Rum Diary

The Rum Diary (2011), US Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 02.08.2012


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5.8
Kritiker
32 Bewertungen
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6.3
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93 Kommentare
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von Bruce Robinson, mit Johnny Depp und Amber Heard

Rum Diary basiert wie Fear and Loathing in Las Vegas auf der Lebensgeschichte des Journalisten Hunter S. Thompson, der wieder von Johnny Depp gespielt wird. Rum Diary handelt von Hunter S. Thompsons Zeit in Puerto Rico.

Paul Kemp (Johnny Depp) ist freischaffender Journalist in den 1950er Jahren und um einen entspannten Lebensstil bemüht – Er ist gut in seinem Job, aber gleichzeitig vollkommen antriebslos und nur an seinem eigenen Vergnügen interessiert. Darum kommt es ihm in The Rum Diary gerade recht, dass er für eine heruntergekommenen Zeitung im sonnigen Puerto Rico schreiben darf. Gemeinsam mit seinem neuen Mitbewohner Sala (Michael Rispoli) lässt er keine Gelegenheit aus, möglichst alternativen Freizeitaktivitäten nachzugehen, wie zum Beispiel mit Drogen zu experimentieren und Autos zu demolieren. Doch als die schöne Chenault (Amber Heard) in sein Leben tritt, hat Kemp plötzlich ein verlockendes Ziel in seinem chaotischen Leben, allerdings ist die mit dem erfolgreichen Sanderson (Aaron Eckhart) zusammen.

Hintergrund & Infos zu The Rum Diary
Die Verfilmung von The Rum Diary, des einzigen Romans von Kult-Journalist Hunter S. Thompson lag lange Jahre auf Eis. Erst durch den Selbstmord Thompsons und Johnny Depps Initiative kam das Projekt wieder in die Gänge. Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten -Star Depp spielte schon beim psychedelischen Fear and Loathing in Las Vegas das Alter Ego des Journalisten und war auch ein persönlicher Freund von Thompson.

Bereits bei Fear and Loathing in Las Vegas sollte The Rum Diary-Regisseur Bruce Robinson die Regie übernehmen. Doch kam es bei dem anspruchsvollen Projekt zu künstlerischen Differenzen und so übernahm letztlich Ex-Monty Python Terry Gilliam die Regie. Auch The Rum Diary kann auf eine problematische Entstehungsgeschicht zurückblicken. Ursprünglich wollte Benicio del Toro bei The Rum Diary im Regiestuhl sitzen, doch es sollte noch Jahre dauern, bis das eigenwillige Projekt endlich Gestalt annahm. Neben Depp sind auch der aus Little Miss Sunshine bekannte Richard Jenkins und Prison Break -Star Amaury Nolasco in The Rum Diary zu sehen. (AK)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Rum Diary
Genre
Abenteuerfilm, Drama
Ort
Karibische Inseln, New York City
Handlung
Alkohol, Identitätskrise, Journalist, Roman, Rum, Verführung, Älterer Mann verführt jüngere Frau
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
FilmEngine

Kommentare (91) — Film: Rum Diary


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bjorn.breitkreuz

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Bewertung7.0Sehenswert

Lange habe ich auf den Film gewartet. Und habe mich dann dummerweise ein wenig beeinflussen lassen durch die nicht wenigen negativen Kritiken. Die sich allerdings als lupenreiner Bullshit rausgestellt haben!
RUM DIARY basiert auf dem gleich lautenden Roman von Hunter S. Thompson.
Wie auch schon im gralsgleichen FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS mimt der begnadete Johnny Depp auch hier einen von Thompsons`Alter Egos - dieses Mal nicht Raoul Duke, sondern Paul Kemp. Der glücklose Schreiberling Paul Kemp reist nach Puerto Rico, um sich dort bei einem schäbigen Käseblatt seine Dukaten zu verdienen. Dann lernt er bei seinen zahlreichen Exkursionen durch die puerto-ricanische Rum- Landschaft den dubiosen Geschäftemacher Sanderson (schön schmierig: Aaron Eckhart) nebst hübscher Gattin (Amber Heard) kennen. Sanderson bietet Kemp an, für ihn tätig zu werden. Erst zu spät merkt Kemp, was Sanderson vor hat.

