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Adams Äpfel

Adams æbler (2006), DE/DK Laufzeit 95 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 31.08.2006


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7.4
Kritiker
60 Bewertungen
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7.3
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25377 Bewertungen
271 Kommentare
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von Anders Thomas Jensen, mit Ulrich Thomsen und Mads Mikkelsen

In Anders Thomas Jensens Adams Äpfel trifft Neonazi Ulrich Thomsen bei der Resozialisierung in einer Kirche auf den eigenwilligen Pfarrer Mads Mikkelsen.

Ivan (Mads Mikkelsen) ist ein begeisterter Landpfarrer irgendwo im dänischen Nirgendwo. Hier hat er es sich zur Aufgabe gemacht, vom Wege abgekommene Schäfchen zurück auf den Pfad der Tugend zu führen. Kein Fall scheint ihm Hoffnungslos, denn seine Güte kennt keine Grenzen. Dies muss auch der Neonazi Adam (Ulrich Thomsen) erkennen, als alle Einschüchterungsversuche an dem ewig optimistischen Pfarrer scheinbar wirklungslos abperlen. Ehe er sich versieht, hat er sich verpflichtet, einen Apfelkuchen aus den Früchten des Baumes im Garten zu backen.

Doch so leicht will sich Adam nicht unterkriegen lassen. Gemeinsam mit seinen Leidensgenossen, dem Trinker und Vergewaltiger Gunnar (Nicolas Bro) und dem arabischen Tankstellenräuber Khalid (Ali Kazim) will er Ivan ein für allemal das seelige Lächeln vom Gesicht tilgen. Doch bei seinem Versuch, Ivans positive Weltsicht zu zerstören, hat er nicht mit dem manischen Optimismus seines vermeintlichen Opfers gerechnet.

Hintergrund & Infos zu Adams Äpfel
Adams Äpfel ist die dritte eigenständige Spielfilm-Regie des Dänen Anders Thomas Jensen, der zuvor schon Flickering Lights und den mindestens ebenso grotesken Dänische Delikatessen ins Kino brachte. Wie bei seinen vorherigen Filmen schrieb er auch hier das Drehbuch selbst. Als Autor ist er auch verantwortlich für die größten dänischen Komödienerfolge der letzten Jahre: In China essen sie Hunde, Old Men in New Cars und Wilbur Wants to Kill Himself stammen ebenfalls aus seiner Feder.

Bei seinem Erscheinen war sein Film nicht nur ein Publikumserfolg, sondern er lief auch sehr erfolgreich auf zahlreichen Festivals, wo er überwiegend positive Kritiken erhielt. 2005 wurde er sogar für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch nominiert, musste sich aber dem Film Paradise Now geschlagen geben. (ST)

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Mehr Bilder (7) und Videos (5) zu Adams Äpfel


Cast & Crew


Kritiken (14) — Film: Adams Äpfel

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

„Er hat meinen Kater erschossen.“ - „Nein, wir dürfen uns nicht immer wegen jeder Kleinigkeit gegenseitig beschuldigen. Er war des Lebens überdrüssig und da war unsere kleine Schießerei ne gute Gelegenheit, Abschied zu nehmen.“

Schwarz, schwärzer, Adams Äpfel.

Ich finde, es ist sehr schwer, die Handlung dieses dänischen Films adäquat wiederzugeben, darum nur ein paar wenige grobe Sätze:. Ivan, ein dänischer Priester, versucht, verschiedenste Menschen, alles Verbrecher auf Bewährung, wieder auf den rechten Weg zu bringen und gibt ihnen ein Zuhause. Auch dem Neonazi Adam. (Haha, rechter Weg) Adam fühlt sich in dieser merkwürdigen Umgebung beim immer fröhlichen und gütigen Pastor nicht wohl. Er will darum dessen Grenzen austesten und stößt dabei langsam darauf, dass der Pastor selbst wohl am meisten Hilfe nötig hat.

"Hier steht du bist ein Neo-Nazi ... Bist du wirklich einer? ... darauf kommt man gar nicht, wenn man dich so sieht!"

