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V wie Vendetta

V for Vendetta (2005), DE/GB/US Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Thriller, Science Fiction-Film, Kinostart 16.03.2006


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7.4
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von James McTeigue, mit Natalie Portman und Hugo Weaving

V for Vendetta ist die Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel von Alan Moore mit Hugo Weaving als Rächer in der Guy-Fawkes-Maske.

‘Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.’

So lautet ein Kinderreim, der auf das versuchte Attentat des Guy Fawkes, der im sogenannten Gunpowder Plot einen Anschlag auf den damaligen englischen König Jakob I. verüben wollte, indem er das House of Parliament in die Luft jagen wollte. Soweit die Geschichte. In V wie Vendetta treibt im faschistischen England der nahen Zukunft ein vigilanter Rächer sein Unwesen. Dieser hinterlässt als Visitenkarte ein ‘V’ (verborgen hinter der Maske: Hugo Weaving), was ihm bei der führenden Norsefire Partei unter Vorsitz von Adam Sutler (John Hurt) gleichen Namen einbringt. Über die Identität weiß man nichts Genaueres, da er im Dunkel der Nacht zuschlägt und eine Maske trägt, die auf besagten Guy Fawkes anspielt. Auch über die wahren Motive ist man sich nicht im Klaren.

V führt sich effektvoll mit der Zerstörung des Old Bailey ein, dem Evey Hammond (Natalie Portman) beiwohnt, die er kurz zuvor aus den Händen der englischen Geheimpolizei befreit hat, den Fingermen. V teilt ihr seinen Plan mit, dass er beabsichtigt, am 05. November, dem Jahrestag des Attentats, das House of Parliament zu sprengen, um die Bevölkerung ein für allemal aufzurütteln und zum Kampf gegen das faschistische Regime zu führen.

Während Evey nach kurzer Zeit flüchtet, den Handlangern des Regimes gefangen und gefoltert wird, nimmt Inspektor Eric Finch (Stephen Rea) im Auftrag von Sutler die systematische Verfolgung von V auf. Dabei entdeckt Finch die Hintergründe von Vs dunkler Vergangenheit und beginnt Sympathien für dessen Motive zu entwickeln.

Evey wiederum wurde durch die inszenierte Folter von V auf die Probe gestellt und innerlich von ihren Dämonen befreit. Gemeinsam mit V zieht sie in die alles entscheidende Konfrontation. Alles endet am 05. November. Alles beginnt hier: Remember, remember the Fifth of November.

Hintergrund & Infos zu V wie Vendetta
1982 veröffentlichte Alan Moore den ersten Teil seiner Graphic Novel V for Vendetta, die sich zwar nicht den Meilenstein-Status wie Watchmen (aus dem Jahre 1986, verfilmt durch Zack Snyder 2009) aneignen konnte, aber dennoch in vielen ewigen Comic-Bestenlisten zu finden ist. Inspiration für seine dystopische Vision seiner Heimat fand er nicht nur in den politischen Tendenzen der Thatcher-Zeit. Mit V for Vendetta wollte er auch so unterschiedlichen Einflüssen Reverenz erweisen wie George Orwell, Fahrenheit 451 oder Vincent Price in seinen Filmen Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes und Theater des Grauens.

Es dauerte zwar ein wenig, bis man das cineastische Potential von V for Vendetta erkannt hatte (erfolgreiche Comic-Verfilmungen wie die von Batman mussten den Weg erst bereiten), aber 2005 war es dann schließlich so weit: James McTeigue wurde die Regie der Adaption (durch keinen Geringeren als Andy und Lana Wachowski) des Bestsellers übertragen. V for Vendetta beförderte McTeigue direkt aus dem Stand des 1. Assistenten (z.B. bei allen drei Matrix – Verfilmungen sowie Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger) in den Rang des Regisseurs.

Hauptdarstellerin Natalie Portman wurde (nicht nur für ihre Opferbereitschft, sich ihre Haare scheren zu lassen) von der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films mit dem Saturn Award sowie dem SFX Award ausgezeichnet, Hugo Weaving (der den zunächst für V vorgesehenen James Purefoy) hingegen wurde zumindest von seinen Landsleuten für den AFI International Award nominiert. (EM)

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Mehr Bilder (15) und Videos (3) zu V wie Vendetta


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails V wie Vendetta
Genre
Superhelden-Film, Thriller, Utopie & Dystopie
Zeit
2030er Jahre, 2038, Zukunft
Ort
England, Gefängnis, Großbritannien, London
Handlung
Aufstand, Diktator, Diktatur, Dissident, Dynamit, Dystopie, Experiment, Explosion, Faschismus, Faschist, Fernsehsender , Fernsehshow, Fernsehstar, Folter, Folterkammer, Freiheit, Freiheitsentzug, Gefängnis, Geheimhalten, Glatze, Homosexueller, Maske, Medien, Medienmanipulation, Menschenversuch, Messer, Nachrichtensendung, Politische Unruhen, Presse, Proband, Pädophilie, Rache, Rebell, Rebellion, Revolte, Revolution, Rächer, Schlagzeile, Sprengstoff, Terrorismus, Terrorist, Totalitäres Regime, U-Bahn, Untergrund, Vergeltung, Verlust, Verlust der Familie, Verlust der Mutter, Verlust des Vaters, Verlust einer geliebten Person, Versteck, Virus, Widerstandskämpfer, Zensur
Stimmung
Aufregend, Berührend, Eigenwillig, Ernst, Romantisch, Spannend
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Silver Pictures, Warner Bros.

Kritiken (8) — Film: V wie Vendetta

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] V wie Vendetta basiert auf gleichnamigen Comic aus der Feder Alan Moores, der sich allerdings von dem vorliegenden Werk distanziert hat und dementsprechend nicht im Vor- oder Abspann nicht genannt werden wollte. Dies ist für mich nur bedingt nachzuvollziehen, da ich – ohne Kenntnis des zugrundeliegenden Werkes (zumindest bisher!) – der Meinung bin, dass hier ein in seiner Gesamtheit recht überzeugender Film entstanden ist. Die stilistischen Mittel zur Darstellung des Überwachungsstaates mit seiner totalen Kontrolle und Abschirmung, der Medienzensur und der Volksverhetzung sind wohlgewählt und vermitteln trotz fehlender Einleitung, in was für einer Art paralleler Realität wir uns befinden, recht schnell ein überzeugendes, aussagekräftiges Bild der herrschenden Umstände. [...]

