Sandsturm - Sandsturms Kommentare zu Filmen

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Sandsturm
über 2001 - Odyssee im Weltraum

10.0Lieblingsfilm

Ich habe ihn ca. 7 - 10 mal gesehen. Das erste mal vor ca. 30 Jahren auf einem relativ kleinen Farbfernseher, danach auf einem noch kleineren Farbfernseher und ich war mäßig begeistert.

Im Jahr 2001 schaute ich ihn mir bei der Wiederaufführung im Kino an und war ob der Bildqualität perplex. Zudem war seitdem viel Zeit vergangen und bereits die Weitsicht zu erkennen, die den Film ausmacht. Die Perfektion in Bezug auf Details, Kameraführung und Bildgestaltung kam auf der großen Leinwand voll zur Geltung - kein Vergleich zu meinen vorigen "Sichtungen" im Mäusekinoformat.

Je öfter man den Film sieht und je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird seine Eigenschaft als bahnbrechender Meilenstein, wobei er nach wie vor ein geniales Alleinstellungsmerkmal aufweist.

Seine Langsamkeit ermöglicht auf der anderen Seite den Genuss der wunderbaren Kameraeinstellungen und der Schönheit der Szenerien (man könnte den Film zu jeder beliebigen Sekunde anhalten, das Bild ausdrucken und an die Wand hängen) als auch ein Nachgrübeln über das Geschehen schon während der Betrachtung des Films.

Man sollte die heutigen Möglichkeiten nutzen, Filme auch zuhause auf großen Bildschirmen anschauen zu können. Ich besaß den Film als DVD als Teil eine Stanley Kubrick-Box und habe dennoch neulich eine Blue Ray-Disc von dem Film gekauft - und wieder hat es sich gelohnt. Aber schon kam mir unser 40-Zoll-TV wieder zu klein vor …

Sollte er mal wieder im Kino kommen werde ich dabei sein.

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Sandsturm
über Shutter Island

10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Tolle Story, schöne Bilder, super Schauspieler.

Ich habe ihn mir am nächstenTag gleich ein zweites Mal angeschaut - wer ihn gesehen hat weiß warum.

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Sandsturm
Kommentare

Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, ist bald 32 Jahre alt - quasi eine Generation. Ich saß damals mit aufgerissenen Augen im Kino und war hin und weg. Den Film kann ich immer noch einmal im Jahr anschauen ohne gelangweilt zu sein. Alle folgenden Folgen empfand ich als zunehmend schlechter. Der erste Teil hatte natürlich den Vorteil des komplett Neuen.
Warum sollte ein Prequel nicht gut werden? Die Warnungen an Scott hier, es nicht zu "versauen", sind einfach niedlich. Auch wüsste ich nicht, warum 3D ein Hinderungsgrund für gute Qualität sein sollte.
Hier hört man ja jetzt schon die in Zukunft erscheinenden schlechten Rezessionen über einen Film heraus, dessen Dreh noch gar nicht begonnen hat.

Locker bleiben und unvoreingenommen abwarten, was der Film zu bieten haben wird.

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Sandsturm
über Der schweigende Stern

5.0Geht so

Im Vergleich zur Buchvorlage "Die Astronauten" von Stanislaw Lem ist der Film nur ein Abklatsch, der die Spannung und Atmosphäre des Buches in keiner Weise zu vermitteln mag.

Die Dialoge und Handlungen wirken dagegen ziemlich alben, obwohl sie wohl das Gegenteil vermitteln sollen (nimmt man das Buch zum Vergleich) - selbst unter Berücksichtigung des Entstehungsjahres. Allerdings sind die Kulissen oder insbesondere die Venusrover fast schon wieder ein Brüller, als hätte man Mini-Plastemobile bzw. -modelle mit dem Makrobjektiv aufgenommen. Sogar flüssige Plaste ist mit von der Partie ;-)

Auch beispielsweise die spontanen Interviews der Astronauten sind die Härte, was dem Film doch manch ulkige bis lustige Note verleiht, wenn auch völlig realitätsfern.

