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Dänische Delikatessen

De Grønne slagtere (2003), DK Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 19.08.2004


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6.8
Kritiker
25 Bewertungen
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7.5
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6993 Bewertungen
97 Kommentare
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von Anders Thomas Jensen, mit Line Kruse und Nikolaj Lie Kaas

Die beiden Metzger Bjarne und Svend haben die Nase voll, ständig von ihrem tyrannischen Chef herumkommandiert zu werden. Deshalb eröffnen sie eine eigene Metzgerei. Doch die Kundschaft lässt auf sich warten. Aus Versehen schließt Svend eines Abends einen Elektriker im Kühlraum ein. Als er am nächsten Morgen den Erfrorenen findet, beschließt er in seiner Panik, die Leiche auf sehr ungewöhnliche Art und Weise zu entsorgen, und auf einmal brummt das Geschäft. Die Leute sind förmlich verrückt nach Svends und Bjarnes neuer Fleischspezialität “Killer Wickies”. Svend sorgt fortan eifrig für Nachschub: Immer mehr ihm unsympathische Menschen verschwinden spurlos. Als Bjarnes geistig behinderter Zwillingsbruder Eigil überraschend aus dem Koma erwacht und bei ihnen in der Metzgerei auftaucht, haben die Beiden alle Hände voll zu tun, ihr dunkles Handwerk geheimzuhalten.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Dänische Delikatessen

Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

"Ich hab heute keine Lust auf Menschen." - "Dann solltest du nicht in den Kühlraum gehen."

Ein tragischer Unfall bei dem der Elektriker im Kühlraum erfriert und das Geschäfft boomt. Da Svend (Mads Mikkelsen) und Bjarne (Nikolaj Lie Kaas) die Leiche so sauber wie möglich verschwinden lassen wollen, werden Filets aus ihr geschnippelt und verkauft. Die Schar der Fleischverehrer wird immer größer und es muss für Nachschub gesorgt werden, da kann man doch gleich mal ein paar unsympathische Menschen aus dem Weg räumen.

"Dänische Delikatessen" ist ein unglaublich makaberes Werk mit einem rabenschwarzem Humor. Die Charaktere wurden mit viel Liebe gespielt und die Dialoge sind herzhaft.
Ja selbst die Nebendarsteller überzeugen hier vollkommen, sie bieten eine gewisse Vielseitigkeit, sei es der zynische Metzgermeister oder die nervige Freundin.
Die Dänen haben es einfach drauf, die Hauptdarsteller mag man nach einer Zeit richtig da sie mit Herz und Seele bei der Sache sind. Nikolaj Lie Kaas spielt hier sogar zwei Rollen, zum einem Bjarne und zum anderen Bjarne's Zwillingsbruder Eigil. Eigil war der zurückggebliebene, tierliebe und zugleich ein kleines Highlight. Mads Mikkelsen kommt als Psychopath einfach perfekt rüber, verdient hat er eine Rolle in "Casino Royale" bekommen.
Super, origineller Film.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Mr.Film

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Eigil war einfach Hammer :D


Murphante

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Der Film ist Bombe und ich bin ein FAN von den ganzen Schauspielern aus Dänemark ... KULT


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Mads Mikkelsen beweist in Dänische Delikatessen erneut, dass er mehr kann, als bei Bond einen faden Bösewicht zu geben. Mit viel schwarzem Humor und skurrilen Seitenhieben gelingt ein Film, der Spaß macht - auch wenn er nicht ganz die Qualität von "Adams Äpfel" oder "In China essen sie Hunde" erreicht.

