Die Royal Tenenbaums

The Royal Tenenbaums (2001), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 14.03.2002

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6.9
Kritiker
40 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2
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4783 Bewertungen
74 Kommentare
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von Wes Anderson, mit Danny Glover und Alec Baldwin

Willkommen bei der skurrilen Filmfamilie von Wes Anderson, bestehend aus Gene Hackman, Anjelica Huston, Ben Stiller, Gwyneth Paltrow und Luke Wilson! Doch macht der Erfolg Die Royal Tenenbaums auch glücklich?

Mr. Royal Tenenbaum (Gene Hackman) und seine damalige Frau Etheline (Anjelica Huston) hatten in ihrer kurzen Ehe drei Kinder, bevor sie getrennter Wege gingen: Chas (Ben Stiller) erstand schon in früher Jugend seine ersten Immobilien und entwickelte ein ungewöhnlich großes Verständnis im Bereich der internationalen Finanzgeschäften. Margot (Gwyneth Paltrow) erhielt schon in der neunten Klasse einen mit 50 000 Dollar dotierten Preis für ihre selbstgeschriebenen Theaterstücke und Richie (Luke Wilson) wurde Jugendmeister bei einem Tennisturnier und gewann dannach die US-Meisterschaften dreimal in Folge. Nachdem es zwei Jahrzehnte voller Betrug und Versagen für alle nur noch bergab ging, trifft sich die ganze Familie jetzt wieder…

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die Royal Tenenbaums

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Würde das eindeutig-uneindeutige Attribut "normal" auf Familien, wie du und ich sie möglicherweise haben, zutreffen, die Tenenbaums wären garantiert nicht normal. Vorgetäuschte Krebserkrankung zur angepeilten Familienvereinigung angesichts zahlreicher Versäumnisse und Erschießung des Sohnes beim Ballerspiel mit echtem Schrot, obgleich im selben Team (begnadet diametral zu seinen diabolischen Schurkenrollen: Gene Hackman), voyeuristisches Stalker-Interesse am neuen Liebhaber (ein schwarzer, alter Sack; Danny Glover) seiner Noch-Ehefrau (Anjelica Huston), zwei literarisch wie sportlich anfangs phänomenal in die Höhe geschossene, später literarisch wie sportlich phänomenal in die Tiefe gefallene Jungs (Luke Wilson, Owen Wilson), ein paranoider zweiter Sohn (Over-Acting-Deluxe: Ben Stiller), der seine Söhne wiederum zu Weltmeisterschaftssprintern züchtigen will, um nach einem Feueralarm inklusive Hund unbeschadet aus dem imaginär brennenden Heim zu stolzieren (sie müssen dafür…

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Timo K.

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Dankeschön. :)


Punsha

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Gerade gesehen. Jetzt erst gelesen. Passt wie der Arsch auf den Abortdeckel ... würde mein Opa jetzt sagen. ;)



Kommentare (73) — Film: Die Royal Tenenbaums


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NWO@Movie

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein kleines Meisterwerk mit grandiosen Darstellern tiefgehender Komik und einem beklemmend tragischen Unterton.

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paulchen66

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Warum dann nur 6 Pkt.?


NWO@Movie

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Weile manche Stellen einfach lahm waren.


TonyStark

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Bewertung5.0Geht so

Ich weiß gar nicht warum der Film von allen so gelobt wird. Klar, die Darstellerriege ist klasse und die vielen kuriosen Einfälle die den Film zieren sind für ein paar Lacher gut. Dies reicht jedoch nicht aus den Film über seine Mittelmäßigkeit zu heben. Stellenweise zieht er sich doch sehr, Spannung ist quasi überhaupt nicht vorhanden und da ich das meißte von dem Film bereits jetzt schon wieder vergessen habe kann ich diesen Film nur bedingt empfehlen. Es gibt weitaus bessere und wichtigere Filme die man sehen muss.

