Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 - Kritik

Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I

US/GB · 2010 · Laufzeit 146 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
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    Botwin 22.12.2018, 22:26 Geändert 22.12.2018, 22:41

    Optisch ein Augenschmaus und wieder etwas düsterer als im vorigen Teil. Leider hat dieser Teil so seine längen denn die Story ist durch das Splitting des Finales in 2 Teile meines Erachtens zu sehr in die länge gezogen.

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      Die Harry Potter-Reihe beginnt mit dem ersten Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes das Ende der Saga und das hätte nicht besser anfangen können.
      Die Story gefällt mir seit dem Feuerkelch mal wieder richtig gut, sie gehen endlich nicht mehr in die Schule, sondern sind in der Natur unterwegs, um ihr wisst schon wen zu töten. Über die gesamte Geschichte muss man dabei auch immer wieder geliebte Charaktere verschmerzen, was zur Emitionalität dieses Films grundlegend beiträgt (R.I.P. kleiner Dobby)
      Die Kämpfe sehen wieder spektakulät aus, allgemein sieht alles in dem Film spektakulär aus und er verbreitet die richtige Stimmung, um sich extrem auf den 2. Teil des Finals zu freuen.
      Mich hat dieser Teil voll und ganz in seinen Bann gezogen. Er hapert zwar immernoch mit ein paaer Problemen, die auch schon seine Vorgänger hatten, aber alles in allem ist das meiner Meinung nach mit dem Gefangenen von Askaban der beste Film der Reihe bisher. Bin auf jeden Fall gespannt auf die Heiligtümer des Todes Teil 2.

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        Nun neigt sich mein HP Marathon tatsächlich dem Ende und wenngleich visuell völlig überzeugend, dümpelt hier eine Story - so dünn wie ein Topmodel - vor sich hin ohne wirklich zu überraschen oder zu überzeugen.

        Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung aber es häufen sich Ungereimtheiten und ganze Parts gehen einfach unter.

        Fazt: Offenbar mit dem ursprünglichen Zielpublikum gewachsener Mainstream (eher was für gestandene Fans).

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          Road to Fantastic Beasts: Crimes of Grindelwald #7

          Da ist er nun, mein persönlicher Ausreißer aus der sonst wirklich guten Harry Potter Reihe. "Deathly Hallows 1" markiert den Punkt, an dem man sich entschied, das Universum vollends auszuschlachten, bevor einem noch die Vorlagen ausgehen. "Die Heiligtümer des Todes" von J.K.Rowling ist zwar nicht mein Lieblingsteil der Bücher, aber immerhin ein in sich schlüssiges Werk mit einem würdigen Ende einer großartigen Buchreihe. Für die Verfilmung hat man diese Vorlage nun im wahrsten Sinne des Wortes in zwei Hälften gerissen und dabei irgendwie versucht, den ersten Akt einer Geschichte in 3 Akten zu erzählen, inklusive Klimatischem Höhepunkt und finalem Konflikt. So fühlt sich die Handlung für mich dann auch an: Wie eine elendig lange Exposition, die ihre 3 Akt-Struktur nur vorgibt. Dabei enttarnt sich der Film immer wieder selbst. Noch gegen Ende hin kommen typische Expositions-Szenen zum Einsatz, in denen Handlungselemente erklärt werden, die aber erst in Teil 2 wirklich Relevanz haben werden. So tauchen die namensgebenden Heiligtümer des Todes erst gegen Ende hin überhaupt auf. Mein persönlicher Ersatztitel-Vorschlag: "Die unendliche Jagd nach den Horkruxen". So fühlt sich der Film an vielen Stellen nämlich auch an: Unendlich. Sequenzen sind dabei derart in die Länge gezogen, dass sie nicht aus der Vorlage gekürzt werden müssen, sondern sogar noch künstlich verlängert werden. Die flache Charakterentwicklung tut ihr übriges. Wenn es dann einmal actionreicher wird, endet aber schlussendlich alles in einem derartigen Schnittgewitter, dass man nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist.