Der Film ist besonders durch seine tollen und extrem skurrilen Charaktere eine Augenweide. Mads Mikkelsen als Pastor ist sowieso der Hammer, aber auch die übrigen Figuren können absolut überzeugen. In den Gesprächen, im direkten Aufeinandertreffen merkt man die Chemie zwischen den Darstellern enorm. Man bekommt sehr schnell Sympathien für sie. Dabei werden nicht nur positive, sondern auch negative Seiten, sie werden wirklich, menschlich dargestellt. Ein simples Schwarz-Weiß-Denken findet hier nicht statt. Und auch das muss man dem Film lassen: Trotz des vielen schwarzen Humors verliert er nie die Ernsthaftigkeit aus den Augen, die Figuren werden keine Witzfiguren.
Man kann sich in die Charaktere wunderbar hineinversetzen, vor allem in Adam. In dieser skurrilen und merkwürdigen Geschichte ist seine Wandlung absolut glaubwürdig. Die Dialoge sind grandios, ein bisschen crazy, aber saukomisch. Der Film gibt auch etwas mit auf den Weg, bewegt und berührt. Und diese Abwechslung von schwarzer Komik und ernsthafter Dramatik machen den Film aus.

„Adams Äpfel“ ist ein kleiner, feiner, gemeiner Film mit liebenswerten Figuren, traurigen und ernsten Momenten aber vor allem genialem und urkomischem schwarzen Humor in Reinform!

„Ist das ein gutaussehender Mann. Ist das dein Vater?“ - „Nein, das ist Hitler.“ - „Nein, Hitler hatte einen Vollbart.“

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

kobbi88

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@ Rob: den kleinen Schritt schaffst du auch noch und dann wirst du auch in den Genuss kommen ;)


stuforcedyou

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Dieser Film ist ein Meisterwerk!


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] Zwei Leben, von Grund auf verschieden, verbinden sich und füllen ihre Leere mit Farbe. Das inszeniert Regisseur Jensen in erster Linie so rabenschwarz, das die Lacher manchmal aus einem herausgeschossen kommen und gelegentlich auch im Halse stecken bleiben. Soll man lachen, oder tun einem die Charaktere nun doch viel zu Leid? 'Adams Äpfel' ist skurril und irgendwie seltsam, aber doch so menschlich, gefühlvoll, rührend, schön und verdammt ehrlich. Klischees werden aufgezogen und gerne auf albernen und naiven Wegen verdreht, ohne aber das Niveau zu verlieren oder respektlos zu erscheinen. Ein Film über Wiedergutmachung, Ziele im Leben und die ewige Versuchung. Ein lustiges Drama, eine dramatische Komödie. 'Adams Äpfel' ist beste Unterhaltung, etwas für das Herz und doch tiefgängiger als man es auf den ersten Blick für möglich gehalten hat. [...]

Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 28 Antworten

stuforcedyou

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Hallo Stefans Postfach. Ich grüße dich. :)


SoulReaver

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Noch ne Beschwerde und wir können unsere Sachen packen! :(


JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Schon erstaunlich, dass das kleine, beschauliche Legoland namens Dänemark immer wieder so beachtliche Filme aus dem Hut zaubert. Sehr großen Anteil daran hat Anders Thomas Jensen, der schon mit "Flickering Lights" und "Dänische Delikatessen" kleine Highlights geschaffen hat. Seine Filme sind immer unterhaltsam, schräg, etwas böse aber dabei immer menschlich und verzichten trotz ihrer Skurrilität nie auf ernste Untertöne. Konstant solche Mischungen hinzubekommen, ist große Kunst.
"Adams Äpfel" schafft diese Gratwanderung mal wieder wunderbar. Stellenweise derber, schwarzer Humor wechselt sich gekonnt mit ernsten Szenen ab, was den Film nie zu weit in eine Richtung abdriften lässt.

Dazu kommt ein hervorragendes Ensemble. Ulrich Thomsen glänzt als beinharter Neonazi ebenso wie Mads Mikkelsen als vollkommen unter Realitätsverlust leidender Pfarrer. Mikkelsens Figur scheint zu Beginn schlicht und einfach ein unverbesserlicher "Alles-wird-gut"-Trottel zu sein, entpuppt sich im Verlauf des Films aber als gebrochener Charakter, der vom Schicksal gebeutelt die Scheuklappen angelegt hat. Wenn er in Beisein seines spastisch gelähmten Sohnes dessen Behinderung immer noch krampfhaft versucht zu leugnen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik, ist aber auch zu tiefst tragisch.

