Greenberg

Greenberg (2010), US
Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 01.04.2010

6.4 Kritiker
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.7 Community
855 Bewertungen
65 Kommentare
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von Noah Baumbach, mit Ben Stiller und Greta Gerwig

Der New Yorker Ex-Musiker Roger Greenberg ist wohl das, was man einen ausgemachten Loser nennen kann: alleinstehend, ohne Job und gerade 40 geworden. Na, herzlichen Glückwunsch! Da kommt ihm das Angebot seines jüngeren und wesentlich erfolgreicheren Bruders Phillip gerade recht: Greenberg soll ein paar Wochen auf dessen Haus in Los Angeles aufpassen. Auf diese Weise kann er bei freier Kost und Logis seiner absoluten Lieblingsbeschäftigung nachgehen, die in nicht viel mehr als ausgiebigem Nichtstun besteht. Nebenbei ergibt sich auch noch die Möglichkeit, alte Freunde wiederzusehen. Die sind allerdings mittlerweile ziemlich alt und spießig geworden, findet Greenberg: Jugendliebe Beth, inzwischen geschieden und alleinerziehende Mutter zweier Kinder, kann oder will sich an die wilde Jugendzeit irgendwie kaum noch erinnern. Und Ivan, der ehemalige Band-Kollege, macht jetzt irgendwas mit Computern. Laaaangweilig! Allein Florence, die während der Abwesenheit von Phillips Familie als Mädchen für alles auch im Haus ein- und ausgeht, versprüht ein wenig jugendliche Frische. Grund genug für Greenberg, die meiste Zeit mit ihr zu verbringen. Da jedoch auch die 25-Jährige nicht so recht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, ergänzen sich die beiden bald zu einem ziemlich schrägen Chaos-Duo. Und bei so mancher Katastrophe wie z.B. einem überlaufenden Swimming-Pool, einem kollabierenden Hund sowie diversen krampfhaften Beischlafversuchen entwickelt sich langsam eine recht eigenartige Romanze, die womöglich aber ganz neue Perspektiven mit sich bringen könnte…

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Kritiken (14) — Film: Greenberg

Oliver Schmitt: NEGATIV Oliver Schmitt: NEGATIV

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9.0Herausragend

Diese Vielschichtigkeit der Figur ist gepaart mit dem Spiel der Erwartungshaltung durch die reale Person des Darstellers Ben Stiller. Die Rollengeschichte des Komikers ist so weit entfernt von der abgelieferten Performance, wie sie es nur sein kann. Vielleicht gerade deshalb suggeriert er mit dem filmischen Konstrukt der Figur eine symbiotische Wirkung, deren Illusion behauptet, eine wahre Seite zu zeigen. Schon das alleine macht Greenberg zu einem interessanten Film und liefert eine besondere ruhige aber auch eigene komische Atmosphäre, die durch die Szenen begleitet. Baumbach lässt keine große dramatische Erfahrung einkehren, sondern bleibt mit seinem Helden in lautloser Verzweiflung im Feld der langsamen Erkenntnis. Damit fühlt sich das Werk stets so beiläufig und bitter an wie das Leben selbst. Die offene Dramaturgie spricht dabei für sich selbst und hinterlässt ein Abbild des Protagonisten, das genauso im Wind flattert wie aufblasbare Werbefiguren, die Greenberg aus dem Fenster während einer Autofahrt beobachtet.

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ThomasGroh: taz, perlentaucher, splatti...

