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Schwarzer Humor

Top 7 der besten Kriegssatiren

05.09.2014 - 08:50 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben
© Neue Visionen
Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben
Manchmal ist die Wahrheit so unerträglich, dass sie lieber überzogen und humoristisch dargestellt wird. Als Satiren sind diese Filme ein wichtiger Teil des Anti-Kriegs-Genres, weswegen wir euch hier unsere Top 7 der Kriegssatiren präsentieren.

Kriegssatiren zeigen das reale Geschehen überspitzt und mit einem deutlichen Augenzwinkern, unter Humor verbergen sie dabei die eigentliche Grausamkeit und weisen stattdessen auf Paradoxa und die politischen Probleme hin. Durch diese Strategie sind sie ein wichtiger Teil des Anti-Kriegsfilms, versuchen aber nicht durch die Darstellung der Gewalt abzuschrecken. Stattdessen ziehen sie Krieg und die Politik im Allgemeinen in eine Lächerlichkeit, die so brutal ist, dass einem das Lachen bisweilen im Hals stecken bleibt. 

Platz 7: Three Kings

Three Kings


Der Golfkrieg ist vorbei, doch Archie Gates (George Clooney), Troy Barlow (Mark Wahlberg) und Chief Elgin (Ice Cube) wollen den Irak nicht verlassen, ohne reich zu werden. Also machen sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Goldschatz, der in den Bunkern verborgen sein soll. Und während sich die Bewohner des Landes in den politischen Wirrungen als Feinde gegenüberstehen und die nun ungültigen Aussagen von Präsident Bush nun zum Blutvergießen führen, können die Golddiebe unbehindert durch das Land ziehen.

Platz 6: M.A.S.H.

Mash


Das mobile Feldlazarett kurz vor der koreanischen Front gleicht einem Irrenhaus. Der Film wechselt zwischen blutigen Szenen am OP-Tisch und dem Versuch der Protagonisten, nicht wahnsinnig zu werden. Sie spielen den kaltherzigen Vorgesetzten Streiche, feiern mit einem Kollegen eine falsche Suizid-Party und schummeln legal bei einem Spiel, um durch ihre eigenen kleinen Grausamkeiten die überwältigende Grausamkeit des Krieges kurzzeitig zu vergessen. Und auch der Zuschauer hat bei M.A.S.H. immer die Wahl zwischen lachen und weinen.

Platz 5: Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

Wag the Dog


Was machen, wenn der aktuelle Präsident 11 Tage vor den nächsten Wahlen im Kreuzfeuer der Medien steht, weil er sich einer Minderjährigen Schülerin sexuell genähert haben soll? Richtig. Er startet ein Ablenkmanöver. Genau das tut Robert De Niro in Wag the Dog, und da er sich keinen richtigen Krieg leisten kann, inszeniert er einen mit Hilfe eines großen Hollywood-Produzenten (Dustin Hoffman). Die Maschinerie der Manipulation wird hier ordentlich aufs Korn genommen, enthält aber auch eine traurige Wahrheit.

Platz 4: Die Karabinieri

Die Karabinieri


Mit dem Versprechen im Söldnerheer plündern, vergewaltigen, Unschuldige töten und gegen den Widerstand kämpfen zu dürfen, ziehen in Jean-Luc Godards Die Karabinieri die Brüder Ulysses und Michelangelo in den Krieg. Mit Postkarten werden ihre Reaktionen auf den Krieg gezeigt, so erfreuen sie sich nach der Eroberung von Santa Cruz erstmals an einem Film. Aus dem Krieg zurück kommen sie jedoch mit nichts als etlichen Postkarten. Denn trotz Propaganda und Geschichten von Helden profitiert niemand vom Krieg, der nicht vorher schon am oberen Ende der Nahrungskette war.

Platz 3: Starship Troopers

Starship Troopers


Die Erde befindet sich im Krieg, aber diesmal sind nicht andere Menschen die Gegener: Insekten aus einer fernen Galaxie greifen im 25. Jahrhundert die Menschheit an. Die Militärregierung der Erde plant den ultimativen Gegenschlag und appelliert an den Patrotismus der Menschen. Erfolgreich. Augenzwinkernd reiht sich hier ein Ja-Sager neben dem anderen ein, Militarismus ist an der Tagesordnung und die Propaganda ist früh omnipräsent. Mit gezielter Übertreibung und scheinbarer Ernsthaftigkeit gibt Starship Troopers die genannten Aspekte der absoluten Lächerlichkeit preis.

Platz 2: Catch-22 - Der böse Trick

Catch-22 - Der böse Trick


Um keine Angriffe auf italienische Truppen mehr fliegen zu müssen, will John Yossarian (Alan Arkin) sich eine mentale Beschädigung und damit Untauglichkeit nachweisen lassen. Doch dazu müsste er offiziell eine Untersuchung beantragen, doch wer verrückt ist, hält sich nicht für verrückt, also würde bei der Untersuchung zwangsläufig herauskommen, dass er geistig gesund ist. Und würde jemand, der nicht verrückt ist, überhaupt die Himmelfahrtskommandos ausführen? Die Paradoxa einiger militärischer Mechanismen werden gezeigt und auch wenn wir gerne lachen möchten, bleibt uns das manchmal im Hals stecken.

Platz 1: Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben


General Jack D. Ripper fühlt sich von der kommunistischen Weltverschwörung bedroht, dreht durch und schickt alle amerikanischen Atombomben Richtung Sowjetunion, den Rückrufcode nimmt er mit in sein Grab. Zwar schafft es der amerikanische Präsident, die Sowjets zu warnen, doch leider verfehlen diese einen einzelnen Bombenflieger. Traurig nah dran an der Wahrheit ist Kubricks Satire über Politiker, die sich gegenseitig mit Atomwaffen in Angst versetzten, um dann zurückzurudern und bereits anfangen, die Neubevölkerung der Welt planen. 

Welche der Kriegs-Satiren ist euer Favorit?

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