V wie Vendetta

V for Vendetta (2005), DE/GB/US Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Thriller, Science Fiction-Film, Kinostart 16.03.2006


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von James McTeigue, mit Natalie Portman und Hugo Weaving

V for Vendetta ist die Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel von Alan Moore mit Hugo Weaving als Rächer in der Guy-Fawkes-Maske.

‘Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.’

So lautet ein Kinderreim, der auf das versuchte Attentat des Guy Fawkes, der im sogenannten Gunpowder Plot einen Anschlag auf den damaligen englischen König Jakob I. verüben wollte, indem er das House of Parliament in die Luft jagen wollte. Soweit die Geschichte. In V wie Vendetta treibt im faschistischen England der nahen Zukunft ein vigilanter Rächer sein Unwesen. Dieser hinterlässt als Visitenkarte ein ‘V’ (verborgen hinter der Maske: Hugo Weaving), was ihm bei der führenden Norsefire Partei unter Vorsitz von Adam Sutler (John Hurt) gleichen Namen einbringt. Über die Identität weiß man nichts Genaueres, da er im Dunkel der Nacht zuschlägt und eine Maske trägt, die auf besagten Guy Fawkes anspielt. Auch über die wahren Motive ist man sich nicht im Klaren.

V führt sich effektvoll mit der Zerstörung des Old Bailey ein, dem Evey Hammond (Natalie Portman) beiwohnt, die er kurz zuvor aus den Händen der englischen Geheimpolizei befreit hat, den Fingermen. V teilt ihr seinen Plan mit, dass er beabsichtigt, am 05. November, dem Jahrestag des Attentats, das House of Parliament zu sprengen, um die Bevölkerung ein für allemal aufzurütteln und zum Kampf gegen das faschistische Regime zu führen.

Während Evey nach kurzer Zeit flüchtet, den Handlangern des Regimes gefangen und gefoltert wird, nimmt Inspektor Eric Finch (Stephen Rea) im Auftrag von Sutler die systematische Verfolgung von V auf. Dabei entdeckt Finch die Hintergründe von Vs dunkler Vergangenheit und beginnt Sympathien für dessen Motive zu entwickeln.

Evey wiederum wurde durch die inszenierte Folter von V auf die Probe gestellt und innerlich von ihren Dämonen befreit. Gemeinsam mit V zieht sie in die alles entscheidende Konfrontation. Alles endet am 05. November. Alles beginnt hier: Remember, remember the Fifth of November.

Hintergrund & Infos zu V wie Vendetta
1982 veröffentlichte Alan Moore den ersten Teil seiner Graphic Novel V for Vendetta, die sich zwar nicht den Meilenstein-Status wie Watchmen (aus dem Jahre 1986, verfilmt durch Zack Snyder 2009) aneignen konnte, aber dennoch in vielen ewigen Comic-Bestenlisten zu finden ist. Inspiration für seine dystopische Vision seiner Heimat fand er nicht nur in den politischen Tendenzen der Thatcher-Zeit. Mit V for Vendetta wollte er auch so unterschiedlichen Einflüssen Reverenz erweisen wie George Orwell, Fahrenheit 451 oder Vincent Price in seinen Filmen Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes und Theater des Grauens.

Es dauerte zwar ein wenig, bis man das cineastische Potential von V for Vendetta erkannt hatte (erfolgreiche Comic-Verfilmungen wie die von Batman mussten den Weg erst bereiten), aber 2005 war es dann schließlich so weit: James McTeigue wurde die Regie der Adaption (durch keinen Geringeren als Andy und Lana Wachowski) des Bestsellers übertragen. V for Vendetta beförderte McTeigue direkt aus dem Stand des 1. Assistenten (z.B. bei allen drei Matrix – Verfilmungen sowie Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger) in den Rang des Regisseurs.