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2.0Ärgerlich

Das alles steht ausgekippt im Raum versammelt, weil "Greenberg" viel von allem will, aber nichts so richtig: Ein bisschen Woody Allen für die Indie-Welt, ein bisschen post-neurotische Rückschau für die 90er Grunge-Generation, einen sachten Geschmack von mumblecore für die Festival-Crowd, einige krasse Momente für das pubertäre Publikum, das Ben Stiller wegen ins Kino kommt, und noch genügend Gefälligkeit für entspannte Stimmung bei den Finanziers.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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8.0Ausgezeichnet

It never rains in Southern California. Alles eine Lüge und der Kitsch regiert die Welt: Mit verkrampften One-Night-Stands, alten Schulfreunden, glückseligem Nichtstun. Dazu Nuscheln, Kichern, Weinen und die besten Dialoge des Jahres. Die totale Neurose, das totale Leben. "Greenberg" ist Drehbuch und Feinsinnigkeit, also vollendete Ultrakunst. Es geht um gar nichts und um alles, also um Kitsch. Ben Stiller kann doch viel, Greta Gerwig kann alles und Noah Baumbach hat den Plan. Hurt people hurt people. Jede einzelne Minute ein Genuss. Verdammt wunderbarer Film.

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alanger

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alles ist kitsch, na jetzt bin ich aber mal gespannt. vorgemerkt.


Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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5.5Geht so

Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach, der im Verlauf der letzten Jahre unter anderem mit der Komödie "Margot at the Wedding" sowie der Oscar-nominierten Scheidungs-Saga "Der Tintenfisch und der Wal"...

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

«Greenberg» ist eine gleichsam unterhaltende wie berührende Dramödie über nur schwer überwindbare Hindernisse im Leben.

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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3.0Schwach

[...]
Noah Baumbach und Harris Savides schufen verschiedene Filmebenen in Zeit und Raum, um eine Welt voll mit Dingen zu suggerieren - Möbel, Schwimmbecken, Drogen - durch die die Leute in Echtzeit durchspazieren können, ohne daran anzudocken. Aber Roger dockt auch nicht an uns an [...] so etwas wie einer, der individuelle Psychosen überwindet und einen komplexen Akkord anschlägt.. Greenberg ist eine Sonate, die aus einem Ton besteht.

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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6.0Ganz gut

[...]
Bis zu einem gewissen Punkt konne ich Greenberg genießen. Baumbach ist einer der begabtesten Autoren für lange Dialoge.
[...]

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Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune

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7.0Sehenswert

[...]
Es gibt hier Humor, aber es ist eher ein gewitzer Humor, der einen nicht in schallendes Gelächter ausbrechen läßt. Oder zumindest mich selbst nicht in schallendes Gelächter hat ausbrechen lassen.
[...]

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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7.5Sehenswert

[...]
"Ich bin gerade dabei zu versuchen, nichts zu tun", erklärt Roger jedem, der ihn nicht danach fragt. Obschon ihm das halt als eine offene Frage glückt. Er schaut bei alten Freunden vorbei, ärgert sich über Nachbarn und über den Hund seines Bruders, und geht einer ungeschickten Beziehung mit der Sekretärin seines Bruders Florence Marr (Greta Gerwig) nach, eine Beziehung, die nicht aufhört anzufangen, und nicht anfängt aufzuhören. Roger, um die 40, scheint in ziemlich ungemütlicher Weise in seiner längst veflossenen Jugend festzustecken,
[...]

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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8.0Ausgezeichnet

[...]
In verschiedenen Independent-Filmen, viele davon ziemlich lausig, hat sich die exzentrische Schönheit [Greta Gerwig] von ihrem Image freigemacht, eine Schauspielerin ohne Sinn für Kunstgriffe zu sein. "Greenberg" sollte für Gerwig das breite Publikum absichern, welches sie verdient.
[...]

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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8.5Ausgezeichnet

Ben Stillers Haarschnitt in "Greenberg" gibt hier seinen Charakter an: Seine Haare sind ein bißchen zu lang, aber nicht lang genug, um ein Statement zu sein. Sie sind buschig und lockig an den falschen Stellen, so wie etwas, was nur bei einem 20jährigen passen würde.
[...]

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

Wenn du mit der Welt und mit dir selbst gleichermaßen im Zwist bist rennst du auf der Stelle. Das braucht eine große Portion Kraft, und kann sehr anstrengend sein. Du beginnst auf die Leute auszuschlagen, hart zu dir selbst zu sein. Das findet jedoch alles in deinem Kopf statt. Nach einer Weile geben dich die Leute auf, sie denken, das alles kümmert dich einen Dreck, und du sorgst dich nicht um dich. Wenn sie nur wüssten..

