„Es gibt kein Wissen vor der Erfahrung.“ Fröhlich wird gemordet. Von Anfang an wie bei "Columbo" dürfen wir die Mörderin kennen: es ist die Tierärztin. Sibylle Canonica ist grandios, wenn sie Tierchen verarztet und Zecken in die Mikrowelle stopft, auf dass sie platzen. Sie pafft Zigaretten und hat den Nachbarn im: Muskulös ist er, tätowiert und einen gewissen Schick beim Zustoßen hat in die neue Musch im Fenster zum Hof. Der "Frau am Fenster" missfällt das und die neue Geliebte wird von der Tierheilerin entsorgt wie ein Vieh - mit Schlachthausstab. Das ist kein Spoiler, denn das alles passiert in den ersten 15 Minuten. Ein Film mit Schauspielgrandezza von vorn bis hinten, wenn die Kekilli nicht wäre.
Dieser "Tatort" glänzt mit Talenten: Klaus Manchen als Dorftrottel, der sich vor der Hex fürchtet. Doch es gibt im "Tatort Kiel" einen Neueinstieg, den die Dramaturgen vergeigt haben, als sie vor einem Jahr die Kekilli als Sarah Brandt eingeführt haben. Borowski erkennt sie nicht mehr und die Autoren klauen zur Anschlussfehler-Einführung von Kekillis Rolle einen Mr.Bean-Sketch: Axel Milberg frisst Sarah Brandt (zuvor stramme Vegatarierin) das Schnitzel weg. Und merkt erst später, dass sein Schnitzel hinter dem Rücken der Kekilli vor sich hin dahindarbt. Mr. Bean halt. Kekilli versaut die Szene mit Posing-Arroganz statt authentischer Verwirrung. Es schmerzt bei all der Schauspielkunst vieler Beteiligter, Sibel Kekilli zu ertragen: sprechen kann sie nicht und ihr Spiel ist steif. Hölzerne Unsympathin, die auf Salander getrimmt worden ist. Genießt in der Mediakthek Talente wie Canonica, Milberg, Borchardt, einen süffisanten Thomas Klügel und zum Schluss eine strahlende Carin C. Tietze. Mit Abstrichen bleibt es ein Schauspielerfilm von Feinsten.
"Geklaut" haben die Autoren noch viel mehr, aber das ist ja hier im Unterschied zum Freiherrn völlig o.k. Ich kenne das Ess-Motiv übrigens aus der Kurzgeschichte "Spaghetti für zwei" von Frederica de Cesco, 1975.
Kannst du, Fabel. In der ARD Mediathek. @muchi: Kekilli ist besser aufgehoben bei der Berittenen. Schaißaufhoiallagi (so klingt die Kekilli): Hier ein Zitat aus der BZ: "Zu hölzern, zu uninspiriert - Kekilli wurde in der Auftaktfolge (nur 6,17 Mio. Zuschauer!) regelrecht an die Wand gespielt. Die erste Begegnung der beiden in der Kantine (Borowski futtert Brandt das Essen weg) geriet zum Schauspiel-Desaster für die 31-Jährige. Nichts gegen sparsam eingesetztem Mimik, aber das komische Potential, das in der Szene lag, machte Kekilli durch ihr Unvermögen fast wieder zunichte... hoffentlich wird Sibel Kekilli besser. Ansonsten könnte die Freude über das neue Ermittler-Duo schnell in Ernüchterung umschlagen." Also viel Spaß, fabel.
Ingmar Bergman & Liv Ullmann
Jean-Luc Godard & Anna Karina
Alfred Hitchcock & Grace Kelly
François Truffaut & Claude Jade
Andrzej Wajda & Krystyna Janda
Woody Allen & Diane Keaton
Luis Buñuel & Catherine Deneuve
Pedro Almodóvar & Marisa Paredes
Claude Chabrol & Stéphane Audran
Pier Paolo Pasolini & Silvana Mangano
George Cukor & Katharine Hepburn
Antonioni holte die talentierte Vitti aus Blödelfilmen in sein Kunstkino und sie wurde zurecht zum Star, zur Ikone. Jahre später finden sich bis auf einige französische Filme nur noch Rollen in dümmlichen Komödien. Schuld am Fall der Vitti trägt der Niedergang des italienischen Kinos in den 70ern.
