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Fahrenheit 451
Fahrenheit 451 (1966), GB Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 23.12.1966
7.7
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von François Truffaut, mit Oskar Werner und Julie Christie
Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier sich entzündet. Diese Zahl kennt der Feuerwehmann Montag (Oskar Werner) genau, denn irgendwann in der Zukunft ist es verboten, Bücher zu besitzen oder zu lesen. Aufgabe der Feuerwehr ist es daher, noch vorhandene Restbestände aufzuspüren und zu verbrennen. Ihre starrköpfigen Besitzer werden der Polizei übergeben. Eines Tages verliebt sich Montag in die schöne Linda (Julie Christie), doch auch sie ist eine der verbliebenen Büchersammler.
Hintergrund & Infos zu Fahrenheit 451
Fahrenheit 451 ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ray Bradbury durch den französischen Nouvelle Vague-Regisseur François Truffaut.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Fahrenheit 451
- Genre
- Psychodrama, Utopie & Dystopie, Science Fiction-Film
- Zeit
- Zukunft
- Handlung
- Autounfall, Befreiung, Beziehungsprobleme, Bibel, Buch, Bücherverbrennung, Dystopie, Entfremdung, Feuerwehr, Feuerwehrauto, Feuerwehrmann, Flucht, Freigeist, Freiheit, Freiheitkampf, Freiheitskämpfer, Gefangenenbefreiung, Guerilla, Hedonismus, Helikopter, Klassiker, Kultfilm, Lesen, Meinungsfreiheit, Nachbar, Polizeistaat, Roman, Ruderboot, Selbsterkenntnis, Totalitäres Regime, Verlieben, Vernachlässigung in der Ehe, Wald, Wissensdurst, Zerrüttete Beziehung, Überwachung
- Stimmung
- Hart, Spannend
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- Fahrenheit 451: cineclic.de




















Kritiken (2) — Film: Fahrenheit 451
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenTruffaut fühlt sich in diesem Genre erkennbar nicht recht heimisch, und Oskar Werners unentschlossener Darstellung sind mitunter die Differenzen mit dem Regisseur anzusehen. Doch die Entscheidung, die Zukunft antik statt futuristisch aussehen zu lassen, verleiht dieser ambitionierten Literaturverfilmung einen bizarren Charme, den Komponist Bernard Herrmann wunderbar vertont. Das Ende ist ambivalenter, interessanter und letztlich erschütternder als Bradburys.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenIntellektuelle SciFi in faszienierendem Look der auch zur Entstehungszeit schon Retro war.
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Kommentare (46) — Film: Fahrenheit 451
Frankenchrist Sun, 03 Mar 2013 17:10:22 -0000
Kommentar löschenGut, ich habe ein gewaltiges Problem mit dem Film, das womöglich eher der Vorlage vorzuwerfen ist (falls jene die Thematik auch so fragwürdig darstellt), dennoch hat es eben auch mein Filmvergnügen getrübt: Es ist die Grundprämisse, dass ein Buch vermeintlich nicht für propagandistische Zwecke eingesetzt werden könne. Das Buch an sich sei, so suggeriert der Film (bzw. die Vorlage), die personifizierte Unschuld. Ja es mag banal klingen, aber mir scheint, man müsse darauf hinweisen, dass ein Buch bei Leibe nicht nur freiheitliches und selbstständiges Denken fördern kann. Dass dies Quatsch ist, dürfte sofort einleuchten, wirft man nur einen Blick zurück auf die letzten beiden deutschen Diktaturen, wo literarische Werke sehr wohl der Propaganda für das herrschende System bzw. deren Köpfe dienten (Hitlers Mein Kampf und Honeckers Aus meinem Leben sind nur die Spitze des Eisbergs). Und umgekehrt ist es eine Frechheit, wie das Fernsehen im Kern und ausschließlich als die Menschen verblödend und konformisierend dargestellt wird, als wäre es ganz unmöglich, auch über das Medium Film und Fernsehen seinen geistigen Horizont zu erweitern. Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer, hat es einst jemand auf den Punkt gebracht. Soweit ich gesehen habe, gibt es im Film ausschließlich subversive, weil ingeniöse, und somit verbotene Bücher, und ausschließlich stumpfsinniges und also Propagandafernsehen. Die Wahrheit ist, diese Botschaft des Films ist mir zu stumpfsinnig, Verzeihung, simpel. Und dass sie ausgerechnet von einem Vorzeige-Filmemacher höchstpersönlich kommt, ist besonders enttäuschend. Da ist es mir auch zu wenig, dass die Buchmenschen später im Wald mithin wie Zombies erscheinen (deren einziges sie antreibendes Interesse per Definition ja die Suche und das Stillen ihres Hungers nach Lebendfleisch ist), nämlich im stupiden, d.h. unreflektierten und monotonen, geradezu seelenlosen Rezipieren ihres jeweiligen Buches. So wenig, wie ein Zombie ein eigenes, individuelles Subjekt ist, so wenig ist ein Buchmensch eines (das beständige u. irgendwie ziellose Hin- u. Herwandeln jener ähnelt z.B. den Zombies in G.A. Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" oder im Musikvideo zu Michael Jacksons "Thriller"), vielmehr wurde Letzterer zu einem Objekt, zum Ding "Buch".