Das ist Roger Greenberg. Ich habe nie gewusst wofür Ben Stiller geboren wurde, aber jetzt weiß ich es. Ich meine das nicht so, dass Stiller Roger Greenberg sei, aber er macht ihn zu einer überzeugenden Figur, und nicht zu einer Karrikatur.
[...]

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

Baumbach findet jedenfalls genau das richtige Timing, um von zwei Menschen zu erzählen, die sich auf bezaubernde Weise ständig verfehlen. Im Mittelpunkt von Greenberg steht die melancholische Erkenntnis, dass man irgendwann begonnen hat, in der Vergangenheit zu leben. Aber es gibt Hilfe. Die Unterschiede zwischen Generationen werden hier zum innersten Prinzip einer verhaltenen Liebesgeschichte: Anders ist hier im Zweifel auf jeden Fall besser.

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Thorsten Funke: critic.de

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In immer wieder neuen Konfrontationen breitet seine Hauptfigur ihre Neurosen aus und dreht sich dabei im Kreis. Dabei ist es faszinierend, dass Stiller nicht eine Nuance seiner Komödienpersona durchscheinen lässt, sondern die Rolle des Misanthropen tiefernst spielt, mit nur einem Hauch der Übertreibung. Er ist trotzdem lustig, auf ganz trockene Weise, was besonders dann funktioniert, wenn das ansonsten ausufernde Drehbuch seine auf den Punkt treffenden Momente hat. Davon gibt es einige, aber ein Ganzes will nicht daraus werden.

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Kommentare (51) — Film: Greenberg

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TerminatorCHRIS

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Nach einer halben Stunde eingenickt, weil nichts passiert ist:-(

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Donnos

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist echt nicht schlecht, aber deprimierender geht es eigentlich kaum. Würde traurigen Menschen irgendwie nicht empfehlen, den anzusehen. Cover usw. signalisieren eine typische Stiller-Komödie aber das ist eher wie Stromberg light in der Dauerkrise.

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Rihannita

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Bewertung9.0Herausragend

Sellten so unterschiedliche Bewertungen gesehen wie bei diesem Film, was sicherlich an erwartungshalltungen liegt auf grund von stiller, dieser film ist absolut brilliant, da ich komödien mit stiller nie schaute oder wenn nur mit einem auge gefällt er mir sehr gut indieser rolle, überzeugend auf das warten des weges im leben bis man dann irgendwann jede abfahrt wählt wenns von anfang an immer nur abwärts geht.

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pellekraut007

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Bewertung1.0Ärgerlich

Greenberg hätte doch was reißen können. Ben Stiller als nerdy Nerd. Aber nichts! Für mich war es 45 Minuten lang eine Qual. Warum so lange? Ich hab gehofft, es kommt was. Also etwas, was irgendwas ist oder irgendwie wirkt. Aber nix. 45 Minuten. Grunz! Ach ja, die näselnde Quäcktante ist mir ordentlich auf die Schweineohren gegangen. 1 Punkt dafür!