Hauptdarstellerin Natalie Portman wurde (nicht nur für ihre Opferbereitschft, sich ihre Haare scheren zu lassen) von der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films mit dem Saturn Award sowie dem SFX Award ausgezeichnet, Hugo Weaving (der den zunächst für V vorgesehenen James Purefoy) hingegen wurde zumindest von seinen Landsleuten für den AFI International Award nominiert. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails V wie Vendetta
Genre
Superhelden-Film, Thriller, Utopie & Dystopie
Zeit
2030er Jahre, 2038, Zukunft
Ort
England, Gefängnis, Großbritannien, London
Handlung
Aufstand, Diktator, Diktatur, Dissident, Dynamit, Dystopie, Experiment, Explosion, Faschismus, Faschist, Fernsehsender , Fernsehshow, Fernsehstar, Folter, Folterkammer, Freiheit, Freiheitsentzug, Gefängnis, Geheimhalten, Glatze, Homosexueller, Maske, Medien, Medienmanipulation, Menschenversuch, Messer, Nachrichtensendung, Politische Unruhen, Presse, Proband, Pädophilie, Rache, Rebell, Rebellion, Revolte, Revolution, Rächer, Schlagzeile, Sprengstoff, Terrorismus, Terrorist, Totalitäres Regime, U-Bahn, Untergrund, Vergeltung, Verlust, Verlust der Familie, Verlust der Mutter, Verlust des Vaters, Verlust einer geliebten Person, Versteck, Virus, Widerstandskämpfer, Zensur
Stimmung
Aufregend, Berührend, Eigenwillig, Ernst, Romantisch, Spannend
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Silver Pictures, Warner Bros.

Kommentare (255) — Film: V wie Vendetta


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Socratez

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich guter Film, aber irgendwie hat mir noch etwas gefehlt. Ich weiß nicht was, vielleicht waren auch meine Erwartungen zu groß an diesen Film!

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tiktok

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich ganz guter Film, der nur leider von vielen obskuren Wahrheitssuchern vereinnahmt worden ist, die sich selbst für die Hauptfigur halten.

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Kuchenverkaufer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Solche Filme muss es geben. Intelligent, trotzdem Actiongeladen, emotional, trotzdem rasant inszeniert. Die Comicvorlage gehört zu den besten überhaupt, die Umsetzung wurde dem gerecht. Und die Geschichte hat auf eine gruselige Art Aktualitätsanspruch wie selten zuvor. Eine fiktive Superheldengeschichte, die lügt um die Wahrheit zu sagen.

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Desmond42

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der besten Superheldenfilme überhaupt, wenn man V als Superheld zählt. Ansonsten einfach eine brillante, gut durchdachte, ernst umgesetzte und mitreißende Zukunftsvision (mit einem moralisch wunderbar fragwürdigen und perfekt auftretendem Portagonisten), an der ich eigentlich, wenn überhaupt, nur eines aussetzen kann, nämlich dass sie für meinen Geschmack ein kleines bisschen zu brutal/blutig ist.

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Mr.Magoo

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Bewertung2.5Ärgerlich

V ist meiner Meinung nach mit eine ziemlich banale Dystopie, die überhaupt keine Originaltität besitzt, was wiederum auch nicht sonderlich verwunderlich ist, da mit 1984, Fahrenheit 451 und Brazil die Meßlatte ziemlich hoch liegt. Dass Hollywood aus der teilweise visuell recht ansprechenden Comic-Vorlage auch noch eine Liebesgeschichte machen muss, nervt außerdem. Aber so ist das eben, wenn die Wachowskis drin rumfingern, dann kommt am Ende eben Mist bei raus.

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der-eugster

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Sehr richtig. Ich fand es auch ekelhaft, wie eine Satire auf das Thatcherengland zu einem nichtssagenden Rundumschlag pervertiert wird, der über mehr als "Faschismus ist irgendwie nicht so geil" und "Schwule sollten eigentlich nicht in KZs gesperrt werden" nicht hinauskommt und keinerlei konkrete Kritik zu bieten hat. Der Film erinnert mich irgendwie an pseudointelligente deutsche Rapper wie Max Herre oder Samy Deluxe, die dumme Dinge schreiben wie: "Die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader und haben nen Horizont von circa einem Quadratmeter" oder "Che Guevara und Luther King dürfen nicht umsonst gestorben sein" und sich dabei unglaublich tiefsinnig vorkommen. Blödes Hippiepack!