Hätten die Köche aus der "Schlemmerorgie" Jahrzehnte früher das Zeitliche segnen müssen, wär uns das wohl lustigste Doppelkinn des angelsächsischen Films nie begegnet. Ein Hoch auf die Fettleibigkeit, gepaart mit nicht in Pfund aufzuwiegendem Talent.
Wie böse sich ein hässliches Mädchen zu rächen weiß, musste "Dr. Popaul" Belmondo erfahren. Das hatte nichts mehr von der grazilen Tanniswurz-betäubten Mrs. Woodhouse. Und Mr. Allen hatte auch im wharen Leben bald nichts mehr zu lachen.
Seinen Freund Serrault schrieb in einen Narrenkäfig hinein und er selbst ist als zynischer Inspektor Lavardin kein Kind von Traurigkeit, solange die Spiegeleier korrekt zubereitet sind.
Vom desperaten Nackriegsjungmann bei Chabrol ist er eines der wichtigsten Gesichter der Neuen Welle. Ihm gelingt der Reifungsprozess zum zynischen Verächter und frechen Spötter und inkarniert perfekt den Snob.
Dass Lulli sich mal einen Namen als Fußballspieler gemacht hat, mag man nicht glauben, wenn der plumpderbe Piero sein Nitroglyzerin fährt. Von den Dicken des Kinos einer der besten.
Inbegriff des schmierigen Biedermanns, zumeist auf der Seite des Bösen. Und in einer seiner wenigen Hauptrollen lustig anzuschauen, wenn er als George Babykleidung trägt und sich von Teresa schminken lässt.
Ihre cineatisch wichtigsten Filmrollen überlebt eines der begabtesten Goldstücke Hollywoods nicht: Ihr Wallehaar im See bei Laughton, das Stelldichein mit Monty Clift in der unerreichten Vorlage zu Woody Allens "Match Point". Das stärkt - und so muss dann selbst Sue "Who" Lyons als Lolita im Star-Olymp an ihr scheitern. Als Unsterbliche entgeht sie dann doch unbeschadet dem Gemetzel in einem feinen Neowestern: in "The Scalphunters" von einem Afroindianer frisiert, nimmt sie statt 'nem Cowboy auch schon mal 'nen Häu-häuptling als Mann.
Wer noch einmal Marty Feldman als den obersten König der Glubschaugen krönt, den besuch ich und beschmeiß ihn mit Lehm. Denn viel kauziger ist dieser ehemalige MGM-Buchhalter (sic!)
Ja, auch ein Moviepilot braucht mal Hilfe.
p.s. Boa, die Bilder neben dem Text sind echt finster.
Schlimmer Aufstieg mit Kriegsfilmchen, bis dann Meister Hitchcock kam: Der reichte ihm Dany Robin als Weib, Claude Jade als Tochter und Karin Dor als Flitt in die Hände - doch schlimmer noch als Bierdosentrinker Paul Newman benahm sich nun der Friederich: Er gab sich steif wie ein Fels, denn der baumhohe Tscheche war und blieb der Marianne hold.
Heute ist Frederick Stafford die Steilvorlage für Jean Dujardin in den frechen Remakes von "OSS 117" und für Jon Hamm in "Mad Men". Zugegeben, er war ja auch in Hitchs "Topas" nicht ganz so steif wie Blake Carrington.
Dass Darrieux als Oma mit der Stimme von Ruth Maria Kubitschek von Deneuve totgeschlagen werden will, wissen junge Leute von heute.
Die Mama von Deneuve war sie auch davor am "Schauplatz des Verbrechens" mit 80er-Jahre-Minipli und im pastellbunten Rochefort, in dem sie von der Zerstückelung einer anderen Oma eine lustige Moritat von sich gab. Im Krieg sang Mamie Darrieux auch oft und gern für die Deutschen und verriet (unwissentlich) einige Résistancler, was ihr in den 40ern einen Eintrag in der Todesliste von Widerstandskämpfern einbrachte. Sie setzte nach Kriegsende ihre Karriere ungehindert fort, doch die "Nouvelle Vague" konnte dann eigentlich nix mit ihr anfangen - bis dann Kitschprinz François Ozon kam. Nun ist sie wieder eine Dame von Welt.