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LynchFan1706

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich mag Ben Stiller nicht... Ich mag seine Komödien nicht und sein Spiel mag ich auch nicht... Aber da "Greenberg" keine typische Komödie sein soll, war das die Chance für Stiller bei mir, denn jeder hat eine Chance verdient... Ich mag Ben Stiller leider immer noch nicht! Chance vertan... Stiller spielt seinen Charakter Greenberg als einen Widerling der übelsten Sorte und so extrem unsympathisch und spröde, dass ich ihm die ganze Zeit in den Arsch treten wollte... Greenberg ist depressiv, nervtötend, neurotisch, egoman alles ausgedrückt durch einen nörgeligen Gesichtsausdruck, der mich die Fäuste ballen ließ... Und sobald er seinen arroganten Mund aufmacht, wollte ich ihm den auch schon liebend gern mit irgendetwas ekligem wieder stopfen... Die Geschichte um Greenberg ist langweilig und schleppt sich zäh dahin, und da jede Figur steif und sehr eindimensional ist, fehlt die Empathie, an der man sich festhalten könnte, um mitzuleiden oder überhaupt etwas zu empfinden ... Ich hatte das Gefühl, Stiller spielt die gesamte Zeit gegen sich selbst und sein Image an und versucht verzweifelt seinen Greenberg ambivalent zu gestalten... Leider sieht man ihm diese Anstrengung in seinem gequälten Gesichtsausdruck in jeder Einstellung an... Das färbt auch auf die andereren Darsteller ab, die vor dieser "überangestrengten" Darstellung ängstlich zurückweichen und überaus blass bleiben...
Ich mag Adam Sandler nicht... Ich mag seine Komödien nicht, aber Adam Sandler hat in "Punch Drunk Love" bewiesen, dass man einen ambivalenten Charakter liebenswert, vielschichtig und unglaublich intensiv darstellen kann, Ben Stiller hat es in "Greenberg" verpasst...

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SchnabelPower

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Bewertung6.5Ganz gut

Was mir an dem Film gefallen hat, war der Mut zur realistischen Darstellung. Die Hauptdarstellerin durfte mit Hautunreinheiten und ein paar Pfündchen zu viel auftreten. Schön war, dass die Peinlichkeit bestimmter Momente – das, was der Amerikaner „awkward“ nennt – schonungslos dargestellt wurden. Während uns alle Hollywoodfilme vorgaukeln, der erste Sex mit einem neuen Partner sei immer der absolute Knüller, zeigt uns Greenberg die buchstäblich nackte Wahrheit: nix Knüller, sondern einfach nur „awkward“.
Die schauspielerischen Leistungen sind in Ordnung, richtig umgehauen hat mich das alles aber nicht. Ben Stiller spielt dieselbe Rolle wie immer: den tapsigen Junggesellen, der sich beim Werben um eine Frau verdammt dämlich anstellt, sie am Ende aber trotzdem für sich gewinnen kann.
Bis zum Ende ist mir nicht ganz klar, um was es im Film eigentlich ging. „Hurt people hurt people“ scheint mir hier der zentrale Satz zu sein, den es zu interpretieren gilt. Leider erfahren wir von den Figuren im Film nichts über die Ursprünge ihrer Verletzungen, so dass wir uns mit ihnen nicht identifizieren können. Ben Stiller spielt keinen Menschen, mit dem wir uns vergleichen, aber immerhin einen Menschen, den wir alle kennen: jemanden, der so unsicher und mit sich im Unreinen ist, dass seine Gegenwart alleine schon Unruhe schafft!
Letztendlich hat mich der Film aber nicht berührt, sondern plätscherte an mir vorbei. Das immerhin hat er gut gemacht, denn trotz der Länge des Films verging die Zeit wie im Flug. Bald werde ich vergessen haben, worum es eigentlich ging und „Greenberg“ wird mir nur noch im Gedächtnis bleiben als „dieser Film, in dem Ben Stiller mal auf anspruchsvolles Kino macht“.

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Moe

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Bewertung6.0Ganz gut

Habe mir den Film auf Empfehlung von Großmeister Quentin Tarantino geholt. Naja, der Film ist sehr tragisch und traurig, ist eher unfreiwillig komisch. Ich kam irgendwie nicht so recht in die Materie. Vielleicht muss ich mir den Film ein zweites Mal antun.