          Visuell ist "Deathly Hallows 1" ebenfalls eine Enttäuschung, besonders nach dem stellenweise beeindruckenden "Halbblutprinz". Bis auf ein paar schöne Aufnahmen war mir die Farbkorrektur zu leblos und nichtssagend. Mit CGI-Effekten übertreibt man es ebenso maßlos. Schade, zumal ich den CGI-Einsatz der Vorgänger meistens zumindest in Ordnung fand. Allgemein bin ich froh, dass ich "Deathly Hallows 1" nun hinter mir habe. Für Teil 2 hoffe ich auf Besserung.

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            RoboMaus 18.11.2018, 08:15 Geändert 18.11.2018, 08:58

            Harry Potter for Blade Runner!

            Mit einem Fantasy-Abenteuer hat 'Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1' (2010) nur noch streckenweise etwas zu tun. Auch vom Kinderfilm des ersten Teils ist das inzwischen weit entfernt. Ganz bewusst legt man sich die Aura der bleiernen, schleppend sinnierenden Ernsthaftigkeit in möglichst düsterem Ambiente zu, so dass der Betrachter manchmal den Eindruck bekommt, als ob etwas mit dem Heimkinobildschirm nicht stimmt.

            Gelungene Phasen der Auseinandersetzung mit den Bösen wechseln mit immer länger werdenden Phasen von Problem- und Lagebesprechung der drei Helden ab. In der ersten Hälfte ist das noch tragbar. Doch nach der mit Abstand besten und spannendsten Sequenz vor der Mitte (Eindringen in das Ministerium der Bösen zur Entwendung des Medaillons) verkommt der Plot zu einer Harry Potter-Diskussionsrunde, die bevorzugt im Wald ausgetragen wird. Man langweilt den nicht bedingungslos teilnehmenden Zuschauer mit scheinbar endlosen Betrachtungen der eigenen Situation und den möglichen Absichten der Bösen, während die Handlung einfriert. Auf diese Weise wird der magere Inhalt wieder einmal auf knappe zweieinhalb Stunden gestreckt.

            Sowohl inhaltlich, als auch in der Erzählstruktur gerät der Plot zu einem langatmigen, zähen Brei in Überlänge, der kaum noch zu ertragen ist. Hätte ich diesen Film im Kino gesehen, wäre ich spätestens eine dreiviertel Stunde vor dem Ende aus dem Saal gegangen, hätte ein gemütliches Bier im Foyer getrunken und absolut nichts versäumt.

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              spaehling 05.11.2018, 01:45 Geändert 05.11.2018, 01:46

              Gute Produktions Qualität, massive Logik Lücken, leider langweilige Geschichte und noch langweiliger erzählt. Nichts sehr innovativ und leider sehr voraussehbar. Schauspieler soweit top. Schnitt besser als beim teil davor.
              Alles im allem eher enttäuschend.

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                Movienatrix 27.10.2018, 10:10 Geändert 27.10.2018, 10:13

                Alternativtitel: Potter`s Einöde !
                Düster, schwermütig und wortkarg kommt der Film daher, von denen sich 90% der Produktion darauf bezogen haben, einen Walkthrough durch Grennscreen&CGI animierte Landscapes generieren zu können.
                Hier und da wird dann auch mal ein wenig Handlung zwischen spärlichen Dialogfetzen gesetzt, aber dennoch ist es mehr als ermüdend, Potter&Co größtenteils dabei zusehen zu müssen, wie sie selbst zumeist nur irritiert in obliegende Landschaften, bzw. Pre-Matte Ideen der CGI-Artists schauen sollen.

                "Düster" bezieht sich dabei nicht nur auf die Atmosphäre des Films, sondern auch an einigen Stellen darauf, das der Film wirklich im Dunklen liegt und man teilweise gar nichts sieht...etwas mehr Belichtung hätte der Film dringend nötig gehabt.

