Shutter Island

Shutter Island (2010), US
Laufzeit 138 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 25.02.2010

6.9 Kritiker
69 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7 Community
24117 Bewertungen
477 Kommentare
Shutter Island - Bild 2730429
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Martin Scorsese, mit Leonardo DiCaprio und Ben Kingsley

1954 befindet sich der Kalte Krieg zwischen den Großmächten auf seinem Höhepunkt. U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) wird mit seinem neuen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) nach Shutter Island beordert. Dort sollen sie klären, wie es einer brillanten mehrfachen Mörderin gelingen konnte, aus einem abgeschlossenen Zimmer des eigentlich absolut fluchtsicheren Ashecliffe Hospital zu entkommen und spurlos zu verschwinden. Auf der abgelegenen, vom Wind gepeitschten Insel, umgeben von untersuchenden Psychiatern und gefährlichen psychopathischen Patienten, erwartet die Marshals eine unheimliche, explosive Atmosphäre. Eine Atmosphäre, die andeutet, dass hier nichts so ist wie es scheint. Während ein Hurrikan aufzieht, kommen die Ermittlungen schnell voran. Doch als der Sturm immer intensiver wird, immer neue Verdächtigungen und Rätsel aufkommen, steigen mit jeder weiteren Enthüllung auch Spannung und Schrecken an. Hinweise und Gerüchte tauchen auf von dunklen Verschwörungen, von hässlichen medizinischen Experimenten, repressiver Bewusstseinskontrolle, geheimen Klinikstationen, vielleicht sogar von Spuren übernatürlicher Vorgänge, doch Beweise dafür gibt es nicht. In den düsteren Schattenzonen einer Klinik, die wie ein Spuk nicht nur von den schrecklichen Taten ihrer gerissenen Patienten, sondern auch den undurchschaubaren Absichten ihrer nicht minder raffinierten Ärzte heimgesucht wird, spürt Teddy, dass er gezwungen sein wird, sich seinen tiefsten und schrecklichsten Ängsten zu stellen, je weiter er mit seinen Ermittlungen vordringt. Und es wird ihm bewusst, dass er die Insel vielleicht nicht mehr lebend verlassen wird. Shutter Island ist bereits die vierte Zusammenarbeit von Regielegende Martin Scorsese mit Superstar Leonardo DiCaprio nach Departed: Unter Feinden, Gangs of New York und Aviator.

  • 37795279001_89740840001_vs-89737284001
  • 37795279001_1046780889001_shutterislandteaser-thumb-square
  • Shutter Island - Bild 2021498
  • Shutter Island - Bild 2021511
  • Shutter Island - Bild 2021524

Mehr Bilder und Videos zu Shutter Island


Cast & Crew


Kritiken (24) — Film: Shutter Island

Ephigenia: Horrorblog.org

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Shutter Island ist optisch sehr schön anzuschauen. Inhaltlich ist der Film verstickt und surreal, aber mit dem Finale und der gebotenen Auflösung noch gut nachzuvollziehen. Lediglich im Mittelteil stellt sich eine Hängepartie ein, wobei das letzte Drittel enorm auf die Psyche geht und den Film auch sehenswert macht.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

evants.com: eventsandtrends.com

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

In Tradition Alfred Hitchcocks hat Regisseur Scorsese einen düsteren Psychothriller gedreht, der durch Noir-Elemente, gekonntem Einsatz des Scores, starker Kameraarbeit und einer nicht leicht zu durchschauenden Story von Anfang an Spannung aufbaut. Scorsese lässt den Zuschauer die Handlung die meiste Zeit aus Sicht der Figur des "Teddy" Daniels erleben, sodass die Blickwinkel anderer außen vor bleiben. Was ist Wahrheit, was nicht? Die Puzzleteile setzen sich erst langsam zusammen, bis die Handlung auf ein unerwartetes Finale zusteuert. Düster, spannend, unterhaltend - das ist "Shutter Island".

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

crab1973

Antwort löschen

So unerwartet ist das Ende gar nicht. Hatte es eigentlich vorher schon vermutet. Aber selbst ein schwächerer Scorsese ist immer noch besser als das meiste was sonst so aus Hollywood kommt. Aber ansonsten: Schauspieler, Sets, Atmo und vorallem der Soundtrack (Was für ein Bombast!!!), dass geht kaum besser!


Klangarchitekten

Antwort löschen

Den "Score" finde extrem aufdringlich eingesetzt. Man nimmt ihn separat wahr, und dadurch unterstützt er nicht den Aufbau der düsteren Atmosphäre.


the gaffer: the-gaffer.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Shutter Island" droht zum einen, auf den erwähnten Twist reduziert, zum anderen als Genre-Übung eines Altmeisters abgetan zu werden. Die einen bemängeln die Vorhersehbarkeit (dazu später mehr), die anderen die oberflächlichen Freuden, welche er bietet. In jedem Fall aber ist “Shutter Island” ein absolut typischer Scorsese und dieses Urteil bezieht nicht nur seine Markenzeichen, sondern auch seine wiederkehrenden Problemzonen mit ein.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Üppiges Ausstellkino voller "Guck mal hier und guck mal da"-Momente, das sich neben genretypischen Trash-Einlagen und sogar milden Naziploitation-Elementen beinahe pausenlos durch die Filmgeschichte manövriert und beherzt zum großen Erkennungsraten einlädt (Extrapunkte für die obligatorischen Powell/Pressburger-Referenzen). An der Geschichte des bewusst irreführend als Psychothriller vermarkteten Films hat Martin Scorsese offenbar keinerlei Interesse, fast hämisch führt er sie vor und fügt ihr nach und nach konfuse und völlig irrelevante Details bei, ehe sich das Gedankenkonstrukt auch als solches zu erkennen gibt – inklusive eines Schlusstwists, der keiner ist, sondern bereits von der ersten Szene an entsprechend vorbereitet wird (wunderbarer Kommentar zur lausigen Blendwerkdramaturgie der vielen Twistorama-Stinker in den letzten Jahren!), bis dann doch noch eine zweideutige Wendung nach der Wendung folgt und sich der Film somit durchaus raffiniert als absolut gradlinig erweist. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
10.0Herausragend

