Ghost in the Shell - Kritik

Ghost in the Shell

US · 2017 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 16 · Science Fiction-Film, Actionfilm, Drama · Kinostart
Du
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    Erlkoenig 07.06.2018, 01:39 Geändert 07.06.2018, 21:22

    "Ghost in the Shell" - einer der wenigen (wenn nicht der einzige) Anime mit philosophischem Tiefgang, der sich mit der Frage beschäftigt, was unser Menschsein eigentlich ausmacht. Trotz dieser Wertigkeit, da es einmal nicht nur um Gewalt und Schießerei geht, empfand ich den Film immer als ermüdend und bin daher lieber bei "Blade Runner" geblieben, der eine ganz ähnliche Richtung bedient.
    Die Realverfilmung mit Johansson in der Hauptrolle überzeugt durch optische Nähe zur animierten Vorlage. Bereits die Eröffnungssequenz sollte dem Fan ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Aber auch hier wirken Soundtrack und das träge Erzähltempo einschläfernd.
    Fazit: Meiner Meinung nach hätte die Hauptrolle von einer Japanerin gespielt werden sollen, doch Johansson passt erstaunlich gut in den Film hinein. Die Umsetzung des Animes ist insgesamt sehr gut gelungen. Fans dürften ihre Freude daran haben.

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    • 7 .5
      gordocooper 04.06.2018, 22:59 Geändert 07.06.2018, 19:20

      Wie Batou zu seinen Augen kam, ist natürlich hier glatt erstunken, denn Batou hatte seine optischen Verstärker schon lange vor Motoko und Sektion 9 drin.
      (siehe u.a. GitS:SAC E10 u. E16)
      Vom Film bin ich trotzdem positiv überrascht. Ästhetik hervorragend !
      Besonders das Umfeld, Stadt, Lokalitäten etc. sind äußerst gelungen.
      Bekannte Versatzstücke aus Filmen und Serie wurden geschickt in die Geschichte eingebaut.
      Scarlett passt wider erwarten gut auf die Rolle. Zwar wirkt die Story um Motokos Vergangenheit konstruiert und vorhersehbar, aber für eine Realverfilmung spielt man hier in der obersten Liga.
      Das ist so ziemlich die stimmigste Realverfilmung die mir je unterkam.
      Das liegt natürlich an der japanischen Kooperation. Dieses Rezept funktioniert anscheinend, und es wäre vielleich auch ein Weg für die alten "Gantz" und "Death Note" Verfilmungen gewesen, die leider (ausschließlich japanisch produziert), darstellerisch doch sehr enttäuschend daherkommen.
      Kurz gesagt: die Japaner können Story und die Amis können schauspielern.
      Negativpunkt: Die Nebencharachtere verblassen. Vor allem Aramaki hatte NULL Dynamik und ein Kitano-typischer Gewaltausbruch macht dann trotzdem keine gute Figur daraus. Kitano spielt sich selbst und nicht den Charachter. Aber mehr kann er ja leider auch nicht.

      • 5 .5

        Die Geschichte von Ghost in the Shell fand ich persönlich etwas zu erwartbar. Der Plot war etwas zu vorausschaubar und die Thematik der Maschine unter den Menschen wurde in anderen Filmen schon um einiges besser aufgegriffen. Auch konnte mich der Film nicht wirklich an Charaktere binden. Der einzige Charakter, den ich mir tatsächlich wohl im Gedächtnis behalten werde, istDaisuke Aramaki. Die Darsteller bewegen sich meistens auf einem Standard-Niveau, von Scarlett Johansson bin ich aber etwas enttäuscht, da sie meiner Meinung nach die Rolle nicht so wirklich gut ausfüllen konnte. Kompliment geht dafür aber an Pilou Asbaek, der der beste Darsteller im Film war. Das CGI ist meiner Meinung nach stellenweise wirklich hässlich. Vor allem die Stadt schreit einfach danach, dass sie CGI ist und auch bei vielen anderen Szenerien habe ich gemerkt, das Scarlett Johansson da wohl einfach an einem Greenscreen vorbeigerannt ist. Es gibt zwar auch ein paar wenige Stellen, an denen das CGI einigermaßen gut aussieht, die sind aber etwas zu rar gesäht. Ein Kompliment geht an die wirklich guten Kamerafahrten und beeindruckend Slow-Motion-Aufnahmen, die wirklich vom Hocker hauen.
        Ghost in the Shell kann man sich mal angucken. Es ist kein schlechter Film, leider aber auch kein sonderlich guter.

