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Ist doch nur ein Spiel

Entwickler wird von Vermieter für Terroristen gehalten

28.08.2014 - 09:45 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Global Thermonuclear War
© Henry Smith
Global Thermonuclear War
Ein britischer Entwickler arbeitet in seiner Wohnung an einer Kriegsimulation und macht sich Notizen. Der Vermieter wird skeptisch und vermutet ein terroristisches Komplott.

Bei der Arbeit an Videospielen kann es schnell passieren, dass der Überblick verloren geht. Viele Details müssen beachtet und festgehalten werden, damit ja keine Idee unter den Tisch fällt, die am Ende genau den entscheidenden Reiz des fertigen Spiels ausmachen kann. Ein großes Whiteboard bietet sich daher für diverse Notizen sowie Zeichnungen natürlich an. 

Nur sollte bedacht werden, dass nicht für jeden sofort ersichtlich ist, dass es sich bei diesen Krakeleien um ein Videospiel handelt, vor allem dann nicht, wenn es um ein Spiel geht, das "Global Thermonuclear War" heißt. Der Entwickler Henry Smith aus Bristol hatte in seiner kleinen Wohnung unter anderem eine gezeichnete Weltkarte herumstehen, die einen russischen Raketenangriff auf Washington zeigt.

Seltsam, aber im Kontext des Spiels nachvollziehbar. Nicht aber für den Vermieter, der bei einem angekündigten Besuch in der Wohnung von Smith stutzig wurde und laut The Guardian sicherheitshalber die Polizei informierte. Smith selbst dachte sich nichts dabei, geriet aber in Panik, als er von den eingeleiteten Schritten erfuhr. Er fürchtete, als Schläfer angesehen zu werden und Opfer einer kleinen Razzia zu werden. 

Am Ende handelte die Polizei dann doch nicht, offenbar konnten sie sich nicht vorstellen, dass der Dritte Weltkrieg mit einer naiven Whiteboard-Zeichnung in Bristol angezettelt werden könnte. Wer sich Global Thermonuclear War, eine Art Google Maps-Mod, anschauen möchte, kann dies auf der Website des Spiels tun.

Wie hättet ihr reagiert, wenn ihr solches "Beweismaterial" entdeckt hättet?

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