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Sandsturm
über Pandorum

3.0Schwach

Billigstes B-Movie mit Anleihen aus B-Zombiefilmen. Allein das Ende überrascht und hat was - leider muss man sich durch zähnefletschende Pseudomonster quälen dass es mich fast juckt, es zu verraten. ;-)

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Sandsturm
über Inception

10.0Herausragend

Was für ein fesselnder Film! Eine Reise in immer tiefere Schichten der Träume und schließlich des Unterbewusstseins mit entsprechenden Wahrnehmungen und Zeitgefühlen. Anfangs zwar etwas verwirrend aber mit der Zeit wird einem die jeweilige Situation immer bewusster. Musik, Schauspieler, Regie und Schnitt sind spitze. Klasse Mischung aus Action, Spannung, Überraschungen und Gefühlen. Je tiefer die Träume desto surrealer die Welt - toll umgesetzt. Der Film lässt die Traumfabrik Hollywood endlich mal wieder in hellem Licht beim Wort nehmen (Warnerbros zählt doch zu Hollywood?).

Das dürfte ein Klassiker werden. Ich bin übrigens nicht gehypt, da ich auf den Film erst vor 2 Wochen durch ein Plakat aufmerksam wurde (das mit den Straßen am Himmel).

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Sandsturm
Kommentare

"Wünschenswerter wäre es, wenn James Cameron und seine Avatar – Aufbruch nach Pandora DVD dies auf ehrlichem und Fan-freundlichem Wege erreicht hätte."

Wie bitte? Ehrlicher und Fan-freundlicher geht es doch gar nicht. Jedem war bekannt, dass die jetzigen Veröffentlichungen keine Extras haben. Wer ein paar Minuten Extras will oder ein Making Of, kann ja warten. Und die Qualität der Blu-ray ist ja wohl unerreicht.

Hauptsache mal wieder meckern ...

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Sandsturm

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Ja aber - soviel Selbstbeherrschung sollte man schon aufbringen ;-) Ich glaube eher, dass eine weitere 2D-Version, nur mit Making Ofs und ein paar Minuten mehr ausgestattet, nicht nochmals massenhaft gekauft wird. Ich glaube, sehr viele vermissen die nicht vorhandenen Extras kaum, denn der Film ist das Ziel.

Selbst eine 3D-Version dürfte enorme Absatzschwierigkeiten haben denn wer hat jetzt schon ein 3D-Equipment - praktisch niemand.


okami6

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Längere Filmfassungen halte ich im Grunde für interessant, Making off's habe ich mir vor langer Zeit abgewöhnt, nimmt es einigen Filmen doch etwas an Magie. 3D im Heimbereich muß sich erst noch beweisen, eine gute HD-Abtastung bietet meist aber auch eine gute Platizität.


Sandsturm
über Nosferatu - Phantom der Nacht

10.0Herausragend

Einer meiner Lieblingsfilme. Faszinierend atmospärischer Film, perfekter Klaus Kinski als auch Bruno Ganz. Tolle Bilder.

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Sandsturm
über Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

10.0Herausragend

Perfekt! Alleine die kalte Atmosphäre des Raumschiffs und die noch kältere Uratmosphäre des Planeten und erst recht die des dortigen Raumschiffs ...

Gefühlte tausendmal danach imitiert und nie annähernd erreicht. Als der Film in die Kinos kam saß ich mit offenem Mund um Sessel und selbst heute noch fasziniert mich der Film auf dem TV-Screen.

Witzig allerdings, dass in der fernen Zukunft im Film noch Röhrenmonitore in Gebrauch sind ;-) Dar war Kubrick bei seinem 2001, das er 13 Jahre früher gedreht hat, besser: iPads!