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Kommentare (95) — Film: Dänische Delikatessen


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Murphante

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Bewertung9.0Herausragend

****OSTERWICHTEL AKTION 2014****
für "Jacker" & "CJ Durden" <--- Überraschungsei :D
-------------------------------------------------

Keine Oster-, Schoko-, Nougateier mehr sehen?
dann zieht Euch mal wieder ordentliche "Dänische Delikatessen" rein !!!
Deluxious, lecker, herzhaft, würzig, WITZIG !!!
Immer nur Wurst ... immer wieder der gleiche verwurschtelte Mix aus fleischigen Produkten ... es muss etwas Neues her ... und wie es der Zufall so will ... fällt dem Chef eine grandiose Idee unters Messer. Das ländliche Grüppchen Bauern & Tölpel sind völlig aus dem Häuschen und können nicht genug bekommen vom sabbernden Gaumenschmaus.

"Das war ja ganz erstaunlich lecker" muuuhar har ... ich liebe diese Dänen mit diesem dänischen Humor ... tolle Story mit der gewissen Würze und einer super tollen Marinade... hab mich köstlich amüsiert und auch gleich Lust bekommen auf Fleisch ^^

Für all diejenigen die auf frisch geschlachtetes Hühnchen oder andere gute Stücke stehen oder sich einfach mal an der Theke ordentlich bedienen lassen möchten ...
es werden köstliche Beilagen bereit gestellt ...

Wieder eine ganz besondere Mahlzeit ^^

krümelige Grüße
Euer morphiiii

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

jacker

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Und ich nehm eher die Maurermarmelade.. "deutsche" Delikatesse :D


Murphante

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Hahaha ... ordentliches METT !!! ;) wusste ich jetzt gar nicht das man das zwar Maurermarmelade nennt ... aber jetzt in diesem Zusammenhang ist es ja mehr als eindeutig ;) ... bervorzugte Wahl "Putenmett" ;)


djstoewi

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Bewertung9.5Herausragend

Kann mich nur anshcließen der Film ist genial. Der Humor ist sowas von geil und dennoch ist es eigentlich ein ernster Film. Kann ich jedem empfehlen. Mads Mickelsen ist gewohnt top und auch der andere ist sehr gut.

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AlexLosAbeardos

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genial. Genial. Genial.
Der Humor hat mir Bauchschmerzen bereitet. Ich konnte mich vor Lachen teilweise nicht halten. Noch heute kicke ich den Leuten einfach gegen das Schienbein, wenn mir etwas nicht passt.
Das Ende fand ich etwas seltsam, aber schön. Obwohl ich mir schon [SPOILER] anfangs gedacht habe, dass dort mit der Marinade noch irgendwas kommt, umsonst wird das wohl nicht dauernd wiederholt[SPOILER ENDE].

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razzo

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Bewertung9.0Herausragend

"Hör auf von der Wurst zu reden. Merkst du nicht, dass du ständig von der Wurst redest?"

Ganz klar, wenn ich mir unter den ganzen verrückten Skandinaviern einen Film rauspicken müsste, wäre es dieser hier. Auch wenn ''Adams Äpfel'' und die ''Die Kunst des negativen Denkens'' fantastisch sind, so herrlich skurril und gemein ist nur diese dänische Delikatesse. Die fiese, zynische Feinkost strotzt nur so vor bösem Sarkasmus aber auch vor sympathischen, äußerst liebenswerten Charkteren. Grade Mads Mikkelsen ist als schwitzender Svend einfach nur genial und liefert einen Büller nach dem anderen. Gut, der Humor ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber für mich ganz große Unterhaltung und ein absolutes Highlight unter den schwarzen Komödien.

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schwedenretter

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist wirklich unterhaltsam, es gibt allerdings zu viele nutzlose Nebenhandlungen. Das Ende ist zudem etwas lepsch und enttäuschend.