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Anton Gorodezki

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Bewertung3.0Schwach

Ok., man darf sich hier auf keinen Fall einen typischen Ben Stiller Film erwarten. Trotzdem funktioniert der Film gar nicht. Man wird das Gefühl nicht los, das sich hier jemand in einem Metier versucht, das er nicht beherrscht. Vielleicht hätten Drehbuchautor und Regisseur vorher noch ein paar Woody Allen Filme schauen sollen bevor sie sich an dem Thema versuchen und es letztendlich verhunzen? Auf mich wirkt Greenberg einfach nur wie ein unsymphatischer Arsch. Es entsteht kein rundes Bild des Charakters; er rastet immer wieder völlig unmotiviert aus, was nicht in die Situationen passt und nicht nachvollziehbar ist. Ich will mir nicht selber überlegen müssen, warum das so sein mag; die Figur ist viel zu ungenau und ohne Hintergründe gezeichnet. Florence ist überhaupt völlig kontourlos, diese Figur wird fast gar nicht näher beleuchtet. Man weiss nicht viel über sie und versteht vor allem nicht was sie an Greenberg findet und warum sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Abgesehen davon ist ihre deutsche Synchronisierung eine Katastrophe. Und leider ist es dem Zuseher auch irgendwie egal, weil auch eine Story leider völlig fehlt, die die Figuren und den Film an sich irgendwie interessant machen würde. So ist das Ganze einfach höchst langweilig, mehr nicht.

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Benni-THE-KING

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Bewertung7.0Sehenswert

Grandios passender Soundtrack von James Murphy
ansonsten wäre aber mehr drin gewesen

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Lumpowitz

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Bewertung3.0Schwach

Manchmal muss man sich einfach eines Besseren belehren lassen. Da lese ich soviel Negatives über einen Film und will ihn dennoch sehen. Weil ich empfänglich bin für Lebens- und Sinnkrisen neurotischer Amerikaner. Und weil ich Ben Stiller mag.
Leider trägt diese Kombination in der Hand von Noah Baumbach überhaupt keine Früchte. Vor allem ist dies der Hauptfigur geschuldet, einem Unsympathen durch und durch. Greenberg (Stiller) ist ein Ekelpaket, ein Nörgler vor dem Herr‘n. Er hat Probleme, weniger mit sich selbst, mehr mit seinen Mitmenschen. An allem hat er was auszusetzen, nur er selbst ist fehlerfrei. Das letztlich doch noch ein Tropfen Einsicht auf ihn fällt, ist dem Zuschauer längst egal. Verletzte Menschen verletzen Menschen. Na und? Die Andeutungen, woher Greenberg seinen Zynismus nimmt, sind nichtig. Gescheiterte Beziehung, Unstimmigkeiten im Freundeskreis und in der Familie. Mag ja alles sein. Aber vielleicht war der Typ auch schon immer so und hat das alles erst ausgelöst. Regisseur Baumbach schafft es einfach nicht, den Betrachter für die Sorgen und Nöte seines Protagonisten zu sensibilisieren. Greenberg wirkt abstoßend und die sich anbahnende Liebe zwischen ihm und Florence, der Haushälterin seines Bruders, missgönnt man ihm. Das Mädchen hat was Besseres verdient.
Florence-Darstellerin Greta Gerwig ist im Übrigen auch der einzige Lichtblick des Films. Der restliche Cast bleibt blass und unterfordert. So muss man Baumbach auch vorwerfen, dass er das Können seiner Schauspieler nicht abruft. Wer Stillers komisches Potenzial genauso links liegen lässt wie die Verschrobenheit von Rhys Ifans, der handelt grob fahrlässig. Es fehlen dem Film letztlich Humor, Geschwindigkeit und die Empathie des Zuschauers. So machen Sinnkrisen keinen Spaß. Und Ben Stiller auch nicht.