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Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"Eine Revolution zu der man nicht tanzt, ist eine Revolution die sich nicht lohnt."
"V wie Vendetta" ist ein Film der weiß wie er gekonnt Spannung aufbaun kann, jedoch hat er auch ein paar, etwas langweiligere Pausen, die nicht unbedingt hätten sein müssen.
Die Story war nicht so der Knüller, doch was daraus gemacht wurde, war mehr als gut.
Der Film ist aber auch keine leichte Kost, man muss schon ein bisschen mehr aufpassen als bei anderen Filmen, aber genau das macht so viel Spaß beim schaun.
Natalie Portman. Mensch, hat sie ihre Rolle toll gespielt. Besser gings einfach nicht.
Naja was soll ich noch großartig sagen, der Film ist V- wie VVunderbar ;).

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Verfilmungen nach Comicvorlagen haben nicht erst seit dem grandiosen „Batman Begins“ ein wahres Revival erlebt. Ob das an der immer besser werdenden Tricktechnik liegt oder Comics sich tatsächlich zu einem Massenmedium wie z.b. in Japan entwickeln, ist dabei nicht leicht festzustellen. Tatsache ist, dass mit „V wie Vendetta“ eine weitere, wenn auch der Vorlage nach weitgehend unbekannte Comicverfilmung auf der Leinwand gelandet ist.

Großbritannien in einer nicht näher bestimmten, totalitären Zukunft. Nachdem die Weltmacht USA im Bürgerkrieg versinkt, hat sich der Inselstaat in einem Quasi-Diktatur gewandelt. Kanzler Sutler (John Hurt) regiert mit eiserner Hand, die Ordnung ist hergestellt, allerdings wird das Recht bzw. die Gerechtigkeit mit Füßen getreten. Homosexualität ist genauso unter Strafe gestellt wie der Besitz von Kunst oder aber dem Verzehr von Butter. In dieser Gesellschaft lebt die schüchterne Fernsehangestellte Evey Hammond (Nathalie Portman) ein Leben in der vom exklusiven Regierungszirkel gewünschten Konformität. Als sie eines Nachts nach der Ausgangssperre von der Geheimpolizei auf der Strasse erwischt wird, kommt ihr ein geheimnisvoller Maskierter namens „V“ (Hugo Weaving) zur Hilfe und verschwindet nach einigen philosophischen Ausführungen im Dunkel der Nacht, nicht ohne Evey fasziniert zurückzulassen und vorher noch eine alte Kirche in die Luft gejagt zu haben. Schon wenig später treffen sie sich wieder, als der Maskierte einen Anschlag auf den Fernsehsender unternimmt, in dem Evey arbeitet. Als Evey ihm zur Hilfe kommt, selbst aber bewusstlos geschlagen wird, entscheidet er sich nach einigem Zögern, sie mit zu sich zu nehmen, da sie ohne Zweifel nach ihrer Hilfe in Gefahr schwebt. Daß der belesene maskierte Held allerdings noch größere Pläne hat, nämlich das Volk auf seine Seite zu ziehen und mittels eines wahnsinnig anmutenden, furchtlosen Planes wieder Gerechtigkeit herzustellen, weiß die faszinierte Evey zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und dann gerät sie in Gefangenschaft...

„V wie Vendetta“ ist faszinierendes Actionkino. Auch wenn sich der Autor der Comicvorlage Alan Moore wie in den anderen Verfilmungen seiner Werke (Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, From Hell) vom Film distanziert, weil er sich zu sehr von der Kernaussage des anarchistischen Helden entferne, macht der Film großen Spaß. Mit einer skurillen Mischung aus 1984, Robin Hood, Der Graf von Monte Christo und Matrix sehen wir einem unbekannten Rächer zu, der außer seiner Überzeugung für die Auslösung der Revolution gegen den Diktator auch seine ganz ureigenen Motive für die Rache am System hat. V, dessen Gesicht man im ganzen Film nicht zu sehen bekommt, ist zwar eigentlich nicht weit von den anderen Superhelden entfernt, die alle ihre traumatisierende Geschichte hinter sich haben, doch die Umsetzung des Films bzw. die erwähnte Mischung machen den besonderen Reiz aus. Neben der Tatsache, dass die Comicverfilmung durchaus mit einer politischen Aussage daherkommt, die man bei der politischen Linken in den USA auch als direkte Gesellschaftskritik deuten könnte, besticht der Film vor allem durch die wohldosierte Action, der man die im Hintergrund stehenden (Drehbuch, Produzenten) Matrix-Macher Andy und Larry Wachowski deutlich ansieht. Die Tatsache, dass der Held sich für das Recht einsetzt und seinen Häschern keine Chance lässt, führt zu einer Identifizierung mit dem sympathischen Helden und erinnert an den Klassiker Robin Hood. „V wie Vendetta“ hat mich als eine abwechslungsreiche und innovative Comicverfilmung angenehm überrascht.

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Khitos: Kälte Reich

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7.5Sehenswert

People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people. Worte, die von der britischen, totalitären Regierung im Jahre 2020 nicht gern gehört werden. Subversive Gedanken, Revolution, Anarchie, bevorstehende Freiheit. Für das Letztere kämpft der Einzelgänger V ( Hugo Weaving ), ein Mann maskiert als Guy Fawkes, katholischer Terrorist, der am 5. November 1605 das Parlament Englands zerstören wollte. Angelehnt und inspieriert an dessen Gunpowder Plot nimmt sich V vor die jetztige Regierung zu stürzen und ein Zeichen zu setzen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Was also tun? Das glücklich vermurkste Ethos dieses Films ist zwiegespalten. Die unauflösbare Diskrepanz zwischen ewigen Werten und deren faktischer Wertlosigkeit - das ist der gegenwärtige Schmerz, den "V wie Vendetta" mit verblüffender Intelligenz benennt. Im allgemeinen Wertechaos propagiert der Film weniger den Terrorismus als "Anarchy in the UK!". Mehr Subversion ist im heutigen Mainstream nicht zu haben. Und tatsächlich ist es nur die glatte, dem programmatischen Individualismus zuwiderlaufende Ästhetik einer Hollywood-Comicverfilmung, die den Film auf gute Unterhaltung reduziert. Ihn wirklich zu lieben, gleicht Natalie Portmans Versuch, eine Maske zu küssen.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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6.5Ganz gut

Der Titel ist Programm - "V" ist eine einzige Revenge-Story, aber im großen Stil. Der maskierte Rächer begleicht nicht nur ein paar persönliche offene Rechnungen mit den Leuten, die ihn zum kauzigen Kostümtragen verdammten, er legt sich zusätzlich auch noch mit einem totalitären Staatsapparat an und macht dabei keine Gefangenen. Ausser bei der Nachwuchs-Rebellin Evey, die V bei seinem Rachefeldzug noch hilfreich zur Seite stehen soll...