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        • 10
          romantikqueen 22.05.2018, 20:52 Geändert 22.05.2018, 20:57

          Ich kenne die Vorlagen zu Ghost in the Shell nicht, vielmehr bin ich nur durch diverse Berichte im Internet über diese Verfilmung gestolpert. Zudem schaue ich mir Actionstreifen nicht allzu häufig an, aber dieser hier hat mich angenehm überrascht - und nicht nur durch seine futuristische Bildgewalt. Auch das Thema an sich ist sehr interessant und ausgezeichnet von Regisseur Rupert Sanders sowie seinem Cast (allen voran Scarlett Johansson, Juliette Binoche, Beat Takeshi Kitano und Pilou Asbaek) umgesetzt. Kurz und gut, dieses kleine Schätzchen hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich faszinierend und durchaus empfehlenswert. Ich vergebe hier eine klare Zehn.

          • 8 .5

            Wenn man alle Vorlagen kennt, dann rutscht man schnell in eine Abwertestimmung, was aber einfach dieser westlich orientierten Inspirationsverfilmung auch nicht gerecht wird. Für sich betrachtet keine Höchstwertung, weil mehr drin gewesen wäre. Aber Ghost in the Shell überhaupt mit Top Dollar real auf der Leinwand zu sehen - einfach faszinierend.

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            • 6

              Schwierig zu bewerten. Optisch war der schon ziemlich gut. Vor allem Fr. Johansson macht ihre Sache mehr als gut. War aber auch abzusehen, wenn man Black Widow Erfahrung vorweisen kann. Ich war im Grunde genauso skeptisch wie viele hier ob sie eine gute Wahl ist für ein asiatisches Setting, aber das wird gekonnt umschifft. Gefreut hab ich mich auch überTakeshi Kitano. Der ist ,egal in welcher Rolle, immer eine Augenweide. Diese extrem kühle, völlig emotionslose Darstellung hier fand ich absolut genial. Leider fehlt es dem Streifen an Konsequenz in jeder Richtung. Wollte man ein psychologisch/philosophisch angehauchten Actionfilm machen oder einen actionreichen Philosophie/Psychologiefilm? Beide Varianten sind möglich aber keine der beiden wurde ausgereizt. Um wirklich die Tiefenwirkung des Animes zu erreichen fehlte eine Menge. Vor allem ist die Story von Anfang an weniger komplex aufgebaut. Die relativ einfach gestrickte "Monopolist/Lobby erhebt sich über Menschlichkeit"-Geschichte fordert wenig Aufmerksamkeit und wirkt auch zu sehr auf Massentauglichkeit getrimmt. Der Anime hatte da deutlich stärkere Ansätze, die aber natürlich auch ein höheres Maß an Konzentration und vor allem eigenem Nachdenken über das Leben und den Sinn des Lebens erfordern (zumindest wenn man sich nicht nur berieseln lassen will). Alles in allem eine ganz taugliche Verfilmung mit deutlicher Verflachung der Vorlage, aber mit einer wie immer tollen Scarlett Johansson und einer überzeugenden digitalen Welt.

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              • 6 .5

                Platte Story, dafür aber hervorragende Optik.

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                • 10

                  gute Story, guten ablauf, undreichlich sci fi und tolle Location, auch wenn teil 1 und teil 2 besser ist.

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                  • 7 .5

                    Wer die Anime Originalvorlage kennt, kann nur enttäuscht sein, da die Handlung drastisch versimplifiziert wurde. Im Anime heisst der Gegenspieler "Puppetmaster" und ist ein "Ghost", der eben nicht aus einem in einen Roboterkörper verpflanzten menschlichen Gehirn besteht, sondern quasi ein Ghost ohne Ghost, der sich aus dem Netzwerk heraus selbst entwickelt hat. Nun nicht ganz, denn er ist ein Hack, aber die daraus implizierten ontologischen Fragen sind berückend. Ferner amalgamiert sich die Heldin (die im Original von Anfang an Motoke heisst) mit dem Puppetmaster und wird so zu einem digitalen Superwesen. Das ist also eine ganz andere Geschichte.
                    Im Realfilm wird Motoke zu Mira, die nichts über ihre Vergangenheit weiss, und das wenige, an das sie sich erinnert, ist getürkt. Der Gegenspieler heisst Kuze, und es stellt sich heraus, dass er eines der (missglückten) Vorgängerexperimente ist, der sich nun an dem bösen Robotkonzern rächen will. Am Schluss entpuppt er sich als Freund aus Miras (die inzwischen erkannt hat, dass sie Motoke war, eine kleine Revoluzzerin) Clique, der genau wie sie, gegen seinen Willen verschleppt und roboterisiert wurde. Am Schluss stirbt der Bösewicht, der hinter allem steckt und Motoke/Mira bleibt aus Überzeugung Agentin der Sektion 9, die Cyberkriminalität bekämpft.
                    Also eine recht herkömmliche "Finding Identity" Geschichte, gepaart mit einer simplen Gut/Böse Struktur, eingewickelt in eine Rächerstory. Das Original war einzigartig, das Realremake ist storytechnisch schon x-mal dagewesen.

