopft sämtliche Zufahrtsstraßen. Eine friedliche Menschenlawine überrollt das kleine Dörfchen und lässt zwar die Kassen seiner Einwohner klingeln, aber auch Probleme entstehen.
Nicht nur das Aufeinandertreffen der unzähligen friedlichen Hippies mit den eher einfältigen Dörflern ist Ang Lees Thema, vielmehr interessiert ihn die Figur des Elliot, der auch in Wirklichkeit existierte. Das Festival diente dem jungen Mann als Katalysator, es ließ ihn erkennen, wer er wirklich war und in welche Richtung sein Leben verlaufen sollte. Der bei uns noch nahezu unbekannte Comedian Demetri Martin verkörpert diese Rolle mit einer forschen Unbedarftheit perfekt und darf sich als schauspielerische Entdeckung feiern lassen. Entstanden ist eine von Herzen kommende Hommage an das Wunder von Woodstock und ans Hippietum im Allgemeinen, die zudem ein wenig vom Geist des Ereignisses lebendig werden lässt.
Alle Zutaten zu einem bedeutenden Film schien auch Ang Lees Taking Woodstock zu haben. Dieses Mal irritiert Lee Erwartungen jedoch durch seinen sardonischen Zugang zu einem der Denkmäler der Gegenkultur. Anstatt eine Rekonstruktion des Festivals zu leisten, weicht Lee auf eine mild komische Familiengeschichte aus, die im Tonfall an seine frühen taiwanischen Filme erinnert.
Wir sehen love-ins und entrüstete Altvordere, Geschäftemacherei und Cops mit Blumen im Haar, und wir sehen jede Menge Drogenkonsum (dessen ungeteilt positive Darstellung in einem Film der Jetztzeit die größte Überraschung ist). Lee bekommt das große Panorama in den Griff, obwohl er dem Bild, das von Woodstock in der kollektiven Erinnerung existiert, wenig Neues hinzuzufügen hat. Doch bei den Dutzenden von Figuren, die eine Rolle spielen, und bei den Tausenden, die im Hintergrund zu dirigieren sind, bleibt Lees Stärke auf der Strecke. Nie haben wir zuvor einen Ang Lee gesehen, dessen Charaktere so stereotyp, teilweise sogar Karikaturen ihrer selbst waren.
Ang Lee nimmt in Taking Woodstock die wahren Erlebnisse des junge Elliot und schafft es mit dieser außergewöhnlichen Geschichte die Attitüde einer ganzen Generation von amerikanischen Jugendlichen zu portraitieren. Die Machart des Films ist einfach herrlich frisch und die Bildgestaltung des Films ist warm und passt herrlich zum Thema. Der Einsatz des von Ang Lee schon zuvor genutzten Split Screen ist hier leider nicht besonders geschickt ausgeführt. Zwar passt er wunderbar zum Film an sich, weil er ganz nebenbei an die berühmte Dokumentation über das Festival erinnert, Ang Lee nutzt es jedoch in Szenen in denen es komplett überflüssig ist, was den Zuschauer irgendwie aus der Szene schmeißt und zu einem bewussten Beobachter macht. Es ist wirklich faszinierend anzusehen wie der Regisseur diese Geschichte erzählt ohne dabei auszuschweifen und trotzdem alles einfängt. Zwar sieht man nie das eigentliche Konzert, trotzdem scheint der Film das Lebensgefühl besser zu vermitteln als die Dokumentation selbst, man hat das Gefühl an diesem Über-Happening tatsächlich teilzunehmen. Taking Woodstock ist eine schöne Geschichte, erzählt mit toller Musik und eingefangen in wunderschönen Bildern. Sehr sehenswert!
Netter kleiner "Trip" der mir sehr gefallen hat, vor allem wegen der bunten Details und der grandios fotographierten Bilder, die einfach Spaß machen. Ungefähr das was bei der Woodstock Doku fehlt wird hier gezeigt. Beides zusammen hintereinander ist sehr sehenswert :) (Oh mein Gott ist das ein Smiley in einer Bewertung, ich hoffe nicht.)
Das Gefühl für die besondere Atmosphäre, die beim Woodstock-Festival herrschte, hat Ang Lee wunderbar eingefangen: Die Gelassenheit, die Drogen, der Matsch – man bekommt ein Gefühl dafür, wie die Hippie-Kultur über das Dörfchen Bethel hinweg schwappte. Allerdings war mir der Farm-Familien-Plot im Zentrum des Films über weite Strecken doch etwas zu konstruiert und blutleer. Eine Dramaturgie ist praktisch nicht vorhanden. Auch dass man die Musik (nicht gerade unwesentlich für Woodstock) derart ausklammert, wird dem Festival nicht gerecht – selbst wenn man den Fokus der Geschichte anders setzt.