Weder die kuriosen Requisiten und komischen Kostüme, noch der reizende 70er-Jahre Stil von der Machart eines Truffaut ließen mich über dieses eingangs beschriebene Ärgernis hinwegsehen, so gut dies eben geht, sondern es liegt allein an Oskar Werner - den ich verehre, seit ich ihn das erste Mal in Ophüls' "Lola Montez" gesehen -, dass ich dem Film letzten Endes deswegen einfach nicht böse sein kann.
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Nebelung Sat, 06 Apr 2013 01:15:13 -0000
Antwort löschenTatsächlich sind Bradburys Thesen im Buch weitaus verständlicher und nachvollziehbar. Sie bleiben aber kulturkritisch und technologiekritisch. Das Werk an sich ist aber auch hochpoetisch.
Der Film an sich ist also nicht nur ganz schön schlecht gealtert, er lässt auch in seiner Umsetzung zu wünschen übrig. Zum Glück gibt es seit 2010 (zum 90. Geburtstag des Autors, der 2012 verstarb) eine angemessene Visualisierung in Form eines schönen Graphic Novels von Tim Hamilton. Sehr zu empfehlen.
Frankenchrist Sat, 06 Apr 2013 18:40:35 -0000
Antwort löschenGut zu hören; hätte mich auch gewundert, wenn Bradbury so schlampig gearbeitet hätte. Möge er in Frieden ruhen.
Umso unverständlicher ist damit, weshalb Truffaut seine Adaption so verhunzen konnte. Danke für die Empfehlung, werd ich mir merken.
Donzaffi Tue, 29 Jan 2013 13:25:47 -0000
Kommentar löschenSollte man gesehen haben auch wen er nicht ganz die Reichweite der Vorlage erreicht, man hat selbst sehr spannende Teile aus der Vorlage nicht eingebaut. Der Grundgedanke jedoch wurde übernommen. Er hätte ruhig ein paar Details mehr haben können wie das was zum Ende passiert in der Vorlage
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MartinNolan Wed, 09 Jan 2013 12:02:38 -0000
Kommentar löschen„Fahrenheit 451“ präsentiert dem Zuschauer eine vermeintlich glückliche Gesellschaft in der es für Bücher keinen Platz gibt. Bücher handeln von Problemen, setzen sich mit der Welt auseinander und werden daher rigoros vernichtet, ihre Leser verfolgt. So ist es die Aufgabe der Feuerwehr jegliche Bücher zu verbrennen. Guy Montag (Oskar Werner) ist von Beruf Feuerwehrmann und lebt mit seiner Frau in einem kleinen Häuschen. Nach einer zufälligen Begegnung mit der Lehrerin Clarisse (Julie Christie) beginnt Montag allmählich über seine Arbeit nachzudenken und über das Leben, welches er führt.
„Fahrenheit 451“ überzeugt zunächst mit einer dystopischen Handlung, die mittlerweile durch eine angestaubte Inszenierung an Glanz verlieren mag. Dies ist jedoch nicht das eigentliche Manko des Films. Die große Schwäche von „Fahrenheit 451“ liegt nämlich im Handlungsverlauf.