Ich kenne den Comic nicht, aber Alan Moores Story bleibt selbst in den Grundzügen hochinteressant. Die Komplexität des Comics ist augenscheinlich nicht erreicht, dafür wird zuviel angeschnitten und zuwenig definiert, aber es reicht für den Eindruck eines guten "europäischen Action-Films". Nicht zuletzt wegen des Settings, dem unverfrorenem Spiel mit Terror-Symbolik und natürlich den vielen deutschsprachigen Namen im Abspann. Er ist auch etwas geschwätzig und ökonomisch in seiner Ausstattung, dafür sind die Action-Szenen sehr schön umgesetzt. Insgesamt ist "Vendetta" für einen Spielfilm-Regie-Debütanten erstaunlich sicher inszeniert und kann mit einigen großen Momenten aufwarten!
Heikel erschien mir das Finale. Wahrscheinlich bin ich da angesichts der jüngsten weltpolitischen Lage etwas übersensibilisiert, aber mich hätte schon interessiert, wenn "V" in Amerika gespielt hätte und ob den Amis ein explodiertes White House auch noch abstrakt genug vorgekommen wäre. Da schiesst man etwas über's Ziel hinaus und degradiert seine überdeutlichen Parallelen zu pyrotechnischen - und letztenendes auch unnötigen - Schauwerten. Vielleicht hätte man sich da geschickter aus der Affäre ziehen können, wenn man die Revolution als Vision Vs deuten könnte, die sich im Comic anscheinend(?) via LSD-Trip erklärt. Die Revolte läuft so sauber, verlustfrei, surreal und trotzdem spektakulär ab, dass man diesen Bilderbuch-Umsturz zwar mit viel gutem Willen als Vs Traum interpretieren kann, aber konkret wird er da nicht. Stattdessen wird noch ein bißchen Love-Story drangeknöst, die aber wenigstens ein erträgliches Maß behält.
Ansonsten isser oke! Auf jeden Fall einer der interessanteren Comic-Verfilmungen. Alan Moores "Watchmen" hab' ich gelesen und ich weiss noch nicht, wie ich dieser Verfilmung entgegentreten sollte. Wahrscheinlich spar' ich mir deshalb für's erste den "Vendetta"-Comic, bevor's ein allzu böses Erwachen gibt.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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6.5Ganz gut

Obwohl Story wie Figuren des Films durchaus packend und überzeugend sind - und glücklicherweise mit nicht zu viel Pathos beladen - läßt der Film insgesamt ein wenig kalt. Zu glatt, zu stilisiert ist dann doch das Ganze, auch wenn natürlich die Ästhetisierung Teil des Konzepts ist. Im Gegensatz zu den meisten Filmen, die politischen Widerstand in einer Actionhandlung thematisieren, sind sich hier die Charaktere wenigstens ihrer moralisch zwiespältigen Position stets bewußt. Und Natalie Portman sieht man sowieso gerne bei der Arbeit zu.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.5Ausgezeichnet

Zuschauer die vom Trailer irrgeleitet in den Film gingen und sich einen Action-Knaller erhofften, kamen den Reaktionen in Foren nach zu urteilen enttäuscht aus dem Film. Wer sich jedoch für zwei Stunde lang eine wütende, unterhaltsame und politisch unkorrekte Abenteuergeschichte ansehen mag, wird in diesem Jahr vermutlich keinen besseren Film finden. Das dieser Streifen überdies eine deutsche Koproduktion ist und zum Großteil in Babelsberg gedreht wurde, ist eine kleine erfreuliche Randbemerkung.
Kudos an die Wachowskis und den Regisseur, die mir in zwei Stunden den Glauben an das Mainstreamkino wiedergegeben haben.

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Kommentare (231) — Film: V wie Vendetta


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Pesthexer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Cooler Film. Das einzige was ich bemängele ist, das V zum Ende hin etwas an Stil verloren hatte.
Die Grundstory ist nicht nur Klasse sondern zeigt auch Bezug zur Realität bzg. Regierungen wie sie Volk unterjochen. Aufstände und Revolutionen gab es schon immer und in V wie Vendetta wird eben dieses auf eine düstere aber nicht allzu überzogene Art und Weise gezeigt.

PS: Natalie Portman ist mal wieder große Klasse.

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resU

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Bewertung9.5Herausragend

V wie Vendetta ist ein Film der an etwas erinnert. Nicht nur an den 5. November, sondern an die Macht des Volkes und an die Macht der Idee. Eine Regierung die ihre Bürger hinters Licht führt und missbraucht, muss sein Volk fürchten. Dieses begeisternde Werk schafft es sehr eindrucksvoll dies aufzuzeigen.

PS: Wenn irgendjemand Lust hat die Regierung in Deutschland zu stürzen, ich bin dabei lasst uns mal Leute zusammentrommeln! :)

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replicant-10

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Bewertung7.0Sehenswert

Als jemand der die Comics
nicht kennt und auch als jemand
der kein großer Fan von Natalie Portman ist,
muß ich aber trotzdem zugeben das
bei V wie Vendetta alle Darsteller ausnahmslos
überzeugen können und das mir auch die Story
trotz ihrer Längen recht gut gefallen hat !!!
Sehenswert !!!

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Murphante

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Bewertung7.0Sehenswert

Film Nummer: 1082
gesehen am: Sonntag, den 16. März 2014
Stimmung: Immer wieder SONNTAG ...... *sing*
Wie oft gesehen: Erstsichtung !!!
Vorhersage: 8 Points ... aber eher 7 ( sehenswert )

Wir kennen Helden ins Strümpfen
Wir kennen tapfere Soldaten mit Gewehren
Wir kennen Monster mit Superkräften
.... und wir kennen auch Typen mit Masken die Äxte und Messer benutzen ... aber dieser Typ ist ein ganz Besonderer ;) So wie es auf den ersten Blick uns erscheinen mag ... ist dieser Film auch mit einer tiefgründigen Botschaft verknüpft. Die, wollen wir mal sagen, in einer mir persönlich doch nicht fremden Wortwahl hier gesprochen und war verzückt ... vom freundlichen Maskenmann =)
Seine Tatiken und seine Boshaftigkeit verbarg doch ein Schmunzeln wohl auch hinter der Maske ... wenn auch ich mit dem Gesamtbild des Kunstwerkes von Film, ich nicht so ganz zufrieden war bis zum Schluss ... wie es Anfangs mich erweckte.
So sind doch aber Worte in dem Film gefallen die mich berührten:

"Hoffnung"

wohl meine eigens kreative Fantasie und beflügelte Idee auch etwas für die Menschheit zu tun ... so kam mir auch der Gedanke ein Gebäude in die Luft zu sprengen :D
Vielleicht hat ja der eine oder andere ja das gleiche gedacht wie ich :D :D :D

Ich obsiege und schalt weiter zum nächsten Film !!!