Ausgerechnet der rassistische Gewalttäter Adam muss dann als Stimme der Vernunft herhalten und sich im Laufe der Geschichte als Hirte der kleinen, kaputten Herde entwickeln. Vom Saulus zum Paulus, klassisch, selten glaubwürdig. Eine Hürde, an der Hollywood Produktionen regelmässig scheitern. Hier nimmt man ihm es tatsächlich ab. Spricht für die Qualität des Films.

Wer eine reinrassige Komödie erwartet wird mit "Adams Äpfel" vielleicht nicht rundum glücklich werden und liegt hier auch nicht unbedingt richtig. Wer auf nicht zwangsläufig massentaugliche Genremischungen steht, dem sei er aber wärmstens empfohlen. Ein wunderbares Kleinod, wie so oft bei Anders Thomas Jensen.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

ihre-herrlichkeit

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Wirklich sehr schön geschrieben. Chapeau!


JackoXL

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Vielen Dank!


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Lieblingsfilm

Wenn Pfarrer Ivan mit der vollen Kraft der Verdrängung und Naivität den Neonazi Adam umwickelt, wenn der ehemalige Tennisprofi, der nun ein kleptomanischer und übergewichtiger Säufer ist, sich in die schwangere Sarah verliebt, dann entfaltet »Adams Äpfel« eine herrliche Art der Unterhaltung: zu gleichen Teilen hintergründig, tragisch, humorvoll, skurill und doch sehr lebensnah. »Adams Äpfel« gehört zu dem besten was das europäische Kino zu bieten hat. Dieser Film verdient es angesehen und geliebt zu werden.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Pechschwarzer Humor, schwärzer als in zwei Coen-Brüder-Filmen zusammen, das ist das Attribut, in dem sich wohl alle Kritiker einig sind. Auf zauberhafte Weise ist „Adams Äpfel“ zudem vieles nur fast: Fast albern, fast dramatisch, fast unheimlich. Dieses Dubiose macht die Atmosphäre so einzigartig. Elegant verpackt von geradezu steriler Kameraarbeit und hübscher Musik gefallen vor allem die skurrilen Figuren und deren charakterliche Entwicklung, fernab von Hollywood und schelmisch gegen den Strich gebürstet. [...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

Der dänische Film zeichnet sich immer wieder durch einen wirklich pechschwarzen Humor aus, der den Filmen, so auch in diesem Fall, bestens zu Gesicht steht. Wahrlich, es ist schon eine skurrile Geschichte, die uns Regisseur Anders Thomas Jensen, der auch das zugehörige Drehbuch schrieb, vorsetzt. Da ist der Neonazi Adam (Ulrich Thomsen), der nach seiner Entlassung aus dem Knast zu Pfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) geschickt wird, der sich auf die Resozialisierung von Straftätern verlegt hat. Adams Aufgabe in neuem Heim: Einen Apfelkuchen aus den Äpfeln backen, die an dem Apfelbaum vor der Kirche wachsen. „Adams Äpfel“ besticht natürlich zunächst einmal durch seine grotesken Charaktere, dort der Pfarrer der kategorisch alles Böse der Welt per se ignoriert, und dort der verblendete Nazi, der eigentlich nichts möchte, als sich aus dem Staub zu machen. Dann sind da natürlich noch Gunnar und Ali, die ebenfalls zur Resozialisierung gerade in der Kirche weilen. Vor dem ganzen schwarzen Humor und den grotesk anmutenden Szenen, die der Film bietet, dessen Drehbuch ebenso exzellent geschrieben, wie umgesetzt ist, sollte jedoch Eines nicht außer Acht gelassen werden: Wenn man sich die ganze Geschichte einmal genauer ansieht, dann ist „Adams Äpfel“ weniger Komödie, denn Drama in christlicher Konnotation. Die ganze Geschichte kann als Parabel auf Versuchung, Erlösung und die Wiederauferstehung gelesen werden. An dieser Stelle wäre dann eine weiterführende Beschäftigung mit der Materie gefragt, man kann dies natürlich aber auch getrost bleiben lassen, und sich stattdessen an einem herrlich skurillen und humorigen Film erfreuen, der jedoch gar nicht mal so einfach ist, wie er sich auf den ersten Blick darstellt. Und so gilt, dass auch „Adams Äpfel“ meine These von der Qualität des dänischen Films zu untermauern weiß