Die Handlung verliert sich nämlich leider zunehmend im Aspekt der fehlenden Literatur in der Gesellschaft, sodass weitere Bereiche, sowie Fragestellungen überhaupt nicht thematisiert werden und „Fahrenheit 451“ vom anfänglichen gesellschaftskritischen Film zu einer regelrechten Liebeserklärung an das Medium Buch mutiert. Das ist sehr schade, da in dem anfänglichen Szenario, wie ich finde, mehr Potential gewesen ist, als Regisseur François Truffaut schlussendlich realisierte.
Besonders Oskar Werners Schauspiel, sowie Bernard Herrmanns musikalischem Geschick ist zu es verdanken, dass „Fahrenheit 451“ dennoch als Unterhaltungs-Film funktioniert, wenn doch in mancher Hinsicht mit deutlichen Schwächen.
Nichtsdestotrotz ist „Fahrenheit 451“ ein Film der nachdenklich stimmt und den Zuschauer, wenn auch mit einer nicht ausgereiften Härte, dazu bewegt, sich und seine Umwelt zu hinterfragen. Leider kein zeitloses Meisterwerk, aber dennoch eine Sichtung wert.
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Trimalchio Thu, 03 Jan 2013 23:32:41 -0000
Kommentar löschenZuerst einmal überrascht die Optik. Ich war auf eine düstere Sciene-Fiction Dystopie wie in „Alphaville“ eingestellt. Bekommen habe ich allerdings eine Welt, die der unseren – bis auf die Farbauswahl – doch erstaunlich ähnelt. Ich kenne die Buchvorlage nicht, aber einige Rezensenten sehen diese anscheinend deutlich düsterer. Truffaut's Lösung ist wirksamer. Denn so bleibt das Geschehen zeitlos und der Film könnte bis auf die fliegenden Jetpack-Polizisten auch in unserer Welt spielen. Aktualität und Authentizität sind also gegeben. Die Atmosphäre ist trotz des bunten Looks stets bedrohlich und ändert sich nur am Ende, doch selbst da kann man nicht vergessen. Nicht komplett zufriedenstellend ist hingegen die Besetzung. Oskar Werner schwankt über die gesamte Spielzeit und setzt selten ein anderes Gesicht auf, die Nebendarsteller spielen ihre Rollen etwas klischeehaft. Der Lichtblick ist schließlich Julie Christie. Sie spielt ihre beiden Rollen so gut, dass ich erst beim Verfassen dieser Kritik entdeckt habe, dass sie sowohl die Ehefrau, als auch die Widerständlerin mimt. So soll es sein! „Was wäre, wenn es verboten wäre, zu lesen?“ prangt auf dem DVD-Cover. Es ist bekannt, dass Truffaut ein fanatischer Bücherliebhaber war. Und das ist wohl das, was den Film einzigartig macht. Er ist eine tadellose Hommage an die Literatur und Kultur, sowie eine gnadenlose Abrechnung mit all denjenigen, die sich diesen Dingen in die Quere stellen. Die Persönlichkeit gipfelt schließlich darin, dass selbst die „Cahiers du Cinema“ und Balzac verbrannt werden. Vielleicht ist es sogar die intimste Ode an die Literatur, die ich je sehen durfte. Wenn die Bücher verbrennen und sich die Seiten wie menschliche Körper krümmen, dann ist es genauso erschütternd wie der Anblick der Frau, die sich lieber mit ihren Büchern verbrennt, als ohne sie zu leben. Der Drang nach Freiheit der Kultur und Kunst und das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen – hier wird all das vermittelt, was – auch wenn viele es nicht sehen – dem täglichen Kampf unterliegt und bis zum Äußersten unterstützt werden muss.
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worstcase Mon, 31 Dec 2012 11:22:31 -0000
Kommentar löschensollte man geshen haben, wirkt inzwischen etwas absurd und unfreiwillig komisch.
Den Ernst der Thematik kann mich nicht so ganz nachvollziehen.
