A Single Man - Kritik

A Single Man

US · 2009 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 9 .5

    intensives Kammerspiel mit großartigen Firth und Moore, das ans Herz geht und in wunderschönen Bildern die alte Geschichte nach Sehnsucht und Liebe auf die Leinwand malt.

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    • 8

      Große Darstellerleistungen brauchen manchmal keine weltbewegend große Geschichte. Dies ist so ein Fall wo die Story an sich recht einfach daherkommt: ein Mann leidet und kommt nicht über einen schlimmen und schweren Verlust hinweg. Und auch wenn der Film der von Rückblenden abgesehen eigentlich nur einen wesentlichen Tag im Leben der Hauptfigur wiedergibt und es im Laufe dieses Tages durchaus kurze positive Elemente gibt läßt der Film eigentlich keinen rechten Zweifel aufkommen darüber daß die Hauptfigur den Kummer nicht irgendwie losläßt oder eine hoffnungsvolle Alternative sich auftut. Daß es sich dabei um einen Homosexuellen handelt tut der Geschichte keinerlei Abbruch was voll für den Film spricht. Und über allem triumphiert Colin Firth der als leidende arme Sau den man noch nie so gut gesehen hat, auch Co-Stars wie Julianne Moore verblassen daneben fast. Letztlich mündet das Ganze in einen Schluss den ich so auch noch nie in einem Film gesehen habe – darum sei der Film schon alleine für seine Schlusseinstellung empfohlen. Leider dürfte auch für diesen Film gelten: kaum ein Mensch schaut ihn sich an.

      Fazit: Bewegendes Drama, perfekt gespielt und mit krassem Ende – großartig!

      • 8

        . . . sobald ich aber darüber hinaus war, fing die Zeit an zu rasen, und es gibt rein gar nichts, außer mich an die Zeiger zu hängen um diese von ihrer unbarmherzigen Raserei abzuhalten. Ich denke an die vergangene Zeit, beschwere mich über mir angetane Ungerechtigkeiten, neige den Blick ob der selbst begangenen Fehler und Ungerechtigkeiten, meine Gedanken und mein Herz hängen sich an Menschen, die schon längst nicht mehr da sind oder kaum noch da sein wollen, Jahre und Welten oder nur einen Telefonanruf entfernt.

        Wieso kümmert mich das so? Wieso hängt man so sehr in der Vergangenheit fest, dass man oftmals die mit Glück und Kinderlachen angefüllte Gegenwart nicht vollends auskosten kann? Wann war der Augenblick, als Normalität kompliziert wurde?

        "Wer die Gegenwart nicht genießen kann, hat keinen Grund zu denken, dass die Zukunft besser werden wird!" Ein Satz, den George Falconer in A SINGLE MAN ausspricht, der mich erstarren und nicht zum letzten Mal während der 100 Minuten die Umgebung unscharf werden lässt.

        Dieses Bilderbuch von einem Film wirft mit solchen Sätzen um sich. Aus Hollywood hätte ich so einen Film fast nicht mehr erwartet, völlig kitschfrei und natürlich im Umgang mit Homosexualität, brutal ehrlich wenn die Wörter 'Einsamkeit' und 'Isolation' es unausgesprochen schaffen, den Lärm aufzufressen. Ein Tag im Leben eines einsamen und trauernden Mannes in einer Zeit, in der man über den Tod eines homosexuellen Lebenspartners noch nicht öffentlich trauern oder reden konnte. Nur ein Tag im Leben eines Außenseiters der zerbrach, einen letzten Blick auf seine kleine Welt werfen möchte und dabei die Schönheit des Lebens wiederentdeckt.

        Die Tage bewusst zu leben ist manchmal alles was man kriegen kann. Manchmal schafft es so ein Film mit der Schönheit seiner bewegten Bilder, den liebreizenden Tönen seines melancholischen Scores oder der nicht weniger als sensationellen Leistung seines brillanten Hauptdarstellers das zu sagen, was so offensichtlich ist.

        Leben. Lieben. Sterben. Irgendwann . . .