                    Das macht den Film aber jetzt noch lange nicht "schlecht", und schlecht ist er auch nicht, er ist aber auch nicht gut, geschweige denn herausragend. Daher nur 7,5 Punkte. Davon entfallen 5 Punkte auf das wirklich berauschende Design und ein gerüttelt Mass an Punkten an Scarlet Johansson, die einfach in jeder Rolle nicht nur Eye Candy ist, sondern Charaktere überzeugend verkörpert. Ob als gelangweilte Schönheit in "Lost in Translation" oder als moderne Amazone in den Avenger Filmen, oder als Superwesen Lucy, Johansson hats drauf.

                    Natürlich hätte mich auch interessiert, wie Margot Robbie das hinbekommen hätte - wahrscheinlich wäre sie ein klein wenig rotziger gewesen, aber der verhaltene leise Charme von Johansson macht schon eine überzeugende Motoke/Mira.

                    Fürs Auge bietet er also schon eine Menge. Aber das ist auch fast schon alles. Spannung kommt eigentlich erst ab der zweiten Hälfte auf, wenn klar wird, dass es um ihre Identität geht. Ziemlich genau nach der ersten Begegnung mit Kuze gewinnt der Film endlich an Fahrt, der vorher eher beschaulich vor sich hingedümpelt ist.

                    Fazit: Ein Meisterwerk ist es leider nicht, aber ein gutes Stück cineastischer Handwerkskunst. Unterhaltsam ab der zweiten Hälfte und storytechnisch Durchschnittskost. Schade drum, denn ich hatte wirklich mehr erwartet.

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                    • 8

                      https://www.movie-infos.net/datenbank/Entry/95-Ghost-in-the-Shell/

                      Fazit

                      Da ich weder den Manga, noch den Anime, oder eine der vorherigen Umsetzungen kenne, kann ich leider nicht beurteilen, wie nah der Film an der Vorlage ist. Aber eines kann ich sagen, und das ist: Der Film lohnt sich allemal. Sowohl Fans von Actionfilmen, als auch von SciFi-Filmen kommen hier voll auf ihre Kosten. Eine so interessante Welt gab es auf der Leinwand schon lange nicht mehr zu bestaunen.

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                        PumaDAce94 18.03.2018, 17:18 Geändert 18.03.2018, 17:21

                        Ein wirklich ziemlich schwer zu bewertender Film mMn, denn als Real-Verfilmung der Anime/Manga Vorlage hat so ein Film schon fast automatisch einen schweren Stand habe ich den Eindruck. Zum einen, weil wohl die meisten Fans des Originals diesen Film hier nicht akzeptieren werden und zum anderen, weil solche Realverfilmungen von Animes erfahrungsgemäß auch wirklich schlecht sind.
                        Und deshalb muss man diesem Werk hier schon ein Kompliment machen, denn es ist wohl eine der besten Umsetzungen von Anime, die ich je gesehen habe. Gut, eigentlich immer noch kein Film, dem ich eine 8/10 gegeben hätte, aber er hat es eben wirklich geschafft, den genau richtigen Mittelweg zu finden. Denn einerseits respektiert er seine Vorlage und das was wir hier sehen ist definitiv immer noch Ghost in the Shell, aber er versucht eben auch nicht das Original 1:1 zu kopieren, sondern etwas neues zu machen. Und an alle Fans des Originals, die dann Sachen sagen wie ,,dieser Mist macht Ghost in the Shell kaputt!", nein, macht er nicht.
                        Selbst wenn euch der Film hier nicht gefällt, ändert er doch nichts am Original. Der Anime/Manga bleibt doch genau so bestehen, wie er ist. Da wird bsolut nichts kaputt gemacht.
                        Aber gut, um nochmal auf den eigentlichen Film zu kommen: Ich fand es erfrischend, dass sie eine etwas ,,verwestlichte" Form aus dem Ding gemacht haben, denn mir persönlich war das Original etwas zu beteutungsschwanger und hat etwas zu viel Raum für Spekulationen gelassen. Da war dieser Film hier wesentlich unterhaltsamer mMn. Die Welt sieht außerdem toll aus. Was die Welt so authentisch macht, sind die vielen Details, die es an jeder Ecke zu entdecken gibt. Dazu wirkt er auch nicht zu ,,clean", nicht zu klinisch sauber, wie diverse andere futuristische Filme.
                        Die Actionszenen sind nicht zu over the top und teils super choreographiert.
                        Die drei Hauptfiguren, also Major, Batou und den neuen ,,Puppetmaster" Kuze fand ich super. Scarlett Johansson war für mich tatsächlich gut besetzt und hat die Rolle gut rüber gebracht. Alle anderen Charaktere waren zugegebenermaßen zum scheißen schlecht, aber da diese nur einen kleinen Teil des Films ausmachen, kein großes Problem. Unterm Strich also eine gelungene Umsetzung der Anime Vorlage und weil das wie gesagt alles andere als einfach ist und am Ende ein gelungener Film raus gekommen ist, hier die 8/10.