Das ist so grob die Handlung. RUM DIARY ist - zugegebenermassen- längst nicht so abgefreakt wie FEAR AND LOATHING- aber das macht nix. In RUM DIARY gibts statt diverser Drogen dafür Alkohol in Massen- vorzugsweise Rum. Auch hier gibts so einige kauzige Typen zu bewundern. (sehr schön: Richard Jenkins als Fiffi-tragender Chefredakteur, Giovanni Ribisi gibt hier einen völlig verstrahlten Zeitungsschreiberling für das Ressort Religion (hat aber dabei einen ziemlichen Faible für Hitler, fies selbstgebranntes Zeugs sowie Voodoo!), und den mir bis dato unbekannten aber sehr lustigen Michael Rispoli als Kemps' Amigo Bob Sala (in der Art von Dr. Gonzo) )

Was noch? Hahnenkämpfe, schräge Figuren, groteske Dialoge, toller Soundtrack, ein äusserst lustiges und SEHR kleines Auto, schöne Landschaftsaufnahmen, Amber Heard bei einem ziemlich heissen Tanz, und.. ach ja: RUM natürlich!

Einziger Wermutstropfen: Herr Depp wurde hier mal nicht von David Nathan synchronisiert- was bedauerlich, aber zu verschmerzen ist.
Ich habe den Roman gelesen, und ich bin ganz sicher, dass man einiges mehr aus der Vorlage hätte machen können.
Doch alles in allem kann ich RUM DIARY ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

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Sam_Schildkroete

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film beginnt damit wie Johnny Depps Charakter auf Puerto Rico ankommt, zeigt seine Zeit da, und endet damit wie er wieder fährt. Ungefähr so spannend wie diese kurze Inhaltsangabe schaut sich auch der Film. Die eigentliche Geschichte wird in vielleicht 40 Minuten erzählt (oder weniger). Dafür wird sehr viel Zeit auf die "Puerto Ricanische Lebensweise" gelegt, oder zumindenst dass, was die Protagonisten dafür halten. Das mag nicht spannend sein, und ist am Ende weder erhellend noch horizonterweiternd, unterhält aber zumindenst für seine Laufzeit.

Eigentlich ist natürlich jede Filmwertung auch davon abhängig, in welcher Stimmung und Erwartung der Zuschauer diesem Film denn nun begegnet, aber Filme wie Rum Diary scheinen dafür ungleich stärker anfällig zu sein. Ich will hier nicht den oft zitierten "Sonntagvormittagsfilmchen zum ausnüchtern" anbrigen, dafür ist der Film dann vielleicht doch etwas zu sperrig. Aber ein gewisser umnebelter Geisteszustand sollte schon vorherschen. Damit meine ich aber nicht den extern durch Alkohol oder Drogen herbeigeführten Zustand, sondern eine Laune, in der man nicht auf große Erwartungen oder Schauwerte aus ist, sondern sich vollkommen damit begnügt, dass das Geschehen auf dem Bildschirm vor sich hinplätschert. Manchmal abstrakt, manchmal skuril, manchmal lustig, meistens aber eben einfach da. Rum Diary ist nicht langweilig (in der besagten Stimmung), definiert aber eine neue Bedeutung für das Wort "Unspannend". Wenn man unspannend vom den ganzen Beigeschmäckern wie Langweilig und Öde löst, trifft es den Film sogar ziemlich genau. Unterhaltend aber Unspannend, als wenn man einen Schuss Rum im Kakao hätte.

