Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 - Kritik

Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I

US · 2010 · Laufzeit 146 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 10

    Spannender und ganz zu Beginn auch mit Witz gewürzter, erster Teil des Finales.

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      Wenn die Zeit im Raum gefriert: Harry und Hermine tanzen in einem Zelt. Die Musik von Nick Cave and the Bad Seeds bäumt sich auf. Keiner dieser beiden Schauspieler spielt das in diesem Moment ausgestellt bedeutungssschwanger, sondern genau so wie diese Szene gemeint ist: als kleine, tröstliche Enklave des Glücks inmitten weltumspannender Veränderungsprozesse. Das ist ganz große Klasse und zeugt von einem Regisseur, der an weit mehr interessiert ist als den großen Eckpfeilern der Buchvorlage. Es ist sowieso erstaunlich, wie wortkarg dieser erste Teil des großen Franchise-Finales bisweilen durch seine hoffnungslos gewordene Welt reist. Ständig müssen Harry, Ron und Hermine damit rechnen, verraten zu werden; der Horkrux hat zu allem Überfluss auch noch ähnliche Effekte wie jener Ring, der einst Frodo und Sam eine beschwerliche Reise bereitete; auch er sät Zwietracht und Misstrauen zwischen Menschen, die doch eigentlich Freunde sind und wiegt schwer als Last, die es zu (er-)tragen gilt, wenn man die Kräfte des Bösen zurückzudrängen versucht. Yates scheint zuvorderst an der Beziehungsstruktur des zentralen Trios interessiert zu sein und thematisiert immer wieder die Bürde Potters, der Auserwählte zu sein, aber auch der Eifersucht anderer darüber, es nicht sein zu können. Für eine Buchadaption nimmt sich Yates viel unbesprochenen Raum, stattdessen wird vieles rein visuell miterzählt - abseits von den erwartbaren "schönen" Bildern irgendwelcher Landschaften vom Ende der Welt. Nein, wird haben es hier mit einem Regisseur zu tun, der wirklich Lust hat auf seine Figuren und ihre Spannungsfelder. Nur ganz selten wird der zurückhaltende Score von Desplat bemüht - etwa in den kurzen, unvermittelt einsetzenden Gefechtssituationen, die überhaupt keine Anstalten machen, irgendwelchen ominösen Erwartungen an eine festgeschriebe Dosis Spektakel nachzukommen. Der Film ist von einer stetig präsenten Hoffnungslosigkeit durchzogen, weil er sich in der komfortablen Situation wiederfindet, eben nur das Vorspiel zu einem großen Finale liefern zu müssen. Insofern kann man der Entscheidung, das letzte Buch in zwei Teile zu untergliedern, nur begrüßen, hat es uns doch diese wunderbare filmische Anomalie beschert.