«Shutter Island» ist durch die vielschichtige Handlung, die perfekte Inszenierung und die überragenden Schauspieler ein meisterhaftes Kunstwerk.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

mdaxx

Antwort löschen

Ja meiner Meinung nach nicht :D da ich fand das es ein unzureichendes Ende gab ;)


Elisabeth Maurer

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

...Scorsese zeigt in den Filmen DiCaprio als Mann, der gegen äußere Mächte seine Identität und seine Weltvorstellung zu verteidigen sucht, ohne dabei die Übersicht und die Kontrolle zu verlieren. Mit Shutter Island aber vollzieht er eine Wendung. Um dies zu erzählen, läßt er die Zuschauer durch seine Sicht sehen und mit ihm sehr langsam die reale Wahrheit erkennen. So zweifelt auch das Publikum bis zum Schluß. Dies liegt an der Art der Inszenierung, die den Zuschauer psychisch und körperlich den Weg der Hauptfigur mitfühlen läßt. ...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Elisabeth Maurer

Antwort löschen

... man kann doch noch was ändern, habs grad etwas entschärft, hoffentlich ists ok so...


Christian Alt

Antwort löschen

tststs :D


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Das Paar Scorsese/DiCaprio ist ein eingespieltes Team, das merkt man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Während der erfahrene Regisseur locker eine perfekt düstere Grundstimmung zwischen Psychothriller und Film Noir aus dem Ärmel schüttelt, spielt DiCaprio einen sehr überzeugenden Marshall, der durch seine Migräne und die Anspannung mehr und mehr zu einem psychischen Wrack wird. Die Story schafft es sogar durch geschickte Kniffe und Details, meine Theorie über das Ende des Films über den Haufen zu werfen und mich am Ende doch nur mit Anstrengung wieder davon zu überzeugen, dass ich Recht hatte, nur um doch noch in einem kleinen Fragezeichen in den Abspann überzugehen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Ruuthi41

Antwort löschen

Echt gut ausgedrückt, was das Ende anbelangt!


Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
5.0Geht so

Scorsese malt diesen Psychothriller mit dickem Pinsel – und das gilt gleichermaßen für Kameraführung, Ausstattung, Score und Dialogpathos. Das kann einem zuviel werden, muss aber nicht. Und so ist “Shutter Island” für den einen ein gelungener Genrevertreter und für den anderen schwer erträgliches Psychogelaber im Pseudo-Noir-Gewand. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: wieistderfilm.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Die Fakten: „Shutter Island“ arbeitet mit Überraschungen, deren Wirkung fast allein über Bestehen oder Durchfallen beim Zuschauer entscheidet. In jedem Fall nicht zu vergessen ist dabei die gelungene Atmosphäre. Nicht allzu sorgfältige Spezialeffekte werden durch eine auf sehr interessante Weise fast minimalistische Tonkulisse, eine detailgespickte Inszenierung und die namhafte Besetzung locker ausgeglichen. Leonardo DiCaprio spielt seit nunmehr etwa zehn Jahren, meistens unter Scorseses Fittichen, gegen sein „Titanic“-Bubi-Image an und ist damit immer glaubwürdiger geworden. In „Shutter Island“ krallt er sich fast allen Raum der Szenen für eine recht fesselnde Darbietung, die den Psychothriller erst zum Psychothriller macht. Marc Ruffalo („Zodiac – Die Spur des Killers“) ist als Sidekick sympathischer Durchschnitt. Viel Präsenz gibt es dafür dann noch von einem schön subtilen Ben Kingsley („Lucky#Slevin“). [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Nur wenige Regisseure erreichen mit ihren Filmen sofort den selben Level fast universeller Spannung wie die Martin Scorseses. [...] Er erfüllt nicht nur die wünsche des breiten Publikums, sondern auch die von eingefleischten Cineasten. [...]

Marty hat es wieder vollbracht, einen fesselnden und wirklich schön gemachten neo-Noir abzuliefern, der mit den umwerfendsten visuellen Effekten stolziert, die man in diesen Jahren im Kino gesehen hat.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...]Mit „Shutter Island“ hat sich Marin Scorsese an die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane gewagt, der sich auch für die literarische Vorlage für Clint Eastwoods Rache-Epos „Msytic River“ verantwortlich zeigt. „Shutter Island“ ist mit Sicherheit kein ganz typischer Scorsese, schon allein weil man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass Scorsese von der ersten Sekunde an auf das Stilmittel handwerklicher Übertreibung setzt. Wenn die beiden Marshalls in den ersten Minuten des Films zum düsteren Anwesen der Anstalt gefahren werden, während sich der drohende Sturm bereits ankündigt, dann wird dies von Scorsese mit einem krachenden Score unterlegt, der die gewollte Anlehnung von „Shutter Island“ an die Filmgeschichte geradezu überakzentuiert. In dieser Art und Weise geht es dann über die gesamte Spielzeit weiter, ob es sich nun um den Regen handelt, der mit unvermittelter Wucht auf die Dächer prasselt, oder ob es die gellenden Schreie sind, die immer wieder aus der Dunkelheit der ominösen Station C hallen. Scorsese gefällt sich in „Shutter Island“ offensichtlich darin, sich in einer ausdrucksstarken Bildsprache zu verlieren. Man sollte dies zwar nicht als ziellose Experimentiererei fehldeuten, dafür sitzt nach wie vor quasi jedes Bild, jede Szene perfekt, aber die immer wiederkehrenden Momente in denen Scorsese Asche oder Papier kunstvoll durch die Luft tanzen lässt, verleihen „Shutter Island“ immer wieder einen sehr expressionistischen, für Scorsese durchaus untypischen, Touch.[...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Shutter Island ist technisch meisterhaft, wie es nur ein Film vom visionären Regisseur Martin Scorsese sein kann, und ein fast unerträgliches Maß an Spannung siedet und bricht gelegentlich in den zwei Dritteln des Films aus. [...] Aber es gibt auch Schwachpunkte. Wenn sich der Film auf die Irrenanstalt fokusiert, die düstere Geschichte - eine Hitchcockian Einstellung nach Dennis Lehanes Roman - ist nervenaufreibend und erbarmungslos. Aber sie verliert an Dampf wenn der Film sich in Rückblenden schlängelt und eine treffende Lösung hilft da nicht.[...] Trotz der Makel, Shutter Island ist es wert sich die fühlbare beklemende Welt die Scorsese erschaffen hat anzusehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