Der Film bringt einem das Woodstock-Festival und die Emotionen, die die Besucher dort hatten so unglaublich nahe und man fragt sich "Verdammt, warum bin ich blos in der falschen Generation geboren worden?"
Ich war nicht dabei, und trotzdem stell ich mir Woodstock genau so vor, wie es der Film darstellt. Hat er damit nicht alles erreicht ?
Irgendwie macht es unglaublich Spaß dem Plot zu folgen, obwohl er nüchtern betrachtet nicht all zu viel zu bieten hat. Aber man kann sich trotzdem wunderbar "treiben" lassen. Das mag vielleicht daran liegen, dass man recht schnell in einen Zustand Benebelung verfällt, wenn man den Film bewusst mitverfolgt.
In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich die Erzählkunst von Ang Lee bewundere und mich seine Filme schnell in ihren Bann ziehen...
Peace. Love. Freedom. Justice. Brotherhood. Wäre das nicht ein Traum?
Für 110 Minuten gelingt es Ang Lee, einem dieses fast untergegangene Gefühl in seiner fantastischen Woodstock-Verfilmung zu vermitteln und bringt die einzigartige Lebensweise der 68er auf erstaunliche Art und Weise auf die Leinwand.
Farbenfrohe Bildnisse, wohlfühlende Naturlandschaften, viel Liebe, Drogen und nicht zuletzt eine Menge netter, sympathischer Menschen, die die Atmosphäre vergnügend erheitern.
Die wesentliche Message, die Welt endlich als einen friedvollen Ort zu betrachten, im Einklang mit der Natur zu leben und warmherzig und offen mit seinen Mitmenschen umzugehen, gefällt und regt zum Nachdenken an solch eine kleine heile Welt an, die damals vor vierzig Jahren drei Tage lang in Bethel herrschte.
TAKING WOODSTOCK ist ein Film mit Gefühl, Witz und Lieblichkeit. Mir gefällt er allerdings hauptsächlich deswegen so gut, weil ich ein eher pessimistischer, gesellschaftsverneinender Mensch bin und ich es furchtbar gerne mal erleben würde, wenn die heutige Welt für ein Wochenende lang friedlich und respektvoll miteinander umgehen würde. Ich finde die Hippiezeit absolut faszinierend.
PS: Die DVD ist sehr zu empfehlen, denn das Making-Of ist ganz auf Deutsch und bietet unglaublich viel Hintergrundmaterial!
Nettes Filmchen mit superben Cast aber leider fast ohne Woodstock Musik... Liv Schreiber war aber sowas von geil in seiner Rolle als Transe! Das Konzert sieht man aber nur 1x im Film bei nem LSD Trip des Hauptdarstellers der aber extrem real dargestellt ist.
Vielleicht mag das, wie SiameseAlex schreibt, mit der wenigen Musik Absicht sein, ich allerdings habe mir den Film mit der Erwartung, dass mich ein großartiger Soundtrack, der mich z.B. bei "Radio Rock Revolution" begeistert hat, erwartet, angeschaut und wurde da bitterlich enttäuscht.
*SPOILERALERT*
Man kann "Taking Woodstock" nicht recht kritisieren ohne über die Intention des Films zu sprechen. Ang Lee geht es in "Taking Woodstock" um die Allegorie, dass du neben dem vermeintlichen Zentrum der Welt stehen kannst und dennoch Dein ganz persönliches Schicksal immer das wichtigste sein wird: das Akzeptieren Deiner Selbst überschattet so auch das Größte Rockkonzert der Menschheitsgeschichte.
Ang Lee und sein langjähriger Produzent und Drehbuchautor James Schamus verschreiben sch dieser Idee derart Konsquent, dass ihre Hauptfigur gleich drei Anläufe nimmt das Konzert doch noch zu sehen, die alle scheitern. Aber so schlau und stringend diese dramaturgische Idee auf den ersten Blick auch scheinen mag, als Zuschauer bleibt man am Ende doch emotional enttäuscht zurück. Natürlich kann der erfahrene Melodramatiker Ang Lee jeden Eltern-Kind Konflikt aufs anrührigste lösen. Aber wenn dann doch Minute 100 angebrochen ist und man die versprochenen Hendry, Joplin und Dylan noch nicht einmal aus der Ferne gesehen hat, freut man sich zwar für die Hauptfigur, doch man selbst wäre nicht sauer gewesen über ein paar krachende Rocksongs zwischendurch.
Dylan wäre allerdings auch schwer zu zeigen gewesen, wenn Konzertszenen dabei wären. Der war nämlich '69 gar nicht dabei.
