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Gene Kelly tanzt wie kein zweiter als Ein Amerikaner in Paris

29.03.2015 - 08:50 Uhr
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© MGM
Ein Amerikaner in Paris
Heute Abend könnt ihr auf arte den Musical-Klassiker Ein Amerikaner in Paris genießen. In diesem unvergesslichen Stück Kinogeschichte steppen und trällern Gene Kelly und Leslie Caron um die Wette und erinnern uns an die Blütezeit des Musicals.

Ein Amerikaner in Paris ist ein filmisches Feuerwerk an Tanz- und Gesangseinlagen. Ganz im Stil der 1950er Jahre wird hier gesteppt und geträllert was das Zeug hält. Dabei ist alles auf den Star dieses Films abgestimmt: Gene Kelly. Dieser glänzt mit eingängigen Liedern und seiner genialen Choreographie, die er für die phantasievollen Tanz- und Ballett-Einlagen selbst zusammenstellte. Zusammen mit der Neuentdeckung Leslie Caron singt und tanzt er zu den Melodien George Gershwins, dessen gleichnamige Suite dem Film seinen Titel gab. Abgerundet wird das stimmungsvolle Musical durch die optischen Reize des Schauplatzes Paris und einem 17-minütigen Tanz- und Gesangsmarathon, der das traumhafte Happy End einleitet. Dem Charme dieses Films müsst ihr einfach erliegen. Ein Amerikaner in Paris ist und bleibt ein absolutes sehenswertes Stück Kinogeschichte, das der Academy seinerzeit zu Recht sieben Goldstatuen wert war (inklusive einem Sonder-Oscar für Gene Kelly).

Der amerikanische Soldat Jerry Mulligan (Gene Kelly) erliegt den Verlockungen der französischen Hauptstadt Paris und beschließt, dort zu bleiben, obwohl der Zweite Weltkrieg beendet ist. Seine Liebe zu der Parfümverkäuferin Lise Bouvier (Leslie Caron ) steht jedoch unter keinem guten Stern, da die hübsche Frau bereits an den Sänger Henri Baurel (George Guétary) vergeben ist. Glücklicherweise muss Jerry wenigstens nicht darben, da er auf die wohlhabende Milo Roberts (Nina Foch) zählen kann, die ein Auge auf ihn geworfen hat. Aber das Leben in der Bequemlichkeit einer zwar finanziell sicheren, der wahren Liebe jedoch entgegenstehenden Existenz erfüllt Jerry nicht. Er sehnt sich weiter danach, die angebetete Lise in seine Arme schließen zu können.

Auch moviepilot Proposal schwärmt in höchsten Tönen von diesem Musical-Klassiker und sein Kommentar ist noch dazu ganz lehrreich:

Man sollte sich die Tanzszenen mal ganz genau ansehen, bevor man vorschnell urteilt. Die Schlussszene z. B. ist der Idee Gene Kellys entsprungen und ist selbst für heutige Verhältnisse gewagt, da sie immerhin 15 Minuten dauert. Wer macht sowas heut noch? Zu guter letzt noch ein Tipp: Bei Musicals von Gene Kelly und auch von Fred Astair haben die beiden Akteure immer darauf bestanden, in einer Totalen bei den Tanznummern gezeigt zu werden. Würde bei den sogenannten heutigen Tanzfilmen den Tänzern sehr zur Ehre gereichen, anstatt immer nur den Oberkörper oder die Füße zu zeigen.

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