jlorenz1

Antwort löschen

beklemende > beklemmende


Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Hochglanztrash mit unwiderstehlichem Setting, der sein enormes Potenzial dank einer erstaunlich planlosen Regie nicht im Ansatz auszuschöpfen vermag. Scorsese entfernt sich seit nunmehr 20 Jahren immer weiter von der Grandiosität, die ihn in den 70ern und 80ern ausmachte und liefert kaum noch akzeptable Routinearbeit ab, mit erheblichen Timingproblemen, einem sagenhaft ruppigen Schnitt und höllischen Computer-Rückpros - alles Sachen, die man einem weniger beleumundeten Regisseur mit Recht um die Ohren gehauen hätte. Nach einer enervierend holprigen ersten Dreiviertelstunde kriegt SHUTTER ISLAND dann doch noch etwas Grip, aber letztlich ist manches zu kurz, vieles zu lang und die schlußendliche Auflösung wohl für keinen, der in den letzten Jahren im Kino war, eine echte Überraschung. Ein sturer DiCaprio müht sich redlich, das Ganze zusammenzuhalten, während sein Kollege Mark Ruffalo im schlimmen Bill Paxton-Modus ganz schön abfällt. Der Fels in der Brandung heißt Ben Kingsley; der packt den Film ein und nimmt ihn mit nach Hause.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Filmsuechtiger

Antwort löschen

Ben Kingsley als Fels in der Brandung ist ganz klasse geschrieben! Mein Lacher des Tages!


BlueSquirrel

Antwort löschen

Ist auch häufig nicht so beim Julio und schön geschrieben ist es auch.


Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Shutter Island ist Scorseses Hommage an die Albtraumfabrik, ein Schwelgen in Krimi-Abgründen und Horrorhistorie: von Hitchcock zum italienischen Farbkünstler Mario Bava, von Sam Fullers hysterischem Irrenhausklassiker Shock Corridor zu Schauerstücken von Val Lewton. [...] Bis in den zwiespältigen Schlusssatz zelebriert der Filmemacher grandios eine seiner zentralen Obsessionen: das Kino als Ort des Grauens und der Gnade.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Ein zerfallender Film(alb)traum ist Scorsese hier gelungen. Als würde David Lynch zu den Filmen von Fritz Lang träumen. Als wären diese Träume, in denen alles Körperliche metaphorisch und alles Metaphorische physisch wird, in den Bilderlabyrinthen von Stanley Kubricks Shining gefangen und als würde Hitchcock die Lebenden aus ihrer obszönen Lust heraus ihren Geist sehen zu wollen, bestrafen. Es ist der Alptraum eines Filmhistorikers, aber auch der Alptraum eines katholischen Filmemachers, den Scorsese mit Shutter Island träumt. Von Caligari zu Hitler und wieder zurück: Zur Insel, weit vorbei an dem filmischen Ethikunterricht eines Saving Private Ryan und nur knapp vorbei an der ätzenden Pop-Historie eines Inglourious Basterds zur Shutter Island.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gerrit Booms: Schnitt Gerrit Booms: Schnitt

Kommentar löschen
5.5Geht so

Scorsese scheint über all den Zitaten, Referenzen und Ausstattungsideen vergessen zu haben, daß sich Bedrohung eigentlich nur durch innere Logik breit machen kann. Erst, wenn etwas tatsächlich und verständlich nahe kommt, erzeugt es auch Spannung. Doch rund um den omnipräsenten US-Marshall DiCaprio, entschuldigung, Teddy Daniels bleibt alles abstrakt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: at the movies

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...]
Shutter Island macht nicht wirklich viel aus seinen Möglichkeiten, was schade ist. Man hätte die Geschichte mit Sicherheit straighter und mit technisch ausgereifteren Mitteln erzählen können. Vielleicht fehlte mir da ja auch, um es mal so zu sagen: der Zugang zu dem Film. Aber so richtig begeistert bin ich nicht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ulrich Behrens

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Scorseses "Standard-Crew" – vor allem Dante Ferretti und Thelma Schoonmaker –, aber und besonders auch Robert Richardson hinter der Kamera zaubern eine düstere Atmosphäre, die an die besten Traditionen der Filmgeschichte nahtlos anknüpfen kann. Dass Scorsese dabei an alt bewährte Mittel anknüpft, stört mich nicht im geringsten. Denn hinzu kommt, dass die Art und Weise, wie er diese Geschichte erzählt, sich in diese Atmosphäre nahtlos einfügt.

Es mag sein, dass mancher, der den Roman nicht kennt, trotzdem schon bald ahnt, welche Lösung die Geschichte in sich birgt. Aber selbst wenn dem so sein sollte, bleibt "Shutter Island" ein visuelles und erzählerisches Ereignis auf höchstem Niveau.

