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Rum Diary

The Rum Diary (2011), US Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 02.08.2012


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5.8
Kritiker
32 Bewertungen
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6.3
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2129 Bewertungen
113 Kommentare
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von Bruce Robinson, mit Johnny Depp und Amber Heard

Rum Diary basiert wie Fear and Loathing in Las Vegas auf der Lebensgeschichte des Journalisten Hunter S. Thompson, der wieder von Johnny Depp gespielt wird. Rum Diary handelt von Hunter S. Thompsons Zeit in Puerto Rico.

Paul Kemp (Johnny Depp) ist freischaffender Journalist in den 1950er Jahren und um einen entspannten Lebensstil bemüht – Er ist gut in seinem Job, aber gleichzeitig vollkommen antriebslos und nur an seinem eigenen Vergnügen interessiert. Darum kommt es ihm in The Rum Diary gerade recht, dass er für eine heruntergekommenen Zeitung im sonnigen Puerto Rico schreiben darf. Gemeinsam mit seinem neuen Mitbewohner Sala (Michael Rispoli) lässt er keine Gelegenheit aus, möglichst alternativen Freizeitaktivitäten nachzugehen, wie zum Beispiel mit Drogen zu experimentieren und Autos zu demolieren. Doch als die schöne Chenault (Amber Heard) in sein Leben tritt, hat Kemp plötzlich ein verlockendes Ziel in seinem chaotischen Leben, allerdings ist die mit dem erfolgreichen Sanderson (Aaron Eckhart) zusammen.

Hintergrund & Infos zu The Rum Diary
Die Verfilmung von The Rum Diary, des einzigen Romans von Kult-Journalist Hunter S. Thompson lag lange Jahre auf Eis. Erst durch den Selbstmord Thompsons und Johnny Depps Initiative kam das Projekt wieder in die Gänge. Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten -Star Depp spielte schon beim psychedelischen Fear and Loathing in Las Vegas das Alter Ego des Journalisten und war auch ein persönlicher Freund von Thompson.

Bereits bei Fear and Loathing in Las Vegas sollte The Rum Diary-Regisseur Bruce Robinson die Regie übernehmen. Doch kam es bei dem anspruchsvollen Projekt zu künstlerischen Differenzen und so übernahm letztlich Ex-Monty Python Terry Gilliam die Regie. Auch The Rum Diary kann auf eine problematische Entstehungsgeschicht zurückblicken. Ursprünglich wollte Benicio del Toro bei The Rum Diary im Regiestuhl sitzen, doch es sollte noch Jahre dauern, bis das eigenwillige Projekt endlich Gestalt annahm. Neben Depp sind auch der aus Little Miss Sunshine bekannte Richard Jenkins und Prison Break -Star Amaury Nolasco in The Rum Diary zu sehen. (AK)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Rum Diary
Genre
Abenteuerfilm, Drama
Ort
Karibische Inseln, New York City
Handlung
Alkohol, Identitätskrise, Journalist, Roman, Rum, Verführung, Älterer Mann verführt jüngere Frau
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
FilmEngine

Kritiken (27) — Film: Rum Diary

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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5.5Geht so

[...] Terry Gilliam hat ja bereits 1998 mit Fear and Loathing in Las Vegas eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Kombination aus der Verfilmung literarischer Ergüsse von Hunter S. Thompson und Besetzung von seinem langjährigen Freund Johnny Depp als dessen Alter Ego eine lohnenswerte Kombination ist und genauso großartig hätte vermutlich auch Rum Diary werden können. Zwischen Planung und Durchführung lag diesmal allerdings mehr als ein halbes Jahrzehnt und insbesondere der Tod des Schriftstellers Thompson 2005 ließ das Projekt lange Zeit ruhen, wenngleich Depp immer wieder auf die Produktion des Films drängte. Allerdings handelt es sich bei Rum Diary auch um ein spät veröffentlichtes Frühwerk des berühmten Gonzo-Journalisten und entsprechend jung ist die Hauptfigur, entsprechend richtungs- und ziellos ist die ursprüngliche Coming-of-age-Geschichte inmitten von Rum und Palmen – und leider ist auch das Mainstream-Werk, das aus dem unangepassten ersten literarischen Gehversuch entstanden ist, entsprechend enttäuschend. [...]

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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4.0Uninteressant

Alle im Ansatz durchaus interessanten Charaktere bleiben völlig auf der Strecke. Sei es nun Aaron Eckhart als schleimig-fieser PR-Berater oder Männertraum Amber Heard als Mädchen, das das Dolce Vita liebt. Die erst klischeebeladene Lovestory zwischen Depp und Heard, die sich am Ende viel zu ernst nimmt, ist ebenfalls ein großes Ärgernis. Und dann ist da ja auch noch Giovanni Ribisi als degenerierter Journalist, der als einzige wirklich interessante Figur leider viel zu wenig beleuchtet wird. "The Rum Diary" kann sich zu keinem Zeitpunkt entscheiden, worauf er nun eigentlich seinen Fokus legen will: Auf die Figuren, auf die Geschichte oder doch auf die soziopolitischen Untertöne? Alles zusammengewürfelt funktioniert leider hinten und vorne nicht. Robinsons Film biedert sich immer wieder mit diesen typischen Thompson-Momenten an, die dem Zuschauer ein 'What the fuck!?' entlocken soll, in Wirklichkeit aber nichts weiter als reiner Selbstzweck sind, die viel zu forciert wirken. Das sah wohl auch ein Großteil des Publikums so, denn an den Kinokassen hat "The Rum Diary" weltweit (!) gerade mal die Hälfte seines Budgets wieder eingespielt.