                In einer anderen Szene, die abermals den nachdenklich grüblerischen Potter zeigt (eines der Lieblingseinstellungen des Regisseurs), dachte ich, die DVD, der Player oder Bildschirm wäre eingefroren, weil sich praktisch Momente lang rein gar nichts bewegt hat.

                Es ist nicht nur die mit Abstand langweiligste Episode der Potter-Verfilmungen, sondern auch einer der langweiligsten Filme, die ich mitunter überhaupt gesehen habe. Im Grunde bricht die Handlung auf ca. 20 Minuten Film herunter, dazwischen Lücken füllend schwenkt die Kamera mit den Protagonisten durch trostlose Landschaften, bis die Grenze der Duldsamkeit erreicht ist und man wieder die Handlung ein wenig vorantreibt.

                Wer auf bleiernd gähnende Schwermütigkeit steht, wird den Film großartig finden.
                Ich für meinen Teil hätte sehr gerne mehr Abenteuer und aufregende Mystik erwartet.

                Nun ja, zumindest im 2.Teil kommt man wieder weit mehr auf unterhaltsam märchenhafte Potter-Kosten.

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                  [...] "O Children. Forgive us now for what we’ve done." In der hoffnungslosesten Stunde beschwört Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 1 den zerbrechlichsten, den kostbarsten Moment der gesamten Reihe. Harry und Hermine tanzen schüchtern zum Gesang von Nick Cave, der vorsichtig aus dem Radio tönt, wo zuvor nur Meldungen von Angst und Schrecken zu vernehmen waren. Eine Bewegung, eine Drehung am Ende aller Tage: Mit der puren Magie des Kinos schafft David Yates diesen unendlichen Augenblick, in dem gleich mehrere Welten kollidieren und aus den Kinderaugen die von Erwachsenen werden. Schließlich findet die Musik ihren Weg aus dem Film heraus, sprengt den Rahmen und umarmt die bewegten Bilder mit bedingungsloser Wärme und Liebe, die sich selbst im Angesicht größter Unsicherheit nicht von der zerstörerischen Macht eines Horkruxes beirren lässt. Leise findet der Protest gegen die Dunkelheit statt, bevor Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 1 in seinen finalen Minuten etwas unheimlich Rohes, aber ebenso Versöhnliches entdeckt. Nasser Sand und ein Begräbnis ohne Magie vereinen sich mit den unvoreingenommen Klängen einer Flöte, die behutsam wie die ersten Sonnenstrahlen am Morgen von Hoffnung und Zuversicht kündet. Nicht einmal der Tod kann diesen Funken zum Erlöschen bringen. "Rejoice, rejoice."

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                    Die Entscheidung, das letzte Buch, obwohl bei weitem nicht so umfangreich wie z. B. der fünfte Band, war meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig, aber auch nicht per se eine falsche Entscheidung. Yates hat sich damit die Möglichkeit gegeben, seine Visionen für das große Finale eines umfangreichen Franchises unabhängig vom Faktor Länge zu verwirklichen, ohne dabei die Kinogewohnheiten seiner Zielgruppe zu strapazieren, wie es beispielsweise bei den Herr der Ringe-Filmen praktiziert wurde.
                    "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1)" unterscheidet sich nun gänzlich von allen vorangegangenen Filmen, denn erstmals findet das Geschehen komplett abseits von Hogwarts in der großen, weiten Welt statt, womit von überall her Gefahren, aber auch viel weniger gestalterische Einschränkungen lauern. Plotbedingt wechseln sich hier Phasen, ja fast schon der Langeweile, und Phasen der überhöhten Spannung ab. Die Figuren sind jetzt sehr erwachsen, auftretende Konflikte werden ausgereift präsentiert und Prioritäten werden wieder verständlicher gesetzt. Abgesehen davon passiert in dem Film einfach unglaublich viel, denn es gilt nun wieder, möglichst viel in jede Filmminute unterzubringen und dabei nicht überladen zu werden. .. für mich hat die Harry Potter-Reihe mit diesem Teil den Höhepunkt ihrer cineastischen Umsetzung erreicht; der Anspruch, dieses Niveau im letzten Film zu halten, scheint beinahe unmöglich.