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BenAffenleck

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@24: Stimmt, hat jetzt nicht gerade viel Action. Manchmal reicht aber auch gutes Schauspiel, gelungenes Drehbuch und eine passende Stimmung. Halt wie bei Rambo ;-)

Obwohl Rambo 1 natürlich sehr geil ist. Und auf die neue 24 Staffel freue ich mich auch schon. Obwohl es nachher auf Dauer doch etwas ermüdend war. Immer das Gleiche, mit leichter Abwandlung. Dafür aber sehr gute Darsteller.

Rocken...


twentyfour

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...and Rollen.


sachsenkrieger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Remember, remember the fifth of November!"

Ja, ich weiß, ein Märchen, ein Comic, wahrscheinlich schlecht adaptiert, voller Logikfehler und so weiter und und und.....

Manchmal liebt man einen Film trotzdem und ist hinterher emotional bewegt, befriedigt, gut gefüttert und gestreichelt. Das war hier eindeutig der Fall. Der richtige Film beim richtigen Typen, zur rechten Zeit am rechten Ort. Kult!

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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xedos666

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Bewertung5.0Geht so

Mich lässt der Film etwas zwiegespalten zurück. Phasenweise sehen wir eine gut gemachte Kritik am Überwachungsstaat, an Gleichmacherei, an Bevormundung, an faschistoiden Herrschaftsritualen. Und eine gut gedrehte Moritat vom einsamen Helden, der sich einsam und allein dem bösen Staat entgegenstellt und einen gerechtfertigten Terrorismus beginnt, der letztendlich dazu führt, dass die Bürger sich ihm anschließen und alle gemeinsam die Freiheit erlangen. Na ja, bis auf den Helden, der sich (merkwürdigerweise und unnötigerweise ) am Ende töten lässt. Ohne dass es für seinen Sieg nötig gewesen wäre. Ich mag den Film, wenn er sich von der englischen Vergangenheit, von historischen Figuren inspirieren lässt. Auch Anarchie ist okay, als Mittel, seine Freiheit zu erlangen. Aber es sind so viele Ungereimtheiten in diesem Epos, die mich immer wieder ärgern. Die weibliche Protagonistin liebt V, obwohl er sie einsperrt und foltert (was selbst nicht zu rechtfertigen ist, um danach -angst-frei leben zu können). Er selbst lässt sich töten, obwohl es unsinnig ist. Sie wird nach dem Einsperren durch V auf einmal nicht mehr vom Staat gesucht, obwohl sie vorher die Staatsfeindin Nr. 2 war? Der Präsident kann problemlos entführt werden? Obwohl er sicher ein vorsichtiger, geschützter Machtmensch wie Hitler war? Puhaa... auch wenn der Film teilweise märchenhaft rüberkommt, ist mir das der Märchen zu viel.

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resU

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Es liegt nicht an den Logikfehlern im Film sondern an deinen Logikfehlern.


marcshake

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Naja, es ist ne Comicverfilmung und deine hier genannten Logiklöcher lassen sich vielleicht mit Stockholm-Syndrom wegargumentieren ;)

Aber bzgl. der Frage, warum man so einfach nen Präsi entführen kann: Jetzt war schon wieder einer aufm WTC-Memorial und hat da nen Basejump gemacht. Auf der am besten gesicherten Baustelle der Welt. Sicherheitslücken gibt es immer wieder.


Jek-Hyde

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Bewertung9.0Herausragend

V for Vendetta und genau für eine Solche wird es eigentlich langsam mal Zeit, findet ihr nicht?
Die Engländer spähen Chatkameras aus, die Amis sind hinter Daten her und prügeln sich mit Amazon, der nur Geld im Sinn hat. Snowden packt aus und taucht unter. Anonymus verpisst sich gerade dann, wenn wir sie am dringendsten brauchen.
Ja, Information, das ist es immer und waffenfähige Angst, bedroht Freidenker und die heiße Braut Kunst die für so etliche unangepasste Verrücktheiten verantwortlich ist.
Diesen Film suchtete ich damals schon als Teenanger. Einfach großartig in Szene Gesetzt, auch wenn es etliche unterscheide zum original Comic gibt, das sicher für eine Miniserie ausgereicht hätte.
Ein Mann mit Maske, der kein Gesicht darunter trägt, die glorifizierte und zu Fleisch gewordene Idee, ob es nun eine gute oder eine schlechte Idee war sein mal dahingestellt und ob alles in Realität so geklappt hätte ist natürlich auch fraglich. Aber ich möchte mich um die Idee kümmern, denn die ist der Knotenpunkt.
Terrorismus ist prinzipiell eine Frage der Prinzipien und wie weit ein Mensch geht, kurz der Moral.
Der Gordischeknoten der Information besteht eigentlich in seiner Unübersichtlichkeit. Lasst mich kurz meinen Gedanken des Milchgläsernen Menschen ausführen.
Weil egal wie viele Daten sie auch Turmhoch häufen und egal wie schwer ihre Rechner knarzen und dampfen, wir gehen einfach darin unter. Es ist nur die Blose Beschreibung, irreführende Fakten. Eine Karikatur sagt meist mehr aus als ein realistisches Porträt. Sie denken sie kenne dich, doch du bist nicht die Summe deiner Teile. Sie können nur raten, was du denkst. Kurz um, sie standen dir nie gegenüber und genau aus diesem Grund, wissen sie vielleicht alles, aber auch nichts über dich. Wir versinken in der Masse. Sind Milchgläserne Menschen, durchsichtig, aber nicht transparent.
Das Hauptproblem ist einfach, dass wir zu viele Masken tragen als dass man auch nur in unser Ektoplasma durchschauen könnte. Der Versuch die einzelnen Tropfen in den Weltmeeren zu unterscheiden, wir gehen schlicht und einfach in der Masse unter. Sind jeder und Niemand, sind anonym, sind Anonymus, sind V. Sind 5. Sind Menschen. Sind unberechenbar. Sind halt einfach doppelt so viele Teile. Verstecken unser Gesicht hinter ein Maske...denkt ihr dass? Sind wir die Maske? Gibt es eine Maske?
Werden der Individualität durch Schubkastendenken beraubt, sind deshalb unsichtbar, weil es eben keine Schubladen gibt, oder zumindest nicht genug. Wir sind viele und so...ihr wisst schon...und außerdem, habt ihr uns schon mal genauer betrachtete? Was wir so alles machen? Glaubt mir, dass wollt ihr nicht wissen. Betrachtete die Menschheit und ihr werdet nur noch weglaufen wollen, weil wir so widerlich und falsch und schrecklich sind.
Fürchtet euch und zwar gewaltig, denn wir sind krank und ekelhaft wie keiner vor uns, verdorben. Verderbt. Und wir sind ansteckend, durch Computerverbindungen durch. Und wir sind nur um so kränker, je mehr wir behaupten normal zu sein.
Wir sind was wie sind (unaufhörliche Veränderung; wenn ihr nichts tut, beliebt nicht alles einfach legen, es bewegt sich weiter) Wir sind Milchgläserne Menschen.