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        • 7 .5

          George Falconer (C. Firth) ist ein britischer Professor, der auf einer Universität in Los Angeles Schüler unterrichtet, die ihn für etwas durchgeknallt halten. Doch niemand weiss, dass George homosexuell ist und sich deshalb bewusst bedeckt hält. Nachdem sein Geliebter Jim (M. Goode) nach einem Unfall stirbt, denkt George daran, Selbstmord zu begehen. Unfähig sein Leben alleine zu bewältigen, treibt er mit einer Freundin durch die Nacht und trifft volltrunken auf einen seiner Schüler, der sein Leben wieder bereichern soll ...

          Ein sehr guter Colin Firth kommt richtig authentisch rüber.
          Nicht gerade ein Feel-Good Movie aber vielleicht auch deswegen etwas besonderes.

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          • 7 .5

            Dieser Film und 'Manchester by the Sea' würden ein wundervoll deprimierendes und thematisch ähnliches Double-Feature abgeben. Beide Geschichten ergründen das Unüberwindbare des emotionalen Schmerzes.

            In seinen schwächsten Momenten ist dieser Film zu glatt und trägt zu dick auf, als dass ich mich vollends in die Verzweiflung unseres Hauptcharakters stürzen könnte. In seinen stärksten jedoch bringt die unerschütterliche Ordnung und Entschlossenheit des Films eine höchst tragische und bittersüße Note mit sich und ist dabei so sinnlich, dass sogar die Uhren in der Diegese des Films aufhören zu ticken - es sind die Momente, in denen Zeit keine Wirkung mehr zu haben scheint, weil sie ihre Rolle bereits ausgespielt hat. Das paradoxe am Zustands des Trauerenden - irgendwo zwischen Leben und Tod - wird besonders dann deutlich, wenn wir uns in seinen Erinnerungen verlieren. Sie sind todbringende Pille und süßes Leben zugleich, wenn sie ihn zu dem Ort laufen lassen, an dem sein größtes Glück begonnen hatte. Einerseits bleibt am Ende in der Konsequenz nur noch Leere, andererseits macht sie Platz für neues Leben, was ihn dort erwarten könnte.
            Ein Balance-Akt der weitestgehend gelingt.

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            • 9 .5
              Rocket Man 08.01.2017, 15:00 Geändert 08.01.2017, 15:04

              Was bedeutet Verlust? Und wie können wir den Schmerz, der darüber hinaus geht, verarbeiten? Wie verändert er uns? Die Sicht auf die Menschen? Die Sicht auf die Dinge? Die Sicht auf unserer Taten? Die Sicht auf unser Verhalten?

              Wer einen schlimmen und tragischen Verlust erleiden musste, wird fortan das Leben selbst anders wahrnehmen. In etwa so, wie der Verlust eines unserer Sinne.
              Wenn wir unser Sehvermögen verlieren, erblinden, dann werden wir fortan alle Geräusche und den Tastsinn komplett anders wahrnehmen und uns zu nutze machen.
              Wenn wir unser Gehör verlieren, taub werden, dann werden wir fortan jede Geste und Mimik in den Gesichtern der Menschen in unserem Leben, viel stärker wahrnehmen.
              Wenn wir einen geliebten Menschen verloren haben, dann werden wir die Emotionen in den Gesichtern der Menschen genauer betrachten, Neid entwickeln und hinterfragen, weshalb das Schicksal immer die falschen trifft. So auch bei George (Colin Firth), diesem homosexuellen Literaturprofessor, der vor einiger Zeit, im Film mit künstlerischer Musik und Rückblenden verarbeitet, seinen Geliebten verloren hat, mit dem er 16 Jahre seines Lebens verbracht hat.
              Er betrachtet nun die Gesichter seiner Mitmenschen ganz genau, zerfließt ruhig, wie eine Bombe in Selbstmitleid und erkennt nur noch den Verlust eines geliebten Menschen, der im bei einem Autounfall entrissen wurde.
              Er stellt aber auch mehr Fragen. Bei jedem Gespräch, gerade aber bei Gesprächen mit dem jungen Kenny, der seine Seminare in der Uni besucht, wenn er zu jeder Kleinigkeit das Wieso und das Warum in den Vordergrund stellt. Gerade aber Kenny zeigt George, dass es die kleinen Dinge sind, auf die man zählen muss, so wie es George oftmals auch selber erzählt. Zum Beispiel seiner langjährigen Freundin Charlotte (Julianne Moore). Ihr erzählt er, dass sie nicht in Selbstmitleid zerfließen dürfe und nicht vergessen darf, was sie hat und wofür es sich lohnt einfach weiter zu machen. Ähnlich so, wie ich es selbst tue. Wenn ich in den Augen meiner Freunde oder jemanden aus meiner Familie Trauer sehe, dann philosophiere ich über die Dinge, die sie sehen sollten, dass sie nicht so bedrückt sein dürfen, dass sie so viele Dinge an sich haben, für die andere so sehr Dankbarkeit empfinden, ich mir aber reflektierend eingestehen muss, eben so wie bei George, dass es einfach ist, diese Dinge zu erzählen und zu lehren, schwer aber, seine eigenen Ratschläge selbst zu beachten und zu verfolgen.
              Schwer, auf seine eigenen ratschläge zu hören, aber einfach anderen zu erzählen, was sie falsch machen und was sie am besten tun sollen. Denn auch wenn man so seine Hilfsbereitschaft zeigen möchte, stellt man doch auch seine eigenen Gefühle über die der anderen. Vereinzelt kann es dann auch vorkommen, dass wir Menschen die Ratschläge geben und ihn die Dinge ans Herz legen, die uns selbst niemals gelingen.