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      • 8

        „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ beginnt sehr rasant. Zunächst werden Harry und seine Mitstreiter auf dem Weg zum Fuchsbau von Todessern angegriffen, wodurch auch Alastor Moody und Hedwig sterben und George ein Ohr verliert. Die darauf folgende Hochzeit von Bill und Fleur ist eine der wenigen fröhlichen Szenen dieses Teils. Doch dies hält auch gar nicht lang an, da wenig später auch die Hochzeitsgesellschaft von Todessern angegriffen wird. Harry, Ron und Hermine müssen schnell fliehen und suchen zunächst in einem Café der Muggels Unterschlupf, wo sie allerdings auch gleich das nächste Mal von zwei Todessern angegriffen werden. Nachdem die Todesser außer Gefecht gesetzt sind, verstecken sich Harry, Ron und Hermine zunächst im Quartier des Orden des Phönix, wo sie Kreacher damit beauftragen, Mundungus Fletcher herzubringen. Daraufhin gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Dobby, einer meiner Lieblingsfiguren aus der Harry-Potter-Welt. In den Büchern hatte Dobby ja auch in den Teilen 4, 5 und 6 kleinere Auftritte, die in den Filmen jedoch leider weggelassen wurden. Im 7.Teil darf er dann jedoch auch im Film noch einmal auftreten, da er hier gemeinsam mit Kreacher Mundungus Fletcher gefangennimmt, durch den Harry, Ron und Hermine schließlich erfahren, dass einer der Hokruxe im Besitz von Dolores Umbridge ist. Es schließen sich nun die Szenen im Zaubereiministerium an, die meiner Meinung nach die stärksten Szenen dieses Harry-Potter-Films sind. Zum einen sind sie natürlich sehr spannend gemacht und gehören auch zu den wenigen Szenen dieses Films, in denen man wirklich in die Welt der Zauberer abtaucht. Zum anderen wird bei diesen Szenen jedoch auch besonders deutlich, dass die Harry-Potter-Reihe, wenn man den ganzen Hokuspokus einmal weglässt und ein bisschen zwischen den Zeilen ließt, vor allem in den späteren Teilen eigentlich sogar sehr politisch ist. Die Parallelen zu den Nazis sind hier wirklich nicht mehr zu übersehen. Manche Ministeriums-Mitarbeiter tragen Gestapo-Mäntel. Die Uniformen von Voldemorts Polizei ähneln SA-Uniformen sehr stark. Die Darstellung von Muggels auf Propaganda-Heften des Zaubereiministeriums erinnert sehr an die Darstellung von Juden im Stürmer. Auch beim „Blutstatus“, den jetzt viele Ministeriums-Mitarbeiter nachweisen müssen, sind die Parallelen natürlich unverkennbar. Dolores Umbridge dagegen steht stellvertretend für jene konservativen Kräfte, die nach Hitlers Machtantritt sehr schnell die demokratische Maske haben fallen lassen, um dann mit den Nazis gemeinsame Sache zu machen. Nach den überaus gelungenen Szenen im Zaubereiministerium schließt sich dann jedoch ein etwas zäher Mittelteil an, in dem es hauptsächlich nur darum geht, den einen Hokrux zu zerstören, sodass dann noch fünf Seelenteile von Voldemort übrigbleiben, die dann alle im letzten Film vernichtet werden müssen. Zudem hat der Mittelteil des vorletzten Films eine ziemlich triste und auch recht realistisch wirkende Atmosphäre. Harry, Ron und Hermine streifen nun durch ganz gewöhnliche Wiesen und Wälder, oder sogar vorbei an Campingplätzen, Brücken und Kühltürmen der Muggels, sodass man hier phasenweise schon gar nicht mehr das Gefühl hat, noch einen Fantasyfilm zu sehen. Die triste Stimmung wird dann noch durch die zunehmend miese Stimmung von Ron verstärkt. Der Einfluss des Hokrux auf Ron erinnert hier übrigens sehr stark an den Einfluss des Rings auf Frodo. Der vorletzte Harry-Potter-Film jedenfalls nimmt ab da wieder mehr Schwung auf, als Harry, Ron und Hermine das Haus der Lovegoods besuchen. Sehr originell fand ich da auch die Idee, das Märchen von den drei Brüdern als Trickfilm darzustellen. Nachdem Xenophilius Lovegood Harry, Ron und Hermine verrät, damit Luna freigelassen wird, müssen Harry, Ron und Hermine vor den Greifern fliehen, was ihnen jedoch misslingt. Die drei werden somit gefangen genommen und in das Haus der Malfoys gebracht. Die Szenen im Haus der Malfoys sind auch noch mal sehr spannend gemacht und hier wird dann auch zum ersten Mal deutlich, dass Draco Malfoy eigentlich doch nicht abgrundtief böse ist. Zudem hat hier auch Dobby noch mal einen Auftritt, der dann allerdings leider sein letzter sein soll. Trotzt einiger wirklich guter Szenen ist dieser Harry-Potter-Film sicherlich der Schwächste, was man ihm aber gar nicht zum Vorwurf machen kann. Als einziger Harry-Potter-Film endet er ziemlich willkürlich mitten in einem Buch. Es war sicherlich die richtige Entscheidung aus dem letzten Buch zwei Filme zu machen. Während es in den anderen Büchern auch immer einige Nebenhandlungen gab, die zwar oftmals ganz witzig, aber für den Haupthandlungsstrang nicht sonderlich wichtig waren, ist im letzten Buch wirkliche jede Station wichtig, da sie letzten Endes dazu dient, dass alle Hokruxe zerstört werden können. Das letzte Buch auf einen Film zusammenzukürzen wäre also kaum möglich gewesen. Dadurch kommt dem vorletzten Film allerdings auch eine ziemlich undankbare Rolle zu. Er enthält keinen wirklichen Höhepunkt, spielt vollständig außerhalb von Hogwarts und hat eben auch einen ziemlich langatmigen Mittelteil. Dafür allerdings hat der Film diese undankbare Aufgabe noch ziemlich gut gemeistert.