Spring von einer Brücke, sobald die geladenen Photographen rechtzeitig da sind, zieh dann blank, popp dich hoch und werde nach frühem Dahinscheiden von der Bardot abgelöst. Mar-ti-ne Carol-Carol-Bri-gitte-Bardot-Bardot. Heute nennt man so etwas It-Girl.
Spring von einer Brücke, sobald die geladenen Photographen rechtzeitig da sind, zieh dann blank, popp dich hoch und werde nach frühem Dahinscheiden von der Bardot abgelöst. Mar-ti-ne Carol-Carol-Bri-gitte-Bardot-Bardot. Heute nennt an so etwas It-Girl.
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über Tatort: Borowski und die Frau am Fenster 2011/10/04 01:44:42
„Es gibt kein Wissen vor der Erfahrung.“ Fröhlich wird gemordet. Von Anfang an wie bei "Columbo" dürfen wir die Mörderin kennen: es ist die Tierärztin. Sibylle Canonica ist grandios, wenn sie Tierchen verarztet und Zecken in die Mikrowelle stopft, auf dass sie platzen. Sie pafft Zigaretten und hat den Nachbarn im: Muskulös ist er, tätowiert und einen gewissen Schick beim Zustoßen hat in die neue Musch im Fenster zum Hof. Der "Frau am Fenster" missfällt das und die neue Geliebte wird von der Tierheilerin entsorgt wie ein Vieh - mit Schlachthausstab. Das ist kein Spoiler, denn das alles passiert in den ersten 15 Minuten. Ein Film mit Schauspielgrandezza von vorn bis hinten, wenn die Kekilli nicht wäre.
Dieser "Tatort" glänzt mit Talenten: Klaus Manchen als Dorftrottel, der sich vor der Hex fürchtet. Doch es gibt im "Tatort Kiel" einen Neueinstieg, den die Dramaturgen vergeigt haben, als sie vor einem Jahr die Kekilli als Sarah Brandt eingeführt haben. Borowski erkennt sie nicht mehr und die Autoren klauen zur Anschlussfehler-Einführung von Kekillis Rolle einen Mr.Bean-Sketch: Axel Milberg frisst Sarah Brandt (zuvor stramme Vegatarierin) das Schnitzel weg. Und merkt erst später, dass sein Schnitzel hinter dem Rücken der Kekilli vor sich hin dahindarbt. Mr. Bean halt. Kekilli versaut die Szene mit Posing-Arroganz statt authentischer Verwirrung. Es schmerzt bei all der Schauspielkunst vieler Beteiligter, Sibel Kekilli zu ertragen: sprechen kann sie nicht und ihr Spiel ist steif. Hölzerne Unsympathin, die auf Salander getrimmt worden ist. Genießt in der Mediakthek Talente wie Canonica, Milberg, Borchardt, einen süffisanten Thomas Klügel und zum Schluss eine strahlende Carin C. Tietze. Mit Abstrichen bleibt es ein Schauspielerfilm von Feinsten.
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burkivoll 2011/10/04 02:14:40
Antwort löschen"Geklaut" haben die Autoren noch viel mehr, aber das ist ja hier im Unterschied zum Freiherrn völlig o.k. Ich kenne das Ess-Motiv übrigens aus der Kurzgeschichte "Spaghetti für zwei" von Frederica de Cesco, 1975.
Alle 3 Antworten zeigen
fabel 2011/10/04 19:16:46
Antwort löschenUnd ich hab schon wieder einen TO verpasst; ich glaub, ich sollte mal wieder damit beginnen, Tatort zu schauen.:)
AnnaPe 2011/10/05 01:12:37
Antwort löschenKannst du, Fabel. In der ARD Mediathek. @muchi: Kekilli ist besser aufgehoben bei der Berittenen. Schaißaufhoiallagi (so klingt die Kekilli): Hier ein Zitat aus der BZ: "Zu hölzern, zu uninspiriert - Kekilli wurde in der Auftaktfolge (nur 6,17 Mio. Zuschauer!) regelrecht an die Wand gespielt. Die erste Begegnung der beiden in der Kantine (Borowski futtert Brandt das Essen weg) geriet zum Schauspiel-Desaster für die 31-Jährige. Nichts gegen sparsam eingesetztem Mimik, aber das komische Potential, das in der Szene lag, machte Kekilli durch ihr Unvermögen fast wieder zunichte... hoffentlich wird Sibel Kekilli besser. Ansonsten könnte die Freude über das neue Ermittler-Duo schnell in Ernüchterung umschlagen." Also viel Spaß, fabel.