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                        • 7

                          Die Animeverfilmung von 1996 dürfte jeden ein Begriff sein , welche mit perfekten Zeichnungen und einer komplexen Cyber-Punk-Story für einen weltweiten Popularitätsschub der japanischen Zeichentrickfilme sorgte. Visuell bestechend und bildgewaltig präsentiert sich nun die Realverfilmung in einem starken, düsteren Look, der den Kosmos der Vorlage hervorragend einfängt. In mitunter atemberaubenden Actionszenen versucht man viele unvergessliche Momente der Animevorlage auf die Leinwand zu übertragen. In handwerklicher Hinsicht gelingt das nahezu perfekt.

                          Scarlett Johannson, die ja schon in Luc Bessons „Lucy“ eine Kampfmaschine verkörpern durfte überzeugt als kraftvolle Agentin einerseits und als Wesen auf der Suche nach Ihrem Bewusstsein anderseits. Bedenken hatte man ob der „Snow White and The Huntsman“-Regisseur Rupert Sanders, die faszinierenden Aspekte des Originals auch zu handlen weiß.

                          Die Story präsentiert er leicht abgewandelt und wesentlich konzentrierter, er lässt damit jede Menge Potenzial liegen, dennoch verliert er die Essenz der Vorlage nie aus den Augen. Rupert Sanders präsentiert mit „Ghost in The Shell“ einen visuell herausragenden Kompromiss, mit dem selbst Fans der Reihe gut leben dürften!

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                              SuriViruS 05.03.2018, 19:24 Geändert 05.03.2018, 19:25

                              Schon ziemlich gut. Trotz Verwestlichung hier und dort zeigte man ausreichend Respekt für das Original. Ich hoffe, es erscheint kein Nachfolger.

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                              • 6

                                Augenzuckerhaltige Sci-Fi-Action, die, losgelöst von der Vorlage, ganz ordentlich unterhält. Mit R-Rating wäre aber vermutlich noch etwas mehr drin gewesen.

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                                • 7 .5

                                  [...] Gar nicht so einfach, sich zu einem Film zu äußern, dessen Vorlage(n) eine derart große Fangemeinde besitzen wie "Ghost in the Shell" und gleich damit eröffnen zu müssen, dass man besagten Manga nie gelesen, den Anime nie gesehen hat, aber auch fernab dieser unweigerlichen Vergleiche gab es ja schon genug Trubel um den Film aufgrund der hier besonders lautstarken Whitewashing-Debatte dahingehend, dass Scarlett Johansson in der Rolle der Major besetzt worden ist, obwohl die originäre Figur doch offensichtlich asiatische Züge aufweist, obschon selbst Mamoru Oshii, Regisseur des gleichnamigen Films von 1995 sich gegen diese Kritik ausgesprochen hat und auch in meinen Augen die Kontroverse ein wenig überzogen scheint, zumal mir die Frage der ethnischen Herkunft von Major im Film ganz gelöst worden scheint, fernab dessen, dass Johansson sich die Figur spürbar zu eigen macht und ganz objektiv einen großartigen Job macht, mit nuancierten Gesten und zurückhaltender Mimik die innere Zerrissenheit ihrer Figur zu umreißen und gleichzeitig in den actionorientierteren Szenen auf den Punkt gebrachte Stärke und unbändige Willenskraft demonstriert. [...]