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Geri Krebs: Neue Zürcher Zeitung Geri Krebs: Neue Zürcher Zeitung

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5.5Geht so

The Rum Diary ist über weite Strecken so belanglos wie ein historischer Ferienprospekt oder liebevoll illustrierter Bilderbogen karibischen Lebens der 1950er Jahre [...]. Dabei bleibt wenig von der fiebrigen Spannung, die das Buch durchzieht.

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A. Seitz: Berliner Zeitung, ray A. Seitz: Berliner Zeitung, ray

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8.0Ausgezeichnet

In The Rum Diary herrscht ein Tohuwabohu aus überschäumendem Klamaukkrawall und gesellschaftskritischem Ernst, das einem die Entscheidung, wem von beidem mehr Gewicht beigemessen wird, nicht immer leicht macht.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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5.5Geht so

Johnny Depp hat die Neuausgabe des "Rum-Tagebuchs" angestoßen und den Film mitproduziert. Vielleicht hätte er sich nur für einen anderen Regisseur entscheiden sollen. Bruce Robinson ("Killing Fields", "Jennifer 8", "Still Crazy") inszeniert die One-Man-Show ohne Verve und Überraschungen. Und mehr noch, die Inszenierung wirkt holprig, Dramatik will kaum aufkommen, ein erzählerisches Zentrum sucht man vergebens. Selbst Pauls Liebelei mit einer aufregenden Blondine (Amber Heard) verliert sich als Episode unter vielen halbherzigen Erzählsträngen. Rum Diary wirkt fahrig und unkonzentriert, genau wie sein Held. Schade.

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D.Bickermann: Schnitt D.Bickermann: Schnitt

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6.5Ganz gut

Der Trailer mag eine besoffene Chaos-Komödie versprechen, stattdessen ist The Rum Diary ein Stück nüchternes, erwachsenes Filmemachen geworden. Wie man das findet, mag davon abhängen, wie und ob man selbst gealtert ist.

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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7.0Sehenswert

Eins steht fest: Am Ende hat Paul Kemp seine Stimme gefunden - „made of ink and rage“ - und Hunter S. Thompson betritt die Bühne, um Furcht und Schrecken zu verbreiten.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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6.0Ganz gut

Dass es Bruce Robinson nicht recht gelingen will, in seinem Film die Balance zwischen kapitalismuskritischem Krimi, unmöglicher Liebesgeschichte und absurder Komik zu finden, kann man dem Regisseur nur bedingt zum Vorwurf machen: Hunter S. Thompson schaffte es in seiner Romanvorlage schließlich auch nicht wirklich.

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Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter

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7.0Sehenswert

Ungewöhnlicher erscheint dagegen, dass Johnny Depp, zur Zeit der Dreharbeiten immerhin schon 48 Jahre alt, einen vielleicht 30-jährigen Jungjournalisten spielt. Die frohe Botschaft an seine Fans: Es funktioniert!

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ralphiee

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Hunter S. Thompson war 1960, als er nach San Juan ging, um dort als Journalist zu arbeiten, 23 Jahre alt.. 25 Jahre jüngere Charaktäre spielen? Kein Problem für Mr. Depp


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.5Sehenswert

Wer also „Fear and Loathing Puerto Rico“ erwartet, wird sehr enttäuscht. Hier ist alles so strahlend, dass man wie Kemp dauernd eine Sonnenbrille braucht. „Rum Diary“ hinterlässt als Instant-Kater das Gefühl, da muss doch mehr sein, und macht so Lust, den Roman zu lesen.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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5.0Geht so

Man muss Hunter S. Thompson schon sehr mögen, um in „The Rum Diary“ und seiner Geschichte irgendeinen relevanten Wert zu erkennen. Tut man dies nicht, bleibt leider nur ein holpriges und uninteressantes Machwerk, bei dem sicher viel guter Wille und hehre Absichten im Spiel waren, aber leider zu keinem Zeitpunkt die Basis für einen überzeugenden Film vorhanden.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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4.5Uninteressant

Man mag nun einräumen, dass Johnny Depp seinem verstorbenen Kumpel einen filmischen Freundschaftsdienst erweisen wollte. Nur ob man dem Wut-und-Wahn-Schreiber Hunter S. Thompson durch eine Hommage gerecht wird, die vor allem gut gemeint ist, das muss man dann doch bezweifeln.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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7.5Sehenswert

Und genau als solche Hommage funktioniert dieser kurzweilige Film besonders gut. Regisseur Bruce Robinson hat sich dabei angenehm weit von den wilden Phantasmagorien eines Terry Gilliam entfernt.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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7.5Sehenswert

Ein junger Schreiberling reift im Karibik-Ambiente vom standpunktlosen Journalisten zum sozialkritischen Autor. Johnny Depp spielt großartig wie immer, und Aaron Eckhardt gibt als Schnösel im weißen Anzug einen sehr adretten Buhmann ab.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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5.5Geht so

Vielmehr ist „Rum Diary“ ein ziemlich fades Rip-off der Hangover-Filme: Auch hier geht es nur darum, sich durch Exzesse letztlich zu domestizieren, um die schöne Frau vor den Traualtar zu bekommen.

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SpiceWeasel

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Darf echt jeder einen auf "Kritiker" machen .... "hangover rip-off" WOW! =)


Weltenkind

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Wer in dem Film die Intention "die schöne Frau vor den Traualtar zu bekommen" sieht, sollte sich nur für einen kurzen Moment mit Autor Thompson beschäftigen. Selbst als mittelmäßige Verfilmung des großartigen Buches ist es deutlich, dass es nicht um die Frau geht.