Aber ich weiß was Du meinst. Bei solch einem Film erwartet man auch die Livemusik zum Festivalleben.
eine schöne geschichte über einen jungen mann mit einer idee, wie er seine eltern vor dem ruin retten kann. Aber von woodstock war hier wenig zu sehen, bis auf die vielen hippies. wo war die musik? wo waren die bands? ich mein, da baut Lee ne fette Bühne in die pampa und man sieht nicht einmal jemanden drauf spielen? das war dann doch etwas enttäuschend, auch wenn die geschichte als solches gut unterhalten hat.
Ang Lee widmet diesen Film den Machern des legendären Woodstockfestivals. Im Vordergrund steht Elliot Teichberg und seine Idee ein Festival auszurichten. Womit er dabei nicht rechnet ist, dass er Teil von etwas ganz großem wird. Von den Konzerten selbst bekommt man aber nichts mit, denn es geht ausschließlich um die Leute rund um Woodstock. Die Atmosphäre von damals wird wunderbar eingefangen. Gerade die schrulligen Eltern von Eliott sorgen für einige witzige Momente.
Zwar sind bei Taking Woodstock ein paar kleine Längen drin, aber das ist nicht weiter schlimm. Im Zeichen von Love, Peace & Understandig wird uns eine ruhige, heitere und warmherzige Geschichte erzählt die uns die Hippie Ära und deren Lebensgefühl ein bißchen näher bringt.
Auch nach über 40 Jahren gilt das legendäre Woodstock-Festival von 1969 noch als das Konzertereignis überhaupt. Oscarpreisträger Ang Lee inszenierte mit „Taking Woodstock“ nun wie es zum Festival kam, erzählt aus der sicht des jungen Elliot Teichberg, der mit trockenem Witz vom Newcomer Demetri Martin gespielt wird.
„Taking Woodstock“ versteht sich nicht als Konzert- oder Musikfilm. Ang Lee interessiert sich nicht für die Musik. Der Zuschauer bekommt von den Künstlern auf der Bühne nicht mehr mit wie ein vom Wind weggetragenes Flüstern, störend ist dies nicht, denn der Fixpunkt liegt klar bei Elliot Teichberg, dem es gelingt seinen kleinen Heimatort Bethel für drei Tage zum „Zentrum des Universums“ zu verwandeln. Dies präsentiert „Taking Woodstock“ mit einer guten Prise Humor, gut aufgelegten Darstellern und viel Respekt gegenüber der damaligen, unschuldigen Hippie-Kultur. Leider hakt es bei der Dramaturgie. So interessant und für die damalige Zeit bedeutsam der Vietnamkrieg auch war, die Rolle des Vietnamveteranen Billy rutscht zunehmend die dramaturgische Belanglosigkeit ab. Ärgerlich vor allem weil die Figur des Billy recht reizvoll geraten ist, aber Ang Lee konzentriert sich einfach komplett auf Elliot Teichberg und so fühlt es sich leider manchmal so an, als ob ihm die anderen Figuren nicht sonderlich interessieren.
„Taking Woodstock“ kann man als personenbezogenes Biopic verstehen, oder als Reflexion des damaligen Zeitgeists. Beide Varianten bieten anspruchsvolle wie unterhaltsame 110 Minuten. Man sollte nur nicht erwarten das der Film den Mythos definiert, denn dafür steht er dem Konzertereignis viel zu ehrfürchtig gegenüber und dass ist auch gut so.
Der Film vermag es das "groovy" Gefuehl dieser Zeit bestens zu vermitteln.
Ein unglaublich lockerer, sympathischer Film mit einigen guten Darbietungen.
Ich mag vor allem Lees Herangehensweise an die Legende: Von dieser selbst so wenig wie möglich zu zeigen, was sie dann umso mysteriöser erscheinen lässt. Maske, Garderobe und Detailversessenheit im Nachbau des Settings tun ihr übriges um diesem unkonventionellen Film zumindest im Abgang eine leichte Doku-Note zu verpassen.
Ich saß die ganze Zeit im Kino und hab mir überlegt, wann da jetzt mal die Handlung richtig anfängt.
Ich fand den Film größtenteils einfach nur langeilig allerdings gab es ein paar Szenen die gut waren.
Im Prinzip ist Taking Woodstock ein Coming-of-Age Film und so sollte man ihn auch bewerten. Wer also auf den einen oder anderen Livemitschnitt der wichtigsten Rockmusiker aller Zeiten wartet wird enttäuscht und sollte sich besser gleich die Doku Woodstock anschauen. Die Musik ansich spielt sowieso nur am Rande (in wenigen Dialogen) eine Rolle, dafür wird das Hippie-Feeling um das größte Festival aller Zeiten super eingefangen. Die Charaktere sind wie ich finde ebenfalls klasse und auch schauspielerisch gut besetzt.
