Der Tintenfisch und der Wal

The Squid and the Whale (2005), US Laufzeit 81 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 11.05.2006

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7.6
Kritiker
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7.0
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17 Kommentare
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von Noah Baumbach, mit Jeff Daniels und Laura Linney

Brooklyn, 1986. Nur auf den ersten Blick wirken die Berkmans wie eine intakte Familie. Vater und Patriarch Bernard (Jeff Daniels) war einst ein gefeierter Schriftsteller. Mittlerweile hat er aber zunehmend größere Schwierigkeiten, seine Romane veröffentlicht zu bekommen, was ihn mit seinem unerschütterlichen Ego jedoch nicht davon abhält, sich weiterhin allen anderen überlegen zu fühlen. Mutter Joan (Laura Linney) hat mit ihren literarischen Versuchen indes immer mehr Erfolg, ganz zu Bernards erklärtem Missfallen. Ihre Söhne, der 16-jährige Walt (Jesse Eisenberg) und der 12-jährige Frank (Owen Kline), bemerken von den wachsenden Spannungen nichts. Deshalb fallen sie aus allen Wolken, als ihnen ihre Eltern ihre Trennung bekannt geben und Bernard auszieht. Während er seine attraktive Studentin Lili (Anna Paquin) als Untermieterin aufnimmt und Joan eine Affäre mit dem Tennislehrer Ivan (William Baldwin) beginnt, müssen die Jungen auf sich allein gestellt mit der neuen Situation fertig werden. Eine schmerzhafte, aber auch lehrreiche Angelegenheit für alle Beteiligten – mit Ausnahme des Patriarchen, der absolut unverbesserlich ist. Oder etwa doch nicht?

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Kritiken (3) — Film: Der Tintenfisch und der Wal

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

„Der Tintenfisch und der Wal“ ist ein hervorragend gezeichnetes Psychogramm, bei dessen Laufzeit von gerade einmal 80 Minuten man sich wünscht, den Figuren noch länger folgen zu können, da sie einem derart an das Herz gewachsen sind. Es ist ein Film, der einen wie einen Strudel gefangen nimmt – teils durch die interessanten Charaktere, die großartigen Schauspieler, die ausbalancierten und realistischen Dialoge oder sei es nur aufgrund einzelner Aktionen, die in bestimmten Szenen beschrieben werden, die entweder zum Schmunzeln oder zum Nachdenken anregen. Baumbach wird dabei nie übertrieben melodramatisch oder gleitet in Kitsch ab, stattdessen versteht er es meisterhaft, bei Bedarf die Szenerie durch subtilen Humor aufzulockern. Ein teilweise forderndes Erlebnis mit intellektuellen Zügen, denen sich hinzugeben bei Baumbach leicht fällt, derart faszinierend ist sein Film geworden.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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9.0Herausragend

Die Dialoge sind von tragikomischer Wirklichkeit und Lebensnähe, die Figuren sind gleichzeitig messerscharf und liebevoll gezeichnet, ihre Beziehungen und Motivationen werden vielleicht entlarvt, aber nie verraten. Baumbach entscheidet sich nicht für eine Partei: Sympathien und Aversionen sind sensibel und gerecht verteilt.

Kritik im Original 40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Sei nicht schwierig!
Ruhiges toll gespieltes Drama!

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Kommentare (13) — Film: Der Tintenfisch und der Wal


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dbeutner

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Bewertung6.5Ganz gut

Interessantes Thema, aber leider so ziemlich durchgehend over-the-top inszeniert, immer ein bisschen too-much, schlicht: übertrieben. Die Problematik hätte nichts verloren, sogar im Gegenteil an Dramatik und Empathie-Vermögen gewonnen, wären die Charakterzüge subtiler ausgefallen.

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Draupernaut

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Genau die richtige Mischung aus Absurdität und Realität, extrem witzigen und deprimierenden Momenten.

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Scotty2Hotty

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderbarer Film mit famosen Darstellern!
Tolle Dialoge, eine gekonnt inszenierte 80er-Jahre-Stimmung (zwischen Drama und herrlicher Situationskomik) mit einem eigenwillig schönen Soundtrack..
Schaut ihn euch unbedingt im englischen Original an!

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KASAKA

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein unglaublich genialer Soundtrack verbunden mit einer Ehrlichkeit, die ich in dieser Art selten in einem Film erleben durfte. Diese geniale Leistung der Schauspieler, von denen ich alles andere erwartet hätte, nur nicht das hier gezeigte. Und eine Story, die aus etwas (leider) alltäglichem so viel raus holt...
Kurz gesagt: Der Tintenfisch und der Wal ist eine Tragikkomödie, die mich in allen Belangen positiv überrascht hat.

