Der Beatles-Film Yesterday wurde auf 5 Millionen Dollar verklagt, weil  Bond-Star Ana de Armas fehlt

07.03.2022 - 16:11 UhrVor 4 Monaten aktualisiert
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Yesterday - Trailer (Deutsch) HD
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Himesh Patel in YesterdayAbspielen
© Universal
Himesh Patel in Yesterday
In Yesterday fehlt die aus James Bond bekannte Ana de Armas. Das führte zu einer bizarren Klage um den Film. Wir erklären die Geschichte von vorne bis hinten.

Menschen werden wütend, wenn sie ihre Ana de Armas nicht kriegen. Wie süchtigmachend die kubanisch-spanische Schauspielerin ist, haben wir zuletzt in James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben erlebt, als sie in der Rolle der verhuschten, aber hochkompetenten Paloma Daniel Craig zu Seite stand. Wenn ihr euch jetzt vorstellt, diese Figur wäre aus dem Bond-Film in letzter Sekunde gestrichen worden, dann habt ihr das Yesterday-Szenario.

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Bond-Star fehlt in Yesterday: Diese gestrichene Rolle spielte Ana de Armas

In Yesterday spielt Himesh Patel den erfolglosen Sänger Malik, der eines Tages der einzige Mensch auf der Erde ist, der sich an die Beatles und ihre Songs erinnert. Darauf errichtet Malik eine Karriere: Er singt und verkauft die Beatles-Lieder und wird rasend schnell zum Weltstar.

Ana de Armas als Paloma

Auf dem Weg nach oben sollte er eigentlich Roxane treffen und sich in sie verlieben, berichtet Variety . Roxane wurde gespielt von Ana de Armas, die Szenen jedoch kurzfristig gestrichen. Grund waren Testvorführungen vor dem Kinostart. Da stellte sich heraus: Dem Publikum gefiel es nicht, dass Malik neben seiner eigentlichen Liebe Ellie (Lily James) eine weitere Romanze verfolgt. Die Szenen mit Roxane wurden komplett gestrichen, erklärt Drehbuchautor Richard Curtis. Die Figur und damit Ana de Armas existieren im Film nicht.

Und hier beginnt der große Konflikt, denn ...

Fans verklagten Yesterday wegen fehlender Ana de Armas auf 5 Millionen Dollar

... die Streichung erfolgte relativ spät in der Promo-Phase. Es existierte bereits ein Trailer, in dem Roxane vorkommt. Hier könnt ihr ihn sehen:

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Diesen Trailer haben Conor Woulfe (38) aus Maryland und Peter Michael Rosza (44) aus San Diego, USA, gesehen. Sie liehen, so der Vorwurf, Yesterday kostenpflichtig bei Amazon Prime mit der Erwartung, einen Film mit Ana de Armas zu bekommen. Nur war die nicht mehr enthalten. Der naheliegende Schluss: Klage. Und zwar auf den vernünftigen und überhaupt nicht vermessenen Betrag von 5 Millionen US-Dollar. Die Klage zielte auf das Studio Universal und der Vorwurf lautete "Irreführendes Marketing".

Es war schmerzhaft, Ana de Armas aus dem Film zu entfernen, sagt Richard Curtis. Aber nicht so schmerzhaft wie für die beiden Kläger. Die wälzten sich so richtig in ihrer Trauer um einige entgangene Ana de Armas-Minuten.

"Überhaupt keinen Wert erhalten": So lautete die Klage um Yesterday

Der übersetzte Wortlaut der Klage ist folgender:

Da den Konsumenten vom Yesterday-Trailer ein Film mit Ana de Armas versprochen wurde, sie aber einen Film ohne jeden Ana de Armas-Auftritt erhalten haben, wurden den Konsumenten jeglicher Gegenwert für ihren Kauf vorenthalten.

Die Klage wurde Anfang des Jahres natürlich abgewiesen. Die Begründung des Gerichts in Michigan: Der Trailer sei "nicht inkonsistent mit dem Inhalt des Films". Eine (fehlende) Ana de Armas macht also nicht einen kompletten Film zunichte. Nichts gegen Ana de Armas, aber: Gut, dass das ein für alle Mal geklärt ist.

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Welchen Film würdet ihr gerne verklagen?

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