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Sandsturm
über Mr. and Mrs. Iyer - Zwei Fremde

8.0Ausgezeichnet

Sehr beeindruckender Film über Indien, seine verschiedenen Volksgruppe, Sprachen, Landschaften und seine Menschen, verpackt in eine spannende Geschichte abseits vom Bollywoodstream und somit ohne Tanzeinlagen ;-) - obwohl er manchmal als Bollywoodblockbuster geführt wird, was völlig daneben liegt.

Ich habe ihn in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gesehen.

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Sandsturm
über Takeshi Kitanos Dolls

10.0Herausragend

Ein wunderschöner Film. Herrliche Bilder, eine hinreißende Erzählung parallel und verzahnt ablaufender sich gleichender Geschichten - einfach traumhaft. Und schöne Musik!

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Sandsturm
über Barry Lyndon

10.0Lieblingsfilm

Sollte der Film mal wieder auf der großen Leinwand gezeigt werden, muss ich unbedingt hin.

Grandiose Bild- und Musikkompositionen (bzw. Kompositionen zwischen seinen Einstellungen und bereits komponierter Musik), tolle Dialoge und Charakterdarstellungen. Das Besondere ist für mich ein Spannungsbogen, der eigentlich kein Bogen ist sondern eine Gerade, langsam aber stetig ansteigend. Bilder flach wie Gemälde, das war Kubricks Ziel und er hat es erreicht: Fast in jedem Moment könnte man den Film anhalten und das Bild in ein Geschichtsbuch drucken oder gar groß aufhängen.

Für mich unvergesslich die Szenen, als Lady Lyndon nach dem Pokerspiel (mit phantastischem Mimenspiel) auf die Terrasse geht und dort wartet ... Ebenso das Duell in dem großen leeren Schuppen ... grandios!

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Sandsturm
über Uhrwerk Orange

10.0Herausragend

Ein Meisterwerk schlechthin.

Als ich den Film vor mindestens 2 Jahrzehnten das erste Mal sah, war ich schockiert ob der Brutalo-Orgien ausgehend von der Milchbar zu Beginn des Films und konnte nicht so recht glauben, dass es derart irre herumstreunende Gangs gibt. Heute bin ich eines Besseren belehrt. Das nur nebenbei.

Schnitt, Bildauswahl, Dialoge, Musik, Story: Alles vom Feinsten aber schockierend und aufwühlend.

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Sandsturm
über Avatar - Aufbruch nach Pandora

9.5Herausragend

Avatar ist einer der wenigen Filme, die mich mehrmals in's Kino gesogen haben. (Viele Filme auf DVD habe ich zu Hause schon viel öfters gesehen)

Die Bilder sind perfekt komponiert und bis in die letzte Hintergrundecke mit Details aufgefüllt, das betrifft sowohl die Ausstattung als auch die Aktionen, vieles davon wird selbst an großen TV's in HD-Auflösung untergehen.

Die Animationen sind als solche nicht mehr zu erkennen. Die relative glatte Haut der Ureinwohner könnte man noch als Tributzoll an die Technik werten, betrachtet man jedoch die Flugdrachen erweist sich dies als Irrtum, da sich bei ihnen die Hautfalten um so mehr zeigen und die Flügelenden im Wind flattern wie es realistischer nicht sein könnte. Auch die Bewegungen und Emotionen von Na'Vi und Tier sind so klar und unmittelbar umgesetzt wie man es oft nur im Traum erlebt.

Bei den Ureinwohnern habe ich den Eindruck, Cameron habe ein bisschen bei Anime-Filmen Unterricht genommen. Glatte Haut, dafür große Augen, die wiederum einzigartig echt animiert sind und durch ihre Größe umso mehr an Emotionen zu wecken scheinen.

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Wer den Film wirklich noch nicht gesehen haben und dies hier auch noch lesen sollte und den Inhalt auch noch von niemandem erzählt bekommen haben sollte ;-) möge nicht weiterlesen, um die Spannung nicht zu nehmen.
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Die Story basiert auf dem leider nach wie vor ungebremsten Run nach Bodenschätzen unter Zuhilfenahme imperialistischer Angriffe des Militärs auf Kosten der Umwelt. Sie wird mit einer zuvor so noch nicht erzählten und spannenden Avatar-Thematik gewürzt. Das sich Anpassen an fremde Organismen respektive Außerirdische durch Genmix, um dadurch mit ihnen in Kontakt treten und sie besser verstehen zu können, ist beeindruckend. Das Hineingezogenwerden der Avataroperateure in die neue Welt und in die Lebensweise führt insbesondere beim Hautpakteur zu immer mehr Selbstzweifeln, zumal ihm sein neuer Körper zusätzlich wieder die Fähigkeit verleiht, seine Verletzungen hinter sich zu lassen. Er vernachlässigt seinen realen Körper immer mehr, weigert ich wie ein kleines computerspielsüchtiges Kind zu essen und zu duschen, um möglichst rasch wieder in seinen Avatar schlüpfen zu können.

Ihre brutale Abhängigkeit durch die Technik wird vom Militär ausgenutzt, indem einfach für den Zuschauer zu unvorhersehbaren Zeitpunkten der Stecker gezogen wird - was für Überraschungsmomente und Spannung sorgt.

Glück hat der Hautdarsteller, dass der Mond einem allumfassenden lebenden Organismus gleicht und ihm letztlich die Möglichkeit bietet, seine Seele komplett in seinen Avatar überzusiedeln, nachdem dieser - offensichtlich intelligente - Organismus (der niemanden bevorzugt und nur auf das Gleichgewicht des Lebens achtet, was schon als Absage an Religionen gewertet werden kann) die ganze Zeit vorhersehend in das Geschehen eingegriffen hat.
Die Farbenpracht halte ich für alles andere als kitschig sondern im Gegenteil als wunderschön - eine wirkliche Blaupause für Farbenlehre. Kitsch wäre Plastik, pink, zusammenhanglose Zurschaustellung von Gerümpel ect. Das Gegenteil ist in Avatar der Fall.

Ich denke, viele können mit der tiefen Mystik und der Spiritualität, den die Bewohner des Mondes leben, einfach nichts anfangen bzw. werden davon nicht angesprochen oder sogar davon abgestoßen - es ist halt nicht ein Film für alle.

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Sandsturm
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Also wenn Avatar keine philosophischen und humanistisch-ethischen Probleme erörtert weiß ich auch nicht mehr weiter.
Und ja, der geniale Lem, seine kopflosen Großschreiter aus Fiakso kommen schließlich auch vor ;-) Seine beiden verfilmten Solarisversionen mochte er gar nicht. Jedoch tauchen in Avatar die u.a. von ihm mehrmals auftauchenden globalen Lebewesen auf: Pandora ist ja eine derartige Welt, in der Flora und Fauna zu einem großen Ganzen zusammenrücken.

Unter der Decke des Blockbusters tummeln sich in Avatar sehr viele tiefgehende Betrachtungen. Auch das sich Verlieren in schönen, bunten Welten via Avatar wurde interessant umgesetzt: Das reale Leben wird derart uninteressant, dass auf Waschen, Rasieren und gar auf die Mahlzeiten am liebsten verzichtet würde, um so schnell wie möglich wieder in die "bessere" Welt einzutauchen. Vielen Leuten geht das vor Computerspielen heute schon so und es wird sich mit mehr Realismus noch verstärken.

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Anastasius

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Eine Idee von Lem in einen Film aufzubauen, macht noch lang kein Lem-Werk daraus. Genausowenig hatte Lem was mit den Verfilmungen seines Solaris zu tun. Es kommt nicht nur darauf an, WAs man erzählt, sondern vor allem, WIE man es erzählt. Und auch so gesehen kann man Avatar wieder sämtliches vorwerfen.

Der zweite Absatz beschreibt einen Aspekt, der mit meiner Kritik an Avatar nur entfernt etwas zu tun hat.