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                      Adventpuss 13.08.2018, 14:56 Geändert 20.08.2018, 16:13

                      Tatsächlich mein Zweitlieblingsfilm über den Jungen, der überlebte, nach "Harry Potter und der Orden des Phönix". Man merkt zumindest in den ersten Minuten bis hin zur Waldsequenz, was für Harry auf dem Spiel steht und zu was sich die ganze Reihe entwickelt hat. Ich "liebe" Harry Potter einfach.

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                        Bei dem bin ich etwas zwiegespalten. Dadurch das man zwei Teile daraus gemacht hat, wirkt dieser hier bisweilen sehr langatmig. Die Bildwelten selber waren wie immer gut, aber der hat mich nicht mitgenommen.

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                          Kason39 08.07.2018, 18:04 Geändert 08.07.2018, 18:04

                          Tolle Atmosphäre , schöne Locations und die gewohnte Mystik machen auch diesen Teil der Filmreihe sehr gelungen ! Man kann ihn jedoch nicht mit den Vorgängern vergleichen , er hat sogar einen kleinen eigenen Style

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                            Spannender und ganz zu Beginn auch mit Witz gewürzter, erster Teil des Finales.

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                              Wenn die Zeit im Raum gefriert: Harry und Hermine tanzen in einem Zelt. Die Musik von Nick Cave and the Bad Seeds bäumt sich auf. Keiner dieser beiden Schauspieler spielt das in diesem Moment ausgestellt bedeutungssschwanger, sondern genau so wie diese Szene gemeint ist: als kleine, tröstliche Enklave des Glücks inmitten weltumspannender Veränderungsprozesse. Das ist ganz große Klasse und zeugt von einem Regisseur, der an weit mehr interessiert ist als den großen Eckpfeilern der Buchvorlage. Es ist sowieso erstaunlich, wie wortkarg dieser erste Teil des großen Franchise-Finales bisweilen durch seine hoffnungslos gewordene Welt reist. Ständig müssen Harry, Ron und Hermine damit rechnen, verraten zu werden; der Horkrux hat zu allem Überfluss auch noch ähnliche Effekte wie jener Ring, der einst Frodo und Sam eine beschwerliche Reise bereitete; auch er sät Zwietracht und Misstrauen zwischen Menschen, die doch eigentlich Freunde sind und wiegt schwer als Last, die es zu (er-)tragen gilt, wenn man die Kräfte des Bösen zurückzudrängen versucht. Yates scheint zuvorderst an der Beziehungsstruktur des zentralen Trios interessiert zu sein und thematisiert immer wieder die Bürde Potters, der Auserwählte zu sein, aber auch der Eifersucht anderer darüber, es nicht sein zu können. Für eine Buchadaption nimmt sich Yates viel unbesprochenen Raum, stattdessen wird vieles rein visuell miterzählt - abseits von den erwartbaren "schönen" Bildern irgendwelcher Landschaften vom Ende der Welt. Nein, wird haben es hier mit einem Regisseur zu tun, der wirklich Lust hat auf seine Figuren und ihre Spannungsfelder. Nur ganz selten wird der zurückhaltende Score von Desplat bemüht - etwa in den kurzen, unvermittelt einsetzenden Gefechtssituationen, die überhaupt keine Anstalten machen, irgendwelchen ominösen Erwartungen an eine festgeschriebe Dosis Spektakel nachzukommen. Der Film ist von einer stetig präsenten Hoffnungslosigkeit durchzogen, weil er sich in der komfortablen Situation wiederfindet, eben nur das Vorspiel zu einem großen Finale liefern zu müssen. Insofern kann man der Entscheidung, das letzte Buch in zwei Teile zu untergliedern, nur begrüßen, hat es uns doch diese wunderbare filmische Anomalie beschert.