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Lili 9ochefort

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Ausgezeichneter Kommentar. Danke jek, danke hyde. :)


Jek-Hyde

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:) Wir beide waren uns anfangs nicht ganz einig...aber wie wir sehen lagen wir richtig ;)


philipp.endres.18

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vor der erneuten Sichtung dieses Werkes konnte ich mich leider nicht mehr genau an alle Details erinnern, was aber wohl weniger an der Qualität sondern eher der Zeitspanne geschuldet war, die dazwischen lag - denn hier ist scheinbar etwas in Vergessenheit geraten, was meiner Meinung nach nie hätte passieren dürfen.
Tolle Dialoge, die einen wirklich ernsthaft zum nachdenken anregen, eine hochintelligente, spannend erzählte Geschichte, die nach und nach immer mehr aufdeckt und sich so bis zum Ende hin zu einem großen Gesamtkonstrukt entwickelt und - natürlich nicht zu vergessen - die perfekt gewählte Ausgangslage, die den Film mit seiner Thematik erst so richtig interessant werden lässt. Vor allem die Botschaft die hinter diesem Film steckt, finde ich bemerkenswert - näher darauf eingehen möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht, denn dies sollte jeder für sich selbst entscheiden bzw. herausfinden, was die Intention dieses Werkes sein könnte.
Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass hier ein wirklich ambitionierter Film entstanden ist, welcher Fragestellungen aufwirft und Themen aufgreift, über welche es sich lohnt - auch über die Laufzeit des Films hinaus - nachzudenken.
Besondere Bedeutung möchte ich noch dem Ausgang der Geschichte und die Art, wie darauf hingearbeitet wird, beimessen. Wenn dann gegen Ende alles auf die einzig logische, konsequente Folgerung der vorhergegangenen Ereignisse zusteuert, hatte ich Gänsehaut - und das ist wohl ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Film seine volle Wirkung bei mir erzielt hat.

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pischti

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Ich habe ihn damals wahrscheinlich mit falschen Erwartungen angesehen, ich war nämlich nicht so angetan. Aber er wird nicht umsonst recht gut bewertet, somit werde ich wahrscheinlich irgendwann nochmal einen Blick riskieren :)


philipp.endres.18

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Ja solltest du tun. Hat mich wie gesagt auch bei der Zweitsichtung nicht enttäuscht - allerdings sind Geschmäcker bekanntlich verschieden!


MovieGremlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hallo, ich bin es wieder...

Wisst ihr, wann ein Film richtig gruselig ist, obwohl er kein Grusel-/Horrorfilm ist? Wenn man einen Film sieht mit einer düsteren Zukunftsaussicht, dann die Nachrichten sieht (sowohl öffentliche wie auch unabhängige) und feststellt, dass die Fiction vielleicht doch noch eintreffen könnte. Totale Überwachungen, Gesetzesbeschlüsse ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, Medien, die das zeigen, was die "Big Ones" wollen, Zensur, Wirtschaftskrisen... Begriffe, die heute schon alltäglich zu lesen sind. Und diese Thematik findet man auch in diesen Film, basierend auf eine Comicreihe von Alan Moore, den wir auch Watchmen zu verdanken haben.

Da ich die Comicreihe nie gelesen habe kann ich natürlich nicht beurteilen, in wie weit die Vorlage vom Film abweicht, aber bisher gab es nur wenige Comic-Verfilmungen, die mich so fesselten wie dieser Film.

Die Darsteller waren allesamt sehr überzeugend; nur Stutler kam mir vielleicht zu übertrieben als großer übler Bösewicht vor. Mir wäre es lieber gewesen, wenn er etwas kühler und berechender gewesen wäre statt jemand, der bei der kleinsten Kleinigkeit die Decke hoch geht. Nathalie Portman als Evey zeigte abermals, warum sie zur Elite der Schauspieler gehört. Ihr Wandel von der nichts ahnenden Bürgerin zur Unterstützerin der Rebellion mit all ihren Leiden war mehr als überzeugend gespielt.

Der Film scheut sich nicht, dunkle Töne einzuschlagen. Sei es Faschismus, Folter, brutale Zensur, der totale Polizeistaat oder gar das Erschießen eines Kindes (eigentlich ein absolutes No-Go im Filmgeschäft). Alles wird düster und beängstigend erzählt, ohne wie z.B. bei 300 in Blutorgien, lächerlicher Übertreibung oder Showdarstellung auszuarten. Auch der mahnende Finger ist hier zum Glück nicht vertreten. Der Mensch kann selbst wählen, ob er sich dem System anpasst oder sich gegen ihn stellt.

V wie Vendetta ist neben Dark Knight und Watchman eine der besten Comic-Verfilmungen, die ich kenne und keine andere Comic-Verfilmung trifft den aktuellen politischen Stand der Zeit und den Befürchtungen in naher Zukunft so gut.

Von mir gibts 8 von 10 Guy Fawkes-Masken.

Und nun entschuldigt mich, ich muss mich auf die Zukunft vorbereiten...

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KaiserNero

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sehr schön inszenierte Comicadaption mit einer aktuellen und interessanten Geschichte von Diktatur, Rebellion und Rache
Einer meiner Lieblingsfilme !

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alex023

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Bewertung4.0Uninteressant

»'Are you like a... crazy person?' - 'I'm quite sure they will say so.'«

London in gar nicht so ferner Zukunft: der ganze Staat wird von faschistischen Regierung kontrolliert, die Bürger haben es akzeptiert, um Sicherheit zu erlangen, die für sie in Gefahr stand, nach Ausbrüchen des Bürgerkriegs in Amerika und eines Virus, welches mehrere hunderttausend Menschen umbrachte. Doch ein maskierter Mann, der sich bloß V (wie Vendetta) nennt, geht dagegen vor und mobilisiert die Massen.