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          marv.kukovic 11.01.2018, 21:15 Geändert 11.01.2018, 22:06

          jk rowlings letztes kreatives schaffen in der magischen Welt zu mindestens in der Harry Ära und haben sie es vergeigt oder sind sie nochmal wie Voldemorts Lichtstrahl nach oben in die Sterne geschossen. Wie eine Medaille haben die ersten 24 Kapitel aus dem Buch vieles wunderbare und leider Gottes strecken lange "ich will endlich verzaubert werden" Momente die einem misslungenen Campingausflug/RoadMovie ähneln.

          Unter unzumutbaren Minus graden in Godric's Hollow die sich in Form eiskalter Schneeflocken erstreckten, fühlte ich mich wirklich aufgefangen und verstanden, denn genau so eiskalt lässt der gesplittete Potter meine Gefühlswelt zurück.
          Was bleibt ist ein gewisses Grundgefühl. Von den aufregenden Augenblicken die nostalgischen Wiederschau wert lieben, wenn Hagrid Harry im fliegenden Hobet zurück zum Fuchsbau mit einem Karacho Speed befördert in mitten von Dutzenden Anhängern des dunklen Lords lassen meine Leidenschaft fürs Filme schauen und den aufregenden Gefühlen nicht ganz auf die Strecke prasseln. Sich das Horkrux-Medaillon umringt von grauenvollen Dementoren in einem auf den anderen Moment zu erhaschen und schnell in Richtung Zauberministerium fliehen, trafen genau meine Empfindungen und wäre es so durchgehend gewesen Halleluja!
          Die Zerstörung des Medaillons was allmählich die Psyche deren zerstört die zu lange Einfluss auf ihr Seelenleben gewähren war mir echt zu ätzend und in der Hoffnung endlich den Augenblick der Zerstörung des Medaillons mit Rons stärksten Auftritt in allen Potter Teilen sehnte ich nur noch herbei, denn hier nahm es langsam fahrt auf und schnell sah man sich im Anwesen der Malfois wieder mit einem strahlenden sowie herzergreifenden Dobby. Nicht vergessen der Tod hat natürlich auch seine eigene Legende der Heiligtümer mit im Schlepptau und wow habe ich das genossen als Hermine sich die Emotionen von der Seele gerissen hat um aus den letzten überbleibe von Dumbledores Buch vorzulesen.

          Die magische Welt ist besonders wie noch nie, doch mehr Leidenschaft um Gefühle aufzuwecken, die oft bei mir verschwunden sind, hätte ich mir echt im Mittelteil gewünscht.

          7 von 10 Harrys für die Heiligtümer des Todes I

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          • 8 .5

            Spannendes Finale, absolut top!

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              Entsetzliches Fantasiezeug

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              • 5
                Micro_Cuts 23.11.2017, 22:03 Geändert 23.11.2017, 22:04

                Der schwächste Teil. Unfassbare längen die extrem langweilen. Total unnötig das Finale aufzuteilen.

                • 7 .5
                  EpicFantasy 27.10.2017, 16:02 Geändert 27.10.2017, 16:03

                  Nach zweiter Sichtung:

                  Spannende erste 30 Minuten, wo auch viel Action geboten wird. Als Harry mit Ron und Hermine flüchtet bahnt sich, meiner Meinung nach, einer der langatmigsten und zum teil langweiligsten Passsagen der ganzen Harry-Potter Serie an. Einzig die Szenen als Ron den Horkrux zerstört und als sie eine direkte Konfrontation mit Bellatrix Lestrange, Draco und Lucius Malfoy haben, kam die Action wieder richtig in Fahrt. Mit einem sehr traurigen Höhepunkt mit dem Tod von Dobby (Nach dem Tod von Dumbledore im vorhergegangenen Teil ) geht dann auch dieser Film zu Ende.