Daniela Sannwald: der Tagesspiegel Daniela Sannwald: der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Die Essenz der „Rum Diaries“ hat Regisseur Robinson kongenial erfasst: Auch der Film lässt keinen Zweifel an der kritischen Haltung gegenüber der Anfang der 60er Jahre weithin akzeptierten Expansionspolitik der USA, die ihren Einflussbereich immer weiter ausdehnte.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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5.5Geht so

So wie der Held wirkt auch "Rum Diary" zu fahrig und unfokussiert. Das Bild einer Zufallsgemeinschaft auf einer amerikanischen Außenstation, in der sich unterschiedliche Interessen und Sensibilitäten der Zeit abbilden, bleibt viel zu unscharf.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] "Rum Diary" hätte das Zeug zum modernen Kultfilm gehabt, verläuft sich aber in seiner verbindungslosen Belanglosigkeit, die weder wirklich ansprechende Charaktere serviert, noch eine Geschichte hat, die irgendeine ausgearbeitete Aussage besitzt. Die Menschen hier sind immer besoffen, stolpern von einem Ort zum anderen und sind dabei so handzahm, dass die Dialoglastigkeit des Films das brave Treiben nahezu erdrückt. Über die einfallslose Liebesgeschichte, die Regisseur Bruce Robinson in seinen Film einfügt, braucht man erst gar keine Worte verlieren, denn die Vorhersehbarkeit des Ganzen ist nicht zu schlagen. Was bleibt sind einige lustige und skurrile Augenblicken, gute Schauspieler die sich nicht von ihrer besten Seite zeigen und eine ansprechende Karibik-Atmosphäre. Das reicht sicher nicht und "Rum Diary" ist in jedem Fall eine klare Enttäuschung.

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Le Samourai

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Sehe alles ähnlich wie du. Inszenierung zu aalglatt und ideenlos, Hunter wäre SICHER nicht zufrieden mit der Verfilmung gewesen, Fear & Loathing ist in ALLEN Belangen Lichtjahre besser. Dennoch - alleine wegen des Themas, der Detailtreue, des Settings etc - finde ich ihn "ganz gut". ;)


nerdkiller

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Hihi, bei mir gabs 8 Punkte (zu viel, ich weiß). Bin nämlich mit nem Scheißgefühl drin gewesen und war dann ziemlich überrascht. :D


René Claßen: Filmdienst René Claßen: Filmdienst

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6.0Ganz gut

Wer schon voller Bewunderung für Thompson den Kinosaal betritt, dem mag dieser hagiografische Ansatz gefallen. Allen anderen hat der Film nur hübsche Bilder aus einer einfachen Welt zu bieten.

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Markus Müller: Movie Maze Markus Müller: Movie Maze

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6.5Ganz gut

Rum Diary ist zwar sehr angenehm zu schauen und durchgehend recht unterhaltsam, besonders spannend oder mitreißend ist er jedoch nicht.

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Alle Kritiken (27)


Kommentare (86) — Film: Rum Diary


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DonChris

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Bewertung6.5Ganz gut

Hunter S. Thompson war so etwas wie Amerikas krassester Journalismus des 20. Jahrhundert. Einer der eine Reportage über die Hell’s Angels machte und ständig gegen das Establishment und deren falschen Machenschaften schrieb. Dazu war er quasi ein Rebell, der sein Ding durchzog, von Hierarchien nichts hielt, trank, kiffte und dazu sonstwas für psychodelische Drogen nahm. „Rum Diary“ war eine Art Schilderung seiner Erlebnisse auf Puerto Rico, wo er zu Anfang seiner Karriere arbeitete.
Paul Kemp, gespielt von Johnny Depp, ist dabei ein erfolgloser Journalist und Alkoholiker, der bei einer Lokalzeitung anheuert. Er kommt dabei in einen heruntergekommenen Laden, in dem sich eine Schnapsdrossel an die andere reiht. Qualitativer Journalismus wird hier kleingeschrieben. Richard Jenkins spielt hierbei einen Klischee getränkten Chefredakteur, der auf der einen Seite sein Personal nicht mehr im Griff hat und auf der anderen Seite den Anzeigenkunden schön das Klopapier vorm benutzen bügelt.

In diesem Milieu lernt Kemp den ebenfalls trinkfreudigen Kollegen Sala kennen, bei dem er dann auch unterkommt (muss). Die beiden freunden sich jedenfalls recht schnell an. Irgendwann macht Kemp dann Bekanntschaft mit Schönling, Schnösel und Unternehmer Sanderson, der mittels allerlei krummer Geschäfte zu seinem Reichtum kam und auch schon das nächste krumme Immobiliending plant. Leider wird dieser Part gewohnt schwach und einfarbig verkörpert durch Aaron Eckhart. Mit Amber Heard als schöne junge Gespielin unseres reichen Unternehmers, hat der Film dann auch noch etwas fürs Auge, einen anderen Sinn sehe ich leider nicht in ihrer Rolle. Jedenfalls möchte Sanderson unseren ausgebrannten Kemp gern ins Boot holen, damit er PR-technisch sein Immobilien-Coup unterstützt, worauf dieser sich zwar (offiziell) einlässt, allerdings mehr mit dem Gedanken Informationen zu sammeln.