Dabei ist hier wieder mal eine interessante Prämisse gegeben: es handelt sich um ein dystopisches Szenario, was zeitlich gar nicht so weit entfernt ist und selbstredend auch nicht unbedingt total unwahrscheinlich ist. Denn das Wichtigste bei diesem Genre ist nun mal: Authentizität, Glaubwürdigkeit und aktuelle Relevanz. Wenn man sich nun Amerika, den NSA-Skandal und so weiter ansieht: da ist V FOR VENDETTA auf einmal brandaktuell. Überwachung hier, Überwachung da. Und hier haben die britischen Bürger dem allem zugestimmt, da es ja zu ihrer eigenen Sicherheit sein soll. Die totale Kontrolle über die Medien, keine Chance auf die freie Meinungsäußerung, eine Ausgangssperre zu einer bestimmten Zeit. Die Menschen werden eingeschränkt in ihren persönlichen Freiheiten, bloß um ihnen eine Sicherheit zu suggerieren, die gar nicht gegeben ist. Denn der maskierte „Terrorist“ V entblößt diese aufgestellte Farce einer korrupten und inkompetenten Regierung schier ganz einfach und simpel. Diese Versprechen sind bloß Illusionen, das Ziel ist schlichtweg nicht existent. Wenn man das nun auf die heutige Zeit überträgt (und sicherlich sind Dystopien nichts anderes als radikalisierende Gesellschaftsstudien), kommt man wieder ganz schnell zu den USA. Denn auch dort wurden, unter ähnlichen Umständen und vorangegangenen Ereignissen (in diesem Fall 9/11), ähnliche Vorkehrungen getroffen: die persönlichen Freiheiten werden zugunsten von vermeintlicher Sicherheit durch Überwachung (in Amerika! Die Ironie ist so greifbar!) eingeschränkt. Was hat es gebracht? Nichts. Genauso eben hier zu sehen. Denn was ist das für ein überwachtes und gesichertes System, wo einfach ein (maskierter) Mann (!) die Kontrolle über den staatlichen Sender übernehmen kann. Man könnte einfach konstatieren: Sicherheitsvorkehrungen schlichtweg nicht vorhanden!
Doch genau an dieser Stelle habe ich das Interesse an dem Film verloren, ab da ging es steil bergab. Ein Mann wie V, mit Prinzipien und Idealen (wie es eigentlich sein sollte), der gegen bestehende Umstände rebelliert, wirft diese über den Haufen, nur um sein Ziel durchzusetzen? Das ist einfach unbefriedigend. Wenn der Film das wenigstens wissen würde und es auch deutlich machen würde, wäre es wiederum kein Problem, da ein Film ja nicht immer durch seine Figuren eine Botschaft vermitteln muss, sondern auch durch die Inszenierung. Aber hier wird so vorgegangen: V tötet für sein Vorhaben diverse Leute, lässt Gebäude in die Luft sprengen und macht damit genau etwas, was eigentlich der Regierung zugeordnet werden könnte. Denn diese Leute verüben solche Taten, die eigentlich verboten sein sollten. Wenn V davon spricht, dass die Zerstörung eines Gebäudes, der Mord an einer Person ein „Symbol“ ist für etwas, worunter sich Menschen vereinigen können, dann mag das richtig sein, ist aber der falsche Ansatz. Und wieder sei hier gesagt: wenn der Film das auch vorführen würde, wäre auch hier alles in Ordnung, doch hier hat man bloß Every Hammond, die gelegentlich anzweifelt, ob das alles so richtig ist, was der Rächer dort so treibt. Und sie ist nicht immer einverstanden. Doch auch sie lässt sich am Ende in seinen Plan einbinden, wenn V großzügig sich selbst für die Sache opfert. Und genau in diesem Ende liegt für mich das größte Problem des Films. Man kann konstatieren, dass der Film teilweise absurde (nicht positiv!) und lächerliche, sowie vorhersehbare Dialoge aufweist, seine Geschichte nicht konsequent genug erzählt und insgesamt gesehen so (bis auf die oben genannten Punkte) ziemlich inhaltsleer wirkt. Aber zu alldem kommt eben dieses Ende, was die Krönung der Lächerlichkeit darstellt: nun ist auch der Inspektor, der untersuchende und nach V fahndende Polizist, bereit, für die Sache ein Auge zuzudrücken und das Gebäude sprengen zu lassen, da er Every nicht aufhält. Und hier begräbt sich der Film endgültig selber: die anschließende und den Film beendende Explosion in Verbindung mit den Aufständen der maskierten Menschen auf den Straßen wird glorifiziert und als etwas so Gutes dargestellt, was es keinesfalls ist. Hier wird die Botschaft vermittelt, dass man mit Gewalt/Mord zum Erfolg kommen kann und das unter diesen Umständen akzeptabel ist.
Man weiß manchmal aber auch einfach nach wenigen Minuten, dass man es mit einem Film zu tun hat, der populär ist und von dem einige sagen, er wäre gut, er einem selbst aber auf keinen Fall gefallen wird. Oft kann das einfach nicht begründen, hier habe ich es zumindest versucht. Denn es ist viel einfacher, einem Film etwas Positives zu bescheinigen als etwas Negatives, weil man den Machern ja auch nicht zu nahe treten möchte und außerdem auch selbst erst einmal darüber nachdenken muss, wie es denn hätte besser produziert werden können.

Fazit: Hier ist es offensichtlich, dass V FOR VENDETTA eine falsche Richtung einschlägt und nach einem nicht besonderen, aber ordentlichen Beginn sich so falsch und negativ entwickelt, was vor allem dem fatalen Drehbuch zuzuschreiben ist. Die Schauspieler können nicht viel machen, auch wenn ich hier keine wirklich gute Leistung gesehen habe. Die Idee ist – wie so oft, vor allem in diesem Genre – interessant, aber die Umsetzung ganz schön schwach. Man hätte hier definitiv eine Menge mehr herausholen können, anstatt bloß auf einen Terroristen zu fokussieren, der sich selbst als Rebell und Retter der Menschen sieht. Aber gerade dieser Umstand macht den Film aus und vielleicht ist das gerade genau das Problem.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/01/v-for-vendetta-degbus-2005-james.html]

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dannydiaz

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Das ist ein heiß diskutiertes Thema. Dieser Film könnte dich interesieren. "How to start a Revolution" Es geht darum, wie man gesellschaftliche Veränderungen ohne Gewalt durchsetzt und analysiert Revolutionen.
50 Minuten, die sich lohnen.
http://www.imdb.com/title/tt1956516/
http://www.youtube.com/watch?v=XO1t4Fif2c0


alex023

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Okay, danke, werd ich mir bei Gelegenheit mal anschauen.