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Cellmorbasg Sun, 09 Sep 2012 19:57:30 -0000
Kommentar löschenVon der Zukunft eingeholt. Eine Welt ohne Bücher ist nicht mehr unvorstellbar. Und das nicht im dystopischen Sinne einer Absage an Kultur, Erzählungen und Emotionen, sondern durch die Ersetzung des Mediums Papier für Wort und Schrift. Allein für jene die diesem Ende ungern entgegen sehen, ist dieser Film sehenswert. Er ist eine Liebeserklärung an die gedruckten Buchstaben, an ihr Aussehen, an ihren Geruch, an ihre Imposanz im gemeinsamen Auftreten, an das Gefühl in den Händen, an das Rascheln der Seiten... Die Welt die in diesem Film gezeigt wird, ist aber noch viel schlimmer. Sie will gar keine erzählten Worte und so müssen auch jene, die nur im Geiste ihren Geschichten folgen, als Aussätzige leben. Wir sehen einen totalitären Staat, fügunswillige Menschen die Widerspruch und eigenes Denken verlernt haben und jene die sich wehren, aber einen aussichtslosen Kampf gegen das Vergessen führen. Der Film hat bei diesen tollen Ideen einige Schwächen in der Story, wirkt insbesondere zu harmlos vor dem Hintergrund der Geschichte. Denn es kann keinen Sieg geben. Was gerettet wird, wird einst von neuem bekämpft werden. Das malerische Schlussbild wird zum Schauerbild einer gescheiterten Existenz: das Buch.
Ich bin übrigens "Der Herr der Ringe" von John Ronald Reuel Tolkien.
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KilianPai Wed, 29 Aug 2012 23:36:37 -0000
Kommentar löschenzum Fremdschämen :D
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Scipio Fri, 18 May 2012 12:23:27 -0000
Kommentar löschenAuch an diesen Film hat der Zahn der Zeit schwer genagt.
Habe diesen Film nach langer Zeit nochmal gesehen, und war enttäuscht.
Dieser SF-Film ist nicht in Würde gealtert, er wirkte einfach nur noch lächerlich bis komisch!
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Scipio Fri, 25 May 2012 16:44:12 -0000
Antwort löschenIch hatte den Film aus der Erinnerung ziemlich gut bewertet.
Im April lief der Film auf 3Sat. Was soll ich sagen, diese grauenhafte 60er Jahre Frisuren und Klamotten!
Diese lächerliche Feuerwehr, und, und.
Wenn ich das mit einem "Jules-Verne-Film" vergleiche. Der ist auch alt und von vorgestern, aber niemals lächerlich.
Kieke Thu, 19 Apr 2012 09:00:31 -0000
Kommentar löschenNette Sci-Fi Vision mit pseudointerllektuellen Allüren....
Julie Christie - diesmal wunderbar apathisch.
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Markbln Thu, 19 Apr 2012 07:24:05 -0000
Kommentar löschenSehr persönliche, aber unfreiwillig komische Umsetzung des Romans von Ray Bradbury.
Die Jacques Tati-Feuerwache und der ebenso skurril dahin brausende Feuerwehrwagen sind die komischen Höhepunkte der merkwürdigen Inszenierung. Erstaunlich, wie bieder und wenig visionär die Verflmung des nicht gerade bedeutungslosen Regisseurs heute anmuted. Er stürzt sich ausschließlich auf den literarischen Aspekt, sprich auf eine Menscheit ohne geschriebenes Wort.
Nicht nur das François Truffaut wesentliche Punkte der literarischen Vorlage ändert oder weglässt. Die Düsternis und der Pessimismus ist verloren gegangen zugunsten einer hemmungslosen Anhimmelung der Literatur. Das instrumentalisierte Medium Film/TV, das in Bradbury Vorlage zentrale Bedeutung einnimmt, ist hier Nebensache. Truffaut verklärt das Buch schlechthin - es steht für ihn für die Zivilisation, Freiheit, Individualität. Die Lieblingsthemen der Intellektuellen in den 60ern, an dem sich hier etwas eindimensional abgearbeitet wird.
Interessant, dass die gezeigte Literatur hauptsächlich von westlichen Autoren stammte, mit Ausnahme einiger Russen. Das wäre heute ein feiner Skandal. Auch habe ich Julie Christie nie hässlicher gesehen. Mich erstaunte bei der gestrigen Sichtung, dass Truffaut so wenig, dabei aber so viel groteskes aus der vielschichtigeren Vorlage gemacht hat. Die Zeit ist auch an diesem Film nicht spurlos vorübergegangen und irgendwie ist der Science-Fiction wirklich nicht das Metier des großen französischen Regisseurs. Am schönsten war das rot.