                  Düster und traurig, die Ruhe vor dem Sturm

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                  • 8

                    düster, packend und ein Road movie, was begeistert. "Sehr schön", möchte ich rufen, denn der Film zeigt mir, dass es doch möglich ist einen guten Potter-Film zu machen.

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                    • Puh. So langsam geht die Reihe dem Ende entgegen und so langsam merke ich einen leichten Verschliss. Mehr bei mir als bei den Filmen. Mein größtes Problem ist das Tempo in diesem und dem vorherigen Film. Ich erwarte ein großes Finale, ich erwarte Momentum zu diesem großen Finale. Stattdessen kriege ich weitere Setups, weitere MacGuffins präsentiert, wir drehen hier eine weitere große Ehrenrunde. Das enttäuscht mich erstmal.

                      Andererseits kann sich dieser Film endlich mal etwas mehr Zeit für seine Figuren nehmen. Was auch wunderbar funktioniert! Besonders Ron hat mir hier in manch kleinem Moment das Herz gebrochen.* Harrys Heldenreise pausiert vielleicht ein bisschen im Großen, im Kleinen glänzt aber auch er. Und Hermine trifft hier eine fundamental wichtige Entscheidung.

                      Die Potter-Reihe ist kein leichter Happen. Mir fehlt das Wissen um die Bücher und natürlich die Auflösung im großen Finale. Für den Moment verbleibe ich ein bisschen enttäuscht mit diesem Film, erwarte aber nachträglich eine Korrektur sobald ich die komplette Geschichte kennen und diesen Film besser einordnen kann. Bis dahin verbleibe ich neugierig, freue mich auf das große Finale und erkenne mehr und mehr, wer die größte Heldenrolle in diesem Mega-Franchise einnimmt: J.K. Rowling <3

                      *Gibt es in diesem Franchise eigentlich auch Teams? Falls ja: #TeamRon, Baby!

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                      • 8

                        Also dann, auf zum großen Finale: meine Güte, es sind wirklich schon 9 Jahre vergangen, die Darsteller sind erwachsen geworden und der Kampf gegen den fiesen Voldemort geht in die letzte Runde – wenngleich der Ausgang seit dem Erscheinen des Buches vor drei Jahren ja feststeht. Immerhin erkannten die Macher dass die Buchvorlagen diesmal wirklich zu üppig ist um sie entsprechend zusammen zu streichen und dabei höchstens ein unzufriedener Film bei rumkäme – daher geht man den „Kill Bill“ Weg, schickt den Film in zwei Hälften. Hoffen wir dass die große Schlacht um Hogwarts dabei die große Entschädigung wird, denn diese erste Hälfte drosselt die Erwartungshaltung doch ziemlich. Das was mich im Buch gestört hat geht mir auch beim Film auf den Geist, und sogar den Charakteren: die wollen losziehen um die fiesen „Horkruxe“ zu finden, haben nur keine Ahnung wo sie das können und reisen ne lange Zeit sinn und ziellos durch die Gegend. Dabei verschlechtert sich nicht nur das Klima zwischen den Charakteren, auch als Zuschauer ist man recht schnell gelangweilt den vertrauten Helden zuzusehen wie sie in irgendwelchen tristen und trostlosen Gegenden herumsitzen und nicht wissen was sie tun sollen. Und auch wenn die Macher sich damit rühmen dass sie ja diesmal nichts wegstreichen können tun sies leider doch: viele Szenen und insbesondere zahlreiche Hauptfiguren kommen wieder nur fürs Protokoll kurz vor, wo der wissende Buchkenner aber Bescheid weiß. Trotzdem kann ich den Film nicht restlos schlechtmachen: der Film hat die wesentlichen Darsteller in gewohnter Bestform parat, die Effekte und Actionszenen sind auf hohem Niveau und wenn es dann mal zur Sache geht rumst die Leinwand doch gewaltig … wenngleich wir das in diesem Kinojahr in anderen Filmen deutlich heftiger erlebt haben. Also, erwarten wir mal das große Finish in einem halben Jahr! Dieser hier verdirbt nicht direkt die Laune darauf, aber heizt sie auch nicht völlig an!