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

[...] Nach "Blinkende Lichter" (2000) und "Dänische Delikatessen" (2003) präsentiert Anders Thomas Jensen einen weiteren Film dänischer Schmiede, der sich dem Grotesken, dem Schwarzhumorigen und dem Skurrilen verschreibt. In "Adams Äpfel" prallen einmal mehr grundverschiedene, an Karikaturen grenzende Charaktere aufeinander, da trifft ein mehr oder
weniger überzeugter, pragmatischer Neonazi auf einen mehr oder weniger gutgläubigen, weltfremden Pastor, ein Araber fungiert als dreister Tankstellenräuber, da gibt es eine hochschwangere Alkoholikern, die selbst in der Schwangerzeit munter drauf los säuft und da gibt es der Komplettierung halber noch einen trotteligen Triebtäter. Eine durch und durch illustre Runde, die zudem geschickt die mit den jeweiligen Individuuen verbundenen Erwatungshaltungen des Zuschauers außer Kraft setzt. Der Araber ist weder Opfer noch hilflos, der Neonazi versucht einen Apfelkuchen zu backen, tja, hier verkehren sich die Rollenklischees und driften ab ins Absurde. [...]

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Bei diesem Film weiß man wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll. Allein die Ausgangsposition - Neonazi soll zur Rehabilitierung einen Apfelkuchen backen - ist ziemlich grotesk, und so geht es eigentlich weiter. Dabei ist der Film nicht durchgängig lustig, sondern bietet auch ziemlich ernste, ja sogar ziemlich brutale Szenen. Beispiel: Adam, zu Beginn noch als tumber Nazi dargestellt, führte mal wieder eine sinnlose, aber für den Zuschauer recht lustige Diskussion mit Ivan, kommt aber keinen Schritt weiter. Diese Nicht-Einsicht von Ivan kann er aber nicht begreifen und schlägt ihn in der Folge brutal zusammen, tritt nach wenn noch am Boden liegt. Dies ist dann wiederum nicht mehr witzig, aber für die Charakterentwicklung aller Beteiligten sehr wichtig. “Adams Äpfel” benötigt dafür keine rührenden Szenen, in denen die Personen zur Einsicht kommen. Hier reichen die Situationen, in die sie geschickt werden.

Nach und nach erfährt der Zuschauer, genau wie Adam, was es mit Ivan auf sich hat - Mutter bei der Geburt gestorben, vom Vater missbraucht, die Frau begann Selbstmord, der eigene Sohn spastisch gelähmt und er selbst hat einen Tumor. Und so erklärt sich dann auch sein Verhalten. Sollte er jemals mit seinem eigenen Schicksal konfrontiert werden, würde er zusammen brechen - und genau das setzt sich Adam als Ziel. Dabei ist es die Überraschung des Films, das nicht nur Adam sich wandelt (womit man ja eigentlich seit Beginn des Films rechnet), sondern auch alle anderen Charaktere eine erstaunliche Wandlung durchmachen.

“Adams Äpfel” ist eine Tragik-Komödie, bei der sich urkomische und ernste Situationen konsequent abwechseln und der Zuschauer so nie weiß, was als nächstes auf ihn zukommt. Eine Empfehlung abseits von Hollywood und einen Blick wert ist er so auf jeden Fall.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

"Adams Äpfel" ist ein guter Tipp für weltoffene Filmfans, die nicht nur an den heile Welt Filmen der amerikanischen Großproduktionen interessiert sind. Tolle Charaktere und eine tolle Geschichte machen "Adams Äpfel" zu einem "must see"!

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.5Ausgezeichnet

Mit seiner dritten Regiearbeit "Adams Äpfel" hat das dänische Multitalent Anders Thomas Jensen ein überaus unterhaltsames Erlösungsszenario zurechtgesponnen: eine mit biblischen Motiven aufgeladene Fabel, die bevölkert wird von einem stark angeschrägten Personal, dem bei aller Seltsamkeit nie das Menschliche abhanden kommt. [...] Komisch, brutal und böse ist "Adams Äpfel" in vielerlei Hinsicht geworden – und auch ziemlich außergewöhnlich.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.0Ausgezeichnet

Bösartige Komödie, die sich vom Katholik bis zum Atheisten jeder anschauen kann.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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9.0Herausragend