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Moe Szyslak

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Bewertung6.5Ganz gut

Immer wieder ein Highlight, Johnny Depp mal wieder in seiner ursprünglichen Form sprich ohne angemalter Visage und abartiger Perücken zu sehen (Grimassen konnte er aber auch hier nicht unterlassen). Dass der Film ein Highlight war kann man zwar nicht behaupten, dazu hatte er irgendwie zu wenig Story und viel zu lose aneinandergereihte Szenen (im Grunde genommen ging es um fast gar nichts), aber mit hat er über weite Phasen dennoch ganz gut gefallen. Gab etliche witzige Szenen, hauptsächlich dann immer, wenn Depp, Rispoli und Ribisi (der war so herrlich abgefuckt) im Rum-Rausch waren (und das waren sie oft). Und der Puerto-Rico- und 60er-Jahre Flair kam auch richtig gut rüber. Also das war weitestgehend schon gut unterhaltsam, aber mit dem Abspann kam dann doch das Gefühl in einem hoch, dass das Gesehene zwar durchaus nett, aber doch recht belanglos war.

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Macintosh

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ordentlicher,atmosphärischer Film voller Sarkasmus und Unmengen an Doppeldeutigkeiten für genauer` Hinschauende. (Da ist der "Kater" auch schon mal so groß, dass man dem Goldfisch das Wasser seines eh schon mickrigem Lebensraumes wegtrinkt. Und Baupläne für neue Hotels werden unter Kanonenlärm der Navy präsentiert bsw )
Für Kenner nichts neues, für andere ein guter Einstieg war doch der erste Film stark vernebelter Klamauk.
Hier ein guter Genre Mix und Statement eines unbequemen, scharfsinnigen Autors
der die "Dreckschweine" eben auch so nannte.
"Wenn die Sache irre wird, werden die Irren zu Profis."

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KinkyFish

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Bewertung2.5Ärgerlich

Nur ein Wort: Langweilig!

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DonChris

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Bewertung6.5Ganz gut

Hunter S. Thompson war so etwas wie Amerikas krassester Journalismus des 20. Jahrhundert. Einer der eine Reportage über die Hell’s Angels machte und ständig gegen das Establishment und deren falschen Machenschaften schrieb. Dazu war er quasi ein Rebell, der sein Ding durchzog, von Hierarchien nichts hielt, trank, kiffte und dazu sonstwas für psychodelische Drogen nahm. „Rum Diary“ war eine Art Schilderung seiner Erlebnisse auf Puerto Rico, wo er zu Anfang seiner Karriere arbeitete.
Paul Kemp, gespielt von Johnny Depp, ist dabei ein erfolgloser Journalist und Alkoholiker, der bei einer Lokalzeitung anheuert. Er kommt dabei in einen heruntergekommenen Laden, in dem sich eine Schnapsdrossel an die andere reiht. Qualitativer Journalismus wird hier kleingeschrieben. Richard Jenkins spielt hierbei einen Klischee getränkten Chefredakteur, der auf der einen Seite sein Personal nicht mehr im Griff hat und auf der anderen Seite den Anzeigenkunden schön das Klopapier vorm benutzen bügelt.

In diesem Milieu lernt Kemp den ebenfalls trinkfreudigen Kollegen Sala kennen, bei dem er dann auch unterkommt (muss). Die beiden freunden sich jedenfalls recht schnell an. Irgendwann macht Kemp dann Bekanntschaft mit Schönling, Schnösel und Unternehmer Sanderson, der mittels allerlei krummer Geschäfte zu seinem Reichtum kam und auch schon das nächste krumme Immobiliending plant. Leider wird dieser Part gewohnt schwach und einfarbig verkörpert durch Aaron Eckhart. Mit Amber Heard als schöne junge Gespielin unseres reichen Unternehmers, hat der Film dann auch noch etwas fürs Auge, einen anderen Sinn sehe ich leider nicht in ihrer Rolle. Jedenfalls möchte Sanderson unseren ausgebrannten Kemp gern ins Boot holen, damit er PR-technisch sein Immobilien-Coup unterstützt, worauf dieser sich zwar (offiziell) einlässt, allerdings mehr mit dem Gedanken Informationen zu sammeln.