              Tom Ford kreiert ein atmosphärisches, ein trauriges, nachdenkliches Single-Man-Drama, indem Colin Forth mal wieder beweisen kann, dass er nicht nur nachdenklich schauen kann, sondern eine Reihe an Ausdrücken in seinem Gesicht entwickeln kann, die mich schlicht zu purem Staunen bringen. Dabei ist die Kamera immer schön langsam, fängt Emotionen, Ernsthaftigkeit und Gesichtsausdrücke immer nah ein und untermalt schließlich alles noch mit klassischer Musik, die die pure Faszination selbst zu sein scheint. Insgesamt ist A Single Man schwere Kost, die es sich aber lohnt anzusehen und zu Deuten, sofern man Interesse daran hat. Nach A Single Man und Nocturnal Animals ist Tom Ford in der Liga der außergewöhnlichen Regisseure angekommen.

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              • 10

                „And Just Like That“

                Ist Film Kunst?
                JA! Möchte man schreien, wenn man diesen gesehen hat.
                „A Single Man“ ist ein Kunstwerk. Jede Szene, jedes Wort, jeder Wimpernschlag ist perfekt.

                Kann ein Mensch Farbe in das Leben eines andern bringen?
                Es kann. Wenn sich die Welt um einen plötzlich wärmer anfühlt, plötzlich das triste Grau verschwindet und man seine Umgebung mit vollkommenen Farben wahrnimmt.

                Ein Mensch kann verzaubern. Colin Firth wird verzaubert und Colin Firth verzaubert uns. Was er für Emotionen in einen Blick zu legen vermag, dass es einem das Herz aufreißt.
                Julianne Moore ist auf zwei Arten berührend. Sie bringt den Zuschauer zum Lachen, aber dieses Lachen wird schnell zu einem kleinen traurigen Lächeln.

                All das wird getragen von der wunderschönen und unglaublich emotionalen Musik von Abel Korzeniowski.

                Die erzählte Geschichte verzaubert einen. Man ist gefangen in ihr. Vom ersten Moment an. Und sie lässt einen nicht mehr los.

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                • 7
                  Andreas Markov 25.11.2016, 19:42 Geändert 25.11.2016, 19:44

                  Irgendwann sterben wir sowieso alle. Also wieso sich umbringen wenn man Minuten später an Magenbruch oder Herzinfarkt sterben kann? Die Menschen wollen nur ihre Leiden beenden. Aber das Leiden ist notwendig um fürs sterben bereit zu sein. Für den ewigen Frieden.
                  George trauert seiner alten Liebe hinterher. Er ist ein warmer Bruder. Kenny weiß, dass George sich umbringen möchte und verschafft sich durch die Homo-Karte Eintritt in sein Privatleben um ihn vor dem Suizid zu bewahren.
                  Jedesmal wenn Kenny oder ein Spanier ins Blickfeld gerät bekommt seine Welt Farbe - sehr subtil und meisterhaft gemacht. Die Musik ist auch sehr mitfühlend und ruhig, manchmal verzweifelt und melodramatisch.
                  Obwohl Kenny und George gutaussehende Freundinnen haben, sind sie nicht die Liebe ihres Lebens. Ist der Homo-Freund nicht doch ein Symbol für ... ihr wisst schon wen. Nur ohne Homo.
                  Am Ende gab die Eule ihre Wache auf, die Form des Mondes offenbart die Liebe und Sorge des Schöpfers - und erst zum richtigen Zeitpunkt durfte George aus dieser grauen Welt entschlafen. Ruhe in Frieden Bruder.