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Im Grunde wird in "The Royal Tenenbaums" nur die Herangehensweise verfeinert, die Wes Anderson schon bei "Rushmore" eingeführt hat. Aber wo man bei anderen schon leicht die Nase rümpfen würde, ist Andersons Universum einfach zu liebevoll und extravagant, als das man ein böses Wort gegen den Film richten wollte.
Auch in "The Royal Tenenbaums" schafftt es dieser Mann einen völlig abwegigen Blickwinkel auf ein real existierende Phänomene zu entwickeln. Es ist ja bei weitem nicht alles Nonsens was Anderson hier entwirft, er gibt sich nicht zufrieden damit ein möglichst skurriles Familienpotrait zu entwerfen. In allem wohnt auch immer ein Kern des wahren Leben, gibt es Problematiken und Konstellationen, die so echt sind, das man trotz all der Absurditäten eigene Erfahrungen wiederfinden kann. "The Royal Tenenbaums" ist keine Freakshow in der irgendwelche Nerds ihre cineastische Selbstbestätigung finden..."The Royal Tenenbaums" ist ein völlig ernstzunehmender Film, der ohne seine kritischen Aspekte gar nicht funktionieren würde.
Ansonsten wäre die Ansammlung verrückter Charaktere wirklich nur eine Luftblase. Das sind sie aber nicht. Trotz iher komplett abstrusen Darstellung wächst einem ein jeder irgendwo ans Herz. Die kleinen Macken, die man an liebgewonnenen Menschen schätzt, werden hier einfach nur zigfach multipliziert und zu einem prägenden Charakterzug gemacht. Und so unrealistisch ist das vielleicht auch gar nicht...vielleicht Leben die Figuren Andersons einfach ihre Regungen konsequenter aus, sortieren im Kopf nicht so sehr aus, was gesellschaftlich als unangepasst gilt.
Andererseits will ich diesen Film auch gar nicht zu sehr theorisieren. Er ist wunderbar schräg, witzig, anrührend und voller Momente, für deren Beurteilung erst einmal ein paar Momente braucht. Obendrein gibt es einen Haufen (pop-)kultureller Anspielungen und Querverweisen, die selten so viel Spaß machten und so ungezwungen erscheinen, wie in Andersons Filmen. Das fühlt so locker und leicht an, ist eigentlich leicht konsumierbar und trotzdem erfüllt es auch die Erwartungen eines anspruchsvollen Publikums. Ich selbst sehe Anderson dadurch auch gar nicht so sehr in einem Kontext mit all den anderen modernen Indie-Filmmachern, sondern sehe in eher in einer Reihe mit Leuten wie Chaplin oder Tati.
Was mir gestern bei "The Royal Tenenbaums" besonders positiv auffiel und sicher nicht so geplant ist, aber dennoch fast schon genial: Durch Andersons Art mit Charakteren umzugehen und seine Weise wie er Geschichten erzählt, hält er sich durchgehend alle Türen offen. Ihm könnte mitten bei den Dreharbeiten der Hauptdarsteller wegsterben und in diesem absurden Universum könnte man sein Verschwinden mit nur 2 Sätzen erklären ohne das es die Harmonie des Films irgendwie stört. Hier scheint einfach alles möglich und alles erscheint normal.
Ein tiefsinniges Drama, gespickt von seltsamen Charakteren, denen die Oberfläche dieser Welt zu Eintönig ist und die deshalb lieber eine Komödie spielen. Klingt vielleicht banal: Ein anspruchsvoller Spass!

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ElMagico

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Hmmm...ich weiß aber auch nicht ob er dafür überhaupt gemacht ist. Emotional packen tut er mich nämlich auch nicht (auch "Rushmore" tat dies nicht)...dazu ist er für mich wirklich zu sehr Kunstwerk, zu Abseits von bekannten Erlebnissen. War auch meine zweite Sichtung...ich blieb bei der 8 :)


Andy Dufresne

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Vielleicht bringt (mir) die dritte Beschauung mehr Klarheit, bis dahin bleib ich bei meiner 7 :)