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anninas

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Bewertung7.5Sehenswert

Baumbach konfrontiert eine Familie mit der Trennung der Eltern. Auf einfühlsame, unpathetische Art zeigt er wie sich jedes einzelne Familienmitglied mit der neuen Situation auseinandersetzt. Die Söhne sowie die Eltern taumeln zwischen verschiedenen Rollen hin- und her, unsicher darüber, mit welcher sie sich nun bekleiden sollen.
Dabei konzentriert er sich etwas mehr auf die Konflikte der Kinder, die versuchen sich selbst zu definieren. Nicht nur als Teil der Familie sondern auch als Teil der Gesellschaft, sie stehen davor ihre Persönlichkeit zu definieren und erforschen wer sie sind.
Hierbei finde ich besonders interesserant, wie der Regisseur die beiden Söhne mit der Mutterrolle konfrontiert und die Charaktere sich damit auseinandersetzen lässt. Das tut er stets mit dem richtigen Maß an Sensibilität und Zurückhaltung sodass die Handlung nie aufegesetzt oder übertrieben wirkt.

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Baumbachs Personengeflecht erinnert bisweilen an Todd Solondz, nur geht er viel subtiler und sparsamer mit dem WTF um. Und mit so einem Cast kann er nichts falsch machen: Diesen Jeff Daniels kann man wirklich alles spielen lassen! Der ist überall zuhause zwischen Dämlack und Psychopath, oder eben wie hier als beziehungsgestörter Akademiker. Und noch ein Besetzungs-Highlight: William Baldwin als Klischee-Tennislehrer, der nach Dienstschluss noch die Mütter seiner Schützlinge beglückt, sauber!

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Film, der vor allem diejenigen anspricht, welche in irgend einer Form mit dem Auseinanderbrechen von heilen Familien konfrontiert waren oder sind. Allerdings sind die Konflikte und der Umgang damit hier sehr speziell, was aber auch besser ist, als eine massenkompatible Allerwelts-Antwort.

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StuckInside

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme...
Bei einem Budget von ca. 1,5 Millionen Dollar.....und einer absoluten Starbesetzung ist es nun wirklich völlig egal welche Autos da rumfahren.
Das ist eine ziemlich oberflächliche Aussage und hat mit "Filme gucken und verstehen" absolut garnichts zu tuen und dient höchstens als Ausrede dafür den Film einfach nicht verstanden zu haben.
Ich für meinen Teil kann diesen Film nur jedem der ein bisschen was vom Leben versteht und alles mit einer nötigen Portion Schicksalsironie sieht wärmstens ans Herz legen.

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Tenzing

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Bewertung9.0Herausragend

So geht es also Scheidungskindern und -eltern in den USA. Das war sehr aufschlussreich und berührend. Dann kommt noch die Ruhe und vielleicht auch die Abgeklärtheit dazu (nicht Langeweile!!!), die den Film sehenswert machen. Und Laura Linney schließlich, die eine "tolle" Mutterrolle übernimmt.
Es stört daher auch nicht weiter, welche Autos in dem Film rumkurven.

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Jonni

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Bewertung7.0Sehenswert

Dass "Der Tintenfisch und der Wal" von Wes Anderson co-produziert wurde, erkennt man nicht zuletzt an den verschrobenen Salinger Figuren, die ihre Familienauflösung im New York der 80er Jahre zelebrieren. Doch im Gegensatz zu Anderson fehlt bei Noah Baumbach der positive Zugang zu den Figuren. Jeff Daniels und Laura Linney spielen ein verkorkstes Literaten Ehepaar, das nicht gerade um Sympathiepunkte buhlt, wenn sie im Zuge ihrer Trennung vergessen, ihren Kindern das leiseste Verständnis zu schenken. Es bleibt leider ein wenig unklar, wem der vier Portagonisten die eigentlich Aufmerksamkeit der Geschichte gehört. Dennoch bietet der Film in seinen schlanken 75 Minuten laufzeit ein paar schöne Ideen.

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annaberlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Nettes US-amerikanisches Independentkino, das aber nicht weiter hängenbleibt.

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playwool

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Bewertung0.0Hassfilm

Düster, deprimierend, desillusionierend. Vielleicht ist das Leben manchmal so, aber dieser Film erstickt alles und jeden in einer gleichgültigen, vor die Füße geworfenen Langeweile. Schlimme, handwerkliche Fehler kommen noch dazu: oder gab es 1986 bereits die ersten Golf IV- und Volvo XC90-Prototypen? Dieser Film war mal gar nichts!

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Herr Marcus

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Bewertung9.0Herausragend

Hier stimmt fast alles. Ein lakonischer Jeff Daniels, wundervolle Tennis-Erinnerungen und dieser tolle Soundtrack. Ein verschmitztes Lächeln ist hinter jeder (Backstein-) Fassade. Ein wahrer und wunderbarer Film.

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