Exkurs

Top 7 der schockierendsten Tode in The Walking Dead

Im Verlauf von sechs Staffeln kann so einiges passieren - und im Verlauf von sechs Staffeln von The Walking Dead ist vor allem der Tod ein ewiger Begleiter. Daher haben wir uns in den einzelnen Episoden der Zombieserie umgesehen und die sieben Figurentode herausgeschrieben, die uns um meisten schockiert haben.

Top 7 der schockierendsten Tode in The Walking Dead

Bevor The Walking Dead in die 7. Staffel startet, werfen wir einen Blick auf das Vergangene. 83 Episoden lang durften wir bisher Rick (Andrew Lincoln) und seine Gruppe auf ihrem Weg durch die Zombie-Apokalypse begleiten. Dabei mussten nicht nur diverse Konflikte innerhalb der eigenen Reihen ausgetragen werden, sondern auch die äußeren Umstände machten den Überlebenden zu schaffen, denn hinter jeder Ecke lauert jemand, der Rick und Co. an die Gurgel will - sei es ein Zombie oder ein Mensch.

Für gewöhnlich endet eine solche Auseinandersetzung in der Zombie-Apokalypse mit dem Ableben einer lieb gewonnen Figur. Daher haben wir uns ein paar Gedanken gemacht und die schockierendsten Tode in den vergangenen sechs Staffeln von The Walking Dead herausgesucht. Entscheidend war dabei nicht nur der Gore-Faktor des tragischen Ereignisses, sondern vor allem, welche Auswirkungen das jeweilige Ausscheiden auf den Rest der Gruppe hatte und wie es im Gesamtkontext der Serie zu verorten ist.

7. Shanes Tod in der 2. Staffel von The Walking Dead

Shane (Jon Bernthal) gehört zweifelsohne zu den umstrittensten Figuren der gesamten Serie. Eingeführt als Ricks bester Freund und Kollege wurde schnell klar, dass er alles andere als ein ehrenwerter Mann ist. Während Rick hilflos im Krankenhaus lag, rettete Shane seine Familie - letztendlich aber nur aufgrund seiner Gefühle, die er für Lori hegt. Spätestens in der 2. Staffel eskaliert dieser Konflikt und Shane verwandelt sich in ein richtiges Arschloch, das den Zusammenhalt der Gruppe durch seine egozentrische Natur vergiftet.

Gleichzeitig hat es Shane mit seinen manipulativen Machenschaften geschafft, die Gruppe in ein Abhängigkeitsverhältnis zu seiner eigenen Person zu manövrieren - ganz zu schweigen davon, dass er Carl unter seine Fittiche nimmt. In der Episode vor dem Staffelfinale kommt es schließlich zum schicksalhaften Showdown zwischen Rick und Shane, der für Letzteren tödlich endet. Doch damit nicht genug: Shane kehrt sogleich als Zombie zurück und muss ein zweites Mal getötet werden.

6. Loris Tod in der 3. Staffel von The Walking Dead

Nachdem Rick in der ersten Episode im Krankenhaus aufgewacht ist, konnte er sich nicht sicher sein, dass seine Familie noch am Leben ist. Erst nach langen Tagen des Umherirrens wurde er mehr oder weniger durch einen Zufall mit seiner Frau Lori (Sarah Wayne Callies) und seinem Sohn Carl (Chandler Riggs) wieder vereint. Ein unverschämtes Glück, das der Grimes-Familie zuteil wurde - und Rick ist sich dieses Umstandes überaus bewusst: Das Überleben seiner Familie steht fortan an erster Stelle.

Dazu gehört auch die Suche nach einer festen Behausung, die nicht nur für die Gruppe, sondern vor allem auch Lori und Carl Schutz vor der Zombie-Plage bieten soll. In der 3. Staffel ereignet es sich jedoch ausgerechnet in den dunklen Gängen des Gefängnisses, jenem vermeintlich sicheren Ort für den Zivilisationsaufbau, dass die hochschwangere Lori ihr Leben lassen muss, damit ihr Baby überleben kann. Selten waren in The Walking Dead Leben und Tod näher beieinander als in dieser Szene.

5. Merles Tod in der 3. Staffel von The Walking Dead

Die coolste Figur in The Walking Dead? Mit Sicherheit dürfte Daryl (Norman Reedus) der Name sein, der auf diese Frage am häufigsten genannt wird. Er ist der Badass der Serie, stets mit seinem Motorrad unterwegs und knallt die Zombies ganz routiniert mit seiner Armbrust ab. Ansonsten hüllt er sich vorzugsweise in den Mantel des Schweigens. Daryl darüber hinaus zu beschreiben, fällt allerdings schwer. Doch eine Sache gibt es noch, die auf keinen Fall vergessen werden darf: sein Bruder Merle (Michael Rooker).

Zwar mögen die beiden nicht die gleichen Ansichten haben und sie kämpfen ab der 3. Staffel sogar auf zwei verschiedenen Seiten. Dennoch ist ihre Beziehung in The Walking Dead bisher einmalig und einer der wenigen Bestandteile, die ein Leben vor der Zombie-Apokalypse erahnen lassen, das sich nicht um die Grimes-Familie dreht. Auf der Zielgeraden seines Lebens wird Merle schließlich doch noch zum insgeheimen (Anti-)Helden, wenn er sich gegen den Governor (David Morrissey) richtet. Am Ende ist es niemand Geringeres als Daryl, der Merle von seinem Leiden erlöst.