                        Fazit: Etwas an Längen leidendes Intro zum großen Showdown das überraschend viel in total depressiven Kulissen spielt!

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                        • 8 .5

                          "Until the very end"

                          Einfach klasse wie Dumbeldores Leben hier ausschweifend erklärt wird und wie die Beziehungen zu seiner Familie war.

                          • 8

                            Eine tolle Fortsetzung der Story mit neuen interessanten Hintergründen zu den Charakteren und einer einladend abwechselnden Kulisse!

                            • 7 .5

                              Der erste Teil des großen Finales kommt nach einem tollen Start, der die richtige Mischung aus rasanten, nostalgischen und düsteren Momenten findet, recht schnell sehr langatmig daher. Neben einigen netten Einfällen (die visuelle Umsetzung der Sage über die Heiligtümer des Todes ist erfrischend originell) schießen Buch und Regie ein Feuerwerk aus Logikfehlern und Unwahrscheinlichkeiten ab. Dem kann der wie gewohnt gute Cast und die prächtigen Effekte nur selten etwas entgegensetzen und so zieht sich der Film ohne groß Spannung aufzubauen einem gelungenen Ende entgegen, dass Hoffnung auf einen guten Abschluss bietet.

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                                TommyBarin 23.04.2017, 13:50 Geändert 29.04.2017, 02:36

                                'Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1' von David Yates ist ein düsteres Leinwanderlebnis, welches zwar nicht ohne Mängel, aber dafür mit viel Empathie verfilmt wurde.
                                Die Kacke ist am dampfen. Dumbledore ist Tod. Der Widerstand des Orden des Phönix ist beinahe gebrochen und Voldemort ist auf dem Vormarsch. Zur gleichen Zeit sitzt Harry im Haus seiner Verwandten in Surrey und wartet darauf abgeholt und zum Haus der Weasleys, mittels Geleitschutz, gebracht zu werden. Doch der Krieg fordert schnell seine ersten Opfer.
                                J. K. Rowling ging mit dem abschließenden siebten Band den richtigen Schritt und füllte ihren letzten Roman, um Harry Potter, mit einem Szenario, das stark an die resoluten Vorgänge im Nationalsozialismus erinnert. Damit setzte sie konsequent ihren eingeschlagenen Weg der Sozialkritik fort und verdeutlicht die Gefahren von Rassismus und Intoleranz vor dem Hintergrund einer faschistischen Ideologie.
                                Yates schafft es, während der 146 Minuten, nicht komplett, die Bedeutung der Geschichte mit seiner Regiearbeit gerecht zu werden. Aber es gelingt ihm die Grundstimmung des Buches in bedrückende Bilder zu fassen. Das dabei die Leichtigkeit der vergangenen Potter-Filme verloren geht, ist unumgänglich. Doch diesmal versteht er es, anders als zuvor, dass man nicht die Handlung der Produktion anpassen muss, sondern umgekehrt.
                                Fazit: Yates gelingt ein sehr guter Film und visualisiert für uns die Ohnmacht des jungen Harry Potters im Kampf gegen einen übermächtigen Feind. Dabei setzt er Nick Cave ein Denkmal, das unumstößlich ist. Children lift up your voice!!!

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                                  [...] Sicherlich ist Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 nur so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm, ein reines Expositionsfest, wie es von manchen Seiten heißt – oder ein endlos langweiliger Campingausflug, wenn man noch garstiger werden will. Tatsächlich bewahrt sich der Film jedoch etwas, was seit den Anfängen der Reihe verloren gegangen ist, nämlich ausreichend Zeit. Zum ersten Mal wirken die Geschehnisse nicht gehetzt und vollgestopft, stattdessen gibt es endlich Augenblicke des Ausruhens, simple Charaktermomente und ehrliche Interaktion zwischen den Figuren. Das strapaziert natürlich die Sehgewohnheiten, denn sicherlich ist der Film dramaturgisch weniger wirkungsvoll als noch seine Vorgänger, ganz einfach deswegen, weil er die Aufgabe hat eine halbe Geschichte als eigenständiges Werk zu verkaufen. Glücklicherweise kann er diese notwendigen Defizite durch seine stimmungsvollen Bilder und der gelungenen Atmosphäre mehr als nur ausgleichen. Überraschenderweise scheint auch Yates mittlerweile verstanden zu haben, dass Düsternis und Tristesse keine Fragen des Farbfilters sind, sondern als Empfindungen auf den Zuschauer übertragen werden müssen. [...]