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                                „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ beginnt sehr rasant. Zunächst werden Harry und seine Mitstreiter auf dem Weg zum Fuchsbau von Todessern angegriffen, wodurch auch Alastor Moody und Hedwig sterben und George ein Ohr verliert. Die darauf folgende Hochzeit von Bill und Fleur ist eine der wenigen fröhlichen Szenen dieses Teils. Doch dies hält auch gar nicht lang an, da wenig später auch die Hochzeitsgesellschaft von Todessern angegriffen wird. Harry, Ron und Hermine müssen schnell fliehen und suchen zunächst in einem Café der Muggels Unterschlupf, wo sie allerdings auch gleich das nächste Mal von zwei Todessern angegriffen werden. Nachdem die Todesser außer Gefecht gesetzt sind, verstecken sich Harry, Ron und Hermine zunächst im Quartier des Orden des Phönix, wo sie Kreacher damit beauftragen, Mundungus Fletcher herzubringen. Daraufhin gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Dobby, einer meiner Lieblingsfiguren aus der Harry-Potter-Welt. In den Büchern hatte Dobby ja auch in den Teilen 4, 5 und 6 kleinere Auftritte, die in den Filmen jedoch leider weggelassen wurden. Im 7.Teil darf er dann jedoch auch im Film noch einmal auftreten, da er hier gemeinsam mit Kreacher Mundungus Fletcher gefangennimmt, durch den Harry, Ron und Hermine schließlich erfahren, dass einer der Hokruxe im Besitz von Dolores Umbridge ist. Es schließen sich nun die Szenen im Zaubereiministerium an, die meiner Meinung nach die stärksten Szenen dieses Harry-Potter-Films sind. Zum einen sind sie natürlich sehr spannend gemacht und gehören auch zu den wenigen Szenen dieses Films, in denen man wirklich in die Welt der Zauberer abtaucht. Zum anderen wird bei diesen Szenen jedoch auch besonders deutlich, dass die Harry-Potter-Reihe, wenn man den ganzen Hokuspokus einmal weglässt und ein bisschen zwischen den Zeilen ließt, vor allem in den späteren Teilen eigentlich sogar sehr politisch ist. Die Parallelen zu den Nazis sind hier wirklich nicht mehr zu übersehen. Manche Ministeriums-Mitarbeiter tragen Gestapo-Mäntel. Die Uniformen von Voldemorts Polizei ähneln SA-Uniformen sehr stark. Die Darstellung von Muggels auf Propaganda-Heften des Zaubereiministeriums erinnert sehr an die Darstellung von Juden im Stürmer. Auch beim „Blutstatus“, den jetzt viele Ministeriums-Mitarbeiter nachweisen müssen, sind die Parallelen natürlich unverkennbar. Dolores Umbridge dagegen steht stellvertretend für jene konservativen Kräfte, die nach Hitlers Machtantritt sehr schnell die demokratische Maske haben fallen lassen, um dann mit den Nazis gemeinsame