Muchi
Kommentare 2011/07/06 00:37:19
Ingmar Bergman & Liv Ullmann
Jean-Luc Godard & Anna Karina
Alfred Hitchcock & Grace Kelly
François Truffaut & Claude Jade
Andrzej Wajda & Krystyna Janda
Woody Allen & Diane Keaton
Luis Buñuel & Catherine Deneuve
Pedro Almodóvar & Marisa Paredes
Claude Chabrol & Stéphane Audran
Pier Paolo Pasolini & Silvana Mangano
George Cukor & Katharine Hepburn
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Muchi
über Monica Vitti 2011/04/20 12:47:09
Antonioni holte die talentierte Vitti aus Blödelfilmen in sein Kunstkino und sie wurde zurecht zum Star, zur Ikone. Jahre später finden sich bis auf einige französische Filme nur noch Rollen in dümmlichen Komödien. Schuld am Fall der Vitti trägt der Niedergang des italienischen Kinos in den 70ern.
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über Robert Morley 2011/04/20 12:37:44
Hätten die Köche aus der "Schlemmerorgie" Jahrzehnte früher das Zeitliche segnen müssen, wär uns das wohl lustigste Doppelkinn des angelsächsischen Films nie begegnet. Ein Hoch auf die Fettleibigkeit, gepaart mit nicht in Pfund aufzuwiegendem Talent.
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über Mia Farrow 2011/04/20 12:33:29
Wie böse sich ein hässliches Mädchen zu rächen weiß, musste "Dr. Popaul" Belmondo erfahren. Das hatte nichts mehr von der grazilen Tanniswurz-betäubten Mrs. Woodhouse. Und Mr. Allen hatte auch im wharen Leben bald nichts mehr zu lachen.
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über Laura Dern 2011/04/20 12:30:12
Wenn Lynch sie schreien lässt, ist das unglaublich hässlich anzuschauen. Aber wegschauen kann man dann auch wieder nicht.
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Muchi
über Boris Karloff 2011/04/20 12:23:35
Karloff war ein Gentleman: höflich, bescheiden und freundlich. Der Beweis, dass Image nicht alles ist.Und was für ein Image.
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über Jean Poiret 2011/04/20 12:11:04
Seinen Freund Serrault schrieb in einen Narrenkäfig hinein und er selbst ist als zynischer Inspektor Lavardin kein Kind von Traurigkeit, solange die Spiegeleier korrekt zubereitet sind.
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über Jean-Claude Brialy 2011/04/20 11:24:57
Vom desperaten Nackriegsjungmann bei Chabrol ist er eines der wichtigsten Gesichter der Neuen Welle. Ihm gelingt der Reifungsprozess zum zynischen Verächter und frechen Spötter und inkarniert perfekt den Snob.
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über Bernard Blier 2011/04/20 11:19:20
Als Liebhaber ungeeignet, als Schleusenwärter ein heiliges Monster. Seine bloße Präsenz kann auch einen mittelprächtigen Film veredeln.
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doctorgonzo 2011/04/20 12:05:03
Antwort löschenBleibt mir unvergessen als Komissar in "Camouflage"!
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über Folco Lulli 2011/04/20 11:14:14
Dass Lulli sich mal einen Namen als Fußballspieler gemacht hat, mag man nicht glauben, wenn der plumpderbe Piero sein Nitroglyzerin fährt. Von den Dicken des Kinos einer der besten.
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über Albert Finney 2011/04/20 11:06:58
Der zornige junge Mann hat mit seinem Lächeln den Spülsteinrealismus des Free Cinema zum Leuchten gebracht. Einer der wichtigsten Rebellen des Kinos.
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doctorgonzo 2011/04/20 12:05:40
Antwort löschenSpülsteinrealismus? Die Vokabel werd ich klauen!
Marene 2011/04/21 13:58:50
Antwort löschen:-)
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über Donald Pleasence 2011/04/20 11:03:14
Inbegriff des schmierigen Biedermanns, zumeist auf der Seite des Bösen. Und in einer seiner wenigen Hauptrollen lustig anzuschauen, wenn er als George Babykleidung trägt und sich von Teresa schminken lässt.