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Jxnx1312

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Bewertung9.5Herausragend

Ich habe von dem Film schon viel gehört, aber das was ich gesehen habe, hat meine Erwartungen durchaus übertroffen.
Der Humor ist geschmackssache aber mir gefällt er, keine Spur von Stumpfsinn und das Ende war überraschend aber positiv zu bewerten.
SEHENSWERT

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SherlockHobbit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich wollte mir den Film ansehen, weil mich die Handlung interessiert hat und weil Mads Mikkelsen dabei ist. Und ich fand den Film genial. Er war witzig, und doch immer noch ein wenig dramatisch. Zum Ende hin dann auch spannender, ich wollte wissen wie es ausgeht. Das Ende hat mir gut gefallen ^^ Auch find ichs so genial, dass Mads Mikkelsen, der ja neuerdings den Kannibalen Hannibal spielt, in diesem Film Menschenfleisch an alle anderen verkauft xD Das kann kein Zufall sein !! Ok kann es doch. Trotzdem witzig. Alles in allem ein witziger Film mit sympatischen Charakteren :)

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ElrayZazu

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach Jahren, ist er mir immer noch in Erinnerung geblieben! Meinen Gütesiegel hat er!

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andosonnen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Story/Geschichte : 9/10
Handlungsaufbau: 9/10
Schauspiel : 9/10
Bild/Kulisse/Effekte : 9/10
Schnitt: 9/10
Ton/Soundtrack : 7/10
[Bonus]: guter Humor: +1

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Slevin_Kelevra23

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Bewertung6.0Ganz gut

Schwärzer als schwarz ist diese skandinavische Komödie 'Dänische Delikatessen'. Ausgestattet mit einer sehr makaben Art von Humor überzeugt vor allem Mads Mikkelsen als verstörter Schlachter. Wie schon in seiner Rolle als Pfarrer in Adams Äpfel fühlt sich Mikkelsen auch in diesem Film wohl wie die Made im Speck. Mikkelsen und rabenschwarzer Humor das passt einfach zusammen wie die Faust aufs Auge! Teils humorvoll, teil nachdenklich, führt Regisseur Anders Thomas Jensen seine Zuschauerschaft durch diesen dänischen Klassiker. Für eine Komödie ebenfalls sehr positiv anzumerken ist, dass 'Dänische Delikatessen' sogar mit etwas Hintergrund auf die Zuschauer wartet und die Schauspieler ihre Rollen sehr glaubwürdig vor die Kamera bringen. Das gesamte Kollektiv des Films überzeugt jedoch nicht so konstant und hochgradig, wie zum Beispiel in 'Adams Äpfel', sodass die Dynamik von 'Dänische Delikatessen' teilweise etwas ins Stocken gerät. Unterhaltsam und ansehbar allemal, doch ein echter Hingucker ist Jensen mit 'Dänische Delikatessen' leider nicht gelungen. Für diese Art von Humor sollte man sich dann doch lieber einen Film wie 'Adams Äpfel' ansehen, welcher mit sehr ähnlichem, jedoch konstanterem Humor punktet.

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pischti

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Bewertung6.0Ganz gut

Immer wenn es um skandinavische schwarze Komödien ging, wurde im Freundeskreis dieser Film genannt, weshalb er schon längere Zeit auf meiner Must-See-Liste stand. Gestern war es so weit und mit voller Vorfreude kloppte ich die DVD in den Player. Mads Mikkelsen ist wie immer großartig, ich liebe diesen Mann, wenn auch anders ^^. Allein mit welcher positiven Verrücktheit er wieder einmal seinen Charakter verkörpert, den Schweiß-Svend, ist brilliant und wie Mikkelsen wieder mit Mimik und Gestik spielt, einfach klasse. Ohne Frage besitzt der Film einen gewissen scharzen Humor und vor allem die erste halbe Stunde gefiel mir, was hauptsächlich an diversen Dialogen und dem komplett psycho-naivem Verhalten des Schweiß-Svend lag. Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern, doch irgendwie fehlte mir nach einer gewissen Zeit der Humor, ich konnte kaum lachen, obwohl mir gerade dieser rabenschwarze Humor liegt. Manche Szenen waren für meinen Geschmack sehr dramalastig und alles andere als lustig, dazu kommt, dass ich die Nebenhandlung mit dem Zwillingsbruder nicht mochte, seine Figur inbegriffen. Meiner Meinung nach wäre man besser gefahren, hätte man die Story recht linear gelassen und wäre somit bei den Leckereien ^^ geblieben. Das typisch skandinavisch abgefahrene Ende war ok, hat mich jetzt aber auch nicht vom Hocker gerissen. Habe leider etwas mehr erwartet und an "Adams Äpfel" ,mit seinen genialen Dialogen und Figuren, kommt "Dänische Delikatessen" nichtmal ansatzweise ran. Demnächst werde ich mir wohl noch "Flickering Lights" ansehen, ich hoffe dieser gefällt mir etwas besser.