Erlkoenig

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt gewisse Filme, die schlagen ein wie eine Bombe. Filme, die man als Maßstab setzt, die einen USP also ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen können. Das bringt für mich "V wie Vendetta" mit sich. Man kann sich nun über die schauspielerische Leistung streiten, die hier und da doch etwas albern wirkt aber wichtig ist, ob der Film eine Wirkung auf den Zuschauer ausübt. Und das hat V bei mir geschafft. Hier braucht es keine Fortsetzungen, die dem Film als Trilogie mehr schaden als nützen - ein Film, ein Meisterwerk, welches so für sich alleine stehenbleiben kann.
Ich bin nach wie vor enttäuscht, dass ich V nie im Kino gesehen habe.

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clarkkent

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

TIP TOP

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Badsmitty

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, eindrucksvoll wie kaum ein Anderer... und in heutigen Zeiten enorm wichtig.
Ich habe ihn mir jetzt bestimmt schon zum 10ten mal angesehen und mit jedem mal mehr, die ich ihn sehe, wächst meine Angst vor der Zukunft... denn wenn man sich mit unserem heutigen System etwas näher beschäftigt (USA/NSA, Geldverteilung in den Industrienationen, usw [btw:Macht: Verkannter Faktor wirtschaftlichen Handelns - Prof. Bontrup -->https://www.youtube.com/watch?v=w0FhKSeUqTk]) kann einem schon schlecht werden.

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Purpur

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film. Von Anfang bis Ende hat er mich in den Bahn gezogen und ich finde diese Guy Fawkes-Maske einfach cool. Manche Sprüche will man auswendig lernen.
Das Beste ist die Message vom Film. Aber seht selbst. ;D

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franz.wagner.560

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Bewertung9.0Herausragend

Top Film, definitiv zum Empfehlen, hatte ihn auf DVD diesen gab ich dann weg um mir den Film auf Blu-Ray im Steelbook zu kaufen. Meiner Meinung nach ein muss in jeder guten Filmesammlung.

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Kamil90

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Bewertung10.0Herausragend

Wow, was soll ich noch sagen! Der Film hat mich schlichtweg weggeblasen! Das Setting ist mit dieser Dystopie an alte englische Novellen angelegt und wirkt sowohl düster als auch so interessant, das man sich gedanklich noch nach dem Film damit beschäftigt, dann haben wir quasi von jedem Schauspieler - allen voran natürlich Natalie Portman - eine erstklassige Performance, der gesamte Handlungsverlauf ist extrem befriedigend anzusehen, intelligente Dialoge und Symbole ohne zu prätentiös sein zu wollen und zusätzlich kommen noch extrem starke Bilder, die bis ins kleinste Detail ausgetüftelt wirken - und das zusammen mit diesem Soundtrack. Gott, dieser Soundtrack! Einfach eine fantastische Reise durch das düstere London!

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lennardB.

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Bewertung7.5Sehenswert

Toller Action Film zum nachdenken, aber leider ein wenig lange.

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Clamio

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein guter Film, etwas zwiespältig und Mysteriös.
Das gewisse etwas.

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JimiAntiloop

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Bewertung4.5Uninteressant

Zwiespältiger Film. Leider letztlich pseudorevolutionärer brainwashing Anarchoquatsch! Schade!

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MemoriAria11

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Remember Remember ... einfach großartiger Film. Durchweg spannend, gut gespielt und nicht vorhersehbar. Brilliant.

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Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

https://www.youtube.com/watch?v=BjgTFd6XAg8

Remember, remember
The 5th of November
The Story of Evey and V
As for that matter,
V for Vendetta
On this date shall always be seen
...