Insgesamt ist „Rum Diary“ ganz okay - mehr aber eben leider nicht, da neben der (meist) ordentlichen Darstellerleistung und der sympathisch abgeranzten Kulisse viele Charaktere und Handlungsabläufe irgendwie unausgereift wirken. Über lange strecken wirkt der Film wie ein ruderloses Boot, dass mal nach hier und mal nach dort drivtet, ohne wirklich anzukommen. Man wartet förmlich darauf, dass sich einem der Rote Faden des Films erschließt, nur eben leider vergeblich.

Dennoch - „Rum Diary“ ist eine nette Hommage an Hunter S. Thompson und bietet hier und da die Gelegenheit den Film trotz seiner Mängel sympathisch zu finden, was ja nun auch nicht jeder schafft.

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Sven - Friedrich Wiese

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@Jacker: Die Frage ist mehr als berechtigt. Na ja, viele ältere Schauspieler schätzen ihr Spielalter wesentlich jünger ein. Tom Cruise ist auch so ein Fall. Aber so eklatant wie in diesem Fall habe ich das auch noch nicht erlebt.
@DonChris: Schöner Kommi!


DonChris

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Der Hintergrund wohl wirklich die persönliche Verbundenheit der beiden, so dass es für Depp dann wohl ein inneres Bedürfnis war den Charakter zu spielen. Doch für Anfang geht Depp in dem Film nie durch ;)


Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich kenne das Buch (noch) nicht, daher bewerte ich nur den Film an sich. Und der hat mit doch ganz gut gefallen. Sicherlich gibt es im Laufe der Handlung so manchen Sprung und viele Dialoge gleiten in die Geschwätzigkeit hinab, doch im Großen und Ganzen ist der Film einen Blick wert. Es gibt einige sehr lustige Szenen, die schon fast das "Fear and Loathing"-Gefühl aufleben lassen und die Figuren des Films sind in ihrer Konstellation alle interessant angelegt.
Man merkt wirklich, dass Johnny Depp dieser Film sehr am Herzen liegt.

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xedos666

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Bewertung2.0Ärgerlich

Oh mein Gott...kurz nach Kinostart dürfte Hunter S. Thompson angefangen haben, im Grab zu rotieren und wird wohl seitdem nicht mehr aufgehört haben. Die Romanvorlage gehört meiner Meinung nach zu den besten Trinkerballaden und Karibikbüchern überhaupt. In der die tragenden Hauptfiguren durchgehend gescheiterte Existenzen (Abenteurer, Journalisten etc.) sind, die nach dem Sinn ihrer Existenz suchen, daran aber permanent scheitern. Die ständig fix und alle sind durch Hitze, Rum und ihr eigenes Versagen. Dadurch haben diese Typen allerdings auch Ecken und Kanten, ein eigenes Profil und sind manchmal liebens- und oft auch nur bemitleidenswert. Ein tolles Buch, ganz in der Tradition eines Ernest Hemingway, geschrieben in der großartig lakonischen Art von Hunter S. Thompson.
Und was ist das hier? Bis auf ein stellenweises Aufblitzen von Dreck und Frust scheinen große Teile der Verfilmung eher zu einer neuen "Raffaelo"-Werbung zu passen. Blitzsaubere Strände, nette Bars, gesichtslose reiche Amerikaner, kaum existierende Puertoricaner... Sala und Moberg sind die einzigen beiden Figuren, die wirklich passen. Amber Heard ist wirklich nur hübsch geschminkte Staffage, die kein bisschen Persönlichkeit darstellt und Johnny Depps Performance ist blass wie Amber Heards Teint. Es wurde vieles ausgelassen, dafür neuer Blödsinn hinzugedichtet... traurig. Ich mag Johnny Depp, ich liebe das Buch, aber was Terry Gilliam hier verzapft hat ist gequirlte Hühnerscheiße verpackt in schönen Bildern...