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                                    Leinzi 10.12.2016, 12:25 Geändert 09.10.2017, 15:05

                                    Potterreiche Abenteuer und wie sie zu bewerten sind... #7:
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                                    Eines ist dieser Film ganz sicher im Gegensatz zu seinen Vorgängern: anders. Und das liegt nicht an der Zweiteilung, sondern daran, dass das Schloss in diesem keine Rolle spielt. Dafür gibt es nun viele (gar nicht so magische) Schauplätze, die mit steter Regelmäßigkeit gewechselt werden.

                                    Schritt für Schritt werden mehr Einzelheiten offenbart, die notwendig sind, um das Böse endgültig zu vernichten. Für Nichtkenner des Buches (schuldig!) sind diese Schritte manchmal nicht ganz nachzuvollziehen, da Informationen fehlen. Dennoch konnte ich der Rahmenhandlung folgen, die Details hole ich dann bald nach. So sagt mir der Name "Gellert Grindelwald" zwar inzwischen etwas, was aber auch am aktuellen Kinofilm PHANTASTISCHE ... (nicht gesehen) liegt, aber so richtig viel erfährt man nicht. Im "Stein der Weisen" wurde er kurz erwähnt, aber das war auch so ziemlich alles. Bei der letzten Sichtung war das für mich einfach ein Name unter vielen. Die Lehrerin für "Muggelkunde" vom Anfang des Filmes bleibt ebenso wenig beleuchtet.

                                    Egal, ob man eine Aufteilung eines Buches auf mehrere Filme nun mag oder nicht, so darf man annerkennen, dass kein besserer Zeitpunkt für den Cut hätte gefunden werden können. In den letzten 20 - 30 Minuten spitzt sich die Lage so zu, dass es wohl keinen gibt, der nach dem Abspann sagen würde: "Mir egal, was jetzt passiert. Nach sieben Filmen ist Schluss!"

                                    Insgesamt ein unterhaltsamer Film, der aber auch nicht versteckt, was er ist: ein Prolog. Knapp vor ASKABAN, der noch mit meiner Vergangenheit zu kämpfen hat.

                                    Potterreiche Abenteuer und wie sie zu bewerten sind...:
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                                    Link zur Liste: http://www.moviepilot.de/liste/potterreiche-abenteuer-und-wie-sie-zu-bewerten-sind-leinzi
                                    -------------------------------

                                    Bewertung: 77% [09.12.2016]

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                                    • 8
                                      Eponine07 26.11.2016, 19:33 Geändert 19.12.2016, 13:35

                                      Als Nichtleserin der Bücher kann ich nicht beurteilen ob die Splittung des letzten Buches nötig gewesen wäre aber ich find es definitiv nicht schlimm. Teil 1 und 2 der Heiligtümer haben ihre Vor- und Nachteile. Der Vorteil an diesem Teil ist, dass er sich sehr viel Zeit für die Figuren und die Erzählung der Geschichte lässt. Mir gefällt die Zeit in der Harry, Ron und Hermine auf sich allein gestellt sind und versuchen die Horokruxe zu zerstören, bzw. die schönen Freundschaftsmomente zwischen Harry und Hermine (die Tanzsequenz *-*) und die Eifersucht von Ron.
                                      Am meisten hat mich natürlich Dobbys Tod bewegt *schnief* so traurig, der arme kleine Dobby!

                                      Der Film hat die ein oder andere kleine Länge, aber nichts worüber ich mich im Vergleich zum Vorgänger großartig beschweren müsste!
                                      Noch dazu kriegt Draco auch noch ein bisschen Screen-time und verrät am Ende nicht mal Harry womit er noch mal Sympathien sammeln kann.
                                      Im großen und ganzen also eine gelungene Einführung zum großen Finale!