8martin

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Bewertung5.0Geht so

Die Darstellerriege ist erste Sahne und wird ihrem Ruf durchaus gerecht, die Handlung sprüht nur so vor geistreichen Einfällen, es geht mitunter recht turbulent zu, ein skurriler Einfall jagt den nächsten, im Soundtrack erkennen wir die Stones und Simon & Garfunkel, Rückblenden verstärken den Comedy-Effekt, der bis zum Slapstick reicht und am Ende bleibt doch ein fader Geschmack bei dieser Familiendramödie, in der Gene Hackman als Titelheld im Mittelpunkt steht.
Die oftmals stilisierte Komik verhindert, dass der Funke überspringt. Ein Drama wird z.B. haarscharf daneben aufgebaut, aber nur kurz. So entsteht ein seltsamer sentimentaler Mix, der die Emotionen erstickt. Echte Eheprobleme wechseln im Dialog mit flapsigen Erklärungen, das Unerwartete hat Konjunktur. Die Vielzahl der Personen wirkt etwas störend auf das Gesamtbild, wobei die erwachsenen Kinder Paltrow, Stiller und Wilson in der Fülle von Kleinigkeiten untergehen und ihr Anhang Glover und Murray gleich mit. Da zerfranst Einiges an den Rändern. Im Prinzip ist das doch aber gute Unterhaltung. Doch ein Gähnen macht sich breit, der berühmte Gummibandeffekt. Die Gags verflachen und werden weniger. Hinzu kommt, dass die lose Bildfolge die Realität relativiert und die Distanz zum Zuschauer vergrößert.
Kann man, muss man aber nicht sehen.

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mariega

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Bewertung6.0Ganz gut

Tut mir leid, aber ich war auf einer anderen Wellenlänge: ich weine und lache über andere Sachen. Diese "Melodramödie" hat mich nicht erreicht, ich bin die ganze Zeit "daneben" gewesen! Ich bin aber davon überzeugt: hätte ich andere kulturelle Referenzen, würde ich diesem Film eine 10 geben!

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jp@movies

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Loriot hat sich selbstverständlich dem korrekten Umgang mit unserer Sprache längst gewidmet: http://www.youtube.com/watch?v=hRhf98aKsto


SKURRIL

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Finde auch, dass RUSHMORE der beste von Anderson ist.


Hfonda15

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wes Andernson ist einer meiner Lieblingsregisseure, da dieser Mann wirklich ,,speziell" ist und seine Filme alles andere als Durchschnittskost sind, die sicherlich nicht jedem bekommt.
Die Royal Tennenbaums ist eine Familientragikkomödie, die vor allem durch das bewährte Schauspielerensemble von Wilson, Murray und co. unterhält mit denen Anderson inzwischen fast immer zusammen arbeitet. Die Handlung an sich ist nicht äußerst mitreißend und plätschert eher vor sich hin auch wenn sie einige sehr schöne Szenen hat(wie die wenn Royal und seine Enkel das erste Mal etwas miteinander unternehmen). Vor allem zum Ende hin fand ich das der Film ein paar Längen bekommt wenn man Royal noch in jedem versuchten Versöhnungsgespräch mit seinen Kindern sieht.
Was den Film aber wirklich ganz besonders auszeichnet ist die spezielle Machart, diese Detailverliebtheit von Wes Andernson, schon allein wie der Film durch die Kapiteleinteilung aufgeteilt ist und die passend ausgesuchte Musikuntermalung die mich schon beim Intro mit Hey Jude für sich gewonnen hatte.
Der Film ist auf jeden Fall Klasse gemacht und hat Dank der perfekt gezeichneten Charaktere, mit genialen Dialogszenen mehr als nur einen guten Lacher zu bieten weshalb man über den ein oder anderen Hänger gerne hinwegsieht.
Für mich nicht der Beste Anderson Film(an Tiefseetaucher kommt keiner ran) aber wer mit dieser Art von Kunstfilm etwas anfangen kann wird The Royal Tennebaums sicher mögen!

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Mac_C_Tiro

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Wenn dir "Royal Tenenbaums" schon so gut gefallen hat, schau dir "Darjeeling Limited"! Ich bin in Sachen Komödie sehr sehr kritisch, aber Anderson hat was drauf ;)


Hfonda15

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Darjeeling Limited hatte ich vor längerer Zeit schon einmal gesehen und der wird noch mal geguckt bevor ich den hier mit ner Bewertung würdige ;)
Was ich die nächsten Woche aber noch sehen wollte ist Rushmore, hast du den schon gesehen?