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Codebreaker

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Bewertung6.5Ganz gut

"The Rum Diary" - ein Film, dessen Trailer ich mal sah und der mich danach wie folgt zurückließ: irgendwie will ich den sehen, allerdings erwarte ich nichts sonderlich gutes oder besser gesagt, ich will ihn zwar sehen, weiß aber nicht ob mir das gefällt was ich dann sehen werde. Nun, soweit so gut. Ohne großer Fan zu sein, sehe ich Johnny Depp eigentlich sehr gern. Amber Heard ist dabei eigentlich auch immer ein "Argument" reinzuschauen. (Man soll mich hierbei nicht falsch verstehen, aber man muss einfach sagen, dass sie schon sehr SEHR gut aussieht ;)) So habe ich mir diesen Film nun also angesehen und muss sagen, dass er mir besser gefallen hat, als ich es erwartet habe. Nun gut, man hat hier jetzt sicherlich keinen grandiosen Film, aber auf jeden Fall einen, der mich durchaus sehr gut unterhalten hat. Die Zeit verging wie im Flug, es gab tolle Bilder zu bestaunen, ein richtig abgefucktes Setting, was funktioniert hat... oberflächlich betrachtet hat man hier einen Film, der sicherlich Spaß macht und den man sich mal angucken kann.
Ich kenne mich nicht großartig mit Hunter S. Thompsen aus, möchte den Film also nur als das bewerten, als das ich ihn gesehen habe, ein Film, keine Verfilmung, nichts.
Also, wenn man genauer hinsieht, dann fallen einem schon einige Schwächen auf. Ich empfand nämlich den Großteil der Figuren als recht blass. Sie waren eben da, allerdings ohne Tiefgang oder ohne den Zuschauer direkt anzusprechen, da hat auch ein Johnny Depp nichts gebracht. Nimmt man beispielweise den von Aaron Eckhart verkörperten Sanderson, der war zwar da, man hat auch gesehen in welche Richtung diese Figur gehen soll, aber man hat ihn weder richtig gehasst, noch hat man ihn richtig "cool" gefunden oder irgendwas dergleichen, er war einem gleichgültig und so war es eben größtenteils mit allen Figuren. Auch beim Hauptcharakter Paul Kemp, obwohl das hier noch am meisten funktioniert hat. Man hat eine Entwicklung angemerkt, aber auch nur eher grob und mit weniger Tiefgang. So erging es mir hier eben fast überall, also konnte gab es da eben auch schauspielerisch nicht wirklich viel zu sehen. Johnny Depp war cool, Eckhart an sich sehe ich eigentlich auch gerne und Amber Heard... wie gesagt <3!!!
Bei der Handlung war es ähnlich, sie plätscherte so vor sich hin ohne einen tiefgehend zu beeindrucken. Es war alles recht unterhaltsam, hat auch hier und da wirklich Spaß gemacht, aber bleibt nicht wirklich hängen und war auch nicht "besonders" genug. Dabei meine ich weniger das WAS, sondern eher die Art und Weise der Präsentation, es war eben eher einfach nur da, als das es richtig cool war und gefesselt hat. "Schlecht" ist aber sicherlich auch was anderes.
Das dreckige Setting, die Bilder, all das rund herum war dann wirklich sehr nett und hat eben auch einen größeren Teil dazu beigetragen, dass der Film "Spaß gemacht hat". Ich würde sogar soweit gehen und sagen, der Film hatte eine eigene Atmosphäre und das fand ich gut!
Fazit: "The Rum Diary" hat mich positiv überrascht. War ziemlich spaßig zu gucken, hat unterhalten, war also definitiv gut, was den Aspekt angeht. Allerdings haben weder Figuren noch Handlung richtig fesseln können.
Man KANN sich den Film ruhig mal anschauen, verpasst aber auch nichts, wenn man ihn nicht gesehen hat.

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Sufu

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Bewertung5.5Geht so

Die Mische war zu hart:
Zu wenig story; zu viel Homo Faber; zu wenig Drogen; zu viel Naked Lunch

Viel zu viel Verpackung, viel zu wenig Inhalt. Eine leere Cola-Dose -

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Maltin

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Bewertung7.5Sehenswert

Kein Film, der durch dramaturgische Dichte überzeugt.
Kein Film, der Fear And Loathing In Las Vegas das Wasser reichen kann (wahrscheinlich auch nicht will).
Kein Film, der das Potenzial seiner Darsteller voll ausreizt.

Aber dennoch.
Ein Film, mit stellenweise wundervollen Bildern.
Ein Film über einen verrückten und ver-rückten Gonzo, dem eine solche Hommage allemal gebührt.
Ein Film, der Depps Oeuvre einen verlierenden, aber sympathischen Trunkenbold und Lebemann hinzufügt.
Ein Film, der eine wahre Wohltat zu all den Wunderländern, verfluchten Weltmeeren und einsamen Effekt-Rangern darstellt.
Ein Film, der gerade in seiner Ruhe, Gelassenheit und Unentschlossenheit das Temperament von Land und Leuten spüren lässt.
Ein Film, der dann und wann diese langsame Fahrt beschleunigt und sich den überaus lebendigen Bildern hingibt.
Ein Film, der Spaß macht und schlicht schön anzusehen ist!

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Hagen Hagen

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Bewertung6.5Ganz gut

Schön, aber stellenweise etwas langweilig.

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Kill_Diether

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Bewertung7.5Sehenswert

The Rum Diary hat nicht den Drive und die Seele wie Fear and Loathing in Las Vegas. Das will und kann er auch nicht sein, denn er beschreibt den Beginn von Hunter S. Thompsons Karriere. Johnny Depp hat also nur den ersten Gang eingelegt und es fehlt ein Sidekick wie sein Anwalt (Benicio Del Toro). Trotzdem ist die Würdigung über Hunter S. Thompson gelungen: "Wir brauchen mehr davon".

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Brainybab

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Bewertung3.0Schwach

Ich konnte mich mit Johnny Depp nie so recht anfreunden, in diesem Film gefällt er mir jedoch besser als erwartet. Es ist der Film selber, der mir nicht gefällt. Vergeblich habe ich einen Handlungsfaden, Tiefgang oder Merkmale eines bestimmten Genres gesucht. Er weiß einfach nicht, was er sein will. Ein typisch amerikanisches Aneinanderreihen einzelner Episoden ohne verbindendes Element. Da reißen's auch die Dialoge nicht raus. Immerhin schöne Landschaftsaufnahmen.
Offenbar ein an Männer gerichteter Film, denn was sollte Frau an den abgehalfterten Typen oder an Amber Heard im halbangezogenen Zustand beim Anbaggern reizen?
Dazu dann etliche Längen und die Wiederholung des Leitthemas: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass sich der Existenz Gottes bewusst ist - und ihn ignoriert.
Ist ja gut, wir haben es kapiert: die Welt ist böse und angefüllt mit Spekulanten und Profiteuren, die die Armen der Welt ausbeuten, um reich zu werden. So ist sie ja nicht erst seit gestern.
Das kann man betrachten wie man will. Ich fand es langweilig und - gemessen am Inhalt - mindestens 30 Minuten zu lang. Die letzten 20 Minuten sind dynnamischer. Das reicht aber nicht für einen 2-stündigen Film.
Punkte: (5 * 20 Minuten à 2 Punkte + 1 * 20 Minuten à 8 Punkte) / 6 = 3 Punkte

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TinaCocaine

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Bewertung4.0Uninteressant

Schöne Menschen und schöne Landschaftsaufnahmen - diese beiden Dinge findet man in "Rum Diary" auf jeden Fall... Leider aber auch nicht viel mehr. Der Film ist maßlos in die Länge gezogen, keine Szene ist wirklich interessant, auch wenn einige lustige Stellen dabei sind und die Thematik ist auch nicht wirklich spannend. Also da gibt es doch wohl wesentlich bessere Filmchen mit Johnny...