Taking Woodstock - Kritik
US 2009 Laufzeit 121 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 03.09.2009
Kritiken (15) — Film: Taking Woodstock
SiameseAlex: SiameseMovies
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Zusammenfassend nunmal wirklich eine gelungene Gratwanderung zwischen verzaubernder Melancholie und bitterem, kapitalistischem Beigeschmack, welche den geneigten Zuschauer wählen lässt zwischen dem Festival als Vermittlung von friedlicher Toleranz der Liebe willen einerseits, sowie dem Festival als pseudo-tolerante Instanz für die Verwirklichung eines eigentlich kapitalistischen Gedankenguts andererseits – wie man es nun deutet, die von Regisseur Ang Lee in Szene gesetzte Gegenüberstellung ist geglückt und verwirklicht sich in der Perspektivübernahme des Protagonisten als einen verantwortungsbewussten Schirmherr, der schließlich selbst von dem Gefühl ergriffen wird, das eine ganze Generation prägte und bis heute nicht an Aktualität eingebüßt hat.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
anschom 2011/01/09 15:39:09
Antwort löschensehr schön!
Elisabeth Maurer
Kommentar löschen...Regisseur Ang Lee (Brokeback Mountain, Tiger and Dragon) verzichtet darauf, die Musikerauftritte in Woodstock zu zeigen. Sein langjähriger Drehbuchautor James Schamus verarbeitet in dem Drehbuch die Erinnerungen des echten Elliots, verändert sie jedoch. Es geht Lee und Schamus nicht um eine Rekonstruktion der Ereignisse, auch nicht um eine kritische Betrachtung des Festivalgeschehens mit Drogenexzessen, Verletzungen, schlechter Versorgung und schrecklichen Wetterbedingungen. Nicht, daß diese Dinge ausgeblendet werden, aber alles, was Lee zeigt, steht unter dem Thema der Liebe, der Freiheit, der Gemeinsamkeit. Taking Woodstock ist eben kein Film über das reale Festival, sondern über die Bedeutung und den Zauber, den es später, bis heute, innehat. Der nostalgische Blick machte Woodstock zu dem, was es heute ist. Es ist der Inbegriff für alles Positive der Hippiekultur. ...
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TheCorey: MovieMaze
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenNachdem sich der gebürtige Taiwaner Lee bereits erfolgreich am amerikanischstem aller Genres, dem Western, versucht hat, bringt er nun ein Stück US-Geschichte auf die Leinwand, das sich ins Bewusstsein einer ganzen Generation gebrannt hat. Seine Chronologie der Ereignisse zeichnet sich dadurch aus, dass ihm das Drumherum wesentlich wichtiger ist, als die Konzerte selbst. Die Menschen und Schicksale und die haarsträubenden Ereignisse, die hinter dem Festival stecken, aber vor allem die Atmosphäre dieser „3 days of Love & Peace“ einzufangen gelingt ihm glänzend.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenSo verschieden seine Filme auch waren, Regisseur Ang Lee hat sich noch keinen Ausrutscher geleistet – und die geniale Komödie „Taking Woodstock“ bricht bestimmt nicht mit dieser Serie. Die Erwartungen müssen jedoch entsprechend angepasst sein. Dies ist sehr leichtes Material und, ungewöhnlich für einen Ang Lee-Film, spielt nicht jeder im Ensemble im gleichen Universum, geschweige denn in derselben Geschichte.
Auf der anderen Seite: es macht einfach Spaß.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAng Lee liefert mit “Taking Woodstock” ein unglaublich relaxten Fluff-Film ab, der zu keinem Zeitpunkzt wirklich mehr will, als die Idee von Woodstock, die nostalgische Traumblase und die besondere Stimmung der späten 60er Jahre, der Friendsbewegung und der Hippies zu erinnern. Und wie jede nostalgische Reminiszenz, so ist auch hier viel Verklärung und wohl ein guter Schuß Idealisierung dabei.
Was absolut egal ist, denn Lee gibt nie vor eine kritische Aufarbeitung liefern zu wollen oder gänzliche neue Sichtweisen eröffnen zu wollen. Er ist Kurator einer Idee von Woodstock, deren Ideale durchaus erinnernswert sind.
Taking Woodstock funktioniert als das was er ist und sein will, als leichte sehr liebenswerte Komödie, die gekonnt mit einem historischen Event und der leicht verschobenen Perspektive darauf spielt und nebenbei eine fast wahre Geschichte über die Organisatoren und die kleine Stadt Bethel erzählt, die durch die Invasion von einer halben Million Hippies dauerhaft verändert wurde und ihren Platz in den Geschichtsbüchern fand.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Dadurch betont der Film ebenso clever wie einfühlsam, dass Woodstock nicht nur ein ausgedehntes Musikereignis voller bekiffter Hippies war, sondern mehr als das, eine große Zusammenkunft verschiedener, gegensätzlicher, ulkiger Persönlichkeiten voller bizarrer Situationen, denkwürdiger Momente und ungewöhnlicher Erfahrungen. „Taking Woodstock“ ist Coming-of-Age- ebenso wie Coming-Out-Geschichte, Emanzipationskomödie und Initiationsfilm, Familienmelodram und Musikhommage zugleich. Und dennoch inszeniert Lee diese Zeitgeistepisode mit unbeschwerter Hand und von beachtlichem Unterhaltungswert. [...]