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                  • 10

                    Ich habe dem Film damals 6 Punkte gegeben und weiß nicht wieso. Vielleicht war ich nicht bereit für diesen Film. Vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung. Vielleicht habe ich den aber auch einfach nicht verstanden. Ich weiß es nicht mehr und werde es auch niemals verstehen. Denn A Single Man ist ein Meisterwerk. Die stilvolle Umsetzung der dramatisch-schönen Geschichte ist atemberaubend. So detailliert und vielsagend wie kaum ein anderer Film. Das tolle ist auch die Authentizität. Der Film wirkt nie künstlich emotional. Die Gefühle fühlen sich so real an wie im wahren Leben. Dezent und dennoch berührend!

                    Tom Ford hat mit seinem Regiedebut ausgezeichnete Arbeit geleistet und mich als großen Fan gewonnen. Ich habe den Trailer zu Nocturnal Animals gesehen und war sofort begeistert. Ich erwarte auch bei diesem Film ein Meisterwerk. Wenn der 2. Film von Tom Ford tatsächlich meinen Erwartungen gerecht wird und auch 10 Punkte von mir bekommt, könnte er Christopher Nolan Konkurrenz machen und evtl. zu meinem Lieblingsregisseur werden.

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                    • 9
                      LilQ 01.09.2016, 22:26 Geändert 01.09.2016, 22:27

                      Film in einem Satz: Stilvoller Mann in trauernder Stimmung und ansprechender Umgebung verliert mit seiner großen Liebe seinen Lebenswillen.

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                      • 10
                        AudreyH 26.07.2016, 14:13 Geändert 26.07.2016, 14:41

                        Bin jedesmal extrem berührt vom Schicksal des George Falconer. Kann seinen Verlust, seine Qualen förmlich spüren. Für alle die auch die leisen Töne lieben ( : Übrigens Colin Firth hier in einer seiner besten Rollen (siehe auch: 'The King's Speech'). Ein exzellenter Start für Tom Ford!

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                          Modemacher Tom Ford verfilmt in »A Single Man« Christopher Isherwood als sehnsüchtig-melancholische Eloge auf die Liebe und die Schönheit des Lebens. [Barbara Schweizerhof]

                          • 8 .5

                            Das Glaushaus, in dem George Falconer wohnt und das von außen direkt einen Einblick in seinen persönlichen Lebensraum gewährt, ist ein fast schon schmerzlich ironischer Gegensatz zu seinem eigentlichen Wesen. George ist homosexuell, doch die gesellschaftlichen Zustände, die in den späten 60ern vorherrschen, zwingen ihn dazu, sein Inneres zu verbergen, nach außen hin eine Rolle zu spielen und seine wahren Gefühle in der Öffentlichkeit zu unterdrücken.
                            Tom Ford, seines Zeichens erfolgreicher Modedesigner, hat mit "A Single Man" sein Debüt als Regisseur vorgelegt und dafür den gleichnamigen Roman von Christopher Isherwood adaptiert. Der Film fällt wenig überraschend durch ein unglaublich reifes Stilbewusstsein auf, bei dem praktisch jede Einstellung wie aus einem perfekt arrangierten Fashion-Katalog wirkt. "A Single Man" ist aber mehr als nur wunderschön anzuschauender "Style over Substance". Ford erzählt im Rahmen eines einzigen Tages die melancholische Geschichte des resignierten, depressiven Literaturprofessors, der seine große, langjährige Liebe aufgrund eines Autounfalls verlor und seinem eigenen Leben nun ein Ende setzen will.
                            Ford beweist, dass er neben makellosen Outfits, Drehorten und mit stilvoll lichtdurchfluteten Einstellungen auch viel von tiefen Gefühlen, menschlichen Empfindungen und knisternder Zärtlichkeit versteht. "A Single Man" begrüßt in einigen Szenen immer wieder markanten Pathos, wenn die Musik auf der Tonspur extrem anschwillt, innige Blicke ausgetauscht werden und die Zeit wie still zu stehen scheint. Es ist eine wohlige Form von Pathos, die zusammen mit der unglaublichen Darstellung von Colin Firth in der Hauptrolle Gänsehaut und Wärme versprüht, wenn der Regisseur in seine überaus dramatischen Geschichte Momente einstreut, welche die einzigartigen, wertvollen Seiten des Lebens unterstreichen. Die Szene, in der George auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt auf den spanischen James-Dean-Verschnitt Carlos trifft, beide auf dem Auto vor einem Plakat von Hitchcocks "Psycho" sitzen und der Himmel von einem unwirklich violetten Licht durchdrungen wird, ist einer dieser Momente, in denen man sich wünscht, dass dieser Film eigentlich auch gerne niemals enden könnte.
                            Fords Regie-Debüt wird durch diese Verbindung von emotionalen Gesten, ästhetischer Formvollendung, optimistischer Wärme und eindringlichen Begegnungen sowie Erlebnissen zu einem großen Film über die Liebe, das Leben und die innere Krise eines Mannes, der sein wahres Ich verbergen muss, aber selbst in der tiefsten Krise an die unverzichtbaren, bereichernden Momente des Lebens geführt wird.
                            "A few times in my life I've had moments of absolute clarity, when for a few brief seconds the silence drowns out the noise and I can feel rather than think, and things seem so sharp. And the world seems so fresh as though it had all just come into existence. I can never make these moments last. I cling to them, but like everything, they fade. I have lived my life on these moments. They pull me back to the present, and I realize that everything is exactly the way it was meant to be. "