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pischti

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Ich werde Dir berichten, aus dem Freundeskreis ausgeliehen steht er schon im DVD Regal :)


cpt. chaos

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Mir gefiel "Flickering Lights" besser, vor allem aber natürlich "Adams Äpfel"!!! Der hochgelobte "Dänische Delikattessen" hingegen, war so gar nicht mein Fall. Erging mir da ähnlich wie dir; die spaßigen Szenen suchte ich weitestgehend vergeblich, schade eigentlich!


Schloøpselcki

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diese Reihe dänischer Filme hat einfach Klasse. Makabrer schwarzer Humor mit eigenwilligen Charakteren und einer etwas dusseligen Story - vom Feinsten. Allerdings wird mir Mads Mikkelsen nach "Adams Äpfel" und kürzlich "Jagden" doch langsam sehr unheimlich...

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BJRN

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Bewertung6.0Ganz gut

Die letzte halbe Stunde ist leider gänzlich langweilig. Auch hätte ich mir gewünscht das der Anfangshumor einen roten Faden bekommt, leider bleibt er zwischendurch auf der Strecke und wird durch skurrile Handlungen und einen nervigen Charakter ersetzt.

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craax

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Bewertung9.0Herausragend

Dänische Delikatessen v. 2003, Anders Thomas Jensen

Das Seitenstück zu Adams Äpfel von 2005, vom selben Autor mit gleichem Team, in einem Zuge produziert. Wieder geht es um das Innere des Menschen, diesmal jedoch von anderem Zuschnitt und Ansatz her, gröber gehackt. Dänischer Humor ist wie britischer,- nur ohne süffisantes Augenzwinkern, genauso schwarz, aber gleichzeitig biederer – und schonungsloser, also : womöglich, nochrabenschwärzer. Und immer noch genauso köstlich. Ein Filetstück.

Das Innere des Menschen: dem Einen liegt es am Herzen und nimmt es zu sich, aus hegender Not. Der andere macht aus ihm eine äußere Tugend, und, bei Gelegenheit und ungesuchtem Anlaß, zur Geburt einer Geschäftsidee, die sich super verkauft,- solange keiner weiß und mitbekommt, das und von welcher, durchaus eigener, Substanz er zehrt. Alle reißen es aus Händen und halten es, verhältnismäßig preiskonform erhältlich, für köstlich, was sich so sonst niemand traut anzubieten : Fleisch von meinem Fleische, vom Nächsten, der du auch sein könntest.

Normalerweise sind innere Werte nur schwer zu haben, mühsam und selten zu erwerben, und sauer zu bezahlen. – Gibt es sie, verhältnismäßig, einmal zu Schleuderpreisen, kann man davon ausgehen (solange es niemand besser weiß), das es sich quasi um einem Selbstausverkauf handelt (notwendig), denn überall läßt sich nur mit Wasser kochen,- und das wäre geschmacklos (an sich). Schmeckt es also köstlich: muß (sollte) man sich fragen, was und woher von welcher fraglichen, erlaubten oder illegalen, Substanz – dieses einmalige köstliche Geschmacksaroma wohl stammt und herrühren mag?-

Der „schweißige Svend“ macht, wie der Pfarrer, aus der Not eine Tugend, jedoch nicht unbedingt zuerst aus Liebe. Dazu hat er zuviel erlebt, und erzählt, wie es gründet. Auf jeden Fall so übel, das es s o kam, und s o endete. Dabei muß da Erste Mal nicht einmal böse Absicht gewesen sein: auf jeden Fall, hieb- und stichfest, geliefert der Beweis, daß, wenn er seinesgleichen ans Messer liefert (er darf nur nichts davon gewußt haben), Dinge dabei herauskommen, die dem Menschen kostbar schmecken, und für die er Schlange an-steht. Voller Erfolg: sein Inneres konveniert dem Menschen – solange er nicht mitbekommt, das er, wenn er von sich zehrt, sich selbst verzehrt.