Insgesamt ist „Rum Diary“ ganz okay - mehr aber eben leider nicht, da neben der (meist) ordentlichen Darstellerleistung und der sympathisch abgeranzten Kulisse viele Charaktere und Handlungsabläufe irgendwie unausgereift wirken. Über lange strecken wirkt der Film wie ein ruderloses Boot, dass mal nach hier und mal nach dort drivtet, ohne wirklich anzukommen. Man wartet förmlich darauf, dass sich einem der Rote Faden des Films erschließt, nur eben leider vergeblich.

Dennoch - „Rum Diary“ ist eine nette Hommage an Hunter S. Thompson und bietet hier und da die Gelegenheit den Film trotz seiner Mängel sympathisch zu finden, was ja nun auch nicht jeder schafft.

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jacker

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Das sind immernoch 20 Jahre und Depp sieht nicht entsprechend verbraucht, sondern schlichtweg viel zu alt aus. Ist egal, seine Rolle spielt er gut, das passt schon. Aber so viel wie an Skripten rumgedoktort wird, hätte man das doch irgendwie ein bißchen anpassen können!


buddahsmokah

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Das stimme ich dir zu, sie haben viel im Film verändert im Film im Vergleich zum Buch, da wäre das Alter noch das geringste Problem gewesen...


Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich kenne das Buch (noch) nicht, daher bewerte ich nur den Film an sich. Und der hat mit doch ganz gut gefallen. Sicherlich gibt es im Laufe der Handlung so manchen Sprung und viele Dialoge gleiten in die Geschwätzigkeit hinab, doch im Großen und Ganzen ist der Film einen Blick wert. Es gibt einige sehr lustige Szenen, die schon fast das "Fear and Loathing"-Gefühl aufleben lassen und die Figuren des Films sind in ihrer Konstellation alle interessant angelegt.
Man merkt wirklich, dass Johnny Depp dieser Film sehr am Herzen liegt.

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xedos666

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Bewertung2.0Ärgerlich

Oh mein Gott...kurz nach Kinostart dürfte Hunter S. Thompson angefangen haben, im Grab zu rotieren und wird wohl seitdem nicht mehr aufgehört haben. Die Romanvorlage gehört meiner Meinung nach zu den besten Trinkerballaden und Karibikbüchern überhaupt. In der die tragenden Hauptfiguren durchgehend gescheiterte Existenzen (Abenteurer, Journalisten etc.) sind, die nach dem Sinn ihrer Existenz suchen, daran aber permanent scheitern. Die ständig fix und alle sind durch Hitze, Rum und ihr eigenes Versagen. Dadurch haben diese Typen allerdings auch Ecken und Kanten, ein eigenes Profil und sind manchmal liebens- und oft auch nur bemitleidenswert. Ein tolles Buch, ganz in der Tradition eines Ernest Hemingway, geschrieben in der großartig lakonischen Art von Hunter S. Thompson.
Und was ist das hier? Bis auf ein stellenweises Aufblitzen von Dreck und Frust scheinen große Teile der Verfilmung eher zu einer neuen "Raffaelo"-Werbung zu passen. Blitzsaubere Strände, nette Bars, gesichtslose reiche Amerikaner, kaum existierende Puertoricaner... Sala und Moberg sind die einzigen beiden Figuren, die wirklich passen. Amber Heard ist wirklich nur hübsch geschminkte Staffage, die kein bisschen Persönlichkeit darstellt und Johnny Depps Performance ist blass wie Amber Heards Teint. Es wurde vieles ausgelassen, dafür neuer Blödsinn hinzugedichtet... traurig. Ich mag Johnny Depp, ich liebe das Buch, aber was Terry Gilliam hier verzapft hat ist gequirlte Hühnerscheiße verpackt in schönen Bildern...

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Misfits_Films

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Terry Gilliam?
Der hat nix mit dem Film zu tun gehabt. Hätte er mal haben sollen ....


xedos666

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Sorry, stimmt, dumme Verwechslung mit der anderen großen Hunter-S.-Thompson-Verfilmung...