Es gibt eine Szene in "V wie Vendetta", in der die drei wohl bedeutungsvollsten und mächtigsten Worte gesprochen werden, die es auf Erden gibt.
Es sind drei Worte, die Licht in die Dunkelheit bringen, Reichtum in die Armut und Aussicht in die Hoffnungslosigkeit.
Worte, deren Bedeutung aufrichtiger ist als jede Geschichte, jede Gestik, jede Mimink, jedes Lied, jeder Film.
Diese Worte lauten "Ich bin ich".

Heute ist nicht der 5. November.
Es ist der 6. Juli 2014, ich sitze hier auf einem Sessel vor meinem schrottalten Laptop, der bald gegen einen neuen ausgetauscht wird, in ziemlicher Hitze.
Ich werde jedoch diesen speziellen Novembertag nie vergessen.
Es ist für mich ein Tag, der Freiheit symbolisiert. Der erinnert, dass Ideen Berge versetzen können, aber auch, dass man keine Angst und Scheu haben sollte, zu sagen, wer man denn ist.
Wenngleich vom Datum her der Bezug heute nicht gegeben ist, so brennt in mir doch der Wunsch, über diesen Film zu berichten.

"V wie Vendetta" war einer der allererten Filme, die ich als junger Filmfan gesehen habe, und ich wusste bereits damals, dass ich ihn abgöttisch lieben würde, auch, wenn ich mir eingestehen muss, ich hatte ihn viel distanzierter gesehen als heute. Es liegen etwa 3 Jahre zwischen meiner Erstsichtung und heute, und selbst, wenn ich aufgrund meiner eigenen kleinen Schießpulverrevolution gegen das Erwachsenwerden immer bestrebt bin, mir meinen Kern zu bewahren, so merke ich hier mal wieder, dass ich mich mehr gewandelt habe, als mir lieb ist. Auch, wenn es positiv ist.
Ich schätzte an dem Film die Inszenierung. Das tu ich immer noch.
Mir war aber nicht wirklich bewusst, dass wir es hier mit einem der bedeutungsvollsten Filme der heutigen Zeit zu tun haben, der so lange aktuell sein wird, wie es diese Welt gibt.

Bedeutungsvoll nicht, weil die Guy Fawkes-Masken sich einer unheimlichen Beliebtheit bei Aufsässigen, Anarchisten oder Revolutionären erfreuen, denn anonym will V ja nicht sein, denn er sieht die Maske als sein Gesicht an. Für jemanden, der euch jetzt neben diesem Kommentar mit großen Hundeaugen ansieht, durchaus verständlich.
Nein, bedeutungsvoll, weil er dem Volk Hoffnung gibt, in Zeiten, wo es keine hat.
Wird eine neues totalitäres System erschaffen, können wir sicher sein, dass dieser Film einer der Ersten ist, der auf einer Liste mit verbotenen Werken landen wird.

"Das Volk sollte sich nicht vor seiner Regierung fürchten. Die Regierung sollte sich vor ihrem Volk fürchten."
"V wie Vendetta" ist dreigeteilt.
Der erste Teil ist eine Geschichte über eine sich aufbauende Revolution in einem Staat, in dem Einigkeit stark machen soll, die Individuen allerdings zum gleichgeschalteten Volk macht. Dafür raus mit allem, dass aus der Sicht der Mehrheit anders ist: Muslime, Schwule und Lesben, sowie Querdenker.

Der zweite Teil ist eine Vergeltungsgeschichte, eine Vendetta. Ein großer Racheepos, mit einer der traurugsten und wirklich rührendsten, weil ehrlichsten Geschichten, die ich je in einem Film gehört habe. Diesem Abschnitt widmet sich der komplette Mittelteil. Das ist harter Tobak, aber wirklich unfassbar emotional, ohne auf Pathos zu setzen.
"Ich werde nie verstehen, warum sie uns so hassen."