                                      • 1

                                        Nur bekloppt, selbst in der geschaffenen Welt, ist jede zweite Szene total unlogisch. Auch der abklatsch von Western, die schießen mit Zauberstäben, also mit einem Zauber, Blitzkugeln und verhalten sich auch wie in einem Western, suchen Deckung hinter Tischen und das tollste, sie können sich sogar Streifschüsse zuziehen. Also so was beklopptes, ein Zauber der nur streift, auch immer diese Kugel Schüsse anstatt direkt einen kräftigeren Zauber auszusprechen. Da merkt man ja schon wie arm das ist, wenn man sich schon an schlichten Pistolenschuss-Szenen bedienen muss um Spannung aufzubauen.

                                        Und solche und schlimmere unlogische Dinge passieren da im Minuten Takt, dass tut nur noch weh sich den Unsinn anzusehen. Für Kinder unter 16 Jahre vielleicht okay, aber ein normaler Mensch kann sich das nicht geben, außer halt die die ihren Kopf ohnehin im Standby lassen

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                                          Mein Kommentar vom 22.11.2010:
                                          Harry Potter 7.1 ist ein sehr gut umgesetzter und spannender Film.
                                          In 10 Jahren erinnere ich mich allerdings nur an die scheiß Tanzszene.

                                          • 6

                                            So, jetzt ist das Finale also zum greifen nah und hat mit dem ersten Teil des letzten Buches begonnen.
                                            Der Auftakt war sehr stark und sehr düster. So düster dass ich es zwar gut fand, aber hier und da schon gedacht habe "zu düster für die jüngeren Potter Fans".
                                            Naja egal.
                                            Leider kann der Film das anfangs vorgegebene Niveau nicht über die gesamte Länge halten und gerade die doch sehr zähe Zeit wo Harry, Ron und Hermine durch die Wildnis reisen hat mich doch ziemlich runter gebracht.
                                            Zwar ist auch dieses Kapitel nicht unbedingt uninteressant, kommen wir doch so den Hauptfiguren auch mal in ruhigeren Momenten näher, aber gepackt hat es mich dann schlußendlich trotzdem nicht.
                                            Was man dann von der letzten halben Stunde nicht unbedingt sagen kann.
                                            Diese hat dann wieder Lust auf mehr gemacht.
                                            Und so freue ich mich jetzt auf das große Finale.
                                            Dann ist es aber auch erstmal wieder gut und es reicht mit Zauberern, Hogwarts und Co.

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                                            • 7

                                              Starker Auftakt des Finales, welcher einen von Anfang an packt!

                                              • 10

                                                Mit einem mehr als gelungenen "Wingardium Leviosa" hat David Yates nach dem filmischen Tiefpunkt "Half-Blood Prince" nun seine O.W.L.s bestanden. Bevor die Potter-Reihe im fulminanten Finale gipfelt, wird deutlich, wie angenehm es für Buchkenner ist, den letzten Band in zwei Teilen zu verfilmen.
                                                Zwar könnte man sich auch bei Teil 7.1 in Grund und Boden ärgern über noch so kleine Detailveränderungen aber das große Ganze überwiegt. David Yates ist ein wunderbar düsteres Schlusskapitel gelungen, in dem vor allem Emma Watson in oscarreifer Performance allen anderen die Show stiehlt. Wobei das natürlich "Kritik" auf höchstem Niveau ist.
                                                Klar, irgendwie fehlt Hogwarts (handlungsbedingt), weil es einfach zu Harry gehört, aber das fesselnde Roadmovie überzeugt endlich wieder mit einer stimmigen Inszenierung. Besonders lobenswert die ästhetische Darstellung der Deathly Hallows!
                                                Teil 7.1 liefert damit den fast perfekten Vorbereiter zum alles in den Schatten stellenden letzten Akt des magischen Spektakels.

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                                                • 10

                                                  Harry Potter ... Die Bücher haben mich in meiner Jugendzeit stehts begleitet. Jedes Buch mindestens 2 mal gelesen und die Filme schon dutzende Male geschaut. Auch wenn die Filme nicht immer detailgetreu zu den Büchern laufen, so ist doch jeder einzelne auf seine Art und Weise toll. Die geniale Geschichte kann man einfach nicht in Worte fassen und man ist einfach nur überwältigt,  wenn atemberaubende Bildgewalt auf einen niedergeht.
                                                  Schade das es vorbei ist!

                                                  • 5 .5

                                                    Der schlechteste Teil meiner Meinung...