Codebreaker

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Bewertung6.5Ganz gut

"The Rum Diary" - ein Film, dessen Trailer ich mal sah und der mich danach wie folgt zurückließ: irgendwie will ich den sehen, allerdings erwarte ich nichts sonderlich gutes oder besser gesagt, ich will ihn zwar sehen, weiß aber nicht ob mir das gefällt was ich dann sehen werde. Nun, soweit so gut. Ohne großer Fan zu sein, sehe ich Johnny Depp eigentlich sehr gern. Amber Heard ist dabei eigentlich auch immer ein "Argument" reinzuschauen. (Man soll mich hierbei nicht falsch verstehen, aber man muss einfach sagen, dass sie schon sehr SEHR gut aussieht ;)) So habe ich mir diesen Film nun also angesehen und muss sagen, dass er mir besser gefallen hat, als ich es erwartet habe. Nun gut, man hat hier jetzt sicherlich keinen grandiosen Film, aber auf jeden Fall einen, der mich durchaus sehr gut unterhalten hat. Die Zeit verging wie im Flug, es gab tolle Bilder zu bestaunen, ein richtig abgefucktes Setting, was funktioniert hat... oberflächlich betrachtet hat man hier einen Film, der sicherlich Spaß macht und den man sich mal angucken kann.
Ich kenne mich nicht großartig mit Hunter S. Thompsen aus, möchte den Film also nur als das bewerten, als das ich ihn gesehen habe, ein Film, keine Verfilmung, nichts.
Also, wenn man genauer hinsieht, dann fallen einem schon einige Schwächen auf. Ich empfand nämlich den Großteil der Figuren als recht blass. Sie waren eben da, allerdings ohne Tiefgang oder ohne den Zuschauer direkt anzusprechen, da hat auch ein Johnny Depp nichts gebracht. Nimmt man beispielweise den von Aaron Eckhart verkörperten Sanderson, der war zwar da, man hat auch gesehen in welche Richtung diese Figur gehen soll, aber man hat ihn weder richtig gehasst, noch hat man ihn richtig "cool" gefunden oder irgendwas dergleichen, er war einem gleichgültig und so war es eben größtenteils mit allen Figuren. Auch beim Hauptcharakter Paul Kemp, obwohl das hier noch am meisten funktioniert hat. Man hat eine Entwicklung angemerkt, aber auch nur eher grob und mit weniger Tiefgang. So erging es mir hier eben fast überall, also konnte gab es da eben auch schauspielerisch nicht wirklich viel zu sehen. Johnny Depp war cool, Eckhart an sich sehe ich eigentlich auch gerne und Amber Heard... wie gesagt <3!!!
Bei der Handlung war es ähnlich, sie plätscherte so vor sich hin ohne einen tiefgehend zu beeindrucken. Es war alles recht unterhaltsam, hat auch hier und da wirklich Spaß gemacht, aber bleibt nicht wirklich hängen und war auch nicht "besonders" genug. Dabei meine ich weniger das WAS, sondern eher die Art und Weise der Präsentation, es war eben eher einfach nur da, als das es richtig cool war und gefesselt hat. "Schlecht" ist aber sicherlich auch was anderes.
Das dreckige Setting, die Bilder, all das rund herum war dann wirklich sehr nett und hat eben auch einen größeren Teil dazu beigetragen, dass der Film "Spaß gemacht hat". Ich würde sogar soweit gehen und sagen, der Film hatte eine eigene Atmosphäre und das fand ich gut!
Fazit: "The Rum Diary" hat mich positiv überrascht. War ziemlich spaßig zu gucken, hat unterhalten, war also definitiv gut, was den Aspekt angeht. Allerdings haben weder Figuren noch Handlung richtig fesseln können.
Man KANN sich den Film ruhig mal anschauen, verpasst aber auch nichts, wenn man ihn nicht gesehen hat.