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenAng Lee kratzt nicht am Mythos und erfindet das Genre Kostümkomödie nicht neu. Dass sie Teil einer gigantischen Marketingmaschine werden sollten, haben die Festivalbesucher/innen nicht gewusst, und es hat sie auch nicht interessiert. Auch Lee hielt es für angebrachter, das Ereignis zu zelebrieren als zu hinterfragen.Die Musik dazu will heute niemand mehr haben, die schrille Mode höchstens alle paar Jahre beim nächsten Revival. Lee weiß das und präsentiert seinen Film nicht als endloses Gitarrensolo mit störenden Feedbacks, sondern als kompakten, gut durchkomponierten Popsong mit harmonischem Ausklang. Das ist historisch nicht ganz korrekt, aber als Annäherung an ein Lebensgefühl doch eine ganze Menge.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenDie Geschichte hinter dem vielfach verklärten Megaevent der Hippie-Ära besitzt auch ohne den Aufmarsch der musikalischen Helden genügend Witz, Charme und schräge Charaktere, um ein neues Licht auf das Festival zu werfen. Um eine Zeit lebendig werden zu lassen, wie sie wohl nie wieder kehren wird. Nein, Taking Woodstock ist beileibe kein Aufguss alter Dokumentationen über Woodstock, sondern eine intelligente, auf den Punkt gebrachte Beschreibung schillernder Figuren, die das Festival zum Hunderttausenden bevölkert haben.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenLees Film fängt die heitere Stimmung und schlammbesudelten Gesichter der Menge gut ein, aber verfehlt die Widerklänge der Revolution einer Gegenkultur, die diese vielen Ungewaschenen zu dieser Farm spülte.
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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times
Kommentar löschenRegisseur Ang Lee hat nur eine [Woodstock-Geschichte] für Taking Woodstock ausgesucht, ein sorgfältig ausgearbeitetes und schmerzhaft authentisches Porträt einer Zeit und eines Orts, welches abwechselns mitreissend und intim ist, gestochen und schmerzhafz, lustig und platt, emotional und emotionslos. Eine frustrierende Komplikation eines Films mit einer sich hinstreckenden Handlung und großem Ehrgeiz - und einigem großartigem Schauspiel - die genauso oft stolpert wie dahinsegelt.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDas legendäre Woodstock-Konzert feiert seinen 40. und neben einer ganzen Reihe von CD- und DVD-Kompilationen kommt nun auch ein Spielfilm zum historischen Ereignis in die Kinos. Gedreht hat ihn „Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee, aber das Festival an sich bildet hier nur die Hintergrundkulisse, zu sehen oder zu hören ist von ihm wenig.
Im Mittelpunkt des Films steht vielmehr Elliot Teichberg (Demetri Martin), der das Festival erst möglich machte, dies allerdings eher zufällig. Elliot lebt im Örtchen Bethel im US-Bundesstaat New York, wo seine Familie ein kleines Motel betreibt. Dies steht jedoch trotz Elliots rührigen, aber leider auch etwas weltfremden Bemühungen, Gäste anzulocken, vor der Pleite. Was zu einem nicht ganz geringen Teil auch an Elliots grantiger Mutter (wunderbar griesgrämig: Imelda Stauton) liegt, die es mit ihrer unfreundlichen Art mühelos schafft, jeden noch so gutmütigen Gast zu vergraulen. Als der Nachwuchs-Motelier Wind davon bekommt, dass…
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenAlle Zutaten zu einem bedeutenden Film schien auch Ang Lees Taking Woodstock zu haben. Dieses Mal irritiert Lee Erwartungen jedoch durch seinen sardonischen Zugang zu einem der Denkmäler der Gegenkultur. Anstatt eine Rekonstruktion des Festivals zu leisten, weicht Lee auf eine mild komische Familiengeschichte aus, die im Tonfall an seine frühen taiwanischen Filme erinnert.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWir sehen love-ins und entrüstete Altvordere, Geschäftemacherei und Cops mit Blumen im Haar, und wir sehen jede Menge Drogenkonsum (dessen ungeteilt positive Darstellung in einem Film der Jetztzeit die größte Überraschung ist). Lee bekommt das große Panorama in den Griff, obwohl er dem Bild, das von Woodstock in der kollektiven Erinnerung existiert, wenig Neues hinzuzufügen hat. Doch bei den Dutzenden von Figuren, die eine Rolle spielen, und bei den Tausenden, die im Hintergrund zu dirigieren sind, bleibt Lees Stärke auf der Strecke. Nie haben wir zuvor einen Ang Lee gesehen, dessen Charaktere so stereotyp, teilweise sogar Karikaturen ihrer selbst waren.