Und dann ist da das sich unmittelbar ergebende Problem mit dem Nachschub: denn was weg ist, ist weg,- und kann nur auf dem Weg der Wiedergeburt erneut beschafft werden. Zum Glück gibt’s davon genug: an unauffällig verschwind-, verschleuderbaren Menschenmaterial (auch wenn denen allmählich klar wird, wie lächerlich das ist, was sie in ihrem Geschäftsgebaren aus sich machen (müssen)),- herrscht kein Mangel. Die Knochenmühle brummt. Mensch in Massen : bietet sich in Fülle,- Gelegenheit. Es ist wie bei der schrecklichen Ersten Liebe: das nächste Mal ist es schon etwas weniger unfreiwillig, und da der tabubrüchige Skandal – völlig unerwartet – regelmäßig ausbleibt,- und alle zeigen, das sie es, genau das, wollen, : warum nicht? - so wird,- der Mensch lernt schnell, erschreckend rasch fix- aus dem Wahn Methode,- und was zuerst ein vorhandenes Fait accompli-Ganzes aus Tugend und Not wär, vertauscht immer rasanter ununterscheidbar die irren Fehlschluß-Plätze. In den Kühlkammern der Menschheit, in denen sie ihre zum Verzehr aufgesparte Natur aufbewahrt,- stapelt sich das ermordete Leben: so gewöhnlich, wie routiniert geschäftsmäßig im Umgang,- keinem bemerkbaren Augenzwinken auch nur auffällig. Völlig im Usus: ob man nun, am Haken aufgespießt gefaßt, eine Schweine- oder Weibshälfte verschiebt. Vielleicht kommt noch als letzte pietäte Erkenntnisverhüllung eine blaue Mülltüte darüber. Der Kundschaft wärs soweit egal: sie kauft ab, Konsumware, vollmundig, eh ihresgleichen. Nur darf der Betrug niemals offenbaren.

Aus Opfern werden Täter,- vice versa. Da kann schon mal Neid erwecken,- zum Beispiel, geschäftlicher. Der ortsangestammt sanktionierte Metzger, mit besten Kontakten zu seinem Rotary, nimmt, detektivischen Spürsinns, Witterung auf, und fügt Puzzleteile zusammen, durchaus korrekt logisch aber unlauter, zumal der Pfarrer mit dem grünen Daumen, der einen Kernumstand versteht und dem zumindest das Vegetative unter der Hand zu blühendem Aufschwung gedeiht,- im rechten Momentg von Grä-eten (verdächtig) sinniert. Und schon ist die Ethikkommission des Bundestages, Lebensmittelkontrolle, unterwegs. Alles scheint perdue. Im Letzten Moment wird der Geschäftspartner gehindert, sich selbst ans Fallbeil zu liefern, und da zuvor im rechten haarscharfen Moment,- der Wahnsinn im ständigen Clinch mit ein wenig Restvernunftanstand gerade einmal ein weniges ins Hintertreffen geriet,- läuft es ab wie üblich: kontrolliert auf guten Verdacht hin,- : ergebnislos. Alles in Fett und Butter,- in Ordnung: Huhn bleibt Huhn,- wo immer her sie mysteriös vom Himmel fielen. Und das mit dem kältegeschockten Liebesnachschub war doch nur Spaß. Und überhaupt: das Geheimrezept war doch die MARINADE. Es tut nämlich gar nicht unbedingt Not, den Nächsten in die Pfanne zu hauen: es kann, es IST möglich, auch um seiner selbst Willen geliebt sein: denn ein jeder hat ein vorzügliches liebenswertes verwertbares Talent, das emotionale Dividende zu tragen rechtfertigen vermöchte.