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Sufu

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Bewertung5.5Geht so

Die Mische war zu hart:
Zu wenig story; zu viel Homo Faber; zu wenig Drogen; zu viel Naked Lunch

Viel zu viel Verpackung, viel zu wenig Inhalt. Eine leere Cola-Dose -

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Maltin

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Bewertung7.5Sehenswert

Kein Film, der durch dramaturgische Dichte überzeugt.
Kein Film, der Fear And Loathing In Las Vegas das Wasser reichen kann (wahrscheinlich auch nicht will).
Kein Film, der das Potenzial seiner Darsteller voll ausreizt.

Aber dennoch.
Ein Film, mit stellenweise wundervollen Bildern.
Ein Film über einen verrückten und ver-rückten Gonzo, dem eine solche Hommage allemal gebührt.
Ein Film, der Depps Oeuvre einen verlierenden, aber sympathischen Trunkenbold und Lebemann hinzufügt.
Ein Film, der eine wahre Wohltat zu all den Wunderländern, verfluchten Weltmeeren und einsamen Effekt-Rangern darstellt.
Ein Film, der gerade in seiner Ruhe, Gelassenheit und Unentschlossenheit das Temperament von Land und Leuten spüren lässt.
Ein Film, der dann und wann diese langsame Fahrt beschleunigt und sich den überaus lebendigen Bildern hingibt.
Ein Film, der Spaß macht und schlicht schön anzusehen ist!

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Hagen Hagen

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Bewertung6.5Ganz gut

Schön, aber stellenweise etwas langweilig.

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Kill_Diether

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Bewertung7.5Sehenswert

The Rum Diary hat nicht den Drive und die Seele wie Fear and Loathing in Las Vegas. Das will und kann er auch nicht sein, denn er beschreibt den Beginn von Hunter S. Thompsons Karriere. Johnny Depp hat also nur den ersten Gang eingelegt und es fehlt ein Sidekick wie sein Anwalt (Benicio Del Toro). Trotzdem ist die Würdigung über Hunter S. Thompson gelungen: "Wir brauchen mehr davon".

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Brainybab

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Bewertung3.0Schwach

Ich konnte mich mit Johnny Depp nie so recht anfreunden, in diesem Film gefällt er mir jedoch besser als erwartet. Es ist der Film selber, der mir nicht gefällt. Vergeblich habe ich einen Handlungsfaden, Tiefgang oder Merkmale eines bestimmten Genres gesucht. Er weiß einfach nicht, was er sein will. Ein typisch amerikanisches Aneinanderreihen einzelner Episoden ohne verbindendes Element. Da reißen's auch die Dialoge nicht raus. Immerhin schöne Landschaftsaufnahmen.
Offenbar ein an Männer gerichteter Film, denn was sollte Frau an den abgehalfterten Typen oder an Amber Heard im halbangezogenen Zustand beim Anbaggern reizen?
Dazu dann etliche Längen und die Wiederholung des Leitthemas: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass sich der Existenz Gottes bewusst ist - und ihn ignoriert.
Ist ja gut, wir haben es kapiert: die Welt ist böse und angefüllt mit Spekulanten und Profiteuren, die die Armen der Welt ausbeuten, um reich zu werden. So ist sie ja nicht erst seit gestern.
Das kann man betrachten wie man will. Ich fand es langweilig und - gemessen am Inhalt - mindestens 30 Minuten zu lang. Die letzten 20 Minuten sind dynnamischer. Das reicht aber nicht für einen 2-stündigen Film.
Punkte: (5 * 20 Minuten à 2 Punkte + 1 * 20 Minuten à 8 Punkte) / 6 = 3 Punkte

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TinaCocaine

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Bewertung4.0Uninteressant

Schöne Menschen und schöne Landschaftsaufnahmen - diese beiden Dinge findet man in "Rum Diary" auf jeden Fall... Leider aber auch nicht viel mehr. Der Film ist maßlos in die Länge gezogen, keine Szene ist wirklich interessant, auch wenn einige lustige Stellen dabei sind und die Thematik ist auch nicht wirklich spannend. Also da gibt es doch wohl wesentlich bessere Filmchen mit Johnny...