BenAffenleck

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Bewertung9.0Herausragend

"Unsere Integrität hat einen so geringen Preis, aber eigentlich ist sie alles was wir haben. Sie ist das aller letzte Bisschen von uns. Aber innerhalb dieses Bisschens sind wir frei".

Okay, nach so einem Brocken kommt man schon mal ins straucheln und sucht die Pause-Taste.

"Wenn man so lange eine Maske trägt, vergisst man wer man darunter war"

Ey, ist gut jetzt? Dann kann ich die Fernbedienung ja gleich in der Hand behalten.

Aber im ernst. Von solchen Sätzen gibt es In V WIE VENDETTA einen ganzen Sack voll. Muss man mögen. Ich fand es großartig. Sicher ist, das V eigentlich nicht im Mainstream angesiedelt werden muss. Dafür ist er zu anders, wirkt zu lange nach und ist zu sehr auf Krawall gebürstet. Eigentlich ist V ein Fußpilz in Form eines Films. Hartnäckig, und man hat etwas länger was davon.

Beim ersten sehen 2006 fand ich V nicht so toll, hatte aber auch mit einem Actionstreifen gerechnet und war wohl auch zu müde. Trotzdem wollte ich ihn mir immer noch mal wieder anschauen. 6€ Blu Ray beim großen Fluss und los. WOW...

...Hasspredigten im Fernsehen...Ausgangssperre...Totale Zensur und Überwachung...Sätze wie " Wer einen Schuldigen sucht, der muss nur in den Spiegel sehen"...Deportationen fast nackter Leute im strömenden Regen...Armee Parade vor wehende Flaggen und wild gestikulierendem Kanzler...

Viel zu vertraut um nicht doch ein komisches Kribbeln in der Magengegend zu verspüren. Das alles gepaart mit erzählerischer und technischer Raffinesse, sehr guten Schauspielern und ein wenig Action. Mich hat der Streifen echt gepackt. Einzig das Genuschel durch die Maske ist manchmal anstrengend.

Ich glaube, den Film kann man sich alle paar Jahre mal wieder anschauen. Intelligentes, herausforderndes ... ja ... mmh ... ist es jetzt Mainstream? Oder ist es doch der erhobene Zeigefinger, den man im Murmeltiertag mal öfter braucht? Entscheidet selbst!

9,0 beängstigende Untertöne für V WIE VENDETTA.

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vanilla

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V: "Das Einzige, was wir gemeinsam haben, Mr. Creedy, ist, das wir gleich sterben werden." Mr. Creedy: "Was denken sie, wie das passieren soll?" V: "Mit meinen Händen um ihre Kehle." Mr. Creedy: "Blödsinn! Was wollen sie machen, he? Wir haben hier alles abgesucht. Sie haben gar nichts! Außer ihren albernen Messern und ihren affigen Karatezappeleien! Wir haben Gewehre!" V: "Nein. Sie haben Kugeln und die Hoffnung, dass ich nicht mehr stehe, wenn ihre Munition aufgebraucht ist. Denn wenn doch, sind sie alle tot, bevor sie nachgeladen haben."


BenAffenleck

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Hach. Aufgrund deines Final-Zitates könnte ich ihn mir schon wieder geben...


deevaudee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verwendete Textstelle, aber schöner Track obendrauf, yeah, Frontliner!!! B)
http://www.youtube.com/watch?v=UHfAh_Vxavw

Und dann den hier, besonders schön, eine Horde Mädels auf der Reeperbahn kommt aus nen Sex Shop. xD
http://www.youtube.com/watch?v=KrVC5dm5fFc

Aber nun zum essentiellen, komm ich zum Film.
Es grassierten ja des öfteren gute Meinungen zu diesen Film. Und dumm wie ich bin, dachte ich, zieh dir den auch irgendwann mal rein. Und den Eindruck den ich hatte, mit der lächerlichen Flagge und dem Stumpfsinn der Bevölkerung fühlt ich mich leicht erinnert an Weltgeschichte in reloaded Form. So als würde man den Film "Die Welle" überspringen und käme zum geregelten Chaos. Aber was erinnert mich direkt jetzt an Weltgeschichte, John Hurt als oberster Kanzler, der wenn in Erscheinung tritt nur im Fernsehen als Volksführer auftritt oder giftige Ansagen via riesen Bildschirm an seine treuen Gediener richtet. Zum einen erinnernd an den kleinen Österreichischen Maler dem Deutschland noch paar läppische Kriegsschulden verdankt, und die scharfe Bevölkerungskontrolle die man so nur aus Kommunistisch geführten Ländern kennt. Nicht abwegig da auch die DDR zu erwähnen; aber wohl gemerkt bei weiten nicht so krass wie hier. Aber ich fand John Hurt seine Anwesenheit absolut passend und gut gespielt. Von Hugo Weaving als Incognito V muss man glaub ich nichts zu sagen das seine Rolle absolute Granate ist. Eine surreale Figur, leicht diabolisch, absolut gerechtfertigt und keineswegs Herzlos. Dystopie in wahrlich guten Umfeld. Die Story ist gut böse mit netter Botschaft. Aber selbst die Untergrundfreiheitsbewegung brauch auch erst hier jemanden der voran geht. Aber V hat auch persönliche Interessen die seinen Rachefeldzug Antrieb geben. Sein unfreiwilliger Komplize Eve, in Form von der Portman gespielt, ist nicht deplatziert, aber irgendwie haut es mit der Harmonie zwischen ihr und dem Schauplatz nicht so ganz hin, was deutlich wird in der Mitte des Films als sie ein Folteropfer wird. Denn das war die schwächste Phase im ganzen Film, zu konstruiert, und wenig beklemmend. Zu aufgesetzt, gar Theatralisch. Und das wollte nicht gefallen, was auch Abzüge beinhaltet. Ansonst ist der Film sehr sehr kritisch, hat echt gute Botschaften, in Form von Phrasen, Dialoge und Monologe. Wer genau an den Wortlauten gearbeitet hat ist egal, aber so bekam auch Weavings Charakter eine Masse an Würde und Charme. Ein Untergrundkämpfer, mit Grips, Kampffähigkeiten und Kunstsammler mit dem Hang zu Erdigkeit. Komplett interessanter Charakter. Da ich das Comic nicht kenne, was ich auch nicht unbedingt möchte, empfand ich den Film dennoch äusserst vielsagend. Trotz Internationaler Darsteller und Internationaler Handlungsgegend, ist er auch Heimatfilm, denn da gedreht in schönen Potsdam und seinen Babelsberger Studios.
Und um auf die guten Meinungen zu diesen Film einzugehen, schliesse ich mich dem an, ja er geht gut ab. Actionhaltige Momente sind rar aber gut gewählt und nicht zu orpulent um mit Effekten glänzen zu müssen. In Vordergrund steht eben jene Idee zum V. November und die Kraft von Worten, und damit kann der Film wahrlich beeindrucken. Lediglich die Folterszene in der Mitte des Films ist äusserst schwach geworden, aber sonst ein absolut Gegenwärtiger Film, bei dem ein kritischer Blick auf Regierungen und Medien erlaubt ist, indem man nicht mehr alles glaubt, und wirklich alles Hinterfragt.
Denn das schlimmste sind Diktaturen getarnt in Form von Demokratie, die es als riesen Theater nur zu Unterhaltungszwecken gibt.