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doctorgonzo 2011/04/20 11:21:14
Antwort löschenAußerdem der perfekte Dr. Blofeld!
Alo 2011/04/20 13:16:07
Antwort löschender perfekte Katzenhalter
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über Gena Rowlands 2011/04/20 11:00:13
Die filmische Entsprechung des Wortes Präzision
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über Shelley Winters 2011/04/20 02:56:33
Ihre cineatisch wichtigsten Filmrollen überlebt eines der begabtesten Goldstücke Hollywoods nicht: Ihr Wallehaar im See bei Laughton, das Stelldichein mit Monty Clift in der unerreichten Vorlage zu Woody Allens "Match Point". Das stärkt - und so muss dann selbst Sue "Who" Lyons als Lolita im Star-Olymp an ihr scheitern. Als Unsterbliche entgeht sie dann doch unbeschadet dem Gemetzel in einem feinen Neowestern: in "The Scalphunters" von einem Afroindianer frisiert, nimmt sie statt 'nem Cowboy auch schon mal 'nen Häu-häuptling als Mann.
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Muchi
über Jack Elam 2011/04/20 02:15:29
Wer noch einmal Marty Feldman als den obersten König der Glubschaugen krönt, den besuch ich und beschmeiß ihn mit Lehm. Denn viel kauziger ist dieser ehemalige MGM-Buchhalter (sic!)
Ja, auch ein Moviepilot braucht mal Hilfe.
p.s. Boa, die Bilder neben dem Text sind echt finster.
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doctorgonzo 2011/04/20 10:31:24
Antwort löschenDas ist der Doktor aus "Auf dem Highway ist die Hölle los"... Cool. Trotzdem find ich Feldman insgesamt lustiger!
Muchi 2011/04/20 11:21:19
Antwort löschenLustiger, keine Frage, ist Feldman ohnehin.
Muchi
über Frederick Stafford 2011/04/20 02:05:01
Schlimmer Aufstieg mit Kriegsfilmchen, bis dann Meister Hitchcock kam: Der reichte ihm Dany Robin als Weib, Claude Jade als Tochter und Karin Dor als Flitt in die Hände - doch schlimmer noch als Bierdosentrinker Paul Newman benahm sich nun der Friederich: Er gab sich steif wie ein Fels, denn der baumhohe Tscheche war und blieb der Marianne hold.
Heute ist Frederick Stafford die Steilvorlage für Jean Dujardin in den frechen Remakes von "OSS 117" und für Jon Hamm in "Mad Men". Zugegeben, er war ja auch in Hitchs "Topas" nicht ganz so steif wie Blake Carrington.
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Muchi
über Danielle Darrieux 2011/04/20 01:35:29
Dass Darrieux als Oma mit der Stimme von Ruth Maria Kubitschek von Deneuve totgeschlagen werden will, wissen junge Leute von heute.
Die Mama von Deneuve war sie auch davor am "Schauplatz des Verbrechens" mit 80er-Jahre-Minipli und im pastellbunten Rochefort, in dem sie von der Zerstückelung einer anderen Oma eine lustige Moritat von sich gab. Im Krieg sang Mamie Darrieux auch oft und gern für die Deutschen und verriet (unwissentlich) einige Résistancler, was ihr in den 40ern einen Eintrag in der Todesliste von Widerstandskämpfern einbrachte. Sie setzte nach Kriegsende ihre Karriere ungehindert fort, doch die "Nouvelle Vague" konnte dann eigentlich nix mit ihr anfangen - bis dann Kitschprinz François Ozon kam. Nun ist sie wieder eine Dame von Welt.
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Muchi
über Martine Carol 2011/04/20 01:22:20
Spring von einer Brücke, sobald die geladenen Photographen rechtzeitig da sind, zieh dann blank, popp dich hoch und werde nach frühem Dahinscheiden von der Bardot abgelöst. Mar-ti-ne Carol-Carol-Bri-gitte-Bardot-Bardot. Heute nennt man so etwas It-Girl.
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Muchi
über Martine Carol 2011/04/20 01:20:59
Spring von einer Brücke, sobald die geladenen Photographen rechtzeitig da sind, zieh dann blank, popp dich hoch und werde nach frühem Dahinscheiden von der Bardot abgelöst. Mar-ti-ne Carol-Carol-Bri-gitte-Bardot-Bardot. Heute nennt an so etwas It-Girl.
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