Punsha

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Punsha aus Jena heißt Lars R, ist 20 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1261 Filme bewertet und legendäre 874 Kommentare geschrieben. Mehr


Gästebuch

Timo K.

Beruhig' dich: Auch hoffi empfand den enttäuschend (5.5).^^ Großer Haufen Schwachsinn, bei dem keine, absolut keine (!) Außenaufnahme, die sich vom Zug wegbewegt, aufgrund des CGI-Filters anschaubar ist. Deshalb schwankt der Film bedächtig zwischen Asylum-Produktion und einem Videospiel für die Ps1 aus den 90ern. Auch inhaltlich. Alles tausendmal gesehen. Die anderen empfohlenen Werke des Regisseurs werde ich mir noch geben, eines Tages.

hoffman587

Du hast die Aufnahme von Tele 5 gesehen, oder? | Was natürlich zählt, ist natürlich, dass von der Serie nichts verloren geht. Da darf der Film unter diesen Umständen dann auch gerne schlechter bewertet werden. :-P
Ich habe es auch noch nie geschafft den Film nach der Serie zu sehen, ich habe mir aber sagen lassen, dass man, wenn man das tut, noch einige interessante Parallelen (und Verweise vom Film auf die Serie) findet.
Ich bin ja auch kein großer Fan des Films, auch wenn er die gesamte Zeit so eine eigentümliche traumartige Atmosphäre aufweist und er einige wirklich gelungene Einzelmomente zu bieten hat, wie der explosierende Fernseher (ein herrliches Augenzwinkern hin zur Serie), David Bowies Auftritt (besonders eindrucksvoll der Wechsel von Realität zu Traum), diese verstörende Szene mit Laura und Leland im Auto und das doch harmonische Ende. Laura als lebende Person finde ich aber auch enervierend, auch wenn ich es immer etwas zynisch fand, das so zu begründen wie du, wenngleich ich dir recht gebe.^^

hoffman587

War doch besser erst die Serie (die du ja vollständig gesehen hattest, oder?) und dann den Film, auch wenn der dich scheinbar alles andere als begeistern konnte, zu sehen, oder nicht?;)

_Garfield

Ich hatte jetzt nicht mit nem Spiefilm gerechnet. Dachte lediglich, der würde schon ne halbe Stunde lang sein. Ist aber auch egal. Ist so oder so schön sowas in Angriff zu nehmen. | Ich dachte du magst keine Likes, bzw. das System dahinter.

_Garfield

Tut mir leid, bei Schnittprogrammen habe ich leider gar keine Ahnung. Und auch generell frage ich aus Neugierde und nicht weil ich von irgendetwas eine Ahnung habe ^^. Zehn Minuten ist dann doch kürzer als ich zunächst dachte. Wie lange hocktst du jetzt an dem Projekt? | Natürlich. Aber manchmal hat man nichts zu sagen, sei es weil man nicht in der Stimmung für eine Diskussion ist oder weil man in allen Punkten übereinstimmt - dann ist das Like eine praktische Meldung, dass man den Text gelesen und gemocht hat.

_Garfield

Spannende Details eines Nachwuchsfilmemachers. ^^ Die Option jedem die Möglichkeit zu geben, sich zu verwirklichen, klingt tatsächlich am sinnvollsten. Was ich außerdem noch wissen wollte: Arbeitest du vornehmlich mit Stativ oder ohne? Hast du Beleuchtung oder nutzt du nur natürliche Lichtquellen? Welches Schnittprogramm benutzt du? Und wie handhabst du das mit dem Soundtrack, Score, Sound? Hoffe ich löchere dich nicht zu sehr. | Stimmt schon. Aber es will wohl auch jeder (auch du und ich) die Bestätigung gelesen zu werden und im Idealfall auch gerne gelesen zu werden. Ansonsten ginge man ja nicht mit seinem Geschreibsel an die Öffentlichkeit. | Davon halte ich auch nichts. Thesen als Ausgangslage zu nehmen, verwehren ja nur weiteren Ansatzpunkten diskutiert zu werden.

_Garfield

Was hast du denn für Equipment? Und wie viele Leute seit ihr? Wenn dein erstes Projekt noch nicht so ist, wie du es dir vorgestellt hast, stehst du glaube ich nur in der Tradition vieler anderer Filmemacher, die später die Hütte gerockt haben. | Was meinst du? Es gibt zu viele Texte und deren Formulierung erschwert einen unkomplizierten Austausch? | Ich stelle glücklicerweise einen Vergleich zu "12 Years a Slave" an (Whipping scene mit Mandingo Fight), der deutlich bodenständiger ist (natürlich) und überhaupt ein ziemlich guter, präziser und vor allem authentischer Film ist. Ich hatte sowieso das Glück dieses Semester eine tolle Dozentin aus den USA in einem multimedialen Seminar (erst Literatur, dann Filme) zu haben.