Wenngleich der Film nicht gerade zurückhaltend die christliche Weltsicht durch seine blutgetränkte Handlung dreht und die Person des Pfarrers diverse Tiefschläge einstecken muss, bewahrt sich Jensen stets den Respekt für seine Charaktere und deren Probleme. Adams Äpfel strahlt zu jeder Zeit unmissverständlich den Glauben an ein zutiefst humanistisches Menschenbild aus.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Was Skurril und witzig anfängt wandelt sich irgendwann in "Die Passion Ivans", der als neuzeitlicher Hiob von Gott auf die Probe gestellt wird. Das geht soweit, daß der Film ihm ein Martyium erster Klasser gibt und ihn als Aushilfsjesus kreuzigen und auferstehen lässt. Mit viel Theaterdonner und göttlicher Intervention wird auch der ungläubige Skinhead schließlich eines besseren belehrt und findet zu Gott. Die Figur des Arztes, der den gesamten Film in gewisser Weise der verkommene, moralisch korrupte und schamlose Antipode Ivans ist, gibt sich am Ende geschlagen. Der Teufel Wissenschaft flüchtet und kapituliert vor der Kraft der frohen Botschaft. Diese missionarische Botschaft ist dann doch etwas ärgerlich, zumal dem Film technisch wenig vorzuwerfen ist und auch die Besetzung großartig spielt. Der Film funktioniert dann auch erschreckend gut und erweckt hinreichende Sympathie für den von Mads Mikkelsen kraftvoll gespielten Dorfpfarrer. Schade daß der Film soviel Potential verschenkt, denn am Ende fühlt man sich doch statt in einer schwarzen Komödie doch eher an gottesfürchtige Erbauungsdramen wie "Lilien auf dem Felde" erinnert.

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plomlompom: Filmblogs

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8.0Ausgezeichnet

... Erfreulicherweise scheint jedoch mit "Adams Apfel" diese Vorgabe -- ein bisschen Wahn und Bosheit einfließen lassen, um Kitsch und Versöhnlichkeit auch dem Bourgeois gefahrlos konsumierbar zu machen -- längst zum Selbstzweck verkommen; ein Freibrief, verliehen von der sicheren abschließenden Versöhnung, sich auf dem Weg zu ihr eigentlich jede Derbheit, Geschmacklosigkeit, Hinterhältigkeit, Aggression und Deformation zu leisten, die aus dem angenehm perversen Gehirn von Filmautor Anders Thomas Jensen mal eben lustig heraussprudelt ...

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Kommentare (257) — Film: Adams Äpfel


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Ludi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film!
furchtbar schräg !!! Himmlisch... uuuunglaublich dämmlich auch, aber das finde ich gut haha!
e
Beste Stelle im Film
wo der Skinhead dem Pfarrer die Nase bricht und er lässig fragt, nachdem er zu sich gekommen ist, ob er irgendjemand was auf den Heimweg vom Krankenhaus mitbringen soll... HAMMER GUT !!

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Lemagrag

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich fand ihn ganz gelungen.Witz ist im ernsten Unterton versteckt,aber das ist was gutes.Schauspielerisch auch auf einem sehr guten Niveau.

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CyberExistenz

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Bewertung4.0Uninteressant

Letztens ziemlich spät mit nem Kumpel gesehen und da fand ich in zum Einschlafen langweilig.
Werde dem aber wohl nochmal ne Chance geben. Aufwertung nicht ausgeschlossen.

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Teeekaaay

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Neeeeeein.... dem musst du wohl echt nochmal ne Chance geben. ;)


brigerbaerger

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich bin es wieder einmal geworden - das Opfer... von zu hohen Erwartungen. Wie habe ich mich auf diesen Film gefreut. Bitte nicht falsch verstehen: ich habe keinen seichten Schenkelklopfer-Film erwartet, sondern eigentlich genau das was ich jetzt zu sehen bekommen habe... nur war es leider zu wenig, ich habe mehr davon erwartet! Diese sarkastischen, bitter-bös-schwarzen Szenen sind einfach genial - aber eben zu wenig oft vorgekommen. Leider bringt das dann die eine oder andere Länge mit sich. Schade... aber auf jeden Fall sehenswert.