Wie heisst es so schön im Film: "Ein Volk sollte nicht Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor seinem Volk haben!"

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deevaudee

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Da ich schlecht sagen kann, welche deine Erwartungshaltung war, kann es nicht verkehrt sein, dem ganzen einen 2. Blick zu würdigen. =)


BenAffenleck

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Hat sich gelohnt. Danke für den kleinen Stupps!


Obsoleszenz

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Bewertung3.5Schwach

Oh man, ich weiß nicht... Habe wohl etwas zu viel an Gesellschaftskritik und Tiefgang erwartet. Der Film ist keinesfalls schlecht, aber persönlich empfinde ich ihn als belanglos, nichts sagend, unspannend, vor allem gemessen an der Thematik. Vielleicht entgeht mir was ganz entscheidendes, vielleicht ist es aber auch einfach nur zu viel Hollywood.

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simonisland

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Ja, dir ist was entscheidendes entgangen. Die Wahrheit.


Gearbreaker

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Lies den Comic, dann hast du alles, was du erwartet hast ^^


DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Endlich mal ein "Superhelden"-Film, mit dem auch ich etwas anfangen kann.
Eine herrlich düstere Dystopie wird in V WIE VENDETTA präsentiert, dessen fantastische Atmosphäre sich durch den gesamten Film zieht.
Schon erstaunlich, wie viel eine Figur an Charakter entwickeln kann ohne nur einen Blick auf dessen Mimik werfen zu können. Das Drehbuch ist durchgängig straight geschrieben und lässt nur sehr wenige Längen zu. Ein richtig guter Film, wenn für mich nur mit mäßigem Wiedersehwert ausgestattet.

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Exitus

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Bewertung9.5Herausragend

einfach nur geil!!! basta!!!

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Leinzi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

“Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.”

Der perfekte Film um den 5. November zu zelebrieren.
Aus diesem Grund ist er auch gleich im DVD-Player gelandet.
Hat bei mir auch nach dem x-ten Sehen nichts an seiner Faszination verloren.

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OceansBourne

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das was bei Matrix noch neu und überraschend war, ist hier größtenteils deplatziert. Die Story ist sehr gut aufgebaut und die Darsteller spielen auch gut. Spannung kommt leider nur dann auf, wenn es um Natalie Portman geht. Da ich in keinster Weise ob positiv oder negativ von V Emotional mitgenommen wurde. Würde ich ihn mit Watchmen vergleichen, würde ich V wie Vendetta einen Tick besser sehen, weil größtenteils geradliniger erzählt. Respekt auch an Natalie Portman, die sich die Haare für die Rolle abrasieren lies.

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marcshake

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Bewertung9.0Herausragend

Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme und für mich der gefühlte Begründer der Anonymous-Bewegung, auch wenn das natürlich Quatsch ist ;)

In leichter Popcorn-Manier vermittelt der Film ein ziemlich übles und dank NSA/PRISM-Affäre wieder aktuelles Thema. Zuviel Macht vom Staat muss von einer Idee bekämpft werden. Die Methoden von "V" sind zweifellos rabiat aber wer weiß, was in so einem Staat tatsächlich passieren würde, wenn wir das hier auch so hätten.

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Penseur

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Bewertung7.5Sehenswert

V wie Vendetta ist ganz gut gemacht, hätte man aber auch besser machen können finde ich. Der Film kommt meiner Meinung nach nie richtig zum Höhepunkt, bis auf das Ende und das ist dann auch ziemlich kurz und knapp. Was ich gut finde ist die Message hinter dem Film, denn hier wird etwas angesprochen was so sehr selten bisher in Filmen angesprochen wurde. Das Thema des Films könnte man auch auf ziemlich viele Staaten der Erde projezieren. Der Film hat eine bedrückende Grundstimmung, aber er ist auf keinen Fall so düster wie er oft beschrieben wird. Er hat mich gut unterhalten, was auch an einer großartig schauspielernden Natalie Portman liegt. Sie hat hier eine perfekte Darbietung geboten und trägt zum großen Teil dazu bei, dass der Film nicht langweilig wird. Die wenigen Actionsequenzen sind nicht schlecht, aber reissen einen auch nicht vom Hocker. Der Hauptcharakter V gespielt von Hugo Weaving hat anscheinend kampfsportmässig viel trainiert, denn er kann mit Leichtigkeit auch mehrere Gegner ohne Probleme mit seinen Kampfsportkünsten erledigen. Ansonsten hatte Hugo Weaving schauspielerisch keine große Herausforderung als V, da er über den gesamten Film die allseits bekannte Maske des Guy Fawkes trägt. Ansonsten ist der Charakter sehr interessant, da er ein intelligenter, geheimnisvoller, musikliebender Mensch zu sein scheint, der es sich zur Aufgabe gemacht hat für einen Umsturz der faschistisch, totalitär regierenden Regierung, zu sorgen. Der Film spielt im London bzw. England der nächsten Zukunft, welches zum beispiel ein Ausgehverbot in der Nacht hat und eine totale Videokameraüberwachung der gesamten Stadt. Regierungsgegner werden gnadenlos gejagt und eingesperrt bzw. umgebracht. Das ist ja auch eigentlich garnicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass London schon vollkommen von Videokameras überwacht wird. Das mit der faschistischen Regierung wird hoffentlich so nicht passieren. Der Hauptcharakter V sucht sich schon bald Evey (Natalie Portmann) als Gefolgin, welche sich auch ziemlich schnell auf seine Seite schlägt und auch gegen die Regierung vorgehen will. Insgesamt gesehen wurde ich den ganzen Film über ganz gut unterhalten, aber sehr gefesselt hat er mich auch nicht. Wie gesagt ist die Message aber gut rüber gekommen, die Idee ist ganz gut und alles in allem ist es ein ganz guter Film den man sich mal ansehen sollte.

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