Sache zu machen. Nach den überaus gelungenen Szenen im Zaubereiministerium schließt sich dann jedoch ein etwas zäher Mittelteil an, in dem es hauptsächlich nur darum geht, den einen Hokrux zu zerstören, sodass dann noch fünf Seelenteile von Voldemort übrigbleiben, die dann alle im letzten Film vernichtet werden müssen. Zudem hat der Mittelteil des vorletzten Films eine ziemlich triste und auch recht realistisch wirkende Atmosphäre. Harry, Ron und Hermine streifen nun durch ganz gewöhnliche Wiesen und Wälder, oder sogar vorbei an Campingplätzen, Brücken und Kühltürmen der Muggels, sodass man hier phasenweise schon gar nicht mehr das Gefühl hat, noch einen Fantasyfilm zu sehen. Die triste Stimmung wird dann noch durch die zunehmend miese Stimmung von Ron verstärkt. Der Einfluss des Hokrux auf Ron erinnert hier übrigens sehr stark an den Einfluss des Rings auf Frodo. Der vorletzte Harry-Potter-Film jedenfalls nimmt ab da wieder mehr Schwung auf, als Harry, Ron und Hermine das Haus der Lovegoods besuchen. Sehr originell fand ich da auch die Idee, das Märchen von den drei Brüdern als Trickfilm darzustellen. Nachdem Xenophilius Lovegood Harry, Ron und Hermine verrät, damit Luna freigelassen wird, müssen Harry, Ron und Hermine vor den Greifern fliehen, was ihnen jedoch misslingt. Die drei werden somit gefangen genommen und in das Haus der Malfoys gebracht. Die Szenen im Haus der Malfoys sind auch noch mal sehr spannend gemacht und hier wird dann auch zum ersten Mal deutlich, dass Draco Malfoy eigentlich doch nicht abgrundtief böse ist. Zudem hat hier auch Dobby noch mal einen Auftritt, der dann allerdings leider sein letzter sein soll. Trotzt einiger wirklich guter Szenen ist dieser Harry-Potter-Film sicherlich der Schwächste, was man ihm aber gar nicht zum Vorwurf machen kann. Als einziger Harry-Potter-Film endet er ziemlich willkürlich mitten in einem Buch. Es war sicherlich die richtige Entscheidung aus dem letzten Buch zwei Filme zu machen. Während es in den anderen Büchern auch immer einige Nebenhandlungen gab, die zwar oftmals ganz witzig, aber für den Haupthandlungsstrang nicht sonderlich wichtig waren, ist im letzten Buch wirkliche jede Station wichtig, da sie letzten Endes dazu dient, dass alle Hokruxe zerstört werden können. Das letzte Buch auf einen Film zusammenzukürzen wäre also kaum möglich gewesen. Dadurch kommt dem vorletzten Film allerdings auch eine ziemlich undankbare Rolle zu. Er enthält keinen wirklichen Höhepunkt, spielt vollständig außerhalb von Hogwarts und hat eben auch einen ziemlich langatmigen Mittelteil. Dafür allerdings hat der Film diese undankbare Aufgabe noch ziemlich gut gemeistert.