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pischti

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"Lass der Alte auf das Klo, verfluch mich nochmal. Dann kann er ruhe scheissen und können wir Lied anfangen jetzt." :D


vanilla

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Mads Mikkelsen ist der Master;-)
Auch diese hoffnungsvolle Person, die er spielt, hat mich sowas von berührt.


mme.lehmann

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Bewertung9.0Herausragend

Vor ungefähr 100 Jahren (mindestens) habe ich "Dänische Delikatessen" geschaut und war von dem Film so enttäuscht, dass ich mich lange nicht an "Adams Äpfel" getraut habe. Gestern war es dann doch so weit - thank God!
Der Humor ist eigentlich exakt der selbe, die Figuren ähnlich schrullig, aber hier ist alles viel mehr on point. Der Film mäandert nicht einfach vor sich hin, jede Szene hat eine gewisse Spannung, weil man immer auf die nächste Skurrilität wartet. Schön überspitzt zeigt "Adams Äpfel" wie vollkommen unangebracht diese gesellschaftlich geforderte Attitüde ist, dass immer alles weitergeht, einen Sinn hat und man sich nur aufrappeln müsste. Ich meine, mein Gott: (ab jetzt spoilert es kräftig): Ivans Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, sein Vater hat ihn vergewaltigt, dann bekommt er einen vollkommen gelähmten Sohn und seine Frau bringt sich mit Tabletten um. Das ist aber noch nicht genug, denn jetzt kommen irgendwelche verkorksten Typen in die Kirche, die sich einen ansaufen, Tankstellen ausrauben und ihn permanent schlagen. Viel schlimmer geht es eigentlich nicht mehr. Dass er trotzdem alles in etwas Positives verdreht und dabei total irre wirkt, macht wunderbar deutlich, wie irre jeder ist, der zu jemandem, dem das Schicksal böse mitgespielt hat, sagt: "Wird schon wieder."
Schließlich backt Adam dann ja doch noch einen Miniapfelkuchen und ganz verlorene Liebesmüh' war es von Ivan wohl doch nicht - es ist also nicht alles schlecht.
Zurück bleibt ein wohliges Gefühl, obwohl "Adams Äpfel" wahrlich kein Wohlfühlfilm ist. Wenn man auf bitterbösen Humor wie in englischen Komödien abfährt oder "Dänische Delikatessen" mochte, wird "Adams Äpfel" lieben.
Ich habe jedenfalls Tränen gelacht. Gemeinhin gilt ja die Szene, wo die Katze abgeknallt wird, als die beste ("Sie hat den Tod gesucht"), aber ich finde das Gespräch über den Teufel, der Ivan und Adam durch einen Herd prüfen möchte, noch zehnmal besser!

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Joe888

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Bewertung10.0Herausragend

brutal skurril!
manchmal wußte ich nicht ob ich lachen oder den Kopf schütteln sollte. Oder beides zusammen.

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Schnappdrossel

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist einfach absolut bitterböse. Wie Adam in der Pfarrei quasi im Irrenhaus landet und ihm dort jegliche Kontrolle, nicht nur über die Situation sondern auch über sein eigenes Leben entgleitet... übel.

Nebenbei sehe ich die Szenerie auch als Seitenhieb auf die gesamte "Steh auf, wenn du am Boden bist" Mentalität.

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"Er hat meinen Kater erschossen!" - "Wir sollten uns nicht wegen jeder Kleinigkeit beschuldigen!"

A

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fabiolous

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Bewertung9.0Herausragend

Schöner Film, tolle Atmosphäre mit einem richtig guten Mads Mikkelsen.

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LucaBrasi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vielleicht die politisch unkorrekteste Komödie aller Zeiten und das ohne es gewollt zu haben. Aber mal ehrlich politisch korrekt kann jeder. Es gibt nichts leichteres als beispielsweise "ein kind braucht seine Eltern" oder "gewalt an lebewesen ist nicht okay" -Phrasen laut rauszuschreien und dann anschließend sich in der erzwungen aber dennoch wohligen Zustimmung zu suhlen. Adams Äpfel ist gleichermaßen provokativ, plakativ, intelligent, menschenverachtend, lebensbejahend und....saukomisch. Mads Mikkelsen empfahl sich zudem nach seiner grandiosen Leistung zurecht für Hollywood.

