Westworld - So ist die HBO-Serie mit Jurassic Park und Terminator verbunden

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HBOs Westworld geht in wenigen Wochen in die 2. Runde und wird als innovativer Serien-Mix der Genres Science-Fiction und Western gefeiert. Doch gehen die Ursprünge der Serie mehr als 40 Jahre zurück und können schon mit dem Science-Fiction-Kino der 1970er Jahre, sowie den frühen Geschichten und Ideen von Schöpfer Jonathan Nolan in Verbindung gebracht werden, wie IGN berichtet.

Ein wichtiger Name in diesem Zusammenhang ist Michael Crichton, der sowohl den Roman zu Steven Spielbergs Jurassic Park schrieb, als auch weitere bekannte Sci-Fi-Werke wie The Andromedan Strain und Congo zu Papier brachte. Doch nahm der Autor auch nicht selten hinter der Kamera Platz und inszenierte 1973 den Sci-Fi-Thriller Westworld über einen futuristischen Vergnügungspark, in dem die künstliche Intelligenz langsam aber sicher die Überhand gewinnt. Der Film basiert auf Crichtons Originaldrehbuch und vereint dabei viele seiner früheren und späteren Werke und Ideen.

So kann eine klare Verbindung zwischen Jurassic Park und Westworld hergestellt werden. Während in Jurassic Park die künstlich gezüchteten Dinosaurier in einem Vergnügungspark die Kontrolle verlieren, sind es in Westworld die Roboter. Das Grundthema um die Frage von Konsum und Kreation, Profit und Rebellion ist jedoch gleich. Darüber hinaus weist Westworld vor allem mit seiner ikonischen Figur des Revolverhelden Parallelen zu weiteren Hollywood-Klassikern auf. So wurde die Figur als eine Hommage an Yul Brynners Western-Alter-Ego aus Die glorreichen Sieben konzipiert und inspirierte mit ihrer kalten Entschlossenheit und den glühenden Augen unverkennbar Arnold Schwarzeneggers Terminator.

Jonathan Nolan und HBO griffen die Idee von Westworld nun mehr als 30 Jahre später wieder auf und gaben ihr noch eine eigene Handschrift. Gemeinsam mit seinem Bruder Christopher Nolan schrieb Jonathan bereits mehrere Drehbücher über den Einfluss von künstlicher Intelligenz auf die Menschheit, darunter Interstellar und The Prestige. Die von Jonathan Nolan ins Leben gerufene CBS-Serie Person of Interest setzt sich außerdem nicht weniger mit dem Thema auseinander, geht es hier um ein 1984-artiges Scenario, in dem eine künstliche Intelligenz einige Menschen auf Schritt und Tritt beobachtet und die Frage um Gut und Böse stellt.

Darüber hinaus gab der Serienschöpfer bei Serienstart von Westworld seine Fanszination mit Videospielen zum Besten und erzählte 2016 in einem Interview von der Idee, dass das Setting eines Vergnügungsparks dem eines Videospiels ähneln würde, da hier andere Regeln gelten würden, die die Narration bestimmten:

Man verschwindet in dieser Erfahrung und lebt nicht mehr in der echten, sondern in dieser konzipierten Welt. Eine, die anders ist als die reale Welt, denn dort gibt es Intention, dort gibt es Regeln, dort gibt es Narration. Das echte Leben hat diese Durchgangsleitung nicht. Dort gibt es keine versteckten Level. Dort gibt es nur Chaos. Aber in einem Spieluniversum gibt es immer tiefere Ebenen von Bedeutung.

Auf welche tieferen Ebenen Jonathan Nolan damit in Bezug auf Westworld verweist, erfahren wir womöglich ab dem 22.04.2018, wenn die 2. Staffel der Sci-Fi-Serie auf HBO debütiert. Hierzulande bekommen wir Westworld einen Tag später, am 23.04.2018 auf Sky Atlantic zu sehen.

Freut ihr euch auf die 2. Staffel von Westworld?

moviepilot Team
pinotnoiraurevoir Joana Müller
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