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Kommentare (40) — Film: Taking Woodstock
Kommentar schreibenk2 2012/02/11 02:46:03
Kommentar löschenStimmungsvoller Film mit gutem Soundtrack.
Nur irgendwie fehlt ein echter Höhepunkt in der Story.
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ash-williams 2011/11/16 08:58:08
Kommentar löschenAng Lee nimmt in Taking Woodstock die wahren Erlebnisse des junge Elliot und schafft es mit dieser außergewöhnlichen Geschichte die Attitüde einer ganzen Generation von amerikanischen Jugendlichen zu portraitieren. Die Machart des Films ist einfach herrlich frisch und die Bildgestaltung des Films ist warm und passt herrlich zum Thema. Der Einsatz des von Ang Lee schon zuvor genutzten Split Screen ist hier leider nicht besonders geschickt ausgeführt. Zwar passt er wunderbar zum Film an sich, weil er ganz nebenbei an die berühmte Dokumentation über das Festival erinnert, Ang Lee nutzt es jedoch in Szenen in denen es komplett überflüssig ist, was den Zuschauer irgendwie aus der Szene schmeißt und zu einem bewussten Beobachter macht. Es ist wirklich faszinierend anzusehen wie der Regisseur diese Geschichte erzählt ohne dabei auszuschweifen und trotzdem alles einfängt. Zwar sieht man nie das eigentliche Konzert, trotzdem scheint der Film das Lebensgefühl besser zu vermitteln als die Dokumentation selbst, man hat das Gefühl an diesem Über-Happening tatsächlich teilzunehmen. Taking Woodstock ist eine schöne Geschichte, erzählt mit toller Musik und eingefangen in wunderschönen Bildern. Sehr sehenswert!
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Schloøpselcki 2011/10/06 12:22:08
Kommentar löschenNetter kleiner "Trip" der mir sehr gefallen hat, vor allem wegen der bunten Details und der grandios fotographierten Bilder, die einfach Spaß machen. Ungefähr das was bei der Woodstock Doku fehlt wird hier gezeigt. Beides zusammen hintereinander ist sehr sehenswert :) (Oh mein Gott ist das ein Smiley in einer Bewertung, ich hoffe nicht.)
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kinokumpel 2011/07/24 14:10:30
Kommentar löschenDas Gefühl für die besondere Atmosphäre, die beim Woodstock-Festival herrschte, hat Ang Lee wunderbar eingefangen: Die Gelassenheit, die Drogen, der Matsch – man bekommt ein Gefühl dafür, wie die Hippie-Kultur über das Dörfchen Bethel hinweg schwappte. Allerdings war mir der Farm-Familien-Plot im Zentrum des Films über weite Strecken doch etwas zu konstruiert und blutleer. Eine Dramaturgie ist praktisch nicht vorhanden. Auch dass man die Musik (nicht gerade unwesentlich für Woodstock) derart ausklammert, wird dem Festival nicht gerecht – selbst wenn man den Fokus der Geschichte anders setzt.
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MartinAusBerlin 2011/08/22 19:32:22
Antwort löschenDas mit der Musik muss ich leider auch kritisieren. Da hat echt etwas gefehlt.
perpetuum mobile 2011/07/11 13:37:00
Kommentar löschenDer Film bringt einem das Woodstock-Festival und die Emotionen, die die Besucher dort hatten so unglaublich nahe und man fragt sich "Verdammt, warum bin ich blos in der falschen Generation geboren worden?"
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Biersepp 2011/07/09 13:06:13
Kommentar löschenIch war nicht dabei, und trotzdem stell ich mir Woodstock genau so vor, wie es der Film darstellt. Hat er damit nicht alles erreicht ?
Irgendwie macht es unglaublich Spaß dem Plot zu folgen, obwohl er nüchtern betrachtet nicht all zu viel zu bieten hat. Aber man kann sich trotzdem wunderbar "treiben" lassen. Das mag vielleicht daran liegen, dass man recht schnell in einen Zustand Benebelung verfällt, wenn man den Film bewusst mitverfolgt.
In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich die Erzählkunst von Ang Lee bewundere und mich seine Filme schnell in ihren Bann ziehen...
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Hooded Justice 2011/02/19 14:46:14
Kommentar löschenPeace. Love. Freedom. Justice. Brotherhood. Wäre das nicht ein Traum?
Für 110 Minuten gelingt es Ang Lee, einem dieses fast untergegangene Gefühl in seiner fantastischen Woodstock-Verfilmung zu vermitteln und bringt die einzigartige Lebensweise der 68er auf erstaunliche Art und Weise auf die Leinwand.
