Punsha

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Punsha aus Jena heißt Lars R, ist 20 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1327 Filme bewertet und legendäre 831 Kommentare geschrieben. Mehr


Gästebucheinträge

  • Wenn du die DVD zur Verfügung stehen hast, schau dir noch das Making of zum Film an. Das gibt nochmal ein bisschen Klarheit. Zu deiner Frage: Ich denke nur ersteres trifft zu und mit dem gescheiterten Versuch des Geschlechtsverkehrs wird ihr bewusst, dass sie den Menschen niemals in seiner Gänze wird erfassen, wichtiger noch: erfühlen können. Das zerstört sie, der Waldheini versinnbildlicht das für mich nur.

    Ich würde ihn gerne so feiern, mag ihn auch sehr. Mich hat leider die Studioatmosphäre während des Sturmes etwas gestört und wusste nicht so sehr, was ich aus dem Film sonst noch ziehen sollte (was womöglich mehrheitlich ein Problem meiner Herangehensweise an Film per se ist). Ich habe mich jedoch keine Sekunde gelangweilt und werde ihn sicherlich ein weiteres Mal sehen.

    Doch, aber Julio Sacchi z.B. wurde mir vorhin beim Texte-Stöbern auch nicht als solcher gelistet. Bug schätze ich.

    • Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich über den roten Kreis neben "Under the Skin" gefreut habe - irgendwelche ersten Eindrücke?

      • Das hätte ich dir auch nicht zugetraut ;) kannte deinen Namen nur schon länger und ging irgendwie immer davon aus, dass wir befreundet wären. :D

        • Hallo!
          Habe schon hier auf MP schon so viel von Dir gelesen, eine Freundschaftsanfrage ist wirklich mal fällig. Würde mich freuen, Dich künftig auf meinem Dashboard zu haben!
          Viele Grüße,
          S.

          • Dafür ist der Satz aber echt schön geworden! Klingt wie von einem ehemaligen Filmmeister, der nun seine Memoiren herausbringt. :D

            • Hm, so absolut würde ich das aber nicht unbedingt generealisieren wollen. Aus einer sicherlich kleineren, "zusammengepferchten" Perspektive heraus machen Kurzfilme auch nur das, was Spielfilme künstlerisch übersetzen: die Essenz von Geschichten verdichten, zusammenfalten und die richtigen Schalter drücken, um auf einen bestimmten dramaturgischen Punkt zuzulaufen. Ich finde, das nimmt sich hinsichtlich der Erzählmechanik nicht viel, obwohl Spielfilme selbstverständlich mehr Zeit haben. Darin besteht wiederum die Herausforderung des Kurzfilms - er muss präzise sein, unheimlich präzise, und er muss die richtigen Bilder treffen. Die besten Kurzfilme, zum Beispiel von Chris Marker (AM RANDE DES ROLLFELDS), Alain Resnais (NACHT UND NEBEL), Tim Burton (VINCENT) Maya Deren (AT LAND) und von Luis Buñuel (DAS GOLDENE ZEITALTER), beweisen im Gegenzug, dass sich dies mit einer vielschichtigen, herausfordernden Geschichte nicht beißen muss, die vielleicht gerade aufgrund des Formates "nur" auf einer abstrakten, weitergedachten Ebene funktioniert. Deshalb empfinde ich Kurzfilme, manchmal (!), folglich als wesentlich "offener" und deutungsnaher als in sich verschlossene Spielfilme. (Wenngleich mir noch viele berühmte Kandidaten fehlen, aber dafür gibt's ja YouTube.)

              Die neueren (Oscar-)Kurzfilme halte ich hingegen längst auf Abstand - is' halt Oscarmaterial, und da gelten andere Regeln.^^

              • Der BOSS ist auch sehr vergnüglich; hab' ich ebenfalls auf Arte irgendwann dieses Jahr (oder vorheriges?) gesehen. Mir fehlt noch ein bisschen was von LvT - darunter die prominenten Vertreter DANCER IN THE DARK und DOGVILLE (letzteren besitze ich jedoch). Neben der Serie GEISTER. Ich überlege, ob ich mir die Trilogie noch zulege. Dadurch, dass mir der erste Teil durchaus gemundet hat und der Preis in der Tat günstig ist. Schade, dass sich Arte auf THE ELEMENTS OF CRIME beschränkt.

                Ich auch nicht. Ich habe STALKER nie in Gänze gesehen - oder zumindest erinnere ich mich nicht daran. Der Vergleich fällt trotzdem häufiger. Schlussendlich hat mir vor allem ein emotionales Zentrum gefehlt, was eine der größten Stärken des von-Trier-Kinos ist.

                Ich kann dir an dieser Stelle seine experimentellen Kurzfilme empfehlen. Drei davon sind auf MP eingetragen (siehe mein Profil) und auf YouTube zu sehen. Ganz gutes Zeug dabei, wenn man bedenkt, dass der Däne beim Entstehungsprozess 11-14 Jahre jung war.

                Jaaa, die Zeilen haben sich mir ebenso eingebrannt. Kühlschranktür-verdächtig in Form eines Stickers. :D

                • Dazu kommt kein Text mehr; ich denke, der Film ist hier ganz gut abgedeckt. Ich habe deine für dich ungewöhnlich hohe Punktevergabe gesehen und mich gefreut, dass dir der Film scheinbar derart viel gegeben hat. Ich wünschte, ich hätte Ähnliches darin gesehen. Mir hat das Bildnerische des Films ausgesprochen gut gefallen - für mein Empfinden trugen die Film-Noir-Assoziationen einer verfallenen Zivilisation (auch an NAKED LUNCH musste ich öfters denken) den Film eher als der, nun ja, konventionell angehauchte Krimiüberbau. Am meisten mochte ich die für von Trier typisch sexuell aufgeladenen Morbiditäten: beispielweise die Szene, in der Fisher seine asiatische Gefährtin Kim auf der Motorhaube nimmt. Spontan, mit einem lässigen Kommentar. Wunderbar. Aber ich glaube, wir unterschieden uns in der Hinsicht. Denn der gereifte, emotional(ere) LvT (vorher kam auf Arte BREAKING THE WAVES, einer meiner Lieblinge von ihm) ist mir in der Summe doch lieber.

                  • Hm, verstehe, was ich aber dabei nicht ganz nachvollziehen kann, ist wieso du nicht den scheinbar sehr dicht an der Vorlage bleibenden FAUST von Peter Gorski aus 1960 nimmst auf der einen Seite als strenge Adaption und auf der anderen Seite für die eher lose Adaption Sokurovs Faustfilm (den du wie ich schätze sowieso schon für diese Position angepeilt hattest?) oder eben den Murnau? Das würde doch auch hinhauen, oder?

                    • Dann interessiert mich jetzt natürlich noch, weshalb du das genau erfahren wolltest und wieso du dir diese bestimmte Antwort gewünscht hast? Da muss doch irgendetwas bestimmtes dahinterstecken? ;)

                      P.S: Da ich vor kurzem gesehen habe in Timos Gästebuch, dass du dir Triers GEISTER zulegen willst, es vielleicht schon getan hast, es vielleicht noch nicht getan hast, möchte ich dich darauf hinweisen, dass Arte demnächst die Serie auch wieder ausstrahlt, sofern du es nicht schon selbst erfahren hast.