Zeit ohne Eltern
Deutschland (2006) | Dokumentarfilm | 67 MinutenZeit ohne Eltern ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2006 von Celia Rothmund.
Komplette Handlung und Informationen zu Zeit ohne Eltern
Der Film erzählt die Familiengeschichten von Jana Simon und Franziska Kriebisch, die in der DDR aufgewachsen sind. Sie kannten sich nicht, teilen jedoch die traumatische Erfahrung, von ihren Eltern von einem Tag auf den anderen getrennt worden zu sein, als diese von der Stasi verhaftet wurden. Während Janas Eltern 1984 mit den Kindern von Thüringen aus einen Fluchtversuch über die grüne Grenze wagen und gefasst werden, werden Franziskas Eltern im gleichen Jahr in ihrer Wohnung in Schwerin verhaftet, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt haben. Franziska und Jana sind damals 10 Jahre alt, Jana kommt mit ihrem Bruder in ein Kinderheim, Franziska und ihr Bruder werden den Großeltern übergeben. Nach einem Jahr werden die Eltern aus der Haft entlassen. Die Kriebischs werden von der BRD frei gekauft, Die Simons leben, weiterhin unter Observierung durch die Stasi, bis zum Mauerfall in der DDR. Doch ein normales Familienleben ist nicht mehr möglich. Das Erlebte hinterlässt Spuren.
Aufgrund von Schuldgefühlen und -zuweisungen brechen die Familie auseinander. Seit damals ist über diese Zeit, das Erlebte und die Folgen nie gesprochen worden. Fast 20 Jahre später finden Eltern und Kinder wieder zueinander und reden. Den Anstoß dazu geben jeweils ihre Töchter. So entsteht dieser Film. In sehr persönlichen Momenten beschreiben Töchter und Eltern ihre Erinnerung an den Tag, der alles in ihrem Leben veränderte.
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