Heute ist der Tag der Erde

Tag der Erde: 5 Filme, die unseren Planeten ehren

11th Hours - Ausschnitt aus dem Plakat
© Warner Bros. Pictures
11th Hours - Ausschnitt aus dem Plakat

Der Tag der Erde (auch engl. Earth Day) findet alljährlich in über 175 Ländern weltweit statt und soll die Menschen dazu anregen, die Art ihres Konsumverhaltens zu überdenken. 1970 beschloss der US-Kongress, das er in den USA begangen wird; seit 1990 findet er international am 22. April statt. An diesem Tag gibt es zahlreiche Seminare, TV-Sendungen, Aktionen zum großen Thema Umwelt und unserem Konsumverhalten, welches aktiven Einfluss auf den Ausstoß von Treibhausgasen hat.

Hier empfehlen wir Euch Filme, die dem heutigen Tag gerecht werden, aber leider nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen. Die Erde von oben ist eine französische Dokumentation von Renaud Delourme, ein episches Werk über das ebenso schöne wie zerbrechliche Antlitz unserer Welt. Angelehnt an die biblische Schöpfungsgeschichte ist der Film in sieben Kapitel gegliedert: Genesis, Mensch, Sinne, Babel, Das Chaos und die Ordnung, Zivilisation und Terra Incognita. Als der Film im September 2006 in unsere Kinos kam, war Markus Wessel auf programmkino.de “erstaunt, mit simplen Mitteln wie dem Abfilmen teils monumentaler, teils sehr intimer Landschaftsaufnahmen der Film den Zuschauer in ihren Bann ziehen kann.”

Unsere Erde – Der Film von Alastair Fothergill und Mark Linfield kam im Februar letzten Jahres in unsere Kinos. Passend zum arktischen Winter unternimmt der Film eine Reise um den Globus und schaut, wie eine Eisbärenfamilie gegen die Erwärmung der Gewässer ankämpft, eine Elefantenmutter ihr Kleines schützt oder eine Buckelwalmutter mit ihrem Kalb eine lange Wanderung unternimmt. Die Dokumentation zog mehr als 3,8 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos und ist eine der erfolgreichsten Doku-Produktionen überhaupt.

Von dem umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei handelt der Film Und macht Euch unsere Erde Untertan von Christoph Walder. Hier werden die möglichen Folgen des Projekt thematisiert, die den Menschen und die einmalig schönen Kultur- und Naturlandschaft im berühmten Mesopotamien für immer verändern würden. Al Gore, ehemaliger Präsidentschaftskandidat aus den USA, denkt dagegen ganz global. In Eine unbequeme Wahrheit ist er der globalen Erwärmung und ihren Folgen auf der Spur. In einem Mix aus ernüchternden Fakten, unheilvollen Vorher-Nachher-Vergleichen, schockierenden Bildern, aufschlussreichen Cartoons und pointiertem Galgenhumor hält er ein flammendes Plädoyer für die Natur und gegen die Sünden unserer Gesellschaft. Für die Dokumentation konnte er einen Oscar entgegennehmen.

Er fand in den USA prominente Unterstützer, etwas Leonardo DiCaprio, der seinen Dokumentarfilm 11th Hour – 5 vor 12 nannte. Der Film analysiert, wie die Menschheit in diese fatale Situation geraten ist: wie wir leben, wie wir das Ökosystem beeinflussen, und was wir tun können, um eine Wende herbeizuführen. Experten aus aller Welt kommen zu Wort. Hanns-Georg Rodek schrieb in der Berliner Morgenpost beim Kinostart im November 2007: Der Film “verweist auf künftige Kampffelder. Beim einen geht es darum, ob die Menschheit die Gefahr ohne Verzicht in den Griff kriegen kann; der Film ist optimistisch. Das andere hat mit der Auffassung zu tun, der Mensch dürfe sich die Erde Untertan machen – die bibeltreue und kapitalismusimanente Sicht, welche DiCaprios Film vehement ablehnt.”

Umwelt, Umweltschutz und unser Konsumverhalten ist das große Problem unserer Gegenwart und unserer Zukunft. Packen wir es an!

Moviepilot Team
Ines W. Ines Walk
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Chefredakteurin von Moviepilot, sozialisiert von Gerippchen Unsterblich, David Lynch und Kirk aus Stars Hollow. Einziges Redaktionsmitglied, welches Mathe mag. Wertet deshalb am liebsten Daten aus.
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