Den letzten Teil stellt die Selbstfindung einer Figur dar, die ihre Identität längst verloren, oder zurückgesteckt hat.
Die junge Frau Evey lebt perfekt ins System eingegliedert, weiß, wie schlecht alles ist, doch lebt ihr Leben, ohne großes Aufsehen zu erregen, auch wenn wir bald lernen, dass auch ihre Vergangenheit alles andere als gut verlief. Un obwohl es ihr quasi an nichts fehlt, beziehungsweise sie alles daran setzt, ja nicht aufzufallen, so hegt sie doch Sympathien für den Terroristen oder Freiheitskämpfer V. Sie selbst versteht es nicht, mit jedem Mal, dass sie aufeinadertreffen, blitzt in ihr ein Funke der Rebellion auf, dessen Ursprung sie nicht verstehen kann.
Und doch ist er da, jedes Mal, wenn dich ihre Wege kreuzen, oder bald schon ein und derselbe sind.

In meinen Augen ist dieser Film Natalie Portmans beste Rolle. Nicht Black Swan, nicht Léon.
Die Wandlung, die ihr Charakter vollzieht, wie sich ihr Gesichtsausdruck im Laufe des Films verändert, von beinahe ausdruckslos zu gequält, belastet, zerstört, traurig, wie Evey immer weiter aus ihrer Kunstfigur, ihrer eigens erschaffenen Maske, ausbricht, und langsam ihre wahren Gefühle zum Vorschein kommen, das ist unfassbar genial gespielt von ihr. Eine richtige Meisterleistung.

Auch, wenn ich nicht gerne Analyse und Kritik mische, da ich finde, da die beiden Komponenten verdammt unterschiedlich sind - das eine stark emotional, das andere eher kalt - so muss ich hier noch loben, wie super dieser Film inszeniert ist. Nicht nur, dass er einen absolut packt, einen mitleiden lässt, den Zuschauer oft Tränen ins Gesicht drückt, ihn schafft bis er am Boden liegt, aber nie einen harten Schlag in die Magengrube darstellt, sondern auch sagt: "Wir können das alles ändern. Wir haben die Macht. DU hast die Macht.", und damit unheimlich viel Hoffnung spendet, nein, er bereitet auch durch ein unheimlich gelungenes Erzähltempo, ein Zusammenspiel aus Film und Musik im Zuschauer etwas auszulösen.
Dach. Ich sage nur Dach. Gänsehaut. Immer und immer wieder. Gänsehaut am ganzen Körper. Immer wieder. Egal, wie oft ich mir diese Szene ansehe.
So viel Präszision, ein so unfassbar gutes Gespür für Timing, jede Einstellung wirkt zerbrechlich und doch stark.
So ein Gefühl hatte ich selten, oder nie.

"V wie Vendetta" ist ein Film, der allen Leuten Hoffnung schenkt, die am Boden sind, sich verstecken müssen, oder die unterdrückt werden. Alle, die ihre Identität für eine Sache aufgegeben haben, die meint, größer als sie zu sein. Doch steckt in jedem Einzelnen von uns eine Persönlichkeit, eine Stärke, eine Waffe.
Und nur du hast in der Hand, was passiert. Nur du kannst etwas bewirken.
Egal, was sie dir sagen, egal, was sie tun, was sie tun wollen, was sie getan haben, du darfst eines nie vergessen: wer du bist.
Und ich sitze hier, nachwievor auf dem Stuhl vor meinem PC, und kann diesen Kommentar reinen Gewissens abschicken, denn ich weiß:
Ich bin ich.

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The Freewheelin Fonda

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Großartiger "martin Kommentar" ;)


Martin Oberndorf

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Danke sehr! :3


Melzer

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hatte mir den Film schon länger vorgenommen und gestern Abend habe ich ihn nun endlich gesehen. Die erste Hälfte des Filmes hat es irgendwie nicht geschafft mich zu fesseln, die zweite dafür umso mehr. Wenn man es einmal geschafft hat sich darauf ein zu lassen, lässt er einen nicht mehr los.
In meinen Augen ein Klasse Film!

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JaniDarmi

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der Film ist gar nicht mein Geschmack, aber jedem das Seine :)

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Davdav

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Jedem das Seine ;)


Avrina

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Meisterwerk!

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Ludi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film war wie Sex.
Danach habe ich erstmal eine Zigarette gebraucht.
unbeschreiblich gut!

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