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                                  • 6

                                    Der Film bereitet mir durchaus Probleme. Einerseits finde ich das Weltdesign ziemlich toll (abgesehen von diesen haushohen Hologrammen - was soll das?) und die Figuren sind gut besetzt. Andererseits gefällt mir der Ansatz, wie man hier der Puppetmaster (bzw. Experiment "Kuze") darstellt, überhaupt nicht. Mit fehlt einfach etwas der philosophische Unterbau und das Ungreifbare (ich weiß, dass man Filme für sich stehend betrachten sollte aber wenn man schon ganze Szenen aus dem Original eins zu eins nachdreht dann muss man sich halt einen direkten Vergleich gefallen lassen). Gerade die Hauptfigur wirkt weniger tiefgründig als sie bei diesem Sujet sein könnte und müsste. Zudem scheint mir die Handlung etwas zerfahren und unübersichtlich erzählt. Die Sache mit dieser Konzernverschwörung bzw. den bösen Experimenten an Unschuldigen finde ich sogar ziemlich unausgegoren. Ein Film, der vor allem durch seine phänomenale Optik und durch die damit verbundene Atmosphäre bei der Stange zu gefallen weiß, inhaltlich aber für mich ein paar deutlische Schwächen hat. Das ist alles andere als schlecht aber es wäre auch mehr drin gesesen.

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                                      Comicverfilmungen haben ja schon seit jeher einen schweren Stand, im Falle von ,, Ghost In The Shell” liegt nicht nur eine Vorlage in Form eines Mangas vor, sondern auch eine von Fans und Kritikern hochgelobte Animeumsetzung des Stoffes, so dass die Macher der Realverfilmung sicher so manch schlaflose Nacht gehabt haben dürften. Die Vergangenheit zeigte schließlich schon häufig, dass Comicfans gnadenlos sein können, wenn ihr bevorzugtes Werk eine unadäquate Umsetzung spendiert bekommen hat.
                                      In Unkenntnis des Mangaoriginals und mit lediglich diffusen Erinnerungen an den Anime konnte ich mich dem 2017er-Werk völlig ballastfrei widmen und wurde auf visueller Ebene recht eindrucksvoll betört. Selten hat die Zukunft im Kino so umwerfend ausgesehen! ,, Blade Runner” auf LSD, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, in jeder Szene gibt es neuen Technikschnurkus zu bestaunen und Scarlett Johansson kloppt und ballert sich wie bereits in ,,Lucy” erhaben und cool durch dieses berauschende Zukunftsszenario. Dem vielfach geäußerten Vorwurf der mangelnden Tiefe kann nicht zugestimmt werden, nimmt sich der Film doch durchaus Zeit, generelle Fragen zu Ethik und technischem Fortschritt zu stellen und weigert sich, diese plump und eindeutig zu beantworten. Gut, unterm Strich erreicht ,,Ghost In The Shell“ zwar nicht die Tiefe und Klasse eines ,,Blade Runner”, ist aber auch weit entfernt von Gurken wie ,,Aeon Flux”. Fazit: Sieht toll aus, hat ordentlich Tempo und Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Das reicht.

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                                      • 7 .5

                                        Hatte mich sehr auf diesen Film gefreut. Und wurde nicht entäuscht. Der Cast war sehr gut und die Effekte waren super. Dieser Cyberpunk Style ist meiner Meinung nach voll im kommen und ich werde ein immer grössrer Fan. Freue mich auf mehr.
                                        Scarlett J. ist meiner Meinung nach eine Schauspielering dich noch immer zu wenig Anerkennung verdient. Dabei ist sie doch mehr als nur ein hübsches Gesicht.

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                                          RoboMaus 16.02.2018, 07:58 Geändert 16.02.2018, 12:56

                                          Die japanischen Animes habe ich nie gesehen, und zu dieser Realverfimung von 'Ghost in the Shell' (2017) nicht einmal den Trailer - zwar unvoreingenommen herangegangen, aber letztlich ist es doch genau das, was zu erwarten war.

                                          Scarlett Johansson ist so etwas wie ein weiblicher Robocop - nur ihr Gehirn ist menschlich, alles andere ergänzt. Im futuristischen Tokio spürt sie üble Verbrecher auf und bringt sie zur Strecke, wobei die erste Viertelstunde als atemberaubende Einführung sehr gelungen ist. Doch einen Film nur auf CGI-Action, Optik und Geballer aufzubauen, auch wenn es technisch noch so stark umgesetzt ist, verliert irgendwann seinen Reiz.