Die Geschichte führt den Betrachter auf viele Fährten. Spuren werden überall gelegt, ziehen sich weiter durch die Handlung, verknüpfen sich mit anderen Spuren, verlieren sich hier und da. Wie ein Labyrinth entfaltet sich die Suche nach einer verschwundenen…

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

An.Ba.

Antwort löschen

Dazu gibt es wirklich nichts mehr zu ergänzen. Doch muss ich nochmals auf das Ende deuten, denn wirklich, man denkt man hätte alles durchschaut, jetzt käme die Rettung, der Kampf, die Zwiesspalt und dann eine solche 180 C -wendung.
Eigentlich bin ich filmen mit solchen wendepunkten und besonders mit solchen endings abgeneigt, doch wie kann man bei einer solchen story, solchen, dem zuschauer klar gestellten fragen, welche gleichzeitig fein eingefedelte Fallen sind und den Rätseln um die vermisste Frau, die am Ende doch gar nicht so eine große Rolle spielte, abgeneigt sein?
Für mich ein Meisterwerk der Filmkunst.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Rein stilistisch und schauspielerisch ist Martin Scorceses neuem Werk wenig vorzuwerfen. Shutter Island will ein edler B-Film sein, eine klassische Mystery-Geschichte mit klischeehaften Figuren, die alle dem Kino der 50er und 60er Jahre entsprungen scheinen. Schneidige Männer mit Hüten, voller Machismo und Entschlossenheit. Unheimliche deutsche Psychologen. Kriegstrauma und Verschwörungstheorien. Geifernde Irre und geheime Botschaften. Alles soweit ganz schön und effektiv.

Bis auf ein paar häßliche Blue-Screen-Effekte zu Beginn und am Ende, kann sich der Film auch optisch sehen lassen, bringt die düstere, surreale Welt von Shutter Island effektvoll auf den Punkt. Das Problem des Films ist nicht, wie einige deutsche Kollegen feststellten, das sich der Film sehr ernst nähme und dabei doch nur ein Big-Budget-B-Film sei. Denn Scorcese setzt sehr bewußt auf dieses Look&Feel, die Klischees und Stilisierungen klassischer Pulp-Filme. Das ist alles Teil des Konzepts und somit…

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

NeleBe

Antwort löschen

Das seh ich ja nun ganz anders. Aber ich muss auch zugeben, dass ich es nicht so eindeutig kommen sehen habe. Ich war viel zu beschäftigt, den ganzen anderen Fährten zu folgen und sie wieder zu verwerfen und dann später doch wieder dran zu glauben. Als es dann soweit war, dachte ich, dass der Film sich mit diesem dämlichen "das funktioniert einmal und nie wieder"-Ende selbst tötet, aber gerade durch die lange Aufklärung und diesen kleinen, feinen, fiesen Schluss wurde das - für mich - mehr als gerettet!


faxe

Antwort löschen

Volltreffer


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...]„Shutter Island“ ist mit seinem bis in die blanke Panik hineingesteigerten Leonardo DiCaprio, seinen elegant-verstörenden Bildern, einer umwerfenden Soundkulisse, mit der man aus dem Film auch ein höchstwertiges Hörspiel hätte produzieren können, und Martin Scorseses so zitierfreudiger wie inspirierter Inszenierung eine weitere erstklassige Zusammenarbeit des Filmemachers und seiner Muse des 21. Jahrhunderts geworden. Der Story fehlt es zwar in einigen Momenten an Durchsetzungsvermögen gegenüber Daniels‘ manchmal etwas bemüht-obskuren Visionen, dafür sind auch diese überwiegend optisch toll umgesetzt und gipfeln in einer schockierenden Auflösung. Einen Gruselkracher sollte man von „Shutter Island“ nicht erwarten, stattdessen gibt es eine finstere Reise in die Abgründe des menschlichen Verstandes, die glaubwürdig und ohne billige Effekthascherei unternommen wird und sich auf ihre Weise in den Verstand des Publikums bohrt.[...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

ChristiansFoyer

Antwort löschen

Ja, ist ein HörBUCH, Dennis Lehanes Roman gelesen von Oliver Rohrbeck. Ich meine oben aber, dass man mit der Tonspur des Films 1:1 ein erstklassiges HörSPIEL produzieren könnte, so im Stil von Sachen wie z.B. "Gabriel Burns" ;)


Ruuthi41

Antwort löschen

"Gabriel Burns" kenn ich nicht, aber ich weiß, was du meinst.


Alle Kritiken (24)


Kommentare (453) — Film: Shutter Island

Kommentar schreiben
Sortierung

skinflowers

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ausserordentlich guter Thriller!

Kommentar gefällt mir Antworten

Chrusuchopf

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein ausgezeichneter Thriller mit sehr gelungenen Traumszenen. Und das Ende oder die "Auflösung" ist auf den zweiten Blick gar nicht so eindeutig und klar wie ich zuerst meinte...

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

A-Wax

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr düsterer Psycho-Thriller mit einem ganz gut aufgelegten Leo DiCaprio, einem guten Drehbuch und einem verdammt guten Regisseur!

Das Ende ist ausgesprochen stark und der ganze Film ist richtig gut!

Kommentar gefällt mir Antworten

Cleves

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich muss zugeben, dass ich diesen Film zwei mal sehen musste um ihn von 9 auf 10 aufzuwerten. Aber erst dann ist mir dieses einzigartige Ende, das Martin Scorsese durch ein einzigen Satz perfekt inziniert aufgefallen.

Ich saß nach dem Abspann etwas fassungslos da und fragte mich was ich denn jetzt glauben soll. Das war auch das erste Mal, dass ich nach einem Filmende in diversen Forum mitdiskutiert habe. Es ist einfach nur wahnsinnig spannend zu sehen, wie plausibel beide Seiten (ich kann es nicht anders ausdrücken ohne zu spoilern) das Ende argumentieren.

Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo harmoniern perfekt und verleihem dem Film zu jeder Sekunde einen mystischen Touch.

Wer diesen Film noch nicht gesehen hat der hat heute Abend etwas vor ;)

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

dreamwalker

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Echt ein toller geiler Film mit Spannung Handlung und echt was zum nach denken am ende des Films.

Ich habe bestimmt 10 Minuten nach den Film noch nachgedacht und das passiert nicht oft, es ist echt ein Hammer Film und nur für jeden zum Empfehlen.
Es ist auch wo man echt nur noch hingucken muss und zuhören will naja und auch muss sonst versteht man es echt nicht was dahinter steht

Echt top

Kommentar gefällt mir Antworten

k2

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Achtung Spoiler!
Super Mystery-Thriller, der zum Nachdenken anregt.
Nachdem ich mir den Film zum 1. mal angeschaut habe, glaubte ich noch an die "Verschwörungstheorie", nach dem 2. mal tendiere ich eher dazu, daß die Hauptfigur tatsächlich verrückt war/ist.
Wobei für mich unklar ist, ob in der letzten Szene der Pfleger tatsächlich - wie es angeblich im Buch (habe es nicht gelesen) beschrieben wird - Operationsbesteck in der Hand hält. Im Film ist das, wenn ich mich recht entsinne, nicht genau zu erkennen, was er da in der hand hält. Es wäre natürlich aber ein deutliches Indiz für die "Verschwörungstheorie".
Mag sein, daß dieser Film ein paar Längen hat. Gestört hat mich das überhaupt nicht, im Gegenteil. Ein guter Film kann gar nicht lang genug sein.

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

hinek

Antwort löschen

Das mit dem Operationsbesteck wäre kein Indiz für die Verschwörungstheorie, da vorher ja schon gesagt wurde, dass die Hauptfigur, wenn diese Therapie (das Rollenspiel) nicht anschlägt einer radikalen Lobotomie unterzogen werden soll. Da braucht man OP Besteck für...


FilmFreeza

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erschütternd, düster und spannend, dass sind wohl die drei Begriffe, die am ehesten auf Shutter Island zutreffen und diesen Film am ehesten Beschreiben.
Wahnsinn. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so fassungslos vor dem Fernseher saß und ich weiss ehrlich gesagt auch nicht warum, wenn man mich so fragt.
----- SPOLIER -------
Fangen wir mal so an, was ist das besondere an diesem Film?
Ist es die überraschende Wendung, das di Caprio, selber der 67. Patient im Ashecliffe Hospital ist?
- Ich denke nicht, war zwar ein netter Twist, aber diese 'Wendung macht den Film zu nichts besonderem.
-----SPOILER--------
Ist es die überragende schauspielerische Leistung von Leonardo di Caprio ?
- Ich denke auch nicht, denn in jedem Film in dem di Caprio mitspielt, ist seine schauspielerische Leistung überragend. Also ist auch das nichts besonderes mehr.

Ist es die starke schauspielerische Leistung der anderen Darsteller?
- Ich denke auch nicht, dass es daran lag, Ben Kingsley spielt überragend und auch Mark Buffalo, kann sich sehen lassen, aber das ist nichts besonderes, dass die Nebendarsteller einen guten Job machen.

Ist es die verdammt gute Regie von Martin Scorsee?
Zuerst mal eine Frage, an die Film - Geeks oder wie man das nennt unter euch.
Gab es schonmal einen Film in dem Scorsee, schlecht Regie geführt hat ?
Mir fällt spontan keiner ein, und so würde ich einfach sagen, dass es nichts besonderes ist, dass Scorsee auch hier wieder ein kleines Meisterwerk abgeliefert hat.

Sind es die starken Schauplätze ?
Zweifelsohne, ist der Ort Shutter Island, ein imposanter Schauplatz und auch das Achville Hospital ist genial dargestellt, aber coole Schauplätze gibt es in vielen Filmen.

Ist es die düstere und spannende Atmosphäre?
Die Atmosphäre, die Art wie der Film wirkt, ist unglaublich spannend, düster, die Witterung immer perfekt ausgewählt und der eigentlich nicht mal sooo starke Score unterstreicht dies dennoch perfekt.
Aber ist das nur im Film Shutter Island vorhanden? Wohl eher nicht.

Die Frage steht also weiter offen.
Vielleicht liegt es einfach daran, dass all diese Punkte zutreffen, dass der Film so zu etwas besonderem wird, aber vielleicht ist der Film auch so überhaupt gar nicht besonderst, aber man hat das Gefühl, dass er es wäre und redet sich so mit ein dass er besonderst ist, was reintheoretisch auch ziemlich besonderst wäre.
Ich weiss nur eins.
Der Film ist einfach nur stark!

P.S. JERRY <3

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 13 Antworten

Steve1306

Antwort löschen

SPOILER
Ich habe den Roman gelesen, er hat mir auch sehr gut gefallen.. aber Shutter Island ist mir bisher das einzige bekannte Beispiel dafür, dass ein Film besser sein kann als das zugehörige Buch. Das liegt nicht nur an der viel eindrucksvolleren Atmosphäre des Films, die durch die düsteren Bilder, die Musik, die teilweise sehr fragwürdigen Schnitte (immer genau hinsehen) und die großartigen Schauspieler entsteht (wann hat zuletzt in einem Film jeder Schauspieler gleich 2 Rollen verkörpern müssen?), sondern auch daran, dass das Ende ganz anders und viel besser ist, als im Buch. Inwiefern, will ich hier nicht verraten, für den Fall, dass es noch wer lesen möchte. Jedenfalls fehlt der für mich wichtigste Satz der ganzen Geschichte: "Was ist besser? Zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben."


brainchild

Antwort löschen

Über den Satz zerbrech ich mir immer wieder gern den Kopf, ist schließlich auch in mindestens 2 Richtungen interpretierbar. Danke für die Info!