Farbenfrohe Bildnisse, wohlfühlende Naturlandschaften, viel Liebe, Drogen und nicht zuletzt eine Menge netter, sympathischer Menschen, die die Atmosphäre vergnügend erheitern.
Die wesentliche Message, die Welt endlich als einen friedvollen Ort zu betrachten, im Einklang mit der Natur zu leben und warmherzig und offen mit seinen Mitmenschen umzugehen, gefällt und regt zum Nachdenken an solch eine kleine heile Welt an, die damals vor vierzig Jahren drei Tage lang in Bethel herrschte.
TAKING WOODSTOCK ist ein Film mit Gefühl, Witz und Lieblichkeit. Mir gefällt er allerdings hauptsächlich deswegen so gut, weil ich ein eher pessimistischer, gesellschaftsverneinender Mensch bin und ich es furchtbar gerne mal erleben würde, wenn die heutige Welt für ein Wochenende lang friedlich und respektvoll miteinander umgehen würde. Ich finde die Hippiezeit absolut faszinierend.
PS: Die DVD ist sehr zu empfehlen, denn das Making-Of ist ganz auf Deutsch und bietet unglaublich viel Hintergrundmaterial!
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SpiceWeasel 2011/01/24 14:31:22
Kommentar löschenNettes Filmchen mit superben Cast aber leider fast ohne Woodstock Musik... Liv Schreiber war aber sowas von geil in seiner Rolle als Transe! Das Konzert sieht man aber nur 1x im Film bei nem LSD Trip des Hauptdarstellers der aber extrem real dargestellt ist.
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anschom 2011/01/09 15:33:57
Kommentar löschenein großartiger leitfaden zum thema: " wie organisiere ich ein festival?!"
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Buchinator 2010/11/16 22:55:31
Kommentar löschenDie ersten Minuten sind die stärksten des Filmes.
Danach verfängt sich der Film ein wenig in seiner Unsichtbarkeit, aber das stört nur bedingt.
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stricksogge 2010/09/03 09:37:06
Kommentar löschenVielleicht mag das, wie SiameseAlex schreibt, mit der wenigen Musik Absicht sein, ich allerdings habe mir den Film mit der Erwartung, dass mich ein großartiger Soundtrack, der mich z.B. bei "Radio Rock Revolution" begeistert hat, erwartet, angeschaut und wurde da bitterlich enttäuscht.
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Jonni 2010/08/11 10:08:23
Kommentar löschen*SPOILERALERT*
Man kann "Taking Woodstock" nicht recht kritisieren ohne über die Intention des Films zu sprechen. Ang Lee geht es in "Taking Woodstock" um die Allegorie, dass du neben dem vermeintlichen Zentrum der Welt stehen kannst und dennoch Dein ganz persönliches Schicksal immer das wichtigste sein wird: das Akzeptieren Deiner Selbst überschattet so auch das Größte Rockkonzert der Menschheitsgeschichte.
Ang Lee und sein langjähriger Produzent und Drehbuchautor James Schamus verschreiben sch dieser Idee derart Konsquent, dass ihre Hauptfigur gleich drei Anläufe nimmt das Konzert doch noch zu sehen, die alle scheitern. Aber so schlau und stringend diese dramaturgische Idee auf den ersten Blick auch scheinen mag, als Zuschauer bleibt man am Ende doch emotional enttäuscht zurück. Natürlich kann der erfahrene Melodramatiker Ang Lee jeden Eltern-Kind Konflikt aufs anrührigste lösen. Aber wenn dann doch Minute 100 angebrochen ist und man die versprochenen Hendry, Joplin und Dylan noch nicht einmal aus der Ferne gesehen hat, freut man sich zwar für die Hauptfigur, doch man selbst wäre nicht sauer gewesen über ein paar krachende Rocksongs zwischendurch.
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m.laterne 2011/01/04 09:24:20
Antwort löschenDylan wäre allerdings auch schwer zu zeigen gewesen, wenn Konzertszenen dabei wären. Der war nämlich '69 gar nicht dabei.
Aber ich weiß was Du meinst. Bei solch einem Film erwartet man auch die Livemusik zum Festivalleben.
Joshdeniro 2010/06/28 11:36:22
Kommentar löscheneine schöne geschichte über einen jungen mann mit einer idee, wie er seine eltern vor dem ruin retten kann. Aber von woodstock war hier wenig zu sehen, bis auf die vielen hippies. wo war die musik? wo waren die bands? ich mein, da baut Lee ne fette Bühne in die pampa und man sieht nicht einmal jemanden drauf spielen? das war dann doch etwas enttäuschend, auch wenn die geschichte als solches gut unterhalten hat.