                                          Es setzt zwar eine Story um einen mächtigen, überlegenen Serienkiller ein, der Opfer nach einem bestimmten Muster aussucht, aber die versandet zur Mitte im Nichts, wonach sich der Plot in einen pathetischen Selbstfindungstrip verwandelt, der langweilt. Inhaltlich ist das leider nur unausgegorenes Stückwerk, das keine Spannung erzeugen kann, obwohl es über Optik & Action noch solide unterhält - wer allein damit schon glücklich wird, könnte hier locker 8-10 Punkte liegenlassen.

                                          Es erfüllt sich die Ahnung, dass 'Ghost in the Shell' ganz im Trend des heutigen Kinos vorwiegend auf Schauwerte und Rasanz setzt und somit ein stereotypes Unterhaltungsprogramm nach vermeintlich bewährtem Erfolgsrezept abspult. Doch es stellt sich heraus, dass man dem Publikum formell nicht immer das Gleiche vorsetzen kann, bzw., dass dieser Markt gesättigt ist: der Film floppte und dürfte der Produktionsfirma einen Verlust von 60-70 Mio.$ eingefahren haben.

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                                            pnsp33 15.02.2018, 23:52 Geändert 16.02.2018, 00:44

                                            Wieder mal die Chance vertan, einen Actioner mit entsprechend Tiefgang zu drehen. Dabei gibt die Vorlage alles an die Hand. Die Realverfilmung lässt die philosophische Ebene komplett weg und macht einen, für den Ami verständlichen, platten Ballerstreifen draus.
                                            Die Besetzung (Scarlett) ist auch daneben. Nicht, dass sie schlecht spielen würde, aber sie ist nun mal viel zu sexy und strahlt mit ihrer Weiblichkeit das Gegenteil der angemessenen Androgynität aus.
                                            Die Action an sich ist aber gut und ich mag auch die Optik. Visuell schafft der Film eine schöne Cyberpunkatmosphäre, außerdem reißt der Score einiges raus. Daher 5p.

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                                              Richtig guter Cyberpunk Film.
                                              Ich kenne den Manga nur vom Namen her, deswegen war ich da nicht befangen.
                                              Optik, Story, Cast hat für mich alles gepasst.

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                                                jotha84m 14.02.2018, 00:23 Geändert 15.02.2018, 10:17

                                                Es ist witzig. Auch wenn es für den Durchschnittseuropäer, wie mich, schon noch schwierig ist die fernöstlichen Gesichter auseinanderzuhalten, so erkennt doch aber jedes Kind der 90er sofort, dass hier Takeshi Kitano sichtbar gealtert in Erscheinung tritt. Und das freut mich. Ich wüsste sonst nur noch BattleRoyal, wo er außerhalb seines Castles in meiner abendländlichen Klotze zu sehen war. Vielleicht war das auch der gewisse goldene Griff beim Cast, der mir half in der bunten Reizüberflutung dieser Stadt irgendwo halt zu geben.
                                                Und richtig geil war auch der Abspann. Da heißt das Lied, was da zum Abspann lief. Das erinnerte mich mit einen gewaltigen Backflash an alte TechnoZeiten. Ob das damals auch schon Steve Aoki war, wage ich fast zu bezweifeln und Besserwisser bitte ich das zu kommentieren.

                                                Achso, der Film... Der Film erwartete teilweise etwas Geduld von mir, die aber mit Fortschreiten immer mehr mit seiner Story belohnt wurde. Und die ist schon echt Klasse. Wenn ich das richtig gecheckt habe, könnte das die Vorgeschichte eines beliebten japanischen ComicStrips sein...das aber nur meine Vermutung. Jedenfalls bietet amazon noch einige Anime mit gleichen Titel an.

                                                Fazit: Toller SciFi-Thriller oder tolles SciFi-Drama. Da bin ich mir noch nicht so sicher.

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                                                  Billiger Matrix-Verschnitt

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                                                    Ich kenne die Animevorlage nicht und habe mich nur aufrund des Trailers spontan dazu entschieden, den Film anzusehen. Bekommen habe ich, was ich erwartet habe: Eyecandy vom Feinsten, eine wider Erwarten echt überzeugende Scarlett Johansson, sehr ästhetische Actionszenen und eine Story, die das Rad jetzt auch nicht neu erfindet. Der Film unterhält über die gesamte Lauflänge recht gut, auch, wenn er seine Botschaft zuweilen mit dem Holzhammer vermitteln will.

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