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                            • 5

                              Schön fotografiert ist A Single Man ja. Trotzdem kann ich mich nicht genug in den Charakter des George hineinversetzen, der an allen Ecken von hübschen Jünglingen angebaggert wird, und trotzdem nur daran denkt, sich ne Kugel in den Kopf zu jagen.

                              • 6

                                Mag sein das er etwas langweilig ist aber ganz sicher nicht billig und ein Film den man hassen muss. Mir gefällt auch die Machart, wegen dem hab ich's mir angeschaut und das ist schon Sehenswert. Durchschnitt.

                                • 0 .5

                                  Ich habe es nicht geschafft den Film bis zum Ende zu gucken, Langeweile pur! Vielleicht gebe ich dem Film mal irgendwann eine zweite Chance, irgendwann.

                                  • 6 .5

                                    Angenehme Machart. Dennoch will der Funke nicht so recht überspringen.

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                                      ju.ku.750 26.04.2015, 20:38 Geändert 27.04.2015, 14:22

                                      "Von diesen Momenten habe ich gelebt. Sie holen mich zurück in die Gegenwart. Und ich erkenne, dass alles ganz genauso ist, wie es sein soll."
                                      --George Falconer

                                      Visuell der wahrscheinlich schönste Film, den ich bisher gesehen habe.
                                      Jede einzelne Einstellung des Films enthält eine traurige Schönheit, begleitet von einem wunderschönen Soundtrack.
                                      Die gesamte Atmosphäre des Films wirkt traumartig und irreal. Ein Film, der aufgrund der Intensität seiner Bilder auch vollkommen ohne Worte auskommen könnte.

                                      Dazu zeigt Colin Firth mMn die beste Leistung seiner Karriere. Wieso er dafür nicht mit dem Oscar bedacht wurde, wird für mich immer ein Rätsel bleiben.

                                      Meisterwerk!

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                                        Zufällerweise habe ich den Film vor kurzem sehen können und bin immer noch begeistert. Ein schwieriger, ruhiger und sehr trauriger Film über das Leben eines Mannes, der seine große Liebe plötzlich verloren hat und an den Erinnerungen und der Trauer zerbricht. Obwohl er einen guten Job hat, sehr anerkannt ist und eine Freundin, die zu ihm steht scheint dieser Mann völlig verloren und ohne Ausweg zu sein. Der Film spielt über den Zeitraum von einem Tag und endet irgendwie sehr ironisch.
                                        Das Einzige, was ich mir noch gewünscht hätte wäre, dass man noch ein wenig mehr vom Leben des Mannes mit seinem Freund gesehen hätte. Die Szenen mit den beiden haben mir nämlich besonders gut gefallen (vor allem die mit dem Buch). So wäre es noch besser gewesen sich in den Mann hinein zu versetzen.
                                        Wer traurige und anspruchsvolle Filme mag, sollte sich dieses Film ansehen.