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BigDi Thu, 19 Apr 2012 12:51:59 -0000
Antwort löschenExakt.
Julian F. Sat, 23 Feb 2013 15:57:46 -0000
Antwort löschenDass die Literatur von westlichen Autoren beherrscht wird, scheint mir 1953 sehr verständlich gewesen zu sein. Und der Effekt wäre nicht größer gewesen, hätte man zugunsten der Globalität auf das "klassische" Literaturverständnis verzichtet.. die Geschichte apelliert ja mehr oder weniger an das Kulturverständnis der Leserschaft, das nicht zwangsweise unkonventionell sein muss. Außerdem sollen es ja zeitlose Bücher sein - und das kann man gut am heutigen Bekanntheitsgrad beurteilen.
marcowski Sun, 04 Mar 2012 16:27:19 -0000
Kommentar löschenBeängstigende Zukunftsvision im Stile der 60er, die leider etwas hölzern und erklärerisch geraten ist.
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ElMagico Fri, 06 Jan 2012 11:12:21 -0000
Kommentar löschenEin Film über Bücher, Worte und Geschichten, der aber seine eigene Buch-Vorlage selbst nur relativ lose umsetzt. Denn Truffauts Zunkunftsvision ist eine deutlich positivere, als die von Bradbury beschriebene. Truffaut konzentriert sich auf die Bücher, auf die Schönheit des geschriebenen Wortes und die Phantasie des Menschen und weniger auf das Gesellschaftsbild das Bradbury entwirft. "Fahrenheit 451" fehlt es dadurch manchmal etwas an Brisanz, dieses "andere" Leben erscheint zwar langweilig, aber durchaus erträglich. Andererseits vermeidet Truffaut so einige Grundsatzdiskussionen und kann mit "Fahrenheit 451" seine vielgeliebten Büchter in den Mittelpunkt rücken und nebenbei seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen...denn eines kam mir nach der Sichtung gestern immer wieder in den Sinn: Heutzutage würden wohl Tim Burton oder Tarsem Singh diesen Film drehen, ich weiss zwar nicht ob diese Bücher mögen, aber die visuelle Umsetzung von "Fahrenheit" erinnerte mich doch sehr an die beiden.
So sind es auch die kreativen Ideen, das Spiel mit einfachen Farben und Formen, sowie die hervorragend umgesetzten Feuerszenen die in Erinnerung bleiben. Die Story an sich ist nämlich doch recht hervorsehbar, wird durch das Ende zwar noch einmal aufgewertet, leidet aber insgesamt in einigen Momenten schon etwas an der laissez-fairen Darstellung der Gesellschaft. Denn diese ist nicht bösartig. Sie scheint fast ein bißchen dumm und naiv, einerseits Entwicklungshörig, andererseits geistig in veraltetem und konservativen Gedankengut feststeckend. "Fahrenheit 451" bleibt dadurch nur interessant, wird nie spannend oder aufregend.
Doch wie gesagt: Die optischen Elemente und auch die teilweise obskure Ausstattung (ich liebe dieses Feuerwehrauto) können einige Schwächen des Films ausgleichen. In seinen letzten Szenen schafft es "Fahrenheit 451" dann sogar noch, eine Enge und einen Pessimisum aufzuzeigen, denn er vorher etwas vermissen liess.
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ElMagico Fri, 06 Jan 2012 13:25:44 -0000
Antwort löschenDenn hab ich noch nie geguckt...das sagt jeder irgendwie das der nicht so tolle ist. Ich kritisier das ja auch nicht an sich...es nimmt halt ein wenig den Thrill und ist halt doch ein Unterschied zum Buch...und manchmal ist es etwas seltsam :D
Phallumegaly Tue, 27 Dec 2011 02:00:07 -0000
Kommentar löschenSchlechte Umsetzung eines sehr guten Buches...
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Darbon Wed, 18 Apr 2012 22:22:41 -0000
Antwort löschenSehr persönliche und filmisch sehr gelungene Umsetzung eines passablen Buches.