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                                  marv.kukovic 11.01.2018, 21:15 Geändert 11.01.2018, 22:06

                                  jk rowlings letztes kreatives schaffen in der magischen Welt zu mindestens in der Harry Ära und haben sie es vergeigt oder sind sie nochmal wie Voldemorts Lichtstrahl nach oben in die Sterne geschossen. Wie eine Medaille haben die ersten 24 Kapitel aus dem Buch vieles wunderbare und leider Gottes strecken lange "ich will endlich verzaubert werden" Momente die einem misslungenen Campingausflug/RoadMovie ähneln.

                                  Unter unzumutbaren Minus graden in Godric's Hollow die sich in Form eiskalter Schneeflocken erstreckten, fühlte ich mich wirklich aufgefangen und verstanden, denn genau so eiskalt lässt der gesplittete Potter meine Gefühlswelt zurück.
                                  Was bleibt ist ein gewisses Grundgefühl. Von den aufregenden Augenblicken die nostalgischen Wiederschau wert lieben, wenn Hagrid Harry im fliegenden Hobet zurück zum Fuchsbau mit einem Karacho Speed befördert in mitten von Dutzenden Anhängern des dunklen Lords lassen meine Leidenschaft fürs Filme schauen und den aufregenden Gefühlen nicht ganz auf die Strecke prasseln. Sich das Horkrux-Medaillon umringt von grauenvollen Dementoren in einem auf den anderen Moment zu erhaschen und schnell in Richtung Zauberministerium fliehen, trafen genau meine Empfindungen und wäre es so durchgehend gewesen Halleluja!
                                  Die Zerstörung des Medaillons was allmählich die Psyche deren zerstört die zu lange Einfluss auf ihr Seelenleben gewähren war mir echt zu ätzend und in der Hoffnung endlich den Augenblick der Zerstörung des Medaillons mit Rons stärksten Auftritt in allen Potter Teilen sehnte ich nur noch herbei, denn hier nahm es langsam fahrt auf und schnell sah man sich im Anwesen der Malfois wieder mit einem strahlenden sowie herzergreifenden Dobby. Nicht vergessen der Tod hat natürlich auch seine eigene Legende der Heiligtümer mit im Schlepptau und wow habe ich das genossen als Hermine sich die Emotionen von der Seele gerissen hat um aus den letzten überbleibe von Dumbledores Buch vorzulesen.

                                  Die magische Welt ist besonders wie noch nie, doch mehr Leidenschaft um Gefühle aufzuwecken, die oft bei mir verschwunden sind, hätte ich mir echt im Mittelteil gewünscht.

                                  7 von 10 Harrys für die Heiligtümer des Todes I

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                                    Spannendes Finale, absolut top!

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                                      Micro_Cuts 23.11.2017, 22:03 Geändert 23.11.2017, 22:04

                                      Der schwächste Teil. Unfassbare längen die extrem langweilen. Total unnötig das Finale aufzuteilen.

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                                        EpicFantasy 27.10.2017, 16:02 Geändert 27.10.2017, 16:03

                                        Nach zweiter Sichtung:

                                        Spannende erste 30 Minuten, wo auch viel Action geboten wird. Als Harry mit Ron und Hermine flüchtet bahnt sich, meiner Meinung nach, einer der langatmigsten und zum teil langweiligsten Passsagen der ganzen Harry-Potter Serie an. Einzig die Szenen als Ron den Horkrux zerstört und als sie eine direkte Konfrontation mit Bellatrix Lestrange, Draco und Lucius Malfoy haben, kam die Action wieder richtig in Fahrt. Mit einem sehr traurigen Höhepunkt mit dem Tod von Dobby (Nach dem Tod von Dumbledore im vorhergegangenen Teil ) geht dann auch dieser Film zu Ende.

                                        Düster und traurig, die Ruhe vor dem Sturm

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                                          düster, packend und ein Road movie, was begeistert. "Sehr schön", möchte ich rufen, denn der Film zeigt mir, dass es doch möglich ist einen guten Potter-Film zu machen.

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                                          • Puh. So langsam geht die Reihe dem Ende entgegen und so langsam merke ich einen leichten Verschliss. Mehr bei mir als bei den Filmen. Mein größtes Problem ist das Tempo in diesem und dem vorherigen Film. Ich erwarte ein großes Finale, ich erwarte Momentum zu diesem großen Finale. Stattdessen kriege ich weitere Setups, weitere MacGuffins präsentiert, wir drehen hier eine weitere große Ehrenrunde. Das enttäuscht mich erstmal.

                                            Andererseits kann sich dieser Film endlich mal etwas mehr Zeit für seine Figuren nehmen. Was auch wunderbar funktioniert! Besonders Ron hat mir hier in manch kleinem Moment das Herz gebrochen.* Harrys Heldenreise pausiert vielleicht ein bisschen im Großen, im Kleinen glänzt aber auch er. Und Hermine trifft hier eine fundamental wichtige Entscheidung.