MartinAusBerlin

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Bewertung5.0Geht so

Ich kann die überschwengliche Kritik hier leider nicht teilen. Aber der Soundtrack war sehr passend.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung3.5Schwach

Ich bitte vielmals um verzeihung aber ich habe nach zehn Minuten ausgemacht, da ich befürchtet habe, mich zu Tode zu langweilen. Ich bin hier einfach nciht reingekommen. Der Regiestil an sich ist zumindest seine dreieinhalb Innovationspunkte wert aber naja, vergebts mir, es ist mit Sicherheit auch große Filmkust nur mich erreicht sie eben nicht.

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Diggler27

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Zusammenhang?

Warum kannst du dich nicht einfach mal auf das beziehen, was ich schreibe? Warum fällt dir das so schwer?

Oder muss ich mich etwa dafür entschuldigen, dir vorgeworfen zu haben intelligent und reflektiert zu wirken?


fuerchtegott

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@Baumkopf Holzfaust: Ach hätte ich doch auch wie der hölzerne Fäustling einfach den Stecker gezogen! Deine Befürchtung, aufgrund der Langeweile dem Sensemann über den Weg laufen zu können, war aus meiner Sicht durchaus berechtigt.


TinaCocaine

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Bewertung7.5Sehenswert

"Everyone, everyone, everyone, everyone...Na na na na na...." Genialer Soundtrack! Schon allein die Musik lässt mich ein Loblied singen: Bob Dylan, The clash, Ramones, Velvet Underground.... Dazu kommen eine nahezu perfekte Besetzung, eine ansprechende Story, tolle Dialoge und ein endlich mal halbwegs ernst zu nehmender Ben Stiller. "The royal Tenenbaums" schafft es Komödie und Drama total interessant zu verknüpfen und wird dadurch ansprechend. Um "herausragend" oder mehr zu sein, fehlte mir allerdings die Tiefe - ich konnte weder richtig lachen, noch ein Tränchen rausdrücken und gewisse Längen sind auch vorhanden. Alles in einem aber ein spitzenmäßiger Film!

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Aronofsky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In THE ROYAL TENENBAUMS spielt Wes Anderson seine Stärken perfekt aus. Schöner Soundtrack, Settings die vor netten Details nur so strotzen und eine hervorragende Charakterzeichnung.