Brentano Fri, 18 May 2012 20:32:44 -0000
Antwort löschenschöne Umsetzung eines ganz netten Buches unter Hervorhebung wichtiger Aspekte darin,
alex023 Thu, 22 Dec 2011 11:36:10 -0000
Kommentar löschen„This is the worst shit I've ever seen.“
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
hoffman587 Thu, 22 Dec 2011 13:28:01 -0000
Antwort löschenNicht dein Ernst!
alex023 Thu, 22 Dec 2011 13:28:54 -0000
Antwort löschenDoch!
hoffman587 Thu, 22 Dec 2011 13:39:06 -0000
Antwort löschenOh Gott, was ist bitte daran so schlimm, ich meine klar es ist nicht der beste Truffaut, aber dennoch eine starke Hommage an die Literatur von dem Büchernarr.
alex023 Thu, 22 Dec 2011 14:21:23 -0000
Antwort löschenIch hasse den Film einfach!
Das kann ich schlecht erklären. Haben wir heute in Englisch geschaut. Sollten auf Parallelen zu Aldous Huxley's "Brave New World" achten. Waren welche drin. Aber habe noch nie so einen schlechten Film gesehen!
hoffman587 Thu, 22 Dec 2011 14:33:24 -0000
Antwort löschenWar mir fast bewusst (ich Narr und Blasphemist) als ich wieder das häufig beutzte Zitat las. ;-)
alex023 Thu, 22 Dec 2011 15:04:29 -0000
Antwort löschenHassfilm heißt ja = Hassen.
Ohne das hätte der ja sicher nicht 0 Punkte verdient, das hat kein Film...obwohl twilight...
Brentano Fri, 18 May 2012 20:36:42 -0000
Antwort löschenMan/frau/mensch könnte dir eher raten, aber das wäre genau so "kontrapunktiv", dich ein wenig selber zu "hassen" dafür, das du noch nicht so weit bist, die eigentlich klare und hübsche, sehr nachdenklich stimmende Botschaft des Films entsprechend zu würdigen und zu honorieren .. oder ist es dir eine besondere Ehre auf dem bedenklichen Niveau von "Troglodyten" zu argumentieren, ..?
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alex023 Fri, 18 May 2012 22:32:50 -0000
Antwort löschenIch war ja eigentlich für Meinungsfreiheit. Und jemand, der sich 72 als Alter einträgt (yo, ich hab auch weitergelesen), muss mir nichts vom Trollen erzählen. 74 Filme hast du schon gesehen? Respekt.
Brentano Sat, 19 May 2012 00:45:08 -0000
Antwort löschenaha
derUlf42 Sun, 20 Nov 2011 11:33:43 -0000
Kommentar löschenUnterirdische cinematische Umsetzung eines schon nicht übermäßig visionären Buches... bis auf ein paar unfreiwillige Lacher wegen der Spezialeffekte kann ich dem Film nichts zugutehalten
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geheimer333 Thu, 22 Dec 2011 21:45:47 -0000
Antwort löschenCinemastische :D
derUlf42 Thu, 22 Dec 2011 23:41:35 -0000
Antwort löschenschön, dass dir mein Euphemismus gefällt ;D
Brentano Fri, 18 May 2012 20:39:20 -0000
Antwort löschen"Euphemismus", ein lapidar übersteigertes Fremdwort? du beliebst zu scherzen?
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derUlf42 Tue, 26 Jun 2012 19:10:41 -0000
Antwort löschennee, was für'n Wörterbuch benutzt du denn?
Brentano Tue, 26 Jun 2012 20:00:57 -0000
Antwort löschenDas deutsche Fremdwörterbuch, ..
ruf mich an Mon, 10 Oct 2011 15:12:34 -0000
Kommentar löschen2001: Odyssee im Weltraum ist einer dieser Filme, die würdevoll gealtert sind. Fahrenheit 451 ist durch sein Alter sehr sperrig; man fühlt sich eher in die Vergangenheit versetzt, als in die Zukunft. Und so können die technischen Spielereien niemanden mehr aus den Socken hauen. Die Optik insgesamt wirkt staubig, angenehm staubig. Und so wundert man sich auch nicht über hilflos aussehende Jetpack-Polizisten (na, sieht man da etwa Fäden?) oder Telefonhörer, die überall in der Wohnung verstreut sind.