Trommlarin

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Guter Film, jedoch wurde er zu sehr gehyped. Leonardo spielt aber eine gute Rolle...muss man ihm lassen. Leider kann man ab der Kundgabe einer gewissen Information (ich werde nicht spoilern) bereits den Rest des Filmes "erraten". Es wird schnell klar was Sache ist und der Zauber ist leider leider weg. Schade Schokolade! Das war dann doch zu einfach...

Kommentar gefällt mir Antworten

cannibal83

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Toll inszeniert, was bei Scorsese jetzt natürlich nicht unbedingt verwundert. Dennoch nach wie vor bemerkenswert wie der Altmeister die Atmosphäre auf der Insel einfängt, und manchmal mit den denkbar einfachsten Mitteln (etwa dem Anzünden eines Streichholzes) absolute Spannung kreiert.

Leider hinkt der Plot der beispiellosen Inszenierung und dem tollen Cast hinterher, das Ende ist viel zu früh absehbar und hinterlässt einen eher faden Beigeschmack. Denn mit dem Schluss reiht sich "Shutter Island" in die Reihe dieser typischen "Plot-Twist-Mysteryfilme" die den Streifen im Nachhinein viel gewöhnlicher, sowie belangloser machen als ein waschechter Scorsese eigentlich sein sollte.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Drogba11

Antwort löschen

100%-tige Zustimmung!


diegofcn

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwischendurch war er ziemlich monoton....aber das Ende...DAS ENDE ...war einfach grandios, atemberaubend, ach einfach super...Selten SO ein Ende gesehn.
Danach musste ich erst mal über den ganzen Film nachdenken.

Kommentar gefällt mir Antworten

Sandsturm

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Tolle Story, schöne Bilder, super Schauspieler.

Ich habe ihn mir am nächstenTag gleich ein zweites Mal angeschaut - wer ihn gesehen hat weiß warum.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Dopeter

Antwort löschen

ja hast voll recht bro. hab ich auch gemacht, drei mal.


RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Das war im Kinojahr 2010 für mich DER überschätzteste Streifen überhaupt. Trotz Bestseller Vorlage wirkt die Story hanebüchen und vorhersehbar.
+++SPOILER AN+++
Und für die, die es interessiert. Ich habe den Film damals im Kino gesehen. Obwohl ich die Vorlage noch nicht gelesen hatte, war bereits nach der Hälfte des Filmes offensichtlich, das die Identität von DiCaprio's Rolle einige Lücken aufweist. Von daher konnte etwas Grundlegendes nicht stimmen. Ich habe gleich draufgetippt das er sich das einbildet oder selbst Patient ist. Das Mark Ruffalo in Wahrheit sein Arzt ist, war tatsächlich ein Storytwist, mit dem ich nicht gerechnet habe.
+++Spolier AUS+++
Warum eine grundsätzlich gute Geschichte, hier so unspannend inszeniert wird ist mir ein Rätsel. Da hätte man eindeutig mehr daraus machen können. Einzig das ambitionierte Spiel von diCaprio macht den Film nicht zu einem Fiasko. Scorsese hat schon besseres geleistet, wie z.B. zuletzt "The Departed", "The Aviator" oder auch "Gangs of New York". Aber hiermit haben Sie einen Ihrer Fans entäuscht, Mr. Scorsese!

Spoilerlastige Randnotiz:
In diesem Jahr (2011) gab es einen Radio-Hit, dessen Titel in einem Satz wiederspiegelt was in diesem Film passiert: Andreas Bourani's Single "Nur in Deinem Kopf" (^^)

Kommentar gefällt mir Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Martin Scorsese präsentiert mit "Shutter Island" einen wendungsreichen und spannenden Psycho-Trip, der über eine düstere Atmosphäre verfügt und mit einer hervorragenden Kameraarbeit aufwarten kann.
Dass auf der Insel etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, merkt man natürlich von Anfang an; zwar wird das Geheimnis mit zunehmender Spieldauer stückchenweise gelüftet, jedoch fällt der Vorhang natürlich erst am Schluss und selbst da wirkt noch nicht alles ganz eindeutig und klar.
Leonardo DiCaprio weiß zudem in seiner Rolle wieder einmal zu überzeugen, sodass der Psycho-Thriller letztendlich selbst nach dem zweiten Durchlauf einen regelrechten Filmgenuss darstellt.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Mauzi88

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist eigentlich schon alles gesagt. Ein genialer Film mit genialer Besetzung!!

Kommentar gefällt mir Antworten

Gilbertgrabe93

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vorab muss man ehrlich sagen , dass viele das Ende als fehlgeschlagen beurteilen , da es viele Fragen aufwirft. Ich selbst musste nach dem Film kurz nochmal daran denken um zu kapieren was da am Ende geschehen ist. Aber das ist wohl einer der Gründe, wieso der Film die Leute auch nach Tagen eventuell beschäftigt hat und es Leute gibt die sich ihn nochmal anschauen und nochmal xD Ich finde es ist auch der einzige Kritikpunkt bezüglich dieses Meisterwerkes. Leonardo Di Caprio war einfach sensationell
und hat seine Rolle wirklich ernst genommen wie auch alle anderen Schauspieler. Kleiner Wehrmutstropen war wohl der Kinostart , der in den Frühjahr verschoben wurde. Ansonsten wäre er wohl oder übel einer der Oscarkandidaten gewesen. Allein schon das Scorsese für den Film verantwortlich ist , sagt für mich schon aus, dass er ein Klassiker werden wird . Für mich auch gelungener als The Departed. Vielleicht liegts an meinem eigenen Filmgeschmack . Nichtsdestotrotz sowas von Sehenswert da er alle Elemente eines Thrillers mit Schockfaktor für jedermann sorgt. 10/10 absolut Sehenswert auch nach Umwegen haha