                                            Die Potter-Reihe ist kein leichter Happen. Mir fehlt das Wissen um die Bücher und natürlich die Auflösung im großen Finale. Für den Moment verbleibe ich ein bisschen enttäuscht mit diesem Film, erwarte aber nachträglich eine Korrektur sobald ich die komplette Geschichte kennen und diesen Film besser einordnen kann. Bis dahin verbleibe ich neugierig, freue mich auf das große Finale und erkenne mehr und mehr, wer die größte Heldenrolle in diesem Mega-Franchise einnimmt: J.K. Rowling <3

                                            *Gibt es in diesem Franchise eigentlich auch Teams? Falls ja: #TeamRon, Baby!

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                                            • 8

                                              Also dann, auf zum großen Finale: meine Güte, es sind wirklich schon 9 Jahre vergangen, die Darsteller sind erwachsen geworden und der Kampf gegen den fiesen Voldemort geht in die letzte Runde – wenngleich der Ausgang seit dem Erscheinen des Buches vor drei Jahren ja feststeht. Immerhin erkannten die Macher dass die Buchvorlagen diesmal wirklich zu üppig ist um sie entsprechend zusammen zu streichen und dabei höchstens ein unzufriedener Film bei rumkäme – daher geht man den „Kill Bill“ Weg, schickt den Film in zwei Hälften. Hoffen wir dass die große Schlacht um Hogwarts dabei die große Entschädigung wird, denn diese erste Hälfte drosselt die Erwartungshaltung doch ziemlich. Das was mich im Buch gestört hat geht mir auch beim Film auf den Geist, und sogar den Charakteren: die wollen losziehen um die fiesen „Horkruxe“ zu finden, haben nur keine Ahnung wo sie das können und reisen ne lange Zeit sinn und ziellos durch die Gegend. Dabei verschlechtert sich nicht nur das Klima zwischen den Charakteren, auch als Zuschauer ist man recht schnell gelangweilt den vertrauten Helden zuzusehen wie sie in irgendwelchen tristen und trostlosen Gegenden herumsitzen und nicht wissen was sie tun sollen. Und auch wenn die Macher sich damit rühmen dass sie ja diesmal nichts wegstreichen können tun sies leider doch: viele Szenen und insbesondere zahlreiche Hauptfiguren kommen wieder nur fürs Protokoll kurz vor, wo der wissende Buchkenner aber Bescheid weiß. Trotzdem kann ich den Film nicht restlos schlechtmachen: der Film hat die wesentlichen Darsteller in gewohnter Bestform parat, die Effekte und Actionszenen sind auf hohem Niveau und wenn es dann mal zur Sache geht rumst die Leinwand doch gewaltig … wenngleich wir das in diesem Kinojahr in anderen Filmen deutlich heftiger erlebt haben. Also, erwarten wir mal das große Finish in einem halben Jahr! Dieser hier verdirbt nicht direkt die Laune darauf, aber heizt sie auch nicht völlig an!

                                              Fazit: Etwas an Längen leidendes Intro zum großen Showdown das überraschend viel in total depressiven Kulissen spielt!

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                                              • 8 .5

                                                "Until the very end"

                                                Einfach klasse wie Dumbeldores Leben hier ausschweifend erklärt wird und wie die Beziehungen zu seiner Familie war.

                                                • 8

                                                  Eine tolle Fortsetzung der Story mit neuen interessanten Hintergründen zu den Charakteren und einer einladend abwechselnden Kulisse!

                                                  • 7 .5

                                                    Der erste Teil des großen Finales kommt nach einem tollen Start, der die richtige Mischung aus rasanten, nostalgischen und düsteren Momenten findet, recht schnell sehr langatmig daher. Neben einigen netten Einfällen (die visuelle Umsetzung der Sage über die Heiligtümer des Todes ist erfrischend originell) schießen Buch und Regie ein Feuerwerk aus Logikfehlern und Unwahrscheinlichkeiten ab. Dem kann der wie gewohnt gute Cast und die prächtigen Effekte nur selten etwas entgegensetzen und so zieht sich der Film ohne groß Spannung aufzubauen einem gelungenen Ende entgegen, dass Hoffnung auf einen guten Abschluss bietet.