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Jeldrik

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Greenberg ist kein Film der sich explizit an Freunde des typischen Stiller Films wendet, das merkt man nach 10 Minuten und das war es auch, was mich die restlichen 90 Minuten des Films sehr glücklich gemacht hat. Ich hatte schon einen "Simple Jack" Spinoff befürchtet, der sich an Klischees a la "Rainman", "Was ist mit Bob?" und Konsorten die Hörner abstößt. Aber nein, Greenberg ist viel weniger und dadurch viel mehr. Alles wird doch mehr oder weniger subtil geregelt. Als Paradebeispiel gilt hier die Stelle an der Stiller die Straßenseite wechseln möchte. Nur kurz und beiläufig sieht man, wie er seinen Pullover schützend über die Finger schiebt bevor er den Knopf der Ampel drückt. Die meiste Zeit kommt Greenberg sogar ziemlich normal daher. Klar wirkt es komisch wenn ein Vierzigjähriger im Kreis von Teenagern sitzt und so lange über Koks redet, dass selbst die schon angenervt sind. Von der komisch anmutenden Beziehung zwischen ihm und der Haushälterin ganz zu schweigen. Wenn man sich, wie Du, die Frage stellt, woher das alles kommt und sich eine eindeutige Antwort erhofft wird man in jedem Fall enttäuscht. Greenberg ist kein goldfischliebender Bob, der seinen Psychiater in den Wahnsinn treibt. Keiner der sich in die Kneipe setzt und mit seinen amüsanten Zwangsstörungen das Publikum unterhält und am Ende das Haus in die Luft jagt. Die Person des Greenberg ist, wie Du bereits erwähnt hast, sehr viel offener gehalten. Warum er wirklich so ein Arsch ist weiß man nicht. Der Zuschauer hat die Wahl sich diese Vorgeschichte selbst zusammen zu setzten was das ganze weniger zu einer Stereotypenparade macht. Auswahl hat man ja. Mutter tot, Beziehungen gescheitert, vielversprechende Musikerkariere in den Wind geschossen, und so weiter. Eindeutigkeiten werden kunstvoll umgangen. "Es geht um gar nichts und um alles" ist da eine meiner Meinung nach zutreffende Beschreibung.


AndreasG

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Bewertung2.5Ärgerlich

Nicht spannend. Nicht lustig. Nicht tiefsinnig. Scheißmusik. Nicht anschauen.

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Nayuma

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Bewertung5.0Geht so

Fuer mich allein schon deswegen ein verwirrender Film, weil Ben Stiller von seinen typischen Rollen in dem Film doch arg abweicht. Aber das macht ihn interessant. Trotzdem war mir die Handlung zu schleppend und das Neurotische haette man doch noch etwas mehr durch nette Gags und Sprueche aufpeppen koennen.

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stuforcedyou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier geht es um nichts und doch wieder um verdammt viel. Hier zählen die Figuren, nicht ihre Handlungen. Es ist alles ein leiser Kreislauf, eine melancholische Melodie über das Scheitern. Wenn es lauter wäre, wäre es eine Fanfare. Ein ambilvantes Stück Kino. Aufdringlich und unaufdringlich, wahr und gelogen, real und künstlich, aber dabei irgendwie verdammt liebenswert und mit grandiosen Dialogen versehen. Ben Stiller befreit sich für gut 100 Minuten vom "Nachts im Museum"-Mief und beweist mit seinem Spiel darstellerische Größe.

Ach ja: Greta Gerwig spielt auch mit, und wie! Verdammt, das war die authentischste, charmanteste und beste Schauspielleistung die ich seit langem sehen durfte. Wo hat sich diese Frau nur versteckt?

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*frenzy_punk<3

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Bewertung3.5Schwach

Eigentlich hatte ich höhere Erwartungen an den Film "Greenberg" gesetzt, doch ist nichts langweiliger. Die Handlung kommt sehr träge voran, Stiller ist ein rechter Unsympath in dieser Rolle und seine Nebendarstellerin Greta Gerwig ist fürchterlich steif. Klar liegt das teilweise auch an ihrer Rolle aber das kommt mir doch etwas zu unbeholfen vor.
Was richtig punktet ist die Musik, die ständig zwischen flotten Beats und Harmonie wechselt.
Moviepilot schlug mir nach Wochen von 8.0 jetzt nur noch 3.9 vor.
Er bekommt wohl eher das Letztere.