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OptiMaster

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Völlige Zustimmung! Hab gerade "Die Jagd" gesehen und kann Mikkelsens großartige Leistungen nur bestätigen ;)


simonisland

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Leute ihr bewertet zu niedrig :D

Verfluch mich nochmal!

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Reli

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

kurz: den muss man gesehen haben!

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FriedrichWilhelmIV

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kurz:stimmt!


littlegomera

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Bewertung9.5Herausragend

Schockierend, skurril & vor allem tiefschwarz!! Abgefahren!! Ich musste schon eine Weile nicht mehr so herzhaft lachen wie z.B. bei der Szene....
***SPOILER***

....als Khalid die Pistole auspackt, erklärt, dass er schon früher auf die Idee mit der Pistole gekommen wäre, wenn er gewusst hätte, dass der Pfarrer und die Kirche kein Problem damit hätten - und dann anfängt die Raben abzuknallen und gleich noch den Kater dahinstreckt. Gekrönt wird die Szene von Adam's Gesichtsausdruck, der ihm völlig entgleist, weil er die Welt nicht mehr versteht...

Wahnsinn!!!

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littlegomera

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***SPOILER-NACHTRAG***
Adam: "Das ist Hitler."
Ivan:
"Nein. Nein, Hitler hatte einen Vollbart!"
"Ne, hast Recht. Hab ich mit dem Russen verwechselt"


Valaffel

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Bewertung9.0Herausragend

So grotesk und schwarz, love it

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lukas.stracke

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abgesehen von der Olsenbande habe ich vom dänischen Kino noch nicht viel gehört, "Adams Äpfel" hat mich also wirklich überrascht. Ein feiner, schön gefilmter Film, mit tollem Soundtrack und famosen Schauspielern. Dass Mads Mikkelsen großartig ist, ist ja hinreichend bekannt ("Hannibal" läuft bei mir jeden Donnerstagabend), aber auch die Co-Stars, vor allem der titelgebende Neonazi Adam sind fantastisch gespielt. Das Drehbuch ist böse, politisch unkorrekt und tiefschwarz, aber dennoch melancholisch, emotional und warmherzig. Passt scheinbar nicht zusammen, funktioniert aber erstaunlich gut. Vom Humor her hat mich der Film etwas an "Brügge sehen... und sterben" erinnert, grotesk und oft so konsequent, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt.
Fazit: Nach "The Best Offer" der zweite Beweis dafür, dass ich das europäische Kino nicht vernachlässigen sollte. Ein böser, stellenweise brutaler, aber auch warmherziger und sympathischer Film.

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Wolti

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"In China essen sie Hunde" ist auch ganz nett anzuschauen. Kommt auch aus DK glaube ich.


matthias.schmidt.5851

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

:"Gutaussehender Mann! Ist das dein Vater?"

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Codercrush

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Bewertung4.5Uninteressant

Eigentlich mag ich schwarzen Humor. Allerdings wollten in diesem Fall die Gags nicht richtig zünden.
Das Ende hat dann noch mal ein paar Punkte raus geholt.

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nggrasse

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Was soll denn das für eine Botschaft sein ? Viel zu brutal & sinnlose Gewalt und der einzig Gescheite (der Pfarrer) wird vorgeführt und entstellt. -> für mich MIST!!


Jxnx1312

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Bewertung9.5Herausragend

Fragwürdige Resozialisierungsmaßnahme, aber sie hat ja funktioniert:)
Absolut traumhafte Idee und es steckt soviel Witz in den Details.
Der Film hat mich begeistert.

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bruce-wayne

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich war leider etwas enttäuscht.
Hatte was im Stile und vom Kaliber her wie Brügge sehen... und sterben?! erwartet und erhofft. MIr wurde gesagt wie unglaublich witzig der Film ist und letztendlich hab ich gelacht in der Szene in der Mikkelsen angeschossen wird und bei der "kleinen Aubergine".
Die anderen Witze zünden nicht so obwohl sie so absurd und überraschend sind.
Ulrich Thomsen fand ich auch nicht so wirklich überzeugend. Der sieht nicht aus wie ein Nazi und hat das auch nicht gut schauspielerisch rübergebracht.
So lala

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bruce-wayne

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Ich meinte damit, dass er nicht so bedrohlich und böse aussieht wie die Person ist die er darstellt.
Edward Norton mit Glatze war ein glaubwürdiger (angsteinflößender) Nazi weil er das "passende" Gesicht dazu hat / dauerhaft gemacht hat.