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Memduman

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Endlich! Nach meinem ersten Anderson ("Fantastic Mr. Fox"), welchen ich absolut genial finde, habe ich es immer wieder mit Ihm probiert und das Genie wieder gesucht, als welches er ja im Allgemeinen gilt. Erwartet haben mich 3 Filme, mit denen ich wirklich kaum etwas anfangen konnte. "Darjeeling Limited" wirkte holprig, planlos (wie die Figuren) und über weite strecken ziemlich trocken. "Moonrise Kingdom" wirkte gezwungen-liebenswert und bot mir keine einzige Figur, die auch nur annäherend mein Interesse weckte; die lustigen Sprüchchen, die Familienprobleme und die Liebe der zwei Jungdarsteller zogen bei mir nicht. Und "Rushmore", auf den ich mich wahnsinnig gefreut hatte, gilt immerhin als sein geheimes Meisterwerk, bot mir einen scheinbar liebenswerten Anus als Hauptdarsteller, welchen ich über weite Strecken leider nur als Anus empfand.
Und dann noch die typischen Anderson-Zutaten: Knuddel-Optik, Skurrillitäten, kultige Figürchen, der gezielt-verspielte Musikeinsatz und der Anderson-Humor. Bloß wirkten diese Zutaten irgendwie nicht gut dosiert, nicht fein ausgearbeitet und "lieblos". Es klingt vielleicht komisch, aber auf mich wirkten diese 3 Filme als "Anderson-Kopien", die letztlich das nachahmten, was den Herrn Anderson eigentlich auszeichnen. Halbherzig wirkte dies runtergeleiert, ohne großes Interesse an seine Figuren und stets darauf bedacht, irgendwie skurril zu sein. Ich weiß, das ist alles höchstsubjektiv. Und ich bin der letzte, der andere Meinungen nicht respektieren würde. Dementsprechend glaub ich der Anderson-Gemeinde auch ihre Liebe zu seinen Filmen und finde es eher schade, dass ich es anders emfinde.
Sein wohl berühmtestes Werk stand noch an, und endlich fand ich das, wonach ich doch so lange vergebens suchte: einen wunderbaren Wes Anderson Film!
Hier vereint er all das, was ich bei seinen Filmen suchte: LIEBENSWERTE Knuddel-Optik, LIEBENSWERTE Skurrillitäten, LIEBENSWERT-kultige Figürchen, LIEBENSWERT-verspielter Musikeinsatz und LIEBENSWERTEN Anderson-Humor. Hier legt er sogar noch einen drauf und brachte mich im 5-minuten-Taktwechsel zum herzhaften Lachen, nur um beim nächsten Takt zu berühren und mir den Kampf mit den Tränen ansagte.
Es ist einfach so wunderbar, wie gut ausgearbeitet sein Figurenkabinett ist. Dazu lauter Verknüpfungen dieser Figuren, sodass nahezu jede Figur eine (fantastische) Szene mit jeder anderen Figur hat. Alle beteiligten haben Spaß am Schauspiel, feiern Ihre Figuren und arbeiten karrikierend. Doch trotzdem legen sie die Grenzen des Spaßes fest und legen einem Nahe, dass ihre Figuren eben keine Karikaturschablonen sind, sondern doch Wesen mit Herz.
Und natürlich Seelen. Alles verletzte Seelen. Probleme, indivuelle Selbstverwirklichung und eine große Palette an Konflikten stehen hier auf der Speisekarte. Und natürlich entstehen weitere Konflikte. Und man versteht sich falsch. Annäherungen werden nicht akzeptiert, sondern gemein weggewiesen, und schon stets der nächste Konflikt auf dem Tisch. Den Spagat zwischen naiver Komik und fast schon zynischer Tragik, dass scheint der Herr Anderson gewaltig-gut zu beherrschen. So blieb mir nicht selten nach einem Lachanfall das Lachen im Halse stecken, weil die präsentierten Informationen und einige Reaktionen so schockierend und bitter waren. Hier nur ein Paar Schlagworte: Cheeseburger, Tic-Tacs, Rasur, Feueralarm. Die, die den Film geguckt haben, wissen was ich meine.
Drei bestimmte, eher kleinere Szenen sind mir dabei besonders hängen geblieben. SPOILERGEFAHR!!!!
Nr. 1: Royal Tenenbaum sieht Ari und Uzi beim Spielen auf dem Gerüst zu. Während er (bzw die Kamera, Ego-Shot) sich auf den einen jungen fixiert, ahnt man schon dass er aus der Vergangenheit nichts gelernt hat und wieder einen der 2 Jungen bevorzugend behandelt. Was danach kommt, ist so subtil wie süß: die Kamera wandert abwechselnd zwischen den beiden Jungs hin und her. Und als sie, nachdem sie zu Ihm rannten, vor ihm stehen, guckt er beide jungen abwechselnd und fast-gleich lang an.
Nr. 2: Die Szene in der rauskommt, dass Royal Tenenbaum doch nur simuliert hat. Ben Stillers steht dabei weiter hinten in der Ecke und sein Schauspiel spielt sich eben da ab, nicht im Fokus des Zuschauers. Die ganze Zeit zu beobachten, wie er mit seinen Zweifeln kämpft, nur um am Ende doch seiner Wut freien Lauf zu lassen und seinen vielleicht doch nicht ganz so schlimmen gemiedenen Vater doch wieder fallen zu lassen, wie das Brot in seiner Hand, welches er in eben dieser zerquetscht und seinem Kind in die Hand wirft. Als wolle angedeutet werden, dass diese weitere Narbe, dieser Schaden auf eines seiner Kinder, womöglich auch auf beide, abgewälzt wird, weil die Augen ab jetzt eben nun stärker verschlossen sein werden. Man ahnt hier, in der Mitte des Films, schlimmes für die Zukunft der Familie Chas Tenenbaums.
Nr. 3: Royal und Etheline gehen im Park spazieren und schwatzen miteinander. "Warum hast du dich einen Dreck um uns gekümmert, Royal? Wieso waren wir dir egal?" fragt sie irgendwann Royal, neugierig, ernst und etwas traurig. "Ich weiß es nicht. Ich schäme mich ja auch dafür." antwortet dieser zwar etwas betroffen, aber auch etwas (zu) locker. Eine kurze Gesprächspause tritt ein. In einem Drama mit durch und durch ernstem Tenor hätte ich diese Szene verteufelt, wäre dies als Antwort für 22 Jahre nie und nimmer genug gewesen: Royal hätte ich zum größten aller großen A****löcher erklärt. Hier, und da bin ich etwas über mich selbst schockiert, funktioniert diese Antwort für mich wunderbar. Sie reiht sich nahtlos und perfekt ein in den Filmtenor, der Tragik, Naivität & Liebenswürdigkeit unvergleichlich verbindet.
Endlich mal wieder ein Film, der ein breiteres Spektrun an Gefühlen in einem aktiviert. Ganz ganz große klasse!