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                                          Ich bin mir über diesen Film mit mir relativ uneins. Einerseits genieße ich die Schwermütigkeit schon fast, und so manche bizarre Situation gefällt mir sehr.
                                          Doch ich kann nicht umhin, mich zu ärgern. Da schwillt einem zu Ende des Films endlich das Herz in der Brust, weil man mit Firth gemeinsam endlich loslassen kann - und dann DAS. Wofür durchlebe ich denn ein Wechselbad der Gefühle, wenn das Ende plötzlich einfach das Ende ist?

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                                            Pure Essenz der Schönheit, Ode an die Vergänglichtkeit der Dinge und Hohe Lied auf Liebe an sich.

                                            <3 Tom Ford fährt zudem ein Feuerwerk an Style ab.

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                                              “I always used to tell him that only fools could possibly escape the simple truth that now isn't simply now: it's a cold reminder. One day later than yesterday, one year later than last year, and that sooner or later it will come.”

                                              „A Single Man“. Ein Mann, ein Tag. Ein perfekter Tag, am Ende eines imperfekten Lebens. Der Literaturprofessor George, gespielt von einem brillanten Colin Firth (mir ist nie aufgefallen, dass dieser Mann so groß ist!) glaubt, er ist am Ende angekommen. Oder besser, an seinem Ende angekommen. Sein Lebensgefährte stirbt nach einer 16 jährigen Beziehung jäh und tragisch. George, so grade im Mittleren Alter angelangt, sieht einfach nicht wie es weiter gehen kann und soll. Selbst die beiden Hunde hat er verloren! Also entschließt er sich, den Ausweg Freitod zu nehmen. Da George ein gewissenhafter Mann ist, wird alles gut vorbereitet. Er bereitet sich also auf sein Ende vor und beginnt, Abschied zu nehmen. Und auf einmal fängt er wieder an, sich und sein Umfeld bewusst zu erleben. Die kleinen Dinge gewinnen wieder an Bedeutung, tun gut. Und dem wunderbaren, aber so entkräfteten George bei dieser Transformation zu zusehen, ist einfach wohltuend.


                                              “For the first time in my life I can't see my future. Everyday goes by in a haze, but today I have decided will be different.”

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                                              Tom Ford hat mich mit seinem Debüt überrascht. Ein Modeschöpfer als Drehbuchautor und Regisseur? Ich war skeptisch. Aber es funktioniert. Man merkt ihm seinen Hintergrund an. Alle Menschen sind schön. Die Kleidung stilvoll aber nie over-the-top. Seine Bilder sind ästhetisch und mit der Zeit. Aber Ford hat wahnsinnig viel Taktgefühl. Trotz vieler Close-Ups seines nicht nur attraktiven, sondern auch schauspielerisch irre starken Ensembles entstehen keine theatralischen, dick aufgetragenen Emotionen, sondern ganz subtile, echte Gefühle. Überhaupt passiert alles irgendwie ganz selbstverständlich. Nie hat man den Eindruck, der Film wolle dem Zuschauer ein bestimmtes Gefühl aufzwingen. Ganz im Gegenteil. Alles passiert ganz selbstverständlich. Und das fühlt sich unheimlich gut an. Ich ziehe also meinen Hut vor Tom Ford und vertraue dem Mode-Mann, dass Kenny pastellfarbener Plüschpullover in den 60ern tatsächlich mal als totschick galt. Wenn nicht, auch verziehen. Nicholas Hoult hat in diesem Pullover großartig gespielt. Julianne Moore in stilvollem schwarz-weiß Gewand im Übrigen auch.

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                                              Und meine persönlich Quintessenz? Ganz einfach:
                                              “A few times in my life I've had moments of absolute clarity, when for a few brief seconds the silence drowns out the noise and I can feel rather than think, and things seem so sharp.[..]”