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FireDragonC

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film weiß leider echt nicht was er und wohin er will! Hat gute Ansätze, interessante Charaktere, aber alles verläuft doch ziemlich im Sand.
Schade eig.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Viele gute Ansätze, ein kritischer Grundton, ein Hauch einer Idee der Wesensfindung Hunter S. Thompsons schwingt mit - demgegenüber steht viel verschenktes Potential, viel Oberflächlichkeit die weiterer Vertiefung bedurft hätte, viel narrative Holperigkeit die RUM DIARY im Resultat (zu) unrund erscheinen lässt.

Etwa 60 Jahre nach der Besetzung Puerto Ricos durch die Amerikaner reist der junge Thompson ein. Um Geld zu verdienen. Fließbandarbeit für ein lokales Schundblatt abzuliefern - eine Zeitung, ganz in BILD-Manier auf die sensationslustig-flachen Bedürfnisse der amerikanischen „Touristen“ zugeschnitten: ernsthafter Journalismus, kritische Positionen, stichhaltige Recherche? Alles unerwünscht, stattdessen wird geliefert. Gern Fotos von dicken, schwitzenden amerikanischen Bowling-Champs, umrahmt mit inhaltsleeren Interviews. Frustriert von dieser banalen Schreiberei, doch im Hinterkopf immer vom Drang nach ernsthafter, sinnvoller Arbeit getrieben, gibt sich Thompson zunächst ganz dem verlotterten Lebensstil seiner Kollegen hin, der titelgebende Rum fließt - nicht zu knapp - die Augen und Ohren sind auf Durchzug gestellt.

Bis Thompson, als Folge einer Verkettung unglücklicher Zufälle in die Schlingen einiger mächtiger, halb- bis vollkrimineller Strippenzieher gerät und immer mehr merkt auf welch widerliche Weise die amerikanische Kolonialmacht die Kuh melkt. Oder eher: voll dabei ist sie zu schlachten und ausbluten zu lassen. Die Einheimischen leben im Dreck, in Armut, in Perspektivlosigkeit - die Amerikaner hingegen erfreuen sich an Palmenstränden, malerischen Kulissen und sind vollauf damit beschäftigt Gesetze zu umgehen um noch mehr Hotelkästen an die Küsten zu pflanzen - die Dollars klingeln in der Kasse. Thompson will aufdecken, anprangern, bloßstellen.

Dieser Wandel der Figur (unter dem Alter Ego Paul Kemp portraitiert) ist, trotz knisternder Liebelei als Nebenplot und offenkundiger Systemkritik, der zentrale Inhalt von THE RUM DIARY. Der versoffene Lebemann ohne Orientierung merkt immer mehr, wie die Welt um ihn tickt, was Menschen für Geld tun und wie abartig sie handeln um ihren Profit zu optimieren - das veranlasst ihn letztendlich zum Rebell zu werden, das Alles nicht mehr hin zu nehmen. Diesen Wandel transportiert TRD, schade jedoch, dass jede Facette Thompsons, die Impulse seiner essentiellen Veränderung und auch sein Profil gegen Ende weitaus stärker hätten ausgearbeitet werden können. Anfangs ist er oft betrunken. Wirklich Einfluss auf ihn, seine Arbeit, sein Umfeld hat das nicht, dient später lediglich als Initiator seines Kurzaufenthalts vor Gericht. Ein wenig mehr Ziel- und Orientierungslosigkeit hätte nicht geschadet. Nach und nach kommt er dem Treiben der Anzugträger auf die Schliche, doch ob sein Wandel schleichend passiert, oder es den einen entscheidenden Moment gibt, in dem es KLICK macht, bleibt leider Spekulation und schwammig.

Ein wenig fehlt der Inszenierung generell die Stringenz, das richtige Tempo und der Charakter. Mal ist TRD witzig, mal ernster, mal etwas konfus, doch so ganz können diese Stimmungen nicht transportiert werden - nicht selten holpern Szenen vor sich hin, ziehen sich und lassen im Nachhinein den Eindruck leichten Leerlaufs und aufkeimender Zähigkeit zurück. Optisch ist das Werk allerdings - dank ausgeprägtem Karibik-Flair, tollen licht-durchfluteten Aufnahmen und präziser Kamera - durchweg gelungen und macht einfach Spaß. Trotz einiger Defizite ein Film den man sich auch gut ein zweites Mal ansehen kann, nicht zuletzt aufgrund von Johnny Depp, Michael Rispoli und Aaron Eckhardt, die allesamt ein starkes und überzeugendes Schauspiel liefern.

[Review auch zu finden unter: http://weltamdraht.blogsport.de/2013/08/06/the-rum-diary-2012]

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freakualizer

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Echt mal..


jacker

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Auch wenn Depp nicht wie knapp 50 wirkt und im Film (glaube ich) das Alter nicht genannt wird: JA! Ihr habt recht. Passt nicht ganz..


