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Das sagen die Kritiker zum Romy Schneider-Biopic 3 Tage in Quibéron

3 Tage in Quibéron - Trailer (Deutsch) HD
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© Prokino
Das sagen die Kritiker zu 3 Tage in Quibéron
12.04.2018 - 08:50 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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3 Tage in Quibéron hatte Romy Schneider Zeit, sich von ihrem Sissi-Image zu lösen. Zur Hilfe kamen ihr dabei ein Journalist und ein Fotograf. Der Berlinale-Film kommt nun in die Kinos und wir sagen euch, was die Kritiker davon halten.

Das Biopic 3 Tage in Quibéron der Regisseurin Emily Atef befasst sich mit den wahren Begebenheiten, die sich im Jahre 1981 abspielten. Hier befand sich Romy Schneider (Marie Bäumer) gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) für einige Tage in einem Sanatorium im französischen Kurort Quibéron. Dort soll sie sich entgiften und erholen. Trotz Romys negativer Erfahrungen mit der deutschen Presse stimmt sie einem Interview mit dem Stern-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) und dem Fotografen Robert „Bob“ Lebeck (Charly Hübner) zu. Das Interview und die dazugehörige Fotosession dauern 3 Tage an und werden dabei zu einem spannenden Porträt über das zwiespältige Verhältnis zwischen Romy Schneiders privater und öffentlicher Person.

Die harten Fakten zu 3 Tage in Quibéron

  • 11 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 6,6
  • 34 Communitybewertungen mit einem Durchschnitt von 6,7
  • 9 Kritiken und 3 Kommentare
  • 40 Vormerkungen, 2 sind nicht interessiert

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu 3 Tage in Quibéron

Barbara Möller von der Welt  betont, dass 3 Tage in Quibéron eine Momentaufnahme ist und würdigt Marie Bäumers Leistung:

Atefs aufwühlender Film ist weder Hommage noch Denkmal. Er ist eine Momentaufnahme tiefsten Unglücks. Weil Marie Bäumer so großartig ist, hält man das, was man sieht, für wahr. Dass man selbst niemals, um gar keinen Preis so ungeschützt gesehen werden wollte, erklärt die Bestürzung, mit der man das Kino verlässt.

Auch Ula Brunner von rbb24  ist von Marie Bäumers Leistung in 3 Tage in Quibéron begeistert und findet den Film auf vielen Ebenen lobenswert:

'3 Tage in Quiberon' ist ein ungeheuer komplexes, lebendiges Porträt des französischen Weltstars und ein differenziertes, einfühlsames Psychogramm eines in sich zerrissenen Menschen. Es gibt viele Gründe, warum dieser Film so gut ist: die dramaturgische Verdichtung des Drehbuchs, die Konzentration auf vier Figuren, die klugen und witzigen Dialoge, die kühle Eleganz der Schwarzweißbilder [...] Doch ' 3 Tage in Quiberon' wäre nicht, was er ist, ohne Marie Bäumer [...]. In ihrer beeindruckend authentischen Performance wird eine Frau sichtbar, bei der die Grenzen zwischen Beruf und Privatheit, Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen.

Peter von Becker vom Tagesspiegel  stellt vor allem den Zwiespalt, den Marie Bäumer in 3 Tage in Quibéron darstellt, heraus:

Es gibt wohl kaum einen anderen Film, in dem die alles tragende, alles ertragende Hauptdarstellerin so oft und so aus Lebenslust lacht – obwohl der Grundton durchaus elegisch ist. Wenn Marie Bäumer in diesem Schauspielerinnenbiopic '3 Tage in Quiberon' ihre Romy Schneider wie selbstvergessen strahlen lässt, mädchenhaft, überzwerch, koboldgleich im Bett, auf dem Boden oder durch einen Raum tollend und tanzend, dann steckt in dem Lächeln auch immer ein Schmerz. Im vollen Lachen ein lautloser Schrei.

Hannoversche Allgemeine -Autor Stefan Stosch ist von Marie Bäumer ebenfalls verblüfft:

[...] Weil dieser Film in ein mildes Schwarzweiß getaucht ist und wir Lebecks Fotografien von damals im Internet betrachten können, sind wir noch einmal verblüfft: Die Verwandlung von Marie Bäumer in Romy Schneider ist geradezu beängstigend perfekt. Man kann Bäumer gut verstehen, dass sie so lange gezögert hat, Romy Schneider ihr Gesicht zu leihen.

Martin Schwickert von den Stuttgarter Nachrichten  ist rundum begeistert von 3 Tage in Quibéron:

Mit geradezu zärtlicher Sensibilität nähert sich der Film der vielschichtigen Persona und dem Mythos Romy Schneider an, ohne dabei in Mitgefühl oder Ehrfurcht zu erstarren. Atef und Bäumer erschaffen eine emotionale Durchlässigkeit, entblößen ihre Figur jedoch an keiner Stelle. Hierzu passen die stilvollen, kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die den Reportagebildern Lebecks nachempfunden sind und eine enorme visuelle Anziehungskraft entfalten. Großartige schauspielerische Leistungen, eine klare Erzählhaltung und eine gelungene ästhetische Konzeption gehen hier Hand in Hand.

Fazit zu 3 Tage in Quibéron

Emily Atefs Porträt einer gebrochenen Frau in 3 Tage in Quibéron stößt bei den Kritikern durchweg auf Lob. Besonders die Leistung Marie Bäumers findet großen Anklang, es wird sogar von "der Rolle ihres Lebens" gesprochen . Auch das restliche Schauspielerensemble hat eine gute Arbeit gemacht und scheint der Hauptdarstellerin in nichts nachzustehen. Beeindruckende Schwarz-Weiß-Bilder, tolle Dialoge und die Grundthematik unterstreichen den positiven Eindruck, den die Kritiker ihren Lesern mitteilen. Mit 3 Tage in Quibéron erhalten die Zuschauer einen Einblick in das bewegte Leben von Romy Schneider. Einen Kinobesuch sollte dieses Biopic definitiv Wert sein.

Werdet ihr euch auch 3 Tage in Quibéron im Kino ansehen?

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