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FireDragonC

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film weiß leider echt nicht was er und wohin er will! Hat gute Ansätze, interessante Charaktere, aber alles verläuft doch ziemlich im Sand.
Schade eig.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Viele gute Ansätze, ein kritischer Grundton, ein Hauch einer Idee der Wesensfindung Hunter S. Thompsons schwingt mit - demgegenüber steht viel verschenktes Potential, viel Oberflächlichkeit die weiterer Vertiefung bedurft hätte, viel narrative Holperigkeit die RUM DIARY im Resultat (zu) unrund erscheinen lässt.

Etwa 60 Jahre nach der Besetzung Puerto Ricos durch die Amerikaner reist der junge Thompson ein. Um Geld zu verdienen. Fließbandarbeit für ein lokales Schundblatt abzuliefern - eine Zeitung, ganz in BILD-Manier auf die sensationslustig-flachen Bedürfnisse der amerikanischen „Touristen“ zugeschnitten: ernsthafter Journalismus, kritische Positionen, stichhaltige Recherche? Alles unerwünscht, stattdessen wird geliefert. Gern Fotos von dicken, schwitzenden amerikanischen Bowling-Champs, umrahmt mit inhaltsleeren Interviews. Frustriert von dieser banalen Schreiberei, doch im Hinterkopf immer vom Drang nach ernsthafter, sinnvoller Arbeit getrieben, gibt sich Thompson zunächst ganz dem verlotterten Lebensstil seiner Kollegen hin, der titelgebende Rum fließt - nicht zu knapp - die Augen und Ohren sind auf Durchzug gestellt.

Bis Thompson, als Folge einer Verkettung unglücklicher Zufälle in die Schlingen einiger mächtiger, halb- bis vollkrimineller Strippenzieher gerät und immer mehr merkt auf welch widerliche Weise die amerikanische Kolonialmacht die Kuh melkt. Oder eher: voll dabei ist sie zu schlachten und ausbluten zu lassen. Die Einheimischen leben im Dreck, in Armut, in Perspektivlosigkeit - die Amerikaner hingegen erfreuen sich an Palmenstränden, malerischen Kulissen und sind vollauf damit beschäftigt Gesetze zu umgehen um noch mehr Hotelkästen an die Küsten zu pflanzen - die Dollars klingeln in der Kasse. Thompson will aufdecken, anprangern, bloßstellen.

Dieser Wandel der Figur (unter dem Alter Ego Paul Kemp portraitiert) ist, trotz knisternder Liebelei als Nebenplot und offenkundiger Systemkritik, der zentrale Inhalt von THE RUM DIARY. Der versoffene Lebemann ohne Orientierung merkt immer mehr, wie die Welt um ihn tickt, was Menschen für Geld tun und wie abartig sie handeln um ihren Profit zu optimieren - das veranlasst ihn letztendlich zum Rebell zu werden, das Alles nicht mehr hin zu nehmen. Diesen Wandel transportiert TRD, schade jedoch, dass jede Facette Thompsons, die Impulse seiner essentiellen Veränderung und auch sein Profil gegen Ende weitaus stärker hätten ausgearbeitet werden können. Anfangs ist er oft betrunken. Wirklich Einfluss auf ihn, seine Arbeit, sein Umfeld hat das nicht, dient später lediglich als Initiator seines Kurzaufenthalts vor Gericht. Ein wenig mehr Ziel- und Orientierungslosigkeit hätte nicht geschadet. Nach und nach kommt er dem Treiben der Anzugträger auf die Schliche, doch ob sein Wandel schleichend passiert, oder es den einen entscheidenden Moment gibt, in dem es KLICK macht, bleibt leider Spekulation und schwammig.

