The Expendables 3 - Darum war der Actionfilm in den USA schon ab 13 freigegeben

The Expendables 3
© Nu Image/Millennium Films
The Expendables 3

Dass die Expendables alles andere als entbehrlich sind, haben sie spätestens seit Kinostart des ersten Films bewiesen. Über 100 Millionen Dollar spielte der Hau-Drauf-Streifen mit Alt-Actionstars wie Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li und Dolph Lundgren ein. Und das trotz R-Rating in den USA, wonach Unter-17-Jährige nicht ohne Eltern ins Kino dürfen. Auch Teil 2 folgte 2012 mit noch mehr Star-Power und ebenfalls einem R-Rating. Bei Teil 3 sah das alles aber ziemlich anders aus. The Expendables 3 kam mit einem PG-13-Rating in die Kinos. Danach gab es strenggenommen überhaupt keine Altersbeschränkung, auch wenn Eltern von Kindern unter 13 Jahren geraten wird, deutlich abzuwägen, ob der Film etwas für ihre Sprösslinge ist . Die Aufregung darüber ist auch bei moviepilot gut dokumentiert (hier, hier, hier und hier).

Sylvester Stallone war sich damals sicher, dass die PG-13-Freigabe genau die richtige Entscheidung sei. Er sagte:

"Wir wollen so viele Leute wie möglich erreichen. Glaubt mir, es ist sehr nahe an einer R-Freigabe, direkt dran. Aber ich glaube, das sind wir der nächsten Generation schuldig."

An den Kassen klingelte es allerdings nicht. Weltweit sprangen nur noch 39 Millionen Dollar heraus. Das Kuriose: Mit Gewaltdarstellungen sehen es die Amerikaner meistens nicht so eng. Schießereien, Blut und Mord gehen dort oft ohne Weiteres als gute Familienunterhaltung durch. Eine Studie von 2013 fand sogar heraus, dass Waffengewalt in Filmen, die ab 13 Jahren empfohlen werden, häufiger vorkommt als in R-Rated Filmen. Der schnellste Weg in den USA, an diese Einstufung zu kommen, ist nämlich immer noch Sex. Die Entscheidung, The Expendables 3 für PG-13 zu produzieren, war wohl eine finanzielle. Aber ebenfalls eine, die durch die recht lockeren Bedingungen einfach zu bewerkstelligen war.

Eine ursprüngliche R-Rated-Fassung von The Expendables 3 wurde für das US-Kino also kurzerhand geschnitten und bewegte sich laut den Aussagen des Teams trotzdem ganz nah an der nicht jugendfreien Version. Laut Schnittberichte unterscheidet sich die gekürzte Version vor allem in folgenden Punkten:

Die Gegner dürfen getroffen zu Boden fallen, aber nicht getroffen werden. Einmal Stechen ist okay, öfter nicht. Harmloses Alternativmaterial und sogar ein (!) Zoom war zu finden und so zeigt sich, dass man im Schneideraum beinahe die ganze Klaviatur der Zensur spielte, um den Film auf das PG-13-Niveau zu verharmlosen.
In Deutschland reichte diese Schnittfassung im Kino für eine FSK 16-Wertung, wobei Teil 1 und 2 jeweils keine Jugendfreigabe bekommen hatten. Die ungeschnittene Blu-ray- und DVD-Version ist fast 6 Minuten länger. Blut- und Actionfans kommen da also mehr auf ihre Kosten. Die Version, die heute Abend um 20:15 Uhr auf VOX zu sehen ist, ist dagegen noch einmal gekürzt. Für die Freigabe ab 12, die für eine Ausstrahlung um 20:15 nötig ist, fehlen laut Schnittberichte noch einmal sechs Minuten gegenüber der FSK 16-Fassung.
moviepilot Team
maximahls Juliane Görsch
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