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Le Samourai

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Alles Meisterwerke, aber dieses hier ist sein absolutes Opus Magnum. 10 Punkte. :)


Memduman

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Da hatte mir der wirklich fantastische, fantastische Mr. Fox eher zugesagt. Aber das hier hat definitiv mehr Anderson, von daher: kann man so sehen! Ich bezieh mich eher auf das Wort "Ausgezeichnet" als auf die vergebenen Punkte :P


boxcarsboxcars

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

‘Anybody interested in grabbing a couple of burgers and hittin' the cemetery? ’

Allein der Prolog zeigt, dass Anderson jedem vergleichbaren Filmemacher in Sachen Kreativität um Längen voraus ist.

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Kasparle

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Bewertung7.0Sehenswert

Dafür das dieser Film mir öfter als bester Wes Anderson angepriesen wurde war er relativ entäuschend. Ich glaub ich werd mit dem Herren einfach nicht warm. Die Filme sind mir zu nichtssagend und verschleiern ihre nicht vorhandene Substanz mit ganz vielen tollen Bildern und wirren Charackteren. The Royal Tennenbaums war wirklich nicht schlecht, also teilweise auch charmant und unterhaltend, aber eben im Endeffekt eine riesige Effekthascherei.

Ne, Wes Anderson und ich, wir werden nicht miteinander warm...

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Dachsman

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Bewertung7.0Sehenswert

„The Royal Tenenbaums“ ist etwa so tiefgründig wie ein Teller Suppe. Wes Andersons Blick auf eine dysfunktionale Familie ist beinahe der eines Karikaturisten. Hier kommt alles zusammen, was zusammen kommen kann. Geschwisterliebe, Krebs, Selbstmord, Emanzipation, Selbstfindung, Versöhnung – mit dem anderen, mit sich selbst, mit der Welt. Aber, „The Royal Tenenbaums“ schaut sich auch ebenso flüssig, wie ein Teller Suppe (womit wir auch ein schönes Beispiel hätten, wie man Metaphern zu Tode reiten kann). Sowohl das stetige Wechseln zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen und die damit einhergehenden verschobenen Erzählperspektiven, funktioniert tadellos, was natürlich auch an einem hochkarätigen Cast liegt.
Die schönste Erkenntnis, die einem „The Royal Tenenbaums“ aber mit auf den Weg gibt, ist wohl die, dass Wes Anderson ein wirklich fähiger Filmemacher war und irgendwie ja auch immer noch ist. Hinter all den, mittlerweile, nicht nur durch seine zahlreichen Nachahmer, zur Masche verkommenen, Manierismen, den hippen Indiesongs (ja, ich weiß, kein Genre...), den warmen und weichen Pastelfarben und den teilweise gewollten Skurrilitäten, schimmert hier noch deutlich durch, dass Anderson sein Handwerk versteht und jederzeit souverän Herr der Lage ist.

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aimée

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Bewertung9.0Herausragend

"I always wanted to be a Royal Tenenbaum."

Wie könnte eine Liebeserklärung an diesen Film anders aussehen?