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tjeorrmy

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

„Erkenne dich selbst.“

Ein wildfremdes Gefühl. Eine unerreichbare Perzeption unser eigen. Eine Welle, ebenso Irrsinn wie Wahnsinn. Ein böser Auswuchs an Perfektion. Scorsese lässt „Teddy“ und seinen Beobachter bluten. Er vergleicht nicht, er diagnostiziert. Unsere Genialität mit der eines menschlichen Psychopathen. Sowohl Leid und Qual als auch Verständnis. Und Scorsese weiß zu jedem Zeitpunkt, ganz genau was er uns anvertrauen möchte. Kein Kunstwerk, geschweige denn ein Meisterwerk, vielmehr die Wahrheit.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

*frenzy_punk<3

Antwort löschen

Yeah Yippie Yeah Yah! *knuff²


alex023

Antwort löschen

Klasse!


Cowboy86

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film zieht einen vom Anfang bis weit über das Ende hinaus in seinen Bann. Vielmehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Am besten einfach unvoreingenommen geniessen.
Allerdings muss ich nun wohl oder übel meine tiefsitzende Abneigung gegenüber Herrn DiCaprio überwinden. Denn in seinen letzten paar Filmen, insbesondere in diesem, hat er mir ausserordentlich gut gefallen… Mist!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

alex023

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wieder einmal sitze ich da und starre den Abspann an. Ich habe also wieder einen unglaublich fesselnden und faszinierenden Film gesehen. Martin Scorsese fügt mit SHUTTER ISLAND ein weiteres Meisterwerk seiner ohnehin schon imposanten Filmographie hinzu. Der perfekt ausgewählte und genial spielende Leonardo DiCaprio verleiht dem Film eine persönliche Note, ohne ihn wäre der Film ein anderer. Dazu hat "Shutter Island" eine unglaubliche Atmosphäre, die dich in den Film versinken lässt. Nebenbei ist der Film tatsächlich grandios gemacht, die ganze Zeit über spannend und wartet mit einem netten Twist auf, der zwar nicht unvorhersehbar ist, jedoch trotzdem überrascht, wenn es dann feststeht. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, er sei jedem Thriller (mit Twist) Fan empfehlen.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

hoffman587

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Shutter Island

Endlich, nun endlich, endlich keine Angst mehr, keine Furcht, kein Versteckspiel. Endlich keine Panik vor bösen Spoilern. Und so nun endlich (alles ist endlich, nichts ist normal) "Shutter Island" von Martin Scorsese aus dem Jahre 2010 nach dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane gesehen. Ein Film, bei dem ich zu strickten Mitteln griff, da damals überall publiziert (ich mag das Wort) bzw. verbreitet wurde, dass dieser Film einen oder viele überraschende, perfekt ausgeklügelte Twists enthalte. Das weckt Skepsis und Angst vor jeden möglichen Spoilern. Da Hoffman eh so gut wie nie ins Kino ging bzw. geht und zu dieser Zeit auch keine Zeit (ich forme wieder seltsame Sätze) fand, wartete ich, in ständiger Angst vor Spoilern. Ob in verschiedenen Kritiken, Kommentare (weshalb diese erst gar nicht gelesen wurde, bis jetzt) und so weiter, was andererseits zu wilden Fluchtsituationen und Hetzjagden führte und den Rest kann man sich ja denken, oder so. Jetzt aber doch, zum Glück, endlich gesehen.

Zunächst nun wieder kurze Worte zum Inhalt des Ganzen, fein ausgeklügelte Story, intelligent und clever gestrickt und mit schönen Twists, Rätseln oder auch Überraschungen angereichert, zurück in vergangene Zeiten als Detektive noch an der Tagesordnung, mit ihren Trenchcoats, standen: Wir schreiben das Jahr 1954: Auf einer Insel, genannt Shutter Island, sollen U.S.-Marschall Teddy Daniels und sein Partner Chuck im fluchtsicheren Ashecliffe Hospital das Verschwinden einer psychisch gestörten Mörderin aufklären. Im Zuge der Ermittlungen geht Teddy immer mehr mysteriösen Hinweisen nach und entdeckt bald beängstigende Wahrheiten, über diesen Ort.

Gar nicht so überraschend wie der ein oder andere Twist im Film, ist hingegen die Besetzung der Hauptrolle, wer in den letzten Jahren Scorsese´s Filmographie irgendwie verfolgt haben sollte, könnte die Antwort schnell erahnen bzw. ein Kandidat beim Ratespiel hätte die Million fast schon sicher, denn die Besetzung liegt auf der Hand: Leonardo Dicaprio, ihre bereits vierte Zusammenarbeit. Doch was solls, denn Dicaprio zeigt sich in echter Höchstform als Teddy Daniels, bringt er die Ängste bzw. die daraus profitierende immer mehr steigende Paranoia seines Charakters perfekt rüber, verleiht ihr sogar eine gewisse emotionale Tiefe, da kann ich nicht drüber meckern. Als sein Partner Chuck bekommt man noch einen gut agierenden Mark Ruffalo spendiert, wahrscheinlich eine seiner besten Rollen, wo er endlich mal zeigen kann, dass auch er zu überzeugenden bzw. starken Leistungen fähig ist. Und neben ihnen eine genauso überzeugende Emily Mortimer, aber nicht zu vergessen die zwei alten Giganten des Films, einmal ein wie immer grandioser Ben Kingsley als mysteriöser und geheimnisvoller Leiter der Anstalt Dr. Crawley und auf der anderen Seite ein exzellenter Max von Sydow. Und wo wir gerade bei vergessen wären, in der Hinsicht sollte auch noch Jackie Earle Haley als kleiner, aber feiner Bonus erwähnt werden. So weit stimmt also alles.