Jek-Hyde

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Bewertung7.0Sehenswert

Obligatorischer Speuler
Wirklich schwer zu sagen, was im Rum Diary nun echt ist, und was Dichtung. Soweit wir alle wissen, mit "wir alle" meine ich natürlich mich; Wissen wir, dass Hunter S. Thompson eine ganze Menge Scheiße erlebte. Und Rum Diary war einer seiner einzigen "Fiktionalen" Romane...soll heißen wir wissen eigentlich einen Dreck. So Beschissen wie im Film alles läuft, könnte man jedoch davon ausgehen, dass ein Großteil davon Wahr ist, bloß mit anderen Nahmen und ein wenig ausgeschmückt. Zum Beispiel den durchgeknallten Hitler hörenden Säufer, der leicht hin und her schwankte und sich den Tipper holt, könnte es wirklich gegeben haben. Es sind eine menge verrückter Hunde unterwegs, Leute.
Kurz um: Ich neige dazu Rum Diary als großteilig wahr anzusehen, was auch das Ende erklärt und ein Problem bei allen wahren Geschichte darstellt, sie enden fast immer beschissen. Hunters Liebelei ist vermutlich hinzugedichtete, könnte ich mir vorstellen, allerdings lasse ich mich auch gern eines besseren belehren. Aber dass er den üblen Kerl, wenn er ihn schon nicht einstampfen kann, wenigstens das Boot klaut, könnte ich mir vorstellen. Aber zum Film an sich. Es ist großteilig eigentlich zu seicht gedreht. Außerdem wäre für das Verständnis und für alles überhaupt es vielleicht besser gewesen Johnny Ab und an als Off- Sprecher einzusetzen, der teile des Rum Dairy's vorliest.
Aber trotz kleiner Macken, und dass ich dem Film eine 6,8/10 gebe und aufrunde hängt mit meiner Sympathie für Thompson zusammen. Alles in allem hatte ich mir was anderes vorgestellt...hätte neutral an die Sache rangehen sollen...bin ich aber nicht. Und wisst ihr auch warum? Weil keiner von uns neutral an irgendwas rangeht. Niemand. Niemals.

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Begbie

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz nettes Filmchen, das so vor sich hinplätschert. Vor allem wollen die Hochglanzbilder nicht so recht zum Thema passen. Dafür ist Amber Heart der absolute Hammer! Ein Vergleich mit "Fear and Loathing in Las Vegas" kommt nach dem sehen gar nicht mehr in Frage..

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k2

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht schlecht, aber das Buch ist besser als der Film.
Die Story spielt 1960, da war die Hauptfigur Paul Kemp a.k.a. Hunter S. Thompson Anfang 20. Johnny Depp war bei den Dreharbeiten fast 50...
Eigentlich 6 Punkte, 1 Bonuspunkt weil ich Hunter S. Thompson-Fan bin.

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung3.5Schwach

"Rum Diary", die biografische Verfilmung Hunter S. Thompsons erzählt vom Trinken, vom Kette rauchen sowie von Drogenexperimenten und dem Wandeln zwischen den Extremen: Weißer Traumstrand & Luxus auf der einen Seite, dunkle, vor Dreck triefende Armut auf der anderen. Kontrastreich ist auch der Wechsel zwischen dem Drama, unterfüttert mit Machtspielen, Geldgier, verschmähter Liebe sowie Rassenunterschieden und den amüsanteren Elementen. Doch gänzlich wollen sich die Dinge nicht in ein harmonisches Ganzes zusammenfügen - Spannung kommt im Verlauf des Filmes nicht auf, ich habe mich eher immer mehr gefragt, worauf das Ganze hinauslaufen soll.
Johnny Depp ist jedenfalls ein dicker Pluspunkt, denn da wo der Film schwächelt, ist Depp zur Stelle um einiges zu richten - neben Depp ist Giovanni Ribisi als einer von wenigen hervorzuheben, der meiner Meinung nach zwar eindeutig unter seinen schauspielerischen Fähigkeiten bleibt, seine Arbeit aber als einer der wenigen zufriedenstellend erledigt - immer wenn er auftaucht, ist man als Zuschauer heilfroh, dass doch noch etwas abwechslungsreicheres passiert - Amber Heard ist ein zusätzlicher kleiner Trostpunkt und lediglich was für's Auge.
Letzten Endes ist "Rum Diary" mit seinem detailverliebten 60er Jahre-Flair, den starken Kontrasten zwischen bescheiden lebenden Einheimischen und ausländischen Luxusgeiern, ganz nett anzusehen, aber es fehlt einfach etwas: Tragisch sind die Figuren allemal, aber man weiß als Zuschauer dennoch nicht so recht, was man mit ihnen anfangen soll: bemitleiden, auslachen oder doch beurteilen? Stattdessen begleitet man das Alter-Ego des bereits verstorbenen Romanautors Hunter S. Thompson bei einer Episode seines Lebens und fragt sich am Ende des Filmes, warum gerade dieser Ausschnitt so sehenswert sein und was er uns mit auf den Weg geben soll.

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WZRDOnTheMoon

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@pischti: ja, Ribisi spielt wieder den etwas abtrünnigen Charakter - da bin ich ganz deiner Meinung
@Martin Oberndorf: Wenn du nicht absoluter Johnny Depp, Hunter S. Thompson oder der Genre-Fan schlecht hin bist, kannst du dir den Film, meiner Meinung nach, getrost sparen ;)
@DonChris: Bin ich jedenfalls nicht der Einzigste, wenn eben nicht wirklich viel passiert und wenn, dann auf fade Art und Weise, kann man auch nicht mehr als 3-4 Punkte geben - aber gut, dass ich nicht der Einzigste mit der Meinung bin :)


FireDragonC

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Trifft genau ins schwarze was du geschrieben hast. Seh ich nämlich genauso. Der Film weiß leider echt nicht was er und wohin er will!