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*frenzy_punk<3

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naja .. da bin ich dann mal gespannt^^


Chris12zero

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... me too ... und zwar wie `n Flitzebogen !! ;) ^^


Shurly

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Bewertung4.0Uninteressant

Okay, ich habe gemerkt, dies ist kein Film den man sich mal eben so anschaut.
Man muss schon in der Stimmung für etwas ernsteres sein und sich Gedanken drüber machen.
Außerdem sollte man darauf achten, Ben Stiller hier nicht als den typischen Witzbold zu sehen, sondern als ernstzunehmende Person, die mit sich selbst und der Welt zu kämpfen hat.
Leider war es bei mir der Fall, dass ich mir den Film zur Hälfte angeschaut hab und wieder ausmachen musste, weil ich eben nicht in der Stimmung für ihn war.

Ich sage jetzt nicht, das "Greenberg" ein schlechter Film, denn das ist er keinesfalls.
Werde ihn mir nochmal anschauen müssen um ganz genau sagen zu können ob ich ihn nun okay oder wirklich gut finde!

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random hero

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Bewertung6.0Ganz gut

Trotz aller Neurosen, Greenberg ist letztlich ein unnachvollziehbar handelndes Arschloch. So richtig will da keine Sypathie aufkommen, im Verlauf einer dahinplätschernden Handlung. Ganz anders dagegen die Nebenrollen, allen voran Florence, die wunderbar herzlich gespielt werden. Gute Schauspieler, mäßige Handlung.

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Kill_Diether

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Problemfilm, keine Komödie! Wer etwas anderes erwartet und dann enttäuscht wird ist selbst dran Schuld. Ben Stiller verkörpert die Rolle des psychisch Labilen Durschnittstypen bei dem wahrscheinlich früher Mal die Sicherungen durchgebrannt sind, sehr gut. Sehr gut auch die Dialoge/Monologe und die anderen Schauspieler. Sehr gut ebenfalls die gesellschaftskritischen Ohrfeigen. Endlich sagt mal ein Erwachsener den pseudocoolen Lifestyle-Teens&Twens wie Scheiße sie sind. Weniger gut ist die Realitätsferne bei dem Thema. Greenberg hat nämlich mehr als Glück, dass er von so vielen verständnisvollen Gutmenschen umgeben ist. Und dazu noch das Glück als Arbeitsloser ein recht luxuriöses Leben führen zu können.

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Claudia :)

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Bewertung5.5Geht so

Rhys Ifans , Greta Gerwig und auch Ben Stiller legen hier zwar eine wirklich gute Leistung ab, der Film wird daruch aber nicht interessanter.
Zu langsam ist der Verlauf der Handlung, zu wenig entwickeln sich die Charaktere, irgendwie scheint sich die ganze Story selber mit Langatmigkeit zu strafen.
Man kann nicht sagen, es mangelt an Ideen, aber ich hatte jedenfalls viel mehr erwartet.
Schade drum.

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Beny

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Bewertung3.0Schwach

Hab mir eine unterhaltsame Komödie mit einem neurotischen Ben Stiller erwartet, allerdings wurde ich enttäuscht. Der Film zieht sich nur so da hin, man fragt sich in den ersten 15 Minuten, ob das wirklich eine Komödie ist, weil absolut nichts (lustiges) passiert. Auch danach gab es nur selten Stellen die mir ein Schmunzeln entlockt haben. Womöglich steckt hinter der Fassade etwas höchst Tiefgründiges, Interessantes oder Ironisches, da ich aber nichts von dem entdecken konnte, bin ich alles andere als begeistert von "Greenberg".

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Eigenbrötler

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Bewertung4.0Uninteressant

Schon wieder ein Film, von dem ich viel mehr erwartet hatte...
Anstatt einer ruhigen Tragikomödie über einen neurotischen, misanthropischen Menschen sah ich einen Film, der sich mühsam über knapp 110 Minuten komplett ohne Höhen oder Tiefen zieht. "Greenberg" ist, genau wie sein namensgebender Pseudo-Antiheld, Film gewordene Belanglosigkeit.

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