Die Ausgangsfrage hingegen ist hochspannend. Wie sähe eine Welt aus, in der alle Menschen glücklich sind? Was hätte noch Wert? Fernseher und Pillen; Sex zwischendurch. Das wars. Das erinnert etwas an Brave New World (gemeint ist das Buch), ist aber um Einiges bodenständiger. Die Bürger verpetzen freiwillig Andersartige. Es gibt keine Stasi und auch keine Televisoren wie in 1984. Die Menschen sind glücklich (happy) und wollen dabei auch bleiben. Es wirkt erschreckend authentisch. Wie oft hört man: "Ach, mach dir darüber keine Gedanken, dass macht nur unglücklich."?
Bei Fahrenheit 451 sind es die Bücher, die unglücklich machen und zum Denken anregen, was zu Unbequemlichkeiten führt. Aber es könnten auch genauso gut Filme, Fotos, Bilder oder Musik sein.
Am Ende kann sich der Zuschauer fragen: Bin ich ein Einsiedler im Wald und lerne ein Buch auswendig oder werfe ich noch eine Runde Pillen ein, damit weiter fernschauen kann? Diesmal doppelt so breit.
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agynessa Sun, 11 Sep 2011 20:23:05 -0000
Kommentar löschenEinfach nur bescheuerte und öde Umsetzung eines genialen Buches seiner Zeit!
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Brentano Fri, 18 May 2012 20:42:18 -0000
Antwort löschenSo kommen also Filme bei denen an, (Hypothese?) die die öden und banalen Spielfilmumsetzung der AaaeRrDee etwa für "Filmkunst" halten?? und davon massiv eeinflusst, kaum noch entsprechende Schönheit in älteren Filmen zu erkennen vermögen? -
wie gesagt: eine Theorie!?
agynessa Sat, 19 May 2012 06:05:23 -0000
Antwort löschenNee, ist die Wahrheit
hoffman587 Thu, 11 Aug 2011 12:31:11 -0000
Kommentar löschenFahrenheit 451
Feuer...es lodert, es brennt...die Frage, die ich mir nun aber stelle ist die...die Frage nach dem brennenden Papier....denn wann brennt Papier...wann steigt es in Flammen auf?...Einfach gesagt bei Fahrenheit 451, um genau zu sein, vergessen sollten man aber auch nicht, dass das gleichzeitig auch ein dystopischer Science-Fiction-Film von Francois Truffaut aus dem Jahre 1966 ist, recht ungewöhnlich für ihn inszeniert er seinen Film nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury, doch sollte man hier vermerken, das Vergleiche meiner Meinung nach eher unpassend wären und wahrscheinlich eher schlecht, denn Truffaut übernimmt allein die Grundidee einer bücherlosen Welt und sonst hat der Film eher weniger mit dem Roman zu tun, weshalb ich ihn auch erstmal außen vor lasse, denn so gesehen ist "Fahrenheit 451" ein ausgezeichneter Film.
Die Story, die Idee brillant, sonst aber auch recht interessant, jedenfalls war sie es für mich, dennoch anspruchsvoll und gleichzeitig etwas einfach über die ganze Laufzeit verteilt: Im Dienste des totalitären Polizeistaates verbrennt der Feuerwehrmann Guy Montag verbotene Bücher, die in diesem Staat nicht geduldet werden, doch bald beginnt er sie, durch die Lehrerin Clarisse, selbst zu lesen und entwickelt eine gewisse Faszination für sie.
Eine echte Hommage an die wahre Literatur vom Bücherfreund Truffaut...
Die Hauptrolle des Guy Monday darf ein wirklich brillant spielender Oskar Werner in die Rolle des Feuerwehrmanns Guy Monday schlüpfen und er spielt sie sehr gekonnt, ein echtes Glanzlicht, da er Tiefe und die Unentschlossenheit seiner Figur perfekt rüberbringt. Neben ihm sollte aber dann auch noch natürlich Julie Christie in einer Doppelrolle erwähnt werden, einerseits die Lehrerin Clarisse und andererseits Montag´s Ehefrau, beide Rollen meistert sie gekonnt, trotz ihrer jeweiligen Gegensätzlichkeit und auch Cyril Cusack weiß als Captain der Feuerwehrmannschaft zu überzeugen.