Ein wenig fehlt der Inszenierung generell die Stringenz, das richtige Tempo und der Charakter. Mal ist TRD witzig, mal ernster, mal etwas konfus, doch so ganz können diese Stimmungen nicht transportiert werden - nicht selten holpern Szenen vor sich hin, ziehen sich und lassen im Nachhinein den Eindruck leichten Leerlaufs und aufkeimender Zähigkeit zurück. Optisch ist das Werk allerdings - dank ausgeprägtem Karibik-Flair, tollen licht-durchfluteten Aufnahmen und präziser Kamera - durchweg gelungen und macht einfach Spaß. Trotz einiger Defizite ein Film den man sich auch gut ein zweites Mal ansehen kann, nicht zuletzt aufgrund von Johnny Depp, Michael Rispoli und Aaron Eckhardt, die allesamt ein starkes und überzeugendes Schauspiel liefern.

[Review auch zu finden unter: http://weltamdraht.blogsport.de/2013/08/06/the-rum-diary-2012]

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freakualizer

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Echt mal..


jacker

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Auch wenn Depp nicht wie knapp 50 wirkt und im Film (glaube ich) das Alter nicht genannt wird: JA! Ihr habt recht. Passt nicht ganz..


Jek-Hyde

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Bewertung7.0Sehenswert

Obligatorischer Speuler
Wirklich schwer zu sagen, was im Rum Diary nun echt ist, und was Dichtung. Soweit wir alle wissen, mit "wir alle" meine ich natürlich mich; Wissen wir, dass Hunter S. Thompson eine ganze Menge Scheiße erlebte. Und Rum Diary war einer seiner einzigen "Fiktionalen" Romane...soll heißen wir wissen eigentlich einen Dreck. So Beschissen wie im Film alles läuft, könnte man jedoch davon ausgehen, dass ein Großteil davon Wahr ist, bloß mit anderen Nahmen und ein wenig ausgeschmückt. Zum Beispiel den durchgeknallten Hitler hörenden Säufer, der leicht hin und her schwankte und sich den Tipper holt, könnte es wirklich gegeben haben. Es sind eine menge verrückter Hunde unterwegs, Leute.
Kurz um: Ich neige dazu Rum Diary als großteilig wahr anzusehen, was auch das Ende erklärt und ein Problem bei allen wahren Geschichte darstellt, sie enden fast immer beschissen. Hunters Liebelei ist vermutlich hinzugedichtete, könnte ich mir vorstellen, allerdings lasse ich mich auch gern eines besseren belehren. Aber dass er den üblen Kerl, wenn er ihn schon nicht einstampfen kann, wenigstens das Boot klaut, könnte ich mir vorstellen. Aber zum Film an sich. Es ist großteilig eigentlich zu seicht gedreht. Außerdem wäre für das Verständnis und für alles überhaupt es vielleicht besser gewesen Johnny Ab und an als Off- Sprecher einzusetzen, der teile des Rum Dairy's vorliest.
Aber trotz kleiner Macken, und dass ich dem Film eine 6,8/10 gebe und aufrunde hängt mit meiner Sympathie für Thompson zusammen. Alles in allem hatte ich mir was anderes vorgestellt...hätte neutral an die Sache rangehen sollen...bin ich aber nicht. Und wisst ihr auch warum? Weil keiner von uns neutral an irgendwas rangeht. Niemand. Niemals.

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Begbie

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz nettes Filmchen, das so vor sich hinplätschert. Vor allem wollen die Hochglanzbilder nicht so recht zum Thema passen. Dafür ist Amber Heart der absolute Hammer! Ein Vergleich mit "Fear and Loathing in Las Vegas" kommt nach dem sehen gar nicht mehr in Frage..

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k2

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht schlecht, aber das Buch ist besser als der Film.
Die Story spielt 1960, da war die Hauptfigur Paul Kemp a.k.a. Hunter S. Thompson Anfang 20. Johnny Depp war bei den Dreharbeiten fast 50...
Eigentlich 6 Punkte, 1 Bonuspunkt weil ich Hunter S. Thompson-Fan bin.

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