4. Dales Tod in der 2. Staffel von The Walking Dead

Während The Walking Dead aktuell auf die 7. Staffel zusteuert, kann kaum noch von Unschuld die Rede sein. Wer an diesem Punkt der Zombie-Apokalypse noch am Leben ist, muss getötet oder mindestens etwas vergleichbar Schlimmes getan haben. Anders war es in der 2. Staffel, als die Mitglieder von Ricks Gruppe im Begriff waren, zusammenzuwachsen. Bei diesem Vorgang dürfte insbesondere eine Figur eine Schlüsselrolle gespielt haben: Dale (Jeffrey DeMunn), der stets an die Gruppe glaubte.

Seit der ersten Staffel fungierte er auf gewisse Weise als moralische Instanz der Gruppe - er war nie um seine persönlichen Ansichten verlegen, selbst wenn diese nicht dem allgemein Tenor entsprachen. Trotzdem gehörte Dale zu den wenigen Menschen in The Walking Dead, die das Allgemeinwohl über die eigenen Interessen stellte. Dale war ein Guter - so schlicht, plump und naiv es sich anhören mag. Umso tragischer gestaltet sich sein Ableben, eine Verkettung mehr als unglücklicher Ereignisse.

3. Hershels Tod in der 4. Staffel von The Walking Dead

Nach Dales Tod nahm zunehmend Hershel (Scott Wilson) seinen Platz in der Gruppe ein. Zwar hatte das Oberhaupt der Greene-Familie einen eher holprigen Start in die Zombie-Apokalypse. Nach dem Finale der 2. Staffel hat er sich jedoch grundlegend gewandelt und seine Verantwortung als Hüter der Hoffnung wahrgenommen. Für Rick war er gleichzeitig eine Vaterfigur wie ein unterstützender Freund, der stets Rat geben konnte, wenngleich er selbst lernen musste, mit der neuen Welt umzugehen.

Aber gerade das macht seine Figur so einmalig, denn nur wenige andere seiner Zeitgenossen haben eine dermaßen komplexe Entwicklung im Verlauf der Serie durchgemacht. Den Gipfel dieser Entwicklung bildet die Auseinandersetzung mit dem Governor, wo Hershels Einfluss auf Ricks Handlungen deutlicher denn je zu tragen kam. Gerne hätten wir ihn länger in The Walking Dead gesehen. Gleichzeitig ist sein Tod durch den Governor der ultimative Paukenschlag für seine character arc.

2. Beths Tod in der 5. Staffel von The Walking Dead

Die Greene-Familie ist reich an spannenden Figuren. Neben Hershel und Maggie (Lauren Cohan) gehört auch Beth (Emily Kinney) in diesen Kreis. Als eine der wenigen Jugendlichen in der Serie wussten die Drehbuchautoren anfangs nur wenig mit ihr anzufangen. Spätestens nach der Hälfte der 4. Staffel war Beth jedoch eine vollwertige Figur mit einem Handlungsstrang, der sich nur um ihr Verschwinden drehte. Und dieser Handlungsstrang führte sie schließlich auch ins Grady Memorial Hospital.

Beth aus der Gruppe herauszureißen, war ein großartiger Kniff. So konnte nicht nur die Greene-Familie an sich näher beleuchtet werden, sondern auch einzelne andere Charaktere machten alleine durch ihre Reaktion darauf erhebliche Entwicklungssprünge. Das beste Beispiel hierfür ist Daryl, der sich zwischen Freund und Vaterfigur positionierte, woraus eine unkonventionelle Beziehung resultierte, die stets die Erwartungen unterwanderte. Unerwartet war auch Beths Tod, der vermutlich bis heute noch in den Gängen des Krankenhauses nachhallt.

1. Lizzies Tod in der 4. Staffel von The Walking Dead

So viele Menschen wie in The Walking Dead getötet werden - wenn es sich bei einem der jeweiligen Opfer um ein Kind handelt, fühlt sich das Töten einmal mehr an wie ein Schlag in die Magengrube. Schon Sophias (Madison Lintz) Schicksal sorgte sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Figuren in der Serie für Aufruhr. Auch Lizzies (Brighton Sharbino) Ableben in der 4. Staffel hat The Walking Dead nachhaltig verändert, wenn nicht sogar der Serie ihren bis dato verstörendsten Augenblick beschert.

Nachdem Lizzie ihre Schwester Mika (Kyla Kenedy) getötet hat, will sie sich auch über Baby Judith hermachen. Alleine diesen Satz zu schreiben, wirkt surreal - und so muss es auch Carol (Melissa McBride) vorgekommen sein, als sie herausgefunden hat, was Lizzie getan hat. Ohne Absprache mit Rick trifft sie die verheerende Entscheidung und tötet das Mädchen, das offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, zwischen den Lebenden und den Toten zu unterscheiden. Das Kind, verloren in der Zombie-Apokalypse: "Lookt at the flowers."

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