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Oldboy91

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Bewertung10.0Herausragend

Nach dem sehr überzeugenden "Rushmore" mein erst zweiter Streifen von Wes Anderson. "The Royal Tenenbaums" ist detailverliebt inszeniert, wundervoll warmherzig erzählt und hält eine ausgewogene Balance zwischen tiefschwarzer Komödie und Drama. Verkörpert werden die tiefgezeichneten, sympathischen Charaktere von namhaften Schauspielern denen ich teilweise skeptisch gegenüber stand, allerdings besetzen sie in diesem Fall jede Rolle ideal und zeigen ihr Können. Virtuoser Geniestreich - mehr davon.

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Drumhead92

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Bewertung9.0Herausragend

Eine wunderbar skurrile Familie! :D
Einzig und allein Ben Stiller kommt mir etwas fehlplatziert in diesem Film vor. Mag aber auch daran liegen, dass man filmisch normalerweise anderes von ihm gewöhnt ist. :/

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DerDude_

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach meiner Auffassung hat jeder Filmemacher seinen "extremsten" Film. Ein Film der alle Eigenschaften seiner bisherigen Filme auf die Spitze treibt. Paul Thomas Anderson hatte "Magnolia", David Lynch hatte "Inland Empire, Charlie Kaufman hatte "Synecdoche, New York" und Wes Anderson hatte "Die "Royal Tennenbaums". Hier gibt es noch mehr schräge Figuren, noch mehr zwischemenschliche Konflikte, noch mehr absurder Humor. Dadurch wird der Film zum nervösen Seiltänzerakt den nicht jeder Zuschauer meistern wird. Auch ich hatte hier meine Schwierigkeiten aber am Ende war ich dann doch wieder begeistert.
Zu Beginn nimmt sich der Film viel Zeit um seine Figuren dem Zuschauer bis ins kleinste Detail näher zu bringen. Die Atmosphäre ist, wie immer, märchenhaft, verträumt und ein Erzähler (in diesem Falle Alec Baldwin) darf auch nicht fehlen. Anderson verleiht der schrägen Sippe sehr schöne, einzigartige ud doch menschliche Eigenschaften wie nur er es kann. Obwohl die Figuren für sich wunderbar funktionieren so schwächelt das Zusammenspiel. Die Geschichten innerhab der Familie berühren sich zwar nicht selten aber sie veschmelzen nie zu einem, wie etwa in "Magnolia". Neben der Figurenzeichnung wurde auch viel Wert auf die Ausstattung und Kostüme gelegt die genauso schräg und einzigartig sind wie eben die Figuren.
Auf der positiven Seite kann man die unglaubliche Besetzung verbuchen. Besonders Gene Hackman ist als Arschloch von einem Vater einfach Genial und das Highlight des Filmes. Als ruhiger Kern erweisen sich Anjelica Houston und Danny Glover. Ansonsten dürfen Ben Stiller und Luke Wilson als Gebrüderpaar glänzen und, besonders Stiller, den Zuschauer zum herzhaften Lachen bringen. Gwyneth Paltrow bringt es als deren depressive Adoptivschwester fertig die volle Laufzeit einen Gesichtsausdruck zu behalten und Owen Wilson sicht in seinen Auftritten aus der Menge raus. Abgerundet wird das durch einen verwirrten Bill Murray.
Fazit : "Die Royal Tennenbaums" ist wohl einer der schwersten Andersons. Oft übertreibt er es mit seinen skurillen Einfällen sodass einen die melancholischen Momente dann kaum berühren. Dennoch ein genialer Film da Andersons herzhafte Art immer noch schreiend komisch ist.

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spacyfreak

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Bewertung0.0Hassfilm

Diesen Humor mag man, oder man mag ihn nicht.
Ich kann ihn nicht ausstehen. Scheußlich langweilig und total unwitzig...

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InfiniteJest

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Tiefseetaucher sind ähnlich, aber doch so viel besser. Trauriger und gleichzeitig mit mehr Humor. Dieser Film enthält viel zu viele stehengelassene Dialoge, eine nicht ganz nachzuvollziehende Bekehrung, die dann auch für einen leicht unbefriedigenden Schluss sorgt. Klar, nicht jede Geschichte braucht ein HappyEnd, aber ein End brauchen alle. Bei Wes bekommen sie leider keines.

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