Und auch Scorsese´s Regie weiß wieder aufs neue zu begeistern. Wie immer hervorragend, spannend und packend erzählt, zugleich lässt er es sich nehmen dem guten, alten Film noir zu huldigen und dessen Elemente mit in seinen Film einzubringen, dazu auch noch unterlegt mit dem Mitteln eines Gruselfilms der alten Schule: Nebel, Sturm, die Bedrohung lauert überall, die Finsternis regiert, sodass man Scorsese´s Werk so fast als einen solchen Trip bzw. Reise in die Dunkelheit sehen könnte, gefüllt Albträumen und schockierenden Realitäten, sodass schnell die Wahrheit erlischt wie eine Flamme im Sturm (komischer Vergleich). Nichts es wie es scheint. Und auch auf den schmackhaften Surrealismus wird nicht verzichtet, fein werden hier die Zutaten gemischt und so vereint Scorsese Traum, Wahn, Albtraum und Wirklichkeit auf einer meisterhaften Ebene und das erzeugte bei mir eine gewisse Faszination. Und ein unheimliches Gefühl machte sich bei mir breit. Nicht zu vergessen die interessant gemachten Wendungen und die Doppeldeutigkeit der Ewigkeit und des Seins, sehr schlau eingefädelt.
Weiterhin noch eine tolle Kameraarbeit, wunderbare düstere und stilvolle angelegte Bilder, allein die Farbgebung der Bilder an sich sehr schön bzw. dadurch stieg meine Faszination für diesen Film doch noch ein Stück weit. Besonders hier werden nochmal die verschiedenen Elemente des Film noirs und Surrealismus deutlich. Vergoldet werden die Bilder mit einer fantastischen bzw. unheimlichen und beängstigenden, ja fast schon beklemmenden Atmosphäre und einer klasse Optik, alles sehr schick gemacht.

Zusätzlich noch ein paar gut gehandhabte Charaktere, besonders natürlich auf den Hauptcharakter des Teddy Daniels bezogen, hier und da interessante Aspekte, sehr präzise überdacht bzw. ausgedacht. Psychologisch-interessant beleuchtet man die Hintergründe verschiedener Figuren, gefiel mir irgendwie, wenn die Nebencharaktere an sich auch nicht immer perfekt gestaltet wurden, aber okay, kleine Klischees, die sich dafür aber gut in den Film eingliedern können. Dazu wird das Ganze noch von einem großartigen Score von Robbie Robertson unterstrichen, zwar laut und kraftvoll, dennoch dabei aber spannungsfördernd und mitreißend komponiert.

Unterm Strich bleibt dann nur noch zu sagen, dass Scorsese mit "Shutter Island" ein fein ausgeklügeltes und ausgezeichnetes Verwirrspiel der Extraklasse kreierte, von Anfang bis Ende sehr stimmig, mit einen krönenden Abschluss und einem glänzenden Dicaprio.

45 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

fabel

Antwort löschen

Dafür nicht, haste dir verdient.;-)


hoffman587

Antwort löschen

Dann erneut, Merci. :)


Pentabauer

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

*Dieser Beitrag wird mit Sicherheit SPOILER enthalten*

Ich habe den Film gerade gesehen, der Eindruck ist also noch sehr frisch und ich fühle mich dazu veranlasst, einen Kommentar zu schreiben. Was ist dieser Film gut aufgenommen worden. Bei Imdb hinter Inception der Film mit den meisten Votierungen und auch hier mit etlichen 10.0 Wertungen versehen. Da kann eigentlich nicht schief gehen, vor allem, da ich mit nahezu allen Werken, die DiCaprio in letzter Zeit gedreht hat, sehr einverstanden war.

Dennoch kann der Film eine bessere Wertung als 6.0 nicht bekommen und ich habe ernsthaft überlegt, ob er nicht eine schlechtere Wertung verdient hat.

Nun zu den Gründen:

1. Auch wenn ich eigentlich DiCaprio sehr gerne sehe, fand ich ihn für diese Rolle sehr schnell nicht geeignet. Zum einen wird in der Story einige Male angedeutet, dass er eigentlich schon älter sein sollte. Ein alter Hase, der einiges mitgemacht hat. Zum anderen sah er mit Hut und Trenchcoat kostümiert und nicht natürlich aus.

2. Der Plot wird durch Rückblendung nach Dachau häufig unterbrochen. Die eigentliche Geschichte ließe sich eigentlich recht schnell erzählen, zieht sich aber sehr hin. Generell reitet die Geschichte sehr darauf herum, dass er in Dachau war und somit schon alles gesehen hat.

3. Der Twist, dass eigentlich er die Wahnvorstellung hat, ist keinenfalls neu und sehr vorhersehbar. Ich hatte eigentlich die ganze Zeit das Gefühl, das Motiv schon sehr oft gesehen zu haben und wartete nur noch darauf, dass es endlich offenbart wird.

Ich kann diesen Film bedingt empfehlen, weil er schöne Aufnahmen zeigt. Ein Kompliment den Kameramann und den Regisseur in diesem Punkt. Ein packender Thriller mit Überraschungsmoment verbirgt sich hinter diesem Titel meiner Meinung nach jedoch nicht.

Kommentar gefällt mir 6 Antworten

Pentabauer

Antwort löschen

Besten Dank, dann ändere ich das mal.


eylan

Antwort löschen

ich muss ganz ehrlich sagen jeder einzelne aspekt der für dich gegen eine bessere Benotung dieses Filmes stimmt, tut eigentlich nur das hohe niveau des filmes verstärken. Die Tatsache das der Film immer wieder auf die Vergangenheit in Dachau zurückblendet gibt dem zuschauer eine Basis mit der er den Charackter der Hauptperson besser verstehen kann.


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch