Die besten Filme mit Thomas Brasch

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Thomas Brasch
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Beste
  1. DE (2011) | Dokumentarfilm
    Brasch - Das Wünschen und das Fürchten
    6.3
    6.5
    11
    3
    Dokumentarfilm von Christoph Rüter mit Thomas Brasch und Tony Curtis.

    Brasch – Das Wünschen und das Fürchten: Künstler oder Krimineller – für Thomas Brasch waren das die möglichen Existenzweisen. Brasch war ein leidenschaftlicher und charismatischer, ein aggressiver Dichter und Filmemacher. Der Konflikt war sein Leben, der Schmerz sein Auge, die Wunde der Kontakt zur Außenwelt. Seine Theaterstücke, darunter »Lovely Rita«, »Lieber Georg« oder »Rotter«, prägten die Literatur der D.D.R. ebenso wie die der B.R.D. Als Wegbegleiter von Heiner Müller und Matthias Langhoff, als Lebensgefährte von Katharina Thalbach ist er aus der deutsch-deutschen Theaterszene nicht wegzudenken. In »Brasch« erzählt sein Freund und Kollege Christoph Rüter von der Begegnung dieses rastlosen Schriftstellers mit sich selbst.

    Weil Thomas Brasch 1968 gegen den Einmarsch des Warschauer Paktes in Prag Flugblätter verteilte, ging er ins Gefängnis – unter maßgeblicher Beteiligung seines Vaters, der damals stellvertretender Kulturminister der D.D.R. war. Fortan lebte er nicht nur mit dem Staat im Konflikt, sondern auch mit der Elterngeneration, die im Sozialismus einen Weg aus der faschistischen Vergangenheit Deutschlands finden wollte. Nachdem die Veröffentlichung seines Erzählungsbandes in der D.D.R. verboten wurde, ließ Thomas Brasch »Vor den Vätern sterben die Söhne« im Westen drucken. Die Übersiedlung nach West-Berlin folgte. Im Westen erhielt er zahlreiche Preise, sah seine politische Identität jedoch stets in der D.D.R. verwurzelt, verweigerte den westdeutschen Pass. Die Wiedervereinigung erlebte er als Abgrund und zog sich zurück.

    Brasch begann, sein Leben zu dokumentieren, jeden Moment, an jedem Tag, in jeder Verfassung. Davon wurden mehr als 27 Stunden Filmmaterial nach seinem Tod gefunden. In diesen Aufnahmen, in Archivmaterial, an den Spreeufern Berlins und in Braschs Wohnung voller Bücher, Musik und Zigaretten entdeckt Christoph Rüter einen ruhelosen Menschen, den man nicht beherrschen, dem man sich nur aussetzen kann.

  2.  (1988)
    6.8
    6
    von Thomas Brasch.

    Der amerikanische Filmregisseur Cornfield, der in den USA viel Geld mir Fernsehserien verdient hat, kommt 1987 nach Deutschland, um einen Spielfilm zu drehen. Er kommt mit viel Geld und ohne Drehbuch. Es gibt nur diesen Entwurf: Körner, ein deutscher Filmregisseur dreht 1942 einen Film, im Auftrag von Göbbels. Die jüdischen Statisten für diesen Film, die aus einem Konzentrationslager nach Berlin gebracht wurden, werden in den Ateliers wie Gefangene gehalten. Als Gage hat man ihnen die Freiheit nach Abschluss der Dreharbeiten versprochen. Einer unter ihnen, ein junger Jude mit krimineller Vergangenheit, erkennt, dass es keine Emigration in die Schweiz geben wird und plant seine Flucht. Aber seine Flucht bedeutet für alle anderen: Zurück ins Lager, in den sicheren Tod. Mit dieser Idee kommt der amerikanische Regisseur nach Deutschland. Die Stimmung in seinem Team spiegelt Ratlosigkeit. Die Schauspieler erfahren ihre Dialoge immer erst kurz vor Drehbeginn, keiner der Mitarbeiter hat präzise Anweisungen. Nach und nach weicht die Ratlosigkeit einer Aggressivität. Wer ist dieser Mann? Dieser Amerikaner, der Deutsch versteht, es aber nicht sprechen will?

  3. DE (1982) | Drama