Truffaut hier wirklich ungewohnt, sehr ungewöhnlich erzählt er uns sein Werk, ein klein wenig pessimistisch, dafür aber sehr interessant und teilweise packend, doch der Film konnte mich dann doch nicht ganz überzeugen, denn ab und an gab es für mich hier genug Längen, trotzdem bleibt die intelligente Erzählweise gelungen.
Weiterhin ist zwar auch die Kamera nicht ganz perfekt, recht einfach wird sie geführt, ungewöhnlicherweise sind die Bilder relativ farbig und altmodisch, mit einem netten Look, jedenfalls bemerkt man ihnen schon das Alter des Films, wo ich gleich an dem Punkt wäre, der den Schwachpunkt des Films darstellt, die Effekte, aus heutiger Sicht sind sie größtenteils wirklich schlecht erhalten, zum Glück werden sie recht sparsam eingesetzt.
Und schon wären wir bei den Charakteren, die eigentlich, jedenfalls in Bezug auf Montag, recht sympathisch und liebenswert gestaltet wurden, auch interessant ist der Wandel oder besser gesagt die Erkenntnis der Figur des Guy Montag.
Letztlich möchte ich dann auch noch das geniale Intro des Ganzen loben und die wie immer hervorragend komponierte und stark eingesetzte musikalische Untermalung vom großen Bernard Herrmann.
Also zum Schluss kann ich dann nur noch sagen, dass "Fahrenheit 451" trotz seiner kleinen Schwächen, die für mich jedenfalls auftraten, ein feuerfestes und trotzdem flammendes beziehungsweise faszinierendes Plädoyer für die Freiheit und Selbstbestimmung jedes Einzelnen ist.
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Imagination Thu, 11 Aug 2011 13:22:33 -0000
Antwort löschenHast du das Buch gelesen? Imho eines der eindrucksvollsten Bücher überhaupt; kommt da dieser Film ansatzweise heran?
Finnigan Thu, 11 Aug 2011 14:57:49 -0000
Antwort löschen@Imagination: Ich finde nicht. Als alleinstehender Film ist "Fahrenheit 451" nicht schlecht, aber als Verfilmung des großartigen Bradbury-Romans finde ich ihn weniger gelungen. Truffaut hat aus der bedrückenden, dystopischen Atmosphäre des Romans ein ziemlich knalliges Filmchen, bei dem Truffaut seine "französische Art" nicht verbergen kann.
hoffman587 Thu, 11 Aug 2011 15:15:31 -0000
Antwort löschenIch würde Finnigan so erstmal recht geben...
hoffman587 Thu, 11 Aug 2011 15:15:48 -0000
Antwort löschen...ist aber Ansichtssache...
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Imagination Thu, 11 Aug 2011 16:16:06 -0000
Antwort löschenMeh; ohne Vergleich mit dem Buch kann ich den Film nicht sehen. Verzichte ich vorrübergehend erstmal. :/
Andy Dufresne Fri, 12 Aug 2011 00:14:41 -0000
Antwort löschenWie auch immer (hab das Buch nicht gelesen),der Film ist saugut und von einem Truffaut Film von 1966 sollte man nicht allzu stark Action und Farbgebung bemängeln...Aber 8.5 (minimum) geht in Ordnung,allein schon wegen dem poetischen Ende (und Werner an sich)...
AlineK Thu, 07 Jul 2011 18:10:11 -0000
Kommentar löschenIch kenne das Buch daher war klar, dass mir der Film nicht gefallen würde.
Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen, eigentlich ein absolutes MUSS!
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EpiKD Sat, 12 Mar 2011 03:23:32 -0000
Kommentar löschenHab das Buch gelesen und wie ich finde leider nicht getroffen, schade! Ein paar sachen muss ich ja an erkennen sind gut aber für mich nicht viel. Jeder der den Film mag solte das Buch lesen. Den in dem Buch steckt viel mehr als der Film her gibt. Ich hoffe das remake wird besser, wenn es überhaupt noch kommt.
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