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                                              • 6

                                                Trauerarbeit mal farbenfroh. In "A single Man" muss Colin Firth unmittelbar nach dem Tod seines Partners irgendwie wieder mit seinem Leben klar kommen, was ihm verständlicherweise nicht wirklich gelingt. Dabei redet er mit einer Menge Leute, die meistens nicht so ganz verstehen, was er meint (ich habe es oft auch nicht) und schwelgt immer wieder in breit ausgeschlachteten Erinnerungen. Und obwohl der Film sogar hier und da Humor entwickelt, etwa wenn er mit einem seiner Studenten über Meskalin plauscht, oder (etwas bitterer) wenn er sich nicht entscheiden kann, wo er sich erschießen will, kommt der Film mit einer seufzenden Schwerfälligkeit daher, die sich in atemberaubenden Bildern und melancholischem Score suhlt. Ein bisschen wirkt das wie Xavier Dolan für Erwachsene, Kostüme und Stil stimmen perfekt und die Handlung gerät gegenüber melancholischer Stimmungsbilder in den Hintergrund. Ein purer Rausch der Sinne und dazwischen ein großartiger Firth, der den Film auch am Leben hält, wenn er einfach nur allein in seinem Haus sitzt und erst recht, wenn er sich großartig subtile Dialoge mit Nicholas Hoult oder weniger subtile mit Julianne Moore teilt. Nicht jede Rückblende ist wirklich dramaturgisch gelungen und nicht jedes Zeitlupengehopse macht Sinn, aber alles fügt sich zu einem stimmigen und vor allem schönen Gesamtbild zusammen, auch wenn die Entwicklung des Ganzen manchmal auf der Stelle tritt oder ins Schwafeln gerät. Immer wieder blitzt auch die vertrackte Situation auf, in der sich Schwule in einer amerikanischen Vorstadt der sechziger Jahre befanden. Das muss aber hinter der Liebesgeschichte zurückstecken, der immer so ein bisschen die Glaubwürdigkeit fehlt, weil man den toten Geliebten nur sporadisch kennen lernt. Aber ein Blick in Firth' traurige Augen und man glaubt ihm wieder alles.

                                                5
                                                • 10

                                                  Wahnsinn, was für ein schöner Film mit einem phantastischen Colin Firth, einer hinreissenden, aber kaum wieder zu erkennenden Julianne Moore. Am meisten begeistert hat mich allerdings Nicholas Hoult. Sein Charme ist einfach umwerfend. Sein Lächeln zum dahin schmelzen. Er hat mich ja schon bei Skins begeistert aber so süß wie hier hab ich ihn bisher noch nicht wieder gesehen und er hat locker mitgehalten, bei der Minenparade von Colin Firth. Das war zu schön, zu sehen, was die beiden nur durch ihre Mimik ausdrücken konnten.
                                                  Insgesamt bin ich vom Regiedebüt von Tom Ford hellauf begeistert. Er holte alles aus seinen Darstellern raus und schuf mit diesen Film ein Meisterwerk, das mich an The Wonder Boys erinnert. Auch hier wird ein älterer Mann von einem Jüngling an den Spass am Leben erinnert. Das Ende überrascht, passt aber.
                                                  Eine kleine aber sehr feine Dramödie mit ein paar sehr guten Sprüchen von Colin Firth.

                                                  • 8

                                                    A single day of a single man.

                                                    So würde ich Tom Fords Regiedebüt wohl kurz und prägnant beschreiben. Ein wunderschöner, unfassbar melancholischer Trip, der mit einer genialen Inszenierung -dank der atemberaubenden Bilder und dem außergewöhnlichem Farbspiel - und mit starken schauspielerischen Leistungen zu trumpfen weiß.

                                                    Wir begleiten den Englisch Professor George Falconer einen Tag lang. Erleben, was er erlebt, sowohl auf physischer, als auch (oder sogar besonders) auf psychischer/mentaler Ebene. So sehen wir nicht nur seinen Alltag, sondern erfahren vieles über seine Gefühle, seine Vergangenheit, seine Ethik. Dabei taucht der Zuschauer sehr tief in die Gedankenwelt des homosexuellen Briten ein, kommt ihm nahe, vielleicht sogar näher, als es einem lieb ist.

                                                    Tom Ford ist mit "A Single Man" in meinen Augen ein absoluter Außnahmefilm gelungen. Solch eine Melancholie habe ich selten erlebt, reinste Poesie in bildlicher Sprache. Ein Film, der mir mal wieder gezeigt hat, warum ich diese Kunstform liebe.

                                                    PS: Der Soundtrack ist zum Träumen oder wohl eher im Selbstmitleid verfallen schön.

                                                    8