P.S. Schön, dass dir deine eigenen Kommentare gefallen ;D


Sandsturm

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Natürlich macht keine einzelnes Element aus einem Lem-Buch aus dem Film einen Lem-Film - das wäre ja einfach. Das war doch nur ein Wink von mir. Wenn ich schrieb, Lem mochte die beiden - sehe unterschiedlichen - Verfilmungen seines Solaris nicht, impliziert das ja noch lange nicht, dass er damit etwas zu tun hatte - dennoch hätte es ja sein können, dass sie im gefielen.

Das taten sie nicht, da auch meines Erachtens eine Lem-Verfilmung gerade dieses Buches fast unmöglich ist - zu tief und komplex, um es auf Leinwand bannen zu können. (Wobei die ZDF-Verfilmung der Sterntagebücher für sich betrachtet ganz witzig und originell waren, die originalen Geschichten aber auch nur sehr stichpunktartig traf) Leider war es Lem nicht mehr beschieden, sie kommentieren zu können.

Nochmals zum Thema an sich:

Der Wissenschaftler schreibt:

"Die 3D-erzeugten Bilder von Avatar – Aufbruch nach Pandora würden das kritisieren und bekämpfen, was sie selbst sind, eine zutiefst imperialistischste Technologie. Genau in diesem Sinne sei der Film pervers."

Wenn ich versuche mir diesen Satz klarzumachen, endet das immer mit vielen wirren Knoten in meinem Kopf. Meines Erachtens greift er voll in's Leere.

Welche Bilder meint er denn? Die beeindruckende Militärmaschinerie, die mit Pauken und Trompeten aufmarschiert und ebenso untergeht? Wenn dem so ist, dann ist daran gar nichts pervers.

Es ist ein hochkomplexer technisch aufwändiger Film, der die vertechnisierten Menschen kritisiert (und bekämpft). Das Ziel ist jedoch nicht die Ausschaltung jedweder Technik, sondern die Bekämpfung des zerstörerischen Umgangs imperialistischer Menschen mit entsprechender Technik. Es wird ja nur die böse Technik vernichtet, die gute (Avatare, Sauerstoffmasken, Verlinkungsstationen) bleibt verschont - es wird doch differenziert und nicht pauschal das bekämpft was gezeigt wird.

Wie dem auch sei, des Wissenschaftlers Zitat bleibt mir nach wie vor ein Rätsel.


Sandsturm
Kommentare

Da wird ein technischer komplexer Film gemacht, indem Technik kritisiert wird und deshalb sei der Film pervers da die Technik selbst zutiefst imperialistisch sei? Das erinnert an die Kritik, die Militärmaschinerie würde im Film als Mittel zum Staunen eingesetzt um gleichzeitig als schlecht dargestellt zu werden - das ginge ja nun gar nicht und würde sich widersprechen.

Erstens wird im Film nicht Technik an sich kritisiert, sondern der spezielle Umgang mit derselben. Technik kann bekanntlich so und so eingesetzt werden und ist per se niemals imperialistisch. Schließlich sind die Avatare selbst ein Non-Plus-Ultra an Technik - nur anders (in diesem Falle besser und sinnvoller) eingesetzt als die Kampfhubschrauber und metallenen Schreitmaschinen. Wahrscheinlich denkt der Kritiker auch, lebensrettende Intensivstationstechnik sei imperialistisch.

Im Übrigen wirkt Kritik an Militär dann am Besten, wenn man es wie Cameron schafft, es trotz bildgewaltiger Inszenierung alt aussehen zu lassen.

Immer diese Storykritik. Nun wird mal in einem Hollywoodstreifen Kritik an imperialistischen Kriegen und Urwaldrodung geübt - und schon ist's auch wieder nichts. Es gibt freilich Filme mit komplexeren Handlungssträngen - aber diesen würde ich dennoch im oberen Drittel ansiedeln. Zumal die Avatarthematik so ja wohl noch nicht in einem Film behandelt wurde - komischerweise wird dies fast immer ignoriert.

Manche Berufsnonkonformisten sind manchmal ziemlich unerträglich.

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