Pokémon GO — Iran verbietet die App, weil sie zu gefährlich ist

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Pokémon GO wurde verboten. Zum Glück nicht bei uns, also könnt ihr vorerst aufatmen. Aber wer im Iran wohnt und Pokémon-Trainer werden will, schaut jetzt in die sprichwörtliche Röhre und nicht durchs Smartphone auf kleine Taschenmonster. Das Iranische Supreme Council of Virtual Spaces hat das gesamte Spiel nämlich kurzerhand verboten und dem Iran somit zu fragwürdigem Ruhm verholfen: Es ist das erste Land, das Pokémon GO vollständig verbietet und zwar aus nicht näher spezifizierten Sicherheitsgründen. (via: BBC)

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Letzten Monat hieß es noch, die iranische Regierung wolle abwarten und sehen, in wie weit die Macher von Pokémon GO bereit sind, zu kooperieren. Offenbar haben sie nicht allzu viel Kooperationsbereitschaft gezeigt, denn letztlich wurde das Spiel verboten. Welche Sicherheitsbedenken schließlich zu dieser Entscheidung geführt haben, bleibt leider ein Rätsel. Wobei es natürlich nicht so ist, als wären durch Pokémon GO nicht schon diverse Unfälle passiert: Trainer sind von Klippen gestürzt, mit dem Auto in andere Autos, in Schulen oder gegen Bäume gerast und so weiter.

Auf die Gefahr hin, mich extrem unbeliebt zu machen: Pokémon GO verstößt gegen eine ganze Reihe deutscher Gesetze. Weil 15 Klauseln der AGB gegen geltendes deutsches Recht verstoßen, wurden die Pokémon GO-Macher bereits von der Verbraucherzentrale abgemahnt. Bis morgen haben Niantic und The Pokémon Company noch Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben und ihre AGB entsprechend anpassen, sonst droht zumindest eine Klage. Ob Pokémon GO deswegen wirklich vielleicht irgendwann auch in Deutschland verboten wird, darf allerdings bezweifelt werden.

r über die Kehrseite von Pokémon GO, den Datenschutz? Was haltet ihr vom Verbot im Iran?

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