Star Wars: Jar Jar Binks-Darsteller wünschte seiner Figur einen fürchterlichen Tod

Jar Jar Binks in Episode I
© 20th Century Fox/Disney
Jar Jar Binks in Episode I

Der Hass auf die Slapstick-Figur Jar Jar Binks ist mittlerweile legendär. Eingeführt im ersten Teil der Prequel-Trilogie, Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung, war Jar Jar sowas wie die Galionsfigur einer unendlichen Mängelliste, die eingefleischte Star Wars-Fans nicht müde wurden herunterzubeten. Mittlerweile ist der Zorn über die Prequels ein wenig verraucht, der laufende Disney-Versuch zeigt, dass es gar nicht so leicht ist, eine neue, innovative Trilogie zu einem Fantasy-Klassiker anzufertigen, die wirklich jedes Zuschauersegment zufrieden stellt. Nur die Verwunderung über die Figur Jar Jar Binks bleibt.

George Lucas, Architekt der Prequel-Trilogie, komplimentierte den quirligen Gungan behutsam aus dem Fokus, als dessen Unbeliebtheit offenbar wurde. In der zweiten Episode durfte er noch das politische Fundament für die Macht des baldigen Imperators gießen, in Episode 3 sahen wir ihn trauern über den Tod seiner alten Freundin Padmé Amidala. Binks-Darsteller Ahmed Best ist durchaus zufrieden mit dem Schicksal seiner Figur. Es gab jedoch Zeiten, da wünschte er ihr den Tod, einen überaus fürchterlichen Tod sogar. Doch George Lucas wollte seiner Bitte nicht nachkommen, wie Best in einem Interview verriet.

Als ich erfuhr, dass Die Rache der Sith mehr oder weniger ohne Jar Jar stattfinden würde und sich weit von mir entfernte, beschwerte ich mich bei George, dass ich keinen guten Tod erhielt. Ich wollte einfach irgendwie in Stücke gehackt werden ... aber George wollte das nicht. (via Den of Geek)
Wahrscheinlich wollte Lucas den undankbaren Zuschauern diesen brutalen Fan-Service auch einfach nicht gönnen. Doch im Rückblick erscheint es als ein mithin kühler Zug seitens Lucas, Best diese Erlösung zu verwehren. Denn der kämpfte schwer mit dem Hass, der ihm aufgrund der Rolle entgegenschlug. "Es war schmerzhaft", erklärte Best 2016. Ein Jahrzehnt habe er gebraucht, die ungewohnte Ablehnung zu verarbeiten:
[...] wenn du einen Charakter spielst, fügst du ihm eine Menge von deiner eigenen Persönlichkeit bei, du wirst emotional in [...] die Arbeit eingeflochten, die du machst. Es ist deine Arbeit und du bist stolz darauf. Wenn du also negativ kritisiert wirst, spürst du einen Schlag.

Vor der siebten Star Wars Episode Das Erwachen der Macht spielte dessen Regisseur J.J. Abrams mit dem Gedanken, die sterblichen Überreste von Jar Jar Binks in seinen Film als Easter Egg einzubauen. "Ich habe diese Idee, Jar Jar Binks' Knochen dort in die Wüste zu stecken. Ich meine es ernst! Nur drei Leuten wird es auffallen, aber sie werden es lieben." Dieser kleine Referenz wäre zumindest ein schöner Abschied von einer Figur gewesen, die gegen den Willen vieler Fans einen festen Platz in der Star Wars-Mythologie eingenommen hat.

Mehr: Star Wars - Das ist mit Jar Jar Binks nach Episode III passiert

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moviepilot Team
Surfer Rosa Hendrik Busch
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Hält sich jung mit Coming-of-Age-Filmen.
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