KnarrenHeinz61

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Die Skins bei uns sehen eher wie Adam aus, als wie die Ami-Kanaille, ist schon recht gut getroffen !!
Das einnehmende lächeln von E.Norton ?? Glaube das es bei ihm das Hakenkreuz und die Bomber-Jacke ist/war die dieses Bild festigt.

Adam guckt allemal grimmiger (liegt wohl an der nordischen Kälte).


Hartigan85

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich muss hier weg. Dahin wo die Leute sterben wenn sie krank sind und nicht in irgendwelchen Gärten rumsitzen und Cowboy-Burger fressen, wenn sie ne Kugel in den Kopf gekriegt haben!"
Schwarzer Humor wird großgeschrieben in Anders Thomas Jensens Komödie „Adams Äpfel“. Der Film ist herrlich schräg und absurd, es hagelt eine ganze Menge an witzigen Sprüchen und Szenen. Dazu tummelt sich in dem Film ein Haufen an liebenswert-bekloppten Charakteren, angeführt von Mads Mikkelsen als Pfarrer Ivan, der gleich mehre Schrauben im Oberstübchen locker hat und Ulrich Thomsen, der den Neonazi Adam spielt, welcher resozialisiert werden soll und im Grunde doch einfach nur einen Apfelkuchen backen möchte...
Die Darsteller liefern klasse Leistungen ab, Mikkelsen ist eh immer spitze, aber auch der Rest der Bande spielt auf einem hohen Level und holt alles aus ihren skurrilen Figuren heraus. Hin und wieder kann einem hier das Lachen auch im Halse stecken bleiben, auf political correctness wird überhaupt keinen Wert gelegt. Genau diese fies-derben Szenen sind eine der großen Stärken des Streifens. Der grimmige und humorlose Nazi wird hier als der scheinbar Normalste in dem Laden präsentiert, während vor durchgeknallten Ausländern, behinderten Kindern, einer dämlichen Nazi-Bande und einem fetten versoffenen Triebtäter kein Halt gemacht wird. Der Film hat mir insgesamt sehr gut gefallen, den werde ich mir ganz sicher noch öfter ansehen. Mit Sicherheit auch perfekt geeignet, um ihn in geselliger Runde mit ein paar Freunden zu sehen, dürfte eine spaßige Angelegenheit werden...
„Adams Äpfel“ ist ein intelligenter, teilweise herrlich übertriebener, böser und schwarz-humoriger Film inklusive Moral am Ende, der mich während der Sichtung gleich mehrfach breit grinsend hat dasitzen lassen, ganz stark!

http://www.youtube.com/watch?v=YfbJP_8M79E

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C64

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Sehr gute Kritik, trifft's auf den Punkt. Also ich habe den Film schon zig mal gesehen, schwierig den innerlichen Lacher nicht rauszulassen wenn man irgendwo den Namen Christopher hört...
Ergänzend möchte ich noch anmerken das der Film sehr, sehr trefflich synchronisiert ist, es gibt keine Stimme die nicht perfekt passt.


Hartigan85

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Vielen Dank! Stimmt, die Synchro war ziemlich gut.


Dwooky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein erster Mads Mikkelsen nach Casino Royale. Generell sind skandinavische Filme oftmals schon eine Garantie für einen etwas anspruchsvolleren, aber auch lustigen Filmeabend. So ist es auch mit Adams Äpfel. Da ich nicht so genau wusste, was mich bei dem Film erwartet und ich auch vorher nicht irgendwelche Meinungen dazu hörte, konnte ich ganz unvoreingenommen mir ein Bild machen und man kann sagen, dass das die beste Vorrausetzung gewesen ist.

Super Film, grandios gespielt, herrliche Dialoge und eine tolle Charakterentwicklung, auch wenn diese sich vielleicht einmal im Kreis dreht, aber ich will nichts vorwegnehmen.
Nur die Message, die der Film transportiert ist mir noch nicht ganz klar. Zwei Menschen, die Gott auf ihre Weise begegnen und ihre Rolle in seinem Plan suchen oder ist er eher doch religionskritisch und unterstreicht die Bedeutung des menschlichen Zusammenseins?

Egal, am Ende musste ich sogar bei den Bee Gees mitsummen (-:

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