Ghost Rider im TV - So sind die Filme und der Antiheld mit dem MCU verbunden

Ghost Rider
© Sony Pictures
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Am späten Abend schwingt sich Nicolas Cage als Ghost Rider pünktlich zur Ausstrahlung auf VOX um 22:05 Uhr auf den Sattel seines Motorrads. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Streifens aus dem Jahre 2007 folgte mit Ghost Rider 2: Spirit of Vengeance die Fortsetzung, in der inzwischen acht Jahre vergangen sind, seit Johnny Blaze zum Antihelden wurde. Während die Leinwandableger ein in sich geschlossenes, erzählerisches Universum begründen, spielt die Figur seit jeher keine größere Rolle in Disneys Marvel Cinematic Universe (MCU). Warum eigentlich?

Eine Kino-Zukunft im MCU scheint für den Ghost Rider unwahrscheinlich

Zwar feierte der Ghost Rider in der 4. Staffel von Agents of S.H.I.E.L.D. in der Inkarnation von Robbie Reyes sein Debüt im MCU. Doch von einem neuerlichen Kinofilm sah das MCU bisher ab. Die beiden Streifen mit Nicholas Cage sind ohnehin kein offizieller Teil des Franchises, welches erst 2008 mit Iron Man begründet wurde. Mit dem Hauptdarsteller von einst dürfte es darüber hinaus ohnehin nichts werden: Bereits 2013 meldete Cage gegenüber Collider starke Zweifel ob einer möglichen Rückkehr in der Rolle an. Marvel Studios-Präsident Kevin Feige ließ im selben Jahr im Zuge der Rückgewinnung der Lizenzrechte des Charakters sowie weiterer Figuren durch Marvel eine Zukunft auf der großen Leinwand offen: "Also, Punisher, Ghost Rider, ... Blade, all diese Charaktere sind zurück. Sie haben alle Potenzial, aber ich denke, wir müssen die richtige Zeit finden." Inzwischen sind die Aussagen über fünf Jahre her und keine der Figuren hat es bisher in die Kinos geschafft.

Bis auf Blade haben es sowohl Punisher als auch Ghost Rider inzwischen zu Auftritten in Fernsehserien gebracht, die im Marvel Cinematic Universe angesiedelt sind; Punisher durch seine Serie bei Netflix und Ghost Rider durch Agents of S.H.I.E.L.D. Allerdings dürfte dies die Chancen auf einen eigenen Kinofilm nicht gerade erhöhen, denn im Wesentlichen trennt Marvel TV- und Filmsparte strikt voneinander und nimmt dafür auch potenzielle Kontinuitätsprobleme in Kauf, wie Looper anmerkt. Die Seite sieht darüber hinaus Probleme mit dem Wesen der Figur, die etwa schlicht zu wenig Zugkraft für einen eigenen Film besitze. Zudem sei Ghost Rider zu mächtig, um in das bisher etablierte Universum zu passen, da er u.a. das Höllenfeuer kontrollieren und die Seele verbrennen kann.

Womöglich liegt die Entscheidung aber auch an der kommerziellen Aussicht: Für Teil Eins flossen 2007 noch gut 228 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 110 Millionen Dollar in die Kassen. Das Sequel nahm bei rund um die Hälfte gekürzten Produktionskosten von 57 Millionen Dollar 132 Millionen Dollar ein. Bei den Kritikern fielen beide Filme überwiegend durch.

Würdet ihr gerne einen MCU-Film um Ghost Rider sehen?

moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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