Vorsicht vor diesen Streaming-Abo-Fallen

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Soyaflix, Bigflix oder Braflix sind nicht etwa neue Bewohner eines gallischen Dorfes im Westen Frankreichs, sondern die trügerischen Geschwister von Netflix und Co. Wie Heise berichtet, kursieren derzeit eine Reihe von gefälschten Streaming-Diensten wie diese im Netz und haben es auf das Geld von unschuldigen Filmfans abgesehen. Die verflixten Portale werben mit einigen kostenlosen Testtagen, die schnell in ein teures Abo umgeändert werden, ohne den Nutzern jemals auch nur einen einzigen Film zur Verfügung zu stellen.

So warnt die Polizei in Niedersachsen aktuell in ihrem Ratgeber Internetkriminalität vor mehr als 20 Websites, die unter verschiedenen Namensvariationen aus dem Zufallsgenerator den gleichen Content liefern und versuchen, cinephile Sparfüchse über den Tisch zu ziehen. Dazu zählen neben Netflix' Namensvettern auch Seiten, die an das mittlerweile illegale Streaming-Portal kinox.to erinnern und sich imaxkino.com oder kinoroom.de nennen und eine große Film-Mediathek versprechen, die der Nutzer jedoch niemals wirklich zu Gesicht bekommt.

Dabei würde die Filmwiedergabe auf diesen Seiten erst nach einer einmaligen Registrierung funktionieren, bei welcher der volle Name, eine E-Mail-Adresse sowie ein Passwort angegeben werden sollen. Darüber hinaus müssten die Nutzungsbedingungen und die Vertragslaufzeit akzeptiert werden, die jedoch die leicht übersehbaren wie trügerischen Informationen des Knebelvertrags preisgeben. So wird hier von einer fünftägigen Testphase gesprochen, nach welcher automatisch ein Premium-Abo zum Preis von 29,90 Euro pro Monat mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr eingerichtet wird. Die Kosten müssen für das gesamte Jahr einmalig im Voraus entrichtet werden.

Ungewöhnlicher Weise finden sich auf Youtube eine Reihe von Videos zu den jeweiligen Portalen, in denen ein sogenannter Berater darauf hinweist, Zahlungen an Dino- oder Soloflix unbedingt nachzukommen, da diese vollkommen rechtens wären. Für jedes der falschen Portale hält das selbe Video her, nur, dass der Name angepasst wurde. Die Polizei rät hingegen, den Zahlungsaufforderungen und Mahnungen der Betrüger in keinem Fall nachzukommen. Im Gegenteil: Betroffene sollten sofort handeln und Anzeige gegen Unbekannt bei der örtlichen Polizei erstatten. Die Namen vieler der Betrugs-Seiten findet ihr unter obigem Link bei der Polizei Niedersachsen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit solchen betrügerischen Streaming-Abos gemacht?

moviepilot Team
pinotnoiraurevoir Joana Müller
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