Co-Pilot

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Beschreibung von Rum Diary hinkt etwas IMO,
es wird ein wenig versucht Rum Diary als "Fear & Loathing in Puerto Rico"-Ähnliches Werk anzupreisen... Schade - ist es nämlich nicht :(

Kurz gesagt:
Uns hat der Film nicht so gut gefallen, wäre es nicht Mr.Depp der uns zum Verbleib angeregt hätte dann wär wohl nach 45min spätestens Schluss gewesen...
Die Kulisse ist angenehm und stimmig, die Schauspieler interessante Charaktere - aber das war es dann auch schon (für uns). Ohne die wenigen Lacher & Amber Heard wäre RD ein Totalausfall.

Fazit:
Wie jeder Movie startete auch Rum Diary bei uns mit 5,0 neutralen Punkten. Up`s & Down`s ergeben dann unsere Endbewertung. Rum Diary geht mit wenig begeisternden, durchschnittlichen & dennoch gut gemachten 6,0 Punkten in the books.
*kann man ansehen - muss man nicht*

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AnnFlow

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Bewertung2.0Ärgerlich

Was eine Zeitverschwendung! Der Film ist eine Ansammlung von Nebensächlichkeiten und Nonsens! Worum gings nochmal? Keine Szene wird sinnvoll zu Ende geführt und das konsequent. Es werden Anekdoten aneinander gereiht - mehr nicht.

Hab mich selten so sehr gelangweilt ...

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patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

"Der Mensch ist die einzige Spezies die von der Existenz einer Gottheit Gewissheit zu haben scheint und ebenso die einzige, die sich so benimmt als gebe es keine solche."
Wissen Sie eigentlich, welche Regel im Umgang mit Moviepilot ich mir über die Jahre immer mehr und mehr zu Herzen nahm? "Schau einen Film immer neutral für Dich selbst an und wirf ja nie einen Blick auf das (Hobby-)Kritiker-Dashboard davor dazu!" Denn dieses beeinflusst und betrübt oft bis zur völligen Vermiesung (durch grassierende Gruppendynamik der User) in ungesunder Art und Weise das Filmvergnügen. Ein (weiteres) Beispiel gefällig? "The Rum Diary" (2011)! Vielleicht tönt es arrogant, aber wer dieser feinen und vielschichtigen Mixtur aus authentischer Autobiografie, exotischem Beach-Kulturen-Clash, "Extrablatt"-Versatz, Slapstick-Überbordung, Abwerb-Romanze, Spekulanten-Krimi und Kater-Madness eine schlechte Bewertung anhängt, hat es in meinen Augen einfach nicht kapiert. Jedes verwendete Genre-Element fügt sich hier nahtlos ins nächste ein - alles ist genauso leichtfüssig wie wieder tiefgründig, skurril witzig und dann wieder dramatisch. Gespickt ist alles mit kreativsten Kleinst-Details im oberen Niveau-Segment. Beinahe jeder gesprochene Satz hat eine sarkastische Doppelnote (leider schlecht übersetzt in der schluddrigen Untertitelung) und in der letzten halben Stunde begegnet man hintersinnigen Weisheiten, die man so nicht erwartet hätte. Wem's da langweilig wird, ist selber schuld. Toll, dass das Happy End lediglich durch zwei Titel erklärt wird und nicht noch überflüssig kitschig inszeniert wurde. Die liebevolle Ausstattung, der coole Twist-Sound und der 60's-Zeitkolorit im damaligen Puerto Rico lassen keine Wünsche offen - man kommt dank der Atmosphäre wiedermal richtig Lust über, Martin Denny's "Exotica"-Platten zu hören. Jonny Depp beweist erneut, was für ein toller Schauspieler er ist - er gibt sein verkörpertes Alter-Ego Hunter S. Thompson nicht mal in den schrägsten Szenen der Lächerlichkeit preis, sondern bewahrt immer die Grandezza und den Respekt gegenüber der Figur. Dank seinem ebenso grossartig aufspielenden Saufkumpel Michael Rispoli wird die Buddy-Chemie zur perfekten Symbiose. Amber Heard erinnert toll an Grace Kelly (auch genial dazu, der ebenso Hitchock'eske Detail-Still mit dem aufsteigenden Tacho-Zeiger aus "Notorious") und für Richard Jenkins als Chefredaktor stand bestimmt Walter Matthau Pate. Aaron Eckhard ist herrlich schmierig, nur Giovanni Ribisi war für mich mit seinem übertriebenen Absturz-Gehabe besonders zu Beginn ziemlich neben den Schuhen, aber er richtet es dann auch.

Fazit: Völlig diametral zum überschätzten und simplen Freak-Show-Vehikel "Fear & Loathing" ist "Rum Diary" ein tragendes, gewagtes und fast poetisches Kabinett-Stück geworden - der Genre-Seiltanz geht voll auf. Grosses Kino!

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WelcometotheKlap

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Den Film hab ich leider noch nicht gesehen, aber mit deiner Dashboard-Bemerkung hast du absolut recht. Hab ich mir auch abgewöhnt.


fuerchtegott

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Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom;-)


Cinemen

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Bewertung4.0Uninteressant

Johnyy Depp und Amber Herad (Sie ist ja immer ein Hingucker)
doch der Film war für mich eher Fade und nicht so Unterhaltsam.
Die Kulisse stimmte das war schon Perfekt. Nur ja die Story kam bei mir nicht so an.

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