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Tatort: Im Schmerz geboren - Lest die besten Reaktionen

13.10.2014 - 11:25 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Ulrich Matthes in Tatort: Im Schmerz geboren
© ARD/HR
Ulrich Matthes in Tatort: Im Schmerz geboren
Mit Im Schmerz geboren zeigte die ARD gestern Abend einen Tatort, der sich deutlich von der üblichen Ermittler-Einheitskost abhob. Wir haben einige der markantesten Zuschauer-Reaktionen aus den sozialen Medien gefischt.

Gestern erwarteten die Tatort-Zuschauer mit der Folge Im Schmerz geboren 90 Minuten Abendunterhaltung, die mit den jüngeren Episoden im Altenheim oder einer Teppichhandlung bestenfalls den Namen der altehrwürdigen Krimireihe gemeinsam hatten. Noch dazu konnte der Krimi schon vor seiner Erstausstrahlung einige Festivalpreise einheimsen, so beim 10. Festival des deutschen Films. Orientiert an ShakespeareSergio LeoneQuentin Tarantino und Friedrich Dürrenmatt, begeisterte der Film mit Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot auch zahllose Twitterer, Facebooker und moviepiloten, während andere dem ungewohnten Ansatz eher wenig abgewinnen konnten. Wir haben einige der Reaktionen zusammengetragen und beginnen mit begeisterten Twitter-Nutzern:



Auf der offiziellen Facebookseite des Tatorts  melden sich sowohl glühende Bewunderer als auch weniger begeisterte User zu Wort:





Etwas ausführlicher haben sich auch etliche moviepiloten geäußert, wobei hier die negativen Stimmen deutlich in der Minderheit sind:

Carsten Diekmann:

Dies an alle Kritiker, die den Film vorher so gelobt haben: Hört mit den Drogen auf. Die tun euch nicht gut! Ein paar Standbilder in Falschfarben ist keine Bildestetik a la Tarantino und eine Sprecher im Off macht noch lange kein Shakespeare aus einem Tatort. Übrigens wer über Bildestetik verfügt, der muss nicht dauernd sabbeln. Gab es vier zusammenhängende Sekunden, in dem nicht geredet wurde? [...]  Bezeichnend ist vielleicht, was ich zuerst im Titel gelesen habe: "Im Scherz geboren".

Medardus:

Dem Drang nach leichter Kost, dem Streben nach Einfachheit der heutigen Zeit setzt dieser Film eine Aufsammlung an Kunst entgegen, das man es kaum fassen kann als Zuschauer Teil dessen zu werden.
Jede Szene voller Zitate, jede Pore der Schauspieler schreit eine Lust auf Schauspiel auf "das hier" und ja, es ist der von Wilde geforderte Imperativ des Ästhetizismus der die Leute treibt, die Macher die Musiker etc.

mercedes-jan:

Da schaut man sich einmal den Tatort an und dann das! 
Das soll deutsches Fernsehen sein? Das kommt vom Ersten? Das gibts doch gar nicht! Warum sehen wir so etwas nicht im Kino und müssen uns stattdessen mit dem Schweiger/Schweighöfer oder Fack Ju Göthe Unfug rumschlagen?

TheCineast:

Ich bin hin und her gerissen. Ja, dieser Tatort war mal etwas anderes. Und ja, die Story hat mir tatsächlich ganz gut gefallen. Tukur spielt gut, Matthes hervorragend. [...]  Und dennoch war einiges sehr gewollt: Die Tarantino'esken Zwischenbilder beispielsweise; und allgemein war es zu viel von allem und somit nicht wirklich ein stilistisches Konzept vorhanden. [...] Aber dennoch [...] mag dieser Film einen hoffnungsvollen Blick auf das deutsche Fernsehen zumindest vermuten lassen.

Die moviepilot-Kritik: Tatort - Im Schmerz geboren ist ein furioser Krimi

Solltet ihr den Tatort gestern nicht gesehen haben, nun aber neugierig geworden sein, so könnt ihr ihn euch bis zum 19. Oktober jeden Abend ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek  anschauen oder am Dienstag um 00:35 Uhr ganz klassisch in der Fernseh-Wiederholung in der ARD.

Wie hat euch Tatort: Im Schmerz geboren gefallen?

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