No Place on Earth - Kein Platz zum Leben - Kritik

No Place on Earth

DE/US/GB · 2012 · Laufzeit 86 Minuten · FSK 12 · Drama, Dokumentarfilm · Kinostart
Du
  • 8 .5

    Was ne krasse Story....Sollte man sehen, wenn man sich für den 2. WK interessiert. Ich fands richtig krass.

    1
    • 5 .5

      Die fiktionalen Passagen in No Place on Earth sind so lang geraten, dass man das Dokumentarische zwischendurch gänzlich vergisst. [...] Doch als Doku-Drama neutralisieren sich hier beide Elemente, statt einander zu befruchten. Was angesichts der ergreifenden Geschichte mehr als bedauerlich ist.

      • 3

        Tatsächliche Nähe zum Gegenstand geht in Kulissenschieberei verloren, Erfahrungsmöglichkeiten werden verhindert, Erkenntnis bleibt aus.

        • 5

          Leider vertraute die Regisseurin nicht den Überlebenden dieser Geschichte, sondern zerstört die Wirkung auf den Zuschauer durch lieblos inszeniertes Re-Enactment und unnötig dramatisierende Musik.

          • 3

            511 Tage unter der Erde - es ist eine unfassbare Geschichte, aber der Film, der sie wirklich erzählt, muss noch gedreht werden.

            1
            • 8

              Vier Kameramänner [...] gelingt es meisterhaft, mit Licht und Schatten arbeitend diesen Survivalkampf der Familien einzufangen.

              • 6

                Ja, die Geschichte dieser Menschen ist unglaublich faszinierend. Nein, der Film ist es leider nicht.

                • 8

                  Zwar gelingt Regisseurin Janet Tobias die Verknüpfung der zwei Handlungsstränge nicht immer. So forscht etwa Christopher Nicola weiter, nachdem dem Zuschauer längst die Zusammenhänge bekannt sind. Mit ihren nachgestellten Szenen vermittelt die Regisseurin jedoch das Gefühl der beklemmenden Enge und vor allem der Dunkelheit. Entscheidend dazu trägt die Arbeit der vier Kameramänner César Charlone, Sean Kirby, Peter Simonite und Eduard Grau bei, der bereits in „Buried – Lebend begraben“ (2010) dieses klaustrophobische Gefühl erzeugt hatte. Das von ihnen eingefangene Spiel von Licht und Schatten sorgt für die Glaubwürdigkeit der Spielszenen. Die Kamera bleibt wegen der beengten Verhältnisse stets mitten in der Gruppe, sehr nah an den Menschen. Janet Tobias braucht keine Spannung künstlich zu erzeugen. Selbst die Entdeckung der Gruppe durch die Gestapo wird fast beiläufig erzählt. Spannung entsteht durch die Ahnung, dass jeder Gang aus der Höhle heraus, um im Dorf Essbares zu besorgen, oder gar um Holz zu hacken, lebensgefährlich ist. Als 67 Jahre später Christopher Nicola einige der Überlebenden in die Höhle führt, entfachen die schlicht aufgenommenen Bilder eine ungemein emotionale Kraft.

                  • 7

                    Wie Menschen extreme Zeiten überleben können, zu welchen Einschränkungen sie dabei fähig sind, davon handelt der Dokumentarfilm „No Place on Earth“. Regisseurin Janet Tobias begleitet Christopher Nicola bei der Erkundung eines unterirdischen Tunnelsystems in der Ukraine. Der Höhlenforscher hatte dort eigentümliche Spuren entdeckt: In relativ junger Vergangenheit, in den vierziger Jahren, muss hier eine größere Gruppe Menschen gelebt haben. „Wir hatten keine Freunde, die hatten die Nazis erschossen“, sagen die Protagonisten. Dabei verlief das Zusammenleben unter Tage nicht unfallfrei: Streitereien und gar Schlägereien hat es gegeben. Die Wohnverhältnisse sind selbst für den Höhlenprofi ein Problem. Dennoch sind sich alle einig: Zum Leben war kein Platz auf der Erde, wohl aber darunter: „Man sagte uns, die Dämonen würden in den Höhlen leben. Wir wussten es besser: Sie waren draußen“, berichten die Zeitzeugen.
                    Regisseurin Tobias erzählt die Ereignisse nach, in dem sie Interviews mit nachgespielten Szenen kombiniert, historische Sequenzen mit Erklärungen einbaut. Ihr Film legt Zeugnis davon ab, wie Menschen unter schwierigsten politischen Bedingungen überleben können.