Das Drehbuch von Anders Thomas Jensen (einem der zur Zeit weltweit Besten) ist komplexer und sehr viel detailfülliger als hier grob skizziert + angedeutet: die Rolle des abgespaltenen Komawerte-Zwillings mit seinem Stoff-Tierfaible , der lernen muß, das zum Leben auch das Verwerten-Müssen gehört, und reines Gutmenschen-Tum zu nichts Gutem allein bereits zum Ende führt,- ist noch gar erwähnt,- auch wenn der sein Bestes über-agiert, anschließend dem Bruder „ermordete“ Hühner zu dessen Herzerwärmung gegenzuofferieren. Die Krematoriumsgehilfin & Rolle der amourösen Zuneigung: nur randlich, aber treffscher (und in Svends Falle ewas gynophob) gestreift. Der alte selbstherrliche Zunftfleischer, das Publikum vor und hinter (und im) Tresen in Einzelausfertigung : das Fernsehen, die Interviews: das gesellschaftliche Erfolgs- und -Belohnungs-Bowlings-System: kaum (hier) angeschnitten aber dort: vortrefflich eingelegt. Die Drehbuch-Geschichte: randvoll gepackt mit Bezügen, Ent-Tarnungen, und spielreichen, unendlich komischen und makaber-absurden Beobachtungen und –Verklausulierungen. Das ist keine Mogelpackung: das ist ein Schlachtplatten-Fest-Tafel-Bankett. Unendliches zu entdecken,- und an Querverweisen, zu real oder irreal existierenden Gesellschaften-, eher als -Individuen, ist sicherlich – beabsichtigt. Sie sind eingeladen, sie zu decouvrieren und auszukosten. Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können. Wohl bekomm’s. Mal einmal in anderem einvernehmlichen Sinn, aber herzhaft vom Allerköstlichsten AllerÜnnersten kommend : MAHLZEIT !! Lassen Sie sich’s schmecken! Nach Verdienst!

Leider noch ein PS: in einigen mp-Anmerkungen finde ich Egils Charakter "überflüssig" genannt. Kann es wirklich sein, das die psychologisch notwendig markierte Persönlichkeits-Spaltung der "Zwillinge" (= gleich ein- und dieselbe "Person") in den verlustverletzten, unempfindlichen Bjarne und die stumm-unvernünftig stammelnde, künstlich komareduzierte "Gewissen-Herzens"-Stimme Egil,- die sich dennoch obwohl schließlich gar zuopfernbereit- dennoch nicht beseitigen läßt,- - unbemerkt geblieben ist? (wieder eins der reich verstreuten Bonscher: Jensens Deduktion des >ethisch< vollkommen indifferenten geschäftsinnigverständnisbereiten "Gesundheits-Apparates") (nimmt wirklich irgendjemand Anstoß an dessen letztendlicher "Verwurstung"?). - Wer "Egil" so auffaßte, rein persönlich beliebig nämlich, hätte die tiefere Symbolträchtigkeit von Jensens Drehbuch noch gar nicht entdeckt: das es sich nicht um eine eingezogene Personen-Camouflage-, sondern um eine überdimensionale Menschheits-Gesellschaftsbefindlichkeits-derModerne-Analyse, ausgeweitet handelt. Was doch gerade das Gute daran ist: wie sich das Größte im Kleinsten spiegeln läßt - perfekt.