_Garfield

"The Place Beyond the Pines": Ja, sehr toll. Hast nicht zu viel versprochen. Große Bilder, überragende Darsteller (Cooper!). Die Verfolgungsjagd war einfach superb, kam richtig dynamisch rüber, wohl einfach aus dem simplen Grund, dass die wirklich so schnell gefahren sind. Das sah zumindest nicht getrickst aus. Mir gefiel außerdem der Bogen von einem Bankräuber bis zur politischen Elite Amerikas, die Serpico-Anleihen wenn es um die Korruption bei den Bullen geht und wie moralisch doppelbödig die Figuren konstruiert sind. In dem Moment, in dem Cooper das gestohlene Geld von Gosling zunächst angenommen hat, war er kein Deut besser als dieser - mit der Ausnahme eine Medal of Honor um den Hals zu tragen und mit einem Mord davonzukommen. Die Gosling-Familie hat echt nur auf die Fresse bekommen (im wahrsten Sinne des Wortes), umso schöner, dass die folgende Generation schließlich den Kreislauf der Gewalt durchbricht und mit dem Motorrad gen Horizont rast (und dann Bon Iver <3). Ich habe ihn allerdings im O-Ton geschaut und einige Dinge nicht richtig verstanden. Das Genuschel und die leise Tonabmischung haben es mir echt schwer gemacht, denn in der Regel ist Englisch nicht meine Schwäche. Mit Cooper's Sohn bin ich als Figur zudem nicht ganz so warm geworden. Dafür hat Mendes Mut zur Hässlichkeit gezeigt und die Älterungsprozesse der Figuren waren angenehm nuanciert. Ich finde außerdem nicht - wie in einer diversen Kritik auf dieser Seite behauptet ;) - dass der Film Vererbungsklischees propagiert (nach dem Motto: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm). Sowohl Gosling's Sohn schien mir eher auf dem Weg zu sein, aus der ganzen Geschichte auszusteigen, statt eine kriminelle Karriere zu beginnen und Cooper's Sohn (die letzten Blicke auf den gefeierten Vater) erschienen mir auch nicht wie der hörige Sohnemann, der in die Fußstapfen seines Vaters treten wird. Just my 2 cents.

"Somewhere": Der Film war wie Urlaub für mich. Manchmal passt Situation und Film einfach perfekt zusammen (alleine diese Variablen zeigen, dass Bewertungen hinfällige Momentaufnahmen sind.) So ähnlich kann man tatsächlich drehen, obwohl ich immer denke, dass man sich zuviele Gedanken um die Außenwirkung macht (einfach weil man hier aus kritischer, sprich konsumierender Sicht Filme erlebt). Wenn du dich selber filmisch verwirklichst, kann daran ja nichts falsch sein. Dann ist es eben prätentiös oder langweilig. Das klingt blöd: aber wenn man die Seele eines Künstlers spürt, ist das für mich unheimlich viel wert ("Antichrist" und von Trier z.B.). Ich will nicht, dass mir jemand zuzwinkert, Fan-Service betreibt und versucht meinen Ansprüchen gerecht zu werden (schreibe gerade eine Hausarbeit über Gewalt in "Django Unchained" und muss sagen, dass es in diesem Fall auch auf Tarantino zutrifft). Aber ich schweife ab, ich stimme dir zu, auch dass Punkte blöd sind. Trotzdem helfen sie Sichtungen zu sortieren. Außerdem schreiben ja nicht umsonst so viele Leute hier Texte über ihre Erlebnisse.

_Garfield

Das ist ja lieb. Weiß nur nicht was ich mit der Information anfangen soll. Trotzdem nett von dir mich Outsider auf dem Laufenden zu halten. :)

_Garfield

Das mit dem Lesen war eigentlich ausschließlich auf deine realen Filmprojekte bezogen, dass du hier sowieso wenig zu Filmen schreibst, daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Und auch das mit dem Feedback war generell, kann verstehen, wenn du erst ein fertiges Produkt präsentieren möchtest (bin schon gespannt, falls ich es denn je zu sehen bekomme). | Momentan bin ich erstmal auf BA-Kurs und anschließend irgendwas mit Medien. Aber eigene Filmprojekte und Schriftstellerei sind ja auch noch Sachen, die ich immer wieder in Angriff nehme. Nächstes Semester drehen wir z.B. für einen Medienkurs einen Kurzfilm. Da das aber der gesamte Kurs gemeinsam machen wird, werde ich mich gleich mehrfach unterordnen müssen, was meine Motivation momentan etwas in Grenzen hält. Zu viele Kompromisse machen selten einen guten Film, auch wenn es in diesem Fall natürlich nicht anders geht. Dein Projekt hört sich momentan nach der guten alten Petzold-Schule an (von wegen etwas "Simples"). Wäre auch mein erster Ansatzpunkt, wenngleich Lynch'esker (richtig geschrieben?) Kram zum Experimentieren bestimmt auch was taugt.


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