Ben Stiller ist Roger GreenbergBearbeiten

Veröffentlicht am 21.03.2010, 15:00

Ganz enspannt hinein ins soziale Durcheinander und wie immer nichts auf die Reihe kriegen – die Rolle des Musikers Roger Greenberg scheint wie maßgeschneidert für Ben Stiller.

Ben Stiller ist Roger Greenberg Ben Stiller ist Roger Greenberg © Tobis

Alle Versuche nützen nichts: Chaos zu verhindern, aber genau dieses in bester Ausprägung zu hinterlassen – das ist ein Kennzeichen Ben Stiller s auf der Leinwand, ob als Nachtwächter in Nachts im Museum oder als Traditionen auf den Kopf stellender Rabbi einer jüdischen Gemeinde in Glauben ist Alles!. Auch in Greenberg, Stillers neuer Komödie, kommt ein Unglück selten allein. US-Independent-Star Noah Baumbach (Oscar-Nominierung für Der Tintenfisch und der Wal) schrieb für Greenberg das Drehbuch und führte Regie. Für ihn war klar, dass nur Ben Stiller seinen Hauptcharakter am besten interpretieren kann. Im Wettbewerb der 60. Berlinale hat sich Greenberg mit Leonardo di Caprio (Shutter Island) und Shah Ruch Khan gemessen.

Umgeben von jüdischem Humor
Der 1965 geborene Ben Stiller wuchs in New York mitten ins Showbusiness hinein. Seine Eltern Jerry Stiller und Anne Meara trafen die New Yorker Entertainmentwelt mit ihrem typisch jüdischem Witz und Humor (das bedeutet so viel wie spaßig sein, auch wenn die Welt drumherum versinkt), was für Ben Stillers eigenen Weg sehr prägend sein wird. Seine Karriere für den Roten Teppich beginnt er 1987 mit einer Nebenrolle in Spielbergs fernöstlichem Kriegsdrama Das Reich der Sonne. Der Durchbruch im Kino kam 1998 als Ted Stroehman an der Seite von Cameron Diaz in der romantisch-zynischen Screwball-Komödie Verrückt nach Mary.

Der freundliche Nichts-auf-die-Reihe-Krieger
In seiner aktuellen Rolle spielt Ben Stiller den hochbegabten 40jährigen Musiker Roger Greenberg. Der hat es auch in der Mitte seines Lebens noch nicht geschafft aus seinen Ängsten und Neurosen auszubrechen, und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ohne Job, Frau und Haus steht er da in seinem Leben, nicht wissend was er mir diesem anfangen soll, was seiner Umwelt und seinen Mitmenschen gehörig zusetzt. In Los Angeles soll er für ein paar Wochen auf das Haus seines um Meilen erfolgreicheren jüngeren Bruders aufpassen, bei freier Kost und Logis versteht sich. Dort kann er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: nichts auf die Reihe kriegen. Er trifft auch alte Freunde und Bekannte wieder, die längst mit Kind und Kegel in ihr Vorstadt-Reihenhäuschen gezogen sind. Im Hick-Hack mit den Leuten vor Ort hat es ihm allerding die jugendlichen Frische der 25jährigen Florence (Greta Gerwig) positiv angetan, die ihn in seiner Zeit in L.A. mehr oder weniger aus seiner Mid-life-Crisis herausholen kann. Selbst auch noch unsicher darüber, was sie mit sich und ihrem Leben anstellen will, bilden die beiden ein chaotisches Liebespaar.

Die Spur des “Dramedy”
Roger Greenberg klingt schon auch ein klein wenig nach Chas Tenenbaum in The Royal Tenenbaums (2001), in der Ben Stiller ein Mitglied einer Familie hochbegabter aber ziemlich lebensferner Schwarzmaler und Einfallspinsel spielt. Hier erkennt man aber auch das Grundmuster seiner Rollen, nämlich mopsfidel und unbeholfen durch den Wind sein.

Hier der Trailer zu Greenberg

Greenberg mit Ben Stiller läuft bei uns ab dem 1. April im Kino. Mehr Informationen dazu findest du im Tobis Filmclub.


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Kommentare

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Slevin Kalebra

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Vorfreude Level 10. Wird in diesem Jahr wohl, neben Scott Pilgrim vs the world, der Film mit dem höchsten Identifikationsfaktor.

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Auggie Wren

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Irgendwie finde ich mittlerweile alle Ben Stiller-Filme langweilig, da diese sich stets auf Stillers Charakter konzentrieren. Und Stiller kann nunmal nur eine Rolle spielen. Und diese auch immer gleich. Da nutzen auch tolle "Nebendarsteller" wie DeNiro, Dillon, Norton, Hoffman, etc. nichts mehr.
Immer die genau gleiche Figur zu sehen, wie sie auf immer die genau gleiche Weise von Fettnapf zu Fettnapf tritt, kann doch auf Dauer nur langweilen. Da sehe ich mir lieber das nächtliche Lagerfeuer auf SuperRTL an (gibt's das noch?) oder eine Endlosschleife des ZDF-Wetterberichtes vom 17. September 1978 ohne Ton.

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Sheeeeep

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Wie warm war es an dem Tag?


annaberlin

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Es gibt doch schon Schauspieler,die immer auf eine Rolle programmiert waren und dann daraus ausgebrochen sind, oder?


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