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jannis 2010/06/28 14:26:50
Antwort löscheni can haz SPOILER???? :)
Zitrone 2010/06/06 11:22:43
Kommentar löschenAng Lee widmet diesen Film den Machern des legendären Woodstockfestivals. Im Vordergrund steht Elliot Teichberg und seine Idee ein Festival auszurichten. Womit er dabei nicht rechnet ist, dass er Teil von etwas ganz großem wird. Von den Konzerten selbst bekommt man aber nichts mit, denn es geht ausschließlich um die Leute rund um Woodstock. Die Atmosphäre von damals wird wunderbar eingefangen. Gerade die schrulligen Eltern von Eliott sorgen für einige witzige Momente.
Zwar sind bei Taking Woodstock ein paar kleine Längen drin, aber das ist nicht weiter schlimm. Im Zeichen von Love, Peace & Understandig wird uns eine ruhige, heitere und warmherzige Geschichte erzählt die uns die Hippie Ära und deren Lebensgefühl ein bißchen näher bringt.
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stuforcedyou 2010/05/14 13:46:49
Kommentar löschenAuch nach über 40 Jahren gilt das legendäre Woodstock-Festival von 1969 noch als das Konzertereignis überhaupt. Oscarpreisträger Ang Lee inszenierte mit „Taking Woodstock“ nun wie es zum Festival kam, erzählt aus der sicht des jungen Elliot Teichberg, der mit trockenem Witz vom Newcomer Demetri Martin gespielt wird.
„Taking Woodstock“ versteht sich nicht als Konzert- oder Musikfilm. Ang Lee interessiert sich nicht für die Musik. Der Zuschauer bekommt von den Künstlern auf der Bühne nicht mehr mit wie ein vom Wind weggetragenes Flüstern, störend ist dies nicht, denn der Fixpunkt liegt klar bei Elliot Teichberg, dem es gelingt seinen kleinen Heimatort Bethel für drei Tage zum „Zentrum des Universums“ zu verwandeln. Dies präsentiert „Taking Woodstock“ mit einer guten Prise Humor, gut aufgelegten Darstellern und viel Respekt gegenüber der damaligen, unschuldigen Hippie-Kultur. Leider hakt es bei der Dramaturgie. So interessant und für die damalige Zeit bedeutsam der Vietnamkrieg auch war, die Rolle des Vietnamveteranen Billy rutscht zunehmend die dramaturgische Belanglosigkeit ab. Ärgerlich vor allem weil die Figur des Billy recht reizvoll geraten ist, aber Ang Lee konzentriert sich einfach komplett auf Elliot Teichberg und so fühlt es sich leider manchmal so an, als ob ihm die anderen Figuren nicht sonderlich interessieren.
„Taking Woodstock“ kann man als personenbezogenes Biopic verstehen, oder als Reflexion des damaligen Zeitgeists. Beide Varianten bieten anspruchsvolle wie unterhaltsame 110 Minuten. Man sollte nur nicht erwarten das der Film den Mythos definiert, denn dafür steht er dem Konzertereignis viel zu ehrfürchtig gegenüber und dass ist auch gut so.
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samploo 2010/04/08 19:30:01
Kommentar löschenDer Film vermag es das "groovy" Gefuehl dieser Zeit bestens zu vermitteln.
Ein unglaublich lockerer, sympathischer Film mit einigen guten Darbietungen.
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spanky 2010/03/23 11:07:12
Kommentar löschenIch mag vor allem Lees Herangehensweise an die Legende: Von dieser selbst so wenig wie möglich zu zeigen, was sie dann umso mysteriöser erscheinen lässt. Maske, Garderobe und Detailversessenheit im Nachbau des Settings tun ihr übriges um diesem unkonventionellen Film zumindest im Abgang eine leichte Doku-Note zu verpassen.
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momo92 2010/03/06 22:50:27
Kommentar löschenIch saß die ganze Zeit im Kino und hab mir überlegt, wann da jetzt mal die Handlung richtig anfängt.
Ich fand den Film größtenteils einfach nur langeilig allerdings gab es ein paar Szenen die gut waren.
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Kris 2010/02/21 17:28:55
Kommentar löschenSympathische Komödie, die eine Geschichte über Woodstock abseits der berühmten Bilder erzählt.
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kristallrainer 2010/02/12 01:05:05
Kommentar löschenIm Prinzip ist Taking Woodstock ein Coming-of-Age Film und so sollte man ihn auch bewerten. Wer also auf den einen oder anderen Livemitschnitt der wichtigsten Rockmusiker aller Zeiten wartet wird enttäuscht und sollte sich besser gleich die Doku Woodstock anschauen. Die Musik ansich spielt sowieso nur am Rande (in wenigen Dialogen) eine Rolle, dafür wird das Hippie-Feeling um das größte Festival aller Zeiten super eingefangen. Die Charaktere sind wie ich finde ebenfalls klasse und auch schauspielerisch gut besetzt.
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