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Suki93

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Bewertung9.0Herausragend

Svend:"Weißt du, wer mich angerufen hat?"
Bjarne:"Jemand, der dein Gehirn gefunden hat?"
Ja, wieder ein schön schwarz-humoriges Filmchen! Zwar nicht ganz so lustig wie 'Adams Äpfel' aber dafür macht dieser hier mehr lust auf... Fleisch und Marinade! Natürlich war die schauspieleriche Leistung auch wieder super und die Frisur vom schwitzenden Svend sehr skurril! :)

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Murphante

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Schade eigentlich ... das diese Filme nicht soooo bekannt sind ... aber ich denke wenn man den weiter verbreiten würde ... dieser Humor ist unschlagbar geil :D


Suki93

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Das stimmt! Aber ich werde jetzt fleißig Werbung für die Filme spielen... Die Welt muss davon erfahren! :)


udo.schmitt.77

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Bewertung9.0Herausragend

Ich meine, sowas können nur skandinavische Filmemacher! Es gibt eine Reihe von nordischen Filmen, die so aussergewöhnlich und gut sind, dass Hollywood echte Probleme hat, da mitzuhalten. "Dänische Delikatessen" ist für mich einer der besten Filme auf dem Gebiet Horrorkomödien.

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cpt. chaos

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Geschichte um die beiden Menschen zerstückelnden Metzger Bjarne und "Schweiß-Svend" (Mads Mikkelsen), birgt unbestritten gute Ansätze, aber wer auf deftig-makaberen Humor steht und mal entsprechend heftig ablachen will, dem empfehle ich "Adams Äpfel" und mit leichten Abstrichen "Flickering Lights" – zumindest wurde ich von diesen beiden skandinavischen Komödien weitaus besser unterhalten.

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Sta Maz

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehenswert. Die erste Hälfte hat einen fabelhaften schwarzen Humor danach wird es plump und unkreativ. Der Bruder des Hauptdarstellers war der Punkt warum der Film keine 8 bekommen hat. Muss echt net sein.

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, in dem die Figuren zu deutsch Schweiß-Svend, Häuser-Hans und Wurst-Holger genannt werden, kann man eigentlich nur lieb haben. Ganz den modernen, augenzwinkernden dänischen Produktionen wie „Adams Äpfel“ oder „In China essen sie Hunde“ zugeordnet, ist Anders Thomas Jensens zweiter von drei Langfilmen eine durchaus gelungene Mischung aus schwarzer Komödie und eher konventionellem Familiendrama. Die Story dreht sich dabei um das ungleiche Duo Bjarne (ständig rauchend und bein ... ääh brandgefährlich: Nikolaj Lie Kaas) und Svend (diskutierfreudig, jähzornig, selbstgerecht: Mads Mikkelsen), zwei im Kindesalter verletzte Menschen endlich auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Von ihrem Chef drangsaliert und gedemütigt, beschließen die beiden, der eine Tier-, der andere Menschenhasser, sich von den Fesseln ihrer Kindheit langsam zu lösen und eröffnen aus einer Art pubertären Widerstand ihre eigene Metzgerei. Logisch, dass da nicht alles nach Plan läuft ... glücklicherweise. Trotz dass der makabere Storyverlauf rund um die Metzgerei heute nichts wirklich Neues oder Empörendes mehr darstellt, ist immerhin der typisch groteske Humor so erfrischend wie gewohnt, so lange man ab der zweiten Hälfte herzhaft mit und nicht über Bjarnes plötzlich auftauchenden behinderten Zwillingsbruder Eigil lacht. Ab diesem Punkt entfaltet „Dänische Delikatessen“ seine ehrliche Tragik und seinen menschlichen Grundcharakter, insofern man die Einlagen des geistig Beschränkten nicht als reinen Klamauk interpretiert, was außerdem schwierig werden dürfte, da Mikkelsen und Kaas absolut souverän ihren Mann stehen und keine einzige Miene verziehen. Eine schöne Schlusspointe, die die erworbene Eigenständigkeit und Verantwortung seiner Protagonisten untermauert und somit den finalen Schritt zum Erwachsensein darstellt, setzt einem gelungenen Film die Krone auf. Und dennoch blieb die wichtigste aller Fragen offen: Welcher Wasserball war denn nun der größere?

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poisson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Humor :)

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